Der Rehgarten
Mit den nun folgenden Bildern werde ich Ihnen u.a. die Schönheiten der Parkanlagen Rehgarten und Park Charlottenhof demonstrieren.
Blick von Charlottenhof durch den Wildpark zum Neuen Palais
Gartenseite Schloß Charlottenhof
Die Grundidee für Schloß Charlottenhof stammt von Friedrich Wilhelm IV. während seiner Zeit als Kronprinz. Baumeister war Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841) Das Grundstück mußte zur Parkfläche hinzugekauft werden und war ursprünglich Standort eines Gutsgebäudes. Der Stil ist bewußt bürgerlich schlicht gehalten.
Die Römischen Bäder
Ganz in Nähe des Schloß Charlottenhof ist
das von Schinkel und seinem Schüler Ludwig Persius (1803 - 1845) geschaffene Ensemble
antiker Baukunst gelegen. Diese romantische Bauwerk bietet seinem Besucher immer wieder
neue und interessante Blickwinkel. Die Bauzeit war von 1829 - 1840. Daran läßt sich
erkennen, daß das Gesamtwerk erst durch ständige Erweiterung langsam zum heutigem Ganzen
wuchs. Die im Inneren aufgestellte, aus einem Stück gehauene Badewanne aus grünem
Jaspis ist ein Geschenk des russischen Zaren.
Das Chinesische Teehaus
Südlich der Hauptallee wurde in der Zeit von 1754 - 1757,
ganz der damaligen Mode entsprechend ein Pavillon im chinesischen Stil erbaut worden.
Damals, wie heute beherbergt er eine große Sammlung chinesischer Porzellane und andere
Kunstgegenstände.
Ursprünglich war er von hohen Hecken umgeben, erst der Gartenbaumeister
Lenné schuf nach 1825 die heute bekannte weitläufige Anlage, durch die man das Teehaus
schon von weitem sehen kann.
Teilansicht der Orangerie
Nach den Plänen Friedrich Wilhelm IV. und
als Teil einer nie vollendeten Umgestaltung der Gesamtanlage wurde in der Zeit von 1851 -
1860 durch August Stüler (1800 - 1865) und Ludwig Hesse (1795 - 1876), beide Schüler
Schinkels, die Orangerie im Stile italienische Renaissancearchitektur erbaut. Wie das oben
gezeigte Bild erahnen läßt, kann man sich dort wirklich wie an das Mittelmeer versetzt
fühlen.
In den langen Hallen werden die Kübelpflanzen des Parks in
der kalten Jahreszeit aufbewahrt; der Mittelteil beherbergt fünf Gästezimmer und den
Raffaelsaal. Auch die Eckbauten dienen Wohnzwecken. Noch heute wird die Orangerie mit der
originalen Heizungsanlage mit Holzfeueren beheizt.
Die Prinzenburg
Von den meisten Besuchern wird die
Prinzenburg nicht beachtet, man muß aber zugeben, daß aufgrund der niedrigen Bauhöhe
diese Anlage nur von Eingeweihten, oder zufällig gefunden werden kann.
Sicher haben die preußischen Prinzen, insbesondere die
Kinder und Enkel Wilhelm II. gerne dieses Modell einer preußischen Festung zum Spiel
gebraucht und sehr wahrscheinlich wurde von ihnen auch mit kleinen Modellkanonen
geschossen. Daher stammt auch der allgemein bekannte Name.
Doch wie schon angedeutet handelt es sich um ein exaktes
Modell einer preußischen Festung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Daher ist es
miltärhistorisch sehr interessant und eigentlich nicht verständlich, daß man es in
diesem erbärmlichen Zustand beläßt.