Die Hardware, die zum Betrieb von Packet Radio notwendig ist, ist im
Vergleich zu einem Telefonmodem ziemlich teuer, aber es lohnt sich !
Verwenden Sie auch die Kostenberechnung, um sich über den Preis der Hardware und Bezugsquellen zu informieren.
Man benötigt einen Computer, wobei es sogar mit manchen Pocket-Computern (Casio, Psion, ...) schon möglich ist, PR zu betreiben.
Themen:
TNCs und Modems
Funkgerät
Antenne
Antennenkabel
Netzgerät
Verbindung Modem <> Funkgerät
Stehwellenverhältnis
Weiter wird ein TNC(ca.
250 DM) oder Modem (ca.
100 DM) benötigt, welches die Umwandlung der digitalen Daten in Töne
und umgekehrt vornimmt (damit das so klingt: Klangprobe eines 1200bps-Packet Radio-Signals (45kB, WAV-Format).
Ein herkömmliches Telefon-/Fax-Modem für den Anschluß an die Telefonleitung kann nicht verwendet werden, da es sich um eine andere Form der Übertragung handelt !
Das Wort TNC kommt aus dem
Englischen (Terminal Net Controller) und bedeutet so viel wie Endstellen-Netz-Computer.
Es ist also ein eigener kleiner Computer, der die Daten des eingebauten
Modems direkt auf einem Terminal anzeigen kann, da das Übertragungsprotokoll
im EPROM eingebrannt ist.
Die Idee des TNCs stammt aus Zeiten, in denen die Computer noch nicht so
leistungsfähig waren, daß sie auch die Auswertung des Protokolls
übernehmen konnten.
Um ein Modem betreiben zu können ist ein spezieller Treiber nötig
(z.B. TFPCX oder TFX), der das Übertragungsprotokoll
beherrscht.
Auf Pocket-Computern wie z.B. dem Psion Serie 3 gibt es so einen Treiber
nicht. Deshalb muß ein TNC eingesetzt werden.
Mein Rat: Ein TNC ist zukunftssicher, da es sich auf schnellere Baudraten bei Bedarf aufrüsten läßt. Außerdem kann damit leichter PR unter Windows durchgeführt werden.
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Auf der Funk-Seite benötigen Sie ein postzugelassenes CB-Funkgerät
und eine CB-Funk-Antenne.
Für Packet reicht ein günstiges Mobilfunkgerät (ab ca. 100 DM), da keine
zusätzlichen Features wie z.B. Rogerpiep oder Kanalsuchlauf (Scan)
benötigt werden. Handfunkgeräte sind nur bedingt geeignet. Hier hilft meist ein Rat des Händlers. Alle postzugelassenen Geräte haben eine Zulassungsnummer
und senden mit der höchstzulässigen Sendeleistung von 4 Watt.
Seit Januar '95 sind die im CB-Funk bis dahin zugelassenen 40 Kanäle
um weitere 40 auf 80 erweitert worden. Es gibt zulassungspflichte und nicht-zulassungspflichte
40-Kanal.Geräte. Die zulassungspflichtigen Geräte besitzen zusätzlich
zur Frequenzmodulation (FM) zwölf Kanäle
mit Amplitudenmodulation (AM).
Die neuen 80-Kanal-Geräte sind alle zulassungspflichtig (gleichgültig,
ob nur FM oder auch AM). Da Packet Radio nur auf den Kanälen
24 und 25 erlaubt war, wo AM nicht gestattet ist, lohnte es sich früher
nicht, ein zulassungspflichtiges Gerät nur für PR mit laufenden
Kosten von ca. 65 DM im Jahr zu kaufen.
Mit den neuen Kanälen
sind noch fünf weitere Packet Radio-Kanäle hinzugekommen, so daß
es sich nun schon eher lohnt, 65 DM im Jahr an die Post abzugeben.
Meine Empfehlung ist: Mit einem 80-Kanal-Gerät haben Sie wesentlich mehr Möglichkeiten, da die Störungen auf den "neuen" Kanälen viel geringer sind und fast nur dort mit mehr als 1200 bps Daten übertragen werden.
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Die Antenne ist ein sehr wichtiger Faktor beim Aufbau einer Station.
Es gibt viele verschiedene Arten von Antennen, die eine sehr unterschiedliche
Länge haben und für unterschiedliche Einsatzzwecke gedacht sind.
Für PR ist eine Rundstrahlantenne
am besten geeignet, da sie im Gegensatz zu einer Richtantenne die Sendeleistung
gleichmäßig um sich herum 'verteilt' und nicht in eine bestimmte
Richtung bündelt.
Je nach Platzverhältnissen können Sie sich zwischen Zimmer-, Balkon- und Dachantennen entscheiden. Zimmerantennen haben keine große Reichweite und sind nur bei engsten Platzverhältnissen zu empfehlen. Eine Balkonantenne kostet ca. 70 DM und reicht für den Anfang aus. Um Dach- oder Hochantennen anzubringen, sollten Sie den Rat eines Fachmanns heranziehen. Diese müssen geerdet sein und sind nicht einfach zu installieren.
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Antennenkabel gibt es auch verschiedene. Grundsätzlich ist wichtig zu wissen, daß jedes Antennenkabel die Funksignale dämpft, und zwar umso stärker, je länger es ist. Normalerweise nimmt man das Kabel RG-58 für Längen unter 15 Metern. Darüber kommt z.B. RG-213, Aircell-7 oder Aircom in Frage. Der Preis der Kabel ist je nach Dämpfung unterschiedlich. Dabei ist noch wichtig zu wissen, daß 6dB eine S-Stufe sind. Nehmen wir also an, sie müßten 10m Kabel verlegen. RG-58 hat bei 30MHz (also ungefähr im Frequenzbereich des CB-Bandes) auf 100m eine Dämpfung ca. 10 dB. Der Verlust beträgt dann ca. 1 dB oder ca. eine sechstel S-Stufe (theoretische Werte auf Basis des 10m-Bandes). Also: Nicht verrückt machen lassen!
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Ein Netzgerät transformiert die Netzspannung von 230 V auf 13,8 oder 12 Volt für das Funkgerät herunter. Kosten: ca. 50 DM. Achten Sie darauf, daß es mindestens einen Strom von 2 Ampere leisten kann und kein Netzbrummen verursacht. Denn das würde sich bei PR als sehr störend herausstellen.
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Nun fehlt nur noch das Kabel vom TNC bzw. Modem zum Funkgerät,
das je nach Anschluß des TNC/Modem und Funkgeräts verschieden
ist.
Wenn Sie ein wenig Geschick haben und einen Lötkolben besitzen, können
Sie sich solch ein Kabel ohne Probleme selbst zusammenlöten. Achten
Sie aber darauf, daß Sie ein abgeschirmtes Kabel verwenden!
Die Belegung der Buchse am TNC/Modem können Sie in der Dokumentation
nachlesen.
Die Belegung der verschiedenen
Mikrofonstecker ist im Lexikon enthalten.
Verbinden Sie die Kontakte für Masse, PTT,
Modulation, etc. an beiden Seiten mit den richtigen Farben.
Besorgen Sie sich zusätzlich ein Stehwellenmeßgerät (SWR-Meter), damit die Antenne die optimale Leistung bringen kann. Dieses Gerät wird nur sehr selten benötigt (v.a. beim Aufstellen einer neuen Antenne). Wenn die Möglichkeit besteht, dieses bei einem anderen (Amateur- oder CB-)Funker auszuleihen, sollten Sie diese wahrnehmen ;-) .
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Haben sie alle Hardwarekomponenten beisammen - ja? Dann sollten Sie
mit dem Einstellen des Stehwellenverhältnisses
(SWR) beginnen.
Stellen Sie die Antenne so auf, wie Sie sie später auch aufgestellt
haben wollen und verbinden Sie das Antennenkabel mit dem Stehwellenmeßgerät.
Dies wiederum mit dem Funkgerät. Achten Sie dabei auf die richtigen Ein-und Ausgänge des Meßgeräts, die Sie der Beschriftung entnehmen können. Danach werden die beiden Stromkabel des
Funkgeräts mit den gleichfarbigen Buchsen des Netzgeräts verbunden. Schließen
Sie das mitgelieferte Mikrofon ans Funkgerät an.
Nun suchen Sie sich einen freien Kanal und betätigen die PTT-Taste.
Lesen Sie auf dem Stehwellenmeßgerät das Stehwellenverhältnis
ab und verändern Sie die Länge der Antenne, bis das Stehwellenverhältnis
mindestens (!) unter 1:3 steht (je geringer, desto besser), Ihr Funkgerät
nimmt es Ihnen sonst übel. Das Einstellen des Stehwellenverhältnisses ist bei jeder Antenne etwas anders. Lassen Sie sich diesen Vorgang von Händler gut erklären.
Nun ziehen Sie das Mikrofon wieder vom Funkgerät ab und verbinden
stattdessen das TNC/Modem mit der Mikrofonbuchse des Funkgeräts.
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