Keinaths Fotohomepage: Einschulung
Am 26.09.2001 war es um 9:00 wieder mal so weit: Die Studienanfänger finden sich in einem Hörsaal der FH Köln zu ihrer Begrüßung ein. Ich war dieses mal in meiner Funktion eines Mitgliedes des Berufsverbandes (Schnaittacher Kreis) mit dabei.
Die 140 Neuen sind wohl wie immer sehr jung. Und dürfen sich wie immer bei der Einführung langweilen. Ich bin auch nicht schuldlos.
Der Dekan, Professor Stollenwerk, läßt sie über die hohe Abbrecherquote (~70%) im Unklaren, hat nicht Prof. Poncar damals bei mir darauf hingewiesen? Auf die Geschichte des Fachbereiches geht der neue Chef auch nicht ein. Diese habe ich bei Herrn Professor Hartmann mal zu hören bekommen. Alles in Allem fällt ihr Begrüßung heute doch recht kurz aus. Und auch ohne Ihnen gleich Angst zu machen.
Ich stehe an der Seite und beobachte. Und meine Vorurteile - vielleicht
basieren sie ja auf Beobachtungen - lassen mich verschiedene Studenten
"beurteilen": Nach zwei Semestern ist der oder die wohl weg - die haben wohl
keine Ahnung, was ein Ingenieurstudium ist! Der könnte Praktiker sein - mir
schon mal sympathisch - nur wird er mit der Theorie klar kommen?
Bei der anschließenden Hausführung zeige ich wohl vieles zu genau. Und vergesse
dabei ein Labor komplett! Fragen kommen nur wenige. Schade. Ich würde doch so
gerne meinen Senf zum Fachbereich loswerden!
Auch meinen Wunsch, sie mögen genug Motivation für das Studium haben werden sie
zu schnell vergessen. Auch die Empfehlung von Anderen die Vorlesungen
nachzuarbeiten werden schnell verhallen. So war es schließlich auch bei mir :-)
Mir bleibt die Frage, haben sie es einfacher als ich, weniger Chaos und Auswendiglernen? Oder wird einfach nur alles zusammengekürzt um die Studiendauer in Grenzen zu halten? Welche Wege wird der Fachbereich in Zukunft gehen? Momentan ist so viel im Umbruch, vieles was ich als gut empfand wird angezweifelt und verändert.