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        Namibia            

Namibia

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Namibia - das Land im Südwesten Afrikas zwischen dem Oranje Fluss im Süden und dem Kunene Fluss im Norden - ist ein trockenes, karges, rauhes Land, wie aus einer anderen Welt.
Namibia ist einzigartig und  mit keinem anderen Land auf der Erde zu vergleichen.
Die grandiosen Wüstenlandschaften im Süden, die unvorstellbare, fast menschenleere Weite des Landes, ausgedehntes Farmland, die Trockenflüsse - hier Riviere genannt, der unglaubliche Tierreichtum in der Etosha Pfanne, üppiges Tropengrün im Caprivi Strip im Norden - das alles vermittelt das unbeschreibliche Gefühl, der Schöpfung irgendwie ein Stück näher zu sein.

Namibia ist trotz der extremen Naturverhältnisse ein leicht zu bereisendes Land und ein El Dorado für jeden Fotografen, ein Land der Kontraste und der klaren Farben. Namibia ist Abenteuer pur und doch muss man kein Abenteurer sein, um dieses Land zu erleben. Ein gepflegtes Straßennetz macht das Reisen zum Vergnügen. Wer einmal dort war, wird sich in das Land verlieben und wiederkommen. Und wer ursprüngliche, noch wie von Gott geschaffene Natur erleben will und die Ruhe und sagenhafte Weite genießen kann, MUSS Namibia besuchen.

Namibia - das jüngste afrikanische Land erhielt erst im Jahr 1990 seine Unabhängigkeit - ist ein Land der Gegensätze:
ausgedehnte Wüstenlandschaften im Süden (die Namib ist die älteste Wüste der Welt); zerklüftete Gebirge; dichte Waldgebiete; Trockenflüsse (Riviere) und fruchtbare Tropenerde am Okavango im Norden.
Ähnlich vielfältig ist auch die Tier- und Pflanzenwelt.

Windhuk, die Hauptstadt, liegt in der hügeligen Landschaft des zentralen Hochlandes. Moderne Bürohäuser stehen Seite an Seite mit prächtigen alten deutschen Kolonialgebäuden im wunderschönen wilhelminischen Stil. Viele Geschäfte haben deutsche Besitzer, und immer wieder trifft man auf Deutsch sprechende Namibier.

Im Süden liegt Ai-Ais mit seinen Thermalquellen versteckt zwischen Gebirgen am Fisch River, während das ruhige Lüderitz an der Küste Erholung vom heißen Landesinneren bietet. Namibias wichtigster Ferienort, Swakopmund, ist ein hübsches Seebad, was mich fast ein bißchen an Rostock-Warnemünde erinnerte und das auch Ausgangspunkt ist für Tagesausflüge zur Robbenkolonie am Kreuzkap, in die Namib Wüste mit ihren kahlen Geröllfeldern und zur Sandwich-Lagune ist.

An der sturmumtosten Küste mit ihren zahllosen Schiffswracks zieht sich die lebensfeindliche Namib Wüste entlang. Ihre orangeroten Dünenfelder sind bis zu 150 Kilometer breit, die mächtigsten Dünen bis zu 300 Meter hoch.

Es ist die älteste Wüste der Welt, mit einer einzigartigen Flora und Fauna. Vor Jahrmillionen spülte der Oranje River Diamanten ins Meer. Strömung, Wellen und Wind trugen sie in den Dünensand der Namib und schufen einen von Namibias Reichtümern.

Das Dünenmeer um Sossusvlei, südlich des Kuiseb-Flusses, kann nur von Sesriem am Rand der Wüste erreicht werden. Die zerklüfteten Naukluft-Berge sind ein Paradies für Wanderer. Für eine Expedition in das trockene und schroffe Kaokoland im Nordwesten benötigt man einen Wagen mit Allradantrieb; zahlreiche Sehenswürdigkeiten im Damaraland und im südlichen Teil des Skelettküsten-Nationalparks sind jedoch leicht mit dem Pkw erreichbar.

                               gewaltige Sanddüne

Sossusvlei

Im Etoscha-Nationalpark mit seiner leuchtend weißen Pfanne sind die Wildtiere die Hauptattraktion. 

Namibia ist Afrika, mit freundlichen, einfachen Menschen, mit endlosen Dornsavannen, Mopane Buschland, Makalani Palmen und Baobabs, mit Löwen und Elefanten, Zebras und Giraffen, einer Tierwelt, wie es sie artenreicher nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Im riesigen Etosha Nationalpark und durch viele andere Wildschutzgebiete wird sie besonders geschützt.

Windhoek Lager


 

Namibia ist aber auch irgendwie sehr "deutsch". Saubere, adrette Städtchen mit grünen Parks, gepflegte Strassen und Grünanlagen, wunderschöne Gebäude, Supermärkte und Shopping malls in der Hauptstadt Windhoek, wie wir sie von zu Hause kennen, selbst das Warenangebot läßt keine Sehnsucht nach der Heimat aufkommen (man bekommt schlichtweg alles, sogar deutsches Schwarzbrot und "Tafel" sowie "Windhoek Lager" sind leckere, nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraute Biere).

Es gibt sogar ein Oktoberfest und einen deutschen Karneval. Die Namibia-Deutschen sind eine kleine, sehr traditionsbewusste Gemeinschaft, in der fast jeder Jeden kennt.
Wohl keine Kolonialmacht (außer in Südafrika) hat in einem afrikanischen Land so deutliche Spuren und bis heute perfekt funktionierende Infrastrukturen hinterlassen.
 

 

 

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Offizieller Name:

Republik Namibia - Republic of Namibia

Fläche:

824.292 qkm

Bevölkerung:

ca. 1,9 Mio. Einwohner, Bevölkerungsdichte: ca. 2,2 Einwohner pro qkm, Bevölkerungswachstum ca. 2,6% (2001)

ethnische Gruppen:

11 Volksgruppen: Ovambo, Kavango, Kaprivianer, Herero, Himba, Nama, Damara, San (Bushmen), Weiße (Deutsche, Engländer, Buren), Baster (Mischlinge oder Coloureds), Tswana, Topnaar (zählen zu den Nama)

Lebenserwartung:

47,64 Jahre Männer, 48,56 Jahre Frauen (Schätzung 2001)

Klima:

arides und semi-arides Klima (d.h. die Verdunstung ist größer als die Niederschläge); Regenzeit: Januar-März/April.

Hauptstadt:

Windhoek, ca. 243.000 Einwohner

geografische Lage:

Namibia liegt im südwestlichen Afrika zwischen 17 und 29 Grad südlicher Breite und 12 und 25 Grad östlicher Länge.

Administration (Provinzen):

Name

Abk.

Hauptstadt

(km2)

Caprivi

CAP

Katima Mulilo

19.532

Erongo

ERO

Swakopmund

63.719

Hardap

HAR

Mariental

109.888

Karas

KAR

Keetmanshoop

161.324

Khomas

KHO

Windhoek

36.804

Kunene

KUN

Opuwo

144.254

Ohagwena

OHA

Oshikango

10.582

Okavango

OKA

Rundu

43.417

Omaheke

OMA

Gobabis

84.731

Omusati

OMU

Outapi

13.637

Oshana

OSA

Oshakati

5.290

Oshikoto

OSH

Tsumeb

26.607

Otjozondjupa

OTJ

Grootfontein

105.327

Staatsform:

Republik (im Commonwealth)

Regierungsform:

Parlamentarische Demokratie, Parlament besteht aus zwei Kammern:
- Nationalversammlung (National Assembly): 72 nach dem Verhältniswahlrecht gewählte Abgeordneten, sechs durch den Staatspräsidenten ernannte Mitglieder, Präsident der Nationalversammlung: Dr. Mosé Tjitendero
- Nationalrat (National Council): 26 Mitglieder, je zwei nach Mehrheitswahlrecht in 13 Regionen gewählte Regionalräte, Präsident: Mr. Asser Kapere

Regierungspartei:

SWAPO of Namibia (South West Africa People's Organization)
Opposition: CoD (Congress of Democrats), DTA (Democratic Turnhalle Alliance), MAG (Monitor Action Group - burisch), UDF (United Democratic Front - Damara), NUDO (National Unity Democratic Organisation – Herero)

Nationalfeiertag:

21. März (Unabhängigkeitstag - die Unabhängigkeit wurde am 21.03.1990 errungen)

Grenzen:

Südafrika im Süden, Angola im Norden, Atlantischer Ozean im Westen, Sambia, Botswana und Zimbabwe im Osten

Staatspräsident:

1. Präsident nach der Unabhängigkeit 1990 - Sam Nujoma, sein Nachfolger heute ist seit 21.03.2005 Hifikepunye Lucas Pohamba

Ministerpräsident:

Theo-Ben Gurirab (Prime Minister of the Republic of Namibia)

Sprachen:

offizielle Amtssprache Englisch; sonstige Sprachen: Afrikaans, Oshivambo, Otjiherero, Nama, Damara, Deutsch

Religion:

ca. 87% Christen, davon ca. 80% Protestanten und ca. 20% Katholiken; Rest Stammesreligionen.

Analphabetenrate:

Männer: 17%, Frauen 19%

Industrie:

Die Wirtschaft ruht auf 4 Hauptsäulen: Bergbau, Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus.
Bergbau: Diamanten, Kupfer, Gold, Silber, Blei, Zink und Uran, Marmor und Granit sowie Halbedelsteine (ca. 35% des Bruttosozialproduktes). Ein besonderes Problem der neuen SWAPO-Regierung ist die Kontrolle der Wirtschaft. Die Erwartungen der ärmeren schwarzen Bevölkerung sollen erfüllt werden, ohne die von Weißen geführten multinationalen Konzerne zu provozieren, die immer noch einen Großteil der namibischen Wirtschaft kontrollieren.
Der Tourismus spielt eine immer größere Rolle. 1993 erwirtschafte dieser Sektor ca. 20% des Bruttosozialproduktes. Südafrika ist der bedeutendste Handelspartner. Weitere wichtige Handelspartner sind Großbritannien, Deutschland und Japan.
Die verarbeitende Industrie spielt kaum eine Rolle. Abgesehen von Fleisch- und Fischkonserven, Bier und Getränken werden nur Rohstoffe produziert und ausgeführt. Nahezu alle Konsumgüter sowie Maschinen müssen eingeführt werden, meist aus Südafrika, von dem Namibia wirtschaftlich stark abhängig ist.

Land-/Fischwirtschaft:

Ein kleinerer Prozentsatz des Bruttosozialproduktsstammt aus Landwirtschaft und Fischfang.
Weizen, Mais und Hirse (für Eigenbedarf), Viehzucht spielt eine größere Rolle als Ackerbau. Ackerbau lediglich in der Region Otavi/Tsumeb, bei Mariental am Hardap Stausee sowie - in Form von Subsistenzlandbau - in der ehemaligen Ovamboland Region um Oshakati (vor allem Hirse und Mais).
Namibia hat einige der besten Fischgründe der Welt.

Medien:

Tageszeitungen: "The Namibian"- englisch, otjivambo (Auflage: 26.000), "Die Republikein" - afrikaans (Auflage: 14.000), "Allgemeine Zeitung" - deutsch (Auflage 5.300, 6.500 freitags)
Wochenzeitungen: "Windhoek Observer" - englisch (Auflage: 11.500)
Rundfunk: Namibian Broadcasting Corporation: Fernsehen und Hörfunk (NBC), staatlich, Private Musikradiosender und privates satellitenübertragenes, Bezahlfernsehen mit ausländischen Programmen

Währung:

Namibia Dollar (N$), 1 N$ = 100 Cent

Wechselkurs:

http://www.oanda.com/convert/classic

Zeitzone:

MEZ + 1h
http://www.weltzeituhr.com/start.shtml

Wetter:

www.weatherhub.com
www.wetteronline.de

Landesvorwahl:

+264 (Vorwahl von Namibia nach Deutschland ist übrigens 09 49)

Namibianische Botschaft in Berlin:

Botschaft der Republik Namibia
Wichmannstr. 5
D-10787 Berlin

Flugverbindungen:

LTU (Direktflug München-Windhoek und günstigste Fluglinie), Emirates, Namibian Airlines

Reiseveranstalter:

alle großen wie TUI, Thomas Cook etc., und zahlreiche kleinere Spezialveranstalter

Besonderheiten:

Linksverkehr, unbeleuchtete Strassen und besondere Gefahr durch Wild an den Strassen (Tag und Nacht!)
Alkohol gibt es nicht in jedem Laden, sondern nur in lizenzierten Bottle Stores (oder Drankwinkel)
Namibia ist bezüglich seiner Lage und der spektakulären Natur einzigartig auf der Welt und wohl mit keinem anderen Land zu vergleichen

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Für die Einreise ist ein Reisepass mit Gültigkeitsdauer von mindestens 6 Monaten über das Rückreisedatum hinaus und mit mindestens zwei freien Seiten erforderlich. Deutsche Touristen können - sofern ihr Aufenthalt 90 Tage nicht übersteigt und sie keine Arbeit aufnehmen - ohne Visum einreisen. Ein gebührenfreier Einreisestempel (Visitors Entry Permit) bei kurzfristigen (bis 90 Tage) touristischem oder geschäftlichem Aufenthalt ohne Arbeitsaufnahme wird bei Ankunft an allen offiziellen Grenzübergängen erteilt. Dies gilt für Inhaber von
Reise-, Dienst- und Diplomatenpässen.

In allen anderen Fällen ist ein Visum erforderlich, das bei der Botschaft Namibias beantragt werden muss: Botschaft der Republik Namibia, Wichmannstr. 5, 10787 Berlin, Tel.: 030 / 254 09 510, Fax: 030 / 254 09 555,( www.namibia-botschaft.de)

Die Gültigkeit des Visums wird u.a. auf die Dauer des beabsichtigten Aufenthalts, der sich meist aus der Datierung des Rückflugs ergibt, begrenzt. Falls Überschreitungen dieses Termins erforderlich werden, sollte rechtzeitig eine Verlängerung des Visums beim "Ministry of Home Affairs", Independence Avenue/Ecke Casino Str., Windhuk, beantragt werden. (max. insgesamt 90 Tage)

Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt, wenn er ein Bild enthält (notwendig ab 0 Jahren);. und außerdem genügend Raum für Ein- und Ausreisestempel aufweist. Alternativ empfiehlt sich die Ausstellung eines eigenen Passes für Kinder.

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Ca. 26.000 v. Chr.

Die ersten Felsmalereien entstehen in der sogenannten Apollo-11 Höhle in den Hunsbergen im Süden Namibias. Die auf Steinplatten erhaltenen Zeichnungen gehören zu den ältesten Kunstwerken Afrikas, aber auch zu den ältesten bestehenden Zeichnungen in der Welt.

Ab 5.000 v. Chr.

Die Felsgravuren und -zeichnungen bei Twijfelfontein entstehen um diese Zeit. Die künstlerische Ausdrucksform bleibt erstaunlicherweise bis in das 19. Jahrhundert erhalten.

12. Jhd.

Strandloiper bauen aus Walfischrippen die ersten Hütten. Es besteht möglicherweise Verwandtschaft mit den San-Buschleuten.

1486

Die ersten Europäer landen an der Küste Namibias. Der Portugiese Diego Cão errichtet im Namen seines Königs ein Steinkreuz am Cape Cross in der Nähe Swakopmunds. Ein Jahr später wird ein Steinkreuz durch Bartolomëu Diaz in der Nähe von Lüderitz aufgestellt. Das Land wird aber noch nicht erkundet und die Europäer fangen erst ca. 300 Jahre später an das Land zu besiedeln.

15./16. Jhd.

Die Hereros wandern in den Norden und Nordosten von Namibia ein. Sie bringen Keramik, Eisen, Kupfer, Kulturpflanzen und Zuchtvieh in das Land und verdrängen die einheimische Bevölkerung (Khoisan).

18. Jhd.

Die Buren beginnen mit der Besiedelung des Südens von Namibia. Der Oranjefluß wird erstmals 1723 erreicht. Aus diesem Grund wandern Nama-Gruppen nach Norden. Durch die fortgeschrittene Kultur der Buren, Pferdeeinsatz, Ochsenwagen und Schusswaffen, sind sie der einheimischen Bevölkerung überlegen. Aber auch der Tauschhandel mit der Kapprovinz beginnt unter ihrem Einfluss aufzublühen. Das Interesse der Missionare und Händler ist geweckt.

1. Hälfte 19.Jhd.

Eine lange Dürreperiode sucht Namibia heim. Die Nama dringen weiter in den Süden ein. Es kommt zu Auseinandersetzungen zwischen Nama und Herero um das rar gewordene Weideland. Bekannte Führungspersönlichkeiten sind die Nama-Häuptlinge Jan Jonker Afrikaner und Hendrik Witbooi.

1840

Jan Jonker legt mit seiner Siedlungsgründung Klein-Windhoek in einem quellenreichen und strategisch wichtigen Tal den Grundstein für die spätere Hauptstadt Namibias Windhoek.

1842

Missionare der Rheinischen Mission unter Carl Hugo Hahn erreichen Windhoek.

1850

Britische, aber auch andere europäische Handelsgesellschaften beginnen mit dem Abbau von Kupfer in Namibia.

1866

Die britisch verwaltete Kapkolonie annektiert die vor der Küste Namibias gelegenen Inseln.

1880

Die Herero erobern Windhoek von den Nama. Der letzte große Krieg zwischen Nama und Herero beginnt mit einer Grenzstreitigkeit am Swakop und wird zehn Jahre dauern.

1883

Der Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz erwirbt vom Nama-Häuptling Josef Fredericks das Gebiet der heutigen Lüderitzbucht. Später kommen noch Teile am Oranjefluß hinzu.

1884

Das Deutsche Reich stellt Südwestafrika unter sein Schutzgebiet. Die gerade gegründete Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika wirbt Siedler für das Gebiet an und beginnt mit der Verteilung von Farmland.

1890

Der Caprivi-Zipfel wird laut Helgoland-Sansibar-Vetrag zwischen Großbritannien und Deutschland zum deutschen Schutzgebiet erklärt.Erweiterung um den Caprivi-Zipfel als Korridor zum Sambesi-Fluss. Hauptmann Curt von François erorbert Windhoek.

1891

Windhoek wird zum Sitz der deutschen Verwaltung.

1893

Die ersten weißen Siedler kommen nach Windhoek. Die Woermann-Linie nimmt ihren Schiffsverkehr zu Südwestafrika auf.

1894

Major Leutwein, Nachfolger von Curt von François, errichtet die erste Militärstation. Sieg über den Nama-Häuptling Hendrik Witbooi.

1896/97

Die Rinderpest fügt dem Land schwere Verluste in der Viehzucht zu.

1900

Eröffnung der Mine Tsumeb, sowie Gründung der Otaviminen und Eisenbahngesellschaft.

1902

Die Eisenbahnlinie Swakopmund - Windhoek wird eröffnet.

1903 - 1906

Großer Aufstand der Nama und Herero gegen die Schutztruppen. Niederschlagung der Aufstände mit großen Verlusten bei beiden Völkern, insbesondere bei der großen Schlacht am Waterberg (10. - 12. Aug. 1904).

1908

Lüderitz Keetmanshoop und Swakopmund Grootfontein werden in Betrieb genommen. Diamantenvorkommen werden in der Nähe von Lüderitz entdeckt.

1912

Die Eisenbahnlinie Keetmanshoop Windhoek geht in Betrieb.

9.7.1915

Die deutschen Schutztruppen kapitulieren in Tsumeb vor den britisch- südafrikanischen Truppen. Deutsch-Südwestafrika wird Protektorat der Union von Südafrika.

1919

Mit dem Versailler Vertrag wird Deutsch-Südwestafrika zum Mandatsgebiet des Völkerbundes unter südafrikanischer Verwaltung erklärt.

1921

Großbritannien erhält das Mandat für Deutsch-Südwestafrika vom Völkerbund und überträgt es seinerseits wieder an Südafrika.

1934

Namibia wird als 5. Provinz Südafrikas von Pretoria aus verwaltet.

1945-1946

Die Vereinten Nationen werden als Nachfolger des Völkerbundes gegründet. Ziel ist es die Mandatsländer in die Selbstverwaltung zu entlassen. Südafrika verweigert seine Zustimmung. Namibische Politiker fordern in vielen Petitionen an die UNO die Selbständigkeit Namibias.

1951

Südafrikanische Arpartheidsgesetzgebung wird auf Namibia übertragen.

1960

Die SWAPO (South-West African Peoples Organisation) wird von im Exil lebenden Namibiern gegründet. Erster Präsident wird Sam Nujoma.

1966

Am 27.10. wird Südafrika durch die UNO das Mandat entzogen. Die Anerkennung durch Südafrika wird verweigert. Die SWAPO beginnt ihren bewaffneten Befreiungskampf, der hauptsächlich im Ovambo-Land, an der namibisch-angolischen Grenze, ausgetragen wird.

1967

Gründung des United Nations Council for South West Africa (später: United Nations Council for Namibia).

1968

Der Landesname Namibia wird mit der UN-Resolution 2372 anerkannt.

1971

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag erklärt in einem Gutachten die fortdauernde Anwesenheit Südafrikas in Namibia für ungesetzlich.

1973

Die UNO erkennt die SWAPO als authentische Repräsentanten des namibischen Volkes an und verleiht ihr einen Beobachterstatus.

1978

Am 29.09. verabschiedet der UNO-Sicherheitsrat Resolution 435: Freie Wahlen in Namibia unter UNO-Aufsicht als Vorbedingung für die Unabhängigkeit. Südafrika lässt im Dezember interne Wahlen abhalten, aus denen die Demokratische Turnhallen-Allianz (DTA) als stärkste Partei hervorgeht. Die Wahlen werden von der SWAPO boykottiert und international nicht anerkannt ("null and void").

1979

Einsetzung einer Interims-Regierung durch Südafrika; mehrere Apartheid-Gesetze werden abgeschafft.

1981

1.-14. Januar in Genf: Ergebnislose Namibiakonferenz.

1983

Rücktritt der DTA-Regierung und Gründung einer Vielparteien-Konferenz, der südafrikanische Generaladministrator übernimmt wieder alle Regierungsfunktionen.

1985

Im Juni wird eine Übergangsregierung auf Basis der Vielparteien-Konferenz von Südafrika eingesetzt. Die Befugnisse des Generalgouverneurs werden stark eingeschränkt.

1988

Im Dezember einigen sich Südafrika, Kuba und Angola unter Mitwirkung der USA und der Sowjetunion auf einen Zeitplan für die Unabhängigkeit auf der Basis der VN-Resolution 435 (Protokoll von Brazzaville).

1989

Implementierung von Res. 435: vom 7. bis 11. November Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung (VV). Die SWAPO gewinnt diese Wahlen mit 57% der Stimmen und Sami Nujoma wird Präsident. Die VV konstituiert sich am 21. November. Walvis Bay bleibt unter südafrikanischer Verwaltung.

1990

Verabschiedung der Verfassung; Wahl Sam Nujomas zum Präsidenten (President-Elect). Am 21. März wird Namibia unabhängig. Namibia wird als 151. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen.

1991

Abzug der letzten kubanischen Soldaten aus Angola. Südafrika erklärt sich bereit Walvis Bay gemeinsam mit beiden Staaten zu verwalten. Namibia wird 50. Mitglied des Britischen Commonwealth.

1993

Der Namibia-Dollar (N$, NAD) wird als landeseigene Währung eingeführt, wird aber an den südafrikanischen Rand gekoppelt.

1.3.1994

Walvis Bay wird von den Südafrikanern an Namibia abgetreten. Das Land verfügt damit über einen wirtschaftlich wichtigen Hochseehafen.

7./8.12.1994

Die zweiten freien Wahlen finden in Namibia statt. Präsident Sam Nujoma wird in seinem Amt bestätigt. Die SWAPO erreicht im Parlament Zweidrittelmehrheit.

1995

Gründung der ersten Universität Namibias.

1999

Nach einer Verfassungsänderung wird Präsident Nujoma zum dritten Mal Präsident von Namibia.

2005

am 21.03.2005 wird Hifikepunye Lucas Pohamba Sam Nujomas Nachfolger als Präsident Namibias

 

 

 

http://www.namibia-info.net/namibia/geschichte_info.html

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Namibia liegt im Südwesten Afrikas und wird im Norden von Angola, im Osten von Botswana und im Süden von Südafrika begrenzt. Im Westen bildet ein 1600 km langer Küstenstreifen die Grenze zum Atlantik. Das Land ist unterteilt in die wasserreicheren Gegenden des Nordens und die von Trockenheit geprägten Südregionen. Der Norden wird eingegrenzt von den Flüssen Kunene und Okawango bis zum Oranje als südlichen Grenzfluss. Im Nordosten erstreckt sich ein 450 km langer und ca. 50 km breiter Landstreifen, der so genannte Caprivizipfel (Caprivi Strip- Grenze mit Sambia und Zimbabwe), bis zum Sambesi.
In der Nord-Süd-Ausdehnung des Landes, kann man von einem gemäßigten tropischen Klima sprechen.

Die Alantik-Küstenregion ist geprägt von freigelegtem Urgestein, wie Felsen und Riffe. Durch den kalten Benguelastrom entsteht oft Nebel, der viele Schiffe vor der Küste Namibias zum Auflaufen auf die Riffe brachte. Unzählige Trümmer von Schiffen finden sich noch heute an der Skelettküste, die nach den dortigen Skelettfunden benannt wurde. Aber auch wirtschaftlicher Nutzen wird aus dem Benguelastrom gezogen, der die Küste sehr planktonreich passiert und damit einen Reichtum an Fischen nach sich zieht. Durch die starke Zerklüftung ist Namibia arm an Naturhäfen. Der einzig nutzbare hochseetauglich Hafen ist Walvis Bay, der 1994 von Südafrika an Namibia zurückgegeben wurde. Der kleinere Hafen in der Lüderitzbucht wird hauptsächlich für den Fischfang genutzt.

Die Namib-Wüste dehnt sich, in wechselnder Breite von 80 bis 140 km, zwischen Kunene und Oranje aus. Sie liegt zwischen der Atlantikküste und dem Steilanstieg (Escarpment) zum inneren Hochland. Entstanden ist die Vollwüste durch extreme Trockenheit, verursacht durch den Benguelastrom. Die Nordnamib bildet bis in den Raum Swakopmund/Walvis Bay und entlang der Kuiseb eine Sand- und Geröllfläche mit durchbrechenden Felsrippen und Gebirgsstöcken. Südlich des Kuiseb bis zur Lüderitzbucht tritt eine Dünenlandschaft hervor, die bis zum Oranje in Sandflächen übergehen.

Das Escarpment umschließt das Hochland, wobei sich in der Mitte ein sandgefülltes Becken befindet, die Kalahari.
Der Steilanstieg gipfelt in dem höchsten Berg auf 2335 m, dem Gamsberg. Das ganze Gebiet stellt sich dar wie eine Mondlandschaft. Die Trockenflüsse (Riviere), über die das Wasser des regenreichen Nordens abfließt, haben die Landschaft zersägt. Ein Vordringen des Wassers bis zum Meer ist nicht möglich, da die großen Dünen, unter ihnen auch die höchste Düne der Welt (Düne 45), den Weg versperren. Das Wasser versickert oder verdunstet. Das wohl bekannteste Sammelbecken ist das Sossusvlei. In den Trockenflüssen Kuiseb, Omaruru und Swakop bewegt sich auch außerhalb der Regenzeit ein geringer Wasserstrom, der für die Bevölkerung der Gegend eine wichtige Süßwasserquelle ist. Aber auch die dort ansässigen Minenbetriebe versorgen sich hierüber mit Wasser.

Sehenswert ist die Gamsbergstraße, auf Grund ihrer Schönheit und bautechnischen Besonderheit.

Das in der Landesmitte gelegene Binnen-Hochland erreicht hier seine höchste Erhebung. Es liegt im Einzugsgebiet des Swakop, zwischen Khomashochland und Erosbergen. Im Süden wird es abgeschlossen durch die Auasberge.

Krater und heiße Quellen in den Auasbergen lassen auf erloschene Vulkanaktivitäten schließen. Seismographische Messungen ergeben immer wieder Bewegungen der Erdkruste. Die bekannteste heiße Quelle ist das Ai-Ais im Fish River Canyon. Aber auch in Großbarmen und Otjitambi kommen schwefelhaltige heiße Quellen vor, die gerne von den Touristen aufgesucht werden.

1840 besetzte Jan Jonker Afrikaaner das Hochland und gab ihm den Namen nach seiner Heimat Winterhoek in Süd-Afrika. Dieser Scheideplatz, der zwischen den Gebirgsstöcken zu den Ost und Süd Pässen führte, wurde zum umkämpften Straßendurchgang zwischen Hereros und Namas. Hauptmann Curt von François gelang es 1890, den Platz mit 32 Mann seiner Schutztruppen zu besetzen und er begann am 18.10.1890 mit dem Bau einer Festung, was der Grundsteinlegung der heutigen Landeshauptstadt Windhoek gleichkommt.

Windhoek liegt auf ca. 1700 Höhenmetern. Viele Plätze und Gebäude sind noch heute Zeitzeugen der deutschen Kolonialzeit. Die bekanntesten Gebäude sind sicherlich das Reiterdenkmal und die Christuskirche. Windhoek, auch bekannt als die kleinste Landeshauptstadt der Welt, ist über den 40 km entfernt gelegen internationalen Flughafen "Chief Hosea Kurako Airport" an den Weltluftverkehr angeschlossen. Auch ist Windhoek Kreuzungspunkt aller Bahnlinien durch Namibia. Die Wasserversorgung erfolgt heute durch den bei Swakop gebauten Damm. Dies wurde nötig, da die tiefen Bohrlöcher des Hochtals kein Wasser mehr spendeten.

Das Binnenhochland fällt nach Norden, Süden und Osten ab. Die Ausläufer der Kalahari dringen bis zum Kaokoveld und zwischen Kunene und Kavango bis zur Etoshapfanne vor. Die Kalahari ist begründet durch ihren Wasserreichtum keine Wüste, sondern eine offene Baum- und Grassavanne. In den Pfannen, die größte ist die Etoshapfanne, finden die Tiere Salz und Wasser.

In der Nähe von Mariental, im mittleren Teil des Landes, drängen sich die Dünen der Kalahari bis zur Bahnlinie Keetmanshoop-Windhoek. Das östlich vom Waterberg, bekannt durch die große Schlacht von 1904, gelegene Sandfeld heißt Omahake.

Das klassische Farmland erstreckt sich im Norden bis in die Gebiete der Damara und Herero. Das nördlich gelegene Ovamboland wurde kein Farmland, da die deutschen Schutztruppen das Gebiet zwar unter ihrer Herrschaft hatten, es aber nicht von ihnen verwaltet wurde. Die Grenze für die deutschen Siedlungsgebiete war also die Etoshapfanne, die heute ein Nationalpark mit unermesslichem Wildreichtum ist.

Zusammengefasst kann man sagen: Wer atemberaubende Landschaft sehen will, muss den Süden von Namibia bereisen, wer aber Tiere sehen will, komme in den Norden.
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Was wir zu viel haben, haben die Namibier viel zu wenig: Regen.

Regen ist in dem trockenen, ausgedörrten Land eine für uns unvorstellbare Kostbarkeit. Die Namibier geraten aus dem Häuschen vor Freude, wenn es endlich einmal regnet und wenn "die Riviere abkommen" (d.h. sich die Trockenflüsse mit Wasser füllen und unvermittelt zu reißenden Strömen werden), ist es ein einzigartiges Naturschauspiel und für Jung und Alt ein wahres Ereignis. Allerdings kommt es auch immer wieder zu Überschwemmungen und Zerstörung von Strassen und Häusern, die dicht an einem Rivier liegen.

 

Es wird richtig spannend, wenn sich Ende Dezember, Anfang Januar jeden Nachmittag höhere Wolkengebirge zusammenschieben. Diese werden dann von Tag zu Tag dunkler und schwerer und die Namibier schauen immer öfters zum Himmel in Erwartung des heiß ersehnten Regens. Und dann fängt es an zu regnen, erst nur ein bißchen, dann hört es wieder auf, die Pfützen verdunsten sofort und die Sonne scheint wieder heiß. Jeder Namibier wird sagen, das ist noch GAR NICHTS und läuft zu seinem "rain meter" (Regenmesser) im hauseigenen Garten, um zu checken, wie viele mm Regen es gab. Dies ist dann morgendliches Gesprächsthema in den Büros und Gegenstand ausführlicher Erörterungen.

Aber dann kommen die richtig heftigen Regenfälle, hoffentlich und in ausreichender Menge!, die die Riviere zu richtigen Flüssen werden lassen, die Staudämme und Wasserlöcher in den Wildreservaten füllt, die Farmen wieder grün werden lässt, und die für jeden privaten Rasen wie eine Wellness-Kur sind.

Tockenfluss in Zentralnamibia

 

 


  Trockenfluss (Rivier) in Zentralnamibia

 

Die Niederschläge in Namibia nehmen - vereinfacht gesagt - von Südwesten nach Nordosten hin zu. Die jährlichen Mengen variieren zwischen 50 mm in der Namib und 700 mm im Caprivi. In Dürrejahren, zum Beispiel zwischen 1991 bis 1993, können sie noch weit geringer ausfallen.
Regen kommt meist von Nordosten zwischen Dezember und Februar, wenn feucht-labile Luftmassen aus dem tropischen Teil Afrikas bis nach Botswana und Namibia vordringen und sich in Form von heftigen Gewittergüssen abregnen. Ein Grossteil der Niederschläge verdunstet sofort oder versickert, ohne von der Vegetation aufgenommen werden zu können. Auf Grund von wasserundurchlässigen Ton- und Gesteinsschichten hat Namibia jedoch relativ viel Grundwasser, das letztlich die Lebensgrundlage der Siedlungen und Farmen darstellt.


Ein Teil der jährlichen Niederschläge wird in Stauseen aufgefangen, der größte ist der Hardap Dam bei Mariental mit einem Volumen von 300 Millionen Kubikmetern. Insgesamt ist und bleibt die Wasserversorgung in Anbetracht der steigenden Bevölkerungszahl eines der wichtigsten Probleme Namibias.
Geplant ist die Wasserentnahme aus dem Okavango Fluss und der Bau einer Pipeline. Das Projekt scheiterte bislang jedoch am Widerstand Botswanas, das eine Veränderung der Ökologie im Okavango Delta befürchtet.

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Da Namibia auf der Südhalbkugel unserer Erde liegt, sind die Jahreszeiten umgekehrt zu unseren. Das heißt unser Nordwinter entspricht dem Südsommer dort und die Regenzeit findet dort im Sommer, von Januar bis April, statt (Sommerregen).
Namibia ist Afrika, aber trotz allem sollte man sich bewusst sein, dass Namibia die kalte Südwest-Ecke Afrikas ist. Das gängige Afrika-Klischee - 'Afrika = heiß, tropisch und feucht' - kann man hier vergessen.
 

Allgemein kann man sagen, dass die Temperaturen von Region zu Region und zwischen Tag und Nacht extrem schwanken.
 

Der Sommer beginnt ca. im Oktober/November. Die Temperaturen steigen dann tagsüber auf über 30 Grad im Hochland um Windhoek und in der Etosha Pfanne an, und sogar auf über 40 Grad im Binnenland des Südens um Mariental und Keetmanshoop. Solange es nicht regnet, und das tut es kaum bis Januar, ist es auch nachts herrlich warm und man kann lauschige Sommernächte im Sommerkleid auf der Terrasse genießen.
 

An der Küste allerdings ist es immer kühl, auch wenn man tagsüber durchaus Sommerkleidung tragen kann und sich sogar trotz Nebel und verhangenem Himmel einen Sonnenbrand holen kann. Abends jedoch wird es schnell kühl, sogar zum Teil wirklich kalt, so dass man auch im Sommer richtig warme Kleidung braucht. Auch steigt die Temperatur des Atlantiks, bedingt durch den kalten Benguelastrom, nie über 18°C, was das Baden in den Wellen zu keinem echten Vergnügen macht.

 

In den Wüstengebieten ist es tagsüber sehr heiß, nachts jedoch kann es sehr kalt werden.

 

Wenn der Regen im Januar kommt, kann es aber auch im Binnenland recht schnell kühl und ziemlich ungemütlich werden.
Allerdings gibt es nie einen solchen Landregen, wie wir ihn aus unseren Breiten kennen. Nach einer Regennacht kann es durchaus am nächsten Tag wieder sonnig und heiß werden.

 

Im namibischen Winter von ca. Mai bis Oktober sind die Temperaturen den unseren an schönen Frühlingstagen ähnlich. Nachts und in der Früh recht kühl - es können am Morgen schon einmal 0°C sein, tagsüber durchaus um die 18-20 °C und die Sonne scheint täglich von einem herrlich blauen Himmel.

 

Es ist also zu jeder Jahreszeit notwendig, sowohl Sommer-, als auch wärmere Kleidung mitzunehmen. Auf keinen Fall vergessen sollte man gute, feste Schuhe, da diese für Dünen- und Bergwanderungen, aber auch auf Farmen und in den Nationalparks absolut notwendig sind.

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1. Die Staatsflagge:

    die fünf Farben stehen für :

 

Flagge

Blau

Gold-Gelb
Grün
Rot
Weiss

 - der klare namibische Himmel, der atlantische Ozean ,die wertvollen Wasserressourcen, die 
    Wichtigkeit des Regens
 - die Sonne - Leben und Energie, die Namib-Wüste
 - die Vegetation und die agraren Möglichkeiten, die natürlichen Schätze des Landes
 - der jahrzehntelange Kampf um die Freiheit , die Opferbereitschaft der Menschen
 - Frieden und Einigkeit - der menschliche Reichtums Namibias

 

 

2. Das Staatswappen:

Der Schild beinhaltet die Flagge der Republik Namibia und hat auch die gleiche Symbolik. Er steht fest im Sande der Jahrtausende alten Wüste Namib. In diesem Sand ist die Welwitschia Mirabilis verwurzelt, eine der ältesten Pflanzen der Welt. Der Fischadler sitzt auf einem Band von Diamanten. Er repräsentiert den Norden Namibias und seine Wasserressourcen. Der Fischadler ist bekannt für seinen durchdringenden Schrei und seine kräftige Erscheinung. Er soll die Zukunft Namibias darstellen.

Die zwei Oryxantilopen auf jeder Seite des Schildes sind typisch besonders für die halb-ariden Gebiete Namibias. Sie sind bekannt für ihre Eleganz, ihren Stolz und ihren Mut. Selbst Löwen sind ihnen gegenüber vorsichtig. „Unity, Liberty, Justice“ – Einheit, Freiheit, Gerechtigkeit sind die grundlegenden Prinzipien der Verfassung der Republik Namibia.

           
       

 


3. Die Nationalhymne:

 

"Namibia Land of the Brave"
Text und Musik : Axali Doeseb

Namibia land of the brave,
freedom fight we have won
Glory to their bravery
whose blood waters our freedom.
We give our love and loalty
together in unity
contrasting beautiful Namibia,
Namibia our country.
Beloved land of savannahs,
hold high the banner of liberty.

Chorus : Namibia our country,
Namibia, motherland,
we love thee.

Freie deutsche Übersetzung :


Namibia, Land der Mutigen.
Der Freiheitskampf ist gewonnen.
Ehre Ihrem Mut,
deren Blut floss für unsere Freiheit.
Wir geben unsere Liebe und
Freiheit in Einigkeit gemeinsam
kontrastreiches schönes Namibia,
Namibia unser Land.
Geliebtes Land der Savannen,
haltet das Banner der Freiheit hoch.

Refrain : Namibia unser Land,
Namibia, Vaterland
wir lieben Dich.


 

4. Die "Wappenpflanze":

 

die Welwitschia Mirabilis ist die älteste Pflanze der Welt. Sie kann über 1000 Jahre alt werden. Die Pflanze hat lediglich zwei Blätter, die jedoch im Laufe der Jahre vom Wind zerfranst werden.
Sie ist perfekt an die Trockenheit in der Wüste angepaßt und ist in Namibia endemisch (d.h. es gibt sie nirgendwo anders). Die Wüstenpflanze gehört zu den Sukkulenten, kann also in ihrem Inneren Wasser speichern. Das für ihr Wachstum nötige Wasser nimmt sie über die Luftfeuchtigkeit auf.
Welwitschias wachsen ausschließlich im mittleren Teil der Namib, etwa 40 bis 120 Kilometer von der Küste entfernt.

 

 

5. Das Wappentier:

 Die Oryxantilope ist an das Leben ohne Wasser für längere Zeit angepasst. Ähnlich wie bei Kamelen kann die Körpertemperatur der Oryxantilopen weit über das für Säugetiere typische Niveau von 38° Celsius ansteigen, ohne das das Tier dabei Schaden nimmt. 
Wegen seiner besonderen Anpassungsfähigkeit an die widrigen Lebensbedingungen der Wüste und seiner Genügsamkeit wurde der Spießbock zum Wappentier Namibias (und übrigens auch zum Logo von Qatar Airways) erkoren.

      

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"One Namibia - one Nation" lautete das Motto der namibischen Regierung nach der Unabhängigkeit. Und in der Tat fühlen sich die Menschen in Lande heute in erster Linie als Namibier und erst an zweiter Stelle als Angehörige einer bestimmten ethnischen Gruppe. Dennoch ist Namibia eine Vielvölkergemeinschaft. Jede der - insgesamt 11 - Volksgruppen hat eine eigene Geschichte, Sprache und Kultur und als Folge der südafrikanischen Apartheid Politik auch ein Homeland, wenngleich rein rechtlich heute jeder leben darf, wo er will. Besonders in den ländlichen Regionen lebt die Bevölkerung jedoch noch auf traditionelle Weise in Dorfgemeinschaften des Stammes.

Insgesamt zählt Namibia nur rund 1,8 Millionen Einwohner. Über die Hälfte der Bevölkerung, Ovambos, Kavangos und Caprivianer, leben in den ländlich-afrikanisch geprägten Regionen im Norden.

Ca. 50% der Bevölkerung gehören dem Ovambo Stamm und 9% dem Kavango Stamm an;
Andere ethnische Gruppen: Herero 7%, Damara 7%, Nama 5%, Caprivians 4%, Buschmänner 3%, Baster 2%, Tswana 0.5%

In Zentralnamibia leben rund 30% der Namibianer, vor allem Hereros und Damara sowie die Mehrheit der Weissen. Ein Grossteil davon wohnt in der Hauptstadt Windhoek sowie in den Städten Walvis Bay und Swakopmund.

Der trockene Süden ist am dünnsten besiedelt. Hier leben nur 7% der Gesamtbevölkerung, vor allem Namas und Farmer burischen oder deutschen Ursprungs. Ein Grossteil wohnt in den Städten Keetmanshoop und Lüderitz.

Wie auch in Südafrika und anderen Ländern Afrikas verzeichnet Namibia eine hohe Geburtenrate und erheblichen Bevölkerungszuwachs. Und auch hier sind die wichtigsten Probleme Armut, fehlende Ausbildung und Aids.
 

Ethnische Gruppen in Namibia

Ovambo
Von den 1,8 Millionen Namibiern gehören rund 900.000 der Ovambo Volksgruppe an, deren Kernland nördlich der Etosha Pfanne liegt, mit der Stadt Oshakati als Zentrum. Die Ovambos gehören zu den Bantu-Völkern und kamen im 16. Jahrhundert aus Ostafrika. Sie sind Ackerbauern und bauen auf den vergleichsweise fruchtbaren Böden im Norden vorwiegend Mais, Sorghum, Hirse, Kürbis, Bohnen und Melonen an. Daneben halten sie Ziegen und Rinder.

 

Kavango
Östlich des ehemaligen Ovambolands am südlichen Ufer des Okavango Flusses siedeln die etwa 150.000 Kavangos. Ein Grossteil von ihnen kam aus Angola nach Namibia. Die Kavangos leben ebenfalls vom Ackerbau, in geringerem Masse auch von Viehzucht und Fischfang. Sie sind zudem gute Holzschnitzer. Sie sprechen eine eigene Sprache. Ihr Zentrum ist die Stadt Rundu.


Caprivianer
Ganz im nordöstlichen Zipel Namibias leben die rund 50.000 Caprivianer, mit ihrem Zentrum Katima Mulilo. Sie sprechen eine
eigene Sprache und leben von Viehzucht, Ackerbau und Fischfang.

Herero
Drittgrößte Gruppe sind die rund 150.000 Hereros, die ihre Heimat vorwiegend in Zentralnamibia haben. Die weit ausladenden viktorianischen Röcke und die bunten, an Rinderhörner erinnernden Kopfbedeckungen der Herero Frauen gehen auf den Einfluss der Missionarsfrauen zurück, die sich an der ursprünglich sehr spärlichen Bekleidung der Hereros störten. Die stolzen, groß und kräftig gebauten Hereros sind fanatische Rinderzüchter und ihr Land ist stets chronisch überweidet. Ihr Zentrum ist Okahandja, wo alljährlich ein großes Fest zum Gedenken ihrer Ahnen stattfindet.

 

Himba Frau und Baby

Himba
Eng mit den Hereros verwandt sind die etwa 5.000 Himbas, die in der Abgeschiedenheit des etwa 50.000 Quadratkilomter umfassenden Kaokovelds im Nordwesten ihren traditionellen halbnomadischen Lebensstil bislang bewahren konnten. Sie sprechen dieselbe Sprache wie die Hereros und leben ausschließlich von ihren Rinderherden. Zentrum im Kaokoveld ist Opuwo, wo man aber nur wenige Himbas trifft. Die Kultur der Himbas wird durch den stetig zunehmenden und unkontrollierten Kaokoveld-Tourismus bedroht.
Die Himbas sind wegen ihres Aussehens für viele Touristen die "exotischsten" Namibier. Sie reiben denganzen Körper mit einer Mischung aus Rinderfett und ockerfarbigen Lehm ein -Schönheitssymbol und Sonnenschutz zugleich - und tragen noch heute archaisch anmutende Fell-Lendenschurze. Verheiratete Frauen tragen auf ihrer exotischen Haartracht ein Büschel aus Hasenfell.

 

Nama
Der gesamte Süden Namibias wird traditionell vom Volk der Namas bewohnt. Sie sind mit den Khoikhoi verwandt und kamen einst aus dem Kap Raum, als sich die weißen Siedler dort immer mehr ausbreiteten.
Die rund 80.000 Namas züchten vor allem Schafe und Ziegen. Sie sprechen einen schwer erlernbaren Khoisan Dialekt mit Schnalz- und Klicklauten.

 

Damara
Auch die rund 90.000 Damara sprechen diese Sprache. Ihr Hauptsiedlungsgebiet liegt zwischen Erongo und der Etoscha Pfanne mit der Stadt Khorixas als Zentrum. Ein Grossteil lebt jedoch verstreut im Lande. Die Damara leben von der Viehzucht. Sie beherrschten schon früh die Kunst des Eisen- und Kupferschmiedens.

 

Bushman (San), Namibia

San
Die Ureinwohner Namibias sind die Buschleute oder San. Es gibt Anzeichen, dass sie schon vor 20.000 Jahren hier lebten. Man schätzt die Zahl der heute in Namibia lebenden San auf 40.000. Die Apartheid Verwaltung wies ihnen das Gebiet westlich von Tsumkwe als Homeland zu. Die sesshafte Lebensweise entspricht aber nicht ihrer Natur.
Ihre verstreuten Siedlungen im ehemaligen Buschmannland machen heute einen desolaten Eindruck. Der Alkoholismus grassiert, und zudem treiben die Hereros ihre Rinderherden in das Buschmannland.
Eine Lobby im Windhoeker Parlament fehlt ihnen. Während des Unabhängigkeitskriegs wurden die San von der südafrikanischen Armee als Fährtensucher eingesetzt, was ihnen die SWAPO bislang nicht verziehen hat.

 

Baster
Ausschliesslich um die Stadt Rehoboth südlich von Windhoek leben die rund 25.000 Rehobother Baster. Es sind die Nachkommen von Khoikhoi Frauen und burischen Immigranten aus der Kapkolonie, die 1870 ihre Heimat verließen und Rehoboth gründeten. Die Baster sprechen Afrikaans und fühlen sich auch ansonsten den burischen Wertvorstellungen verpflichtet. Sie betreiben vor allem Rinderzucht und sind gute Handwerker. Sie haben erheblichen politischen Einfluss in Windhoek.


Weisse Bevölkerung
Rund 100.000 Weiße leben in Namibia. Davon sind 20% deutscher Abstammung. 20% sind englischer und 60% afrikaanser (burischer) Herkunft. Sie wanderten nach dem 1. Weltkrieg aus Südafrika nach Namibia ein. Die weiße Minderheit ist zwar an der politischen Verantwortung nicht mehr beteiligt, die wirtschaftliche Macht liegt jedoch weitgehend in ihren Händen, vor allem in den Schlüsselbereichen, Landwirtschaft, Handel. Bergbau und Tourismus.
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Bis zur namibischen Unabhängigkeit am 21. März 1990 waren Englisch, Afrikaans und Deutsch gleichberechtigte Amtssprachen. Zur Unabhängigkeit hat sich die Regierung für eine nicht durch Kolonialisierung in Namibia vorbelastete Sprache, nämlich Englisch, als einziger Amtssprache, entschieden. Unter der weißen Bevölkerung sind Afrikaans (60%) und Deutsch (35%) am weitesten verbreitet. Außer den "weißen Sprachen" werden noch eine Vielzahl von einheimischen Sprachen wie z.B. Herero, Ovambo, Damara und Nama gesprochen. Unterrichtssprache in den Schulen ist während der ersten 3 Schuljahren jeweils die Sprache, die im Gebiet der Schule als Umgangssprache gilt (auch Deutsch). Ab dem 4. Schuljahr wird auf Englisch unterrichtet und die Muttersprache als "First Language" ("Erste Sprache") weitergeführt. In der DHPS (Deutsche Höhere Privatschule) ist es z.Zt. so, dass Deutsch Unterrichtssprache bis zum Abitur (13. Klasse) ist. Im Allgemeinen kommt man mit Deutsch und geringen Englischkenntnissen im ganzen Land gut zurecht!

 

Prozentuale Verteilung:
Ovambo-Sprachen 50,6 %
DamaraI/Nama 12,5%
Okavango-Sprachen 9,7 %
Afrikaans 9,5 %
Herero 8,0%
Caprivi-Sprachen 4.7%
San-Sprachen 1,9%
Englisch 0,9%
Tswana 0,4%
andere Sprachen 1,0%

 

Mir persönlich ist aufgefallen, daß die meisten, egal ob weiß oder schwarz, zumeist in Afrikaans miteinander kommunizieren. Auch wurde ich in Shops, Restaurants etc. immer zunächst in Afrikaans angesprochen, wobei man problemlos ins Englische wechselte, als offensichtlich wurde, daß meine afrikaansen Sprechfähigkeiten doch etwas rudimentär sind.

Alles in allem habe ich während meiner 3 wöchigen Reise durch Namibia mehr Afrikaans als Englisch gehört. Erfreut und manchmal auch belustigt habe ich festgestellt, dass ich ca. 60% davon verstehen kann. Vieles habe ich auch nachgesprochen bzw. eigene "Konstruktionen" probiert, nach dem Rezept man nehme etwas Plattdeutsch, etwas Englisch, ein bisschen Deutsch und eine Prise Holländisch, was man so von Kakaodosen kennt. Trotz Fehler und sicherlich auch arg abenteuerlicher Aussprache konnte man mich sogar verstehen. Dabei kam mir sicherlich mein allgemein gut entwickeltes Sprachtalent, meine 10 in Rostock verbrachten Jahre mit der Nähe zum Niederdeutschen und eine ganze Menge Spaß am Afrikaans zugute.

 

Ein Phänomen und für mich persönlich ein weiteres linguistisches Vergnügen ist die ganz eigene Sprache der Deutsch-Namibier, das Südwesterdeutsch.

Die Deutschen dort sprechen ein sauberes Hochdeutsch, weit entfernt von dialektalen Verfälschungen und anderen "Katastrophen", wie etwa Sächsisch oder Schwäbisch. Aber der Wortschatz ist durchdrungen von ganz eigenen lexikalischen Elementen und Konstruktionen. Dabei ist ihr Deutsch deutlich vom Afrikaans, aber auch vom Englischen beeinflusst. Gar keine Einflüsse hingegen gibt es von den im Land existierenden Bantu- oder Khoisan-Sprachen. Wie das wohl auch klingen würde, wenn die Deutschen nun auch noch schnalzen und klicken würden???

Schaut unbedingt mal in meine "wordlist Südwesterdeutsch" rein. Ich garantiere Euch, dass es lustig wird.

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Nach der Überwindung der Apartheid in Südafrika und in der Folge der Unabhängigkeit Namibias 1990 sind Reisen ins südliche Afrika einfach "in" geworden. Obwohl beide Länder nicht gerade zu den günstigen Reiseländern zählen (ich meine zum Glück, sind dadurch doch einem Massentourismus à la Mallorca Grenzen gesetzt), entwickelte sich der Tourismus in dieser Region mit atemberaubendem Tempo. Der Hauptgrund dafür ist sicherlich die unglaubliche Vielfalt und die atemberaubende Schönheit der Landschaften, der Tierreichtum in den Nationalparks und die unverfälschte, ursprüngliche Natur.
Ein weiterer Grund mag die perfekte Infrastruktur sein. Anders als in anderen afrikanischen Reiseländern wie z.B. Kenia, gibt es in Namibia ein gut ausgebautes Straßennetz, sehr gute Hotels, Lodges und Camps von der Luxuskategorie bis zum urigen Zeltcamp, der Service ist perfekt, Mietwagen fallen nicht beim Anlassen des Motors auseinander und es gibt in größeren Städten alles an Lebensmitteln und notwendigen Ausrüstungsgegenständen zu kaufen.
Niemand wird auf den Gedanken kommen, in Namibia einen Strand- und Badeurlaub zu machen. Erstens wegen der Kühle des Atlantiks, wo das Baden so und so kein Vergnügen ist und zweitens wäre es fast eine Sünde, wenn man sich nicht das Land anschauen würde.

Auf diese spezielle Art Individualreisen ist das Land bestens eingestellt.

Die Bevölkerung ist nett und freundlich, kontaktfreudig und hilfsbereit.
 

Es versteht sich von selbst, dass man einige Regeln beachten sollte:

Wer sich zu einer mehrwöchigen Reise mit dem Mietwagen ins Land aufmacht, sollte seine Ausrüstung gründlich prüfen. Dazu gehört neben festem Schuhwerk und warmer Kleidung auch Benzin (nicht überall ist das Tankstellennetz dicht) und ausreichend Wasser. Dazu gute Landkarten und ein Fotoapparat mit ausreichend Speicherplatz und Zoomobjektiv.

Eine Todsünde begeht, wer Abfall liegen lässt oder gar aus dem Autofenster wirft. Die Natur soll so bleiben, wie sie jetzt noch ist und dies sollte jedem Besucher am Herzen liegen.

Im Nationalpark aus dem Auto aussteigen, Tiere füttern oder streicheln kann ganz schnell sehr unangenehm werden. Auch wenn die Tiere manchmal niedlich und putzig sind, es sind immer noch wilde Tiere.

Auch darf man nicht vergessen, dass die Kriminalität aufgrund der großen Gegensätze zwischen Arm und Reich recht hoch ist. Es empfiehlt sich also keineswegs, nachts und dazu vielleicht noch mit Kamera und Schmuck behängt, in einem Township spazieren zu gehen, oder gar noch die Menschen zu fotografieren. Wertsachen sollte man nicht im Auto lassen, oder sichtbar auf dem Sitz ausbreiten, oder gar die Autotür nicht abschließen.

Panik ist nicht angebracht, aber etwas Vorsicht und ein bisschen gesunder Menschenverstand ist doch sehr ratsam.

 

Der Tourismus nimmt heute in Nambia als Wirtschaftsfaktor einen immer bedeutenderen Stellenwert ein. Damit dies auch so bleibt, sollte jeder Besucher sein Bestes dafür tun, dass die unvergleichliche Natur - der natürliche Reichtum Namibias und Grundlage für den Tourismus - auch so erhalten bleibt.

 

Was man in Namibia alles an Sport und anderen Outdoor-Aktivitäten machen kann, könnt Ihr unter dem folgenden link nachlesen:

http://www.namibiatourism.com.na/german/tourism.htm

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Als ich meinen Flug buchte, war mir von vorn herein bewusst, dass ich diesmal einen Urlaub der ganz besonderen Art verbringen würde. Sicherlich haben sehr wenige Namibia-Besucher das Glück, wie ich eine sehr gute Freundin dort zu haben. Und so haben wir beide - die orts- und landeskundige Namibierin und die Touristin - zusammen unsere ganz eigene Route geplant: einige der absoluten Namibia Highlights, abgestimmt mit der zu bewältigenden Strecke, ohne dass das ganze Unternehmen zum Stress ausartet, ein bisschen Zeit, Erholung und relaxen und zwischendurch, ein Klassentreffen, Weihnachten eine Silberhochzeit und Silvester. Das Resultat war ein fantastischer, unvergesslicher Urlaub, eingebettet in das normale Familienleben, auch wenn sich dies zumeist auf das Leben und Feiern der deutschen Gemeinschaft beschränkte.
Ich habe dort traumhafte Natur, Tiere und Wildnis, Abenteuer, herrliches Wetter und Sonnenschein und sogar den ersten Regen erlebt, viel zu viel und gut gegessen (dank der exzellenten Kochkünste meiner Freundin) und nicht zuletzt habe ich mit ihrer Familie und ihren Freunden tolle, unglaublich nette und liebe Menschen kennen gelernt.

Wer lesen (und sehen) will, was ich auf meiner Reise so alles erlebt habe, sollte sich mein "illustriertes Reisetagebuch" anschauen.
 

 ... klickt einfach auf die Landkarte:     

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Windhoek (Windhuk; heißt übersetzt übrigens Windecke)) ist mit seinen rund 250.000 Einwohnern größte Stadt in Namibia und zugleich die Hauptstadt des Landes. Das schmucke Städtchen liegt auf 1650 Metern Höhe malerisch in einem Talkessel, gesäumt von den Erosbergen im Norden und den Auas Bergen im Süden. Nach Westen hin erstreckt sich das Khomas Hochland in Richtung Namib und Küste.
Auch das Stadtgebiet an sich ist hügelig, so dass man von verschiedenen Erhebungen aus (z.B. vom alten Wasserturm, vom Heroes Acre etc.) einen fantastischen Ausblick auf die ganze Stadt hat.

 


Meteoritenskulptur an der Post Mall

Der Baustil entspricht dem moderner Städte.

Daneben findet man zahlreiche wilhelminische Bauwerke aus der deutschen Kolonialzeit. Windhoek wirkt - für eine afrikanische Stadt - nach wie vor sehr sauber und ein wenig kleinstädtisch, wenngleich die Atmosphäre durchaus auch kosmopolitisch geprägt ist.   

Bahnhof

Der Einfluss der deutschen Sprache und Kultur ist auf Grund der kolonialen Vergangenheit in vielen Bereichen sichtbar. Es gibt deutsche Restaurants, deutsches Brot, Wurst, ein hervorragendes, nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebrautes Bier und deutschen Karneval. Fast überall kann man sich auch auf Deutsch verständigen, wenngleich die offizielle Landesprache in Namibia Englisch ist.
 


Independence Avenue

Das Stadtzentrum Windhoeks liegt beiderseits der Independence Avenue, und man kann es gut zu Fuß erkunden.
Die geschäftige Hauptstrasse - bis zur Unabhängigkeit hieß sie Kaiserstrasse - beginnt am Ausspannplatz im Süden und erstreckt sich bis zum einstigen Township Katutura im Norden. Die von der Independence Avenue abzweigende Fußgängerzone Post Mall beherbergt zahlreiche Cafés und Restaurants, Boutiquen und Souvenirläden.

 

 

Der "Tintenpalast" oberhalb der Robert Mugabe Avenue ist Sitz der beiden Kammern des namibischen Parlaments, der National Assembly und des National Council. Das Gebäude stammt aus der Kolonialzeit und wurde 1913 eingeweiht. In Anspielung auf die zahlreichen Schreiberlinge und ihren hohen Tintenverbrauch nannte die Bevölkerung das Gebäude spöttisch "Tintenpalast". Der Garten des Tintenpalasts mit seinen ausgedehnten Rasenflächen und schattigen Bäumen ist ein beliebter Park, und Windhoeks Angestellte verbringen hier gern die Mittagspause.

 

 

 

Tintenpalast

 

Ein Muss für jeden Windhoek-Besucher ist die Christuskirche der lutherischen Gemeinde aus dem Jahre 1896.
Die evangelisch-lutherische Kirche im neu-romanischen Baustil stammt aus dem Jahre 1910.
Die bunten Glasfenster im Altarraum wurden von Kaiser Wilhelm II gestiftet.

Christuskirche Windhoek

 

 

 



Christuskirche

 


Reiterdenkmal und Christuskirche

Ebenfalls ein Anziehungspunkt für jeden Touristen ist das Reiterdenkmal aus dem Jahre 1912, in unmittelbarer Näher der Christuskirche...

http://www.klausdierks.com/Geschichte/reiterdenkmal.htm

 

 

 

 

...  und die "Alte Feste". Sie wurde 1890 durch die Deutsche Schutztruppe unter dem Kommando von Curt von François errichtet, ursprünglich aus ungebrannten Lehmsteinen. Heute ist hier das Nationalmuseum mit umfangreichen Exponaten zur Kulturgeschichte Namibias und historischen Dokumenten untergebracht.

 

 

Alte Feste

 


 
Supreme Court

Seit 1997 werden die historischen Bauwerke Windhoeks durch das monumentale Supreme Court Gebäude dominiert, das Namibias Obersten Gerichtshof beherbergt.

 

 

Auch ein Zeugnis neuerer namibischer Geschichte ist der Heroes Acre (Heldenacker).
Die neue nationale Gedenkstätte Namibias  - Ausdruck und Symbol des Freiheitskampfes, Patriotismus und Nationalismus und des Vermächtnisses, welches an zukünftige Generationen von Namibiern weitergegeben werden soll - wurde Ende August 2002 in einer großen Zeremonie von Präsident Sam Nujoma der Öffentlichkeit übergeben.

Die Anlage mit einer Länge von 287 m und einer Breite von 134 m erstreckt sich über eine Fläche von 732.9212 Hektar ca.15 km südlich von Windhoek in Richtung Rehoboth. Sie beherbergt 174 Gräber im Befreiungskampf gefallener SWAPO-Kämpfer.
Der von einem nordkoreanischen Unternehmen in 13 Monaten errichtete Heldenacker hat rund N$ 61 Millionen gekostet und ist unter der Bevölkerung nicht unumstritten wegen der Monumentalität der Anlage und vor allem wegen der immensen Kosten.

Ich persönlich finde die Anlage zu protzig und zu monumental, obwohl ich natürlich andererseits die Notwendigkeit nationaler Symbole der Heldenverehrung und des Ausdrucks der Selbstbestimmung nachvollziehen kann. Aber etwas kleiner und bescheidener hätte es auch getan. Das viele Geld hätte weitaus sinnvoller zur Lösung einiger der vielen Probleme des Landes eingesetzt werden können. Außerdem sieht die die ganze Anlage sehr koreanisch aus und ist damit für mich ein grober Stilbruch und mehr als "un-afrikanisch".
Allerdings hat man von oben einen traumhaften Blick auf Windhoek und die die Stadt umgebenden Berge und schon deshalb ist der Heroes Acre einen Besuch wert.

 

 

             
            

Windhoek verfügt über einen internationalen Flughafen (Hosea-Kutako Airport), 45 Kilometer außerhalb der Stadt liegend, und über ein breit gefächertes Angebot an Hotels, Pensionen, Safari- und Reiseveranstaltern sowie Autovermieter.


Essen und Trinken:

Es gibt zahlreiche Restaurants und Bars aller Couleur und Preisklassen.
Dazu gibt es in der näheren Umgebung von Windhoek einige urige Lodges wie z.B. die Okapuka-Lodge, wo man in traumhafter Atmosphäre und Umgebung hervorragend essen, oder auch nur einen Sundowner nehmen kann.

Ein absolutes Muss für jeden Windhoek-Besucher ist "Joe's Beerhouse",  ein einzigartiger Pub + Restaurant, der wohl seinesgleichen sucht.
Ob man drin oder draußen in der Lapa sitzt, überall entdeckt man unzählige, von Joe gesammelte Memorabilien. Das knisternde Lagerfeuer und der sternenklare Himmel lassen den "Biergarten" am Abend in einem romantischen Licht erscheinen. 
Ein besonders lauschiges Plätzchen ist die Boma, deren offene Feuerstelle den afrikanischen Nachthimmel romantisch beleuchtet.
Die großen Portionen ausgezeichneter namibischer und deutscher Gerichte wie z.B. Kudusteak, Gemsbockfillet, Straußenpotjie (ein traditioneller Eintopf), Eisbein und Sauerkraut oder Schweinefillet, werden jeden Gourmet entzücken. Selbst Vegetarier kommen bei Joe nicht zu kurz.
Dazu gibt es unterschiedliche afrikanische und importierte Biere sowie eine große Auswahl an Spirituosen, Likören, Schnäpsen, Apfelwein und die üblichen nichtalkoholischen Getränke. Auch einen "Weinwinkel" gibt es für die Liebhaber des Rebensaftes.

Joes Beerhouse, Namibia

Und wenn man es denn geschafft hat, eine der Riesenportionen zu verdrücken, macht man sich auf zu einem Rundgang durch die gesamte Anlage - und das kann dann schon mal etwas länger dauern. Es ist unglaublich, was Joe alles gesammelt hat und welche Dinge jeden Raum und jede Wand zieren.
Am Ende landet man dann unweigerlich im Souvenirgeschäft mit Galerie, das hochwertige, handgearbeitete afrikanische Gebrauchsgegenstände, Geschenke und Joe’s Bierhaus Artikel anbietet.  In der Galerie sind Fotos mit Motiven der unberührten Schönheit der namibischen Wildnis ausgestellt.

Hinweis: Man sollte unbedingt einen Tisch vorab reservieren.

http://www.joesbeerhouse.com 

Joe's Website (Englisch)

http://www.africa-adventure.org/j/joes/deutsch.html  

Joe's Beerhouse website mit Kontaktdaten und Buchungsmöglichkeit

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In Windhuk wohnen die Weißen, in Katutura leben die Schwarzen. Das ehemalige Township liegt im Norden Windhoeks.

Viele Reiche, Weiße allesamt, haben sich im alten Windhuk verschanzt - die Fenster ihrer Villen sind vergittert, die Türen mit Stahlblech beschlagen, die Gärten mit Mauern abgeschottet. Jeder Vorsprung wird mit angeschliffenen Scherben gesichert, jede Brüstung ist mit Stacheldrahtrollen und Elektrozäunen bewaffnet.

Die schwarze Mehrheit von Windhuk wohnt in dem Vorort Katutura, der bis vor kurzem kaum mehr als ein Slum war. Eine staubige Fläche Brachland und eine Industrieschneise trennen das einstige Ghetto von der weißen Stadt. Vor vierzig Jahren begann die Vertreibung der Schwarzen aus ihrer Old Location. Das Viertel lag in Windhuk - mittendrin. Die südafrikanischen Buren, die schon 1915 de facto auch über Namibia herrschten, wollten die Schwarzen an dem Stadtrand ansiedeln. Streng getrennt nach Stammeszugehörigkeit. Als die Ovambo, Herero, Kavango, Damara, Himba und Nama nicht verschwinden wollten, eröffnete die Polizei das Feuer. Es gab Tote. Die überlebenden Schwarzen wurden auf die vertrocknete Fläche vor der Stadt gejagt. Katutura, "der Platz, an dem wir nicht leben wollen", nannten sie den Ort ihrer Verbannung.

Noch immer gleicht Katutura einem Armenviertel: Baracken, Verschläge, mit Wellblech gedeckte Hütten, Sandwege. 130 000 Menschen leben hier. An den Rändern wuchern die illegalen Squatter-Camps. Braungraue Rauchschleier steigen auf, Feuer haben Löcher in den Boden gefressen. Kinder spielen Fußball mit Pepsi-Dosen. Frauen balancieren Körbe auf ihren Köpfen, junge Männer drängeln sich um eine hölzerne Biertheke, trinken Windhoek Lager. Shebeens, die verräucherten Kneipen sieht man allerorten.

Doch seit Präsident Nujoma in Katutura lebt, ist das einstige Township auch ein Ort des Aufbruchs. Arbeiter graben Rinnen für die Kanalisation, pflanzen Strommasten und Straßenlaternen, teeren Sandstraßen. Zeilen mattroter Ziegelhäuser, überzogen mit Schleppen von Bougainvillea, wurden aufgebaut. Die Menschen legen Gärten an, pflanzen Blumen und ziehen Dagga (das Wort ist arabisch, bedeutet Rauch und meint Marihuana). Mitten in Katutura hat sich die Disco "Midnight Express" niedergelassen. Pop, Rap und Reggae und westafrikanische überfluten die Gassen.  Der Sound Afrikas vermischt sich mit dem der Karibik und Nordamerikas. Auf dem Schild vor der Disco haben Kids das K von Katutura aus dem Blech gekratzt und durch ein M ersetzt: Matutura. "Wir wollen bleiben" heißt das auf Ovambo.

Man sieht kaum Weiße in Katutura und es ist auch nicht ratsam, dort sightseeing zu machen. Ich bin mit meinen (weißen!) Freunden einmal kurz durchgefahren, aber nur auf der geteerten Hauptstrasse und ausgestiegen sind wir auch nicht. Ich wäre gern einmal tiefer rein ins Viertel gefahren und wäre auch gern einmal ausgestiegen, aber man tut das einfach nicht. Es ist irgendwie ein komisches Gefühl und es wäre wohl auch den Bewohnern eher eigenartig vorgekommen, dort drei flanierende Weiße zu sehen. Und wir waren tagsüber dort. Absolut abzuraten ist von nächtlichen Spaziergängen.

Trotz allen Unterschieden zum "weißen" Windhoek war ich "pleasantly surprised" (angenehm überrascht), wie mir ein Freund bereits vorher versicherte. Im Vergleich zu den Kleinstädten und Siedlungen der Einheimischen in Kenia oder Gambia, wo die Häuser nichts weiter als windschiefe Bretter-, Wellblech- und Pappkartinbuden sind, ist Katutura geradezu luxuriös.
Man kann nur hoffen, dass die Regierung in Zukunft noch mehr tut, um den Bewohnern von Katutura eine wirkliche Heimstatt zu schaffen, wo sie unter akzeptablen Bedingungen leben und arbeiten können. Die für den Bau des Heroes Acre ausgegebenen Millionen wären in Katutura tausendmal besser angelegt gewesen.

Quelle:   http://www.zeit.de/archiv/1998/19/namibia.txt.19980429.xml?page=1   

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Swakopmund ist ein hübscher, netter, sauberer Badeort. Trotz der zahlreichen wunderschönen Kolonialbauten im wilhelminischen Stil, die dem Städtchen sein charakteristisches Gesicht verleihen, mußte ich immer wieder an deutsche Seebäder wie Warnemünde und Heiligendamm denken. Das ganze Flair, die Mole und der Leuchtturm lassen diesen Vergleich durchaus aufkommen.

Hohenzollern Haus Swakopmund Hohenzollern-Haus


Swakopmund hatte während der deutschen Kolonialzeit als Hafen große Bedeutung, auch wenn die Küstengewässer eigentlich zu flach sind, eine geschützte Bucht fehlt und die Brandung zu stark ist. Lüderitz war jedoch zu entlegen und hatte kein Süßwasser, und der Seehafen Walvis Bay war damals in britischem Besitz.
 

Im August 1892 steckte darum das Kanonenboot "Hyäne" unter dem Kommando von Hauptmann Curt von François eine Landestelle nördlich der Mündung des Swakop Flusses ab, und ein Jahr später wurden 40 Siedler aus Deutschland und 120 Angehörige der Schutztruppe mit Brandungsbooten an Land gerudert, ein abenteuerliches Unterfangen.
Erst 1905 wurde ein 325 Meter langer hölzerner Landungssteg fertiggestellt, der später durch eine solidere Konstruktion aus Eisen ersetzt wurde.

Swakopmund Jetty





    Landungssteg (Jetty)

 

Swakopmund Bahnhofder alte Bahnhof

Swakopmund wurde zum Tor für Deutsch-Südwestafrika. Die gesamte Versorgung der Kolonie wurde über den kleinen Ort abgewickelt. 1902 konnte die Schmalspur-Eisenbahn nach Windhoek in Betrieb genommen werden. Der Bahnhof im wilhelminischen Stil stammt aus dem gleichen Jahr. Er wurde vor einigen Jahren aufwendig restauriert und in ein Vergnügungszentrum mit Spielcasino und Luxushotel umgewandelt.   

 

Das Stadtbild des rund 30.000 Einwohner zählenden Ortes ist durch zahlreiche Kolonialbauten geprägt. Ein Wahrzeichen ist das Woermann Haus aus dem Jahre 1905. Das ehemalige Handelshaus in der Bismarck Strasse mit seinem 25 Meter hohen Damara-Turm und seinem von Arkaden gesäumten Innenhof beherbergt heute die städtische Bibliothek, eine Kunstgalerie und das Büro der Namibia Wildlife Resorts.

Woermann Haus

 

 

Woerman Haus

 

Swakopmund ist heute ein beliebtes Seebad mit vielen touristischen Attraktionen und  angenehmem (nach Ansicht hitzegeplagter Namibier aus dem Binnenland!) Klima im Sommer. Besonders um die Weihnachtszeit wimmelt es in der Stadt von Windhoekern, und Unterkünfte sind dann nicht zu bekommen. Ich hatte den Eindruck, dass es offensichtlich zum guten Ton gehört, den großen Sommerurlaub (dort ab Mitte Dezember bis ca. Mitte Januar) "an der See" zu verbringen - ähnlich wie die reichen Hamburger und Lübecker Kaufleute zu Zeiten von Thomas Mann's "Buddenbrooks" dies taten.

In Swakopmund ist es im Vergleich zum Inland recht kühl. Das Wasser ist meist zum Baden ein wenig zu kalt. Ursache ist der kalte Benguela-Meeresstrom. Er sorgt auch dafür, dass der Ort häufig bis in die Mittagsstunden hinein in dichten Nebel gehüllt ist. Mir war es in Swakopmund einfach zu kalt. Ab Abend habe ich trotz Jeans, langärmligem Shirt und Jacke vor Kälte gezittert.

Sehenswürdigkeiten:
Die schönen historischen Gebäude in Swakopmund - Hohenzollern Haus, Woermann Haus, Altes Amtsgericht, Prinzessin Rupprecht Heim - kann man auf einem Stadtrundgang kennenlernen. Der Leuchtturm stammt aus dem Jahre 1902 und ist 21 Meter hoch. Das Museum neben dem Leuchtturm zeigt interessante heimatkundliche Exponate.
Eine besondere Attraktion ist das erst 1995 eröffnete Aquarium von Swakopmund. Es zeigt das Meeresleben an der Küste Namibias in mehreren grossen Meerwasser-Becken, das grösste mit 350 Kubikmeter Volumen. Täglich um 15 Uhr werden die Fische von Tauchern handgefüttert. Sehr beeindruckend! Das Aquarium liegt in der Strand Street und ist - ausser montags - täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Unterhaltung:
Der ehemalige Bahnhof von Swakopmund - eines der zahlreichen Kolonial Bauten in der Stadt - wurde vor einigen Jahren zum eleganten Spielkasino- und Vergnügungs-Komplex umgebaut einschliesslich 5-Sterne Luxushotel. Das Swakopmund Entertainment Centre & Hotel führt auch Kamel-Exkursionen in die Namib Wüste durch. Tel ++264-(0)64-400800, Fax 400801.

 

Essen und Trinken:
The Lighthouse Pub & Restaurant. An der Mole.
Schöner Blick aufs Meer von der Terrasse. Speziell Steaks und Fischgerichte. Tel 064-400894.
Wer etwas Besonderes essen möchte und dazu noch die Aufmerksamkeit aller Restaurantgäste auf sich ziehen möchte, sollte einen "Lighthouse-Burger" probieren - Spaß ist garantiert!

 

Auch Swakopmunds Umland hat viel zu bieten. Besonders reizvoll sind Fahrten an der herrlichen, dünengesäumten Küste entlang, sowohl ins 30 Kilometer südlich gelegene Walvis Bay als auch in die National West Coast Recreation Area im Norden. Eine Strasse führt direkt am Strand entlang zum Anglerparadies Henties Bay, und weiter nach Cape Cross bis zur Mündung des Ugab Flusses. Hier beginnt der Skelettküsten Park, für den ein besonderes Permit erforderlich ist.
 

Welwitchia

 

 



Welwitschia Mirabilis - ein 'lebende Fossil'

Interessant ist auch der Welwitchia Drive, der zur Mondlandschadt am Swakop Rivier und in den nördlichen Teil des Namib Naukluft Parks führt.

Für den Welwitchia Drive ist ein Permit erforderlich. Man bekommt es für 20 N$ pro Person beim Tourismus Büro im Worrmann Haus oder an der Tankstelle beim Autohaus Kriess. Die Strecke ist rund 160 Km lang, und man sollte sich einen halben Zeit dafür nehmen.
 

 

                                                        




Mondlandschadt am
Swakop-Rivier

 

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Die Küstenstadt Henties Bay ist eine der bekanntesten und beliebtesten Ziele für Angler im südlichen Afrika und befindet sich im nationalen Erholungsgebiet der Westküste, ungefähr 440 km von Windhoek und 70 km nördlich von Swakopmund entfernt.

Von Windhoek aus erreicht man Henties Bay über die Fernverkehrsstraße B2 und auf der Schotterstraße D1918 gelangt man über Usakos und die Spitzkoppe in die Stadt. Außerdem führt die Salzstraße C34 über Swakopmund nach Henties Bay.

Die Stadt wurde nach dem Bürgermeister Hentie van der Merwe benannt, der 1922 eine Frischwasserquelle in der Mündung des Omaruruflusses entdeckte. Nach seiner Entdeckung kehrte er Jahr für Jahr an diesen Ort zurück, um hier seinen Urlaub zu verbringen. Nach einigen Jahren Camping beschloss er, ein einfaches Ferienhaus aus Holz zu bauen.
Bewohner von Herrn van der Merwes Heimatstadt in der Kalkveldregion folgten sehr schnell seinem Beispiel. Henties Bay wurde letztendlich die beliebte Ferienstadt, die sie heute ist, mit derzeit etwa 2700 Einwohnern, die hier ihren ständigen Wohnsitz haben.

Wie in der Namibwüste ist auch das Klima an der Küste extrem trocken aber durch den Einfluss des kalten Bengualenstroms (13 - 18 Grad Celsius) sind die Temperaturen gemäßigt.
Fast jede Nacht entsteht Nebel durch auflandige Winde und normalerweise beträgt die Luftfeuchtigkeit 85%. Im Gegensatz dazu fallen weniger als 15 mm Regen im Jahresdurchschnitt. Wenn der trockene, heiße Ost- oder Bergwind weht, klettern die Tagestemperaturen auch schon mal auf über 40 Grad Celsius. Ironischerweise treten diese Winde im hiesigen Winter zwischen April und August auf und obwohl sie sehr heiße Luft mitbringen, bereiten sie wunderschöne Sommertage und -abende.

Henties Bay ist ein beliebter Ferienort mit Geschäften, Restaurants, Pubs, Banken, einer Post, einer 24 Stunden geöffneten Tankstelle und einer Geländewagenvermietung sowie Autowerkstätten, Abschleppdiensten und ärztlicher Versorgung.

Diese kleine Stadt bietet eine ruhige, rustikale Atmosphäre. Der geringe Verkehr in den Straßen, das milde Klima und der lange, saubere Strand tragen zu der Idylle bei und bieten den idealen Ort für einen entspannten Urlaub oder für ein paar Tage Pause nach einer langen, ermüdenden Fahrt auf sandigen Straßen und in großer Hitze.

Es gibt ein Hotel, Bungalows und Ferienwohnungen, Bed & Breakfast Gästehäuser, einen Campingplatz, Backpacker Hostels, und Einrichtungen zur Selbstversorgung. Unter den Sportmöglichkeiten sind z.B. ein 9-Loch Golfplatz,Tennisplätze und Squashcourts.

Je nach Fischaufkommen (wie etwa Kabeljau, Galjoen, Steenbras und Blacktail) ist Henties Bay mit seinen vielen guten Angelplätzen entlang der Küste ein Paradies für Angler. Erfahrene Angler bieten Tagesausflüge oder mehrtägige Angeltouren, die im Voraus gebucht und nach Ihren Wünschen gestaltet werden können.

Henties Bay ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Namibwüste. Einige Gebiete kann man selbst mit dem eigenen Wagen erkunden, andere Regionen sind wiederum nur mit einem Geländewagen zu erreichen. Es ist aber anzuraten, viele dieser Ausflüge mit einem erfahren Reiseleiter zu unternehmen, da die Straßen recht unwegig sind und teils die Beschilderung fehlt. Auf jeden Fall sollte man auf den so genannten Gravel Roads (Schotterstraßen) und auf der Küstenstraße, die aus Salzschotter gemacht ist, vorsichtig fahren. Diese Straßen können bei Nebel oder nach Regen sehr rutschig sein. Auch die Touren in die Wüste kann man im Voraus buchen und nach ihren Wünschen gestalten.

Diese Informationen stellte  die Stadt Henties Bay zur Verfügung.

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Fünfzig Kilometer nördlich von Karibib an der C33 liegt das kleine Dorf Omaruru am gleichnamigen Fluss. Das Omaruru Rivier ist normalerweise trocken, von ein paar Kolken hier und da einmal abgesehen. Auf Grund des reichlich vorhandenen Grundwassers wirkt der Ort jedoch vergleichsweise grün.

Die Geschichte von Omaruru ist eng mit der Geschichte der West Herero verknüpft, die Mitte des 18ten Jahrhunderts mit ihren Herden aus dem Kaokoveld nach Süden gezogen waren und sich hier ansiedelten. Der Missionar Gottlieb Viehe zog 1872 aus Otjimbingwe - dem 100 Kilometer südlich gelegenen Missionszentrum der Rheinischen Kirche - nach Omaruru und baute ein Missionshaus. Viehe übersetzte die Bibel in die Herero Sprache und erreichte, dass viele Herero in der Omaruru Region Christen wurden, unter anderem ihr Häuptling Wilhelm Zeraua.

 

Deutsche Siedler fanden um die Jahrhundertwende Interesse an der Omaruru Region und gründeten Farmen, vor allem an den Ufern des Flusses, wo das Weideland am besten war. Eine 20 Mann starke Schutztruppen-Garnison wurde zum Schutz der Siedler in Omaruru stationiert.
 

Im Januar 1904 kam es jedoch zum dramatischen Aufstand des Herero Volks in Namibia. Auch Omaruru war davon betroffen. Die Hereros überfielen die Farmen und umzingelten den Ort. Die Schutztruppe war kurz zuvor ins 400 Kilometer entfernte Gibeon im Süden marschiert. Hauptmann Viktor Franke, Kommandeur der Omaruru Kompanie, kehrte mit seinen Männern sofort um, als ihn die Nachricht vom Aufstand via Heliograph erreichte. Nach einem nur 5tägigen Gewaltmarsch gelang es ihm, zunächst Windhoek und Okahandja zu entlasten und anschließend den Belagerungsring der Hereros um Omaruru zu durchbrechen und die eingeschlossenen Siedler zu befreien. Der Beobachtungsturm in Omaruru stammt aus dem Jahre 1908. Er wurde gebaut, um in Zukunft eine bessere strategische Position zu haben. Zu Ehren des Hauptmanns Viktor Franke wurde er nach ihm benannt.
Den Franke Turm kann man besichtigen und besteigen. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick.

Hauptmann Viktor Franke

 

 

 

      Viktor Franke

Franke-TurmFranke Turm, Omaruru
                                          


Das soziale Klima in Omaruru ist heute im Wandel begriffen. Zu den Alteingesessenen gesellen sich immer mehr Künstler und Kunstwerkwerker und verschaffen dem Ort ein zunehmend kosmopolitisches, modernes Flair.
 

Sand Dragon, Omaruru

Wunderschön ist das neue Kunst- und Kunsthandwerkszentrum "Sand Dragon" an der Main Road, das von einer amerikanischen Künstlerin und ihrer Familie in Eigenregie aufgebaut wurde und im südlichen Afrika seinesgleichen sucht.

Das Kunstzentrum lohnt allemal einen Besuch, denn es gibt eine außergewöhnlich schöne Kunsthandwerks- und Schmuck-Kollektion zu entdecken. Man kann hier auch sehr schön sitzen und klönen und Kaffee oder Tee trinken, und zum Mittagszeit gibt es diverse leckere Lunchgerichte.

 

 

Und das schönste Internet Café im südlichen Afrika findet man ebenfalls in diesem Lokal!
Tel 064-570707.
 

Sand Dragon Internet Café

 

Kristall Kellerei Omaruru

Kristall Kellerei

An der Strasse D2328 liegt vier Kilometer nordöstlich von Omaruru das erste und einzige Weingut in Namibia.
Auf 4 Hektar werden 2 verschiedene Weine produziert, Colombard und Ruby Cabernet. Es gibt eine kleine Taverne, wo man gemütlich sitzen, den Wein des Guts verkosten und auch etwas essen kann. Führungen werden angeboten. Deutsche Eigentümer. Tel: 064-570083.

 


Essen und Trinken:

Empfehlenswert ist das Restaurant des Central Hotels in der Main Road, das deutsche Küche anbietet. Tel 64-570030.
Leider ist das traditionsreiche "Hotel Staebe" heute geschlossen. Vielleicht gewinne ich ja mal im Lotto und habe das nötige Kapital, um das Hotel zu renovieren und wiederzueröffnen.

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Der Besuch des Etosha National Parks gehört zu den absoluten Highlights einer Namibia Reise.
Etosha umfasst eine Fläche von über 22000 qkm und wurde bereits 1907 von der Deutsch-Südwestafrikanischen Verwaltung zum Wildschutzgebiet erklärt. Das Herzstück  ist die 5.000 km2 große vegetationslose Salzpfanne, die sich in regenreichen Zeiten mit Wasser füllt und eine der wichtigsten Flamingobrutstätten im südlichen Afrika ist. Sie ist umgeben von Gras- und Dornsavannen, Mopane-Buschland im Westen sowie Trockenwald im Nordosten. Einstmals, vor rund zwei Millionen Jahren, gab es hier einen riesigen See, der durch den Kunene Fluss gespeist wurde und später durch Änderung des Flussverlaufs allmählich austrocknete.

Die Pfanne ist nahezu immer trocken. Besonders im südlichen Teil des Parks liegen jedoch verstreut zahlreiche Wasserlöcher, Lebensgrundlage für den Wildbestand im Etosha National Park. Sie bieten dem Besucher optimale Voraussetzungen, diesen Tierreichtum zu beobachten.

 

Elefanten in Etosha, Namibia

 

Lion in Etosha, NamibiaZebra in Etosha, Namibia

Nahezu die gesamte Palette an afrikanischem Großwild ist im Park vertreten, und natürlich auch die "Grossen Fünf", Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Auf Grund einer per Flugzeug durchgeführten Tierzählung gibt es derzeit rund 250 Löwen im Park, 4000 Gnus, 8000 Oryx-Antilopen, 300 Nashörner, 2500 Giraffen, 6000 Zebras und über 2000 Elefanten. Und von den zierlichen Springböcken gibt es fast 20.000 Exemplare. Oft sieht man sie in riesigen Herden von mehreren Hundert Tieren.


 

Giraffen in Etosha, Namibia

Der Nationalpark ist gut erschlossen. Recht gut gepflegte (ungeteerte) Strassen führen zu den Wasserlöchern, wo man die Tiere am besten beobachten kann.

 

Etosha National Park

 

Okaukuejo, Namibia
 

 


Okaukuejo

Im Etosha Nationalpark gibt es drei staatliche Camps: Namutoni, die denkmalgeschützte romantische weiße Feste, Okaukuejo, gleichzeitig Sitz der Parkverwaltung, und Halali.Dort stehen Hotels, Ferienbungalows und Campingplätze zur Verfügung. Ausserdem gibt es Restaurants, Einkaufsläden und Schwimmbäder.

Fort Namutoni
Namutoni 

Wegen der begrenzten Kapazitäten wird eine Vorabreservierung dringend empfohlen.

Das Haupteingangstor zum Park ist das "Andersson Gate" bei Okaukuejo im Süden. Im Osten liegt das "Von Lindequist Gate" bei Namutoni. Ein neues Gate, das "Nehale lya Mpingana Gate" (King Nehale Gate) wurde Anfang 2003 im Nordosten eröffnet.

Weitere Infos zu Kosten für Unterkunft und Parkeintritt findet Ihr unter:        http://www.namibia-info.net/zentralnamibia/etosha_info.html

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Eine Besonderheit Namibias ist das weite Farmland.

Es gibt rund 4.000 Farmen. Sie gehören zum überwiegenden Teil weißen Farmern und betreiben extensive Rinder- und Schafzucht, wobei das Fleisch nach Südafrika exportiert wird. Einige Farmen haben sich erfolgreich auf die Produktion von Straußenfleisch spezialisiert, das ebenfalls exportiert wird.

Man kann sich leicht ausmalen, wie unendlich mühsam es gewesen sein muss, in diesem trockenen Land etwas anzupflanzen. Sand, Hitze, Trockenheit und wilde Tiere machten es für die Farmer immer wieder fast unmöglich. Und doch haben viele es geschafft, dem Boden wenigstens soviel abzutrotzen, dass eine Familie davon leben konnte.

Im Zuge des sich schnell entwickelnden Tourismus haben heute viele Farmer die Zeichen der Zeit erkannt und besitzen nicht mehr nur Rinder und Schafe, sondern auch Gästezimmer.
Im ganzen Land gibt es Lodges und Camps - manche sind klein und einfach, andere haben noble Appartements mit Küche und Bad.

Es gibt "nur" Gästefarmen und Jagd- und Gästefarmen. Einige haben sich zu großen Luxusherbergen mit Swimmingpool, einem Gourmet-Restaurant und erstklassigem Service entwickelt. Eines ist allen gemeinsam: Deutschfreundlichkeit und Sauberkeit. Überall wird deutsch gesprochen (obwohl die offizielle Landessprache englisch ist und die Sprache der Einheimischen Afrikaans).

 

Eine davon sind weit über die Grenzen Namibias hinaus bekannt und waren auch bereits bei uns im Fernsehen zu sehen, wie z.B. die Harnas Farm.

Harnas, einst eine normale Rinderfarm im Besitz der Familie van der der Merwe ist heute eine gemeinnützige Organisation, die sich dem Schutz der Wildtiere Namibias verschrieben hat.
 

 

http://www.harnas.de/de/

Es lohnt sich wirklich, hier einmal reinzuschauen

http://www.harnas.de/de/support/workingguest.php 

Sogar als "working guest" kann man sich dort bewerben

 

Die Ameib Farm:

An der Pad 1937 in den Erongo Bergen liegt die Farm Ameib, die auch für Tagesbesucher geöffnet ist. Geboten wird spektakuläre Landschaft. In der Phillipshöhle gibt es zahlreiche Felsmalereien, unter anderen den berühmten "Weissen Elefanten". Man kann schöne Wanderungen unternehmen. Und besonders interessant sind die riesigen Granitkugeln von Bull's Party. Ameib bietet einen Campingplatz sowie Chalet Unterkünfte und ein Restaurant.
Tel: 064-530803.

Ameib

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Man kann in Windhoek, in Swakopmund und anderen größeren Städten fast so gut einkaufen wie hier zu Hause. Es gibt moderne Supermärkte, Shopping Malls mit einer Fülle von Geschäften aller Coleur, Bäckereien und Metzgereien, wo das shoppen richtig Spaß macht. Das Warenangebot ist fast mit dem unseren zu Hause vergleichbar und man bekommt sogar unsere aus der Heimat bekannten Markenprodukte, auch wenn diese dort recht teuer sind.

Man muß also auch zur Weihnachtszeit nicht auf Nürnberger Lebkuchen und Marzipanstollen verzichten. Garantiert gibt es die Stammmarke des Haarshampoos und des Shower Gels, falls dies zur Neige gehen sollte. Natürlich gibt es zahlreiche regionale, vorwiegend südafrikanische, Produkte, die erschwinglich sind und einem Qualitätsvergleich meist nicht zu scheuen brauchen.

Wer Mitbringsel für die Lieben zu Hause sucht, sollte diese in einem der fantastischen Kunstgewerbe- und Souvenirgeschäfte in Windhoek oder Swakopmund erstehen. Es gibt zwar an zahlreichen Straßenecken die Stände der Einheimischen, an denen Holzschnitzereien und Schmuck angeboten wird, aber ich habe festgestellt, dass die Qualität den hochwertigen Produkten in den Geschäften bei weitem nicht standhalten kann.

 

Eine namibische (und südafrikanische auch!) Besonderheit ist der VAT-refund, also die Rückerstattung der Mehrwertsteuer für in Namibia gekaufte Güter, die tatsächlich ausgeführt werden. Also nicht für Restaurant-, Hotel- oder Mietwagenrechnungen.
Dazu muss man alle Rechnungen sammeln und die Waren müssen vor der Ausreise vorgezeigt werden (also unbedingt alles ins Handgepäck packen). Die Rechnung muß eine Tax Invoice sein, die folgendes enthalten muss: 1. die enthaltene Mehrwertsteuer, 2. die Worte tax invoice, 3. die VAT-Nummer, 4. Name des Geschäfts und des Verkäufers, 5. Beschreibung der gekauften Waren, 6. Steuernummer, 7. Ausstellungsdatum, Preis der Ware in Namibia Dollar oder Rand.
Klingt alles furchtbar kompliziert, ist es aber nicht. In größeren Geschäften, Kaufhausketten etc. ist alles auf dem normalen Kassenzettel drauf. In kleineren Geschäften, wo manchmal die Kassenzettel noch mit der Hand ausgeschrieben werden (Kopie mit Blaupapier wie früher hier auch), bittet man den Verkäufer um eine tax invoice. Es lohnt sich auf jeden Fall, vor allem für Shopping-Fans wie mich.
VAT-Büros gibts am Flughafen und auch eins in Windhoek.

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Namibia ist zwar in Afrika, aber die hygienischen Bedingungen sind viel eher mit unseren zu Hause, als mit anderen afrikanischen Ländern vergleichbar. In den Städten gibt es zahlreiche Ärzte, viele davon sind Deutsche, aber auch Buren und sehr gut ausgebildete schwarze Mediziner.

Der Namibia-Reisende muß keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Die Gefahr von Magen-Darm-Erkrankungen, wie in anderen Ländern Afrikas, ist kaum vorhanden. Allerdings sollte man etwas Vorsicht walten lassen beim Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten (Gefahr von Infektionskrankheiten wie z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Dies betrifft sicherlich hauptsächlich Rucksack- und Trekkingreisende unter einfachen hygienischen Bedingungen.

Vorsehen sollte man sich vor Sonnenbrand und im Norden Namibias (Etosha Pfanne und den tropischen Gebieten des Caprivi Strips) wird vor Malaria gewarnt.
In Namibia gibt es Giftschlangen und obwohl die Tiere sehr scheu sind und wahrscheinlich mehr Angst vor uns, als wir vor ihnen haben, sollte man bei einem Schlangenbiß sofort einen Arzt aufsuchen. Das gebissene Körperteil muß sofort abgebunden werden und man sollte die Schlange beschreiben können, damit der Arzt das richtige Antiserum anwenden kann. Der beste Schutz sind natürlich hohe, feste Schuhe.

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Namibia ist wirtschaftlich stark von Südafrika abhängig . Auch die Währung, der Namibia Dollar (N$), ist an den südafrikanischen Rand gekoppelt, und Namibia muss die Hochzinspolitik von Südafrikas Reserve Bank wohl oder übel mitmachen.

 

1 Namibischer Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: N$, NAD (ISO-Code).
Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50 und 10 N$. Münzen in den Nennbeträgen von 5 und 1 N$ sowie 50, 10 und 5 Cents. Da der Namibische Dollar an den Südafrikanischen Rand gebunden ist , wird dieser ebenfalls in Namibia als gültige Währung akzeptiert.
Geld kann in Banken und Wechselstuben umgetauscht werden.

Diners Club, Eurocard, MasterCard, American Express und Visa werden akzeptiert.

 

Tankstellen akzeptieren nur Bargeld.

Mittlerweile kann auch an Geldautomaten mit der Kreditkarte Geld abgeholt werden.

Auch die EC-Karte kann bei einigen Banken verwendet werden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

 

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 2.000 N$ oder auf 2.000 R begrenzt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt, Deklarationspflicht! Die Ausfuhr von Fremdwährung ist auf den eingeführten Betrag begrenzt.

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Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt: Von Überlandfahrten während der Dunkelheit wird abgeraten. Neben erhöhter Gefährdung durch kriminelle Übergriffe besteht das Risiko eines Verkehrsunfalls wegen unbeleuchtet abgestellter Fahrzeuge und auf der Straße befindlicher Tiere. Vorsicht ist bei den kleinen, unbewirtschafteten Rastplätzen entlang der Landstraßen angebracht, wo es wiederholt zu Überfällen auf Touristen gekommen ist. Diebstähle und Raubdelikte gegen Touristen - vor allem Einzelreisende - werden auch in den Städten Windhuk und Swakopmund häufiger. Von Spaziergängen in unbeleuchteten Seitenstrassen und einsamen Gegenden in der Dunkelheit wird abgeraten  - und ganz und gar sollte man auf sightseeing in Katutura verzichten (kg).

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http://www.namibia-info.net/

ein fantastischer Online-Reiseführer und Hauptquelle der gesamten Infos auf meiner Seite - Vielen Dank dafür!!!

http://www.namibia.de

http://www.natron.net/lodges.htm

 Verzeichnis von Lodges + Camps u.v.a.m.

http://www.reisefuehrer-online.de/Namibia.htm

http://www.namibia-botschaft.de/index.htm

http://land.heim.at/toskana/210137/Namibia.htm

http://www.afrikaaktuell.de/Namibia/info.html

www.travel-namibia.de

http://www.namibia-tourism.com/

www.namibiatourism.com.na

http://mschroepel.ms.funpic.de/neue_seite_1.htm

Private Seite über eine Namibia-Rundreise

http://www.okalele.de/afrikaportal/namibia/namibia.htm

www.suedafrika-reise.net/namibia/attractions.htm

http://www.namibia-facts.de

http://www.hentiesbay.com/

http://www.ferienberater.de/namibia.htm

http://www.suedafrika.net/namibia/ti_farms.htm

Farmen und Lodges in Namibia

http://www.natron.net/lodges.htm

Lodges, Gästefarmen und Camps

http://www.namibiareservations.com/

http://www.e-tourism.com.na/

http://www.die-reisemedizin.de/data/land-info/NA.xml

sehr gute, umfangreiche Infos in Kurzform

http://www.namibia-info.net/zentralnamibia/etosha_info.html

Infos zu Etosha

http://de.wikipedia.org/wiki/Wappen_Namibias

... und hier höre ich auf! Es gibt im Web unzählige links zu Namibia. Es würde zu weit führen, hier eine Auswahl, oder gar die "interessantesten" aufzuführen. Ich habe sehr viele Informationen auf meiner Seite aus diesen Websites gewonnen.

 


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