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Rauchschwalbe

Wenn eine Schwalbe auch noch keinen Sommer macht, so erfreut  uns doch im Frühling das erste Zwitschern einer Rauchschwalbe ganz besonders.

In Rottum zeigen sie sich fast jedes Jahr in der letzten Märzwoche. Ab Mai beginnen sie mit der Brutpflege um 2 Bruten aufzuziehen und diese bis Mitte September fit zu bekommen, denn dann heißt es der kalten Jahreszeit  zu entfliehen.

Die Rauchschwalbe ist als absoluter Kulturfolger zu bezeichnen, die sich in Europa ganz darauf versteift hat in von Menschen erbauten Höhlungen (Räume mit ständig freier Einflugsmöglichkeit wie Ställe oder Scheunen) ihre halbschalenförmige Nestmulde zu bauen. Durch den leider sehr starken Rückgang der Landwirtschaflichen Betriebe verliert diese Schwalbenart in großem Maße ihre Nistmöglichkeit. Ein Rückgang dieser Vogelart ist in unseren Breiten bereits feststellbar.

Ruhepause auf der Antenne
Altvogel

Kennzeichen:

Blauschwarz schimmernde Oberseite, schmutzigweiße Unterseite, dunkler Brustlatz, rotbraune Kehle, 2 lange Schwanzspieße bei den Altvögeln.

Die Geschlechter lassen sich an Hand ihres Gefieders nicht unterscheiden.

sich strecken ist gut für die Gelenke

Da Schwalben ihre Nahrung ausschließlich im Flug erbeuten, besitzen sie ausgezeichnete Flugeigenschaften und große Ausdauer.

Der Flug der Rauchschwalbe hat weniger Gleitphasen als der Flug der bei uns auch recht häufigen Mehlschwalbe.

Je nach Wetterlage huscht sie mit kraftvollen Flügelschlägen mal nahe am Boden dahin oder sie steigt auch sehr hoch hinauf, immer ihrer Beute folgend.

Die Aufnahmen rechts zeigen junge Rauchschwalben.

Bei gelegentlichen 3. Bruten beobachte ich immer wieder bettelnde Junge in Zeiten wo bereits der Zug festzustellen ist. Es ist zu bezweifeln ob diese Jungschwalben die anstrengende Reise bis ins tropische Afrika schaffen.

Eine Unterart der Rauchschwalbe fliegt von Alaska bis nach Argentinien.

Die natürlichen Hauptfeinde der Schwalben sind bei uns Baumfalke und Sperber. Auch hier möchte ich darauf hinweisen, daß dies als natürliche Auslese für die betreffenden Beutetierarten eher ein Vorteil bezüglich der Gesunderhaltung der Art zu werten ist. Faktoren wie Umweltgifte, Brutmöglichkeiten oder Nahrungsangebot  wirken sich viel stärker auf die Populationsdichte aus als Beutegreifer.

Jungschwalbe ohne Schwanzspieße
mal schauen was die anderen so treiben

Was mit bloßem Auge nicht so leicht zu erkennen ist sind die oftmals akrobatischen Verrenkungen im Fluge.

so kennen wir sie na, na, na, nicht so wild

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