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Namibia


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Reise
Namibia - das Land im Südwesten
Afrikas zwischen dem Oranje Fluss im Süden und dem Kunene Fluss im Norden - ist
ein trockenes, karges, rauhes Land, wie aus einer anderen Welt.
Namibia ist einzigartig und mit keinem anderen Land auf der Erde zu
vergleichen.
Die grandiosen Wüstenlandschaften im Süden, die unvorstellbare, fast
menschenleere Weite des Landes, ausgedehntes Farmland, die Trockenflüsse - hier
Riviere genannt, der unglaubliche Tierreichtum in der Etosha Pfanne, üppiges
Tropengrün im Caprivi Strip im Norden - das alles vermittelt das
unbeschreibliche Gefühl, der Schöpfung irgendwie ein Stück näher zu sein.
Namibia ist trotz der extremen Naturverhältnisse ein leicht zu bereisendes Land und ein El
Dorado für jeden Fotografen, ein Land der Kontraste und der klaren Farben. Namibia ist Abenteuer
pur und doch muss man kein
Abenteurer sein, um dieses Land zu erleben. Ein gepflegtes Straßennetz macht
das Reisen zum Vergnügen. Wer einmal dort war, wird sich in das Land verlieben
und wiederkommen. Und wer ursprüngliche, noch wie von Gott geschaffene Natur
erleben will und die Ruhe und sagenhafte Weite genießen kann, MUSS Namibia
besuchen.
Namibia - das jüngste afrikanische Land erhielt erst
im Jahr 1990 seine Unabhängigkeit - ist ein Land der Gegensätze:
ausgedehnte Wüstenlandschaften im Süden (die Namib ist die älteste
Wüste der Welt); zerklüftete Gebirge; dichte Waldgebiete; Trockenflüsse (Riviere)
und fruchtbare Tropenerde am Okavango im Norden.
Ähnlich vielfältig ist auch die Tier- und
Pflanzenwelt.
Windhuk, die Hauptstadt, liegt in der hügeligen Landschaft des
zentralen Hochlandes. Moderne Bürohäuser stehen Seite an Seite mit
prächtigen alten deutschen Kolonialgebäuden im wunderschönen wilhelminischen
Stil. Viele Geschäfte haben deutsche Besitzer, und immer wieder trifft man auf
Deutsch sprechende Namibier.
Im Süden liegt Ai-Ais mit seinen Thermalquellen versteckt zwischen Gebirgen am
Fisch River, während das ruhige Lüderitz an der Küste Erholung vom heißen
Landesinneren bietet. Namibias wichtigster Ferienort, Swakopmund, ist ein
hübsches Seebad, was mich fast ein bißchen an Rostock-Warnemünde erinnerte und
das auch Ausgangspunkt ist für Tagesausflüge zur Robbenkolonie am Kreuzkap, in
die Namib Wüste mit ihren kahlen Geröllfeldern und zur Sandwich-Lagune ist.
An der sturmumtosten Küste mit ihren zahllosen Schiffswracks zieht sich die
lebensfeindliche Namib Wüste entlang. Ihre orangeroten Dünenfelder sind bis zu
150 Kilometer breit, die mächtigsten Dünen bis zu 300 Meter hoch.
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Es ist die
älteste Wüste der Welt, mit einer einzigartigen Flora und Fauna. Vor
Jahrmillionen spülte der Oranje River Diamanten ins Meer. Strömung, Wellen und
Wind trugen sie in den Dünensand der Namib und schufen einen von Namibias
Reichtümern.
Das Dünenmeer um Sossusvlei, südlich des
Kuiseb-Flusses, kann nur von Sesriem am Rand der Wüste erreicht werden. Die
zerklüfteten Naukluft-Berge sind ein Paradies für Wanderer. Für eine Expedition
in das trockene und schroffe Kaokoland im Nordwesten benötigt man einen Wagen
mit Allradantrieb; zahlreiche Sehenswürdigkeiten im Damaraland und im südlichen
Teil des Skelettküsten-Nationalparks sind jedoch leicht mit dem Pkw erreichbar.
gewaltige Sanddüne
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Sossusvlei |
Im Etoscha-Nationalpark mit seiner
leuchtend weißen Pfanne sind die Wildtiere die Hauptattraktion.
Namibia ist Afrika, mit freundlichen, einfachen Menschen, mit endlosen
Dornsavannen, Mopane Buschland, Makalani Palmen und Baobabs, mit Löwen und
Elefanten, Zebras und Giraffen, einer Tierwelt, wie es sie artenreicher
nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Im riesigen Etosha Nationalpark und durch
viele andere Wildschutzgebiete wird sie besonders geschützt.
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Namibia ist aber auch irgendwie sehr "deutsch". Saubere, adrette Städtchen mit
grünen Parks, gepflegte Strassen und Grünanlagen, wunderschöne Gebäude,
Supermärkte und Shopping malls in der Hauptstadt Windhoek, wie wir sie von zu
Hause kennen, selbst das Warenangebot läßt keine Sehnsucht nach der Heimat
aufkommen (man bekommt schlichtweg alles, sogar deutsches Schwarzbrot und
"Tafel" sowie "Windhoek Lager" sind leckere, nach dem deutschen
Reinheitsgebot gebraute Biere). |
Es gibt
sogar ein Oktoberfest und einen deutschen Karneval. Die
Namibia-Deutschen sind eine kleine, sehr traditionsbewusste Gemeinschaft, in der
fast jeder Jeden kennt.
Wohl keine Kolonialmacht (außer in Südafrika) hat in einem afrikanischen Land so deutliche Spuren und
bis heute perfekt funktionierende Infrastrukturen hinterlassen.
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Offizieller Name:
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Republik Namibia - Republic of Namibia
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Fläche:
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824.292 qkm
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Bevölkerung:
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ca.
1,9 Mio. Einwohner, Bevölkerungsdichte: ca. 2,2 Einwohner pro qkm, Bevölkerungswachstum
ca. 2,6% (2001)
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ethnische
Gruppen:
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11 Volksgruppen: Ovambo, Kavango,
Kaprivianer, Herero, Himba, Nama, Damara, San (Bushmen), Weiße (Deutsche,
Engländer, Buren), Baster (Mischlinge oder Coloureds),
Tswana, Topnaar (zählen zu den Nama)
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Lebenserwartung:
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47,64 Jahre Männer, 48,56 Jahre Frauen (Schätzung 2001)
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Klima:
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arides und semi-arides
Klima (d.h. die Verdunstung ist größer als die Niederschläge); Regenzeit: Januar-März/April.
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Hauptstadt:
|
Windhoek,
ca. 243.000 Einwohner
|
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geografische
Lage:
|
Namibia
liegt im südwestlichen Afrika zwischen 17 und 29 Grad südlicher Breite
und 12 und 25 Grad östlicher Länge.
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Administration
(Provinzen):
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Name |
Abk. |
Hauptstadt |
(km2) |
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Caprivi |
CAP |
Katima Mulilo |
19.532 |
|
Erongo |
ERO |
Swakopmund |
63.719 |
|
Hardap |
HAR |
Mariental |
109.888 |
|
Karas |
KAR |
Keetmanshoop |
161.324 |
|
Khomas |
KHO |
Windhoek |
36.804 |
|
Kunene |
KUN |
Opuwo |
144.254 |
|
Ohagwena |
OHA |
Oshikango |
10.582 |
|
Okavango |
OKA |
Rundu |
43.417 |
|
Omaheke |
OMA |
Gobabis |
84.731 |
|
Omusati |
OMU |
Outapi |
13.637 |
|
Oshana |
OSA |
Oshakati |
5.290 |
|
Oshikoto |
OSH |
Tsumeb |
26.607 |
|
Otjozondjupa |
OTJ |
Grootfontein |
105.327 |
|
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Staatsform:
|
Republik (im Commonwealth)
|
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Regierungsform:
|
Parlamentarische
Demokratie, Parlament besteht aus zwei Kammern:
- Nationalversammlung (National Assembly): 72 nach dem Verhältniswahlrecht
gewählte Abgeordneten, sechs durch den Staatspräsidenten ernannte
Mitglieder, Präsident der Nationalversammlung: Dr. Mosé Tjitendero
- Nationalrat (National Council): 26 Mitglieder, je zwei nach
Mehrheitswahlrecht in 13 Regionen gewählte Regionalräte, Präsident: Mr.
Asser Kapere
|
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Regierungspartei:
|
SWAPO
of Namibia (South West Africa People's Organization)
Opposition: CoD (Congress of Democrats), DTA (Democratic Turnhalle
Alliance), MAG (Monitor Action Group - burisch), UDF (United Democratic
Front - Damara), NUDO (National Unity Democratic Organisation – Herero)
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Nationalfeiertag:
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21.
März (Unabhängigkeitstag - die Unabhängigkeit wurde am 21.03.1990
errungen)
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Grenzen:
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Südafrika
im Süden, Angola im Norden, Atlantischer Ozean im Westen, Sambia,
Botswana und Zimbabwe im Osten
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Staatspräsident:
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1. Präsident nach der Unabhängigkeit 1990 - Sam
Nujoma, sein Nachfolger heute ist seit 21.03.2005 Hifikepunye Lucas Pohamba
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Ministerpräsident: |
Theo-Ben Gurirab (Prime
Minister of the Republic of Namibia) |
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Sprachen:
|
offizielle
Amtssprache Englisch; sonstige Sprachen: Afrikaans, Oshivambo, Otjiherero,
Nama, Damara, Deutsch
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Religion:
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ca.
87% Christen, davon ca. 80% Protestanten und ca. 20% Katholiken; Rest
Stammesreligionen.
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Analphabetenrate:
|
Männer: 17%, Frauen 19%
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Industrie:
|
Die Wirtschaft ruht auf 4
Hauptsäulen: Bergbau, Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus.
Bergbau: Diamanten, Kupfer, Gold,
Silber, Blei, Zink und Uran, Marmor und
Granit sowie Halbedelsteine (ca. 35% des
Bruttosozialproduktes). Ein
besonderes Problem der neuen SWAPO-Regierung ist die Kontrolle der
Wirtschaft. Die Erwartungen der ärmeren schwarzen Bevölkerung sollen
erfüllt werden, ohne die von Weißen geführten multinationalen Konzerne zu
provozieren, die immer noch einen Großteil der namibischen Wirtschaft
kontrollieren.
Der Tourismus spielt eine immer größere Rolle. 1993 erwirtschafte
dieser Sektor ca. 20% des Bruttosozialproduktes. Südafrika ist der bedeutendste Handelspartner. Weitere wichtige
Handelspartner sind Großbritannien, Deutschland und Japan.
Die verarbeitende Industrie spielt kaum eine Rolle. Abgesehen von Fleisch-
und Fischkonserven, Bier und Getränken werden nur Rohstoffe produziert und
ausgeführt. Nahezu alle Konsumgüter sowie Maschinen müssen eingeführt
werden, meist aus Südafrika, von dem Namibia wirtschaftlich stark abhängig
ist.
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Land-/Fischwirtschaft:
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Ein kleinerer Prozentsatz des
Bruttosozialproduktsstammt aus Landwirtschaft und Fischfang.
Weizen, Mais und Hirse (für Eigenbedarf), Viehzucht spielt eine größere
Rolle als Ackerbau. Ackerbau lediglich in der Region Otavi/Tsumeb, bei
Mariental am Hardap Stausee sowie - in Form von Subsistenzlandbau - in der
ehemaligen Ovamboland Region um Oshakati (vor allem Hirse und Mais).
Namibia hat einige der besten Fischgründe der Welt.
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Medien: |
Tageszeitungen: "The Namibian"- englisch, otjivambo (Auflage: 26.000),
"Die Republikein" - afrikaans (Auflage: 14.000), "Allgemeine Zeitung" -
deutsch (Auflage 5.300, 6.500 freitags)
Wochenzeitungen: "Windhoek Observer" - englisch (Auflage: 11.500)
Rundfunk: Namibian Broadcasting Corporation: Fernsehen und Hörfunk (NBC),
staatlich, Private Musikradiosender und privates satellitenübertragenes,
Bezahlfernsehen mit ausländischen Programmen
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Währung:
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Namibia Dollar (N$),
1 N$ = 100 Cent
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Wechselkurs:
|
http://www.oanda.com/convert/classic |
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Zeitzone:
|
MEZ + 1h
http://www.weltzeituhr.com/start.shtml |
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Wetter:
|
www.weatherhub.com
www.wetteronline.de
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Landesvorwahl:
|
+264 (Vorwahl von Namibia nach
Deutschland ist übrigens 09 49)
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Namibianische Botschaft in Berlin:
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Botschaft
der Republik Namibia
Wichmannstr. 5
D-10787 Berlin
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Flugverbindungen:
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LTU
(Direktflug München-Windhoek und günstigste Fluglinie), Emirates,
Namibian Airlines
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Reiseveranstalter:
|
alle
großen wie TUI, Thomas Cook etc., und zahlreiche kleinere
Spezialveranstalter
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Besonderheiten:
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Linksverkehr,
unbeleuchtete Strassen und besondere Gefahr durch Wild an den Strassen (Tag
und Nacht!)
Alkohol gibt es nicht in jedem Laden, sondern nur in lizenzierten Bottle
Stores (oder Drankwinkel)
Namibia ist bezüglich seiner Lage und der spektakulären Natur
einzigartig auf der Welt und wohl mit keinem anderen Land zu vergleichen
|

Für
die Einreise ist ein Reisepass mit Gültigkeitsdauer von mindestens 6 Monaten über
das Rückreisedatum hinaus und mit mindestens zwei freien Seiten erforderlich.
Deutsche Touristen können - sofern ihr Aufenthalt 90 Tage nicht übersteigt und
sie keine Arbeit aufnehmen - ohne Visum einreisen. Ein gebührenfreier
Einreisestempel (Visitors Entry Permit) bei kurzfristigen (bis 90 Tage)
touristischem oder geschäftlichem Aufenthalt ohne Arbeitsaufnahme wird bei
Ankunft an allen offiziellen Grenzübergängen erteilt. Dies gilt für Inhaber
von
Reise-, Dienst- und Diplomatenpässen.
In allen anderen Fällen ist ein Visum erforderlich, das bei der Botschaft
Namibias beantragt werden muss: Botschaft der Republik Namibia, Wichmannstr. 5,
10787 Berlin, Tel.: 030 / 254 09 510, Fax: 030 / 254 09 555,( www.namibia-botschaft.de)
Die Gültigkeit des Visums wird u.a. auf die Dauer des beabsichtigten
Aufenthalts, der sich meist aus der Datierung des Rückflugs ergibt, begrenzt.
Falls Überschreitungen dieses Termins erforderlich werden, sollte rechtzeitig
eine Verlängerung des Visums beim "Ministry of Home Affairs",
Independence Avenue/Ecke Casino Str., Windhuk, beantragt werden. (max. insgesamt
90 Tage)
Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt, wenn er ein Bild enthält (notwendig
ab 0 Jahren);. und außerdem genügend Raum für Ein- und Ausreisestempel
aufweist. Alternativ empfiehlt sich die Ausstellung eines eigenen Passes für
Kinder.


Ca.
26.000 v. Chr.
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Die
ersten Felsmalereien entstehen in der sogenannten Apollo-11 Höhle in
den Hunsbergen im Süden Namibias. Die auf Steinplatten erhaltenen
Zeichnungen gehören zu den ältesten Kunstwerken Afrikas, aber auch zu
den ältesten bestehenden Zeichnungen in der Welt.
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Ab
5.000 v. Chr.
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Die
Felsgravuren und -zeichnungen bei Twijfelfontein
entstehen um diese Zeit. Die künstlerische Ausdrucksform bleibt
erstaunlicherweise bis in das 19. Jahrhundert erhalten.
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12.
Jhd.
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Strandloiper
bauen aus Walfischrippen die ersten Hütten. Es besteht möglicherweise
Verwandtschaft mit den San-Buschleuten.
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1486
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Die
ersten Europäer landen an der Küste Namibias. Der Portugiese Diego Cão
errichtet im Namen seines Königs ein Steinkreuz am Cape Cross in der Nähe
Swakopmunds. Ein Jahr später wird ein Steinkreuz durch Bartolomëu Diaz
in der Nähe von Lüderitz aufgestellt. Das Land wird aber noch nicht
erkundet und die Europäer fangen erst ca. 300 Jahre später an das Land
zu besiedeln.
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15./16.
Jhd.
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Die
Hereros wandern in den Norden und Nordosten von Namibia ein. Sie bringen
Keramik, Eisen, Kupfer, Kulturpflanzen und Zuchtvieh in das Land und
verdrängen die einheimische Bevölkerung (Khoisan).
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18.
Jhd.
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Die
Buren beginnen mit der Besiedelung des Südens von Namibia. Der
Oranjefluß wird erstmals 1723 erreicht. Aus diesem Grund wandern
Nama-Gruppen nach Norden. Durch die fortgeschrittene Kultur der Buren,
Pferdeeinsatz, Ochsenwagen und Schusswaffen, sind sie der einheimischen
Bevölkerung überlegen. Aber auch der Tauschhandel mit der Kapprovinz
beginnt unter ihrem Einfluss aufzublühen. Das Interesse der Missionare
und Händler ist geweckt.
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1.
Hälfte 19.Jhd.
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Eine
lange Dürreperiode sucht Namibia heim. Die Nama dringen weiter in den Süden
ein. Es kommt zu Auseinandersetzungen zwischen Nama und Herero um das
rar gewordene Weideland. Bekannte Führungspersönlichkeiten sind die
Nama-Häuptlinge Jan Jonker Afrikaner und Hendrik Witbooi.
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1840
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Jan
Jonker legt mit seiner Siedlungsgründung Klein-Windhoek in einem
quellenreichen und strategisch wichtigen Tal den Grundstein für die spätere
Hauptstadt Namibias Windhoek.
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1842
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Missionare
der Rheinischen Mission unter Carl Hugo Hahn erreichen Windhoek.
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1850
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Britische,
aber auch andere europäische Handelsgesellschaften beginnen mit dem
Abbau von Kupfer in Namibia.
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1866
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Die
britisch verwaltete Kapkolonie annektiert die vor der Küste Namibias
gelegenen Inseln.
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1880
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Die
Herero erobern Windhoek von den Nama. Der letzte große Krieg zwischen
Nama und Herero beginnt mit einer Grenzstreitigkeit am Swakop und wird
zehn Jahre dauern.
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1883
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Der
Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz erwirbt vom Nama-Häuptling Josef
Fredericks das Gebiet der heutigen Lüderitzbucht. Später kommen noch
Teile am Oranjefluß hinzu.
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1884
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Das
Deutsche Reich stellt Südwestafrika unter sein Schutzgebiet. Die gerade
gegründete Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika wirbt
Siedler für das Gebiet an und beginnt mit der Verteilung von Farmland.
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1890
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Der
Caprivi-Zipfel wird laut Helgoland-Sansibar-Vetrag zwischen Großbritannien
und Deutschland zum deutschen Schutzgebiet erklärt.Erweiterung um den
Caprivi-Zipfel als Korridor zum Sambesi-Fluss. Hauptmann Curt von François
erorbert Windhoek.
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1891
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Windhoek
wird zum Sitz der deutschen Verwaltung.
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1893
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Die
ersten weißen Siedler kommen nach Windhoek. Die Woermann-Linie nimmt
ihren Schiffsverkehr zu Südwestafrika auf.
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1894
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Major
Leutwein, Nachfolger von Curt von François, errichtet die erste Militärstation.
Sieg über den Nama-Häuptling Hendrik Witbooi.
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1896/97
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Die
Rinderpest fügt dem Land schwere Verluste in der Viehzucht zu.
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1900
|
Eröffnung
der Mine Tsumeb, sowie Gründung der Otaviminen und
Eisenbahngesellschaft.
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1902
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Die
Eisenbahnlinie Swakopmund - Windhoek wird eröffnet.
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1903
- 1906
|
Großer
Aufstand der Nama und Herero gegen die Schutztruppen. Niederschlagung
der Aufstände mit großen Verlusten bei beiden Völkern, insbesondere
bei der großen Schlacht am Waterberg (10. - 12. Aug. 1904).
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1908
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Lüderitz
Keetmanshoop und Swakopmund Grootfontein werden in Betrieb genommen.
Diamantenvorkommen werden in der Nähe von Lüderitz entdeckt.
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1912
|
Die
Eisenbahnlinie Keetmanshoop Windhoek geht in Betrieb.
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9.7.1915
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Die
deutschen Schutztruppen kapitulieren in Tsumeb vor den britisch- südafrikanischen
Truppen. Deutsch-Südwestafrika wird Protektorat der Union von Südafrika.
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1919
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Mit
dem Versailler Vertrag wird Deutsch-Südwestafrika zum Mandatsgebiet des
Völkerbundes unter südafrikanischer Verwaltung erklärt.
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1921
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Großbritannien
erhält das Mandat für Deutsch-Südwestafrika vom Völkerbund und überträgt
es seinerseits wieder an Südafrika.
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1934
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Namibia
wird als 5. Provinz Südafrikas von Pretoria aus verwaltet.
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1945-1946
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Die
Vereinten Nationen werden als Nachfolger des Völkerbundes gegründet.
Ziel ist es die Mandatsländer in die Selbstverwaltung zu entlassen. Südafrika
verweigert seine Zustimmung. Namibische Politiker fordern in vielen
Petitionen an die UNO die Selbständigkeit Namibias.
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1951
|
Südafrikanische
Arpartheidsgesetzgebung wird auf Namibia übertragen.
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1960
|
Die
SWAPO (South-West African Peoples Organisation) wird von im Exil
lebenden Namibiern gegründet. Erster Präsident wird Sam Nujoma.
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1966
|
Am
27.10. wird Südafrika durch die UNO das Mandat entzogen. Die
Anerkennung durch Südafrika wird verweigert. Die SWAPO beginnt ihren
bewaffneten Befreiungskampf, der hauptsächlich im Ovambo-Land, an der
namibisch-angolischen Grenze, ausgetragen wird.
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1967
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Gründung
des United Nations Council for South West Africa (später: United
Nations Council for Namibia).
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1968
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Der
Landesname Namibia wird mit der UN-Resolution 2372 anerkannt.
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1971
|
Der
Internationale Gerichtshof in Den Haag erklärt in einem Gutachten die
fortdauernde Anwesenheit Südafrikas in Namibia für ungesetzlich.
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1973
|
Die
UNO erkennt die SWAPO als authentische Repräsentanten des namibischen
Volkes an und verleiht ihr einen Beobachterstatus.
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1978
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Am
29.09. verabschiedet der UNO-Sicherheitsrat Resolution 435: Freie Wahlen
in Namibia unter UNO-Aufsicht als Vorbedingung für die Unabhängigkeit.
Südafrika lässt im Dezember interne Wahlen abhalten, aus denen die
Demokratische Turnhallen-Allianz (DTA) als stärkste Partei hervorgeht.
Die Wahlen werden von der SWAPO boykottiert und international nicht
anerkannt ("null and void").
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1979
|
Einsetzung
einer Interims-Regierung durch Südafrika; mehrere Apartheid-Gesetze
werden abgeschafft.
|
1981
|
1.-14.
Januar in Genf: Ergebnislose Namibiakonferenz.
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1983
|
Rücktritt
der DTA-Regierung und Gründung einer Vielparteien-Konferenz, der südafrikanische
Generaladministrator übernimmt wieder alle Regierungsfunktionen.
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1985
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Im
Juni wird eine Übergangsregierung auf Basis der Vielparteien-Konferenz
von Südafrika eingesetzt. Die Befugnisse des Generalgouverneurs werden
stark eingeschränkt.
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1988
|
Im
Dezember einigen sich Südafrika, Kuba und Angola unter Mitwirkung der
USA und der Sowjetunion auf einen Zeitplan für die Unabhängigkeit auf
der Basis der VN-Resolution 435 (Protokoll von Brazzaville).
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1989
|
Implementierung
von Res. 435: vom 7. bis 11. November Wahlen zur Verfassunggebenden
Versammlung (VV). Die SWAPO gewinnt diese Wahlen mit 57% der Stimmen und
Sami Nujoma wird Präsident. Die VV konstituiert sich am 21. November.
Walvis Bay bleibt unter südafrikanischer Verwaltung.
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1990
|
Verabschiedung
der Verfassung; Wahl Sam Nujomas zum Präsidenten (President-Elect). Am
21. März wird Namibia unabhängig. Namibia wird als 151. Mitglied
in die Vereinten Nationen aufgenommen.
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1991
|
Abzug
der letzten kubanischen Soldaten aus Angola. Südafrika erklärt sich
bereit Walvis Bay gemeinsam mit beiden Staaten zu verwalten. Namibia
wird 50. Mitglied des Britischen Commonwealth.
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1993
|
Der
Namibia-Dollar (N$, NAD) wird als landeseigene Währung eingeführt,
wird aber an den südafrikanischen Rand gekoppelt.
|
1.3.1994
|
Walvis
Bay wird von den Südafrikanern an Namibia abgetreten. Das Land verfügt
damit über einen wirtschaftlich wichtigen Hochseehafen.
|
7./8.12.1994
|
Die
zweiten freien Wahlen finden in Namibia statt. Präsident Sam Nujoma
wird in seinem Amt bestätigt. Die SWAPO erreicht im Parlament
Zweidrittelmehrheit.
|
1995
|
Gründung
der ersten Universität Namibias.
|
1999
|
Nach
einer Verfassungsänderung wird Präsident Nujoma zum dritten Mal Präsident
von Namibia.
|
2005
|
am
21.03.2005 wird Hifikepunye Lucas Pohamba Sam Nujomas Nachfolger als
Präsident Namibias
|
|
|
|
http://www.namibia-info.net/namibia/geschichte_info.html


Namibia liegt im Südwesten Afrikas
und wird im Norden von Angola, im Osten von Botswana und im Süden von Südafrika
begrenzt. Im Westen bildet ein 1600 km langer Küstenstreifen die Grenze zum
Atlantik. Das Land ist unterteilt in die wasserreicheren Gegenden des Nordens
und die von Trockenheit geprägten Südregionen. Der Norden wird eingegrenzt von
den Flüssen Kunene und Okawango bis zum Oranje als südlichen Grenzfluss. Im
Nordosten erstreckt sich ein 450 km langer und ca. 50 km breiter Landstreifen,
der so genannte Caprivizipfel (Caprivi Strip- Grenze mit Sambia und Zimbabwe), bis zum Sambesi.
In der Nord-Süd-Ausdehnung des
Landes, kann man von einem gemäßigten tropischen Klima sprechen.
Die Alantik-Küstenregion ist geprägt von freigelegtem Urgestein, wie Felsen
und Riffe. Durch den kalten Benguelastrom entsteht oft Nebel, der viele Schiffe
vor der Küste Namibias zum Auflaufen auf die Riffe brachte. Unzählige Trümmer
von Schiffen finden sich noch heute an der Skelettküste,
die nach den dortigen Skelettfunden benannt wurde. Aber auch wirtschaftlicher
Nutzen wird aus dem Benguelastrom gezogen, der die Küste sehr planktonreich
passiert und damit einen Reichtum an Fischen nach sich zieht. Durch die starke
Zerklüftung ist Namibia arm an Naturhäfen. Der einzig nutzbare hochseetauglich
Hafen ist Walvis Bay, der 1994 von Südafrika an Namibia zurückgegeben wurde.
Der kleinere Hafen in der Lüderitzbucht wird hauptsächlich für den Fischfang
genutzt.
Die Namib-Wüste dehnt sich, in wechselnder Breite von 80 bis 140 km,
zwischen Kunene und Oranje aus. Sie liegt zwischen der Atlantikküste und dem
Steilanstieg (Escarpment) zum inneren Hochland. Entstanden ist die Vollwüste
durch extreme Trockenheit, verursacht durch den Benguelastrom. Die Nordnamib
bildet bis in den Raum Swakopmund/Walvis Bay und entlang der Kuiseb eine Sand-
und Geröllfläche mit durchbrechenden Felsrippen und Gebirgsstöcken. Südlich
des Kuiseb bis zur Lüderitzbucht tritt eine Dünenlandschaft hervor, die bis
zum Oranje in Sandflächen übergehen.
Das Escarpment umschließt das Hochland, wobei sich in der Mitte ein sandgefülltes Becken befindet, die Kalahari.
Der Steilanstieg gipfelt in dem höchsten Berg auf 2335 m, dem Gamsberg. Das
ganze Gebiet stellt sich dar wie eine Mondlandschaft. Die Trockenflüsse (Riviere), über
die das Wasser des regenreichen Nordens abfließt, haben die Landschaft zersägt.
Ein Vordringen des Wassers bis zum Meer ist nicht möglich, da die großen Dünen,
unter ihnen auch die höchste Düne der Welt (Düne
45), den Weg versperren. Das Wasser versickert oder verdunstet. Das wohl
bekannteste Sammelbecken ist das Sossusvlei. In den Trockenflüssen Kuiseb,
Omaruru und Swakop bewegt sich auch außerhalb der Regenzeit ein geringer
Wasserstrom, der für die Bevölkerung der Gegend eine wichtige Süßwasserquelle
ist. Aber auch die dort ansässigen Minenbetriebe versorgen sich hierüber mit
Wasser.
Sehenswert ist die Gamsbergstraße, auf Grund ihrer Schönheit und
bautechnischen Besonderheit.
Das in der Landesmitte gelegene Binnen-Hochland erreicht hier seine höchste
Erhebung. Es liegt im Einzugsgebiet des Swakop, zwischen Khomashochland und
Erosbergen. Im Süden wird es abgeschlossen durch die Auasberge.
Krater und heiße Quellen in den Auasbergen lassen auf erloschene
Vulkanaktivitäten schließen. Seismographische Messungen ergeben immer wieder
Bewegungen der Erdkruste. Die bekannteste heiße Quelle ist das Ai-Ais im
Fish River Canyon. Aber auch in Großbarmen und Otjitambi kommen schwefelhaltige
heiße Quellen vor, die gerne von den Touristen aufgesucht werden.
1840 besetzte Jan Jonker Afrikaaner das Hochland und gab ihm den Namen nach
seiner Heimat Winterhoek in Süd-Afrika. Dieser Scheideplatz, der zwischen den
Gebirgsstöcken zu den Ost und Süd Pässen führte, wurde zum umkämpften Straßendurchgang
zwischen Hereros und Namas. Hauptmann Curt von François gelang es 1890, den
Platz mit 32 Mann seiner Schutztruppen zu besetzen und er begann am 18.10.1890
mit dem Bau einer Festung, was der Grundsteinlegung der heutigen
Landeshauptstadt Windhoek gleichkommt.
Windhoek liegt auf ca. 1700 Höhenmetern. Viele Plätze und Gebäude sind
noch heute Zeitzeugen der deutschen Kolonialzeit. Die bekanntesten Gebäude sind
sicherlich das Reiterdenkmal und die Christuskirche. Windhoek, auch bekannt als
die kleinste Landeshauptstadt der Welt, ist über den 40 km entfernt gelegen
internationalen Flughafen "Chief Hosea Kurako Airport" an den
Weltluftverkehr angeschlossen. Auch ist Windhoek Kreuzungspunkt aller Bahnlinien
durch Namibia. Die Wasserversorgung erfolgt heute durch den bei Swakop gebauten
Damm. Dies wurde nötig, da die tiefen Bohrlöcher des Hochtals kein Wasser mehr
spendeten.
Das Binnenhochland fällt nach Norden, Süden und Osten ab. Die Ausläufer
der Kalahari dringen bis zum Kaokoveld und zwischen Kunene und Kavango bis zur
Etoshapfanne vor. Die Kalahari ist begründet durch ihren Wasserreichtum keine Wüste,
sondern eine offene Baum- und Grassavanne. In den Pfannen, die größte ist die
Etoshapfanne, finden die Tiere Salz und Wasser.
In der Nähe von Mariental, im mittleren Teil des Landes, drängen sich die Dünen
der Kalahari bis zur Bahnlinie Keetmanshoop-Windhoek. Das östlich vom Waterberg,
bekannt durch die große Schlacht von 1904, gelegene Sandfeld heißt Omahake.
Das klassische Farmland erstreckt sich im Norden bis in die Gebiete der
Damara und Herero. Das nördlich gelegene Ovamboland wurde kein Farmland, da die
deutschen Schutztruppen das Gebiet zwar unter ihrer Herrschaft hatten, es aber
nicht von ihnen verwaltet wurde. Die Grenze für die deutschen Siedlungsgebiete
war also die Etoshapfanne, die heute ein Nationalpark mit unermesslichem
Wildreichtum ist.
Zusammengefasst kann man sagen: Wer atemberaubende
Landschaft sehen will, muss den Süden von Namibia bereisen, wer aber Tiere sehen
will, komme in den Norden.


Was wir zu viel haben, haben die Namibier viel zu wenig: Regen.
Regen ist in dem trockenen, ausgedörrten Land eine für uns unvorstellbare
Kostbarkeit. Die Namibier geraten aus dem Häuschen vor Freude, wenn es endlich
einmal regnet und wenn "die Riviere abkommen" (d.h. sich die Trockenflüsse mit
Wasser füllen und unvermittelt zu reißenden Strömen werden), ist es ein
einzigartiges Naturschauspiel und für Jung und Alt ein wahres Ereignis.
Allerdings kommt es auch immer wieder zu Überschwemmungen und Zerstörung von
Strassen und Häusern, die dicht an einem Rivier liegen.
Es wird richtig spannend, wenn sich Ende Dezember, Anfang Januar jeden
Nachmittag höhere Wolkengebirge zusammenschieben. Diese werden dann von Tag zu
Tag dunkler und schwerer und die Namibier schauen immer öfters zum Himmel in
Erwartung des heiß ersehnten Regens. Und dann fängt es an zu regnen, erst nur
ein bißchen, dann hört es wieder auf, die Pfützen verdunsten sofort und die
Sonne scheint wieder heiß. Jeder Namibier wird sagen, das ist noch GAR NICHTS
und läuft zu seinem "rain meter" (Regenmesser) im hauseigenen Garten, um zu
checken, wie viele mm Regen es gab. Dies ist dann morgendliches Gesprächsthema
in den Büros und Gegenstand ausführlicher Erörterungen.
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Aber dann kommen die richtig heftigen Regenfälle, hoffentlich und in
ausreichender Menge!, die die Riviere zu richtigen Flüssen werden lassen, die
Staudämme und Wasserlöcher in den Wildreservaten füllt, die Farmen wieder grün
werden lässt, und die für jeden privaten Rasen wie eine Wellness-Kur sind.
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Trockenfluss (Rivier) in Zentralnamibia
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Die Niederschläge in Namibia nehmen - vereinfacht gesagt - von Südwesten
nach Nordosten hin zu. Die jährlichen Mengen variieren zwischen 50 mm in der Namib und 700 mm im Caprivi. In Dürrejahren, zum Beispiel zwischen 1991 bis
1993, können sie noch weit geringer ausfallen.
Regen
kommt meist von Nordosten zwischen Dezember und Februar, wenn feucht-labile
Luftmassen aus dem tropischen Teil Afrikas bis nach Botswana und Namibia
vordringen und sich in Form von heftigen Gewittergüssen abregnen. Ein Grossteil
der Niederschläge verdunstet sofort oder versickert, ohne von der Vegetation
aufgenommen werden zu können. Auf Grund von wasserundurchlässigen Ton- und
Gesteinsschichten hat Namibia jedoch relativ viel Grundwasser, das letztlich die
Lebensgrundlage der Siedlungen und Farmen darstellt.
Ein Teil der jährlichen Niederschläge wird in Stauseen aufgefangen, der größte
ist der Hardap Dam bei Mariental mit einem Volumen von 300 Millionen
Kubikmetern. Insgesamt ist und bleibt die Wasserversorgung in Anbetracht der
steigenden Bevölkerungszahl eines der wichtigsten Probleme Namibias.
Geplant ist
die Wasserentnahme aus dem Okavango Fluss und der Bau einer Pipeline. Das
Projekt scheiterte bislang jedoch am Widerstand Botswanas, das eine Veränderung
der Ökologie im Okavango Delta befürchtet.


Da Namibia auf der Südhalbkugel unserer Erde liegt, sind die Jahreszeiten
umgekehrt zu unseren. Das heißt unser Nordwinter entspricht dem Südsommer dort
und die Regenzeit findet dort im Sommer, von Januar bis April, statt
(Sommerregen).
Namibia ist Afrika, aber trotz allem sollte man sich bewusst sein, dass Namibia die kalte Südwest-Ecke
Afrikas ist. Das gängige Afrika-Klischee - 'Afrika = heiß, tropisch und
feucht' - kann man hier vergessen.
Allgemein kann man sagen, dass die Temperaturen von Region zu Region und zwischen
Tag und Nacht extrem schwanken.
Der Sommer beginnt ca. im Oktober/November. Die Temperaturen steigen dann tagsüber auf
über 30 Grad im Hochland um Windhoek und in der Etosha Pfanne an, und sogar auf
über 40 Grad im Binnenland des Südens um Mariental und Keetmanshoop. Solange es
nicht regnet, und das tut es kaum bis Januar, ist es auch nachts herrlich warm
und man kann lauschige Sommernächte im Sommerkleid auf der Terrasse genießen.
An der Küste allerdings ist es immer kühl, auch wenn man tagsüber durchaus Sommerkleidung
tragen kann und sich sogar trotz Nebel und verhangenem Himmel
einen Sonnenbrand holen kann. Abends jedoch wird es schnell kühl, sogar zum Teil
wirklich kalt, so dass man auch im Sommer richtig warme Kleidung braucht. Auch steigt die
Temperatur des Atlantiks, bedingt durch den kalten Benguelastrom, nie über
18°C, was das Baden in den Wellen zu keinem echten Vergnügen macht.
In den Wüstengebieten ist es tagsüber sehr heiß, nachts jedoch kann es sehr kalt
werden.
Wenn der Regen im Januar kommt, kann es aber auch im Binnenland recht schnell
kühl und ziemlich ungemütlich werden.
Allerdings gibt es nie einen solchen Landregen, wie wir ihn aus unseren Breiten
kennen. Nach einer Regennacht kann es durchaus am nächsten Tag wieder sonnig und
heiß werden.
Im namibischen Winter von ca. Mai bis Oktober sind die Temperaturen den unseren
an schönen Frühlingstagen ähnlich. Nachts und in der Früh recht kühl - es können
am Morgen schon einmal 0°C sein, tagsüber
durchaus um die 18-20 °C und die Sonne scheint täglich von einem herrlich blauen
Himmel.
Es ist also zu jeder Jahreszeit notwendig, sowohl Sommer-, als auch wärmere
Kleidung mitzunehmen. Auf keinen Fall vergessen sollte man gute, feste Schuhe, da
diese für Dünen- und Bergwanderungen, aber auch auf Farmen und in den
Nationalparks absolut notwendig sind.


1. Die Staatsflagge:
die fünf Farben stehen für :
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Blau
Gold-Gelb
Grün
Rot
Weiss
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- der klare namibische Himmel, der
atlantische Ozean ,die wertvollen Wasserressourcen, die
Wichtigkeit des Regens
- die Sonne - Leben und Energie, die Namib-Wüste
- die Vegetation und die agraren Möglichkeiten, die natürlichen Schätze
des Landes
- der jahrzehntelange Kampf um die Freiheit , die Opferbereitschaft der
Menschen
- Frieden und Einigkeit - der menschliche Reichtums Namibias |
2. Das Staatswappen:
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Der Schild beinhaltet die Flagge der Republik
Namibia und hat auch die gleiche Symbolik. Er steht fest im Sande der
Jahrtausende alten Wüste
Namib. In
diesem Sand ist die
Welwitschia Mirabilis verwurzelt, eine der ältesten Pflanzen der Welt.
Der Fischadler sitzt auf einem Band von Diamanten. Er repräsentiert den
Norden Namibias und seine Wasserressourcen. Der Fischadler ist bekannt für
seinen durchdringenden Schrei und seine kräftige Erscheinung. Er soll die
Zukunft Namibias darstellen.
Die zwei Oryxantilopen auf jeder Seite des
Schildes sind typisch besonders für die halb-ariden Gebiete Namibias. Sie
sind bekannt für ihre Eleganz, ihren Stolz und ihren Mut. Selbst Löwen sind
ihnen gegenüber vorsichtig. „Unity, Liberty, Justice“ – Einheit,
Freiheit, Gerechtigkeit sind die grundlegenden Prinzipien der Verfassung der
Republik Namibia. |
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3. Die Nationalhymne:
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"Namibia Land of the Brave"
Text und Musik : Axali Doeseb
Namibia land of the brave,
freedom fight we have won
Glory to their bravery
whose blood waters our freedom.
We give our love and loalty
together in unity
contrasting beautiful Namibia,
Namibia our country.
Beloved land of savannahs,
hold high the banner of liberty.
Chorus : Namibia our country,
Namibia, motherland,
we love thee. |
Freie deutsche Übersetzung :
Namibia, Land der Mutigen.
Der Freiheitskampf ist gewonnen.
Ehre Ihrem Mut,
deren Blut floss für unsere Freiheit.
Wir geben unsere Liebe und
Freiheit in Einigkeit gemeinsam
kontrastreiches schönes Namibia,
Namibia unser Land.
Geliebtes Land der Savannen,
haltet das Banner der Freiheit hoch.
Refrain : Namibia unser Land,
Namibia, Vaterland
wir lieben Dich.
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4. Die "Wappenpflanze":
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die Welwitschia Mirabilis ist die älteste
Pflanze der Welt. Sie kann über 1000 Jahre alt werden. Die Pflanze hat lediglich
zwei Blätter, die jedoch im Laufe der Jahre vom Wind zerfranst werden.
Sie ist perfekt an die Trockenheit in der Wüste angepaßt und
ist in Namibia endemisch (d.h. es gibt sie nirgendwo anders). Die Wüstenpflanze
gehört zu den Sukkulenten, kann also in ihrem Inneren Wasser speichern. Das für
ihr Wachstum nötige Wasser nimmt sie über die Luftfeuchtigkeit auf.
Welwitschias wachsen ausschließlich im mittleren Teil der Namib, etwa 40 bis 120
Kilometer von der Küste entfernt.
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5. Das Wappentier:
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Die Oryxantilope ist an das Leben
ohne Wasser für längere Zeit angepasst. Ähnlich wie bei Kamelen kann die
Körpertemperatur der Oryxantilopen weit über das für Säugetiere typische Niveau
von 38° Celsius ansteigen, ohne das das Tier dabei Schaden nimmt.
Wegen seiner besonderen Anpassungsfähigkeit an die widrigen Lebensbedingungen der
Wüste und seiner Genügsamkeit wurde der Spießbock zum Wappentier Namibias (und
übrigens auch zum Logo von Qatar Airways) erkoren.
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"One Namibia - one Nation" lautete das Motto der namibischen Regierung nach
der Unabhängigkeit. Und in der Tat fühlen sich die Menschen in Lande heute in
erster Linie als Namibier und erst an zweiter Stelle als Angehörige einer
bestimmten ethnischen Gruppe. Dennoch ist Namibia eine Vielvölkergemeinschaft.
Jede der - insgesamt 11 - Volksgruppen hat eine eigene Geschichte, Sprache und
Kultur und als Folge der südafrikanischen Apartheid Politik auch ein Homeland,
wenngleich rein rechtlich heute jeder leben darf, wo er will. Besonders in den
ländlichen Regionen lebt die Bevölkerung jedoch noch auf traditionelle Weise in
Dorfgemeinschaften des Stammes.
Insgesamt zählt Namibia nur rund 1,8 Millionen Einwohner. Über die Hälfte der
Bevölkerung, Ovambos, Kavangos und Caprivianer, leben in den
ländlich-afrikanisch geprägten Regionen im Norden.
Ca. 50% der Bevölkerung gehören dem Ovambo Stamm und 9% dem Kavango Stamm an;
Andere ethnische Gruppen: Herero 7%, Damara 7%, Nama 5%, Caprivians 4%,
Buschmänner 3%, Baster 2%, Tswana 0.5%
In Zentralnamibia leben rund 30% der Namibianer, vor allem Hereros und Damara
sowie die Mehrheit der Weissen. Ein Grossteil davon wohnt in der Hauptstadt
Windhoek sowie in den Städten Walvis Bay und Swakopmund.
Der trockene Süden ist am dünnsten besiedelt. Hier leben nur 7% der
Gesamtbevölkerung, vor allem Namas und Farmer burischen oder deutschen
Ursprungs. Ein Grossteil wohnt in den Städten Keetmanshoop und Lüderitz.
Wie auch in Südafrika und anderen Ländern Afrikas verzeichnet Namibia eine hohe
Geburtenrate und erheblichen Bevölkerungszuwachs. Und auch hier sind die
wichtigsten Probleme Armut, fehlende Ausbildung und Aids.
Ethnische Gruppen in Namibia
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Ovambo
Von den 1,8 Millionen Namibiern gehören rund 900.000 der Ovambo Volksgruppe an,
deren Kernland nördlich
der Etosha Pfanne liegt, mit der Stadt Oshakati als Zentrum. Die Ovambos gehören
zu den Bantu-Völkern und
kamen im 16. Jahrhundert aus Ostafrika. Sie sind Ackerbauern und bauen auf den vergleichsweise fruchtbaren
Böden im Norden vorwiegend Mais, Sorghum, Hirse, Kürbis, Bohnen und Melonen an.
Daneben halten sie Ziegen und Rinder. |

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Kavango
Östlich des ehemaligen Ovambolands am südlichen Ufer des Okavango Flusses
siedeln die etwa 150.000
Kavangos. Ein Grossteil von ihnen kam aus Angola nach Namibia. Die Kavangos
leben ebenfalls vom Ackerbau,
in geringerem Masse auch von Viehzucht und Fischfang. Sie sind zudem gute
Holzschnitzer. Sie sprechen eine
eigene Sprache. Ihr Zentrum ist die Stadt Rundu.
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Caprivianer
Ganz im nordöstlichen Zipel Namibias leben die rund 50.000 Caprivianer, mit
ihrem Zentrum Katima Mulilo. Sie sprechen eine
eigene Sprache und leben von
Viehzucht, Ackerbau und Fischfang.
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Herero
Drittgrößte Gruppe sind die rund 150.000 Hereros, die ihre Heimat vorwiegend in
Zentralnamibia haben. Die
weit ausladenden viktorianischen Röcke und die bunten, an Rinderhörner
erinnernden Kopfbedeckungen der
Herero Frauen gehen auf den Einfluss der Missionarsfrauen zurück, die sich an
der ursprünglich sehr spärlichen
Bekleidung der Hereros störten. Die stolzen, groß und kräftig gebauten Hereros
sind fanatische Rinderzüchter
und ihr Land ist stets chronisch überweidet. Ihr Zentrum ist Okahandja, wo
alljährlich ein großes Fest zum Gedenken ihrer Ahnen stattfindet. |

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Himba
Eng
mit den Hereros verwandt sind die etwa 5.000 Himbas, die in der Abgeschiedenheit
des etwa 50.000
Quadratkilomter umfassenden Kaokovelds im Nordwesten ihren traditionellen
halbnomadischen Lebensstil
bislang bewahren konnten. Sie sprechen dieselbe Sprache wie die Hereros und
leben ausschließlich von
ihren Rinderherden. Zentrum im Kaokoveld ist Opuwo, wo man aber nur wenige
Himbas trifft. Die Kultur der
Himbas wird durch den stetig zunehmenden und unkontrollierten Kaokoveld-Tourismus bedroht.
Die Himbas sind wegen ihres Aussehens für viele Touristen die "exotischsten"
Namibier. Sie reiben denganzen Körper mit einer Mischung aus Rinderfett und
ockerfarbigen Lehm ein -Schönheitssymbol und
Sonnenschutz zugleich - und tragen
noch heute archaisch anmutende Fell-Lendenschurze. Verheiratete Frauen
tragen
auf ihrer exotischen Haartracht ein Büschel aus Hasenfell. |
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Nama
Der
gesamte Süden Namibias wird traditionell vom Volk der Namas bewohnt. Sie sind
mit den Khoikhoi verwandt
und kamen einst aus dem Kap Raum, als sich die weißen Siedler dort immer mehr
ausbreiteten.
Die rund 80.000 Namas züchten vor allem Schafe und Ziegen. Sie sprechen einen
schwer erlernbaren Khoisan
Dialekt mit Schnalz- und Klicklauten. |

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Damara
Auch die rund 90.000 Damara sprechen diese Sprache. Ihr Hauptsiedlungsgebiet
liegt zwischen Erongo und der
Etoscha Pfanne mit der Stadt Khorixas als Zentrum. Ein Grossteil lebt jedoch
verstreut im Lande. Die Damara
leben von der Viehzucht. Sie beherrschten schon früh die Kunst des Eisen- und
Kupferschmiedens. |

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San
Die
Ureinwohner Namibias sind die Buschleute oder San. Es gibt Anzeichen, dass sie
schon vor 20.000 Jahren hier
lebten. Man schätzt die Zahl der heute in Namibia lebenden San auf 40.000. Die
Apartheid Verwaltung wies ihnen
das Gebiet westlich von Tsumkwe als Homeland zu. Die sesshafte Lebensweise
entspricht aber nicht ihrer Natur.
Ihre verstreuten Siedlungen im ehemaligen Buschmannland machen heute einen
desolaten Eindruck.
Der Alkoholismus grassiert, und zudem treiben die Hereros ihre Rinderherden in
das Buschmannland.
Eine Lobby im Windhoeker Parlament fehlt ihnen. Während des Unabhängigkeitskriegs wurden die San von der
südafrikanischen Armee als Fährtensucher eingesetzt, was ihnen die SWAPO bislang
nicht verziehen hat. |
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Baster
Ausschliesslich um die Stadt Rehoboth südlich von Windhoek leben die rund
25.000 Rehobother Baster. Es sind
die Nachkommen von Khoikhoi Frauen und burischen Immigranten aus der Kapkolonie,
die 1870 ihre Heimat
verließen und Rehoboth gründeten. Die Baster sprechen Afrikaans und fühlen sich
auch ansonsten den burischen
Wertvorstellungen verpflichtet. Sie betreiben vor allem Rinderzucht und sind
gute Handwerker. Sie haben erheblichen
politischen Einfluss in Windhoek.
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Weisse Bevölkerung
Rund 100.000 Weiße leben in Namibia. Davon sind 20% deutscher Abstammung.
20% sind englischer und 60% afrikaanser (burischer) Herkunft. Sie wanderten nach
dem 1. Weltkrieg aus Südafrika nach Namibia ein. Die weiße Minderheit ist zwar
an der politischen Verantwortung nicht mehr beteiligt, die wirtschaftliche Macht
liegt jedoch weitgehend in ihren Händen, vor allem in den Schlüsselbereichen,
Landwirtschaft, Handel. Bergbau und Tourismus.


Bis zur namibischen Unabhängigkeit am
21. März 1990 waren Englisch, Afrikaans und Deutsch gleichberechtigte
Amtssprachen. Zur Unabhängigkeit hat sich die Regierung für eine nicht durch
Kolonialisierung in Namibia vorbelastete Sprache, nämlich Englisch, als einziger
Amtssprache, entschieden. Unter der weißen Bevölkerung sind Afrikaans (60%) und
Deutsch (35%) am weitesten verbreitet. Außer den "weißen Sprachen" werden noch
eine Vielzahl von einheimischen Sprachen wie z.B. Herero, Ovambo, Damara und
Nama gesprochen. Unterrichtssprache in den Schulen ist während der ersten 3
Schuljahren jeweils die Sprache, die im Gebiet der Schule als Umgangssprache gilt
(auch Deutsch). Ab dem 4. Schuljahr wird auf Englisch unterrichtet und die
Muttersprache als "First Language" ("Erste Sprache") weitergeführt. In der DHPS
(Deutsche Höhere Privatschule)
ist es z.Zt. so, dass Deutsch Unterrichtssprache bis zum Abitur (13. Klasse)
ist. Im Allgemeinen kommt man mit Deutsch und geringen Englischkenntnissen im
ganzen Land gut zurecht!
Prozentuale Verteilung:
Ovambo-Sprachen 50,6 %
DamaraI/Nama 12,5%
Okavango-Sprachen 9,7 %
Afrikaans 9,5 %
Herero 8,0%
Caprivi-Sprachen 4.7%
San-Sprachen 1,9%
Englisch 0,9%
Tswana 0,4%
andere Sprachen 1,0%
Mir persönlich ist aufgefallen, daß die meisten, egal ob weiß oder schwarz,
zumeist in Afrikaans miteinander kommunizieren. Auch wurde ich in Shops,
Restaurants etc. immer zunächst in Afrikaans angesprochen, wobei man problemlos
ins Englische wechselte, als offensichtlich wurde, daß meine afrikaansen
Sprechfähigkeiten doch etwas rudimentär sind.
Alles in allem habe ich während meiner 3 wöchigen Reise durch Namibia mehr
Afrikaans als Englisch gehört. Erfreut und manchmal auch belustigt habe ich
festgestellt, dass ich ca. 60% davon verstehen kann. Vieles habe ich auch
nachgesprochen bzw. eigene "Konstruktionen" probiert, nach dem Rezept man nehme
etwas Plattdeutsch, etwas Englisch, ein bisschen Deutsch und eine Prise
Holländisch, was man so von Kakaodosen kennt. Trotz Fehler und sicherlich auch
arg abenteuerlicher Aussprache konnte man mich sogar verstehen. Dabei kam mir
sicherlich mein allgemein gut entwickeltes Sprachtalent, meine 10 in Rostock
verbrachten Jahre mit der Nähe zum Niederdeutschen und eine ganze Menge Spaß am
Afrikaans zugute.
Ein Phänomen und für mich persönlich ein weiteres linguistisches Vergnügen ist die ganz
eigene Sprache der Deutsch-Namibier, das Südwesterdeutsch.
Die Deutschen dort sprechen ein sauberes Hochdeutsch, weit entfernt von
dialektalen Verfälschungen und anderen "Katastrophen", wie etwa Sächsisch oder
Schwäbisch. Aber der Wortschatz ist durchdrungen von ganz eigenen lexikalischen
Elementen und Konstruktionen. Dabei ist ihr Deutsch deutlich vom Afrikaans, aber
auch vom Englischen beeinflusst. Gar keine Einflüsse hingegen gibt es von den im
Land existierenden Bantu- oder Khoisan-Sprachen. Wie das wohl auch klingen würde,
wenn die Deutschen nun auch noch schnalzen und klicken würden???
Schaut unbedingt mal in meine "wordlist
Südwesterdeutsch" rein. Ich garantiere Euch, dass es lustig wird.


Nach der Überwindung der Apartheid in Südafrika und in der Folge der Unabhängigkeit Namibias 1990 sind Reisen ins südliche Afrika einfach "in"
geworden. Obwohl beide Länder nicht gerade zu den günstigen Reiseländern zählen
(ich meine zum Glück, sind dadurch doch einem Massentourismus à la Mallorca
Grenzen gesetzt), entwickelte sich der Tourismus in dieser Region mit
atemberaubendem Tempo. Der Hauptgrund dafür ist sicherlich die unglaubliche
Vielfalt und die atemberaubende Schönheit der Landschaften, der Tierreichtum in
den Nationalparks und die unverfälschte, ursprüngliche Natur.
Ein weiterer Grund mag die perfekte Infrastruktur sein. Anders als in anderen
afrikanischen Reiseländern wie z.B. Kenia, gibt es in Namibia ein gut
ausgebautes
Straßennetz, sehr gute Hotels, Lodges und Camps von der Luxuskategorie bis zum
urigen Zeltcamp, der Service ist perfekt, Mietwagen fallen nicht beim Anlassen
des Motors auseinander und es gibt in größeren Städten alles an Lebensmitteln
und notwendigen Ausrüstungsgegenständen zu kaufen.
Niemand wird auf den Gedanken kommen, in Namibia einen
Strand- und Badeurlaub zu machen. Erstens wegen der Kühle des Atlantiks, wo das
Baden so und so kein Vergnügen ist und zweitens wäre es fast eine Sünde, wenn
man sich nicht das Land anschauen würde.
Auf diese spezielle Art Individualreisen ist das Land bestens eingestellt.
Die Bevölkerung ist nett und freundlich, kontaktfreudig und hilfsbereit.
Es versteht sich von selbst, dass man einige Regeln beachten sollte:
Wer sich zu einer mehrwöchigen Reise mit dem Mietwagen ins Land aufmacht, sollte
seine Ausrüstung gründlich prüfen. Dazu gehört neben festem Schuhwerk und warmer Kleidung
auch Benzin (nicht überall ist das Tankstellennetz dicht) und ausreichend
Wasser. Dazu gute Landkarten und ein Fotoapparat mit ausreichend Speicherplatz
und Zoomobjektiv.
Eine Todsünde begeht, wer Abfall liegen lässt oder gar aus dem Autofenster wirft.
Die Natur soll so bleiben, wie sie jetzt noch ist und dies sollte jedem Besucher
am Herzen liegen.
Im Nationalpark aus dem Auto aussteigen, Tiere füttern oder streicheln kann ganz
schnell sehr unangenehm werden. Auch wenn die Tiere manchmal niedlich und putzig
sind, es sind immer noch wilde Tiere.
Auch darf man nicht vergessen, dass die Kriminalität aufgrund der großen Gegensätze
zwischen Arm und Reich recht hoch ist. Es empfiehlt sich also keineswegs, nachts und
dazu vielleicht noch mit Kamera und Schmuck behängt, in einem Township spazieren
zu gehen, oder gar noch die Menschen zu fotografieren. Wertsachen sollte man
nicht im Auto lassen, oder sichtbar auf dem Sitz ausbreiten, oder gar die
Autotür nicht abschließen.
Panik ist nicht angebracht, aber etwas Vorsicht und ein bisschen gesunder
Menschenverstand ist doch sehr ratsam.
Der Tourismus nimmt heute in Nambia als Wirtschaftsfaktor einen immer
bedeutenderen Stellenwert ein. Damit dies auch so bleibt, sollte jeder Besucher
sein Bestes dafür tun, dass die unvergleichliche Natur - der natürliche Reichtum
Namibias und Grundlage für den Tourismus - auch so erhalten bleibt.
Was man in Namibia alles an Sport und anderen Outdoor-Aktivitäten machen kann,
könnt Ihr unter dem folgenden link nachlesen:
http://www.namibiatourism.com.na/german/tourism.htm

Als ich meinen Flug buchte, war mir von vorn herein bewusst, dass ich diesmal
einen Urlaub der ganz besonderen Art verbringen würde. Sicherlich haben sehr
wenige Namibia-Besucher das Glück, wie ich eine sehr gute Freundin dort zu
haben. Und so haben wir beide - die orts- und landeskundige Namibierin und die
Touristin - zusammen unsere ganz eigene Route geplant: einige der absoluten
Namibia Highlights, abgestimmt mit der zu bewältigenden Strecke, ohne dass das
ganze Unternehmen zum Stress ausartet, ein bisschen Zeit, Erholung und relaxen
und zwischendurch, ein Klassentreffen, Weihnachten eine Silberhochzeit und
Silvester. Das Resultat war ein fantastischer, unvergesslicher Urlaub,
eingebettet in das normale Familienleben, auch wenn sich dies zumeist auf das
Leben und Feiern der deutschen Gemeinschaft beschränkte.
Ich habe dort
traumhafte Natur, Tiere und Wildnis, Abenteuer, herrliches Wetter und
Sonnenschein und sogar den ersten Regen erlebt, viel zu viel und gut gegessen (dank
der exzellenten Kochkünste meiner Freundin) und nicht zuletzt habe ich mit ihrer
Familie und ihren Freunden tolle, unglaublich nette und liebe Menschen kennen
gelernt.
Wer
lesen (und sehen) will, was ich auf meiner Reise so alles erlebt habe, sollte sich mein
"illustriertes Reisetagebuch" anschauen.
... klickt
einfach auf die Landkarte:


Windhoek (Windhuk; heißt übersetzt übrigens Windecke)) ist mit seinen rund 250.000 Einwohnern größte Stadt in
Namibia und zugleich die Hauptstadt des Landes. Das schmucke Städtchen liegt auf
1650 Metern Höhe malerisch in einem Talkessel, gesäumt von den Erosbergen im
Norden und den Auas Bergen im Süden. Nach Westen hin erstreckt sich das Khomas
Hochland in Richtung Namib und Küste.
Auch das Stadtgebiet an sich ist hügelig, so dass man von verschiedenen
Erhebungen aus (z.B. vom alten Wasserturm, vom Heroes Acre etc.) einen
fantastischen Ausblick auf die ganze Stadt hat.
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Meteoritenskulptur an der Post Mall
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Der Baustil entspricht dem moderner Städte. |
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Daneben findet man zahlreiche wilhelminische
Bauwerke aus der
deutschen Kolonialzeit. Windhoek wirkt - für eine afrikanische Stadt - nach
wie vor sehr sauber und ein wenig kleinstädtisch, wenngleich die
Atmosphäre durchaus auch kosmopolitisch geprägt ist.
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Bahnhof |
Der Einfluss der
deutschen Sprache und Kultur ist auf Grund der kolonialen Vergangenheit in
vielen Bereichen sichtbar. Es gibt deutsche Restaurants, deutsches Brot, Wurst,
ein hervorragendes, nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebrautes Bier und
deutschen Karneval. Fast überall kann man sich auch auf Deutsch verständigen,
wenngleich die offizielle Landesprache in Namibia Englisch ist.
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Independence
Avenue |
Das Stadtzentrum Windhoeks liegt beiderseits der
Independence Avenue, und man kann es gut zu Fuß erkunden.
Die geschäftige Hauptstrasse - bis zur Unabhängigkeit hieß sie Kaiserstrasse - beginnt am
Ausspannplatz
im Süden und erstreckt sich bis zum einstigen Township Katutura im Norden.
Die von der Independence Avenue abzweigende Fußgängerzone Post Mall
beherbergt zahlreiche Cafés und Restaurants, Boutiquen und Souvenirläden. |
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Der "Tintenpalast"
oberhalb der Robert Mugabe
Avenue ist Sitz der beiden Kammern des namibischen Parlaments, der National Assembly und des National Council. Das Gebäude stammt aus der Kolonialzeit
und wurde 1913 eingeweiht. In Anspielung auf die zahlreichen Schreiberlinge
und ihren hohen Tintenverbrauch nannte die Bevölkerung das Gebäude spöttisch
"Tintenpalast". Der Garten des Tintenpalasts mit seinen ausgedehnten
Rasenflächen und schattigen Bäumen ist ein beliebter Park, und Windhoeks
Angestellte verbringen hier gern die Mittagspause. |
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Tintenpalast |
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Ein Muss für jeden Windhoek-Besucher ist die
Christuskirche der lutherischen Gemeinde aus dem Jahre 1896.
Die evangelisch-lutherische Kirche im neu-romanischen Baustil stammt aus dem
Jahre 1910.
Die bunten Glasfenster im Altarraum wurden von Kaiser Wilhelm II gestiftet. |
Christuskirche
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... und die "Alte Feste". Sie wurde 1890 durch die Deutsche Schutztruppe unter
dem Kommando von
Curt von François errichtet, ursprünglich aus ungebrannten Lehmsteinen. Heute
ist hier das
Nationalmuseum mit umfangreichen Exponaten zur Kulturgeschichte Namibias und
historischen Dokumenten untergebracht.
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Alte Feste |
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Supreme Court |
Seit 1997 werden die historischen Bauwerke
Windhoeks durch das monumentale Supreme Court Gebäude dominiert, das
Namibias Obersten Gerichtshof beherbergt.
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Auch ein Zeugnis neuerer namibischer Geschichte
ist der Heroes Acre (Heldenacker).
Die neue nationale Gedenkstätte Namibias - Ausdruck und Symbol des
Freiheitskampfes, Patriotismus und Nationalismus und des Vermächtnisses,
welches an zukünftige Generationen von Namibiern weitergegeben werden soll -
wurde Ende August 2002 in einer großen Zeremonie von Präsident Sam Nujoma
der Öffentlichkeit übergeben.
Die Anlage mit einer Länge von 287 m und einer Breite von 134 m erstreckt
sich über eine Fläche von 732.9212 Hektar ca.15 km südlich von Windhoek in
Richtung Rehoboth. Sie beherbergt 174 Gräber im Befreiungskampf gefallener
SWAPO-Kämpfer.
Der von einem nordkoreanischen Unternehmen in 13 Monaten
errichtete Heldenacker hat rund N$ 61 Millionen gekostet und ist unter der
Bevölkerung nicht unumstritten wegen der Monumentalität der Anlage und vor
allem wegen der immensen Kosten.
Ich persönlich finde die Anlage zu protzig und zu monumental, obwohl ich
natürlich andererseits die Notwendigkeit nationaler Symbole der
Heldenverehrung und des Ausdrucks der Selbstbestimmung nachvollziehen kann.
Aber etwas kleiner und bescheidener hätte es auch getan. Das viele Geld
hätte weitaus sinnvoller zur Lösung einiger der vielen Probleme des Landes
eingesetzt werden können. Außerdem sieht die die ganze Anlage sehr
koreanisch aus und ist damit für mich ein grober Stilbruch und mehr als
"un-afrikanisch".
Allerdings hat man von oben einen traumhaften Blick auf Windhoek und die die
Stadt umgebenden Berge und schon deshalb ist der Heroes Acre einen Besuch
wert.
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Windhoek verfügt über einen internationalen
Flughafen (Hosea-Kutako Airport), 45 Kilometer außerhalb der Stadt liegend, und über ein breit
gefächertes Angebot an Hotels, Pensionen, Safari- und Reiseveranstaltern sowie
Autovermieter.
Essen und Trinken:
Es gibt zahlreiche Restaurants und Bars aller Couleur
und Preisklassen.
Dazu gibt es in der näheren Umgebung von Windhoek einige urige Lodges wie z.B.
die Okapuka-Lodge, wo man in traumhafter Atmosphäre und Umgebung hervorragend
essen, oder auch nur einen Sundowner nehmen kann.
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Ein absolutes Muss für jeden Windhoek-Besucher
ist "Joe's Beerhouse", ein einzigartiger Pub +
Restaurant, der wohl seinesgleichen sucht.
Ob man drin oder draußen in der Lapa sitzt, überall entdeckt man unzählige,
von Joe gesammelte Memorabilien. Das knisternde Lagerfeuer und der
sternenklare Himmel lassen den "Biergarten" am Abend in einem romantischen
Licht erscheinen.
Ein besonders lauschiges Plätzchen ist die Boma, deren offene Feuerstelle
den afrikanischen Nachthimmel romantisch beleuchtet.
Die großen Portionen ausgezeichneter namibischer und deutscher Gerichte wie
z.B. Kudusteak, Gemsbockfillet, Straußenpotjie (ein traditioneller Eintopf),
Eisbein und Sauerkraut oder Schweinefillet, werden jeden Gourmet entzücken.
Selbst Vegetarier kommen bei Joe nicht zu kurz.
Dazu gibt es unterschiedliche afrikanische und importierte Biere sowie eine
große Auswahl an Spirituosen, Likören, Schnäpsen, Apfelwein und die üblichen
nichtalkoholischen Getränke. Auch einen "Weinwinkel" gibt es für die
Liebhaber des Rebensaftes. |
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Und wenn man es denn geschafft hat, eine der
Riesenportionen zu verdrücken, macht man sich auf zu einem Rundgang durch die
gesamte Anlage - und das kann dann schon mal etwas länger dauern. Es ist
unglaublich, was Joe alles gesammelt hat und welche Dinge jeden Raum und jede
Wand zieren.
Am Ende landet man dann unweigerlich im Souvenirgeschäft mit Galerie, das
hochwertige, handgearbeitete afrikanische Gebrauchsgegenstände, Geschenke und
Joe’s Bierhaus Artikel anbietet. In der Galerie sind Fotos mit Motiven der
unberührten Schönheit der namibischen Wildnis ausgestellt.
Hinweis: Man sollte unbedingt einen Tisch vorab
reservieren.

In Windhuk wohnen die Weißen, in Katutura leben die Schwarzen. Das ehemalige
Township liegt im Norden Windhoeks.
Viele Reiche, Weiße allesamt, haben sich im alten Windhuk verschanzt - die
Fenster ihrer Villen sind vergittert, die Türen mit Stahlblech beschlagen, die
Gärten mit Mauern abgeschottet. Jeder Vorsprung wird mit angeschliffenen
Scherben gesichert, jede Brüstung ist mit Stacheldrahtrollen und Elektrozäunen
bewaffnet.
Die schwarze Mehrheit von Windhuk wohnt in dem Vorort
Katutura, der bis vor kurzem kaum
mehr als ein Slum war. Eine staubige Fläche Brachland und eine Industrieschneise trennen das
einstige Ghetto von der weißen Stadt. Vor vierzig Jahren begann die Vertreibung
der Schwarzen aus ihrer Old Location. Das Viertel lag in Windhuk - mittendrin.
Die südafrikanischen Buren, die schon 1915 de facto auch über Namibia
herrschten, wollten die Schwarzen an dem Stadtrand ansiedeln. Streng getrennt
nach Stammeszugehörigkeit. Als die Ovambo, Herero, Kavango, Damara, Himba und
Nama nicht verschwinden wollten, eröffnete die Polizei das Feuer. Es gab Tote.
Die überlebenden Schwarzen wurden auf die vertrocknete Fläche vor der Stadt
gejagt. Katutura, "der Platz, an dem wir nicht leben wollen", nannten sie den
Ort ihrer Verbannung.
Noch immer gleicht Katutura einem Armenviertel: Baracken, Verschläge, mit
Wellblech gedeckte Hütten, Sandwege. 130 000 Menschen leben hier. An den Rändern
wuchern die illegalen Squatter-Camps. Braungraue Rauchschleier steigen auf,
Feuer haben Löcher in den Boden gefressen. Kinder spielen Fußball mit
Pepsi-Dosen. Frauen balancieren Körbe auf ihren Köpfen, junge Männer drängeln
sich um eine hölzerne Biertheke, trinken Windhoek Lager. Shebeens, die
verräucherten Kneipen sieht man allerorten.
Doch seit Präsident Nujoma in Katutura lebt, ist das einstige Township auch
ein Ort des Aufbruchs. Arbeiter graben Rinnen für die Kanalisation, pflanzen
Strommasten und Straßenlaternen, teeren Sandstraßen. Zeilen mattroter
Ziegelhäuser, überzogen mit Schleppen von Bougainvillea, wurden aufgebaut. Die
Menschen legen Gärten an, pflanzen Blumen und ziehen Dagga (das Wort ist
arabisch, bedeutet Rauch und meint Marihuana). Mitten in Katutura hat sich die
Disco "Midnight Express" niedergelassen. Pop, Rap und Reggae und
westafrikanische überfluten die
Gassen. Der
Sound Afrikas vermischt sich mit dem der Karibik und Nordamerikas. Auf dem
Schild vor der Disco haben Kids das K von Katutura aus dem Blech gekratzt und
durch ein M ersetzt: Matutura. "Wir wollen bleiben" heißt das auf Ovambo.
Man sieht kaum Weiße in Katutura und es ist auch
nicht ratsam, dort sightseeing zu machen. Ich bin mit meinen (weißen!) Freunden
einmal kurz durchgefahren, aber nur auf der geteerten Hauptstrasse und
ausgestiegen sind wir auch nicht. Ich wäre gern einmal tiefer rein ins Viertel
gefahren und wäre auch gern einmal ausgestiegen, aber man tut das einfach nicht.
Es ist irgendwie ein komisches Gefühl und es wäre wohl auch den Bewohnern eher
eigenartig vorgekommen, dort drei flanierende Weiße zu sehen. Und wir waren
tagsüber dort. Absolut abzuraten ist von nächtlichen Spaziergängen.
Trotz allen Unterschieden zum "weißen" Windhoek war
ich "pleasantly surprised" (angenehm überrascht), wie mir ein Freund bereits
vorher versicherte. Im Vergleich zu den Kleinstädten und Siedlungen der
Einheimischen in Kenia oder Gambia, wo die Häuser nichts weiter als windschiefe
Bretter-, Wellblech- und Pappkartinbuden sind, ist Katutura geradezu luxuriös.
Man kann nur hoffen, dass die Regierung in Zukunft noch mehr tut, um den
Bewohnern von Katutura eine wirkliche Heimstatt zu schaffen, wo sie unter
akzeptablen Bedingungen leben und arbeiten können. Die für den Bau des Heroes
Acre ausgegebenen Millionen wären in Katutura tausendmal besser angelegt
gewesen.
Quelle:
http://www.zeit.de/archiv/1998/19/namibia.txt.19980429.xml?page=1


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Swakopmund ist ein hübscher, netter, sauberer
Badeort. Trotz der zahlreichen wunderschönen Kolonialbauten im
wilhelminischen Stil, die dem Städtchen sein charakteristisches Gesicht
verleihen, mußte ich immer wieder an deutsche Seebäder wie Warnemünde und
Heiligendamm denken. Das ganze Flair, die Mole und der Leuchtturm lassen
diesen Vergleich durchaus aufkommen. |
Hohenzollern-Haus |
Swakopmund hatte während der deutschen Kolonialzeit als
Hafen große Bedeutung, auch wenn die Küstengewässer eigentlich zu flach sind,
eine geschützte Bucht fehlt und die Brandung zu stark ist. Lüderitz war jedoch
zu entlegen und hatte kein Süßwasser, und der Seehafen Walvis Bay war damals in
britischem Besitz.
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Im August 1892 steckte darum das Kanonenboot "Hyäne" unter dem Kommando von
Hauptmann Curt von François eine Landestelle nördlich der Mündung des Swakop
Flusses ab, und ein Jahr später wurden 40 Siedler aus Deutschland und 120
Angehörige der Schutztruppe mit Brandungsbooten an Land gerudert, ein
abenteuerliches Unterfangen.
Erst 1905 wurde ein 325 Meter langer hölzerner
Landungssteg fertiggestellt, der später durch eine solidere Konstruktion aus
Eisen ersetzt wurde. |

Landungssteg (Jetty) |
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der
alte Bahnhof |
Swakopmund wurde zum Tor für Deutsch-Südwestafrika. Die gesamte Versorgung der
Kolonie wurde über den kleinen Ort abgewickelt. 1902 konnte die
Schmalspur-Eisenbahn nach Windhoek in Betrieb genommen werden. Der Bahnhof im
wilhelminischen Stil stammt aus dem gleichen Jahr. Er wurde vor einigen
Jahren aufwendig restauriert und in ein Vergnügungszentrum mit Spielcasino
und Luxushotel umgewandelt. |
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Das
Stadtbild des rund 30.000 Einwohner zählenden Ortes ist durch zahlreiche
Kolonialbauten geprägt. Ein Wahrzeichen ist das Woermann Haus aus dem Jahre
1905. Das ehemalige Handelshaus in der Bismarck Strasse mit seinem 25 Meter
hohen Damara-Turm und seinem von Arkaden gesäumten Innenhof beherbergt heute die
städtische Bibliothek, eine Kunstgalerie und das Büro der Namibia Wildlife
Resorts. |

Woerman Haus |
Swakopmund ist heute ein beliebtes Seebad mit vielen
touristischen Attraktionen und angenehmem (nach Ansicht hitzegeplagter
Namibier aus dem Binnenland!) Klima im Sommer. Besonders um die
Weihnachtszeit wimmelt es in der Stadt von Windhoekern, und Unterkünfte sind
dann nicht zu bekommen. Ich hatte den Eindruck, dass es offensichtlich zum guten
Ton gehört, den großen Sommerurlaub (dort ab Mitte Dezember bis ca. Mitte
Januar) "an der See" zu verbringen - ähnlich wie die reichen Hamburger und
Lübecker Kaufleute zu Zeiten von Thomas Mann's "Buddenbrooks" dies taten.
In Swakopmund ist es im Vergleich zum Inland recht kühl. Das Wasser ist meist
zum Baden ein wenig zu kalt. Ursache ist der kalte Benguela-Meeresstrom. Er
sorgt auch dafür, dass der Ort häufig bis in die Mittagsstunden hinein in
dichten Nebel gehüllt ist. Mir war es in Swakopmund einfach zu kalt. Ab Abend
habe ich trotz Jeans, langärmligem Shirt und Jacke vor Kälte gezittert.
Sehenswürdigkeiten:
Die schönen historischen Gebäude in Swakopmund - Hohenzollern Haus, Woermann Haus, Altes Amtsgericht, Prinzessin
Rupprecht Heim - kann man auf einem Stadtrundgang kennenlernen. Der Leuchtturm stammt aus dem Jahre 1902 und ist 21
Meter hoch. Das Museum neben dem Leuchtturm zeigt
interessante heimatkundliche Exponate.
Eine besondere Attraktion ist das erst
1995 eröffnete Aquarium von Swakopmund. Es zeigt das
Meeresleben an der Küste Namibias in mehreren grossen Meerwasser-Becken, das
grösste mit 350 Kubikmeter Volumen. Täglich um 15 Uhr werden die Fische von Tauchern handgefüttert. Sehr
beeindruckend! Das Aquarium liegt in der Strand Street und ist - ausser montags
- täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Unterhaltung:
Der ehemalige Bahnhof von Swakopmund - eines der zahlreichen Kolonial Bauten in
der Stadt - wurde vor einigen Jahren zum eleganten Spielkasino- und
Vergnügungs-Komplex umgebaut einschliesslich 5-Sterne Luxushotel. Das Swakopmund Entertainment Centre & Hotel führt auch
Kamel-Exkursionen in die Namib Wüste durch. Tel ++264-(0)64-400800, Fax 400801.
Essen und Trinken:
The Lighthouse Pub & Restaurant. An der Mole.
Schöner Blick aufs Meer von der Terrasse. Speziell Steaks und Fischgerichte. Tel
064-400894.
Wer etwas Besonderes essen möchte und dazu noch die Aufmerksamkeit aller
Restaurantgäste auf sich ziehen möchte, sollte einen "Lighthouse-Burger"
probieren - Spaß ist garantiert!
Auch Swakopmunds Umland hat viel zu bieten. Besonders reizvoll sind Fahrten an
der herrlichen, dünengesäumten Küste entlang, sowohl ins 30 Kilometer südlich
gelegene Walvis Bay als auch in die National West Coast Recreation Area im
Norden. Eine Strasse führt direkt am Strand entlang zum Anglerparadies Henties
Bay, und weiter nach Cape Cross bis zur Mündung des Ugab Flusses. Hier beginnt
der Skelettküsten Park, für den ein besonderes Permit erforderlich ist.
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Welwitschia Mirabilis - ein 'lebende Fossil'
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Interessant ist auch der Welwitchia Drive, der zur Mondlandschadt am Swakop
Rivier und in den nördlichen Teil des Namib Naukluft Parks führt.
Für den Welwitchia Drive ist ein Permit erforderlich. Man bekommt es für 20 N$
pro Person beim Tourismus Büro im Worrmann Haus oder an der Tankstelle beim
Autohaus Kriess. Die Strecke ist rund 160 Km lang, und man sollte sich einen
halben Zeit dafür nehmen.
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Mondlandschadt am
Swakop-Rivier
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Die Küstenstadt Henties Bay ist eine der bekanntesten
und beliebtesten Ziele für Angler im südlichen Afrika und befindet sich im nationalen Erholungsgebiet der Westküste, ungefähr 440 km von Windhoek und 70 km nördlich von Swakopmund entfernt.
Von Windhoek aus erreicht man Henties Bay
über die Fernverkehrsstraße B2 und auf der Schotterstraße D1918 gelangt man
über Usakos und die Spitzkoppe in die Stadt. Außerdem führt die Salzstraße
C34 über Swakopmund nach Henties Bay.
Die Stadt wurde nach dem Bürgermeister
Hentie van der Merwe benannt, der 1922 eine Frischwasserquelle in der
Mündung des Omaruruflusses entdeckte. Nach seiner Entdeckung kehrte er Jahr
für Jahr an diesen Ort zurück, um hier seinen Urlaub zu verbringen. Nach
einigen Jahren Camping beschloss er, ein einfaches Ferienhaus aus Holz zu
bauen.
Bewohner von Herrn van der Merwes
Heimatstadt in der Kalkveldregion folgten sehr schnell seinem Beispiel.
Henties Bay wurde letztendlich die beliebte Ferienstadt, die sie heute ist,
mit derzeit etwa 2700 Einwohnern, die hier ihren ständigen Wohnsitz haben.
Wie in der Namibwüste ist auch das Klima
an der Küste extrem trocken aber durch den Einfluss des kalten
Bengualenstroms (13 - 18 Grad Celsius) sind die Temperaturen gemäßigt.
Fast jede Nacht entsteht Nebel durch
auflandige Winde und normalerweise beträgt die Luftfeuchtigkeit 85%. Im
Gegensatz dazu fallen weniger als 15 mm Regen im Jahresdurchschnitt. Wenn
der trockene, heiße Ost- oder Bergwind weht, klettern die Tagestemperaturen
auch schon mal auf über 40 Grad Celsius. Ironischerweise treten diese Winde
im hiesigen Winter zwischen April und August auf und obwohl sie sehr heiße
Luft mitbringen, bereiten sie wunderschöne Sommertage und -abende.
Henties Bay ist ein beliebter Ferienort
mit Geschäften, Restaurants, Pubs, Banken, einer Post, einer 24 Stunden
geöffneten Tankstelle und einer Geländewagenvermietung sowie
Autowerkstätten, Abschleppdiensten und ärztlicher Versorgung.
Diese kleine Stadt bietet eine ruhige,
rustikale Atmosphäre. Der geringe Verkehr in den Straßen, das milde Klima
und der lange, saubere Strand tragen zu der Idylle bei und bieten den
idealen Ort für einen entspannten Urlaub oder für ein paar Tage Pause nach
einer langen, ermüdenden Fahrt auf sandigen Straßen und in großer Hitze.
Es gibt ein Hotel,
Bungalows und Ferienwohnungen, Bed & Breakfast Gästehäuser, einen
Campingplatz, Backpacker Hostels, und Einrichtungen zur Selbstversorgung.
Unter den Sportmöglichkeiten sind z.B. ein 9-Loch Golfplatz,Tennisplätze und
Squashcourts.
Je nach Fischaufkommen (wie etwa Kabeljau,
Galjoen, Steenbras und Blacktail) ist Henties Bay mit seinen vielen guten
Angelplätzen entlang der Küste ein Paradies für Angler. Erfahrene Angler bieten Tagesausflüge oder mehrtägige Angeltouren, die im
Voraus gebucht und nach Ihren Wünschen gestaltet werden können.
Henties Bay ist auch ein idealer
Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Namibwüste. Einige Gebiete kann man
selbst mit dem eigenen Wagen erkunden, andere Regionen sind wiederum nur mit
einem Geländewagen zu erreichen. Es ist aber anzuraten, viele dieser
Ausflüge mit einem erfahren Reiseleiter zu unternehmen, da die Straßen recht unwegig sind und teils die Beschilderung fehlt. Auf jeden Fall sollte
man auf den so genannten Gravel Roads (Schotterstraßen) und auf der Küstenstraße,
die aus Salzschotter gemacht ist, vorsichtig fahren. Diese Straßen können
bei Nebel oder nach Regen sehr rutschig sein. Auch die Touren in die Wüste
kann man im Voraus buchen und nach ihren Wünschen gestalten.
Diese Informationen stellte die
Stadt
Henties Bay zur Verfügung.


Fünfzig Kilometer nördlich von
Karibib an der C33 liegt das kleine Dorf Omaruru am gleichnamigen Fluss. Das
Omaruru Rivier ist normalerweise trocken, von ein paar Kolken hier und da einmal
abgesehen. Auf Grund des reichlich vorhandenen Grundwassers wirkt der Ort jedoch
vergleichsweise grün.
Die
Geschichte von Omaruru ist eng mit der Geschichte der West Herero verknüpft, die
Mitte des 18ten Jahrhunderts mit ihren Herden aus dem Kaokoveld nach Süden
gezogen waren und sich hier ansiedelten. Der Missionar Gottlieb Viehe zog 1872
aus Otjimbingwe - dem 100 Kilometer südlich gelegenen Missionszentrum der
Rheinischen Kirche - nach Omaruru und baute ein Missionshaus. Viehe übersetzte
die Bibel in die Herero Sprache und erreichte, dass viele Herero in der Omaruru
Region Christen wurden, unter anderem ihr Häuptling Wilhelm Zeraua.
Deutsche Siedler fanden um die
Jahrhundertwende Interesse an der Omaruru Region und gründeten Farmen, vor allem
an den Ufern des Flusses, wo das Weideland am besten war. Eine 20 Mann starke
Schutztruppen-Garnison wurde zum Schutz der Siedler in Omaruru stationiert.
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Im
Januar 1904 kam es jedoch zum dramatischen Aufstand des Herero Volks in Namibia.
Auch Omaruru war davon betroffen. Die Hereros überfielen die Farmen und
umzingelten den Ort. Die Schutztruppe war kurz zuvor ins 400 Kilometer entfernte
Gibeon im Süden marschiert. Hauptmann Viktor Franke, Kommandeur der Omaruru
Kompanie, kehrte mit seinen Männern sofort um, als ihn die Nachricht vom
Aufstand via Heliograph erreichte. Nach einem nur 5tägigen Gewaltmarsch gelang
es ihm, zunächst Windhoek und Okahandja zu entlasten und anschließend den
Belagerungsring der Hereros um Omaruru zu durchbrechen und die eingeschlossenen
Siedler zu befreien. Der Beobachtungsturm in Omaruru stammt aus dem Jahre 1908.
Er wurde gebaut, um in Zukunft eine bessere strategische Position zu haben. Zu
Ehren des Hauptmanns Viktor Franke wurde er nach ihm benannt.
Den Franke Turm kann man besichtigen und besteigen. Von oben hat man
einen herrlichen Ausblick. |

Viktor Franke |
Franke-Turm
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Das soziale Klima in Omaruru ist heute im Wandel begriffen. Zu den
Alteingesessenen gesellen sich immer mehr Künstler und Kunstwerkwerker und
verschaffen dem Ort ein zunehmend kosmopolitisches, modernes Flair.
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Wunderschön ist das neue Kunst- und Kunsthandwerkszentrum "Sand Dragon"
an der Main Road, das von einer amerikanischen Künstlerin und ihrer Familie in
Eigenregie aufgebaut wurde und im südlichen Afrika seinesgleichen sucht.
Das Kunstzentrum
lohnt allemal einen Besuch, denn es gibt eine außergewöhnlich schöne
Kunsthandwerks- und Schmuck-Kollektion zu entdecken. Man kann hier auch sehr
schön sitzen und klönen und Kaffee oder Tee trinken, und zum Mittagszeit gibt es
diverse leckere Lunchgerichte.
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Und das schönste Internet Café im südlichen
Afrika findet man ebenfalls in diesem Lokal!
Tel 064-570707.
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Kristall
Kellerei
An der Strasse D2328 liegt vier Kilometer nordöstlich von Omaruru das erste und
einzige Weingut in Namibia.
Auf 4 Hektar werden 2 verschiedene Weine produziert, Colombard und Ruby Cabernet. Es gibt eine kleine Taverne, wo man gemütlich
sitzen, den Wein des Guts verkosten und auch etwas essen kann. Führungen werden
angeboten. Deutsche Eigentümer. Tel: 064-570083. |
Essen und Trinken:
Empfehlenswert ist das Restaurant des
Central Hotels in der Main Road, das deutsche Küche
anbietet. Tel 64-570030.
Leider ist das traditionsreiche "Hotel Staebe" heute geschlossen. Vielleicht
gewinne ich ja mal im Lotto und habe das nötige Kapital, um das Hotel zu
renovieren und wiederzueröffnen.


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Der Besuch des Etosha National Parks gehört zu den absoluten Highlights einer
Namibia Reise.
Etosha umfasst eine Fläche von über 22000 qkm und wurde bereits 1907 von der
Deutsch-Südwestafrikanischen Verwaltung zum Wildschutzgebiet erklärt.
Das Herzstück ist die 5.000 km2 große vegetationslose Salzpfanne, die sich
in regenreichen Zeiten mit Wasser füllt und eine der wichtigsten
Flamingobrutstätten im südlichen Afrika ist. Sie ist umgeben von Gras- und
Dornsavannen, Mopane-Buschland im Westen sowie Trockenwald im Nordosten.
Einstmals, vor rund zwei Millionen Jahren, gab es hier einen riesigen See, der
durch den Kunene Fluss gespeist wurde und später durch Änderung des
Flussverlaufs allmählich austrocknete.
Die Pfanne ist nahezu immer trocken. Besonders im südlichen Teil des Parks
liegen jedoch verstreut zahlreiche Wasserlöcher, Lebensgrundlage für den
Wildbestand im Etosha National Park. Sie bieten dem Besucher optimale
Voraussetzungen, diesen Tierreichtum zu beobachten.
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Nahezu die gesamte Palette an afrikanischem
Großwild ist im Park vertreten, und natürlich auch die "Grossen Fünf",
Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Auf Grund einer per Flugzeug
durchgeführten Tierzählung gibt es derzeit rund 250 Löwen im Park, 4000
Gnus, 8000 Oryx-Antilopen, 300 Nashörner, 2500 Giraffen, 6000 Zebras und
über 2000 Elefanten. Und von den zierlichen Springböcken gibt es fast 20.000
Exemplare. Oft sieht man sie in riesigen Herden von mehreren Hundert Tieren. |
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Der Nationalpark ist gut erschlossen. Recht gut
gepflegte (ungeteerte) Strassen führen zu den Wasserlöchern, wo man die
Tiere am besten beobachten kann.
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Okaukuejo
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Im Etosha
Nationalpark gibt es drei staatliche Camps: Namutoni, die
denkmalgeschützte romantische weiße Feste, Okaukuejo, gleichzeitig Sitz
der Parkverwaltung, und Halali.Dort stehen Hotels, Ferienbungalows und
Campingplätze zur Verfügung. Ausserdem gibt es Restaurants, Einkaufsläden
und Schwimmbäder. |

Namutoni |
Wegen der begrenzten Kapazitäten wird eine
Vorabreservierung dringend empfohlen.
Das Haupteingangstor zum Park ist das "Andersson Gate" bei Okaukuejo im Süden.
Im Osten liegt das "Von Lindequist Gate" bei Namutoni. Ein neues Gate, das "Nehale
lya Mpingana Gate" (King Nehale Gate) wurde Anfang 2003 im Nordosten eröffnet.
Weitere Infos zu Kosten
für Unterkunft und Parkeintritt findet Ihr unter:
http://www.namibia-info.net/zentralnamibia/etosha_info.html


Eine Besonderheit Namibias ist das weite Farmland.
Es gibt rund 4.000 Farmen. Sie gehören zum überwiegenden Teil weißen Farmern und
betreiben extensive Rinder- und Schafzucht, wobei das Fleisch nach Südafrika
exportiert wird. Einige Farmen haben sich erfolgreich auf die Produktion von
Straußenfleisch spezialisiert, das ebenfalls exportiert wird.
Man kann sich leicht ausmalen, wie unendlich mühsam es gewesen sein muss, in
diesem trockenen Land etwas anzupflanzen. Sand, Hitze, Trockenheit und wilde
Tiere machten es für die Farmer immer wieder fast unmöglich. Und doch haben
viele es geschafft, dem Boden wenigstens soviel abzutrotzen, dass eine Familie
davon leben konnte.
Im Zuge des sich schnell entwickelnden Tourismus haben heute viele Farmer die
Zeichen der Zeit erkannt und besitzen nicht mehr nur Rinder und Schafe, sondern
auch Gästezimmer.
Im ganzen Land gibt es Lodges und Camps - manche sind klein und einfach, andere
haben noble Appartements mit Küche und Bad.
Es gibt "nur" Gästefarmen und Jagd- und Gästefarmen. Einige haben sich zu großen
Luxusherbergen mit Swimmingpool, einem Gourmet-Restaurant und erstklassigem
Service entwickelt. Eines ist allen gemeinsam: Deutschfreundlichkeit und
Sauberkeit. Überall wird deutsch gesprochen (obwohl die offizielle Landessprache
englisch ist und die Sprache der Einheimischen Afrikaans).
Eine davon sind weit über die Grenzen Namibias hinaus bekannt und waren auch
bereits bei uns im Fernsehen zu sehen, wie z.B. die Harnas Farm.
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Harnas, einst eine normale Rinderfarm im Besitz
der Familie van der der Merwe ist heute eine gemeinnützige Organisation, die
sich dem Schutz der Wildtiere Namibias verschrieben hat.
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Die Ameib Farm:
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An der Pad 1937 in den Erongo Bergen liegt die
Farm Ameib, die auch für Tagesbesucher geöffnet ist. Geboten wird
spektakuläre Landschaft. In der Phillipshöhle gibt es zahlreiche
Felsmalereien, unter anderen den berühmten "Weissen Elefanten". Man kann
schöne Wanderungen unternehmen. Und besonders interessant sind die riesigen
Granitkugeln von Bull's Party. Ameib bietet einen Campingplatz sowie Chalet
Unterkünfte und ein Restaurant.
Tel: 064-530803. |
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Man
kann in Windhoek, in Swakopmund und anderen größeren Städten fast so gut
einkaufen wie hier zu Hause. Es gibt moderne Supermärkte, Shopping Malls mit
einer Fülle von Geschäften aller Coleur, Bäckereien und Metzgereien, wo das
shoppen richtig Spaß macht. Das Warenangebot ist fast mit dem unseren zu Hause
vergleichbar und man bekommt sogar unsere aus der Heimat bekannten
Markenprodukte, auch wenn diese dort recht teuer sind.
Man muß also auch zur Weihnachtszeit nicht auf Nürnberger Lebkuchen und
Marzipanstollen verzichten. Garantiert gibt es die Stammmarke des Haarshampoos
und des Shower Gels, falls dies zur Neige gehen sollte. Natürlich gibt es zahlreiche
regionale, vorwiegend südafrikanische, Produkte, die erschwinglich sind und einem Qualitätsvergleich
meist nicht zu scheuen brauchen.
Wer Mitbringsel für die Lieben zu Hause sucht, sollte diese in einem der
fantastischen Kunstgewerbe- und Souvenirgeschäfte in Windhoek oder Swakopmund
erstehen. Es gibt zwar an zahlreichen Straßenecken die Stände der Einheimischen,
an denen Holzschnitzereien und Schmuck angeboten wird, aber ich habe
festgestellt, dass die Qualität den hochwertigen Produkten in den Geschäften bei
weitem nicht standhalten kann.
Eine namibische (und südafrikanische auch!) Besonderheit ist der VAT-refund, also die Rückerstattung
der Mehrwertsteuer für in Namibia gekaufte Güter, die tatsächlich
ausgeführt werden. Also nicht für Restaurant-, Hotel- oder
Mietwagenrechnungen.
Dazu muss man alle Rechnungen sammeln und die Waren müssen vor der Ausreise
vorgezeigt werden (also unbedingt alles ins Handgepäck packen). Die Rechnung
muß eine Tax Invoice sein, die folgendes enthalten muss: 1. die enthaltene
Mehrwertsteuer, 2. die Worte tax invoice, 3. die VAT-Nummer, 4. Name des Geschäfts und des Verkäufers, 5. Beschreibung der gekauften Waren, 6.
Steuernummer, 7. Ausstellungsdatum, Preis der Ware in Namibia Dollar oder Rand.
Klingt alles furchtbar kompliziert, ist es aber nicht. In größeren
Geschäften, Kaufhausketten etc. ist alles auf dem normalen Kassenzettel drauf.
In kleineren Geschäften, wo manchmal die Kassenzettel noch mit der Hand
ausgeschrieben werden (Kopie mit Blaupapier wie früher hier auch), bittet man
den Verkäufer um eine tax invoice. Es lohnt sich auf jeden Fall, vor allem für
Shopping-Fans wie mich.
VAT-Büros gibts am Flughafen und auch eins in Windhoek.


Namibia ist zwar in Afrika, aber die hygienischen Bedingungen sind viel eher mit
unseren zu Hause, als mit anderen afrikanischen Ländern vergleichbar. In den
Städten gibt es zahlreiche Ärzte, viele davon sind Deutsche, aber auch Buren und
sehr gut ausgebildete schwarze Mediziner.
Der Namibia-Reisende muß keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Die Gefahr von Magen-Darm-Erkrankungen, wie in anderen Ländern Afrikas, ist kaum
vorhanden. Allerdings sollte man etwas Vorsicht walten lassen beim Verzehr und
Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten (Gefahr
von Infektionskrankheiten wie z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr,
Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Dies betrifft sicherlich
hauptsächlich Rucksack- und Trekkingreisende unter einfachen hygienischen
Bedingungen.
Vorsehen sollte man sich vor Sonnenbrand und im Norden Namibias (Etosha Pfanne
und den tropischen Gebieten des Caprivi Strips) wird vor Malaria gewarnt.
In Namibia gibt es Giftschlangen und obwohl die Tiere sehr scheu sind und
wahrscheinlich mehr Angst vor uns, als wir vor ihnen haben, sollte man bei einem
Schlangenbiß sofort einen Arzt aufsuchen. Das gebissene Körperteil muß sofort
abgebunden werden und man sollte die Schlange beschreiben können, damit der Arzt
das richtige Antiserum anwenden kann. Der beste Schutz sind natürlich hohe,
feste Schuhe.


Namibia ist wirtschaftlich stark von Südafrika abhängig . Auch die Währung, der
Namibia Dollar (N$), ist an den südafrikanischen Rand gekoppelt, und Namibia
muss die Hochzinspolitik von Südafrikas Reserve Bank wohl oder übel mitmachen.
1 Namibischer Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: N$, NAD (ISO-Code).
Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50 und 10 N$. Münzen in den Nennbeträgen
von 5 und 1 N$ sowie 50, 10 und 5 Cents. Da der Namibische Dollar an den
Südafrikanischen Rand gebunden ist , wird dieser ebenfalls in Namibia als
gültige Währung akzeptiert.
Geld kann in Banken und Wechselstuben umgetauscht werden.
Diners Club, Eurocard, MasterCard, American Express und Visa werden akzeptiert.
Tankstellen akzeptieren nur Bargeld.
Mittlerweile kann auch an Geldautomaten mit der Kreditkarte Geld abgeholt
werden.
Auch die EC-Karte kann bei einigen Banken verwendet werden. Einzelheiten vom
Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 2.000 N$ oder auf 2.000 R
begrenzt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt, Deklarationspflicht!
Die Ausfuhr von Fremdwährung ist auf den eingeführten Betrag begrenzt.


Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt: Von Überlandfahrten während der
Dunkelheit wird abgeraten. Neben erhöhter Gefährdung durch kriminelle Übergriffe
besteht das Risiko eines Verkehrsunfalls wegen unbeleuchtet abgestellter
Fahrzeuge und auf der Straße befindlicher Tiere. Vorsicht ist bei den kleinen,
unbewirtschafteten Rastplätzen entlang der Landstraßen angebracht, wo es
wiederholt zu Überfällen auf Touristen gekommen ist. Diebstähle und Raubdelikte
gegen Touristen - vor allem Einzelreisende - werden auch in den Städten Windhuk
und Swakopmund häufiger. Von Spaziergängen in unbeleuchteten Seitenstrassen und
einsamen Gegenden in der Dunkelheit wird abgeraten
- und ganz und gar sollte man auf sightseeing in Katutura verzichten (kg).


... und hier höre ich auf! Es gibt im Web
unzählige links zu Namibia. Es würde zu weit führen, hier eine Auswahl,
oder gar die "interessantesten" aufzuführen. Ich habe sehr viele
Informationen auf meiner Seite aus diesen Websites gewonnen.

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