Der Berliner Dom

Berliner Dom

Der Dom aus Richtung Schloßbrücke gesehen

Der heutige Dom ist bereits der Dritte, welcher an diesem Ort steht, wurde am 27. Februar 1905 feierlich durch Kaiser Wilhelm II., es war sein 24. Hochzeitstag eingeweiht. Allerdings präsentiert er sich heute nicht mehr so, wie er damals aussah: Bei Luftangiffen am 24.05.1944 wurde der Dom schwer beschädigt und die Laterne stürtzte  durch den Boden der Predigtkirche in die darunterliegende Hohenzollerngruft. Dabei wurden etliche Särge zerstört, bzw. schwer beschädigt.
Nach dem Kriege wurde erst 1951 ein Notdach eingezogen, so daß die meisten Zerstörungen im Inneren auf Witterungseinflüsse der Nachkriegszeit zurückzuführen ist. Andere Zerstörungen am Äußeren sind aber durch den Beschuß während der Straßenkämpfe 1945 bedingt.
Im Jahre 1960 hat ein Kohlebrand nochmals schweren Schaden, auch in der Gruft, angerichtet.
Die zunächst vorhandenen Abrißpläne der soz. "DDR"-Regierung wurden fallengelassen, aber erst 1974 wurden Verträge über den Wiederaufbau zwischen Staat und Kirche abgeschlossen. Die Bundesrepublik hat über 50 Mio DM zur Rekonstruktion beigesteuert. Ursprüngliche Pläne, den Gesamtbau wiederherzustellen, wurden 1975 fallengelassen und die Denkmalkirche abgerissen. Die Hauptkuppel wurde mit einer neugestalteten Laterne, die vier Kuppeln der Türme gänzlich ohne Laternen versehen. Dadurch ist das Bauwerk heute um einige Meter niedriger, als bei der Fertigstellung.
Seit vielen Jahren präsentiert sich der Berliner Dom nun wieder in einem hervorragenden Zustand, wenn auch die Rekonstruktion noch nicht endgültig abgeschlossen ist. Aber auch die unwürdigen Umstände, wie über Jahre hinweg die sterblichen Überreste vieler Mitglieder der Preußischen Herrscherfamilie aufbewahrt wurden, hat durch die Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft ein Ende.  Heute ist der Berliner Dom wieder der Zentralpunkt für kirchliche Familienfeiern des Vormals regierenden Preußischen Königshauses.

Erfreulicher Weise äußert sich heute nicht nur in Berlin der Wunsch, die geschleifte Denkmalkirche wieder aufzubauen. Insbesondere, wenn auch das Stadtschloß wiedererstünde, wäre damit die historische Mitte in den Hauptwerken wiedererstanden! Natürlich fehlen dann dort immer noch viele Details.

Kaiserloge

Die Kaiserloge

 

Unter den Linden

Blick vom Dom über den Lustgarten auf die Linden

 Zum Wegweiser

Zum Thema kann ich folgendes Buch empfehlen:
"Der Berliner Dom und die Hohenzollerngruft"
Verlag Haude & Spener, ISBN 3-7759-0271-6