Nina Rauprichs Roman besticht durch Aufbau und Sprachfertigkeit. Jeder Abschnitt dieser Flucht ist offenkundig genau recherchiert, auch in den kleinen Details, und erinnert in dieser Ambition an die Werke Friedrich Gerstäckers. So erfährt man vom damaligen Leben und den Erwartungen in einem norddeutschen Dorf und in der etwas 'weltläufigeren' Hafenstadt genauso, wie von dem Seemannsleben und den Pionieren in einem von der 'Alten Welt' neu entdeckten Land.
Dieser preisverdächtige Roman beweist einmal mehr, daß sich ein guter 'Jugendroman' der Altersbegrenzung nach oben hin entzieht. Von daher sei dieses Buch auch der 'erwachsenen' Leserschaft als Lesevergnügen empfohlen.
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