Am 19. Juli war es denn mal wieder soweit.
Die Reise an den Bodensee stand an. Wie bei meiner ersten Teilnahme im
Jahr, war eine riesige Vorfreude vorhanden. Obwohl man hier mit den 5
Disziplinen 2,5 km Schwimmen, 26 km Inlinen, 42 km Rennrad, 32 km
Mountainbike und 11 km Laufen zu kämpfen hatte, war keine große Angst
vorhanden. Wir hatten ja 2 Dreier Teams in der Kategorie Mixed gemeldet
(Mind. 1 Dame je Team).
Das Team "Die dollen Bonner" war besetzt mit: Markus, Pius und Petra.
Das Team "Nur Feiglinge trainieren" war besetzt mit: Oliver, Stephan
und Nicole.
Im letzten Jahr hatten wir in unserer Pension "Villa Schiffhauer" auch
eine Einzelstarterin (Claudia) kennen gelernt, die den zweiten Platz in
der Gesamtwertung belegt hatte. Auch diese gebürtige Bonnerin, hatte
wieder in unserer Pension gebucht.
Als ich um 15.00 an diesem Donnerstag in Moos ankam, fühlte ich mich
direkt wieder wie zu Hause. Strahlender Sonnenschein und unsere
allseits geliebte Pension.
Nach dem Einchecken stand das Warten auf die anderen Teilnehmer auf dem
Programm. Dies gelang natürlich am besten mit einem gekühlten Getränk.
So nahm der Donnerstag seinen Lauf und gegen Abend kamen dann Markus,
sowie Pius mit Familie angereist.
Da wir für die beiden Staffeln 4 Fahrräder benötigten, hatte ich bei
meiner Reise schon einmal 3 mitgenommen, die natürlich den
Treibstoffverbrauch auf der 5 stündigen Anreise enorm in die Höhe
trieben.
Es wurde ein gemütlicher Abend mit vielen Erinnerungen an das letzte
Jahr verbracht.
Am Freitag stand dann ein Besuch in Konstanz an, wo wir Nicole in Ihrer
Mittagspause besucht haben, und bei strahlendem Sonnenschein in einem
schönen Biergarten die Mittagszeit verbrachten.
Nach unserer Rückkehr überraschte uns unsere Gastgeberin Elfriede
Schiffhauer mit einem Segeltörn auf Ihrer Segelyacht. Zwischendurch
holten wir dann, mit Badehose bekleidet, Stephan am Bahnhof ab. Für Ihn
war das natürlich interessant direkt vom Bahnhof auf das Segelboot
umzusteigen. Ein spannender Segeltörn nahm seinen Lauf.
Dann war es soweit, endlich wurde die Ankunft unserer Freunde aus
Bayern erwartet (Claudia und Jörg). 1 Jahr hatte man sich nicht
gesehen, höchstens gemailt, und alle freuten sich auf ein Wiedersehen.
Als man sich endlich wieder gegenüber stand gab es ein unglaubliches
Fest. Ein Tisch im Hafenrestaurant war schon gebucht, und so konnte die
große Wiedersehensfeier ihren Lauf nehmen. Es wurde ein langer Abend.
Den Samstag verbrachten Stephan, Markus und Oliver mit einer Reise nach
Ilmensee, wo der HIGHLANDER stattfand. Hier mussten wir unsere
Staffelteilnehmer Nicole und Petra anfeuern, die hier auch teilnahmen.
Im Anschluss mussten wir dann zum Einchecken zurück nach Radolfzell, wo
in diesem Augenblick ein Unwetter niederging, daß wir alle froh waren,
in einer Pension zu nächtigen und nicht auf einem der zahlreichen
Campinglätze.
So etwas hatten wir noch nicht gesehen, selbst ein Blitzeinschlag in
der elektrischen Anlage des Zeltes war zu verzeichnen. Sei es drum. Das
anschließende Nudelessen nahmen wir dann auch noch mit, um im Anschluss
unsere Ausrüstung für den morgigen Wettkampf zu überprüfen. Man glaubt
nicht, auf was man bei 5 Disziplinen alles achten muß.
Nach einem kurzen Abend ging es dann für Alle auch früh ins Bett;-))
Als am Sonntag Morgen um 5.00 Uhr der Wecker klingelte, regnete es
immer noch, aber ein heller Schein war am Horizont zu erkennen. Das
machte Hoffnung.
Ein gemeinsames Frühstück sollte uns alle für den Tag stärken.
Mit allen Utensilien im Rucksack ging es dann per Fahrrad die 5 km zum
Startbereich. Es gab eine angenehme Neuerung in diesem Jahr. Die Start-
Wechsel und Zielzone befand sich an einem Ort im Herzenbad. Im letzten
Jahr musste man noch allen Teilnehmern hinterher reisen, da der
Megathlon um den kompletten Untersee geführt hat. Manche Teilnehmer
hatten da das Problem, daß sie manchmal staubedingt vor Ihrer
Ausrüstung an der Wechselzone waren. Ausserdem war der Zustand für die
Zuschauer natürlich in diesem Jahr wesentlich angenehmer.
Nachdem Oliver erfolgreich am Samstag die Schwimmdisziplin an Petra
abgegeben hatte (sie ist eine erfolgreiche IRONMAN Teilnehmerin) konnte
er sich ganz entspannt auf die Radstrecke konzentrieren. Durch diesen
Wechsel kamen "Die dollen Bonner" in den Genuss von Kai, der
seinerseits neu eingestiegen ist um die Staffel zu ergänzen. Damit war
aber auch klar, daß diese Staffel nicht mehr als MIXED Team starten
konnte. Kai sollte im Verlaufe des Rennens noch eine entscheidende
Rolle spielen.
Pünktlich um 8.00 Uhr wurden mit einem Kanonenschuss, der Tote
aufgeweckt hätte, die Schwimmer auf ihre 2,5 km lange Reise geschickt,
und hier trennte sich dann direkt die Spreu vom Weizen, Oh ja!!!
Kam der erste Schwimmer (Christof Wandratsch, seines Zeichens
Weltrekordhalter im Ärmelkanal und Bodensee durchschwimmen; hups) schon
nach 30 Minuten aus dem Wasser folgten dann erst nach einigem Abstand
die nächsten Schwimmer. Bei Wassertemperaturen von 23° wurden
allerdings trotzdem Teilnehmer wegen Unterkühlung vom DLRG geborgen.
Hier sei erwähnt, daß deren Staffeln das Rennen aber fortsetzen
konnten, sobald der letzte Schwimmer aus dem Wasser war.
Unglaublicher Weise war bei der Schwimmausrüstung vom teuersten
Neoprenanzug bis zum Stringbikini alles vertreten was das Sportlerherz
begehrt.
Einige Schwimmer schafften es, sich ständig übergebend bis zur
Wechselzone zu retten, um dann gleichzeitig mit der Chipübergabe
regungslos umzufallen. Hier sei aber erwähnt, daß im ganzen Wettkampf
keine ernsthaften Verletzungen aufgetreten sind, da das Rote Kreuz
immer sofort zur Stelle war.
Ab Minute 35 ging es dann Schlag auf Schlag und Petra kam nach spitzen
mäßigen 51 Minuten aus dem Wasser. Mit 15 Minuten Vorsprung gingen dann
"Nur Feiglinge trainieren" mit Nicole auf die 26 km lange Inliner
Strecke. Jetzt war natürlich bei beiden Bonner Staffeln der Ehrgeiz
geweckt, und es wurde eine Wette abgeschlossen.
Nicole konnte den Vorsprung von 15 Minuten auf Pius nicht halten und
rettete nur 3 Minuten Vorsprung in die Wechselzone, wo Oliver auf den
Rundkurs mit 42 km und 600 Höhenmetern ging. Bei leichtem Gegenwind
konnte er allerdings direkt eine "Reisegruppe" finden, die dann mit
enormen Tempo dem Schiener Berg entgegenstürmte, der sich auf der
Hälfte der Strecke befand (4,5 Steigung mit einem Höhenprofil ähnlich
unserer Kommende in Ramersdorf). Im letzten Jahr war dieser Berg nach
72 km auch das Ziel aller Träume, und hatte bei strömendem Regen den
Teilnehmern alles abgefordert. Am Berg trennte sich die Reisegruppe
und jeder kämpfte sich den Berg hoch, bis der Speichel nach Blut
schmeckte. Oben angekommen hieß es die Kontrollbänder zu übernehmen
und sich bei rasender Abfahrt mit bis zu 80 km/h auf den Rückweg zu
machen. Teilweise war die Abfahrt noch nass und es wurde nicht
wirklich einfach. Nach der Hälfte der Abfahrt sah Oliver wie sich Pius
den Berg hoch quälte. Er hatte noch 2 km bis zum Gipfel. Kurz danach
hatte Oliver einen Defekt am Helmschloss, der die rasende Abfahrt jäh
bremste. Im Tal angekommen, hieß es dann für die Rückfahrt wieder eine
schlagkräftige Gruppe zu finden. Im Gegensatz zum Triathlon ist beim
Megathlon Windschatten fahren erlaubt. Was ein Glück.
Nach unglaublichen 1,25 Std. (Schnitt 33 km/h) kam Oliver dann in der
Wechselzone an und konnte Stephan auf die Mountainbike Strecke
schicken. Oliver hatte 8 Minuten Vorsprung herausgefahren und somit den
Vorsprung wieder auf 11 Minuten erhöht. Pius übergab dann an Markus und
es wurde spannend, wie der unerfahrene Mountainbiker Stephan sich gegen
Markus halten konnte.
Zwischen durch sei erwähnt, daß Claudia die Führung bei den Damen
Einzelstartern nicht ein einziges Mal abgegeben hatte, und immer noch
weit in Führung lag, was für eine unglaubliche Leistung.
Inzwischen waren die Temperaturen auf 30° geklettert und es wurde ein
angenehmer Tag für die inzwischen angekommenen Teilnehmer.
Dann galt es: Stephan konnte 7 Minuten Vorsprung auf Markus retten und
startete dann in Begleitung von Petra direkt auf die Laufstrecke. Allen
war bewusst, daß dieser Vorsprung nicht reichen würde, aber Hoffnung
hatte man dann ja doch. Mit Kai ging allerdings für "Die dollen Bonner"
ein Lauftalent an den Start, was seinesgleichen sucht. Nach 7,5 Km
hatte er die 7 Minuten aufgeholt und nahm dem Team "Nur Feiglinge
trainieren" dann noch 5 Minuten ab. Klasse Leistung.
Aber jetzt…………….RÜCKBLICK………
Während unsere Mountainbiker noch auf der Strecke waren, der Höhepunkt……
Der Zieleinlauf der ersten Dame wurde erwartet und keiner wusste im
Moment wie der aktuelle Stand nun wirklich war…Gespanntes Warten……..
Dann bog sie um die Ecke……..Claudia, die neue Königin vom Bodensee
(natürlich eine gebürtige Bonnerin), unglaublicher Jubel brandete
auf…..Sie hatte es geschafft.
Hier sei erwähnt, das sie um über eine Stunde schneller war, als unsere
erste Staffel.
Aber deshalb fährt sie auch zur Weltmeisterschaft nach Florida;-))
Damit war für uns der Wettkampf vorbei, und die große Siegesfeier
konnte beginnen.
Ihren Abschluss fand die ganze Zeremonie im Abschlusskonzert von
"THE SWEET". Was diese Jungs noch rocken können, unglaublich.
Es war wieder ein unglaubliches Wochenende und es darf vorab erwähnt
sein, daß unsere Pensionen schon für das nächste Jahr gebucht sind, und
sich auch schon neue Teams für dieses Jahr gefunden haben. Auch das
wird wieder ein heißer Tanz.
Wir freuen uns.
22.06.2007 Bonn-Triathon 2007
5.00 Uhr: Der Wecker!!!!!
Was mache ich hier?
Noch 5.30 Stunden bis zum Start. Mein erster grosser Triathlon über die
Mitteldistanz steht an. 3,6 Km Schwimmen, 6o bergige kilometer Rad und
15Km Laufen erwarten mich.
Respekt und teilweise auch Angst machen sich langsam breit - egal - den
Teller Nudeln mit 2 Tassen Kaffee runterspülen, lecker!
Noch schnell eine Zigarette zur Verdauung zu Hause, ich hasse DIXIE
Klos ;-)) Geschafft, einen Teller Salat und noch eine Zigarette, es hat
geholfen.
Sachen checken - habe ich alles?
Trinkflaschen, Müsliriegel, Waffeln, Laufschuhe, Badeschlappen,
Schwimmbrille…..mann oh mann, was für ein Durcheinander, noch mal aufs
Klo....
6.15 Uhr: los geht's!!
Stephan abholen, der muß nur laufen, der Glückliche.
Langsam rollen wir Richtung Beuel..
Ich werde jetzt richtig nervös, was kann alles passieren? Krämpfe,
Reifenschaden usw.....egal
6.45 Uhr: Es sind schon Sportler da!
Auch der Rest unserer Clique trudelt ein. Markus, Christoph,....
Lockeres Erzählen und Mutmachen hilft über die Nervosität hinweh, ich
bin nur noch ein Nervenbündel...Startnummer vorbereiten und ab mit dem
ganzen Krempel in die Wechselzone, 1000 Fahrräder werden es. Jetzt sind
es erst 15. geschärtzte 1000 Meter Wechselzone, unglaublich!
Die sonne wärmt uns schon gut. Den Triathlonanzug anziehen und von
Markus eincremen lassen, schnell Fotos solange man noch gut aussieht;-))
Überall lockere Stimmung, nur bei mir kommt sie noch nicht so durch,
warum blos???
8.00 Uhr: Gleich fahren die Busse zum Schwimmstart.
Ich verabschiede mich und nehme direkt den ersten. Wasser und zwei
Powerriegel dabei. Alle sind locker drauf, warum auch nicht, wir machen
das ja freiwillig....
9.00 Uhr: Die Wiese an der Fähre in Oberdollendorf ist schon voll,
warum eigentlich? Wir legen doch erst um 10.00 Uhr ab?????
Die Zeit kriecht, oh Gott gleich geht's los, habe ja schon alles mal
gemacht bei diesem Triathlon, aber jetzt komplett? Die 5 stunden
scheinen immer utopischer....lockerer plausch mit 3 Schwimmerinnen,-)
Markus ist mittlerweile auch da. Fast alle mit Neo, hoffentlich habe
ich nichts falsch gemacht..
10.00 Uhr: Es ist angerichtet.
Im Gleichschritt mit 1000 mann auf die Fähre, noch 30 Minuten, im Moment
ist mir alles egal. Wdr3 dreht einen Bericht, das lenkt ein bisschen ab.
Dann passiert es....der Start verschiebt sich auf 11.00. Alles wartet..
Dann geht's los, die erste Gruppe startet, ich bin 8 Minuten später
dran.
Jetzt nur aus dem Getümmel raus und mit einem Lied auf den Lippen (gibt
es eigentlich schon wasserdichte mp3 Player?) gemächlich im
abwechselnden Brust- und Kraulstil nach hause schippern....letztes Jahr
hatte ich mehr Angst, aber der Respekt ist immer noch vorhanden.
30 Minuten später das rettende Ufer. Ein Glück, helfende Hände ziehen
uns an Land. Der Puls ist ok, jetzt 800 Meter barfuss durch die
Rheinaue zum Rad. ein paar Bekannte feuern mich an, Noch lächele ich
und winke zurück.
Jetzt aufs Rad. Schuhe an, Startnummer, Helm, mp3 Player, Sonnenbrille,
Wasser hab ich noch genug vom Rhein, 2 Riegel in die Hose geschoben und
die letzten 300 Meter bis zum Ende der Wechselzone.
Los geht es, ein verwinkelter Kurs bis zur Strasse, kein Problem, wenn
manche nicht Kamikaze fahren würden, hier wird das Rennen doch wirklich
nicht gewonnen....
Im kleinen Gang die kommende locker hoch, nur nicht zu viele Körner
verbrauchen, es ist noch sehr weit. Am Anfang sind noch viele zusammen,
mein Freund und Arbeitskollege Ralf schließt auf und überholt mich
dann, er war auch 10 Tage auf Malle im Radtrainingslager, kurz danach
verliere ich ihn aus den Augen.
Die zweite Steigung nach Söven hoch, Alphornbläser an der strecke, der
absolute Wahnsinn, wie erwartet kommt jetzt auch Christof an mir
vorbei, das hatte ich Ihm vorausgesagt, er fährt für unsere Staffel und
sein Schwimmer ist wiederum 8 Minuten nach mir gestartet, bei Ihm läuft
es gut. 20 km sind rum, Schussfahrt mit 70 km/h ins Hanfbachtal, im
Training fahre ich hier 90 km/h, aber heute ist es doch was ruhiger,
nur nicht stürzen, kurz flach, dann wieder hoch nach Westerhausen, was
für ne Rampe, und Gegenwind,den Berg hatten Sie neu im Programm, egal,
wieder mit Schussfahrt runter ins Hanfbachtal, leicht wellig bis zur
Verpflegung, 30 km geschafft, eine Banane und neues Wasser, dann der
schlimmste "Hügel" hoch nach Eudenbach, alles im Training schon
gefahren, überall stehen viele Zuschauer, eine unglaubliche Stimmung,
geht auch erstaunlich gut, dann wieder runter durch die Senke und hoch
über die A3 nach Thomasberg, der vorletzte Berg, jetzt schnell am
Strassenrand noch Wasser lassen, locker lasse ich mich zum Kloster
Heisterbach rollen.
Dann der "col de kröt" nach Vinxel, ein Zuschauer läuft neben mir her
und peitscht mich hoch, wie im Fernsehen bei der Tour, nur ohne
Testosteronpflaster, ein geiles Gefühl, geschafft, wir sind oben. Jetzt
nur noch zurück nach Oberkassel, alles leicht bergab, wir sind jetzt zu
Zweit, ein kurzer Plausch und zusammen mit richtig Dampf über die
Geraden;-)
3 Stunden sind rum, schaffe ich es wirklich? Geruhsam trabe ich mit dem
Rad zum letzten Wechsel, Laufschuhe an und los, ich schaue nicht links
nicht rechts, die Musik im Ohr mache ich lauter und begebe mich auf den
Rundkurs, leichte Rückenschmerzen vom radeln, aber nach 5 km sind die
weg. Dann schmerzt das Knie, nicht aufgeben, auf meiner zweiten Runde
(bin zwischendurch auch mal Nur gegangen) holen
mich Stefan und Ralf ein, sie sind gleich im Ziel, ich muß noch einmal
links abbiegen, Irgendjemand hält mir eine Wasserflasche hin, brauche
ich jetzt nicht, (später stellt sich heraus, daß es meine Exfreundin
war, habe sie nicht erkannt, sorry).
Die letzten 5 km, alles tut weh, von den Haarspitzen bis zum
Zehennagel, dann eine Wende, noch 2,5 km, ein Lächeln huscht über meine
Lippen, es ist kaum noch jemand unterwegs, aber ich bin nicht Letzter,
ich schaue auf die Uhr, unglaublich, ich kann es schaffen, dann sehe
ich das Ziel, noch ein läppischer km, habe tatsächlich Freudentränen in
den Augen, der Zielbereich, noch 500...400 Meter, Ralf drückt mir vom
Rand ein halbes Kölsch in die Hand, er ist schon 40 Minuten im Ziel
(Respekt), schnell geleert, macht doch nichts, 300...200 Meter jemand
ruft laut Olli. Ich bekomme fast Nichts mehr mit, schnell Kappe gerade,
Brille zurechtrücken und fertig für das Zielphoto, wenigstens jetzt
noch einmal versuchen gut auszusehen, geschafft, ich bin da,
unglaublich ... 4.51.08 mann oh mann, Ziel erreicht, auf einmal ist die
Anstrengung wie weggeblasen, Bekannte kommen zum Gratulieren, ich bin
glücklich,-))
Vielen Dank, allen Helfern an der strecke und den Organisatoren.
Wie immer ein toller Wettkampf, nächstes Jahr?????????;-), mindestens
Staffel, oder mehr???? Ich kann es noch nicht sagen...
In 4 Wochen sind wir am Bodensee zum Megathlon, wie letztes Jahr, wird
bestimmt wieder genauso geil.
23.04.2007 Bonnmarathon 2007
Am frühen Sonntagmorgen ging es für Thorsten und Oliver zum diesjährigen
Bonn Marathon, der bei den zu erwartenden Temperaturen von ca. 25° zu einer
ungünstigen Uhrzeit gestartet wurde. Trotzdem machte man sich voller
Hoffnung auf ein gutes Ergebnis mit dem Fahrrad auf nach Bonn. Nachdem man
unfallfrei durch die Menschenmassen auf der Kennedybrücke gelangt war, fand
sich an der Oper auch direkt ein geeigneter Fahrradlagerplatz. Zu Fuß
marschierte man dann Richtung Start, der sich am Belderberg befand.
Die große Flüssigkeitsaufnahme am frühen Morgen rächte sich dann bei Oliver,
der vor dem Start noch 4 Mal musste.
Pünktlich um 11.20 Uhr schob man sich dann mit dem Starterfeld Richtung
Kennedybrücke. In einem angenehmen Lauftempo ließ man sich dann mit der
Menge durch die ersten Kilometer tragen. Bis hierhin lief es für beide noch
sehr gut, da bei der momentanen durchschnittlichen Laufzeit eine Endzeit von
unter 2 Stunden erreicht worden wäre.
Bei KM 10 musste Oliver Thorsten dann ziehen lassen, da sich erste
Verschleißerscheinungen im rechten Bein bemerkbar machten. Die
sonnenüberflutete Strecke machte es den Teilnehmern mit zunehmender Dauer
aber auch nicht einfacher.
Auf dem Weg zum Wendepunkt bei KM 14 konnte man sich dann noch einmal
gegenseitig abklatschen bevor man sich aus den Augen verlor. Thorsten war zu
diesem Zeitpunkt auf einem guten Weg zu einer "unter 2 Stunden Zeit".
Ab KM 15 war dann bei Oliver endgültig Schluss. Der mangelnden
verletzungsbedingten Vorbereitung wurde nun Tribut gezollt. Die letzten KM
wurden zu einer Schlacht gegen den inneren Schweinehund. Thorsten kam dann
auch mit einer phantastischen Zeit von 2:00:08 ins Ziel. Für seinen ersten
Halbmarathon eine erstaunlich gute Leistung. Oliver verlor auf den letzten
Kilometern glatte 17 Minuten auf seinen 1. Vorsitzenden und musste sich mit
einer unterirdischen Zeit von 2:17:13 zufrieden geben.
Im Jahr davor konnte er noch mit 1:55:30 die Ziellinie überqueren, und war
deshalb mit diesem Ergebnis keineswegs zufrieden. Im Anschluss schwang man
sich dann auf die Fahrräder, um nach einer kurzen Duscheinheit, die 1.
Mannschaft am heimischen Platz anzufeuern.
Als nächstes steht dann der Bonn - Triathlon auf dem Programm, wo auch als
Ziel nur "Ankommen" vorgegeben werden kann. Oliver Wierz
Termine 2007
Thorsten Kufahl und Oliver Wierz starten für die Sportfreunde beim diesjährigen Bonner
Halbmarathon am 22. April.
Oliver Wierz startet außerdem erstmals beim diesjährigen Bonn-Triathlon am 17.Juni als
Einzelstarter über die Komplettdistanz 4,5 km Schwimmen, 60 km Radfahren, 15 km Laufen.
Zudem startet er noch beim Bodensee Megathlon am 22. Juli im Team über die 5 Distanzen:
- Schwimmen 2,5 km,
- Inlinen 26 km,
- Mountainbike 32 km,
- Rennrad 40 km und
- Laufen 13 km
Oliver wird schwimmen, inlinen und Rennrad fahren.
Zu guter letzt will Oliver auch in Hilchenbach und beim Talsperrentriathlon in Gummersbach
teilnehmen.
Wer Interesse hat, zu einem der Wettbewerbe mitzufahren, kann sich an Oliver Wierz wenden.