10. Devils Marbles |
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| Kilometer um Kilometer nähern wir uns dem, was gemeinhin als "Red Center" bezeichnet wird. Die rote Farbe von Sand und Gesteinen, bedingt durch einen hohen Eisenoxid-Anteil, ist hierfür ausschlaggebend. Die Siedlungsdichte hat inzwischen stark abgenommen; alle hundert bis zweihundert Kilometer gibt es entlang des Stuart Highway eine Tankstelle und einen Pub mit einigen wenigen umliegenden Häusern. | |
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Südlich von Tennant Creek hat die Natur
einige nahezu runde Felsbrocken, die so- genannten Devils
Marbles, in die ohnehin schon eigentümliche Landschaft
gelegt. Die riesigen Granitkugeln (bis zu 5 Meter im
Durchmesser) beeindrucken bei niedrigem Sonnenstand durch
ihre unterschiedlichen und veränderlichen
Rotschattierungen. Den Ureinwohnern gelten sie als Eier der Regenbogenschlange, dem Urwesen ihrer Religion. |
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Weniger mystische Erklärungsversuche machen die enormen Temperaturunter- schiede zwischen Tag und Nacht für die Modellierung des sehr harten Granits ver- antwortlich. Tatsächlich sanken während unseres Aufenthalts die Temperaturen von tags über 30 Grad Celsius auf fast 0 Grad nachts (Im Sommer dürfte der Wechsel noch extremer sein). Trotzdem liessen wir uns die erste astronomische Beobachtungs- nacht in der Wüste nicht entgehen, denn der Blick auf den Sternhimmel ist hier wenig von Wasserdampf beeinträchtigt und die Sicht entsprechend klar. |
| Für diejenigen, die es interessiert: unsere Ausrüstung bestand aus einem C5 (5 Zoll Schmidt-Cassegrain) auf einer Super- Polaris-Montierung (, die übrigens auch gut auf den Südpol ausgerichtet werden kann). | |
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