Ladakhtrekking mit großem Finale

Stok Kangri, 6140 m

Der Vorgeschichte erster Teil

Seit Jahren schon haben mich bei Trekkertreffen und Informationsveranstaltungen immer wieder Diavorträge (u.a. von Dieter Glogowski und Michael Martin) aus einem Gebiet im westlichen Himalaya fasziniert:aus Zanskar und Ladakh. Hochwüste, schroffe Berge, fantastische Farben - mit der Zeit wuchs der Wunsch, selbst einmal dorthin zu reisen...

Der Vorgeschichte zweiter Teil

Im Mai 2005 scheitert mein erster Versuch an einem 6.000er-Gipfel in den chilenischen Anden an unzureichender Akklimatisation - doch der Ehrgeiz, einmal diese Höhe zu "packen", ist geweckt. Also werden im Winter 2005/2006 Reiseberichte und Kataloge gewälzt, und siehe da: der westliche Himalaya (Zanskar und Ladak, Garhwal Himal, Spiti) bietet sich geradezu an. Nun heisst es nur noch, eine Tour zu finden, die genügend Zeit für die Akklimatisierung bietet, in die Urlaubsplanung meines Arbeitgebers passt, und mit einem 6.000-Höhepunkt abschliesst. So lande ich beim Trek von Lamayuru hoch oberhalb des Indus-Tals aus durch die Zanskar- und Stok-Berge nach Stok in der Nähe des ladakhischen Hauptstadt Leh mit dem Stok Kangri als Höhepunkt

los geht's: 11./12. August

Vor das Vergnügen hat der Trekking-Gott die Anreise gesetzt, und die ist in engen Economy-Class-Kabinen ohnehin kein sonderliches Vergnügen. Sie wurde uns aber "dank" des Wahnsinns der Attentatsplaner von London noch mit einigen zusätzlichen Highlights gespickt. In München und Wien "nur" nervend, verkürzten uns die erweiterten Kontrollen bei Abflug (und Ankunft !) die mit ca. 3 Stunden ohnehin schon kurze Nachtruhe zwischen Ankunft und Weiterflug nach Leh im Hotel in Delhi auf sagenhafte 55 Minuten.

Doch dann: wir sind in Ladakh angekommen. Rund um Leh fällt sofort die Dominanz der Militärlager auf - die Krisenregion Kaschmir ist nicht weit entfernt. Doch hält sich die Präsenz des Militär in den Orten erfreulicherweise im normalen Rahmen, so dass nicht der Eindruck einer überwachten Gesellschaft entsteht (im Chaos des indischen Lebens hätte eine solche Überwachung wohl auch wenig Chancen...).

Nach ein paar Stunden Schlaf, einem ersten Test der lokalen Kochkünste (sehr lecker, sehr scharf...) und einem ersten Kennenlernen der Gruppe geht es am Nachmittag auf einen kurzen Eingehspaziergang. Erstaunlicherweise macht sich die Höhenlage (Leh liegt zwischen ca. 3.300 und 3.650 m Höhe) nur mäßig bemerkbar.

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