Zum Schwalbenflieger

Post für mich

Letzte Bearbeitung:               02.02.2011

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Kroatien 2003

Harvatska

3.6 - 17.6.2003

Kroatische Nationalflagge

Suzie

Ich möchte mich kurz vorstellen, mein Name ist SUZIE. Ist natürlich nicht mein richtiger Name. Geboren vor knapp zwei Jahren in Hamamatsu als Suzuki GSX 750, aber kein Mensch ruft mich so.

Meinem Fahrer, der Kalle Mohr, den ich hin und wieder auch mal Chief rufe, will in diesem Frühjahr mit mir nach Kroatien, um sich noch einige Sachen anzusehen die er noch nicht kennt. Er war ja 1999 schon mal mit meiner Vorgängerin einer Vespa da, aber mit mir ist er ja viel schneller unterwegs und brauchen keinen Autoreisezug um dorthin zukommen.

Ein paar Tage vor der Abfahrt werde ich noch mal von Kalle ordentlich durchgecheckt, die Ventile eingestellt, die Kerzen gewechselt und ein neues Ritzel montiert, weil die Kette eigentlich noch nicht reif fürs wechseln ist und so wieder etwas Raum zum Spannen ist.

Am 2.Juni werde ich am Tag schon bepackt. Die vollen Koffer werden angehangen, die beiden Packsäcke kommen auf die Sitzbank, ins Topcase kommen Chief seine Klamotten zum anziehen rein, und in der Tanktasche sind die Regensachen. Ganz schön viele Sachen, aber ich bin ja Stark, so werden meine 86 PS uns schon zügig nach Kroatien bringen. Kalle sagt noch das ich früh die Augen zumachen soll, er möchte um 2:00 Uhr losfahren.

SUZIE in voller Pracht

Ich bin aber doch etwas aufgeregt, vor so einer langen Tour. Immerhin soll es in einem Rutsch bis Zagreb gehen, das sind 1200 Km. Aber irgendwann schlafe ich doch ein.

Was ich zu sagen hätte

Ich kann SUZIE natürlich nicht alleine erzählen lassen. Immer wieder werde ich mich hier zu Wort melden, um meine Sicht zu schildern

Kalle

Der 1. Tag

Die lange Anreise

Um kurz nach zwei höre ich wie sich der Schlüssel im Garagentor rumdreht, das Licht geht an, ich bin schon Wach, und zu allen taten bereit. Draußen Nieselt es leicht, mir macht das ja nichts aus, aber der Chief ist da ein böschen empfindlich und zieht sich die Regenhose an, na ja er soll ja auch keinen nassen Popo bekommen. Nachdem mein Kumpel das GPS auch Wach geworden ist kann es endlich los gehen.

Bis zur Autobahn fährt Kalle noch verhalten, als ob er sich erst an mein hohes Gewicht gewöhnen will, dabei war er doch Gestern Nachmittag noch bei Inge, seiner Freundin um mich vorzustellen und eine Probefahrt zu machen. Was die beiden sonst noch gemacht haben? Da verdrehe ich meinen Scheinwerfer und schaue beiseite

Bis zur Autobahn fährt Kalle noch verhalten, als ob er sich erst an mein hohes Gewicht gewöhnen will, dabei war er doch Gestern Nachmittag noch bei Inge, seiner Freundin um mich vorzustellen und eine Probefahrt zu machen. Was die beiden sonst noch gemacht haben? Da verdrehe ich meinen Scheinwerfer und schaue beiseite.

.Mein GPS Kollege hat eigentlich nicht viel zu tun auf der Autobahn geht’s doch fast immer dem Scheinwerfer nach. Nur mein Durst ist enorm, so einen Brand habe ich noch nie gehabt, muss wohl am Gepäck liegen.

Wir sind auf der A61 unterwegs und GPS sagt mir das die nächste Tankstelle Brohltal heißt, danach kommt das Kreuz Koblenz, wo wir auf die A48 abbiegen um am Dermbacher Dreieck die A3 zu erwischen. Nur was macht der Kalle? Fährt locker an der Tankstelle vorbei. Wenn das mal gut geht?

Kurz nach dem Kreuz Koblenz haben wir den Salat, meine gelbe Tanklampe geht an. Ich merke es schon der Chief geht vom Gas und rutscht ganz nervös auf mich herum. GPS sagt mir das kurz hinter dem Dermbacher Dreieck eine Tanke kommt.

Ich höre den Stein jetzt noch auf den Asphalt prallen. Der von Kalle´s Herzen. Zwei Liter habe ich noch im Bauch wie wir zur Zapfsäule rollen. Bei dem Durst reicht das für 23 Kilometer, nicht allzu weit auf der Autobahn. So vorgewarnt bekomme ich jetzt öfter meinen Lieblingssaft.

Gegen 5:00 Uhr am Morgen fahren wir die nächste Tankstelle an, diesmal braucht der Chief nicht zu zittern, es ist noch genug Saft in meinem Bauch. In der Einfahrt zur Tanke stehen zwei Überbreite Schwertransporter und versperren uns den Weg, selber können sie auch nicht weiter, weil andere LKWs wiederum im Weg stehen. Die Polizei läuft auch schon zwischen den Transporter herum, und versucht wohl die Fahrer zu wecken. Drehen und zur Autobahn zurück, um die nächste Raststätte anfahren können wir auch nicht, GPS sagt das ist zu weit. Nun ja, da müssen wir halt warten bis die Trucks wegfahren. Mit meinen Koffern bin ich leider zu breit um mich da durchzupfuschen. Es dauert dreißig Minuten bis etwas da vorne rührt, zwar sind die überbreiten Biester noch immer nicht weg, aber Kalle bugsiert mich vorsichtig zwischen LKW und Leitplanke. Da muss ich halt ein wenig vertrauen zu ihm haben. Danach geht die stupide Autobahnholzerei weiter, es muss ja vorwärts gehen.

Endlich, nach etwa zehn Stunden erreichen wir Klagenfurt, GPS murmelt mir zu, das es nun auf Landstraßen weiter geht, Richtung Loibelpass. Das wird auch Zeit, wieder Kurve fahren, sich bewegen dürfen. Mein Driver rutscht nämlich seit Stunden von einer Pobacke auf die andere, obwohl wir recht oft eine Tankstelle anfahren mussten. Aber da ist er ein Tier, lange Pausen hat er nie gemacht.

Es geht die erste Passstraße rauf, endlich darf ich zeigen was in mir steckt, kurze geraden mit Kurven und Kehren am ende, hier kommt mir mein Drehmoment sehr entgegen. Ich meine Kalle jubeln zu hören, kann aber auch ein irgend ein anderes Geräusch gewesen sein.

Oben am Pass, auf knapp 1000 m Höhe ist die Grenze nach Slowenien, etwa 10 Autos stehen vor mir, alle kann ich ja nicht verstehen, manche sprechen slowenische und kroatisch. Selbst die österreichischen Fahrzeuge verstehe ich kaum, das kann doch kein deutsch sein. Da ist mir japanisch noch geläufiger, auf jeden fall höre ich heraus das die österreichischen Zöllner im Bummelstreik sind. Es ist nur ein Mensch in der Kabine, der dann auch noch die Fahrzeuge der Slowenen und Kroaten kontrolliert, und das dauert.

Etwa eine Stunde später darf Kalle endlich seinen Ausweis zeigen, aber damit nicht genug, Zöllner will auch noch meine Papiere sehen. Jetzt werd ich aber sauer, ich bin doch völlig clean! Nur nicht aufregen, schön mit dem Scheinwerfer lächeln, ganz ruhig. Unterdessen hat Kalle noch seine Fahrlizenz zeigen müssen. Die Aktion hat so an die zehn Minuten gedauert. Wir fahren endlich, Chief tätschelt meinen Tank damit ich mich wieder abrege. Auf der slowenischen Seite winkt Zöllner einfach durch. Bei der folgenden Passabfahrt dürfen meine Bremsen mal eigen was sie so drauf haben.

Es geht Richtung Lubljana, die Hauptstadt von Slowenien. Hier wird viel neue Autobahn gebaut, ich bin total verwirrt von dein einzelnen Bauabschnitte, selbst GPS wundert sich über so viele Veränderungen, die zwei haben alle Hände und Dioden voll zu tun sich hier zurecht zu finden.

Der Verkehr in der Hauptstadt hält sich in Grenzen, schnell lassen wir das hinter uns und fahren wieder auf Landstraßen. Aber hier geht die Raserei richtig los, viele Kroaten wollen schnell nach Zagreb und überholen an stellen, wo mir jedes Mal eine Gänsehaut über den Rahmen läuft. Selbst wenn Kalle mich mit 130 Km/h laufen lässt werde ich noch überholt. Die Kroaten fahren jetzt keine kleinen Zastavas mehr, sondern Daimler, BMW und andere schnelle Hirsche.

Einen kleinen Navigationsfehler macht der Kalle aber noch kurz vor dem Ziel, anstatt wie GPS sagt Richtung Karlovac, und damit zum Zagreber Camp zu fahren, biegt er ab nach Zagreb. Aber nach sechszehn Stunden Fahrzeit kann ich das schon mal entschuldigen. GPS mault ein bisschen mit ihm rum, dann korrigiert er seinen Fehler. Zehn Minuten später stehen wir vor dem Eingang des „Camp und Motels Plitvice“ in Zagreb. Die Fahrt ist für Heute zu Ende, ich darf mich abkühlen.

Kalle geht nach dem Zeltaufbau und Duschen noch Essen. Das ganze Camp ist teil einer Autobahnraststätte, so das er zu fuß nicht von hier weg kommt, und fahren will er und ich auch nicht mehr. Also geht es nur in das Autobahnrestaurant. Er isst Lamm mit Bratkartoffeln, das Menü wird binnen weniger Minuten serviert. Schnellewelle-Mikrowelle. Die zwei Flaschen Bier die mein Chief dabei trinkt sorgen für die nötige Bettschwere. Aber Morgen muss er mich ein bisschen pflegen, die Kette gehört gefettet und gespannt.

 

Der 2. Tag

Die Hauptstadt

Am nächsten Morgen werde ich durch einen blauen Himmel und herrlichen Sonnenschein geweckt. Kalle kriecht auch aus seinem Zelt heraus, nach einem kurzen Frühstück kümmert er sich um meine Kette. Ich habe es geahnt. Zuhause hat er mir vorne ein größeres Ritzel montiert, um so noch Spielraum zum Spannen zu haben. Aber Pustekuchen, das ist zuwenig um eine vernünftige Kettenspannung hinzukriegen. Hat er jetzt davon der Geizkragen. Wenn das mal gut geht über die gesamte Tour.

Ein paar Minuten und wir sind mitten in Zagreb. Überall am Straßenrand parken Autos, noch nicht mal auf dem Bürgersteig findet der Chief einen Platz für mich. Zu hoch sind sie für mich auch, da komme ich nicht rauf. Bin doch keine Geländemaschine! Endlich, nach mehrmaligen umkreisen der City sieht Kalle eine Lücke für mich, neben einem anderen Motorrad. Ich bekomme noch den Helm angehängt, und schon ist er unterwegs. Hoffentlich findet er mich hier bloß wieder, da sehe ich noch das er sich den Straßennamen in sein Notizbuch schreibt. Na dann werd ich mal aufpassen das keiner an mir rumfummelt.

Was ich zu sagen hätte

Suzie habe ich doch noch am Straßenrand untergebracht, jetzt gehe ich über ein paar kleine Straßen und komme zum Hauptplatz „bana Jelacica“. Von hier aus geht es über Treppen zur Oberstadt, - in die Altstadt. Beherrschendes Bauwerk dort ist der Dom, an dem man aber zur Zeit reichliche Restaurierungsmaßnahmen vornimmt. Überall in Kroatien treffe ich auf die Nationalflagge oder Wappen, hier in Zagreb in einer besonderen art. Die Markuskirche aus dem 13. Jahrhundert ist mit Dachziegel gedeckt, die das Wappen des dreieinigen Königsreichs Kroatien und das der Stadt Zagreb darstellen. Am westlichen Ende der Oberstadt steht der Lotrscakturm, von dem mittags um 12:00 Uhr ein Böllerschuss ertönt, der alle Tauben der näheren Umgebung kurzzeitig in helle Aufregung versetzt.

Es macht spaß durch Zagreb zu schlendern, der Obst- und Gemüsemarkt Dolac mit seinen roten Sonnenschirme, die Plätze und Straßen über die noch eine alte Tram fährt. Anderseits sind in den alten, zum teil restaurierten Häuser, moderne Geschäfte die in jede deutsche Großstadt passen würden.

Mir fällt auf, das es eine Unmenge an Straßencafes gibt, aber kaum Restaurants. Ich finde aber außer Mäces noch eine Pizzeria, in deren Garten ich meinen Hunger stillen kann. Das Bier dazu zischt bei 32° nur so weg.

Im Konsum gibt es viel mehr westliche Produkte gibt wie früher, selbst für eine Tüte muss ich jetzt bezahlen. Die Zeiten ändern sich halt auch Hier.

Nach einigen Stunden sehe ich dann Kalle, er hat mich wieder gefunden. Mir fällt auf das mein Fahrer während der Heimfahrt immer wieder nach Zubehörläden Ausschau hält, ihm macht die Kette wohl auch sorgen.

Ruckzuck zum Camp zurück kann Kalle seinen ersten Sundowner zu sich nehmen.

Der 3. Tag

Im Wüstencamp

Heute brechen wir unsere Zelte hier ab, es ist natürlich nur Kalle´s Zelt, ich stehe wie immer bei solchen Touren Nachts draußen vor dem Zelt und passe auf. GPS darf im Zelt schlafen. Das Weichei. Ja gut, er ist ja auch viel kleiner!

Es geht endlich zum Meer, die 250 Km dorthin gehen ein bisschen über Autobahn, größtenteils aber Landstraße. Die auch schon mal repariert wird, dann ist unter meinen Reifen auch nur mal Schotter.

Im Ort Senj findet der Chief ein Camp, obwohl das „Eurocamp“ das GPS in der nähe angezeigt, nicht mehr existiert.

Kalle nennt es das „Wüstencamp“, weil hier kaum Gras wächst und schon gar keine Bäume. Das bedeutet, den ganzen Tag Sonne, nicht der hauch eines Schatten.

Am Nachmittag darf ich noch ohne Gepäck zum Castel Nehalj rollen. Wenn ich nur meinen Driver zu tragen habe hängt die Kette noch tiefer, sie kommt dann schon an den Hauptständer. Das kitzelt dann vielleicht.

Was ich zu sagen hätte

1526 kam Senj, welches nun Zengg genannt wurde, zum Habsburger Reich. In diesen unruhigen Zeiten siedelten sich vor den Türken geflohene Kroaten und Serben aus Bosnien an, die von hier aus 100 Jahre land die Osmanen im Hinterland und die Venezianer auf dem Meer überfielen. Die Waffen waren aus türkischer und venezianischer Produktion. Wir sehen auch im 16 Jahrhundert gab es Waffenschieber. Diese sogenannten „Uskosen“ bauten 1558 die Trutzburg Nehalj. Als Baumaterial dienten von den Osmanen geschleifte Kirchen. Noch heute sieht man die Inschriften von Grabsteinen und Fensterbogen. Hinter den drei Meter starken Außenwänden befindet sich jetzt ein Museum, das über das Treiben der früheren Bewohner berichtet.

Sonnenuntergang im Wüstencamp

Im Camp geht die Sonne unter. In der Ferne sind die Lichter der Fischerboote zu sehen, gerne würde ich ihnen zublinzeln, aber mein Zündschlüssel ist herumgedreht. Kalle trinkt seinen Sundowner.

Der 4. Tag

Der heiße Weg

Schon um 4:00 Uhr werde ich wach, die Fischer ziehen ihre Netze hoch, unterstützt von lautstarken 2-Takt Motore. Auch Kalle steht an diesem Morgen früh auf, obwohl das Zelt, durch den Felsen geschützt, noch im Schatten liegt.

Unterwegs nach Skrad darf ich durch viele Kurven hechten. Die Nebennierenrinde vom Chief kommt hin und wieder auch ans arbeiten, wenn in manchen Kurven Split liegt muss Sie für seinen hohen Adrenalinspiegel sorgen. Obwohl mein Hinterrad manchmal etwas wegrutscht hält er mich gut auf der Piste.

Durch den Autobahnbau sind viele kleine Straßen in einem schlechten oder in gar keinen Zustand, will damit sagen das der Asphalt sich in wohlgefallen aufgelöst hat, und nur noch Schotter übrig geblieben ist. Hin und wieder garniert mit 30 cm tiefen Löcher, dann haut´s mir die Kette jedes Mal vor dem Motor das es nur so scheppert.

In Skrad müssen wir eine ganze Zeit den einstig zum Teufelsdurchgang suchen, leider hat GPS keine Information wo das sein könnte, bis Kalle die Wanderzeichen sieht, und mich an der Straße abstellt.

Was ich zu sagen hätte

Beim losgehen schwant mir arges, es geht immer nur bergab, zum teil in steilen Serpentinen. Der aufstieg bei 30°C im feuchten Wald wird bestimmt kein Zuckerlecken, aber der kommt ja später

Der Weg teilt sich, in beide Richtungen zeigt das gleiche Wanderzeichen. Ich entscheide mich für links und komme nach eineigen hundert Meter an einen großen Wasserfall. Der Weg endet denn auch in einer Grotte.

In der entgegengesetzten Richtung geht’s noch ein paar mal rauf und runter, aber von einem Canyon ist hier nichts zu sehen. Kurz vor dem aufgeben sehe ich eine Holztreppe, das ist der Einstieg in den Teufelsdurchgang.

.Vrazji prolaz (Teufelsdurchgang) ist eine 700 m lange stellenweise nur zwei Meter breite Klamm. Ein brückenreicher Weg ermöglicht es auch Wanderern, dieses Naturschauspiel zu erleben. Die steilen Felswände lassen kaum den Himmel sehen, leider auch nicht genug Licht zum Fotografieren. Durch diese Schlucht kämpft sich der Bergbach Jasle, der jetzt im Juni nicht der größte ist. Ich kann mir vorstellen, wie es hier zur Sache geht, wenn die Schneeschmelze beginnt.

Der Anstieg ist nicht nur anstrengend, es ist Wahnsinn. 600 Höhenmeter auf kürzestem Weg, das ganze bei über 30°. Die Pausen werden immer öfter und länger, das Hemd habe ich schon lange ausgezogen, trotzdem läuft der Schweiß in Bächen.

Es reift der Plan in mir das „Wüstencamp“ am nächsten Morgen zu verlassen.

Die Teufelsschlucht bei Skrad

Da kommt mein Driver die Straße raufgeschlurft, nass geschwitzt und ziemlich fertig. In meinem Topcase schwappt eine Flasche erfrischender Cola, wobei, ich weiß nicht genau ob Cola die 45° warm ist noch erfrischend ist Aber Kalle kennt da keine Hemmungen, innerhalb kürzester Zeit ist der halbe Liter weg. Ich denk ich werd nicht wieder, nur mit Nierengurt und Helm fährt er zum Camp, das hat’s noch nie gegeben. Da muss aber irgendwas furchtbar anstrengend gewesen sein. Sag ich ja, Motorradfahrer sind halt Motorradfahrer und keine Wanderer! Wie sagte schon der Herr Dunlop: „Schuster bleib bei deinen Reifen“.

Im Camp hat Kalle nichts schneller zu tun als in dieses eklig salzige Wasser zu springen, da würde ich ja das rosten anfangen. Es ist viel heißer hier auf dem Platz, wie unterwegs auf der Landstraße, selbst oben in der Stadt ist es kühler.

Aus den Rasensprenger, die jemand aufgestellt hat, kommt so wenig Wasser das es schon wieder verdunstet ist, bevor es die Steine erreicht. Rasen ist ja sowieso kaum vorhanden.

Was ich zu sagen hätte

Wie Gestern gehe ich nach dem Duschen sofort in die Stadt. Im Camp ist es einfach nicht auszuhalten. Die Häuser geben Schatten, der Wind kühlt ein bisschen. Es bleibt einem halt nichts anderes übrig als durch die Stadt zu laufen, oder, oder wie ich die Terrasse eines Restaurant aufzusuchen, und ein kühles Bier zu trinken.

Nach der Essensbestellung bekomme ich nicht nur, wie in Kroatien üblich, Brot auf den Tisch. Was man übrigens immer bezahlen muss, sondern noch ein Töpfchen mit etwas anderem. Denke sofort an eine Aioli. Da bin ich aber nach dem probieren doch enttäuscht. Es ist ein geschmacksneutraler Frischkäse. Mit etwas Salz und Pfeffer versuche ich etwas Geschmack dran zu bekommen. Schon kommt die Kellnerin wieder und nimmt den Neutralkäse wieder mit. Noch bevor das Essen auf den Tisch ist.

Der 5. Tag

Ab in den Schatten

Kalle packt am Morgen das Zelt ein. Um 8:30 Uhr sind wir auf der Küstenstraße. GPS sagt mir, das er ihn gestern schon nach dem Abendessen umprogrammiert hat, um heute direkt nach Starigrad-Paklenica zu fahren. Da fudelt doch einer über mir, geplant war den Nationalpark Paklenica von Senj aus anzusehen. Bin aber doch froh aus der Hitze des „Wüstencamp“ raus zukommen.

Wir sind seit dem letzten Tanken gestern schon 270 Km gefahren, ich finde der Chief wird wieder leichtsinnig, hätte viel früher tanken sollen. Beim Kilometerstand 290 kommt endlich ein Tanke. Die wird aber gerade beliefert, dummerweise werden in Kroatien die Tankstellen solange geschlossen. Eine Stunde soll das dauern, ist natürlich viel zu lang für Kalle. Der fragt GPS wie weit es bis Karlobag ist, 30 Km, das soll zu schaffen sein. Bei der nächsten Pumpe stehen 326 Km auf dem Tageskilometerzähler, und die gelbe Leuchte leuchtet schon schön vor sich hin.

In Starigrad schaut sich Kalle verschiedenen Camps an, und sucht sich das schattigste aus. Das Zelt baut er unter Pinien auf.

Nach dem zweiten Frühstück geht’s zum Nationalpark. Als Moped darf ich bis zum zweiten Parkplatz, obwohl der voll Autos steht. Mir kommt das hier vor als macht Kalle keine Mopedtour, sondern eine Wandertour, hätte er ja gleich zu Fuß gehen können

Durst ohne Ende. Quellwasser tut gut.

Was ich zu sagen hätte

Wieder bin ich am Wandern, zum Glück geht der Weg diesmal sofort bergauf. Bei Temperaturen jenseits von 30° wird der Rückweg wenigstens etwas einfacher. In den Felswänden sind viele Kletterer unterwegs, die hier ideales Terrain finden.

Es gibt Kletterpassagen in allen Schwierigkeitsstufen Von einem früheren Besuch weiß ich das, vom Hauptweg irgendwo ein Abzweig zur „Manitahöhle“ kommt, den ich diesmal aber links liegen lasse. Der Anstieg zur Höhle ist sehr steil, ohne Schatten, und dauert vierzig Minuten vom Hauptweg, da kann ich heute drauf verzichten.

Die Bergquelle, die nach einer Stunde am Weg liegt würde ich am liebsten leer trinken. Leider habe ich keine Flasche zum auffüllen mit, wenn man Durst hat schmeckt das Wasser ganz hervorragend.

Der Nationalpark Paklenica, bildet den südlichen Rand des Velebit Gebirges, der größten kroatischen Gebirgskette. Zwei Wildbäche haben diese großartigen und bizarr geformten Felsenschluchten geschaffen. Zwischen dem Velebitgipfel „Vaganski“ (1757 m) und der Küstenstraße wurde das Gebiet wegen seiner Schönheit und seiner naturwissenschaftlichen Bedeutung zum Nationalpark erklärt. Im Velebit sind noch viele seltene Tierarten zu Hause, die anderswo in Europa bereits rar geworden sind: Steinadler, Gänsegeier, Wildkatzen, Wölfe und Braunbären.

Beim Abstieg sieht die Landschaft wieder berauschend anders aus, die Quellen löschen auch diesmal den Durst. Bären und Wölfe habe ich keine gesehen.

Nach gut vier Stunden bin ich wieder bei SUZIE:

Kalle sucht sich einen Wolf, er möchte zur Mündung der Jesnica, wo einst Ralf Wolter, in einem Karl-May-Film, am Marterphal stand. Leider weiß auch GPS kein bescheid, so das wir nicht weiterkommen. Auch scheint mir die Gegend schon altes Kriegsgebiet zu sein, so das der Chief sich, wegen der Minen, nicht auf unbefestigte Feldwege traut. Mir gefällt der Gedanke auch nicht das mir meine Räder weggebombt werden.

Der 6. Tag

Kriegsruinen am Weg

Am Morgen hat Kalle das Zelt wieder eingepackt, das geht aber auf dieser Tour schlag auf schlag. Unterwegs sind wir zum Camp „Belvedere“ bei Trogir, der Stützpunkt um Split anzusehen. Die Strecke geht abseits der Küste, ich sehe Spuren des Krieges, zerschossene Häuser, ganze Dörfer sind verlassen und werden von der Natur zurück geholt.

Die Fahrt geht schnell voran, stellenweise zeigt mein Tacho 115Km/h an, aber auch verdammt heiß.

Auf der suche nach dem Camp fährt mein Driver an Trogir vorbei, das Camp hätte schon längst kommen müssen, da stimmt was nicht. Am Airport von Split dreht er wieder. An einem Honda/Kymco Motorradhändler wird Kalle langsam und schaut sich den Laden an, vielleicht denkt er doch mal an mich und besorgt mir eine neue Kette. Wieder an Trogir vorbei sieht er das Schild vom Camp, es ist ja nur drei mal fünf Meter groß, das kann man ja schon mal übersehen

Achtung! Immer Minengegahr abseits der Straße

Was ich zu sagen hätte

Vor der Rezeption steht die gleich Vespa wie vor vier Jahren, damals fragte ich daraufhin nach einem Händler wegen der Ersatzteilen.(siehe :“Vespa 1999“) In Trogir gab’s einen Vespahändler der mir weiterhelfen konnte.

Das Zelt ist wieder schnell aufgebaut, wieder unter Pinien, wieder mit Schatten, so gefällt mir das. Einzig die Ameisen auf dem Boden stören ein wenig, aber solange sie nur da rumlaufen können wir uns arrangieren.

Zur Abkühlung geht’s ins Meer, anschließend nach Trogir Städtchen gucken und Essen.

Der 7. Tag

Die neue Kette

SUZIE in der Werkstatt

Was ich zu sagen hätte

Gestern Abend im Zelt juckt mir etwas an den Füßen, beim genauen hingucken entdecke ich Ameisen.

Fünf, sechs stück kann ich zerdrücken, dann habe ich Ruhe und schlafe doch noch ein. Allerdings weiß ich nicht, ob die einen Weg ins Zelt gefunden haben, oder ich sie irgendwie herein geschleppt habe.

Um 5:00 Uhr beginnen die Glocken der Dorfkirche an zu läuten, für jede Stunde 1 mal. Um 6:30 fängt irgendwer sein Zelt an abzubauen. Damit ist die Nacht wohl vorbei.

Um 7:30 stehe dann auf und sehe die Bescherung. Es wimmelt von Ameisen, sie haben sich einen Weg gesucht, und eine Autobahn in meinem Zelt eröffnet.

Im Campingladen gibt es Insektenspray. Kampf den Ameisen.

Eigentlich wollte Kalle heute ja Split ansehen, aber meine Kette macht ihm doch Sorgen. So fragt er in der Rezeption nach einem Laden der Motorradersatzteile hat. Von weitem sieht der Laden er wie ein Opelhändler aus, aber immerhin steht ein Moped vor der Tür, wenn es auch nur eine Kawa ist.

Kalle bekommt vom Mechaniker die Visitenkarte eines Yamahahändlers in Split. Das ist ja schon mal ein Anfang, auf dem Weg dahin halten wir noch an dem Hondahändler den wir Gestern gesehen haben. Am Eingang klebt ein Aufkleber von Louis, dem Zubehörhändler. Der Chief kommt ohne Kette aus dem Laden, die Bestellung über Louis hätte zehn Tage gedauert, aber eine Wegbeschreibung zu dem Yamahahändler hat er.

Eine halbe Stunde später stehe ich auf der Bühne in der Werkstatt, und mir wird eine neue Kette verpasst. Jetzt hat endlich dieses Kitzeln am Hauptständer ein ende.

Die mit knapp 200.000 Einwohner größte Stadt Dalmatiens ist das Zentrum der Region. Der zentrale Besuchermagnet von Split bildet der Diokletianpalast. Zwischen antiken Säulen und Mauern wohnen in engen Gassen seit über 1300 Jahren ständig mehrere Tausend Menschen. Auch wenn es einigen Architekturpuristen nicht gefällt, das hier wertvolle antike Bausubstanz zu Wohnzwecken verändert wurde, darf nicht vergessen werden, das sich nur wegen der ununterbrochenen Besiedlung des Palastes dieser überhaupt erhalten blieb. In der Mitte der Südfassade, an der „Riva“, der Hafenpromenade, befindet sich das Bronzetor zum Inneren des Palastes und in die Kellergewölbe. Zur Zeit des Kaisers Dioklitian lag es unmittelbar am Meer. Der Name des Tor ergibt sich aus den Namen der anderen Tore, das Goldene und Silberne. Die Tore sind trotz ihrer „Edelmetallnamen“ aus Stein. In den Jahrhunderte lang mit Schutt und Müll verfüllten Kellerräumen sind jetzt Wechselausstellungen und Märkte. Es ist einfach schön sich in den engen Gassen, die man mit ausgebreiteten Arme fast berühren kann, vom Menschenstrom treiben zu lassen.

Hinter mir im Camp steht ein Wohnwagen mit einem älteren Paar, sie scheint eine Kroatin zu sein, er ein Kölner. Er sagt die Temperaturen im Wetterbericht steigen Morgen auf 34° und am Donnerstag bis auf 40°, aber mal abwarten, der Kölner an sich neigt ja zu Übertreibungen.

Der 8. Tag

Wenn die Blitze Zucken

Wir sind wieder unterwegs, es geht nach Imotski, kurz vor der Bosnischen Grenze, dort gibt es den „Modro jezero“ der Blaue See. Das gibt dann bestimmt wieder so eine extrem Wandertour von Kalle, Marke Alpenverein Sektion Balkan.

Dieser See ist keine einfache Sache, immer wieder kreisen wir um Imotski herum, GPS weiß leider auch nicht richtig bescheid. Die Bosnische Grenze ist immer wieder ein Wendepunkt. Der Chief hält an, fragt einen Mann nach dem See, der uns auch den Weg erklärt, leider verstehen wir kein kroatisch und englisch kann er nicht. In der Innerstadt von Imotski fragt Kalle einen jüngeren Mann, der See ist nur ein paar Kilometer die Straße entlang. Modro jezero liegt tief von Felsen umsäumt in einem Kessel, Kalle geht natürlich den Weg durch die Sonne zum See runter, während ich im Schatten oben stehen bleiben darf.

Der See wird nur durch Regenwasser gespeist, und kann im Sommer total austrocknen. Die Wassertiefe beträgt zwischen 0 und 100 Meter. Entstanden ist das Kraterloch, als in dem Karstgestein Hohlräume einstürzten und die entstandenen Trichter sich mit Wasser füllten. Wenn es warm ist benutzen die Einwohner von Imotski den See als Badesee, obwohl der Strand doch recht Grob ist.

GPS um und wir fahren auf Umwegen Richtung Camp.Der Himmel hat seine Farbe geändert, von Blau nach Grau bis Schwarz, auch Blitze zucken am Himmel. Unter einem Vordach stellt Kalle mich unter, und will erst mal abwarten was das Gewitter so macht.

Nach ein paar Minuten kommt ein Mann von irgendwo, er ist der Bewohner des Hauses vor dem ich Parke. Fragt den Chief auf deutsch ob wir aus Deutschland sind, und was ich so koste. Im 2. Weltkrieg war er mit deutschen Soldaten zusammen bei einer Panzerdivision, deswegen auch die Deutschkenntnisse. Seine Kinder Arbeiten in Split weil’s auf dem Land keine Arbeitsplätze gibt.

Kalle verabschiedet sich weil der Regen nachlässt und wir weiter können. Schon nach fünf Kilometer fallen die nächsten Tropfen, diesmal ist mein Fahrer nicht so Wasserscheu, zieht nur die Regensachen an und fährt weiter. Ein wenig später geht es aber richtig los, Platzregen, Blitze, zum Glück ist eine Tankstelle zur Stelle

Weltuntergang.! Schutz an einer Tankstelle

Im Regen fahren wir weiter. Die Straßen in Kroatien sind, wenn sie nass sind, höllisch glatt. Kalle bremst nur mit der Fußbremse, und ich muss aufpassen das mein Vorderrad schön in der Spur bleibt. Das Gewitter hat sich vor den Bergen aufgestaut, überall ist es am Blitzen und Donnern. GPS meint das ich über die Berge muss, weil dahinter die Küste ist. Wenn ich jetzt ein Auto wäre bräuchte ich nicht so zu zittern, die haben doch immer so einen Käfig mit, das ihnen beim Gewitter nichts passiert. Habe ich wenigstens mal gehört.

Aber Kalle führt mich sicher hinter die Berge, wo das Gewitter nicht drüber kommt. Schon hört das Zittern in meinem Rahmen auf.

Die Sonne die am Campingplatz scheint, trocknet mich und die Regenklamotten, die über mir hängen in Windeseile.

Am Abend fährt Kalle nach Trogir zum Abendessen, und um sich das alte Städtchen anzusehen. Da die Altstadt Autofrei ist muss ich vor dem Stadttor stehen bleiben. Wie ich später von ihm erfahre ist die Stadt schon 2300 Jahre alt. Aus Dank für die schnelle Anerkennung Kroatiens durch Deutschland wurde eine Gasse nach Kohl und Genscher benannt. Die Stadt hat sich seit 500 Jahren kaum verändert, und entwickelt sich seit einigen Jahrzehnten zu einem lebendigen Open-Air-Museum.

Der 9. Tag

Der Sonne entgegen

Heute darf ich endlich mal auf einen richtigen Berg, GPS sagt mir das es bis auf 1700 Meter gehen soll. Bin mal gespannt wie ich mich da schlage.

Über Omis geht es weiter nach Makarska, immer an der Küste lang, obwohl die Straße schon mal bis auf 200 Meter hoch geht. Kurz hinter Makarska ist die Einfahrt zum „Sveti Jure“, dem „heiligen Jure“. Kalle muss Eintritt für die Bergstraße zahlen, dann kann es losgehen. Zu beginn geht es durch einen Wald, mit einigen Kehren gewinnen wir schnell an Höhe. Die Straße wird schmaler, Autos die vor mir fahren machen bereitwillig in einer Ausweichnische platz damit Kalle überholen kann. Die Strecke ist  nicht viel breiter wie eine Autospur. Wenn sich Pkws treffen muss einer zurück bis sich eine Nische findet.

Auf dem Weg zum Sveti Jure

Leitplanken sind purer Luxus, dafür liegt um so mehr Split in den Kurven, das erhöht dann schon mal Kalles Herzschlag. Überhaupt, an den Stellen wo keine Leitplanke oder Steine am 

Abgrund liegen wird es mir ganz schön schwindelig. Immer wieder hat man einer phantastischen Ausblick auf die Riviera von Markarska. Ich glaube dem Chief gefällt das auch, er hält nämlich öfters an um zu Fotografieren.

Nach dreißig Kilometer ist die Straße zu ende. Ich bin zum erstenmal 1760 Meter hoch, GPS hat genau nachgemessen! Trotz der strahlenden Sonne ist die Temperatur angenehm hier oben, und brauche mir keine Sorgen machen wegen einer zu hohen Öltemperatur.

Beim runterfahren sind wieder ganz andere Ausblicke zu sehen, nur das ich jetzt rechts am Abgrund fahren muss, wenn uns ein Auto entgegen kommt gefällt mir ja nicht so richtig. Hoffentlich hat Kalle den Lenker fest in der Hand.

Wir fahren noch zu den Wasserfälle der Cetina. Hä, hä, was heißt hier Wasserfälle, Kalle sucht und sucht, muss dann aber feststellen das, das Wasser für ein Wasserkraftwerk benutzt wird. Nur im Winter und Frühjahr ist genug vorhanden um irgendwelche Fälle zu sehen.

Am Abend sitzt er vor dem Zelt und beguckt sich seine Arme. Das hat er nun davon, den ganzen Tag ohne Jacke nur im kurze Hemd, dann bekommt der Mensch schon mal Sonnenbrand. Ich nicht.

Der 10. Tag

Die Perle der Adria

260 Kilometer Landstraße bis Dubrovnik, immer an der Küste lang. Nach dem Kalle seine Lieblingswurst, Mortadella mit Oliven, zum Frühstück gegessen hat werde ich bepackt. Vor dem losfahren zieht er sich aber schön die Jacke an, seine Arme sehen aus wie Feuermelder

Der südliche Teil Kroatiens wird durch Bosnien-Herzegowina vom Hauptteil abgeschnitten. Das passieren der Grenze ist aber kein Problem, Kalle muss noch nicht mal seinen Personalausweis vorzeigen. Wir dürfen allerdings nur im Transit durchfahren, und nicht ins Land abbiegen. An einer Tankstelle hält mein Driver an um einen Aufkleber zu kaufen. Ganz lustig ist das der Sprit hier 1,36 KM kostet, Konvertierte Mark.

An der nächsten Grenze, wieder in Kroatien, steht ein Schild von einem Campingplatz in Dubrovnik. GPS sagt mir, das unser geplantes Camp etwa 30 Km vor Dubrovnik liegt. Kalle ist schon dabei GPS umzuprogrammieren.

Die Schilder führen uns bis Dubrovnik, am Fährhafen vorbei bis zum Camp. Der erste Blick vom Chief geht zu den Bäumen auf dem Platz.

Was ich zu sagen hätte

Beim einklarieren stelle ich fest, dieser Platz ist locker doppelt so teuer wie die anderen Plätze. Na ja, die nähe zur Altstadt muss halt bezahlt werden. Dafür sind die Toiletten absolut neu, so was habe ich in Kroatien noch nicht gesehen.

Nach dem Zeltaufbau gehe ich runter ans Meer, das leider 300 m vom Camp entfernt ist. Das Wasser ist leidlich ohne Badelatschen über groben und feinen Kiesel zu betreten.

Abends fahre ich zur Altstadt von Dubrovnik. In wenigen Minuten kann ich SUZIE an der Stadtmauer abstellen.

Dubrovnik ist heute mit 50 000 Einwohner die größte Stadt Süddalmatiens. Ihre autofreie Altstadt ist als „Perle der Adria ein weltbekannter Besuchermagnet.

Im 7. Jahrhundert gegründet, erlebte die Stadt ihr goldenes Zeitalter im 15. und 16. Jahrhundert. Durch eine geschickte Politik des Taktierens, Bestechens und Tributzahlens, sicherte sich die Stadt Handelsprivilegien und eine weitgehende Unabhängigkeit gegenüber den militärisch übermächtigen Nachbarn, den Venezianer und dem Osmanischen Reich.

Dubrovnik Altstadt. Die Steine glatt wie Eis

Zu Recht befindet sich die Altstadt auf der Liste der Kulturdenkmäler der UNESCO. Dies bewahrte die schutzlose „Perle der Adria“ jedoch nicht vor barbarischen beschüssen durch serbische und montenegrinische Truppen in den Jahren 1991 und 1992. Damals gab es auch dramatische Kämpfe oberhalb der Stadt. Die Schäden in der Altstadt sind mittlerweile alle beseitigt worden.Eine phantastische Stadt, überall Winkel, Gassen, Treppen. Die Hauptstraße, der autofreien Altstadt, die „Placa“ ist so glatt, als wären die Steine gebohnert. In einem Restaurant, etwas abseits der Massen, esse ich einen Lammspieß mit Mangold. Auch hier fällt mir das erhöhte Preisgefüge auf.

 

Viele Restaurants haben ihre Schlepper ausgesandt, überall labern sie Touristen an. Mich sprechen sie nicht an, vielleicht sieht man mir an das ich satt bin. Oder sehe ich so ärmlich aus? Ich hatte mir schon einen Spruch zurecht gelegt: Würde fragen ob er nicht ein Macdonalds in der nähe kennen würde.

Es wird eine Unruhige Nacht, der Wind frischt auf und heult in den Bäumen. Außerdem ist mein ganzer Körper mit irgendwelchen Insektenstiche übersäht, trotzt abendlichen benutzen von Autan. Ich habe den Verdacht das ein paar Viecher in meinem Zelt sind. Werde morgen noch mal die chemische Keule schwingen müssen.

Der 11.Tag

Die lähmende Hitze

Was ich zu sagen hätte

Deutsche Welle berichtet von einer Europaweiten Hitzewelle. Bevor die Sonne aufgeht sind es noch 29,5°. Draußen, im Zelt ist es noch wärmer. Auch ohne Zugedeckt zu sein schwitze ich.

Eigentlich hatte ich vor nach Dubrovnik zu fahren, verschiebe das aber auf die späten Nachmittagstunden. Dann verdrücke ich mich in den Schatten, oder gehe runter ans Meer um mich wenigstens etwas abzukühlen.

Die Temperatur steigt auf 39°.

Nach dem Duschen fahre ich zur Altstadt, einzig der Fahrtwind bringt etwas Kühlung. Auch wenn ich ohne Jacke fahre habe ich den Nierengurt an, nur, darunter bin ich auch Nass geschwitzt.

Trotz der untergehenden Sonne sind die Temperaturen in dem alten Gemäuer beachtlich. Ich gehe überwiegend in den engen Gassen, oder auf der Schattenseite.

Der 12. Tag

Wieder auf SUZIE

Heute ist Kalle wieder aktibver, wir fahren in der Gegend rum. GPS weiß nicht so recht wo es hingeht, die Tour hat unser Chief nicht eingegeben. Allzu sehr können wir uns aber nicht verfahren, da südlich von Dubrovnik die Grenze von Bosnien nie weit ist. Kroatien bildet hier eine Sackgasse.

Die Runde geht über kleine Straßen, der Asphalt ist mal gut, mal schlecht und manchmal gar nicht vorhanden. Auch in dieser Gegend Kroatiens stoßen wir noch auf Kampfspuren vom Krieg 91/92.

Ein Wald von riesigen Koniferen sieht sehr unwirklich auch.

In der nähe der Bosnischen Grenze

Der 13. Tag

Auf See

Beide sind wir heute morgen etwas nervös, um 8:00 Uhr müssen wir vor der Fähre stehen, um einzuchecken.

Kalle baut das Zelt ab, packt alles ein. Bevor ich beladen werden isst er noch eine Kleinigkeit, einen Koffer braucht er nämlich als Tisch, deswegen werde ich erst später beladen. Der Chief bezahlt das Camp, und Ratz Fatz sind wir am Fährhafen, ich bin noch nicht mal richtig warmgelaufen. Zwei Autos bilden den Anfang der Reihen, wir sind an zweiter stelle. Im laufe der nächsten Stunde kommen immer mehr Autos und Motorräder, die in den Bauch des Schiffes wollen. Mir ist ja nicht wohl bei dem Gedanken fast vierundzwanzig Stunden auf dem Wasser zu sein. Ich bin nämlich ein MotVor dem Schiff kommt Bewegung, einer Mensch winkt die Motorradfahrer, sie sollen als erstes reinfahren. Wir müssen auf der linken, der Steuerbordseite, (ja ein bisschen kenn ich schon davon, bin ja schon mal aus Japan angeschippert worden) ganz nach vorn. Ein Seemann bindet mich mit Stricken fest, damit ich bei Seegang nicht umfalle. Oh ha, es wird ja wohl kein Sturm erwartet?orrad, und kann, anders als ein Jetski, nicht schwimmen.

SUZIE im Bauch der Fähre

Was ich zu sagen hätte

Die Luft im Laderaum ist warm und furchtbar stickig, froh die Treppe zu den Decks zu erreichen, dort kommt ein kühler Wind aus dem Schiff. Der Wohnmobillist aus Karlsruhe meinte bei der Verabschiedung, das man auch im Mobil übernachten könnte. Dann aber viel vergnügen bei den Temperaturen.

An der Rezeption bekomme ich meine Codekarte für die Kabine, zusammen mit einem italienischen Mopedpärchen führt mich ein Stewart in Richtung der Kabine. Immer tiefer die Treppen runter. Kabine 1006 liegt unter dem Autodeck, das heißt unter der Wasserlinie. Titanic lässt grüßen. Eisberge wird es in der Adria bestimmt nicht geben, halt nur ein paar Felsen. Die Kabine ist nicht viel größer wie mein Zelt, freilich habe ich bei der Buchung darauf geachtet das ich eine Einzelkabine bekomme, und nicht noch die Enge mit jemanden teilen muss.

Meine Nervosität, die ich immer vor etwas neuem habe, ist jetzt abgefallen, prompt stellt sich der Hunger ein, wegen dem zu kleinen Frühstück.

Die Erkundung des Schiffes ist schnell abgeschlossen, ein Restaurant (noch geschlossen), eine Bar (nur Getränke zu kaufen), Aufenthaltsräume für Raucher und Nichtraucher (gibt’s gar nichts zu kaufen), Steuer, und - Backbord Außendeck (nur Seeluft zu genießen), und siehe da. Am Heck ist eine Sonnenterasse mit einem Imbiss, ich trinke mir eine Flasche Wasser (jaaa Wasser, Cola light gab es nicht) und esse ein Sandwich.

Punkt 10:00 Uhr legt die Marco Polo ab. Auf dem Außeneck nehme hin und wieder mal die Position. Habe GPS mit den Daten von einigen Städten und Inseln auf dem Weg nach Rijeka gefüttert. Manche Städte die ich von Deck aus sehe könnte man schwimmend erreichen, denke ich. Der Blick auf GPS ergibt dann Entfernungen zwischen fünf und acht Kilometer, da kann der Weg aber lang werden.

Abwechslung an Bord bringen die Anlegemanöver der Fähre. Wenn so ein Schiff Rückwärts in die „Parklücke“ bugsiert wird, sieht das schon toll aus.

Ansonsten passiert nicht viel, Lesen, Deck gucken, Mittags und Abends Essen im Speisesaal.

Gegen 21:00 Uhr verhole ich mich in meine Kabine, nicht ohne vorher eine halbe Flasche Rotwein zu kaufen. Nein keine angebrochene Flasche, 0,375 Liter klein.

Der Spiegelschrank rappelt furchterregend durch die Vibration des Schiffes, etwas Toilettenpapier schafft schnell Abhilfe.

Mit dem schluck Wein im Bauch schlafe ich gut ein.

Der 14. Taq

Über hohe Berge

Was ich zu sagen hätte

Um 6:00 Uhr ist die Nacht zuende. Der Wecker würde mir zwar noch fünfzehn Minuten gönnen, aber raus muss ich ja sowieso. Kurz frisch gemacht, dann rauf aufs Deck. Rijeka ist schon in Sichtweite, um sieben Uhr soll MARCO POLO anlegen. Das Schiff ist mit achtzehn bis zwanzig Knoten unterwegs, immerhin fünfundreizig, siebenundreizig Kilometer in der Stunde. Kurz vor sieben Uhr gehe ich mit meiner Tasche zum Laderaum, mal sehen wie es SUZIE ergangen ist.

Die Zeit im Bauch der MARCO POLO war recht kurzweilig, hinter mir stand eine Maschine aus Deutschland mit der ich mich unterhalten konnte, wenn es auch manchmal schwierig war sie zu verstehen. Ein Zweizylinder aus Bayern.

Kurz nach dem Anlegen gehen die Tore vor mir auf. Kalle hat schon die Stricke von mit gelöst. Nachdem die Fußgänger von Bord sind darf ich endlich wieder auf eigenen Reifen rollen.

GPS flüstert mir zu das ich meine Kräfte aufsparen soll, Chief möchte bis zur deutschen Autobahn komplett über Landstraßen fahren, außerdem wären ein paar Pässe darunter.

Erst mal aus Rijeka raus. Kalle kennt sich hier ja ein bisschen aus und führt mich leidlich aus der Stadt raus. An einer Tankstelle werden unsere beiden Mägen gefüllt, damit wir unterwegs nicht schlappmachen.

An der Grenze zu Slowenien, die schnell erreicht ist, will keiner den Ausweis von Kalle sehen. Die Landstraße bis zur Autobahnauffahrt nach Postonja ist zwar gut in Schuss, aber auch viel befahren. Das ändert sich nach der Autobahn, wo die meisten Touristen auffahren.

In der Stadt Postonja stimmt mal wieder die Karte mit der Realität überhaupt nicht überein. Auf dem GPS sehe ich, das die Richtung nicht stimmen kann. SUZIE wenden und zurück nach Postonja, in einer Seitenstraße studiere ich die Karte. Währenddessen fährt ein Autofahrer Rückwärts aus einer Parklücke raus, er muss mich wohl übersehen haben, denn er hält weiter rückwärts fahrend nicht an. Ich ziehe mein Bein weg und Hupe gleichzeitig. (Den Motor habe ich mit dem Engine off switch abgeschaltet, so ist die Zündung noch an) Eine Frau hält schon die Hand vors Gesicht. Der Fahrer bremst. Der Wagen kommt 5cm vor dem Moped zu stehen. Nicht viel platz für mein Bein. Er entschuldigt sich und fragt ob was passiert wäre. Dobro Dobro, antworte ich. Gut Gut. Wieder mal Glück gehabt.

Puh war das knapp. Kalles Bein gebrochen oder mein Rahmen krumm, das wäre kein schönes Ende dieser Reise geworden. Aber so kann es gehen, einige Kilometer davor telefoniert mein Driver noch mit Inge und sagt ist alles in Butter.

In Slowenien ist gut vorwärtskommen, wenn ich auch manchmal spurten muss, wenn ein LKW vor uns fährt.

Die slowenisch-italienische Grenze liegt auf einem Pass der schön zu fahren ist, ich meine Kalle manchmal singen zu hören, so viel Spaß hat er dabei. Auch dieser Grenzüberritt kein Problem, niemand will einen Ausweis sehen, obwohl er ihn jedes Mal in der Hand hält, er steckt ihn in die Kartentasche der Tanktasche.

GPS sagt mir das gleich nach dieser Abfahrt die Anfahrt zum nächsten Pass losgeht. Und tatsächlich einige Kilometer weiter biegt der Chief ab zum „Sella Nevea. Aber kaum abgebogen wendet er schon wieder.

Auf einem Schild am Rand der Straße steht das Wort „chioso“. Der Pass ist geschlossen.

Im Augenwinkel habe ich das Schild noch gesehen. Bei meiner „Norditalien 2001“ Tour ist es öfter vorgekommen das Pässe geschlossen waren. Die Karte aus der Tanktasche gezogen und schnell ist eine Ersatzroute gefunden. Ein paar Österreicher haben ihre Karte über den Kofferraumdeckel ihres Auto ausgebreitet, und studieren ebenfalls. GPS eben umprogrammiert, und es geht weiter. Nach drei, vier Kilometer stelle ich fest das der Reißverschluss der Kartentasche offen ist. Beim schließen sehe ich’s: Der Personalausweis ist nicht mehr in der Tasche! Ich fahre die Strecke langsam zurück, den blick immer auf die Gegenspur. Bis zur Kreuzung wo ich die Karte rausgenommen habe. Da liegt er. Laut rufe ich „Bingo“. Die Österreicher sind immer noch da, schauen mich verwirrt an, denken wohl, jetzt ist er Durchgedreht. Eine kurze Erklärung macht den Freudenausbruch verständlich. Meine größte Sorge war eigentlich die Umstände an den nächsten Grenze, und die gibt es ja nicht mehr. Ich bin ja in „Schengen“.

GPS zeigt uns den neuen Weg, wobei die nächste Schwierigkeit nicht lange auf Kalle wartet. In Pontebba sucht er die Anfahrt zum Nassfeldpass, wie es mein Kumpel GPS anzeigt. Wir fahren durch den Ort und noch einiges weiter. GPS sagt, zurück nach Pontebba. Dann löst sich die Verwirrung auf. Kalle hat GPS nach der Österreichkarte gefüttert, da steht natürlich der Deutsche Name des Passes nicht der Italienische. Mann sollte mehr auf GPS hören, es hat schon im Ort nach rechts gezeigt. Die Anfahrt ist Klasse, viele Kehren führen uns in die Höhe. Einem Motorradfahrer macht Kalle bereitwillig Platz, ich komme halt mit dem ganzem Gewicht nicht so schnell aus den Ecken. Leider sind über uns ein paar fette schwarze Wolken, auch Donnergrollen ist schon zu hören. Da die Straße immer wieder Hacken schlägt kann man überhaupt nicht abschätzen ob wir in die Wolke fahren, oder nicht. In Österreich ist es soweit. Der Chief muss seine Regenhose anziehen, obwohl es affenwarm ist. Ich höre ihn unter seinem Helm fluchen.

Die Bundesstraßen in Österreich sind hervorragend ausgebaut, und führen meistens um die Ortschaften herum. Und die Eingeborenen machen da ein höllisches Tempo, wobei Kalle da gut mithält. Wenn es mal doch durch Orte geht, kneift er meine Bremskolben so zusammen, das es mir da richtig heiß wird. Gebranntes Kind scheut das Feuer. (siehe Norditalien 2001)

Der Regen hat schon aufgehört, stellenweise lugt schon die Sonne zwischen den Wolken als GPS mir auf etwas ganz besonderes aufmerksam macht. Ich soll heute noch auf 2500 Meter Höhe kommen. Kalle möchte über die Großglockner Hochalpenstraße.

Wenige Kilometer nachdem er seine Regenhose ausgezogen hat, stehen wir auch schon vor dem Kassenhäuschen um die höchste Straße Europas zu befahren

Das Wetter spielt mit, viel Verkehr herrscht auch nicht, schöner kann die Fahrt über die Alpen gar nicht sein. Ein paar Motorräder, die ohne Gepäck unterwegs sind, sausen an Kalle vorbei. Bei den Zwischenstopps zum fotografieren zieht sich Kalle immer wärmer an, erst die Handschuhe, dann werden auch die Reißverschlüsse der Hose und Jacke geschlossen. Auf 2500 Meter, und im Schatten ist es empfindlich kalt. Obwohl die Luft dünn ist, kann ich zwischen den Kehren immer einen Spurt einlegen.

Auf der Glocknerstraße

Das Wetter auf der Glocknerstraße ist mir dieses mal besser gesonnen, endlich darf ich mal die Landschaften bewundern.

Das Etappenziel, möglichst nahe an der deutschen Autobahn, scheint bis 18:00 Uhr zu erreichen sein. In Österreich sehe ich Gasthöfe mit Zimmervermietung ohne Ende, prompt hinter der Grenze hören sie auf. Auf der deutschen Seite finde ich nur Restaurants. Erst in Inzell sehe ich einen Gasthof mit Zimmervermietung und Biergarten.

SUZIE kann im Hof hinter dem Haus stehen, brauche sie nicht abzuladen. Schnell unter die Dusche, umziehen und ab in den Biergarten. Darauf habe ich mich schon heute morgen gefreut. Nach so einer langen Fahrt gibt es nichts besseres wie ein bayrischer Biergarten und ein Hefeweizen. Nach dem Essen frage ich die Kellnerin wann es denn morgen Frühstück gebe. Sie schaut ein wenig verwirrt. „Ach Sie sind unser Motorradfahrer, ich habe sie gar nicht erkannt“. Gott mag ich vorhin ausgesehen haben.

Der 15. Tag

Nur Autobahn

Was ich zu sagen hätte

So ein gutes Frühstück habe ich die letzten vierzehn Tage nicht gehabt, das Büffet gibt her was mein Herz begehrt. Nach zwei Brötchen ist aber Schluss, schließlich will ich ja auf die Piste Richtung Heimat.

Über die Autobahnfahrerei lässt sich, bis auf das es trocken, und nicht ganz Staufrei ist, nichts sagen.

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