Keinaths Fotohomepage: Rollei 35
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Rollei 35 Kleinbild Sucherkamera
Hier kommt die Erklärung wie ich eine Rollei 35 geöffnet, repariert und wieder zusammenbaute.
Erst komplett durchlesen!! Wie immer!
Hier sind sicher noch Fehler drin !
Auseinanderbau:
Zuerst kommt vorne das Leder weg.
Vorsichtig, ich machte es mit einem kleinen
Schraubendreher. Das Leder ist sehr dünn!! So als allgemeine Vorsichtsmaßnahme
spannt man die Kamera, fährt die Optik aus, stellt Blende 3,5 Zeit: B und 25 ASA
ein.

Der Blendenknopf: Hier erwarten einen viele Unterlegscheiben, bitte selbst
die genaue Stellung der einzelnen notieren. Beim Zusammenbauen stellte ich
leider fest, daß mein Aufschrieb nicht so toll war - plötzlich hatte ich
wesentlich mehr Scheiben! So Grob die Reihenfolge: Schraube, Unterlegscheibe 6mm
wellig, DIN / ASA Scheibe, 4mmUnterlegscheibe wellig, große Aluscheibe,
"Arretierungsscheibe verchromt mit Zähnen und Hebel - geht eventuell erst mit
dem Frontdeckel ab. Winzige Unterlegscheiben kommen auch noch raus (1-2).
Beim Zeit
rad noch mal eine Menge an Unterlegscheiben. Zuletzt ein Ring mit
Schlitz.
Spannhebel: große Schraube, 4mm Messing Unterlegscheibe, 3 Schräubchen.
Oberer Gehäusedeckel: 2 Schrauben, 2 weitere Schrauben mit Flachkopf, den
Rückspulhebel drehend abheben - er hält mit einem Federdraht in einer Rille.
Rückwand / Unterteil abnehmen.
Frontplatte läßt sich nach 4 Schrauben abnehmen - ist leicht verklebt. Die Platte paßt zumindest schräg über die Optik drüber. Vorsichtig - das Blech verbiegt leicht! Nochmals Vorsicht: Eine Art Dichtung ist um die Fassung des Optik Tubuses. Diese ist aus Pappe und reißt leicht.
Die Filmführung läßt sich mittels 4 Schrauben entfernen.
Um den
Optiktubus auszubauen, müßte man die Kamera gar nicht soweit zerlegen
- nur einfach die Filmführung raus, und dann folgendes:
Die drei versenkten Schrauben öffnen --> Objektiv geht vorne weg! Hier fiel mir
ein kleines schwarzes Kunststoffteil entgegen - für dieses habe ich keinen Platz
mehr gefunden :-(
Der Tubus läßt sich nach hinten herausziehen.
Ein kleines Metallteilchen fiel mir bald nach dem Kauf der Kamera in die
Hände. Bei der Demontage der Kamera kam mir noch ein Zweites entgegen. Das
fehlen dieser Teile war der Verursacher für folgende Symptome: Kamera löst nicht
immer aus. Optiktubus hat seitliches und axiales Spiel. Wenn die Kamera nicht
auslöst, und ich am Objektiv etwas wackele, geht der Verschluß doch. Die beiden
Metallteilchen waren die Andruckführungen. Sie pressen das Objektiv beim
Verriegeln des Tubuses an die Front-Fassung. Und diese Bleche waren abgebrochen.
Meine Radikal-Einfach Reparatur: Am Objektiv-Tubusring baute ich mittels
Kaltmetall eine Schräge. Die Führungschienen drücken das Objektiv nun beim
Verriegeln an die Frontfassung. Wie lange diese Lösung hält, wage ich nicht
abzuschätzen.
Zusammenbau:
Beim Zusammenbau ist darauf zu achten, daß der Tubus vorsichtig in die
Fassung geschoben wird, die Filzdichtung wird dabei leicht verschoben, eventuell
hilft sich der findige Bastler mit einer Papiertülle um die Optik als Führung -
ist aber auch nicht ganz ohne.
Falls der Filz zu platt ist - die Optik in der eingeschobenen Stellung nicht
hält - läßt sich die Führung strammer machen indem man (noch mehr)
Papierstreifen unter den Filzbelag legt!
Bevor man alles zusammensetzt, sollte man nochmal alle Hebelchen an der Frontseite kontrollieren! Sonst löst die Kamera gar nicht aus, oder löst nur bei sehr starkem Druck auf den Auslöser aus - dies waren die von mir durchgespielten Varianten.
Das kniffelige Blendenrad zuerst:
Der Plastik Exzenter für die ASA Einstellung kommt so rein, daß der dünnste
Radius am Hebel anliegt. Drauf kommt der Exzenter für dei Blende, ebenfalls der
kleinste Radius am entsprechenden Hebel, welches dafür etwas nach unten gezogen
werden muß. Dieses Kunststoffteil liegt dann am Anschlagstift an.
Die Frontplatte kommt als nächstes wieder an die Kamera, gleichzeitig mit der
"Arretierungsscheibe" (die Chromige mit dem Hebelchen), welche von dem
Federdraht unter Spannung gehalten wird - dritte Hände sind von nun an nicht
schlecht (im Ernst: geht auch mit zwei Handschuhgröße 10 Händen).
Dann kommen wie beim Hamburger paar Scheiben: Ich wählte folgend Reihenfolge:
Messing, Alu, beide groß. Blendenwahl. 1 dünne Messingscheibe. DIN / ASA
(ca. 25 ASA). Wellige Scheibe. Nochmal dünn Messing, und eine ganz kleine auf
die Schraube. Diese Zusammenstellung stimmt noch nicht - die Filmempfindlichkeit
verstellt sich von selbst!
Nachdem ich die Scheiben etwas umsortiert habe, ist auch dieses Manko behoben.