|
143 930 in Sangerhausen |
Formsignale in Sangerhausen. Auffällig sind die kurzen Flügel. | |
Von
Sangerhausen ging es nach kurzem Aufenthalt weiter mit dem RE Erfurt -
Magdeburg bis Sandersleben. Der Zug war eine dreiteilige Einheit aus Desiros
(BR 642). Wir erwischten natürlich den Teil, in dem der Fahrkartenautomat
und das WC nicht funktionierten. Ersteres war uns egal, letzteres war schon
weniger schön. Dem Fahrzeug hat es den Spitznamen "Desastro" oder
"Dubioso" eingebracht. Zwischen Mansfeld und Hettstedt kreuzte zweimal eine
Schmalspurbahn mit recht massiven und offensichtlich frisch instandgesetzten
Brücken die Bahnstrecke. Ist das noch regelmäßiger Betrieb
oder eine reiche Museumsbahn?
|
||
|
Dreiteiliger Desiro Erfurt - Magdeburg in Sangerhausen |
Triebwagen der Strecke Mansfeld - Wippra in Klostermansfeld. Das Foto entstand aus dem Fenster des Desiros, deswegen die Regentropfen. | |
In Sandersleben
hieß es wieder umsteigen. Nach etwa 20 Minuten ging es mit dem Regionalexpress
Halle - Hannover weiter nach Halberstadt. Sandersleben machte einen trostlosen
Eindruck. Wir waren die einzigen Fahrgäste, die dort ausstiegen und
die einzigen, die dort in den Halberstädter Zug einstiegen. Das Bahnhofsgebäude
in Insellage hat noch eine Gaststätte, aber keinen Fahrscheinverkauf.
Das Gleis 4, Kreuzungsgleis an der Strecke Sangerhausen - Magdeburg ist außer
Betrieb, ebenso die Gütergleise. Die Strecke Halberstadt - Halle ist
hier nur eingleisig. Vor nicht so langer Zeit fuhren hier Interregios.
|
||
|
Der Gegenzug zu unserem Zug: RE Magdeburg - Erfurt in Sandersleben.
Eine Kreuzung der beiden Züge wäre hier nur möglich, wenn
einer der Züge auf die "Hallesche" Seite des Inselbahnhofs ausweichen
würde. Das Gleis links ist nicht mehr angeschlossen. |
Der RE Halle - Hannover bei der Einfahrt nach Sandersleben. Auffällig
ist, daß die Ausfahrt in diese Richtung auf jeden Fall über
den abzweigenden Zweig einer Weiche führt. |
|
In Halberstadt
hatten wir etwas über eine Stunde Zeit, bis zum nächsten Zug.
Wir nutzten die Zeit für eine Fahrt mit der Halberstädter Straßenbahn.
Bis auf die Stücke Herbingstraße - Klusberge und Holzmarkt -
Sargstedter Weg haben wir alle Strecken befahren. Bei einer Stunde mehr Zeit,
hätten wir eine Gesamtnetz-Bereisung machen können ...
Von Halberstadt ging es weiter nach Quedlinburg. Wie auch vor dem RE Halle - Hannover war hier eine Lok der Baureihe 218 eingesetzt. |
||
|
Der Hauptbahnhof in Halberstadt war lange Zeit mit einer Blechverkleidung
versehen. Der größte Teil ist glücklicherweise jetzt abgebaut. |
Mit Tw 156 ex Stuttgart fuhren wir vom Hauptbahnhof über die Herbingstraße
zum Holzmarkt. |
|
|
Umsteigen am Holzmarkt. Tw 156 auf Linie 2 wartet auf Tw 167 auf Linie
1. |
Tw 167 ex Freiburg an der Stumpfendstelle Friedhof. Rechts ist das Depot.
Früher wendeten Einrichter hier im Dreieck vor der Depoteinfahrt. Planmäßig
werden jetzt auf der Linie 1 nur noch Zweirichter eingesetzt. |
|
|
Der Reko-Triebwagen 29 steht als Denkmal am Betriebshof. |
Ein Blick in die Wagenhalle mit Tw 165?, 163 (angeschnitten), 162 und
152? |
|
|
Noch ein Blick in das Straßenbahndepot mit Tw 165?, 164, 163 (angeschnitten),
HTw 31, Tw 92 ex Nordhausen, Tw 162 |
Von Halberstadt ging es mit dem RE Magdeburg - Thale weiter nach Quedlinburg.
|
|
|
Der Anzeiger auf dem Bahnsteig in Halberstadt war sehr informativ. |
Umsteigen in Quedlinburg: Der Zug, mit dem wir von Halberstadt gekommen
waren, fährt weiter nach Thale. Kurios ist das kleine Flügelsignal
unter dem Bahnsteigdach. Ein Freund meinte, das wäre nass geworden und
eingelaufen. Damit es nicht weiter einläuft, hat man es dann unter das
Dach gestellt, wo es trocken bleibt ;-). |
|
Von
Quedlinburg ging es weiter nach Gernrode. Dieses Teilstück wird seit
dem 1.2.2004 nicht mehr befahren. Das Reststück Gernrode - Frose, wo
die Strecke wieder auf die Hauptstrecke Halberstadt - Halle trifft ist schon
seit Juli 2003 außer Betrieb. Die Fahrt war langsam, sehr langsam.
Kurioserweise hat der Haltepunkt Quedlinburg-Quarmstedt ein neues Haltepunkt-Schild
in blau mit weißer Schrift. Unser Fahrzeug war ein 628/928. Wären
wir früher gekommen, hätten wir hier noch eine Ferkeltaxe 772/972
erleben können.
Es gibt Pläne, Gernrode - Quedlinburg umzuspuren und durch die Harzer Schmalspurbahn befahren zu lassen. In Gernrode sollten wir endlich eine Dampflok sehen. Wir hatten unseren Fahrplan so gewählt, daß wir die größtmögliche Strecke im Selketal hinter einer Dampflok zurücklegen würden. Was wir dann aber sahen, hätten wir so nicht erwartet... |
||
|
"Unser" 628 in Gernrode. |
Schon an der Strecke waren Einsenbahnfans zu sehen. In Gernrode erwartete
uns dann (unter anderem) dieser Anblick... |
|
|
|
|