Oper - frisch, engagiert, begeisternd

   

Die JUNGE KAMMEROPER KÖLN - Musiktheater e.V.

Die Junge Kammeroper Köln wurde 1996 von Esther Hilsberg und Inga Hilsberg gegründet und arbeitet seitdem als Tourneetheater. 1997 wurde sie zum eingetragenen gemeinnützigen Verein und heißt seitdem »Junge Kammeroper Köln - Musiktheater e.V.«. Sie eröffnet einen lebendigen und direkten Zugang zur Welt des Musiktheaters. Dabei geht es ihr zum einen um Musiktheater, bei dem neue Generationen für das Genre begeistert werden sollen, und zum anderen um die Förderung junger Sänger und Musiker. Diese Anliegen führen das Tourneetheater durch den gesamten deutschsprachigen Raum.

Ensemble der Jungen Kammeroper Köln

Das Ensemble (z.Zt. ca. 130 freie Mitarbeiter, darunter alleine ein Sängerensemble von 60 Leuten und knapp 60 Orchestermusiker) besteht aus Absolventen und höheren Semestern der Musikhochschulen (u.a. Köln, Essen, Hamburg und Berlin). Hinzu kommen professionelle Theaterschaffende, die die einzelnen Produktionen betreuen. Diese Mischung aus Esprit und Erfahrung ist das besondere Kennzeichen und der Garant des bisherigen Erfolges der Theaterarbeit in der Jungen Kammeroper Köln. Seit ihrer Gründung werden sie von vielen namhaften Personen aus Musiktheatern und –hochschulen unterstützt, wie den Kammersängern Kurt Moll und Hans Sotin oder dem Rektor der Musikhochschule Köln Prof. Dr. Werner Lohmann.  
Immer wieder schaffen Sänger nach Aufführungen der Jungen Kammeroper Köln den Sprung an große Opernhäuser. Die Umsetzung des zweiten erklärten Ziels, eine neue Generation für das Genre Oper zu begeistern, ist eine stetige Arbeit, deren Erfolg an der Begeisterung des jungen Publikums abzulesen ist.
Seit ihrer Gründung bekommt die Junge Kammeroper Köln keinerlei Subventionen - trotz allem überlebt das Tourneetheater (und wird demnächst sogar eine eigene Spielstätte eröffnen) und bringt - dank des unermüdlichen Einsatzes aller Beteiligten - immer wieder große und qualitativ hochwertige Produktionen auf die Bühne.


Bisherige Produktionen der JUNGEN KAMMEROPER KÖLN
In der Spielzeit 1997/98 stellte sich die Junge Kammeroper Köln mit E. Humperdincks "Hänsel und Gretel" zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Die Inszenierung wurde jeweils auf die räumlichen und technischen Möglichkeiten der Aufführungsorte abgestimmt und auch als "Oper am Klavier" gezeigt. Es liegt im Selbstverständnis der Jungen Kammeroper Köln, daß sie ein lebendiges Opernerlebnis überall für möglich hält und nicht als von Ausstattungsbudget und Technikapparat abhängig begreift. Dass die Aufführungen dieses Anliegen auch transportierten, zeigte der Erfolg der "Hänsel und Gretel"- Tournee, deren ausnehmend positive Presse- und Publikumsresonanz den guten Namen der Jungen Kammeroper Köln begründeten. Es ergaben sich u.a. die Unterstützung der berühmten Opernsänger Kammersänger Hans Sotin und Kurt Moll, sowie eine chirmherrschaft von Herrn Prof. Dr. Werner Lohmann (Rektor der Hochschule für Musik Köln und Präsident des Landesmusikrates Nordrhein-Westfalen). Ermutigt durch den Zuspruch wagte sich die Junge Kammeroper Köln in der Folgespielzeit 1998/99 an eines der komplexesten und opulentesten Stücke, man könnte sagen einen der Giganten klassischer Opernliteratur: Mozarts "Die Zauberflöte". Mit großem Orchester, wieder als "Oper am Klavier" und in ihrer selbsterarbeiteten Kinderfassung "Die kleine Zauberflöte" war die Inszenierung u.a. in Köln, Siegen, Kleve,  Hürth,  Vreden, Erkelenz, Ibbenbüren und Bayreuth zu sehen. In Köln fanden zwei Aufführungen vor jeweils über 1200 begeisterten Zuschauern statt. Das Ensemble wurde mit der "Zauberflöte" für eine Gala-Aufführung zur 1. Deutschen Theatermesse nach Dresden sowie im Sommer 1999 zum Festival Junges Theater "fringe" der Bregenzer Festspiele eingeladen.

Im Umfeld der Kölner Vorstellungen wurde der WDR auf die Junge Kammeroper Köln aufmerksam. Bereits im November 1998 produzierte der Sender ein Porträt: Ein WDR-Team begleitete die Kammeroper zu ihrem Gastspiel mit der "Zauberflöte" nach Vreden. Der Beitrag wurde in der "Kulturzeit" gesendet. Darüber hinaus erfreut sich die Junge Kammeroper Köln bereits einer mehr als beachtlichen Presseresonanz: Das Kölner Magazin "Stadtrevue" zählte sie in einem Artikel über die Freie Musiktheater-szene der Stadt zu einem der wichtigsten und professionellsten Ensembles, in diversen Radiosendern und Printmedien wurde über die Aktivitäten des in Deutschland einmaligen Unternehmens berichtet. Nach zwei Klassikern der Opernliteratur wollte die Junge Kammeroper Köln  mit seiner Neuproduktion der Spielzeit 1999/2000 neue Wege gehen.

Da nicht nur beim Sänger-Nachwuchs dringend Bedarf an Präsentationsraum bestand und besteht, hatte sie einen Kompositionsauftrag vergeben. Ihre Wahl fiel auf den jungen Komponisten und Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes Torsten Wille. Es ist eine Familienoper nach dem Kinderbuch-Klassiker "Mio, mein Mio" von Astrid Lindgren entstanden, die am 14. November 1999 in der DEUTSCHEN OPER BERLIN ihre umjubelte Uraufführung erlebte. Es war der Jungen Kammeroper Köln im Vorfeld gelungen, das renommierte Haus als Partner für ihr ambitioniertes Projekt zu gewinnen. Die Schirmherrschaft hatte der schwedische Botschafter S.E. Mats E. Hellström übernommen. Eine märchenhafte Geschichte, die atmosphärische, eingängige Musik von "Mio, mein Mio" und eine Inszenierung voller intensiver und poetischer Bilder und Figuren begeisterte Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. Der Komponist hat jede Popularisierung in Richtung Musical vermieden, das Stück arbeitet ganz mit den Mitteln der großen Oper und trotzdem kindgerecht. Ein Ensemble von sieben Sängern (in Doppelrollen) und zwei Schauspielern wurde begleitet von einem 15köpfigen Kammerorchester, das eine gute Verständlichkeit der gesungenen Texte garantierte.

Die Junge Kammeroper Köln entschloss sich dann, für die Spielzeit 2000/2001 einen weiteren Klassiker der Opernliteratur ins Programm zu nehmen. Die Wahl fiel auf "Die Hochzeit des Figaro" von W. A. Mozart, die besonders geeignet ist, dem jungen ausgebildeten Opernsänger die Möglichkeit zu geben, sich in einer großen und umfassenden Rolle einer Repertoire-Oper zu präsentieren.
Für diese Produktion kommt mit Kerstin Weiß eine erfahrene Regisseurin neu ins Team, zusammen mit Darko Petrovic als Bühnenbildner und Katrin Kammann als Kostümbildnerin. Dieses eingespielte Trio in Zusammenarbeit mit der musikalischer Leitung und dem Management der Jungen Kammeroper Köln, versprach höchste Professionalität und Erfolg, sowie eine lebendige und frische Umsetzung der Inhalte der Oper.  Beigeisternde Presseresonanz ("Jung, professionell, einfallsreich") machte diese Produktion zu einem weiteren großen Erfolg der Jungen Kammeroper Köln.
Für die gleiche Spielzeit nahm die  Junge Kammeroper Köln Kinderoper eine eigene Fassung von Humperdincks Märchenoper "Hänsel und Gretel" ins Programm, um auch wieder den "Operngänger-Nachwuchs" für das Genre begeistern zu können. Mit der gleichen Regisseurin wie für "Die Hochzeit des Figaro" wurde auch die Grundlage für die bisher erfolgreichste Produktion der Jungen Kammeroper Köln gelegt: "Die Fledermaus". Neben anspruchsvoller Musik bietet diese Operette eine Fülle von brillant geschriebenen Spielsituationen und Witz, wie geschaffen für ein junges, spielfreudiges Sängerensemble - wie das der Junge Kammeroper Köln. Die aktuell noch laufende Produktion fand bisher immer vor begeisterten ausverkauften Sälen statt und wird noch weitere zwei Jahre auf dem Spielplan der Jungen Kammeroper Köln stehen. Mit der Produktion von "Die Fledermaus" feiert die Junge Kammeroper Köln ihr 5-Jähriges erfolgreiches Bestehen.

In der Spielzeit 2002/2003 nahm die Junge Kammeroper Köln mit "Cosi fan tutte" unter der Regie von Kerstin Weiß eine weitere Mozartoper und als zusätzliche Kinderoper "Aschenputtel" (nach Rossini) unter der Regie von  Enke Eisenberg in den Spielplan auf. Es folgte eine Uraufführung der Familienoper "Des Kaisers neue Kleider" von Per Raaben, die Sören Schuhmacher inszenierte. In der Spielzeit 2003/2004 produzierte die Junge Kammeroper Köln mit "Die Schneekönigin" (Libretto: Kerstin Weiß, Musik: Esther Hilsberg) unter der Regie von Sascha von Donat erfolgreich zum ersten Mal ein Werk aus den eigenen Reihen.

In der Spielzeit 2004/2005 bietet die Junge Kammeroper Köln mit der "Zauberflöte" unter der Regie von Enke Eisenberg erneut eine Produktion, in der man sich von der Spielfreude und dem erstklassigen Niveau des jungen Ensembles überzeugen kann. In der Spielzeit 2005/2006 wird "Cosi fan tutte" von Sascha von Donat neu inszeniert und eine weitere Uraufführung "Die Edelweißpiraten" (Jugendoper) gezeigt.

Das Engagement der Junge Kammeroper Köln soll dazu dienen, den jungen Sängern und Orchestermusikern die dringend benötigte Berufspraxis zu geben, durch die ein Einstieg in das endgültige Berufsleben nur möglich ist. Auch ist es nur hier den Agenten möglich, die Sänger in einer vollen Rolle zu erleben, im Gegensatz zu einem 5-minütigen Vorsingen, in dem eine Beurteilung nur schwer möglich ist. Einige Sänger haben nach Aufführungen der Junge Kammeroper Köln auf diese Weise den Sprung an Opernhäuser geschafft. Zum großen Teil übernimmt die Junge Kammeroper Köln die Aufgaben, die von vielen deutschen Hochschulen leider zu sehr vernachlässigt werden. Deshalb ist das Fortbestehen der Junge Kammeroper Köln von dringender Notwendigkeit, um diese Brücke zwischen Studium und Berufsleben weiterhin bauen zu können.
Ein Porträt im WDR (September 2001) und in den "Tagesthemen" (ARD) am 10. Januar 2002 zeugen von dem hohen künstlerischen Ansehen der Jungen Kammeroper Köln in ganz Deutschland.




 

 

 

 

 

english version

The Cologne Young Chamber Opera

The Cologne Young Chamber Opera is a touring theatre which opens a vivid and direct door to the world of music theatre.  Its main aim is to perform music theatre for children and adolescent persons to inspire them for this genre and, on the other hand, to guide a new generation of musicians to the theatre.

Since its foundation in 1996 the Cologne Young Chamber Opera has been successfully managed by the sisters Esther and Inga Hilsberg.  This leading team is supported by the directors Kerstin Weiß, Enke Eisenberg and Sascha von Donat.

In the Cologne Young Chamber Opera talents for the theatre, instrumentalists, directors and especially singers learn everything they were not able to learn in their theoretical studies as they are now given the chance to experience under real circumstances. 

In the past seven years the Cologne Young Chamber Opera have given over 250 performances all over Germany, Austria and Switzerland. 

The mixture of esprit and experience is the particular characteristic of this outstanding initiative which aims to depict a vivid, critical but also entertaining music theatre.  The Cologne Young Chamber Opera fills up big halls with its remarkable brightness and straightness of its artistic presentation and in every respect the positive critiques prove that a young ensemble need not necessarily be a minor professional one.

In 1999 they presented themselves to the public for the first time with E. Humperdincks “Hansel and Gretel”.  Until now five operas for children (among these three first performances), three big operas by Mozart and “Die Fledermaus” by Johann Strauss have been performed. 

The understanding of and performances in the German language are important features of the Cologne Young Chamber Opera making performances accessible to the public, both to the musically adept and the connoisseur.