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1. Shotokan Karate Dojo Rinteln e.V.

Karate in Deutschland

 

 

1957 führte Jürgen Seidel (1917 - 2008) Karate in Deutschland ein und gründete den  ersten Karate Verein. 1959 bestand er die Prüfung zum 1. Dan und blieb bis 1965 der einzige Danträger in Deutschland. Auf seine Initiative wurde 1961 auch der erste Karate Verband Deutschlands gegründet, der Deutsche Karate Bund (DKB).

 

 

 

 

1964 fand nach einem Wochenendlehrgang in Göttingen (der erste dieser Art) die erste Deutsche Meisterschaft des DKB statt, allerdings nur in der Disziplin Kata (Formenlauf). 1966 kam bei der dritten Deutschen Meisterschaft die Disziplin Kumite (Freikampf) hinzu. Im gleichen Jahr wurde Bernd Goetz, der Karate viele Jahre in Japan trainierte, erster Bundestrainer des DKB. 1965 wurde die Sektion Karate im Deutschen Judo Bund (SeKa DJB) gegründet. Nun gab es zwei große Karateverbände in Deutschland, die in den Anfangsjahren zunächst eigene Wege beschritten, wie z.B. eigene nationale und internationale Meisterschaften in verschiedenen internationalen Verbänden.

 

Von 1967 - 1970 übernahm der berühmte Meister Kanazawa das Amt des Bundestrainer innerhalb des DKB und führte die Deutsche Nationalmannschaft bei den Europameisterschaften 1968 in London und 1969 in Graz zu Erfolgen. 1970 kehrte Meister Kanazawa nach Japan zurück.

 

In laufe der Zeit existierten noch weitere Karateverbände, wie z.B. der Deutsch - Japanische Karate Verband (DJKW), der Goju - Kai Deutschland (GKD), der

Wado - Kai Deutschland (WKD) und die Deutsche Karate Union (DKU).

 

1976 wurde der Deutsche Karate Verband (DKV)  vom DKB, der GKD und dem DJKW gegründet. Vorausgegangen war die 13. Deutsche Meisterschaft des DKB bei der Sportler und Sportlerinnen gemeinsam um die Titel kämpften. 1977 traten die Verbände DKU, SeKa DJB und WKD dem Deutschen Karate Verband bei. Die einzelnen Teilverbände behielten ihre Autonomie und der Deutsche Karate Verband fungierte als Dachverband aller bedeutsamen Karateverbände. Die Aufnahme des DKV als offizieller Repräsentant der Sportart Karate im Deutschen Sport Bund (DSB) erfolgte ebenfalls 1977, zuvor war dies die SeKa DJB.

 

Erster gemeinsamer Bundestrainer aller Karateverbände innerhalb des DKV war der ehemalige Nationalkämpfer Horst Handel. Sein Nachfolger wurde später Hideo Ochi. Unter der Leitung von Meister Hideo Ochi errang die Deutsche Nationalmannschaft mehrere Europa– und Vizeweltmeistertitel. 1993 schied Hideo Ochi aus dem DKV aus.

 

Textfeld: Meister Horst Handel
Textfeld: Meister Hideo Ochi

 

1986 wurde auf der Mitgliederversammlung des DKV beschlossen den Deutschen Karate Verband vom Dachverband zum Fachverband umzugestalten. Die Teilverbände gaben ihre Mitgliedschaft (Autonomie) zugunsten der entstehenden Landesfachverbände auf. Seit dieser Zeit ist der Deutsche Karate Verband der offiziell vom DSB, heute Deutscher Olympischer Sport Bund (DOSB), anerkannte Fachverband für Karate in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Etwa 120000 Karatekas in ca. 2000 Vereinen sind Mitglied im Deutschen Karate Verband.

 

 

 

Meister Jürgen Seydel

(1917 - 2008)

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