Indianapolis nicht zu stoppen - Colts gewinnen Superbowl
Gefunden: 05.02.2007 13:03:04
Quelle: RR:Board
---Zitat---
Peyton Manning und die Indianapolis Colts waren am Sonntagabend (Ortszeit) in Miami in der Super Bowl XLI weder vom starken Regen noch von den schwachen Chicago Bears zu stoppen und holten mit einem 29:17-Erfolg ihren ersten Titel in der National Football League (NFL).
Manning, einer der besten Quarterbacks in der Football-Geschichte, eroberte damit in seiner neunten Saison endlich seine erste NFL-Krone und wurde auch zum wertvollsten Spieler (MVP) der Super Bowl gewählt.
Stolze Sieger
Nach dem Triumph blieb der Superstar, er erreichte 247 Yards und einen Touchdown, bescheiden: "Wir haben als Team gewonnen, und ich bin stolz, ein Teil dieses Teams zu sein. Wir haben auch für unseren Trainer gewonnen."
Mit seinem Star-Quarterback freute sich auch Colts-Trainer Tony Dungy: "Ich bin stolz, wie wir gewonnen haben. Wir haben den frühen Rückstand weggesteckt und wussten, dass man auch über Umwege zum Sieg kommen kann. Ich bin auch stolz, hier die Afroamerikaner vertreten zu haben."
Indianapolis scheint die Sonne
Im vom Regen beeinträchtigen Finale im Sunshine State schien nur Indianapolis die Sonne. Chicago litt an der Schwäche seines vermeintlichen Spielmachers Rex Grossman, am konservativen Spielplan, aber auch am perfekten Zeitmanagement der Colts, die die starke Bears-Verteidigung müde spielten.
Zauberhafter Beginn
Gar nicht verschlafen begann vor 75.000 Fans im Dolphin Stadium von Miami die von rund einer Milliarde Menschen weltweit verfolgte Partie.
Der Cirque du Soleil verzauberte vor dem Spiel mit seiner farbenprächtigen Darbietung die Fans. Ähnliches hatten auch die beiden Teams vor und boten eine abwechslungsreiche erste Hälfte, die mit einem Knalleffekt begann.
Chicagos Devin Hester wollte offensichtlich nicht nass werden und sprintete durch den Regen in Südflorida bei seinem Kick-off-Return über 92 Yards nur 14 Sekunden nach dem Ankick zum schnellsten Touchdown der Super-Bowl-Geschichte in die Endzone.
Hin und Her
Die Colts waren kurz verwirrt und Manning fabrizierte seine erste Interception, doch einige Spielzüge später blitzte wieder die große Klasse des 30-Jährigen auf. Ein 53-Yards-Pass auf den von der Bears-Verteidigung völlig allein gelassenen Reggie Wayne brachte allerdings nur das 6:7, da beim Extrapunkt der Colts der Ball nicht festgehalten werden konnte.
In der Folge wechselte der regennasse Ball rasch die Besitzer und mit einem Lauf über 52 Yards leitete Chicago-Running-Back Thomas Jones das 14:6 durch Muhsin Muhammad ein.
Doch die blau-weißen "Fohlen" aus Indianapolis blieben konzentriert und Manning führte sein Team zur erstmaligen Führung (16:14) durch einen kurzen Lauf von Dominic Rhodes.
Regen macht Schwierigkeiten
Der starke Regen machte aber weiterhin beiden Teams zu schaffen. Einem Ballverlust durch die Colts folgte postwendend einer durch die Bears und auch Indy-Kicker Adam Vinatieri vergab ein 36-Yards-Field-Goal zur möglichen 19:14-Halbzeitführung.
Indianapolis hat die Kontrolle
Während der alte (neue) Prince in der Pausenshow den intensiven "Purple Rain" besang und so den Fans die Zeit vertrieb, kontrollierten die Colts nach der Pause weiter die Uhr, indem sie fast ausschließlich Addai einsetzten.
7:26 Minuten dauerte der nächste Angriff schließlich, den Vinatieri mit einem 24-Yard-Field-Goal zum 19:14 abschloss. Die "Fohlen" aus Indianapolis spielten die "Bären" mit ihren ständigen Angriffen weiterhin müde.
28 zu zwölf Minuten Ballbesitz für die Colts war die Bilanz beim nächsten Vinatieri-Field-Goal zum 22:14. Die Offensivbemühungen Chicagos brachten lediglich ein Robbie-Gould-Field-Goal zum 17:22 kurz vor Ende des dritten Viertels.
Zu rutschig für Chicago
Doch im Schlussabschnitt rutschten die "Bären" wieder ordentlich aus. Chicago-Quarterback Grossman wurde seinem Ruf als Bears-Schwachstelle gerecht und warf den Ball zu Indianapolis-Verteidiger Kelvin Hayden, der sich nicht lange bitten ließ und 56 Yards zum 29:17 in die Endzone lief.
Nur kurz darauf wurde gleich der nächste Grossman-Pass abgefangen.
Ein Ring für Manning
Die Colts machten ihre Sache wesentlich besser und spielten den Vorsprung über die Zeit.
Der 1,96 m große Manning, der nach eigenen Angaben nur beim Tangotanzen nervös wird, legte damit endlich auch seinen Ruf als "Nerverl" ab und darf sich seinen ersten Super-Bowl-Ring als Belohnung an den Finger stecken.
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QUELLE (http://sport.orf.at/070205-6804/index.html).Quelle: RR:Board
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