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Keinaths Fotohomepage: Selbstbau


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Ich kann keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben übernehmen ! Es ist sinnvoll sich noch mal selbst über die Angaben Gedanken zu machen, nicht zuletzt deshalb, um eventuell die Vorgehensweise an eigene Bedürfnisse anzupassen. Auch der Garantieverlust muß in Erwägung gezogen werden.

Winderumbau:

Der Winder meiner Yashica FX-D Quartz, FX-Winder genannt, würde eigentlich von den Abständen der Anschlüsse an meine Contax 159 MM passen. Nur der Handgriffansatz des Winders steht im Weg rum. Da in diesem Handgriff nichts drin ist habe ich ihn grobmechanisch entfernt - keine Angst, nicht abgerissen, nur gesägt. Und der Einfachheit halber mit Tesa das entstandene Loch zugeklebt. Ich weiß allerdings nicht, ob der Winder nicht zu stark zieht (eigentlich wohl nicht, die Contax verträgt sich auch wohl mit 3 Bildern /Sekunde), oder ob´s sonst Probleme auf Dauer geben kann.
Meine Contax hat allerdings einen Macken - den ich aber eher auf erhöhte Feuchtigkeit zurückführe (die Belichtungsmessung will erst nach Druck auf das Einstellrad den richtigen Wert anzeigen).

In den Winder könnte man sich auch noch eine Kameraauslösung einbauen. Sozusagen einen Hochformatauslöser.

 

 

Netzstromversorgung Metz 45:

Für meine Blitze wollte ich gerne ein Netzteil. Ein stabilisiertes Netzteil mit 9 Volt Einstellung und 1,2 Ampere Strom war schnell bei Conrad gekauft. Zuvor hatte ich mal gemessen welche Ströme mein Blitzgerät so im Betrieb aus den Akkus zieht, und wie dabei die Spannung absackt. Die Original-Batteriepacks (45-39) lassen sich nach dem Umbau immer noch für den Normalbetrieb nutzen.

Ein doppeladriges Kabel mit ca. 1,5 mm² Querschnittsfläche trennte ich am Ende auf, und lötete die Enden vorsichtig (Schutzbrille,..) auf zwei leere Mignon Batterien. Sicherte die Kabel noch mit Isolierband. Die Kabel werden durch einen in den Batteriekorb eingefeilten Schlitz (ca. 3*8mm) nach außen geführt. Nach einem Meter kommt ein Cinch-Stecker dran. Dieser führt dann letztendlich zum Netzteil.
Wobei ich noch eine Mehrfach-Kupplung zusammen gelötet habe. Betreibe 2 dicke Metzgeräte an dem Netzteil. Außerdem habe ich ebenfalls über die dicken Kabel meine Blitzsynchrostecker verbunden - es ist vorteilhaft sich da ein System zu überlegen, um Verwechslungen zwischen Synchro und Stromversorgung auszuschließen oder zumindest die Schäden abzuwenden. 
Vom Prinzip her gleich: Externe Stromversorgung für Canon 380 EX  NEU 23.1

 

Fernauslöser:

Die Originalauslöser sind oft sehr teuer. Bei Novoflex erstand ich um 30 DM  (schätz´ ich mal) einen Auslöser-Adapter an meine Yashica. Klinkenbuchsen gibt´s bei Conrad Electronic, Kabel und Schalter auch. Und schon sind meterlangen Auslösern, Lichtschranken und so Tür und Tor geöffnet...
Ach ja, ich empfehle saubere Arbeitsweise, lieber etwas überdimensionieren. Mein Kabelauslöser hat mich schon in unschönen Situationen im Stich gelassen - hatte zum Glück noch einen kleinen Schraubendreher und Klebeband zum Reparieren dabei.
 

Adapter Yashica-Contax Optik auf M42:

Da ich nur ein M42 Balgengerät besitze, und ebensolche Zwischenringe (brauche ich sehr oft!), wollte ich doch gerne meine beiden Zeiss Optiken auch damit nutzen.
So musste ein Kenko Telekonverter dran glauben. Erstmal Optik rausmontieren (wer weiß wann man sie doch noch brauchen kann, außerdem sägt sich Glas schlecht). Dann das Vorderteil so abtrennen, dass die Kupplungsmechanik noch funktioniert. Und da paßt dann geschickterweise ein M42 Retroadapter  recht gut ran. Diesen auch noch entsprechend verkürzen. Und mit dem wichtigsten Werkzeug (Heißklebepistole) zusammenfügen. Auch hier wieder: Wer löten/schweißen kann, soll dies tun. Allerdings ist´s gut erstmal zu "heften" um zu testen wie´s paßt. So kann man noch einige Millimeter an Baulänge sparen. Mein Adapter ist 10 mm dick. Es ist klar, dass keinerlei Blendenautomatik mehr funktioniert!

Vom Prinzip sollte dies auch mit den meisten MF Kameras möglich sein! Ebenso lassen sich zumindest für den Makrobereich verschiedene Adaptionen erreichen. Oder sich ein Mittelformatobjektiv an KB anpassen - wobei sich da die Frage stellt, ob sich´s lohnt. Wenn ich mal sehr günstig an Olympus Optiken und einen lumpigen Teleconverter / Zwischenring komme, werde ich versuchen einen entsprechenden Adapter zu bauen, die Optiken sollten sich dann auch vielleicht auf Unendlich fokussieren lassen.


Labortaschenlampe:

Zu den einfachen Basteleien gehört dies. Zumindest wenn man an Schönheit und Größe keine großen Ansprüche stellt. Man nehme einen Batteriehalter für 2 Mignonzellen. Eine recht leistungsstarke LED (Aber auch nicht zu stark - kann bei direktem Strahl in die Augen sonst zu Schäden führen). Für SW empfiehlt sich erstmal rot. Tests mit orange und gelb stehen noch aus (gelb eventuell auch für Farbe) . Einen kleinen Taster. Der nötige passende Vorwiderstand lässt sich mittels der Formel R = U / I errechnen. Beispiel: 2 Mignonbatterien in Reihe ergeben 3 Volt. Der Strom für die LED solle 20 mA betragen. Ergibt einen Widerstand von 150 Ohm.

Das Zusammenlöten ist die große Herausforderung dabei! Bei zu großer Hitze schmilzt der  Batteriehalter. Und den kleinen Taster einzulöten so das er hält ist auch nicht ohne. Zumindest fehlt mir immer eine dritte Hand. Man achte auf die richtige Polung der LED: Der lange Fuß gehört üblicherweise an den Pluspol.
Wenn alles verlötet ist, bietet sich wieder mal die Heißklebepistole an. Die ganze wackelige Elektrik in Heißkleber einhüllen. Macht das Ding stabiler.

Labortaschenlampe

 

Montagewerkzeug

Um Großformat Objektive auf die Platinen zu schrauben, oder Objektive zu demontieren, nutzte ich bisher zwei feine Schraubendreher. Eine gefährliche Sache wenn man Linsen ausbauen möchte! Nachdem ich auf dem Trödelmarkt für 7 DM einen Meßschieber  (groß und stabil) erstanden habe, konnte ich mir ein Werkzeug daraus bauen: die Spitzen einfach mit einem Schleifgerät in Schraubendreher-Spitzen-Form bringen.


Miniatur Stativ

Endlich eine robuste Arbeit ;-)
Ich schweißte an eine dreieckige Grundplatte (ca. 4 cm Kantenlänge) drei Muttern (M8), schräge nach unten gerichtet, unter die Ecken. Darunter noch eine kleinere dreieckige Platte zur Stabilisierung.  Eine 1/4 Zoll - Schraube (gibt´s z.B. Bei Foto Brenner) als Befestigung für den vorhandenen Kugelkopf, kam durch ein in die Platten gebohrtes Loch. Die Schraube sichere ich gegen Herausfallen durch eine Gummi-Unterlegscheibe, welche etwas stramm auf der Schraube zwischen den Platten sitzt.  Drei 110 mm lange Schrauben mit Senkkopf sind die Stativbeine.

Bei einem meiner üblichen Stativtests verbogen sich doch tatsächlich die Beine etwas - gute 80 kg auf dem Stativ waren zuviel!

Gewicht des Stativs: 250 g, Höhe 70 mm, Stell-Durchmesser: 260mm

Gedacht war das ganze für eine Radtour. Ließe sich noch wesentlich im Gewicht reduzieren. Ersetzt klarerweise kein hohes Stativ!

 

Kontatktkopierrahmen

Da mir gängige Kontaktkopierrahmen für KB Film zu kostspielig waren, habe ich mir mal Gedanken gemacht, einen selbst zu bauen. Braucht dann auch nicht so langlebig sein.

Grundlage bildet eine Glasplatte 24 cm * 30 cm und z.B. 6mm Dicke, einfaches Fensterglas (Floatglas). Tesaband, ca. 12 mm breit wird in ca. 25 cm Streifen geschnitten (immer nur einen Streifen schneiden und weiterbearbeiten). Dieser Streifen wird über die ganze Länge gefaltet: ca. 5 mm werden umgeklappt und angedrückt. Herauskommen soll ein Streifen, 8 mm breit, davon 4 mm doppelt und somit ohne Klebkraft. Den ersten Streifen klebt man entlang der kurzen Seite der Glasplatte. Die klebefreie zeigt dabei auf die Platte. Auf jeder Seite (links und rechts) sollten noch paar mm überstehen, die an die Kante geklebt werden. In die klebefreie Tesafalte läßt sich nun ein Negativ einlegen. Der nächste präparierte  Tesa Streifen wird so platziert, daß die 4 mm Klebeseite des Tesas unter der Perforation des Negatives zu liegen kommt.  

An den langen Kanten der Platte wird am Schluß noch ein Tesa geklebt, um die Negativeinschubtaschen etwas zu stabilisieren. Außerdem ist es zweckdienlich 1-2 Laschen an die Platte zu kleben, erleichtert das Anheben der Glasplatte von Grundbrett, ohne mit den Fingerspitzen das schwere Glas anzuheben.

 

Neubelederung einer Kamera:

Meine alten Yashicas (FX-D Quartz)  haben irgendwie ein nicht sonderlich haltbares Kunstleder. Dies ist doch recht schnell durchgerubbelt. Abhilfe folgenderweise:

Zuerst steht wohl die Wahl des Ersatzleders. Ich bevorzuge dunkles Echtleder. Dünn sollte es sein. 1 - 2 mm wären wohl angebracht. Am besten schaut man sich davor mal ein Eckchen der Originalbelederung an.

Man entfernt vorsichtig die alte Belederung. Mit einem Skalpell oder sonstigem Messer kann man sich einen Anfang angeln. Dieses Leder dient als Vorlage für den eigenen Zuschnitt: Einfach das alte Leder auf Papier legen und die Umrisse anzeichnen. Papierumriss ausschneiden. Nun auf die Seitenrichtigkeit achten und die Papiervorlage auf das Ersatzleder auflegen und umzeichnen. Man könnte wohl auch direkt das alte Leder als Vorlage nutzen.
Vorsichtig etwas enger als die Anzeichnung nun das neue Leder ausschneiden, dafür eignet sich eine kleine Schere.
Die Kameraoberfläche reinigen (nix in die Kamera laufen lassen!).
Die Lederstücke nun mit einem Kleber nach Wahl (ich nehme Uhu, sollte sich für Reparaturen an der Kamera wieder lösen lassen) auf die Kamera kleben. Dabei den Klebstoff nicht in Schrauben oder sonstige Öffnungen laufen lassen! Das Leder läßt sich etwas Dehnen oder Stauchen um die genaue Anpassung zu erreichen.

Bei entsprechend sauberem Arbeiten ist die Arbeit zumindest nicht von weitem als Pfusch zu erkennen - zumindest wenn man sich für die Originalfarbe entscheidet.. Meine Yashica wurde dadurch wertiger. Von dem besseren Feeling mal ganz abgesehen.

Von verschiedenen Herstellern kann man auch die Originalbelederung nachkaufen, dadurch wird die Sache einfacher. Und langweilig.

  Hier gibts Kamera Belederungssets: http://www.cameraleather.com/

 

Markus Keinath  10.08.02

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