Schützenhilfe für Schumi: Toyota beim Heim-GP ganz stark

Gefunden: 07.10.2006 18:01:42
Quelle: RR:Board
Michael Schumacher hat beim Grand Prix von Japan die Pole Position zwar verpasst, zufrieden durfte er mit seinem Abschneiden aber dennoch sein. Denn im Qualifying auf dem International Racing Course von Suzuka musste sich der Rekord-Champion nur seinem Ferrari-Teamkollegen Felipe Massa geschlagen geben. Am Ende fehlten Schumacher 0,112 Sekunden auf die Bestzeit (1:29,599 Minuten) seines Teamkollegen. Es ist nach dem Türkei-GP, den Massa vor Alonso und Schumacher auch gewann, die zweite Pole für den Südamerikaner. "Das hat er gut gemacht", lobte Schumacher seinen Stallgefährten. "Ich bin sehr zufrieden. Zwei Ferraris in der ersten Reihe - das ist die perfekte Position für den Start." Zumal sein WM-Rivale Fernando Alonso nicht über Platz 5 hinauskam. Als Puffer zwischen sich und dem spanischen Renault-Piloten hat Schumacher noch Bruder Ralf und Jarno Trulli; das Toyota-Duo sicherte sich die Startreihe 2 und demonstrierte damit die Bridgestone-Überlegenheit auf dem 5,807 Kilometer langen Kurs von Suzuka. Alonso hatte als bester Michelin-Pliot 0,772 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit, auf Michael Schumacher fehlten dem Weltmeister 0,666 Sekunden. Schwarzer Samstag für die Silberpfeile Zum ersten Mal in dieser Saison erreichten alle vier deutschen Fahrer einen Platz in den Top 10.: Nick Heidfeld (1:31,513) fuhr im BMW auf den 9. Platz, Williams-Pilot Nico Rosberg (1:30,585) wurde 10. Eine bittere Pleite erlebte dagegen das McLaren-Mercedes Team: Für beide Fahrer war das Qualifying bereits nach der zweiten K.o.-Runde beendet. Kimi Räikkönen verpasste das Finale der Besten 10 als 11. nur knapp. Pedro de la Rosa kam nicht über Position 13 hinaus. "Das ist unser schlechtestes Saison-Ergebnis", stellte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zerknirscht fest. "Bridgestone ist hier überlegen, aber wir wollten bestes Michelin-Team sein. Das ist uns nicht gelungen." Renault-Teamchef Flavio Briatore zeigte sich enttäuscht über die schlechte Performance der Michelin-Gummis. "Wenn die zwei Toyota vor uns stehen, ist offensichtlich, was da abläuft. Dass vier Bridgestone-Autos vor uns stehen, ist nicht gut. Es war heute unmöglich, besser abzuschneiden", sagte der Italiener. Neben Michelin machte Briatore noch einen weiteren Schuldigen aus: Pole-Mann Massa. Der Renault-Boss unterstellte Massa, Alonso zu Beginn des Qualifyings absichtlich blockiert zu haben. Schumi pulverisiert Rundenrekord Der Spanier selbst äußerte sich nicht zu dem Vorfall. Seine Niederlage im Qualifying nahm er scheinbar gelassen. "Wir wussten, dass wir die Ferrari über eine Runde nicht schlagen können", sagte der Titelverteidiger und versuchte, sich Mut zu machen: "Vor uns liegt noch ein ganzes Rennen. Dort werden wir unser Bestes geben." Weit mehr überrascht vom großen Rückstand der Renaults - Giancarlo Fisichella belegte hinter Alonso Platz 6 - zeigte sich Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn. "Die Reifen variieren bei solchen Bedingungen und dann passiert so etwas", versuchte er eine Erklärung für die Misere der Konkurrenz zu finden, freute sich jedoch darüber, "dass die beiden Toyota noch zwischen uns und Renault stehen". Brawn machte auch keine Hehl daraus, dass die Teamleitung am Ende des Rennens eine andere Reihenfolge an der Spitze sehen möchte. "Wir wollen, dass Michael das Rennen vor Felipe beendet", sagte Brawn. "Die Fahrer sollen das erledigen." Entscheidend werden wohl auch im Rennen wieder die Reifen sein. Wie gut die Bridgestone-Gummis in Suzuka funktionieren zeigte sich während der 2. K.o.-Runde, in der Schumacher in 1:28,954 Minuten fast drei Sekunden unter dem Streckenrekord von Rubens Barrichello vor drei Jahren (1:31,713) blieb. Der zwei Wochen vor seinem Karriereende stehende Rekordchampion genoss sichtlich seine Fahrten auf dem Kurs, der ihn bereits zwei Mal zum Weltmeister (2000 und 2003) machte. Über den Titel wollte er aber noch nicht reden. "Es steht uns noch viel bevor", meinte Schumacher, der dank der größeren Anzahl an Rennsiegen in dieser Saison vor dem punktgleichen Alonso liegt (116:116 Punkte/7:6 Siege). Platz eins in Suzuka und keine Punkte für Alonso würden bedeuten, dass Schumacher seine einzigartige Laufbahn bereits vorzeitig vor dem Finale am 22. Oktober in Sao Paulo mit dem achten WM-Triumph krönen würde. Quelle:www.sport.de.
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