KURZE GESCHICHTE

778 Bischof Lullus von Mainz überträgt die Gebeine des hl. Ferrutius
812 Erste urkundliche Erwähnung von Bleidenstadt
1495 Umwandlung des Klosters in ein weltliches Ritterstift
1637 Weitgehende Zerstörung durch Brandstiftung im 30-jährigen Krieg
1685 bis 1718 Wiederaufbau in der heutigen Form

DER HEILIGE FERRUTIUS

Der heilige Ferrutius war der Grabinschrift nach römischer Soldat in Mainz, der in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian den Kriegsdienst verweigerte und in Kastel eingekerkert wurde. Dort erlitt er, ungefähr im Jahr 304, als Martyrer den Hungertod. Sein Gedenktag ist am 29. Oktober.

DIE KIRCHE

Die einschiffige dreijochige, flach gedeckte Saalkirche hat einen dreiseitig aus dem Achteck geschlossenen Chor, der im Kern noch romanisch ist. Auch der Westturm stammt ursprünglich aus romanischer Zeit und ist mit einer welschen Zwiebelhaube mit offener Laterne aus der Zeit des barocken Wiederaufbaus gekrönt. Über dem Westportal (1718) ist eine Statue des hl. Ferrutius. Im Gebäude befinden sich u.a. ein im Chor eingebauter hochgotischer Wandtabernakel aus Sandstein, ein Taufstein von 1696, eine spätbarocke Modonnenfigur und eine mit barockem Umbau versehene Orgel. Das Geläut besteht aus vier Bronzeglocken; die älteste wurde 1411 gegossen. Auch der moderne Kreuzweg ist sehenswert.


Der abgebildte Kirchenführer kann zum Preis von 2 Euro im Pfarrbüro erworben werden.