Die Beisetzung
König Friedrich Wilhelm I.
König Friedrich II., der Große


17. August 1991, Potsdam

Vorgeschichte:

Bereits sehr früh verfügte Friedrich der Große, ihn nach seinem Tode in der bereits erbauten Gruft auf der obersten Terrasse des Schlosses Sanssouci beizusetzen. Dieser Wille wurde allerdings erst über zwei Jahrhunderte später erfüllt.

Zunächst wurde er in der Garnisonkirche in Potsdam, neben seinem Vater, König Friedrich Wilhelm I. (1688 - 1740) zur letzen Ruhe gebettet.
Dort verweilte er, bis die Kriegswirren des zweiten Weltkrieges es erforderlich machten, die Särge der Könige am 20.03.1943 in Sicherheit zu bringen.
Da die Särge derartig schwer waren, daß man sie nicht in einem abtransportieren konnte, war man genötigt, die Deckel zu öffnen. Während der Sarg Friedrich II. noch in einem guten Zustand war, mußte sein Vater in einen neuen umgebettet werden.

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Gruft unter dem Altar der Garnisonkirche in Potsdam

Ein Mitglied der Sigmaringer Linie des Hauses Hohenzollern, der bei einer späteren Öffnung zugegen war, beschreibt den Zustand des Leichnam als erstaunlich gut. Bemerkenswert ist, daß der Stern des Schwarzen Adlerordens entfernt wurde. Wann dies geschah läßt sich heute nicht mehr rekonstruieren.

Er vermutet, daß es bereits im vergangenen Jahrhundert eine Öffnung des Sarges gab, da die Bilder Menzels eine derart frappierende Ähnlichkeit zum Leichnam besitzen, daß dieser sehr wahrscheinlich Zeuge einer nicht weiter dokumentierten Öffnung des Sarges war.

Die Königssärge wurden durch die Wehrmacht zunächst in einem unterirdischen Bunker in Eiche bei Potsdam verbracht. Erst als die Rote Armee nahte, überlegte man, wie sie noch sicherer verwahrt werden konnten und entschied sich letztlich für einen Abtransport in ein Kalibergwerk in Bernterode im Eichsfeld, etwa 20 Km westlich Nordhausen. Dort kamen zusammen am 14.03.1945 auch die Särge Generalfeldmarschall von Hindenburg und seiner Frau, sowie Fahnen und Gegenstände des Tannenbergdenkmals aus Ostpreußen an. Durch einen schmalen Schacht wurde alles in die Tiefe herabgelassen. Der Lagerort wurde mit Steinsalz verschlossen.

Trotz aller Geheimhaltung entdeckten nach Kriegsende die Amerikaner die Särge und eingelagerten Schätze, auch der Hohenzollernkronschatz war dabei.
Dieser kam in die Reichsbanktresore in Frankfurt/M.
Die anderen Gegenstände und die Särge wurden in das Landgrafenschloß nach Marburg gebracht. Nach einigem Hin und Her bestattete man die Särge Hindenburgs und seiner Frau im Beisein der Familie in der evangelischen Elisabethkirche in Marburg. Am 17. August 1945 trafen die Hohenzollernsärge nachts um 3,00 Uhr ebenfalls dort ein. Auch diese Beisetzung fand im Beisein von Familienangehörigen statt.

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Grabstelle in der Elisabethkirche in Marburg 1945 - 1952

Bis 1952 verblieben König Friedrich Wilhelm I. und König Friedrich II., der Große dort. Am 13. Februar dieses Jahres hat dann die Bundesregierung dem Antrag SKH Prinz Louis Ferdinand von Preußen zugestimmt, seine Ahnherren auf der Stammburg des Hauses Hohenzollern beizusetzen. In der Nacht vom 27. auf den 28. August 1952 wurden dann die Gräber aufgehoben und die Särge zur Burg Hohenzollern nach Hechingen verbracht.
In der evangelischen Christus-Kapelle wurden sie würdig aufgebahrt und verblieben dort, bis zur endgültigen Beisetzung in Potsdam im Jahre 1991. Ein Kreislauf hat sich geschlossen.
 
 


Christuskapelle der Burg Hohenzollern, Ruhestätte der Könige 1952 - 1991

 
 
Beisetzung 2. Teil