Viele Kindergärten verzichten auf Weihnachtsfeiern

Gefunden: 05.12.2006 15:01:52
Quelle: RR:Board
---Zitat--- *Immer mehr christliche Kindergärten im Land verzichten auf eine Weihnachtsfeier. Der Grund: Den andersgläubigen Kindern sei dies nicht zuzumuten. Ein Verhalten, das bei der evangelischen Landeskirche auf wenig Verständnis stößt.* Der evangelische Kindergarten Stuttgart-Gablenberg gehört zu denen, die auf eine Weihnachtsfeier verzichten. Nach Angaben der Kindergartenleitung seien derzeit von den 36 Kindern, die die Einrichtung besuchten, vier evangelisch, vier katholisch, dreizehn muslimisch und vier Kinder hinduistischen Glaubens. Weihnachten sei dort schwer zu vermitteln, so dass der Kindergarten schon seit vielen Jahren auf eine Weihnachtsfeier verzichtet, so die Leiterin Anja Bonomo. *Kein Anspruch auf eine Weihnachtsfeier?* Der Pfarrer der Stuttgarter Gemeinde Gablenberg hat damit kein Problem. Hanns Günther unterstützt die Idee sogar ausdrücklich, da er niemanden anderen Glaubens verprellen möchte. Einen Anspruch auf eine Weihnachtsfeier im evangelischen Kindergarten sieht er nicht. Für seine Landeskirche ist dieses Verhalten unverständlich. Pressesprecher Klaus Rieth, selbst Pfarrer, kritisiert die Entscheidung des Kindergartens, hält das pädagogische Konzept in Gablenberg aber für einen Einzelfall. Normalerweise gebe es "überhaupt keine Schwierigkeiten, etwas interreligiös zu vermitteln". Ein evangelischer Kindergarten stehe auch für christliche Werte und dazu gehöre die Vermittlung der christlichen Botschaft, betont Rieth. *Christliche Werte werden weniger vermittelt* Religionspädagogen wie der Freiburger Professor Wilhelm Schwendemann von der evangelischen Fachhochschule beobachten seit einiger Zeit aber immer wieder einen ängstlichen Rückzug bei der Vermittlung christlicher Inhalte in Kindergärten. Und auch außerhalb von Baden-Württemberg sorgten jüngst vergleichbare Fälle für Diskussionen zwischen Eltern und Kindergartenleitung, zum Beispiel in Weiden in der Oberpfalz. Dort wurde das St.-Martins-Fest religionsneutral in Laternenfest umbenannt, obwohl der überwiegende Teil der Kinder aus christlichen Familien kommt und die Eltern sich gegen die Umbenennung wehrten. Rieth hat für solch ein ausweichendes Verhalten kein Verständnis. Wenn ein Kindergarten ein konfessioneller Kindergarten sei, solle er nicht mit seiner Konfession hinter dem Berg halten. Dies würden auch viele muslimische Eltern sagen, die ihre Kinder bewusst in eine derartige Einrichtung geben. Der katholische Religionspädagoge Albert Biesinger (Tübingen) fordert, die religiöse Bildung im Kindergarten nicht runter-, sondern hochzufahren. Dies müsse nicht nur für die christliche Tradition gelten, sondern auch für muslimische Inhalte. Erzieherinnen müssten entsprechend dem Bildungsplan fortgebildet werden. Quelle : http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=1794976/10m35cx/index.html ---Zitatende--- Irgendwo ist bei mir eine Grenze im Bereich der Toleranz erreicht. Und das ist die Grenze. Wenn schon eine christliche Feier gestrichen wird, weil sich vieleicht andersgläubige Unwohl fühlen, und sich dann beklagen, weil dies für ihre eigene Religion unzumutbar ist, was wird dann noch alles kommen ? Denn das ist ja nicht alles. Inzwischen klagte ein muslimischer Verein gegen die Kirche, weil das Glockengeläute vor und nach dem christlichen Gottesdienst sie angeblich bei der Ausübung ihrer Religion behindert. In Chicago (USA) dürfen während der Weihnachtstage *keine* christlichen Weihnachtsfilme im TV gezeigt werden, da sich ja ansonsten Moslems verletzt fühlen würden. In Wien (Österreich) hat der Nikolaus Hausverbot in Kindergärten, weil sich muslimische Eltern beklagt hatten. usw usw. Wo soll das alles noch hinführen ? Verbot des Weihnachtsfestes ? Streichen von Schweinefleisch aus der Fleischtheke im Supermarkt ? Kopftuchpflicht für alle ?.
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