19. Kangaroo Island

 

Etwa 100 Kilometer südwestlich von Adelaide liegt Kangaroo Island. Die Insel erstreckt sich etwa 150 km in Ost-West- und 60 km in Nord-Süd-Richtung.

Mindestens sollte man für die Erkundung der Insel zwei Tage einplanen. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, und so kann man zwischen Fähren von Cape Jervis oder direkt von Adelaide wählen. Als dritte und schnellste Verbindung gilt ein Flug mit der regionalen Fluglinie "Emu Airlines", wir aber zogen die Fähre einem flugunfähigen Vogel vor.

Emu-Küken

Die 4500 qkm werden von kaum 4000 Insulanern bewohnt. Als die Preise für Schafwolle auf dem Weltmarkt in den 80er Jahren drastisch fielen, machten die Bewohner von Kangaroo Island aus der Not eine Tugend und bauten mit dem Tourismus einen zweiten wichtigen Wirtschaftszweig auf. Dabei konnten sie auf "natürliche" Resourcen zurückgreifen. Knapp die Hälfte der Inselfläche steht inzwischen unter Naturschutz. Neben den bemerkenswerten "Remarkable Rocks" ist die noch sehr ursprüngliche Tier- und Pflanzenwelt die Hauptattraktion.

Remarkable Rocks

Die Insel kann sich rühmen, die größte Kolonie von Australischen Seelöwen zu beheimaten. Von Parkwächtern geführt, kann man zwischen den bis zu 4 Meter großen Tieren herumwandern.

Australische Seelöwen

Fairy-Pinguin in der Bruthöhle

Rund um die Insel, selbst in unmittelbarer Nähe der Orte Kingscote und Penneshaw, haben die Fairy Pinguine zwischen den Steinen ihre Nisthöhlen. Die Tiere kommen nur bei Dunkelheit an Land und verlassen die Insel bereits vor Sonnenaufgang wieder, um im Meer nach Nahrung zu jagen. Ihre eigentümlichen Schreie sind die ganze Nacht über zu hören.

Die Koalas sind ursprünglich nicht auf der Insel heimisch. Sie wurden vor Jahrzehnten hier ausgewildert und haben sich inzwischen so stark vermehrt, daß sie für ihre Hauptnahrungsquelle, einige wenige Eukalyptusarten, auf der Insel eine Bedrohung darstellen. Deshalb fängt man jetzt einzelne Tiere ein und setzt sie auf dem Festland wieder aus.

Eine kleinere Abbart des Western Grey Kangaroos gab der Insel ihren Namen. Als die ersten hungrigen Seefahrer im 18. Jahrhundert auf KI landeten, waren die Tiere so zutraulich, daß sie mühelos mit Knüppeln erschlagen werden konnten. Mit solch brutalem Verhalten müssen die Tiere heute nicht mehr rechnen und haben daher ihr Zutrauen inzwischen nicht nur in den Tierparks wiedergefunden.

zutrauliches Western Grey Kangaroo im Flinders National Park

 

zurück Karte weiter