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Kuba


Kuba
- eine
Insel in der Karibik, die alle gängigen Karibikklischees bestätigt, die wir
aus der Bounty-Werbung kennen.
Weiße Strände, Palmen, warmes Wasser, freundliche und exotische Bevölkerung.
Doch gerade Kuba ist viel viel mehr. Wer denkt, wenn er Cuba hört, nicht an
Sozialismus, Fidel Castro, Che Guevara, Hemingway, exotische Cocktails und an
die weltbekannte Havanna-Zigarre und an die Oldtimer in den Strassen von
Havanna.
Und wer nicht gerade aus der der ex-DDR kommt, wie ich, denkt sicher auch mit
einigen ambivalenten Gefühlen, wie es wohl dort sein mag.
Obwohl ich den Sozialismus kenne und auch in meinem früheren Leben in der DDR
mit sehr sehr vielen Kubanern in Kontakt gekommen bin, kann man die Situation
auf Cuba heute kaum mit unserem Leben in der DDR vergleichen. Es kommen
angesichts der gegenwärtigen Weltlage einige Aspekte hinzu, die die Situation Kubas heute äußerst widersprüchlich und facettenreich gestalten. Genau
deshalb ist das Land so unwahrscheinlich interessant und man sollte sich - auch
wenn die Obrigkeit das nicht gern sieht - auf jeden Fall mit den Kubanern
unterhalten (dazu muss man allerdings ein bisschen Spanisch können, denn mit
Deutsch ist es nicht so berauschend).
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Da ist auf der einen Seite der unvorstellbare
Stolz der Kubaner auf Fidel Castro und die sozialistische Revolution von 1959,
die den Diktator Batista hinweggefegt hat und den ersten sozialistischen Staat
in Lateinamerika erreichtet hat. Noch heute zieren zahlreiche Plakate allerorten
Häuserwände und Mauern mit revolutionären Slogans wie "Patria o Muerte"
(Heimat oder Tod) oder "1° de Enero - Mes de la Victoria" (1. Januar
- Monat des Sieges) oder gar "Cuba en revolución" (Kuba in
Revolution). Da ist der Stolz auf den Argentinier Che Guevara, der
an der Seite Fidel Castros und einer Handvoll Männer (gerade mal 80) das Unmögliche möglich
gemacht hat, und der Hass auf die USA, die Kuba noch heute mit einem
Wirtschaftsembargo knebeln. Dazu kommt, dass der Erzfeind mit seinem
Militärstützpunkt in Guantanamo den Kubanern täglich vor der Nase sitzt.
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Auf der anderen Seite wollen eine ganze Menge
Kubaner das Land verlassen, egal wie, nur weg, um der Mangelwirtschaft und den
allgegenwärtigen Schlangen vor leeren Geschäften zu entfliehen. Spricht man
sie allerdings darauf an, oder kritisiert gar Fidel Castro, ganz zu schweigen
von offenem Meckern auf den Sozialismus, lassen sie auf einmal wieder nichts auf
ihn kommen und verteidigen ihr Land wortreich.
Untereinander und manchmal auch gegenüber Touristen machen sie die typische,
natürlich despektierliche, Geste, wenn man von Fidel spricht: man greift sich
ans Kinn und streicht einen imaginären Bart abwärts und murmelt dabei "el
barbudo" (der Bärtige).
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Das Leben der Kubaner ist nicht einfach und
deshalb ist jeder ein Meister im Organisieren und sich irgendwie durchwursteln.
Wie auch mir aus der DDR bekannt, aber in viel stärkerem Maße, ist der
Warentauschhandel an der Tagesordnung. Alles funktioniert über Beziehungen. Wer
keinen kennt, der wieder einen kennt, ist praktisch verloren. Man baut sich ein
regelrechtes Netzwerk auf, um irgend etwas zu bekommen, oder günstiger oder gar
kostenlos zu bekommen.
Dazu kommt, dass der Dollar heute auf Cuba ein
legales Zahlungsmittel ist und natürlich findet man Mittel und Wege, an diesen
heranzukommen, auch wenn man nicht direkt im Tourismus arbeitet. Es ist das
Bestreben eines jeden Kubaners, irgendwie an Dollars heranzukommen, denn nur mit
ihm bekommt man gute Produkte oder überhaupt erst einmal Dinge des täglichen
Bedarfs.
Dies spaltet die Gesellschaft natürlich auch in zwei Hälften, nämlich in die,
die Dollars haben und die, die keine haben.
Trotz aller dieser Schwierigkeiten hat sich
die Insel einige positive Dinge bewahrt: es gibt praktisch keine Analphabeten.
Jedes Kind kann kostenlos zur Schule gehen. Das Gesundheitswesen ist
außerordentlich gut und ärztliche Behandlung ist für Kubaner kostenlos. Das
ist einmalig in Mittel- und Südamerika (und nicht nur dort!).
Man sollte meinen, die Kubaner wären
unglücklich, da es hinten und vorn an allem fehlt und weil ihr Leben so
schwierig und die ewige Organisiererei aufwendig und zeitintensiv ist. Das ist
aber nicht so. Die Kubaner sind freundliche, fröhliche Menschen, die gern
singen, tanzen und Musik machen. Sie haben einen köstlichen Humor und
oftmals natürlich auch Galgenhumor, ohne den es sicherlich in einem solchen
Land nicht geht. Ich bewundere die Menschen in Kuba, gerade weil sie ihr Leben
unter den schwierigen Bedingung meistern und trotzdem, oder gerade deshalb den
Humor nicht verlieren.
Ich glaube, man kann die Widersprüchlichkeit
des Landes und seiner Menschen kaum mit unserer europäischen
schwarz-weiß- Denke nachvollziehen. Und genau das alles macht für mich die
Faszination Kuba aus. Auf jeden Fall geht Kuba irgendwie
unter die Haut.
mit einem
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Offizieller
Name:
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República
de Cuba
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Grenzen:
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im Norden der Atlantik und im
Süden das Karibische Meer
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Fläche:
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110.860
(Insel Cuba, Isla de la Juventud und ca. 4.195 Cayos und Kleininseln
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Bevölkerung:
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10 Millionen
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ethnische
Gruppen:
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66 % Weisse, 21,9 % Mestizen und Mulatten, 12 % Schwarze und
0,1 % Chinesen
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Analphabetenrate:
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0% dank eines ausgezeichneten
Schulsystems und allgem. Schulpflicht
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Klima:
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Subtropisch
(Süden)
Tropisch (Norden)
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Hauptstadt:
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La Habana
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Provinzen
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14
Provinzen: Camaguey, Ciego de Avila, Cienfuegos, Ciudad de La Habana,
Granma, Guantanamo, Holguin, La Habana, Las Tunas, Matanzas, Pinar
del Rio, Sancti Spiritus, Santiago de Cuba, Villa Clara
1 Sonderverwaltungsgebiet (Municipio): Isla de la Juventud
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Sprachen:
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Spanisch
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Religion:
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aufgrund des Sozialismus viele
Atheisten, aber auch Christentum und Santeria (afrokubanische Religion
ähnlich dem haitianischen Voodoo)
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Währung:
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Peso, Dollar
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Wechselkurs:
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http://www.oanda.com/convert/classic
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Zeitzone:
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http://www.weltzeituhr.com/start.shtml
im Sommer:
MESZ minus sechs h, im Winter: MEZ minus fünf h
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Wetter:
|
www.weatherhub.com |
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Kubanische
Botschaft in Berlin:
|
Stavangerstrasse
20
D-10439 Berlin
Tel: +49(0)30 / 916 118 11
|
|
Deutsche
Botschaft in Kuba: |
Calle
B Nr. 652 e/ Calle 11 y Calle 13, Vedado, Ciudad de la Habana, Tel. 07 /
33 25 39, 33 25 69, 33 24 60, Fax 33 15 86. |
|
Flugverbindungen:
|
 |
British
Airways Tel: (01803) 24 02 82 |
 |
Condor
Tel: (06107) 9 39-8 80 |
 |
Iberia
Tel: (069) 71 66 - 0 |
 |
LTU
Tel: (0211) 94 18-888 |
 |
Martinair
Tel: (06107) 71 07 16
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Internationale
Flughäfen:
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Havanna (HAV) Varadero (VRA) Cayo Largo
(CYO) Ciego de Avila (AVI) Holguin (HOG)
Camagüey (CMW) Santiago de Cuba (SCU) Cayo Coco (CCO) neu
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Es wird wohl kaum
möglich sein, mit etwas anderem, als dem Flugzeug nach Kuba zu reisen. Der Flug
von München nach Varadero dauert ca. 10 Stunden. Die Zeitdifferenz beträgt - 6
h. Man fliegt also gegen die Zeit, d.h. wenn man um 9:00 morgens hier losfliegt,
kommt man am gleichen Tag am Nachmittag gegen 15:00 an - und hat noch den Abend,
um den ersten Rundgang zu machen und Karibikluft zu schnuppern.
Für die Einreise braucht man einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass
und die Touristenkarte. Pauschalreisende erwerben diese zumeist gleich mit der
Reisebuchung, Individualreisende müssen die Karte bei der zuständigen
kubanischen Botschaft kaufen (ca. 25,00€). Geschäftsreisende und Journalisten
müssen ein Arbeitsvisum beantragen.
Die
Republik Cuba besteht aus der Insel Cuba, der Isla de la Juventud und etwa 4.195
Cayos und Kleininseln. Die Oberfläche beläuft sich auf 110.860
Quadratkilometer.
Cuba
und seine Inseln liegen im Karibischen Meer am Eingang zum Golf von Mexiko. 140
km trennen sie von den Bahamas, 146 von Jamaika, 180 km von Florida und 210 km
von Cancún.
Die Hauptinsel besteht aus weiten Tiefebenen, die von drei Gebirgen durchzogen
werden.. Das größte Gebirge im Osten umfasst die Sierra Maestra an der Südostküste,
mit dem höchsten Gipfel, dem Pico Turquino. Die etwas niedrigere
Zentralbergkette zieht sich östlich von Cienfuegos quer durch die Insel und die
Sierra de Los Organos verläuft nordwestlich hinter Havanna über den Westteil
des Landes. Mangroven, Strände und Korallenriffe säumen die zerklüfteten Küsten.
1492
wurde die damals von Arawak-Indianern bewohnte Insel von Kolumbus entdeckt und
für die spanische Krone in Besitz genommen.
Anfang
des 16. Jahrhunderts wurden die ersten afrikanischen Sklaven nach Kuba gebracht
und 1553 wurde Havanna Gouverneurssitz. Der Hafen von Havanna wurde zum
Treffpunkt der Gold- und Silberschiffe aus den neuspanischen Kolonien.
1762 erobert England Havanna und kurze Zeit später wird Kuba gegen das
spanische Florida ausgetauscht.
Ende des 18. Jahrhunderts kommt es zum großen Zuckerboom, während dem Kuba
eine Blütezeit erlebt, nachdem französische Farmer mit ihren Sklaven vor der
Revolution auf Haiti nach Kuba flohen. Kuba wird zum weltgrößten
Zuckerexporteur.
Von 1868 - 1878 findet der erste Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien statt.
1870
wird die Sklaverei abgeschafft und Chinesen kommen als billige Arbeitskräfte.
1895 - 1898 findet der zweite Unabhängigkeitskrieg, initiiert von José Martí
statt, den die Spanier durch den Eingriff der USA verlieren.
1902
wird Kuba Republik. 1914, während des Ersten Weltkrieges in Europa, wird der
Zucker knapp und Kuba erlebt wieder einen Zuckerboom.
1924 - 1952 wechseln sich verschiedene Diktatoren ab. 1952 kommt Fulgencio
Batista durch Militärputsch an die Macht, was dann letzten Endes zur
Sozialistischen Revolution führte.
1953 - 1959 entwickelt sich die Widerstandsbewegung unter Fidel Castro. Nach
einigen Rückschlägen und Castros Exil in Mexiko marschieren die Rebellen mit
Fidel und Ché Guevara an der Spitze in den ersten Januartagen 1959 in Havanna
ein (Einzelheiten unter "Revolution"
und Ché Guevara).
Unmittelbar nach dem Sieg der Sozialistischen Revolution belegen die USA Kuba mit
einem Handelsembargo, das bis heute anhält. Kuba wird Mitglied des
Wirtschaftsverbundes der sozialistischen Länder RGW (Rat für Gegenseitige
Wirtschaftshilfe) und schließt ein Zuckerabkommen mit der Sowjetunion ab, nach
dem diese fast die gesamte Zuckerproduktion Kubas aufkauft. Kuba entwickelt den
lateinamerikanischen Sozialismus.
1991
bricht der Ostblock endgültig zusammen und in Kuba beginnt die schwierige
"Spezialperiode", eine Zeit großer Entbehrungen für die gesamte
Bevölkerung und wirtschaftlicher Instabilität.
Ab
1995 gestattet der kubanische Staat die Entwicklung von Kleinunternehmen. Beginn
des Aufbaus touristischer Infrastrukturen. Der Papst besucht Kuba.
Auch
heute noch befindet sich Kuba in der Spezialperiode, in der die Kubaner den
Gürtel sehr eng schnallen müssen.

Wie überall in der Karibik ist auch auf Kuba die Bevölkerung
multiethnisch, wobei der Anteil der weißen Kubaner relativ hoch ist (ca. 66%).
Sie sind europäischen, d.h. zumeist spanischen Ursprungs, viele kamen von den
kanarischen Inseln nach Kuba.
Anders
als in der Dominikanischen Republik, wo fast alle Menschen milchkaffeebraun
sind, gibt es auf Kuba nur ca. 20% Mulatten. Ca. 12% sind schwarze Nachfahren
der ehemaligen Sklaven aus Afrika.
Diese
unterschiedliche ethnische Herkunft spiegelt sich natürlich auch in der Kultur,
vor allem in der Musik wieder.
Rassendiskriminierung
gibt es im sozialistischen Kuba natürlich nicht. Und trotzdem, mir ist auf
Kuba, aber auch schon zu DDR-Zeiten, wo ich mit sehr vielen Kubanern Kontakt
hatte, aufgefallen, dass die besseren und höheren Positionen in Wirtschaft,
Politik etc. fast immer von Weißen, oder höchstens einmal von hellen Mulatten
eingenommen wurden.
Die
Wirtschaft wuchs nachhaltig seit 1995 durchschnittlich um 4,8 Prozent. Der
Tourismus nimmt in der Wirtschaft den obersten Rang ein, da 44 Prozent der
Einnahmen direkt aus dem Ausland kommen. Andere wichtige Posten sind Nickel und
Kobalt, Tabak, die Fischerei, Kaffee und Kakao, Zitrusfrüchte, Rum und die pharmazeutische und biotechnologische Industrien sowie Kupfer und
Mangan. Der Zucker hält sich als exportfähiger Posten. In der Zuckerindustrie sind
eine halbe Million Kubaner beschäftigt.
Der
Tourismus auf Kuba begann Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und
wurde als Geldquelle, die die Staatskasse Kubas füllen sollte, großzügig
gefördert. Mittlerweile ist Kuba längst über die Anfangszeiten hinaus und
verfügt über eine wirklich gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Wenn
auch noch immer die meisten Touristen nach Varadero kommen, um vor allem die
Strände und das Meer zu genießen, gibt es doch schon mehr und mehr Ausländer,
die sich auch für den Rest des Landes interessieren. Ein Vorteil ist
sicherlich, dass das Land als ziemlich sicher mit einer sehr niedrigen
Kriminalitätsrate gilt, was das individuelle Reisen mit dem Mietwagen durch die
ganze Insel sehr attraktiv macht. Außerdem ist die Insel unwahrscheinlich reich
an Entdeckenswertem, so dass es eigentlich schade ist, nur mal eben Varadero und
vielleicht noch Havanna zu sehen und sonst nichts.
Kuba ist im Moment als Reiseziel "in" und begrüßenswert ist auch die
Tatsache, dass die Reisen nicht mehr so unverschämt teuer sind, wie noch vor 2
oder 3 Jahren, als ich dort war. Ich jedenfalls wünsche Kuba, dass die
Touristenzahlen weiter steigen, dass der kubanische Staat weiterhin Geld mit den
Touristen aus aller Welt verdient, wobei hoffentlich auch das kubanische Volk
davon profitieren kann.
Das Zuckerrohr ist die Grundlage für den beliebten Rum und begründete den früheren
Reichtum der Plantagenbesitzer. Auch heute noch zählt Zucker zu den wichtigsten
Exportgütern Kubas.
Wie
in alten Zeiten wird ein Teil des Zuckerrohrs auch noch heute in harter
Handarbeit kurz über dem Boden mit Macheten abgeschlagen. Vor der Ernte prägt
das Zuckerrohr ganze Landstriche und die Landschaft sieht aus wie ein grünes
Meer. Nach der Ernte ändert die Landschaft dann komplett ihr Gesicht und aus
dem grünen Meer werden kurze braune Stoppelfelder.
Aus Cuba kommen die wohl bekanntesten und besten Zigarren weltweit.
Bei der Herstellung der Zigarren ist Qualität das oberste Gebot. Deshalb sind
die echten Havannas, mit den bekannten Markennamen Cohiba, Montecristo, Partagas,
H.Upman oder Romeo y Julieta und dem Qualitätssiegel "Hecho en Cuba
totalmente a mano" auch in Cuba nicht ganz billig. Die günstigsten
Bedingungen für die empfindlichen Tabakpflanzen sind die Schwemmlandböden
entlang der Flüsse bei Pinar del Rio, in
den Provinzen Villa Clara, Ciego de Avila, Holguin und Bayamo. Die Tabakfelder
und Trockenschuppen für die Tabakblätter, die im März geerntet werden, prägen
das Landschaftsbild. Der Besuch einer Tabakfabrik ist auch für Nichtraucher ein
Genuß, denn man spürt die Atmosphäre des traditionellen Handwerks und genießt
den herben Duft der getrockneten Blätter. Immer wieder bekommt man auf den Straßen
"echte" Havannas zu Tiefstpreisen angeboten, die angeblich auf
unbekannten Wegen aus den Fabriken geschmuggelt wurden. Hier sollten Sie
vorsichtig sein. Es handelt sich meist um Fälschungen, die der Kenner sofort an
Qualität und Geschmack erkennt. Trotz allem schmuggeln die Tabakarbeiter immer
wieder auch echte Havannas aus den Fabriken, die dann im Strassenhandel
auftauchen. Die Zigarren sind 2. Wahl, da sie oftmals kleine Unterschiede in der
Länge aufweisen oder aber die Tabakblätter nicht ganz vorschriftsmäßig
gewickelt sind. Wen das nicht stört, kann ganz gute Schnäppchen machen.
Die
von Natur aus gemischte kubanische Kultur - entstanden aus der Mischung des
Spanischen, des Afrikanischen, des Französischen und des Asiatischen - drückt
dem Land in der Karibik ihren Siegel auf. Die Literatur und die schönen Künste,
der Film, das Ballett, der moderne Tanz und das Theater brachten international
anerkannte Namen hervor. Besondere Erwähnung verdient die Bedeutung und der
Einfluss der kubanischen Musik, die Rhythmen ins Leben rief wie den Danzón, den
Son, den Bolero, den Mambo, den Chachacha und andere.
Auf Kuba gibt es über 265 Museen, rund 120 Kunstgalerien, etwa 70 Theater,
mehr als 120 Verlage, außerdem 354 öffentliche Bibliotheken, 315 Kulturhäuser
und 46 Kunstschulen, außerdem die Internationale Filmschule von San Antonio de
los Baños.
Von
der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt:
Historischer Stadtkern von Habana Vieja und sein Befestigungssystem (Havanna)
Historischer Stadtkern von Trinidad (Sancti Spíritus) Tal der Zuckerfabriken
von Trinidad (Sancti Spíritus) Festung von San Pedro de la Roca del Morro
(Santiago de Cuba) Ruinen der französischen Kaffeepflanzer von La Gran Piedra
(Santiago de Cuba) Nationalpark "Desembarco del Granma" (Landung der
Granma)
Cuba verfügt über ein System der Erstbetreuung der Gesundheit, das in
Lateinamerika als einzigartig gilt. Die medizinischen Dienstleistungen sind für
alle Cubaner gratis. Es existiert ein umfangreiches Netz an Behandlungszentren
(442 Polikliniken und 281 Krankenhäuser), neben anderen spezialisierten
Einrichtungen. Die Kindersterblichkeitsrate beträgt 6,2 je 1.000 Lebendgeborene
(die niedrigste in Lateinamerika) und die Lebenserwartung bei Geburt 76 Jahre für
beide Geschlechter. Cuba gehört zu den ersten Nationen der Welt, die das
Interferon produzieren. Seine Impfstoffe gegen die Meningitis der Typen B und C
sowie gegen die Hepatitis B sind einmalig auf der Welt. Das trägt - ausgehend
von einem nationalem Programm - dazu bei, dass alle cubanischen Kinder gegen zwölf
Krankheiten immunisiert sind. Diese Erfolge sind dank der Existenz von 211
wissenschaftlichen Zentren und Instituten der Forschung und Produktion möglich.
In Cuba erhalten zudem 4.856 Jugendliche aus 23 Ländern in der
Lateinamerikanischen Schule für Medizin eine kostenlose Ausbildung.
Das nach der Revolution völlig neu organisierte Gesundheitswesen auf Cuba ist
auch heute noch, trotz des zur Zeit bestehenden Mangels an Medikamenten,
vorbildlich im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Staaten. Über das
ganze Land verteilt sind Polikliniken zu erreichen, die eine medizinische
Erstversorgung gewährleisten. Jede größere Stadt verfügt über ein
Krankenhaus oder ein Gesundheitszentrum.
Urlauber
finden in den großen Touristenhotels eine Erste-Hilfe-Stelle mit
Krankenschwester vor, und nicht selten sind diese auch mit einem Arzt besetzt.
Die Kosten für die medizinische Behandlung und für Medikamente muss der
Tourist selbst tragen.
Ernest Hemingway machte die Bars in Havannas Altstadt berühmt: die Bodeguita
del Medio für den Mojito und die Bar El Floridita für den Daiquiri. Aber auch
in den Bars der Hotels kann man exotische Kreationen mit echtem Cubanischem Rum
genießen.
Folgende Cocktails sind Orginalrezepte nach Havana Club Rum
Cuba Libre
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4-6 cl Havana Club 3 Jahre oder Añejo Reserva |
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Cola |
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Limette |
In
ein Longdrinkglas einige Eiswürfel geben. Ein Zitronen/Limettenstück darüber
ausdrücken und dazugeben. Den Rum dazugießen und mit Cola auffüllen. Umrühren.
Daiquiri
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5 cl Havana Club 3 Jahre oder Silver Dry |
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3 cl Limettensaft, frisch gepreßt |
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1,5 cl Rohrzuckersirup oder 2 Barlöffel weißer Rohrzucker |
Im
Shaker mit Eiswürfeln schütteln. In das vorgekühlte Glas abseihen.
Mojito
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6 cl Havana Club 3Jahre oder Silver Dry |
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1/2 Teelöffel sehr feiner weißer Rohrzucker |
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1/2 bis 1 Limette (je nach Saftgehalt) |
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Sodawasser und Minzezweige |
Einen
halben Teelöffel feinen weißen Rohrzucker in ein Cocktailglas geben. Den Saft
einer halben Limette darüber auspressen. Ein paar frische Minzeblättchen
dazugeben und mit einem langen Löffel ( oder Holzstößel ) leicht zerdrücken.
6 cl HAVANA CLUB 3 Jahre oder Silver Dry hinzufügen. Mit Sodawasser verlängern,
gut umrühren und mit Eiswürfeln auffüllen. Vor dem Servieren einen Zweig
Minze hineintauchen.


Landeswährung ist der cubanische Peso dessen Ein- und Ausfuhr nicht gestattet
ist. Als Tourist bezahlen Sie auf Cuba ausschließlich mit US-Dollar oder in
einzelnen Urlaubsregionen auch mit EURO, bzw. der Touristenwährung "B
Certificados" (Peso convertible), die dem Wert der US-Dollars entspricht.
Bei den Banken erhalten Sie Bargeld mit US-Dollar-Travellerschecks oder
EURO-Travellerschecks (z.B. Thomas Cook Reiseschecks) oder per Kreditkarte z.B.
Euro-Card oder Visa-Card. Eurocheques werden nicht angenommen. Bargeldumtausch
von EURO in US-Dollar ist in Banken und in den Wechselstuben der Hotels möglich.
Die gute Nachricht für alle Varadero-Besucher lautet: Seit dem 1. Juni 2002 ist
der EURO als Zahlungsmittel eingeführt.
Nach der erfolgreichen Einführung des EUROS in Varadero wird ab 1. November
2002 der Euro auch auf den Inseln Cayo Largo und Jardines del Rey (Cayo Coco/Cayo
Guillermo) gelten.
Es entfallen damit die oft zeitaufwendigen Geldumtauschaktionen zu Hause oder am
Flughafen.

Der berühmte Schriftsteller hat viele Jahre seines Lebens auf Cuba verbracht.
Nach den ersten Jahren im Hotel Ambos Mundos in Havanna (sein Zimmer kann
besichtigt werden) zog er in die Finca La Vígia.
Die Finca ist heute als Museum eingerichtet. Alles im Haus oder seinem
Arbeitsturm sieht so aus, als hätte er den Schreibtisch gerade mal eben
verlassen, um gleich wiederzukommen. Für seine an diesem Ort geschriebene Erzählung
"Der alte Mann und das Meer" (El Viejo y el Mar) erhielt er den Literaturnobelpreis und
stiftete die Medaille der Heiligen Jungfrau von Cobre, der Wallfahrtskirche bei
Santiago de Cuba. Und die Kneipe, die er zu Beginn des Buches beschreibt ist das
Restaurant La Terraza de Cojímar, wo man noch heute wunderbaren Fisch essen
kann.
Mit
seiner Liebe zu Cuba hat sich "Papa" Hemingway einen festen Platz im
Herzen der Cubaner gesichert.
Die angenehmste Reisezeit ist von November bis April. Dann ist Trockenzeit und
die durchschnittliche Temperatur liegt bei 25°C. Im Januar kann es mitunter auch
einmal ein paar kühlere Tage geben. Das aktuelle Wetter findet Ihr unter diesem
link:
www.weatherhub.com
Der einfachste Weg, sich nach Lust und Laune durch das Land zu bewegen, ist per
Mietwagen. Den man kann man vor Ort für Ausflüge mieten oder man wählt schon
von Deutschland aus ein "Fly + Drive"-Programm, das Mietwagen und
garantierte Übernachtungen in Hotels überall auf der Insel beinhaltet.
Angebote gibt zum Beispiel von » Cubanacan
oder » Horizontes. Wer nicht selber
fahren will, dem bietet die Busgesellschaft Viazul gute Verbindungen. Das
Busterminal befindet sich in Havanna in der Avenida 26 y Zoologico. Die Fahrt
Havanna-Varadero z.B. dauert im klimatisierten und bequemen Reisebus ca. 2,5
Stunden und kostet 10 US-$. Es werden auch die Verbindungen Viñalestal,
Trinidad, Playa Giron und Santiago de Cuba angeboten.
Online-Fahrplan und weitere Informationen können auf der Homepage von » Víazul
nachgeschaut werden.
Unterkünfte:
Natürlich kann man überall in den größeren Städten Hotelzimmer
buchen, aber für den kleineren Geldbeutel, vor allem aber um das kubanische
Leben hautnah kennenzulernen, kann man die Casas Particulares buchen.
Immer mehr Kubaner vermieten Gästezimmer in ihrem Privathaus und
zahlen dafür hohe Lizenzgebühren an den Staat. Meistens sind es sehr einfache
Quartiere, doch bieten sie den besten Einblick in das kubanische Alltagsleben.
Seitdem jeder Kubaner Dollars besitzen darf, und wenn er bereit ist, die Lizenz
für die Casa Particular zu beantragen, dabei etwas Geduld und Glück hat und an
den Staat eine Menge Steuern zahlt, kann er solch ein "Privathotel"
eröffnen. Es gibt sie in allen Standards, angefangen bei 10 US-Dollar für ein
sehr einfaches Zimmer, bis hin zum Vielfachen dessen für ein schickeres
Stadtappartment.
Auf jeden Fall hat man bei dieser Art Logis Familienanschluß und authentisch
kubanische Küche.
Es ist nicht schwierig, eine Casa Particular zu finden, man wird nach kurzer
Zeit auf der Strasse danach angesprochen.
Es gibt auch Kubaner, die Zimmer ohne Lizenz vermieten. Die Zimmer sind dann
meist noch billiger, aber diese "Schwarzarbeit" ist für die Kubaner
nicht ganz ohne Risiko.

Das Netz der öffentlichen Überlandbuslinien ist relativ klein und für
Touristen kaum nutzbar. Die beste und zuverlässigste Möglichkeit, individuell
und kostengünstig in die verschiedenen Städte und Regionen zu reisen, ist
neben dem Mietwagen die Buslinie Viazul.
http://www.viazul.cu
Im Linienverkehr fahren moderne und komfortable Reisebusse quer durch ganz Cuba.

Aufgrund
der Tatsache, dass die Sklaverei erst relativ spät verboten wurde, sind die
afrikanischen Einflüsse auf die Glaubensgewohnheiten der Bevölkerung noch
relativ stark. Es finden sich noch viele Anhänger von afrocubanischen
Kultgemeinden.
Dazu
zählen z.B. die Santeria, die mit dem haitianischen Voodoo verwandt ist. Die Götterbeschwörungszeremonien
heißen Orishas und das Auffällige daran ist, dass ein einträchtiges
Nebeneinander von christlichen Glaubenselementen und kultischen Götterzeremonien
zelebriert wird. Der Kult wird in den christlichen Glauben integriert (und
umgekehrt!). So kommt es vor, dass man bei den orishas eine Statue, die die
Jungfrau Maria darstellt, neben einem Bild von Che Guevara und einer
afrikanischen Gottheit wieder.
Jedoch
auch der traditionelle christliche Glauben wird praktiziert, wobei der
Papstbesuch 1998 sicherlich als entscheidender Einschnitt in der Entwicklung und
Ausübung des katholischen Glaubens angesehen werden kann. Die Kubaner nahmen in
Vorbereitung auf den Papstbesuch viel Nachhilfe, die zahlreiche Laien gaben. Sie
waren jedoch nicht nur mit frommen Worten unterwegs, sondern gaben auch
handfeste Unterstützung in Form von Nahrungsmitteln. Mit der Freilassung von
mehreren hundert politischen Gefangenen sowie dem Zugang von Kirchenvertretern
zu den staatlich kontrollierten Medien war ein erster Schritt zu einem Dialog
zwischen Kirche und Regierung erfolgt.


Havanna ist ein Traum und ein Alptraum zugleich. Kaputte, alte und
baufällige Häuser, Verfall wohin man schaut, fast täglich bröckelt an den
Gebäuden irgend etwas ab, kommt ein Balkon auf die Strasse herunter.
Ein Traum ist die Stadt aber, weil nirgendwo in Lateinamerika die alten
kolonialen Altstädte noch so erhalten sind, wie in Havanna. Wenn man sich die
Altbauten in der Ciudad Vieja (Altstadt) anschaut, ahnt man die ehemalige Pracht
der Kolonialzeit.
Die Altstadt steht heute unter Unesco-Schutz und wurde zum Weltkulturerbe
erklärt. Und seitdem der sich immer perfekter entwickelnde Tourismus Devisen
ins Land bringt, haben die Kubaner die gigantische Aufgabe in Anspruch genommen,
die Altstadt zu sanieren. Wir haben es Fidel und dem Stadthistoriker Eusebio
Leal Spengler zu verdanken, dass eine plaza nach dem anderen, ein Gebäude nach
dem anderen, wieder in alter Pracht erstrahlt. Schaut Euch meine
Vorher-Nachher-Fotos an. Es ist unglaublich, welche Anstrengungen und Arbeiten
dort unternommen werden, um diese wunderschöne Stadt vor dem totalen Verfall zu
retten. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Die historischen Bauten stammen zumeist noch aus der Zeit des Neobarocks und
zeugt vom vergangenen Reichtum des Landes während des Zuckerbooms Anfang des
18. Jahrhunderts.
Ich habe La Habana - so heißt die Stadt auf spanisch - mit einer sehr
ortskundigen Führerin erlebt (eine Freundin aus Deutschland, die seit einigen
Jahren dort lebt) und finde die Stadt einfach faszinierend. Beim Gang durch die
restaurierten Stadtteile wusste ich manchmal gar nicht, wo ich zuerst hinschauen
sollte, so schön ist das alles. Man sollte sich beim Stadtbummel sehr
viel Zeit nehmen und aufmerksam nach vorn, hinten, oben und unten schauen. Und
nicht vergessen sollte man, immer mal in die Häuser hineinzuschauen, wenn man
offene Haustüren sieht. Dahinter verbergen sich zumeist wunderschöne patios
(Innenhöfe), die man von außen nie und nimmer vermutet. Schaut Euch die
Balkone an, Wandbilder an den Gebäuden, das historische Kopfsteinpflaster und
ein unbedingtes MUSS ist der Besuch des "Maqueta de La Habana". Dort
gibt es ein Modell von Havanna (Eintritt 1 USD), wo sogar Tag und Nach und die
Dämmerung simuliert wird. Es ist unglaublich beeindruckend, die Stadt vor sich
auf einem Tisch zu sehen.
Schaut Euch den Prado an (eigentlich heißt er Paseo de Martí) mit dem "Capitolio"
- einer Nachbildung des Capitols in Washington D.C., (heute das Weiße Haus).
Gegenüber des Capitolios befindet sich ein Taxistand mit all den herrlichen
alten Oldtimern.
Das ist übrigens ein weiteres Phänomen, das man wohl ausschließlich in Cuba
findet. Die Oldtimer werden gehegt und gepflegt, der Erfindungsreichtum bei
Pannen ist schier unerschöpflich, denn Ersatzteile gibt es für die in die
Jahre gekommenen Autos keine mehr. Also werden welche gebaut, gebastelt,
solange, bis das gute Stück wieder fährt. Neue Autos gibt es keine und wenn es
welche gäbe, könnten sich die Kubaner keines leisten. Sie prägen das
Stadtbild und sind eine Sehenswürdigkeit und Touristenattraktion, genauso wie
die Stadt selbst.


Dies einmal vorweg: Varadero ist nicht Kuba. Es ist vielmehr ein Stück heile
Touristenwelt, die mit dem Leben der Kubaner nichts zu tun hat.
Varadero liegt auf der langgezogenen Halbinsel Hicaco im Nordwesten der Insel.
Der Flughafen Varadero ist zum wichtigsten Landeplatz für
Charterfluggesellschaften und für Linienflüge geworden.
Vor ihrer Vereinnahmung durch den Tourismus war Varadero von einfachen Fischern
bewohnt und von weiten Salinen bedeckt, die ganz Kuba mit ihrem Salz versorgten.
Anfang des 20. Jhd. begannen reiche Kubaner und Amerikaner, dort ihre schicken
Wochenendhäuser zu bauen. Varadero wurde das Sommerparadies der Reichen, auch
Du Pont (ein reicher Chemiefabrikant aus den USA) und Al Capone residierten
hier.
Erst nach der Revolution wurde die Halbinsel wieder für das kubanische Volk
zugänglich und natürlich für Touristen aus aller Welt.
Heute sieht man überall Hotels, frisch gestrichene Fassaden, große
Werbeplakate, Touristen auf Mopeds, in schicken Leihjeeps und in den typischen
Pferdekutschen, die entlang der Insel zumeist in gemächlichem Tempo, manchmal
aber auch in Trab oder Galopp auf der Hauptstrasse fahren.
Die Attraktion ist der 12 km lange breite Strand aus feinkörnigem Korallensand,
gesäumt mit Kokospalmen.
Mit dem Rest von Kuba, vor allem dem ländlichen Kuba, hat dies sicherlich
sehr wenig zu tun.
Es kommt auch nicht jeder Kubaner nach Lust und Laune nach Varadero rein. Bei
der Fahrt vom Flughafen auf die Halbinsel fiel mir eine Kontrollstation auf, wo
man sich ganz gewiss ausweisen und nachweisen muss, dass man in Varadero etwas
zu tun hat. Trotz allem trifft man rund um die Hotels eine Menge Einheimische,
die gewiss nicht alle in den Hotels, Restaurants und Bars arbeiten. Aber die
Kubaner sind eben in ihrem Erfindungsreichtum absolute Weltmeister. Natürlich
versucht jeder, vom großen Tourismus-Kuchen ein Stückchen ab zu bekommen. Es
ist auf Kuba nicht anders als in Kenia, Gambia oder sonst wo, wo man uns als die
Reichen aus Deutschland betrachtet, auch wenn wir für unsere Reisen hart sparen
müssen.
Viele versuchen, mit Touristen enge Freundschaften zu schließen (obwohl der
Staat solche Verbrüderungen gar nicht gern sieht), in der Hoffnung, einmal eine
Einladung nach Deutschland, Spanien oder Italien zu bekommen, ohne die man das
Land normalerweise nicht verlassen darf. Viele von den Glücklichen würden
wahrscheinlich die Gunst der Stunde nutzen und nicht mehr zurückkehren.
Dabei sind Touristen und Touristinnen gleichermaßen das Ziel und Objekt der
Begierde. Die Männer werden von den zahlreichen "chicas" umgarnt
(Prostituierte, die eigentlich keine sind, denn Prostitution ist verboten. Lest
mal nach, was die chicas genau sind: http://www.el-cubano.de/ )
und Frauen erliegen sicherlich manchmal dem Charme, allerdings auch
Machismus ! der kubanischen Männer.
Trotz allem hatte ich den Eindruck, dass die Kubaner auch angesichts des
"Reichtums" der Touristen und der schönen Hotels auf Varadero, die
sie sich wohl niemals leisten können, keinesfalls unglücklich sind. Im
Gegenteil, sie sind immer fröhlich und einfach gut drauf. An jeder Ecke und in
jeder Bar spielt eine Band, die Leute tanzen und singen. Überall sieht man
diese typisch kubanische Lebensfreude. Es ist wie überall, wo die Menschen
wenig oder fast nichts haben: sie scheinen manchmal glücklicher zu sein als
wir.

http://www.weltzeituhr.com/laender/099.shtml
viele statistische Infos zu allen Ländern, man kann sogar
die Nationalhymnen hören
http://www.marxists.org/deutsch/archiv/guevara/
zu Ché Guevara
http://www.cheguevarasite.de/
zu Ché Guevara
http://www.cubainfo.de/
allgemeine Kubainfos
http://www.dermondi.com/html/cuba.htm
Geschichte, Fotos von Ché und Fidel uvm.
http://www.santiago-de-cuba.de/
Kubainfos
http://www.granmasoli.de/
Kubainfos
http://wwwh.botscaft-kuba.de/
in deutsch und spanisch
http://www.el-cubano.de/
sehr informative und unterhaltsame private Website
http://www.cubastartravel.de/
Reiseseiten
http://www.reisegalerie.com/
http://www.topreiseinfos.com/kuba.html
http://www.muenster.de/~kadri/Kuba.html
Linksammlung zu Kuba
http://www.salsanama.ch
zu Salsa und Son
http://www.salsa2.de/Salsa_Tanzschule_Infos/Was_ist_Salsa.html
Salsa und Son

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