Königliches Potsdam

Wo anders, als in Potsdam sollte man seine Reise durch das königliche Preußen beginnen. Aber zunächst einige grundsätzliche Informationen über die alte Residenzstadt:                           Die erste Erwähnung der Siedlung liegt im Jahre 993, zu diesem Zeitpunkt wird der slawische Ort  Poztupimi erstmals genannt. Schon im 12. Jahrhundert ließen die Markgrafen von Brandenburg dort eine Burg bauen. Die daneben entstehende Ortschaft erhielt bereits im 14. Jahrhundert Stadtrechte.
Seit dem großen Kurfürsten, Friedrich Wilhelm (1640 - 1688), ist Potsdam die Residenzstadt der brandenburgisch-preußischen Herrscher.
Die Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II., der Große, trugen besonders zur baulichen Ausgestaltung Potsdams bei. Bis zum Ende der Monarchie im Jahre 1918 war Potsdam zweite preußische Residenz.

Schloß Sanssouci mit Terrassen, von der Hauptachse aus gesehen


 Sanssouci von der Rampe, vorletzte Terrasse

historische Aufnahme

Sanssouci, Ohne Sorgen, geht auf einen Entwurf Friedrich des Großen zurück. Die Originalzeichnung stammt vermutlich aus der 2. Hälfte 1744.
Der Grundstein wurde am 14.04.1745 gelegt und schon im nächsten Jahr war das Gebäude fertig, 1747 wurden die Kolonnaden vollendet. Der Baubeginn für die Terrassen war bereits im Vorjahr und wurde durch Kabinettsorder vom 10. August 1744 festgelegt. Die Gruft, in der der große König seit seinem 205. Todestage, dem 17. August 1991 ruht, wurde wohl schon vor Baubeginn der Schloßanlage, im Jahre 1744 erbaut.
Baumeister war Georg Wenzelslaus von Knobelsdorff, dessen Bauten Potsdam nachhaltig beeinflussen.

 

 
Die Kolonnaden umschließen den Ehrenhof - Die Front des Schlosses


Dieses Bild zeigt die Neuen Kammern,
gesehen von der Hauptachse aus und die historische Mühle

Historische Aufnahme

Sanssouci wird von zwei ähnlichen Bauten rechts und links flankiert. Linker Hand befinden sich die Neuen Kammern, welche ursprünglich als Orangenhaus geplant, zur Unterbringung von Kübelpflanzen erbaut wurde.
Bald reichten die Gästeräume des Schlosses nicht mehr aus und das Haus wurde nach Plänen von Georg Christian Unger umgestaltet.
Östlich ist die Bildergalerie gelegen, die in einem Innenraum, der sich fast über die gesamte Länge des Gebäudes erstreckt eine umfangreiche Bildersammlung beherbergt.

Die Neptungrotte

Diese Grotte ist die letzte Schöpfung Konbelsdorffs, allerdings erlebte er die Fertigstellung nicht mehr.
Grotten sind fester Bestandteil von Gartenanlagen seit der Renaissance. Häufig sind sie in das Gesamte der Wasserspiele eingebunden; bei der Neptungrotte sollte das Wasser aus den Krügen der Najaden über muschelförmigen Becken aus Marmor zu beiden Seiten des Eingangs nach unten laufen.
Doch auch ein zu Rate gezogener Meister der Fontänenkunst konnte nur einmal, im Jahre 1754, soviel Havelwasser in des Bassin am Ruinenberg hineinpumpen, daß die Fontänen für 45 Minuten liefen. Erst die Nutzbarmachung der Dampfkraft 1842 brachte nachhaltig soviel Wasser der Havel in das Vorratsbecken, daß die Wasserspiele auf Dauer funktionierten.
 

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