10. Devils Marbles

 

 
Kilometer um Kilometer nähern wir uns dem, was gemeinhin als "Red Center" bezeichnet wird. Die rote Farbe von Sand und Gesteinen, bedingt durch einen hohen Eisenoxid-Anteil, ist hierfür ausschlaggebend. Die Siedlungsdichte hat inzwischen stark abgenommen; alle hundert bis zweihundert Kilometer gibt es entlang des Stuart Highway eine Tankstelle und einen Pub mit einigen wenigen umliegenden Häusern.


Farbkontraste bei Sonnenuntergang

Südlich von Tennant Creek hat die Natur einige nahezu runde Felsbrocken, die so- genannten Devils Marbles, in die ohnehin schon eigentümliche Landschaft gelegt. Die riesigen Granitkugeln (bis zu 5 Meter im Durchmesser) beeindrucken bei niedrigem Sonnenstand durch ihre unterschiedlichen und veränderlichen Rotschattierungen.
Den Ureinwohnern gelten sie als Eier der Regenbogenschlange, dem Urwesen ihrer Religion.


der australische Begriff "Teufels-Murmeln" ist schon treffend

Weniger mystische Erklärungsversuche machen die enormen Temperaturunter- schiede zwischen Tag und Nacht für die Modellierung des sehr harten Granits ver- antwortlich. Tatsächlich sanken während unseres Aufenthalts die Temperaturen von tags über 30 Grad Celsius auf fast 0 Grad nachts (Im Sommer dürfte der Wechsel noch extremer sein). Trotzdem liessen wir uns die erste astronomische Beobachtungs- nacht in der Wüste nicht entgehen, denn der Blick auf den Sternhimmel ist hier wenig von Wasserdampf beeinträchtigt und die Sicht entsprechend klar.
Für diejenigen, die es interessiert: unsere Ausrüstung bestand aus einem C5 (5 Zoll Schmidt-Cassegrain) auf einer Super- Polaris-Montierung (, die übrigens auch gut auf den Südpol ausgerichtet werden kann).


Aufnahme vom Zentrum der Milchstraße
Belichtung 5 min mit Canon EOS500, 35mm Brennweite

 

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