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die kubanische Revolution 



Die kubanische Revolution hat ihre Ursachen in der Geschichte Kubas: Länger als andere Länder der "neuen Welt" blieb Kuba Kolonie. Der Unabhängigkeitskampf gegen die Spanier fand nahezu ein Jahrhundert später als in den meisten anderen Ländern Südamerikas statt. Diesem folgte aber fast übergangslos die nächste Abhängigkeit, diesmal von den USA. Die russische Revolution tat dann das Übrige.
Zunächst hatten die USA aufgrund wirtschaftlicher Interessen Kuba zum Sieg gegen die Spanier verholfen, dann aber sicherten sie sich ihre Position durch Militärherrschaft und Interventionsrecht und wurden so vom großen Bruder zum ungeliebten Verwandten. Verschärft wurde die soziale und politische Situation durch eine Reihe USA-höriger Diktatoren und der Widerstand gegen die Militärdiktatur wuchs zunehmend und führte letztendlich dazu, daß aus der anfänglichen Rebellenbewegung die Revolution wurde.

 

Fidel Castro machte das erste Mal von sich reden, als er als junger Rechtsanwalt eine Anklageschrift gegen Diktator Fulgencio Batista verfasste. Diese verschwand zwar von der Bildfläche, aber für die Widerstandsgruppe um Fidel Castro war es nicht mehr sehr schwer, neue Anhänger zu finden, die zumeist aus kubanischen Intellektuellenkreisen kamen.
Am 26. Juli 1953 stürmten 150 Rebellen unter Fidel Castro die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba. Der Angriff scheiterte, aber als die Bevölkerung von Folter und Mord an den Rebellen erfuhr, entstand die "Bewegung des 26. Juli" (Movimiento 26 de Julio). Castro hielt vor Gericht seine berühmte Verteidigungsrede, in der er die Regierung anprangerte und mit den Worten schloß: "Die Geschichte wird mich freisprechen". Er wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt, kam aber 1955 im Rahmen einer allgemeinen Amnestie für politische Häftlinge frei. Er ging daraufhin nach Mexico, wo er den jungen argentinischen Arzt Ernesto Guevara (Ché Guevara) traf. Sie verstanden sich sofort und gemeinsam bereiteten sie den Umsturz auf Kuba vor.
1956 waren sie bereit. Nach einer Irrfahrt mit der "Granma" landeten Castro, Ché und 80 Gesinnungsgenossen im Osten Kubas, wurden aber verraten und von Regierungstruppen umstellt. Den Kampf überlebten nur 15 Guerilleros, die sich in die Berge der Sierra Maestra zurückzogen und von dort mit "Radio Rebelde" die Bevölkerung zum Widerstand aufriefen. Bald waren sie wieder zu einer schlagkräftigen Rebellentruppe herangewachsen.
Batista hatte Fidel Castro für tot erklärt,  aber ein Interview mit einem Reporter der "New York Times" sorgte dafür, dass die Weltöffentlichkeit die Wahrheit erfuhr.
Batista reagierte mit verstärktem Druck und Repressalien und verlor dadurch noch mehr an Rückenhalt. Die Guerilleros gingen daraufhin verstärkt in die Offensive und nahm die überaus wichtige, zentral gelegene Stadt Santa Clara ein.
Am 01. Januar 1959 verließ Batista das Land und am 08. Januar zog Fidel Castro und seine Guerilleros in Havanna ein.

 

Die Durchsetzung der Ziele der Revolution ging selbstverständlich nicht ganz friedlich und harmonisch vor sich. Was wir damals zu DDR-Zeiten niemals erfahren haben, weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf, wissen wir heute natürlich längst: es gab Erschießungen, Hinrichtungen von Feinden der Revolution, wobei oftmals auch nicht ganz sicher war, worin diese Feindschaft genau bestand. Es wurden eine Reihe unorthodoxer Maßnahmen getroffen, die ganz sicher mit der Gerechtigkeit für alle im Sinne von Marx und Engels, wie es ursprünglich einmal gedacht war, nichts zu tun hatten. Ché Guevara wurde in einer Revolutionssitzung mehr oder weniger durch ein Missverständnis  zum Leiter der Nationalbank ernannt, obwohl er eigentlich Arzt war und von Medizin gewiss viel mehr verstand. Und so ließe sich die Reihe fortführen.

Allen Interessierten möchte ich an dieser Stelle ein Buch wärmstens empfehlen:
"Ché Guevara - Mythos und Wahrheit eines Revolutionärs" von Daniel James, erschienen als Taschenbuch im Heyne-Verlag München

Es gab noch ein weiteres Buch, welches ich als Studentin gelesen habe, welches allerdings den Revolutionär ziemlich glorifiziert. Trotz allem empfand ich es damals als hochinteressant. Es enthält auch zahlreiche Fotos des wirklich beindruckenden Mannes:
"Ernesto Ché Guevara" von Josef Lawrecki (ich habe keine Ahnung, ob man da heute noch ran kommt)
Und last but not least gab es eine Folge "Ché Guevara" aus der TV-Reihe "Legenden". Sehr sehenswert - und Wiederholungen gibts ja immer mal wieder im TV.

 

Die Veränderungen, die die Revolution mit sich brachte, sind bis heute in Kuba spürbar.

Noch heute verfügt Kuba über das beste Bildungssystem Lateinamerikas. Es gibt ein dichtes Ärtztenetz und die medizinische Versorgung ist für alle Kubaner kostenlos (da können wir nur von träumen!).
Auch die Arbeit war bis zur Spezialperiode für alle sicher. Danach wurde auch in Kuba ein Arbeitslosenprogramm eingeführt, was den Arbeitslosen allerdings nur 30% ihres ursprünglichen Gehalts beschert.

 


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