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Die alljährliche Ausschüttung von Büchern verschiedenster Gattungen und Genres ist unübersehbar. Über 1000 Buechernachlese-Besprechungen versuchen hiervon ein wenig die Spreu vom Weizen zu trennen. Diese Auswahlliste versammelt nachfolgend noch einmal gesondert - soweit in der Büchernachlese vertreten - die Werke Henning Mankells. Er hat sich mit seinen Wallander-Kriminalromanen ebenso nach Hunderttausenden zählende Leser gewonnen wie mit seinen ambitionierten Afrika-Romanen und seinen Kinder- und Jugendbüchern - trotz seines eher melancholischen Blicks auf das Hier und Jetzt und seiner beharrlichen Forderung nach Toleranz und Gerechtigkeit. Tatsächlich ist mir Mankell zuerst als Kinderbuchautor mit seiner Tetralogie um den Jungen Joel aufgefallen (Siehe die Besprechungen zu den Bänden drei und vier Der Junge, der im Schnee schlief (1998) und Die Reise ans Ende der Welt (1999) . Wie er hierin die Sehnsüchte des Heranwachsenden in Worte fasst, fordert "Anteilnahme und Wiedererkennen heraus". Mankells "schnörkellos dröger Tonfall rührt einen zuletzt zu Tränen. Für ihn hat Jugend nichts mit heiler Welt zu tun, sondern sie ist eine Zeit, die man zu überleben hat." Und "Erwachsene könnten hier wie in seinen Krimis das Erinnern üben." Und so beeindruckend wie fesselnd konfrontiert er u.a. in Das Rätsel des Feuers (2002) auch Kinder und Jugendliche mit der Lebenswirklichkeit von Gleichaltrigen in Afrika. Afrika, namentlich Mosambik, ist Mankells Zweitdomizil, wo er auch ein Theater mitaufgebaut hat. Und mit seinem sich an Erwachsene wendenden Roman Der Chronist der Winde (2000) ist ihm "im besten und weitesten Sinne Weltliteratur" gelungen. "Die Kraft seiner Metaphern gemahnt an einen gewissen Blechtrommler - nur das hier ein weit leiserer Erzählfluß Tropfen für Tropfen den Stein höhlt." Was soll hier noch großartig auf die Romane um Kriminalkommissar Wallander eingegangen werden - man mag sie oder mag sie nicht, ebenso wie die bislang in drei Variationen vorgestellten Verfilmungen. Auch wenn sie allesamt in ihrer Gesellschaftskritik sehr ambitioniert sind, wurde einem ihr redundantes Auswalzen des Leidens an allzumenschlichen Gebrechen irgendwann auch zuviel. Als Genreliteratur nach wie vor akzeptabel, bilden sie gewiss nicht den Höhepunkt im literarischen Schafen des schwedischen Autors Henning Mankell. Romane: Kinderbücher |
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www.buechernachlese.de.vu © Ulrich Karger seit 1999 / 2000
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