Die Vierländer Eisenbahn
von Bergedorf Süd nach Zollenspieker eröffnete 1912 und führte über
Bergedorf Süd, Pollhof, Curslack-Neuengamme, Achterdiek, Kirchwerder
Nord, Zollenspieker Querweg nach Zollenspieker. 1953 wurde sie wieder
stillgelegt.
Foto:
C. P. David
Der Bahnhof Bergedorf Süd war Startpunkt der Vierländer Eisenbahn.
Heute ist er Endpunkt des Museumsverkehrs der Arbeitsgemeinschaft
Geesthachter Eisenbahn.
Foto:
C. P. David
Der Bahnhof Pollhof besaß anfangs nur ein einseitig angeschlossenes
Ladegleis. Er wurde 1961 Endbahhof. Das Ladegleis wurde verlängert
und beidseitig angeschlossen. Das Bahnhofsgebäude wurde im lauf der
Zeit renoviert und umgebaut. Die Grundsubstanz blieb aber erhalten.
Curslack-Neuengamme war dreigleisig ausgebaut. In den 1940er Jahren
endete hier die Bahnfahrt für tausende Zwangsarbeiter, die zum KZ
Neuengamme transportiert wurden. So wurde ein Bahnhof an einer eher
unbedeutenden Nebenstrecke zur Umstiegsstation in den Tod. Inzwischen
ist in dem Gebäude ein Restaurant mit schöner Terrasse untergebracht.
Das Bahnhofsgebäude Kirchwerder Nord erscheint recht groß. Es beherbergte
eine Gaststätte. Heute wird es als Wohnhaus benutzt und ist von allen
Seiten mit Sichtschutzhecken zugewuchert.
Im Gleisdreieck wurden die drei Strecken nach Zollenspieker zusammengeführt.
Anschließend ging es in den Bahnhof Zollenspieker Querweg. Auf dem
Gelände des Gleisdreicks gibt es heute einen Themen bezogenen Spielplatz.
Die Gleisanlagen des Bahnhofs Zollenspieker Querweg waren mit vier
Gleisen und einem Anschlussgleis recht umfangreich. Ein eigenes Bahnhofsgebäude
gab es nicht. Das oben abgebildete Haus ist das ehemalige Stellwerk
Qu.
Von hier aus ging es zweigleisig weiter nach Zollenspieker. Vom dortigen
Bahnhof ist nur noch eine große Brachfläche übrig. Allerdings weisen
einige mit Kopfstein gepflasterte Bereiche noch auf die ursprüngliche
Nutzung hin.