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Weidenmeise

Die Weidenmeise gleicht der Sumpfmeise so sehr, daß sie oft fälschlicherweise als Sumpfmeise erkannt wird.

Ich versuche auf dieser Seite ein paar feine Unterschiede aufzuzeigen. Jedenfalls ist die Weidenmeise häufiger in unseren Wäldern anzutreffen als man meinen könnte. Sie kommt auch an Bachläufen, Hecken und Gärten vor. Es ist die einzige Meise, welche nicht in bestehende Bruthöhlen brütet sondern sich die Bruthöhle selber in morsche Bäume oder Baumstümpfe meiselt. Sie braucht also altes Todholz für ihren Nachwuchs.

Leider sind mir von der Weidenmeise noch keine wirklich guten Fotos gelungen.

Die Sicherheit, ob ich auch wirklich eine Weidenmeise vor der Linse hatte, bekam ich immer von ihrem sichersten Erkennungsmerkmal - ihrem breiten, nasal klingenden “däääh däääh” Ruf.

Die anderen Unterscheidungsmerkmale zur Sumpfmeise werden in Bestimmungsbüchern folgendermaßen aufgelistet:

  • matte, nicht glänzende Kopfplatte
  • Kopfplatte reicht weiter in den Nacken
  • Kopfseiten ausgedehnter und reiner weißlich
  • wirkt Stiernackig
  • größerer Kinnfleck
  • helles Armschwingenfeld
  • gestufte Schwanzspitzen

Die Kante der schwarzen Kopfplatte scheint nicht so eben zu verlaufen wie bei der Sumpfmeise.

Links:

Das helle Armschwingenfeld ist ein gutes, aber keine 100% Merkmal zur Unterscheidung gegenüber der Sumpfmeise.

Der Gesang der Weidenmeise ist ein gezogenes “tiiüü tiiüü tiiüü” - deutlich anders als das schnelle “tiüptiüptiüptiüp...” der Sumpfmeise.

Der Kinnfleck wird in Bestimmungsbüchern als “grösser” angegeben wie bei der Sumpfmeise.

Die äusseren Schwanzfedern sind deutlich kürzer als bei der Sumpfmeise.

Je nach Körperhaltung sind die Erkennungszeichen mehr oder weniger gut zu sehen.

Hier ist ein Stiernacken festzustellen. Die Kopfplatte eher matt.

Bei dieser Weidenmeise zeigt der weissliche Kopfseitenfleck weniger bräunliche Schattierungen die bei den Sumpfmeisen deutlicher zu sehen sind.

Auf dem linken Bild ist wieder gut das helle Flügelfeld zu sehen.

Weidenmeise Parus montanus

Größe:   12cm    Spannweite:   19cm     Gewicht:  10-14gr

Vorkommen:  Sie bevorzugt dichtere Baumbestände, kommt in Wäldern aller Art vor bis hinauf zur Baumgrenze

Verbreitung: Wie die Sumpfmeise aber im Norden bis Nordnorwegen, dafür nicht in Italien und weniger auf dem Balkan - also insgesamt weiter nördlich

Nachkommen:  brütet in selber gemeißelten Höhlen in morschen Bäumen oder Baumstümpfen

Nahrung:  Insekten und deren Larven, Spinnen...im Winter Baumsamen

Wanderungen:   wird als sehr seßhaft angegeben

 

zur Sumpfmeise

erstellt 11.12.07


Links zu meinen Vogelfotos und Beschreibungen der Arten.

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