vor der Klangskulptur „stone or woodway“

Andreas Hegewald

Biografie
Ausstellungen
Bibliografie
Prof. J. Schieferdecker über A. Hegewald


Biografie

1953 in Sondershausen geboren

1964 - 72 Thomasschule und Thomanerchor Leipzig, Ausbildung im Fach Klavier,
1972 Abitur, Beendigung der Chorlaufbahn

1974 - 77 Abendstudium Malerei /Grafik, Abendschule der HfBk Dresden

1975 - 78 Küster und stellvertretender Organist, St.- Pauli -Kirche Dresden

1978 Studium Malerei/Grafik bei Prof. Günter Horlbeck, HfBK Dresden

1982 Gründung der Rennbahnband mit L.P.Newman, experimentelle Musik
Leipzig – Dresden

1983 Dipl. .Maler/Grafiker -24 Radierungen zu B. Travens Roman “Das Totenschiff”,
erste Holzskulpturen im Atelier F. Maasdorf mit Michael Hengst „ Syntax I“
Begegnung mit Standartskulpturen von A.R. Penck
Gründung des Leitwolfverlages mit P.Kasten und L.Fleischer

1984 „Die Verheissung“ zweiteilige Großplastik (Höhe 7m) mit Klaus Werner
und D. Zaubitzer, Versöhnungskirche Dresden

1985 „Syntax II“ – Skulpturen aus Rhythmus, in Rehehausen/Naumburg
Bildhauersymposium in Seebergen bei Gotha

1986 Gründung des Elba - Projektes mit W. Krause Berlin - Dresden, drei Ausstellungen mit acht Künstlern in Berlin, Dresden und Ludwigshafen
„Interieur II“ Plastik und Installation, Galerie Nord Dresden

1987 „Herzsprung“ plastische Installation, HfBK Dresden

1988 „Helium für alle“ Holzskulpturen und Objekte mit L. Fleischer HfBK Dresden

1989 „Der Sonnengesang des Heiligen Franziscus“ plastische Installation mit
Sandor Doro und J. Sonntag, Kathedrale Kamienskij Pomorsk

1990 Mitbegründer des Kulturvereins riesa efau und der Galerie Adlergasse Dresden
„Stele für Tschernobyl“ Leonhardimuseum Dresden

1991 Gründung einer Mal- und Zeichenschule mit C. Just im riesa efau
Beginn einer vierjährigen Zusammenarbeit mit fünf Künstlern aus
Berlin -West, K ART OFF el I-IV
Beteiligung mit plastischen Objektkombinationen

1992 „Tschernobyl 92“ Mahnmal und Brandbilder, Petruskirche, Berlin

1993 Gedichtesammlung in dem Lyrikband “rotbleierz SINTRA”,
Edition GALREV Berlin
„Wächterin des Meteor“ zweiteilige Skulptur, Skulpturenpark Heiligendamm

1994 Preis der SÄCHSISCHEN ZEITUNG für Lyrik,
Hinwendung zur elektronischen Musik
„colored noise“, Bildobjekte, 10 Künstler aus Deutschland,
Blaue Fabrik, Dresden

1995 Beginn einer Lehrtätigkeit Aktstudium, Abendschule im riesa efau
Künstleraustausch San Francisco – Dresden (Katalog)
ICE San Jose, Galerie Adlergasse Dresden

1996 “Black Bloxx” - umfassende Ausstellung von Aquarellen im
Leonardimuseum Dresden
„Skulptur und Hünengrab“ Bildhauer aus Japan und Deutschland
zweiteilige Großplastik „Irdisches Licht“ (Höhe 5m)

1996 - 2001 Künstlerischer Leiter der Mitmachkunsthalle für Kinder und Künstler im Ammonhof Dresden, plastische Installationen und action - painting
mit Gymnasien

2000 - 2002 Dozent für Malerei und Tanzimprovisation im Frühjahrskurs an der
Palucca Schule Dresden,“ Körpersprache des Tänzers als bildnerisches
Mittel“

2001 - 2002 Pyramidenprojekt “Die Anderen” und “earth”, plastische Installation
Christiane Just und Frank Lohmann, Barockgarten Großsedlitz

2003 “Triphon”Orgelprojekt - Dreikönigskirche Dresden
„target city“ Ausstellung im Haus der Kirche Dresden


2003 “Echo” - Stipendium in den Studios International Denkmalschmiede Höfgen
Installation einer Klangskulptur „stone or woodway“ (Höhe 7m)
Symposium „Porphyr“ mit Prof. Friedhelm Lach (Kanada) und Erika Zucholdt,
Vereinigte Porphyrwerke auf dem Rochlitzer Berg


2003 „Flutwand Dresden“, Skulptur und Malerei, Umweltzentrum Dresden

2003 – 2004 Skulpturen in der Steinbildhauerwerkstatt Stephan Zimmermann, Schloss Pillnitz

2004 Gründung der BUCHENpresse - Künstlerbücher mit Lyrikern - Dresden

2007 Bildhauersymposium in Zöblitz, Serpentin

2007 Stipendium für Grafik in der ZygotePress Cleveland/OHIO

2008 Frühling der Dichter in Dives sur Mer

lebt und arbeitet in Dresden
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Ausstellungen (Auswahl):


1983 SYNTAX – Skulpturen aus Holz, Atelier Maasdorf, Dresden

1984 NEVART TRAVEN Radierungen, KKH Treptow - Berlin

1985 Handzeichnungen, Galerie Barbakane, Leipzig

1986 OFFSET – Handdrucke, Galerie Gosenschänke, Halle

1987 Herzsprung Installation, HfBK Dresden

1988 SAGRANIZU Installation, Galerie Theaterpassage, Leipzig

1989 Strafe der Befreiung, Hinterglasmalerei, Jugendbibliothek, Dresden

1990 Die Wege der Heiligen Lithografien, Galerie Gebr. Lehmann, Dresden

1991 Im Namen der beiden Mädchen Kompositionen, HdJT Berlin

1992 Brandbilder – Tschernobyl 92 Petruskirche, Berlin

1993 Wächterin des Meteor Skulpturenpark, Heiligendamm

1994 Baumlose Insel meines Traums Aquarelle, Galerie Adlergasse Dresden

1995 GEGENÜBER – Sintra, Freimaurerloge Naturkundemuseum Freiberg

1997 BLACK BLOXX Handzeichnungen, Leonhardimuseum Dresden

1998 DIE TAFEL Installation, Ammonhof, Dresden

1999 AGENDA 21 - Wandbilder für Dresden, Installation, Ammonhof, Dresden

2000/ 2001 DIE ANDEREN – earth 2teilige Installation, Barockgarten Großsedlitz

2002 EQUILIBRISTS Aquarelle Galerie Kunstraum Saite, Dresden

2003 TRIPHON Orgelmusik und Malerei, Dreikönigskirche Dresden

2004 stone or woodway - monumentale Klangskulptur,Internationales Klangskulpturen-Festival,
studios international Höfgen

2004/5 Monumentale Skulptur "Äonologie" - aus Rochlitzer Porphyr in dem Projekt "Der Weg der Steine" - Denkmalschmiede Höfgen

2006 LICHTUNGEN Aquarelle und Skulpturen, Galerie am Blauen Wubder, Dresden

 

Zahlreiche Beteiligungen an Ausstellungs- und Kunstprojekten im In- und Ausland
z.B. Taiwan, USA, Polen, Niederlande, Frankreich.
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Bibliografie

Der Thomanerchor Deutscher Verlag für Musik Leipzig 1975

Leitwolf P. Kasten, A. Hegewald, L. Fleischer Leitwolfverlag Dresden 1983

NEVART Gedichte von B. Traven HfBK Dresden Dresden 1983

Dialog mit der Bibel Evangelische Hauptbibel – Gesellschaft Berlin 1984

Weltmörder P. Kasten, A. Hegewald, L. Fleischer Leitwolfverlag Dresden 1985

Berührung ist nur eine Randerscheinung Kiepenheuer & Witsch 1985

Kristallschiff Osmars Verlag Chemnitz 1987

Sinnseinsoll J. Sonntag, A. Hegewald Handdruck Dresden 1987

usf. – Albernative Haufenpresse Dresden 1987

Die andere Seite Beiträge von 17 Autoren Leitwolfverlag Berlin 1988

Restposten P. Kasten, A. Hegewald, L. Fleischer Leitwolfverlag Dresden 1988

Entrinden C. Just, Texte von 5 Autoren Leitwolfverlag Dresden 1988

Blaues Wunder VBK Dresden Dresden 1988

Privatpressen in der DDR und in Berlin West von Alexandra Garrecht Leipzig 1989

Form und Farbe in Ebene und Raum Ephraim Palais Berlin 1989

Dermach Tapparat L. P. Newman, A. Hegewald Leitwolfverlag Leipzig 1990

Briefe – die ihn nicht erreichten Leitwolfverlag Dresden 1990

1965 von U. Zieger qwertzuiopü Druckhaus Galrev Berlin 1990

Spanisches Grün U. Johanna, A. Hegewald Leitwolfverlag Berlin 1990

Rumor A. Hegewald, A. Koziol Leitwolfverlag Berlin 1990

Zellinnendruck Galerie Eigen + Art Leipzig 1990

Kunst in der DDR Kiepenheuer & Witsch 1990

Visuelle Poesie in der DDR Mitteldeutscher Verlag Halle 1990

Junge Kunst aus Sachsen Katalog der J. Ponto Stiftung Frankfurt 1991

Nietzscheabend L. P. Newman, A. Hegewald Leitwolfverlag Leipzig 1991

Eisenbahnerehrenwort Kasten, Hegewald, Fleischer Leitwolfverlag Dresden 1991

Rotbleierz C. Just, A. Hegewald Leitwolfverlag Dresden 1991

D1980D1989R Merlin Verlag Gifkendorf 1991

Nonkonform Künstlerbücher in der Landesbibliothek Dresden Esslingen 1992

Aus der Welt kann man nur fallen Leitwolfverlag Berlin 1993

Künstlerbücher und Handpressendrucke Edition Lebensretter Leipzig 1993

Rotbleierz Sintra A. Hegewald, C. Just Druckhaus Galrev Berlin 1993

Nietzsch in der Bildenden Kunst Stiftung Weimarer Klassik Weimar 1994

1994 Dresden – 1995 San Jose Dokumentation Galerie Adlergasse Dresden 1995

Leitwolfverlag Almanach 1983 – 1996
Leitwolfverlag Dresden 1996

Black Bloxx Personalkatalog Leonhardimuseum Dresden 1997

Zauberzungen J.Weinert, C.Just, P Harnisch, A.Hegewald BUCHENpresse Dresden 2005

In der Sprache aller W. Kuprijanow, A. Hegewald BUCHENpresse Dresden 2005

Der Geist Erseher A. Hegewald, C. Just
BUCHENpresse Dresden 2005

TRIPHON J. Weinert, C. Just, P. Harnisch, A. Hegewald BUCHENpresse Dresden 2005

Eurasische Geschichten I–III W. Kuprijanow, A. Hegewald BUCHENpresse Dresden 2005

Wunder und Wunden L. Barth, A. Hegewald
BUCHENpresse Dresden 2006

NIEMANDS AUGE R. Anders, A. Hegewald
BUCHENpresse Dresden 2006

SINTRA – eine Dichtung A. Hegewald, C. Just
BUCHENpresse Dresden 2006

STEIN IM MEER - eine Inseldichtung 2006

Ledige Sätze, Aphorismen, Erata Verlag Leipzig 2006

SODOM und TOMORROW, BUCHENpresse 2007



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Andreas Hegewald gehört sicher nicht zu den Vergessenen im Lande, und ein Debüt ist seine kleine Ausstellung bei Maria Arlt schon gar nicht. Indes, der Künstler ist viel zu sehr in ein unablässiges Machen vertan, als dass ihm permanente Ausstellerei allzu wichtig sein könnte. Dem Dresdner Kunstfreund werden vielleicht die beiden umfangreichen Darbietungen seines Werkes 1990 und 1997 im Leonhardi-Museum noch erinnerlich sein. Die erste zeigte u.a. eindrucksvolle große "Brandbilder" und plastische Arbeiten ("Stele für Tschernobyl"), die zweite ("Black Bloxx") war ausschließlich kurz vorher entstandenen Zeichnungen und Aquarellen gewidmet. Einen Begriff von der Komplexität seines Gestaltwollens konnten beide höchstens andeutungsweise vermitteln, denn: Hegewald und sein Werk sind keiner der üblichen Kategorien zuzuordnen. Der 52-Jährige dichtet, macht Bücher allein und mit anderen zusammen, musiziert traditionell und elektronisch, zeichnet, malt, druckt und metzt den Stein, je härter, je lieber.

Es wäre zu fragen, worum in dieser beinahe maniakalischen Ausdrucksbesessenheit die eigentliche Achse Hegewalds rotiert. Aber vermutlich tut man ihm und sich selbst am besten, Mann und Werk phänomenologisch zu nehmen und ihn unter Verzicht auf irgendwelche Allroundformeln schlicht als Künstler zu bezeichnen.


Kann eine kleine Galerie mit Platz für ein reichliches Dutzend Arbeiten eher kleinen Formates nun angesichts solcher kaum überblickbaren Werksvielfalt überhaupt ein Ort sinnvoller Präsentation sein? Sie kann es, wenn sie aus der Raumnot eine Tugend macht und nicht versucht, die Fülle zu reflektieren. Die vom Künstler selbst ausgewählte und gehängte Suite ist klug auf fünf Aquarelle einschließlich einer großen aquarellierten Zeichnung, neun Tintografien und eine Porphyrskulptur beschränkt und zeigt damit immerhin zwei der umfänglichsten Werkstränge, die sich gerade im Kontrast als eine glückliche Paarung erweisen und den Betrachter auf gute Art an die Kunst Hegewalds heranführen. Was sie eint, ist dessen arbeitsmethodisches Grundverständnis, das ich vereinfachend als psychischen Automatismus bezeichnen möchte, der freilich - monumentale Hartsteinskulpturen! - von einer beneidenswerten Physis getragen wird.


Experimentell entstandene Zeichen- oder Farbspuren, Fundstücke, die Besonderheit vorgefundener Hölzer, Steine, Materialhaftes schlechthin entzünden seine Imagination und lassen ihn das jeweils immanente Bildpotential finden, es quasi aus sich und der jeweiligen Materialhaftigkeit heraus erlösen. Es gibt also weder zu den kleineren noch zu den größeren Werken irgendwelche Entwürfe, Detailstudien oder Kompositionsskizzen. Diese Abweichungen vom üblichen Regelwerk künstlerischen Gestaltens wird aber durch die härtere Regel der ständigen Arbeit quasi konterkariert: Tintografien beispielsweise entstehen täglich so, wie ein anderer Tagebuch schreibt, was ja auch schon aller Ehren wert ist.

Herkömmlichen Bildvorstellungen stehen die bei "Rahmen & Bild" gezeigten vier Aquarelle am nächsten. Man geht vermutlich nicht fehl, sie als Landschaften zu bezeichnen, wenn man sich nicht gerade Gemütserlabung davon verspricht, obwohl ihre Farbigkeit sozusagen "natürlich" ist. Sachliche zeichnerische Eintragungen von Gebäudechiffren, Verkehrssträngen, Brückenbögen und dergleichen markieren diese paysages zwar als vom Menschen gestaltet, aber gleichsam mit fremdem Blick gesehen. Eine große aquarellierte Tuschzeichnung "Der erste Flug" geht darüber hinaus. Großlinige Zeichen, abstrakt bis anamorphotisch auf hell-ockrig vibrierenden Grund gesetzt, assoziieren Lust und Gefährdung zugleich und treffen damit auch menschlich Nachfühlbares. Die Tintografien entpuppen sich konträr zur eher finsteren Anmutung des technischen Begriffes als malerische Kabinettstücke aus farbigen Tuschen. Diese zwei Handspannen großen Blätter setzen sich nicht nur durch ihre Farbintensität von den Aquarellen deutlich ab. War dort noch Erdnähe farbklimatisch zu erfühlen, zeigen die Tintografien eine unbekannte Welt als Fest für das Auge, geben bisweilen durch verstohlene Eintragungen ("Seeufer", "Engelsmaschine", "Die Stadt braucht dich") Fingerzeige, die dem Autor selbst mit Sicherheit erst während der Entstehung zugeflogen sind.


Eine schätzungsweise dreiviertel Meter hohe Skulptur aus Rochlitzer Porphyr lässt es kaum glaubhaft erscheinen, dass ihr Schöpfer auch im plastischen Bereich gleichsam improvisatorisch zu Werke geht: Rochlitzer Porphyr, ein Ergussgefüge mit kristallinen Einschlüssen, setzt dem Werkzeug des Steinbildhauers erheblich mehr Widerstand entgegen als etwa Sandstein und zeigt das auch in der Oberfläche. Hegewald zwingt das spröde Material, indem er es ohne kleinliche Detailfummelei in archaischer Form zurichtet und auch dabei sozusagen herausliest, was im Stein steckt. Die kleine Stele bei Arlts hat keinen Titel, den sie auch nicht brauchte: Hier scheinen vorzeitliche Idole und Weiterführung expressionistischer Traditionen eine überzeugende Synthese - auch eben in der Materialgerechtigkeit! - gefunden zu haben.


Letztlich erscheint Hegewalds Gesamtwerk aus Wort, Bild und Musik selbst eine große Synthese. Sein Bildungsweg, hier im Blitzabriss gegeben, lässt heute die innere Logik eines auf den ersten Blick eher gewundenen Pfades erkennen. 1953 in Sondershausen geboren, wird er 1964 Thomaner mit gleichzeitiger Klavier-Fachausbildung. Nach dem Abitur bereitet er sich an der Abendschule der HfbK Dresden auf ein Kunststudium vor, während er seine Brötchen und nicht nur die einigermaßen zeitgleich als Küster und zweiter Organist an der Dresdner St.-Pauli-Kirche verdient, um dann von 1978 bis 1983 Malerei und Grafik auf dem Brühl zu studieren, wo Günter Horlbeck für ihn ein wichtiger Lehrer wird. Die Musik kommt bei alledem nicht zu kurz: Nach den mehr traditionellen Orgelexerzitien gründet Hegewald 1982 mit L. P. Newmann die Rennbahn-Band für experimentelle Musik. Sein Diplom erlangt er 1983 mit 24 Radierungen zu B. Travens Roman "Das Totenschiff".

Danach können seine Talente soweit es die Staatsräson zulässt, in alle Richtungen explodieren. Noch 1983 entstehen erste Holzskulpturen ("Syntax I" mit M. Hengst), mit P. Kasten und L. Fleischer wird der Leitwolf-Verlag vor allem für Editionen und Vertrieb eigener Dichtungen gegründet. Mit dem Elba-Projekt wird 1986 die Staatsgrenze nach Westen perforiert. Als diese fällt, ist Andreas Hegewald an der Gründung des bis heute erfolgreichen Kulturvereins riesa efau und der anhängigen Galerie Adlergasse 1990 maßgeblich beteiligt und seitdem dort auch pädagogisch tätig. Aus der Fülle seitheriger Aktivitäten seien stellvertretend die Edition des Lyrikbandes "rotbleierz SINTRA", eine dreijährige Dozentur für Malerei und Tanzimprovisation an der Palucca Schule und die Gründung der BUCHENpresse (Künstlerbücher mit Lyrikern) im eigenen Hause genannt. 2004 wird schließlich auch der Kunstfonds des Freistaates Sachsen auf ihn aufmerksam und erwirbt eine Reihe von Aquarellen.


Man muss nicht Prophet sein, um weissagen zu können, dass da noch einiges auf uns zukommt von diesem Hegewald...



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