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Keinaths Fotohomepage: Selbstbau-Vergrößerer


Beachten Sie bitte auch meine neue Foto-Bastel-Homepage, wie hier zum Beispiel der Bau eines Schwenkobjektives - auch Tilt Lens genannt - aus einer Halogenlampen-Fassung

 

SBV, Selbstbau-Vergrößerer. Eigentlich stand dieser Begriff erstmal für den Versuch meiner Plaubel Peco Junior einen Vergrößerungskopf anzubauen. Inzwischen verwende ich diese handliche Abkürzung auch für die Modifikation eines alten Krokus Gerätes. Mein Ziel ist das Format 4*5 inch. Zumindest vorerst.

Die großen Herausforderungen: Beleuchtung und Negativbühne.

Zur Beleuchtung: Eine Lampe mittig und dann Streufolien, bzw. Opalglas führen zumindest bei größeren Formaten zu Randabdunklungen in nicht vernachlässigbarer Weise. Außer natürlich man stellt die Beleuchtung in großer Entfernung auf, was aber Lichtverluste bringt. Oder man verwendet einen Filter, der das Licht in der Mitte abschwächt. Dessen Herstellung ist nicht sehr einfach. Soviel zum ersten Versuch.

Meine Versuche mit 4 Lampen (maximal á 650 Watt) schlugen ebenso fehl. Auch drei 1000 Watt Halogenröhren brachten keinen Erfolg. Für die Negative war das alles zuviel Hitze (ich verwendete kein Wärmeschutzfilter, wäre noch eine Versuch wert). Bei meine 3kW Halogen Versuchen spendierte ich den Lampen noch einen Lüfter, was mich vor die Probleme der Lichtabdichtung der Entlüftungsspalten stellte. Provisorisch mithilfe von Diamagazinen gelöst.

Anderseits hatte ich bei den geringen Lampenleistungen das Problem, meinen Aufbau als Horizontalvergrößerer zu nutzen. Und das ohne Schiene. Ob mein Vergrößerungsgerät parallel zur Wand stand wollte ich visuell kontrollieren. Bei Offenblende 9 meines G-Clarons vergebliche Liebesmühe. Hätte ich schneller einsehen sollen :-(

Fortsetzung dieses Dramas am besten mit einer Führung um das Gerät parallel zur Wand zu halten. Oder eine Ausrichthilfe - z.B. mit Laser und Spiegeln.

Der andere Weg war der Ausbau eines 6*9 Vergrößerers auf mein 4*5 inch Format. Hier kämpfte ich ebenso mit der Randabdunklung. Müßte das Gerät noch weiter aufbohren (wörtlich gemeint) um dieser eventuell Herr zu werden.

Ein neuer Weg zeichnet sich ab, ich habe bei Ebay einen Kondensor mit 21 cm Durchmesser erstanden. Diesen würde ich mit einer 250 Watt Halogenlampe nutzen. Mal schaun´...
Erste Tests mit dem Kondensor zeigen eine erstaunliche Helligkeit gegenüber meinen anderen Versuchen - die Rettung aller meiner Licht und Wärmeprobleme steht kurz bevor! Nur wie packe ich die 6 kg Glas schön ein??

Zur Negativbühne:

Am einfachsten zwei Glasplatten, bißchen Pappe als Lichtdichtung rum. Aus nicht einsehbaren Gründen wollte ich den edleren Weg gehen. So entstand eine Bühne mit wechselbaren Formateinlagen. Glas und Metallmasken (~4*5 inch, 6*9, 6*6). Das Glas läßt sich mit Abziehsteinen (zum Messerschärfen) gut bearbeiten. Damals wußte ich das allerdings noch nicht, Schleifpapier mußte dran glauben.
Gehalten werden die Platten von zwei angeschrägten Anschlägen, einer davon verschiebbar. Ist bei den großen Durst-Geräten glaub´ ich so gelöst.

Ein paar Bildchen:

Filterrad für meinen ersten SBV mit einer Lampe

Diese Filterrad war recht lichtdicht in mein Gehäuse eingepasst. Die verschiedenen Stellungen rasten ein.

Filterrad von oben, auf das Loch paßte die Halogenlampe, 100W

Beleuchtung mit 4 * E27, z.B. 4 * 650 Watt

Beleuchtung mit 4 * E27 von oben

Man beachte, die Erdung wurde dann beim Einbau an das Gehäuse geschraubt.

Negativbühne mit Glasplatten

unterer Teil der Negativbühne, mit Glasplatte

Ausbau der Glasplatte

Negativbühne (unteres Teil) nach Einsetzen der 6*9 Bühne

Negativbühne, angeschliffenen Glasplatte und Klemmschieber

 

Eine weitere Idee, mit praktischer Umsetzung: Man nehme ein Leuchtpult, klebe das Negativ darauf, den unbedeckten Rand wegen Streulicht abdecken. Plaziere eine Optik irgendwie davor, deckt diesen Aufbau mit Tuch ab, damit nicht die ganze Dunkelkammer beleuchtet wird, und fertig ist der Vergrößerer. Nachteil: Langsame Arbeitsweise, und wieder mal die Ausrichtung der einzelnen Komponenten.

Ausrichtungsüberlegungen per Laser:
Laser rechtwinklig auf Bildebene stellen. Spiegel in Negativbühne, solange rumspielen, bis der Laserstrahl auf sich selbst trifft?

Neuste Entwicklung SBV3