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    Dominikanische Republik    

Die Dominikanische Republik war sicher für die meisten Deutschen DAS Karibikparadies schlechthin. Erstens konnten sich mehr Menschen leisten, in die Domrep zu fahren, statt nach Jamaica, was einfach für den durchschnittlichen oder gar schmalen Geldbeutel kaum erschwinglich ist, und Kuba boomt erst in den letzten Jahren.
Zweitens hatte fast jeder die paradiesischen Bilder aus der Bounty-Werbung vor sich, die angeblich auf der Dominikanischen Republik gedreht wurde. Der Massentourismus und die günstigen all-inclusive Reisen machten es für viele möglich, sich das Paradies einmal anzuschauen. Und so fahren sicher auch heute noch die meisten Touristen vor allem auf die Insel, um Sonne und Strand und das Meer zu genießen und kommen dabei kaum aus ihren all-inclusive-Anlagen heraus.

Ich hatte das Riesenglück, kurz vor dem Millenium, wo es eigentlich gar keine Reisen mehr gab, noch ein last-minute-Schnäppchen zu erwischen. Zwar all-inclusive - obwohl ich es eigentlich nicht mag, aber glücklicherweise nicht in Punta Cana, wo es außer den abgeschotteten Luxushotels nicht viel Dominikanisches drum herum gibt, sondern Sosúa im Norden der Insel, und in einem kleinen Stadthotel inmitten der pulsierenden Kleinstadt.

 
das bin ich kurz vor dem dominikanischen Jahrtausendwechsel

Sonst gilt für die Domrep eigentlich alles, was man sich unter den karibischen Träumen vorstellt: herrliche feinsandige Strände, blaues Meer, Palmen und eine vor Lebenslust sprühende Bevölkerung.

Für den etwas "gebildeteren" Touristen verbindet sich die Domrep auch noch mit Christoph Kolumbus (Cristobal Colón heißt der Genuese auf spanisch), der 1492 auf der Insel Hispaniola an Land ging, in der festen Annahme, auf einer Insel vor Indien gelandet zu sein.

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Offizieller Name:

República Dominicana

Fläche:

48.420 km2

Städte:

Santo Domingo (Hauptstadt) mit Vororten ca. 2,4 Mill.EW 
Santiago de los Caballeros 850 000 EW
La Romana ca. 102 000 EW
San Pedro de Macoris ca. 120 000 EW
San Francisco de Macoris ca. 70 000 EW
Concepcion de la Vega ca. 53 000 EW

Bevölkerung:

7,8 Mio

ethnische Gruppen:

5,5 Mio Mulatten, 1,2 Mio Schwarze, 1,1 Mio Weiße, ein kleiner Teil Nachfahren der Taino-Urbevölkerung

Analphabetenrate:

25 %

Klima:

Subtropisch (Süden)
Tropisch (Norden)

Hauptstadt:

Santo Domingo

Provinzen:

29 Provinzen: Azua, Baoruco, Barahona, Dajabon, Duarte, Elias Pina, El Seibo, Espaillat, Hato Mayor, Independencia, La Altagracia, La Romana, La Vega, Maria Trinidad Sanchez, Monsenor Nouel, Monte Cristi, Monte Plata, Pedernales, Peravia, Puerto Plata, Salcedo, Samana, Sanchez Ramirez, San Cristobal, San Juan, San Pedro de Macoris, Santiago, Santiago Rodriguez, Valverde
1 Hauptdistrikt: Distrito Nacional

Sprache:

Spanisch (Amtssprache), in Touristengebieten auch Englisch

Religion:

Katholizismus, z.T. Voodoo (heidnischer Kult mit afrikanischen Wurzeln)

Währung:

Peso, in manchen Hotels werden die Zimmerpreise in US-Dollar angegeben

Wechselkurs:

http://www.oanda.com/convert/classic

Zeitzone:

www.weltzeituhr.com/start.shtml

Wetter:

www.weatherhub.com

Deutsche Botschaft in Santo Domingo:

Condominio Plaza Intercaribe, Av. Lope de Vega/Calle Rafael Augusto Sanchez, Naco, Santo Domingo, 
Tel.: 565 88 11 oder 566 80 47

Botschaft u. Konsulat der Dominikanischen Republik in Deutschland

Dessauer Str. 28-29
10963 Berlin
Tel: +49 (0)30/25757760
Fax: +49 (0)30/25757761
E-Mail: embajadomal@t-online.de

Generalkonsulat der Dominikanischen Republik
Stiftstr. 2
60313 Frankfurt
Tel: +49 (0)69-74387781-83
Fax: +49 (0) 69-74387640

Flugverbindungen:

ab Deutschland: LTU, Condor, Hapag LLoyd und American Airlines, an Amsterdam: Martinair und KLM, ab Wien: Laudaair, ab Madrid: Iberia, ab Paris: Air France, ab Rom: Allitalia


  

 

Aufgrund der Entfernung reist man natürlich mit dem Flugzeug an, oder würde es heute noch jemandem einfallen, wie weiland Kolumbus mit dem Schiff anzureisen, wohl kaum.

Für die Einreise braucht man einen noch 6 Monate gültigen Reisepaß. Sofort am Flughafen wird man 10 US-Dollar los, dies ist die Touristen-Einreisegebühr, sofern sie nicht bereits bei der Buchung beim Veranstalter mit entrichtet wurde.

 

Die Dominikanische Republik liegt auf dem östlichen Teil (2/3 der Fläche) der Insel Hispanola. Im Süden und Osten grenzt das Karibische Meer und im Norden der Atlantik. Die Insel gehört zu den großen Antillen, ebenso wie Kuba und Jamaica.
Der ungeliebte Nachbar ist Haiti im Westen der Insel (Details unter "Haiti)

Mehrere Gebirgszüge bestimmen Landschaft und Klima der Insel. Der größte ist die Cordillera Central. Sie erstreckt sich von Ost nach West, wie der Name schon sagt, in der Mitte. Ihr höchster Gipfel, der Pico Duarte, benannt nach Juan Pablo Duarte, dem Freiheitskämpfer, dem das Land seine Unabhängigkeit verdankt, reckt sich 3175 Meter hoch. Gen Norden läuft das Gebirge im landwirtschaftlich intensiv genutzten und dicht bevölkerten Cibaotal aus und erhebt sich wieder bis zur Küste in der Cordillera Septentrional. Sie besteht überwiegend aus Kalkgestein, das durch die Folgen von Wind, Regen und Hitze an manchen Stellen bizarre Formen angenommen hat. In dieser Region wird Bemstein gefunden. Daher auch der Name der Küste, Costa del Ambar. Hier liegen entlang herrlicher Strände und Buchten die wichtigsten Touristenorte: Puerto Plata beziehungsweise Playa Dorada, Sosúa und Cabarete.

 

Haiti ist noch heute aufgrund seiner nahezu unvermischten schwarzen Bevölkerung das "Afrika" der Karibik.
Die Gründung des Staates Haiti ist das Resultat der einzigen erfolgreichen Sklavenrevolte in der Karibik unter Géneral Toussaint (Details unter "Sklaven") im Jahre 1794 (ich kann mich noch gut an sein Bild in meinem Geschichtsbuch der 6. Klasse erinnern - wirklich!)
Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und leidet zu allem noch unter dauerhaft instabilen politischen Verhältnissen. Die Geschichte ist eine Reihe von Aufständen und Diktaturen. Gerade in diesen Tagen sorgt einmal wieder ein Rebellenaufstand gegen Präsiden Aristides für Schlagzeilen auch in unseren Medien. Aristides war zunächst dem größten Teil der Bevölkerung willkommen, aber wegen seiner rigiden Machtmethoden und der ausufernden Korruption im Lande haben die Menschen wieder einmal die Geduld verloren. Es bleibt zu bezweifeln, ob das Land mit einem neuen Präsidenten endlich einmal zur Ruhe kommt.
Mit dem östlichen Nachbarn ist Haiti nicht zu vergleichen. Es gibt keinen Tourismus, obwohl auch Haiti über Küsten und Strände verfügt. Es wäre wohl auch nicht möglich, da die nötigen Infrastrukturen fast vollständig fehlen und die Gefahr durch die ständigen Unruhen auch viel zu groß wäre und deshalb auch kein Investor Interesse daran hätte.

Trotz allem kann man als Domrep-Besucher den grundverschiedenen Nachbarn besuchen. Von Sosúa, Puerto Plata und Cabarete aus werden Ein- bis Zweitagesausflüge in die nördliche Grenzregion angeboten, wo man u.a. einer Voodoo-Zeremonie beiwohnen kann (der Ausflug ist allerdings nicht billig und man braucht zudem ein Visum für Haiti, was die Sache noch einmal verteuert - mir war es leider zu teuer).

 

Der religiöse Kult des Voodoo stammt aus Haiti und ist (ebenso wie der afrobrasilianische Candomblé) ein Relikt aus der Sklavenzeit. Die katholischen Spanier verboten natürlich diesen heidnischen Kult, mystifizierten ihn aber gleichermaßen.
In der Tat scheint die Vorstellung von guten und bösen Göttern den "Besessenen" magische Kräfte zu verleihen. Während einer Voodoozeremonie verursachen Trommelmusik und die Einnahme rauscherzeugender Kräuter einen Trancezustand der Tänzer, wobei diese für die Aufnahme eines Geistes vorbereitet werden. Eine Touristin, die den Ausflug nach Haiti gemacht hat, erzählte mir, dass im Verlaufe der Zeremonie auch noch Hühner geschlachtet werden, wobei man diese über Schüsseln  ausbluten läßt und den Menschen mit dem Hühnerblut magische Zeichen ins Gesicht gemalt werden.

 

Auch in der Dominikanischen Republik gibt es Voodoo-Zeremonien, aber in sehr abgeschwächter Form und ohne von Geistern besessenen Menschen.

 

"Ein Volk von Mestizen und Mischlingen, sowohl in seinem Glauben als auch in seinen Bräuchen. Eine Kreuzung zwischen spanischen Eroberern und afrikanischen Sklaven, vermischt mit einigen nostalgischen Tropfen indianischen Blutes."

 

Von den rund 7,8 Mio Dominikanern sind etwa 5,5 Mio Mulatten mit einem für karibische Verhältnisse recht hohen Anteil an europäischem Blut. In der Tat fällt auch dem Besucher ziemlich schnell auf, dass es außergewöhnlich viele milchkaffeebraune Menschen gibt. Ich persönlich finde, dass es erstaunlich interessante Mischungen gibt und dass diese "café con leche"- Dominikaner einfach schöne Menschen sind.
Zu dieser "Aufhellung" trug auch die rassistische "Aufhellungspolitik" des Dikatators Trujillo bei, allerdings eher unrühmlich, denn er ließ um 1937 Tausende von haitianischen Gastarbeitern willkürlich ermorden und förderte anschließend die Einwanderung von Europäern in die Dominikanische Republik.

 

Der schwarze Bevölkerungsanteil ist mit rund 1,2 Mio ziemlich gering. Sie wanderten zum Teil Anfang des 20. Jhd. als Gastarbeiter von den englischsprachigen Inseln ein und leben heute vorwiegend in der Region Samaná; oder sie kamen aus dem benachbarten Haiti und leben, teils legal, teils illegal, vor allem in den Zuckerrohrgebieten südlich von Higüey im Südosten der Insel.

 

Menschen, denen man die Abstammung von der indianischen Urbevölkerung, den Taino-Indios, noch ansehen kann, leben zumeist in den Bergen, wohin sich die letzten überlebenden Taino geflüchtet hatten.

 

Reinrassige, noch unvermischte, europäischstammende Weisse gibt es nur ca. 1 Mio.

 

In der Dominikanischen Republik, wie in den meisten Ländern mit multiethnischer Bevölkerung (auch z.T. in Mauritius - obwohl man immer wieder liest, daß es dort eben nicht so wäre - schaut Euch meine Mauritius-Seiten an) gilt der Grundsatz: je weisser die Haut, desto höher die gesellschaftliche Stellung. Die weisse oder helle Haut ist in der Domrep ein Statussymbol, die Hellhäutigen besetzen die besseren Positionen in Wirtschaft und Politik. Vor allem aber will man sich auch aus historischen Gründen vom schwarzen Nachbarn Haiti abgrenzen.

 

Die Sklaverei war natürlich keine Erfindung der spanischen Konquistadoren, es gab sie schon in der Antike und sogar in unseren Breiten mit der leibeigenschaft der Bauern. Von den ca. 14 Millionen Menschen, die aus Afrika gegen ihren Willen in die Neue Welt gebracht wurden, lebten im Jahre 1550 die ersten 30.000 auf der Insel Hispaniola und machten damals schon knapp 70% der Bevölkerung aus. Als Kämpfer für die Freiheit der Sklaven ging François Dominique Toussaint L'Ouverture in die Geschichte (und auch in mein Geschichtsbuch) ein. Er führte 1794 die einzige Sklavenrevolte in der Karibik zum Sieg, was die Gründung des "Sklavenstaates" Haiti zur Folge hatte und auch zur Sklavenbefreiung auf "Española" führte, dem heute dominikanischen Teil der Insel.

Daraus erklärt sich auch, dass das heutige Haiti noch immer das "Afrika" der Karibik ist. Und es ist wirklich so, wenn man Haiti betritt, wähnt sich der Besucher in Schwarzafrika.

 

Der Tourismus ist natürlich Deviseneinnahmequelle und Arbeitgeber Nummer eins. Daneben spielt auch die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle, an erster Stelle das Zuckerrohr, welches den Rohstoff für die Rumbrennereien liefert (Brugal - ein schmackhafter milder Rum - unbedingt probieren). Daneben der Tabak für die zumeist exportorientierte Zigarrenindustrie, und Kaffee und Kakao.
Übrigens steht die Qualität der dominikanischen Zigarren den kubanischen Havannas in keister Weise nach. Sorten wie "Habanera" oder "Aurora" sind allerdings für die Bevölkerung unerschwinglich und gehen zumeist in den Export. "Zino Davidoff" wird seit einiger Zeit nicht mehr in Kuba, sondern in der Domrep hergestellt, ein Beweis, daß der dominikanische Tabak keine Vergleiche zu scheuen braucht.
Daneben werden Reis, Mais, Weizen, Bananen und exotische Früchte angebaut und in den llanos, den Ebenen gibt es Rinderwirtschaft.
An Bodenschätzen gibt es das von den Spaniern vergeblich gesuchte Gold in geringer Menge und Nickelerz.

 

Als Kolumbus die Insel auf seiner ersten Reise entdeckte, nannte er sie »La Espaniola«, weil sie ihn an Spanien, das Land seiner Geldgeber, erinnerte. Inzwischen hat die Insel den geografischen Namen Hispaniola.
1492 gelangte Christoph Columbus mit seinen 3 Schiffen, Pinta, Niña und Santa María vor der Insel an Land, fest überzeugt, nun den Seeweg nach Indien gefunden zu haben. Die erhofften Berge von Gold fand er nicht, dafür aber eine seltsame Urbevölkerung, die die Fremden zunächst für Götter hielt und mit Geschenken und offenen Armen empfing.
Den nachfolgenden Missionarisierungsversuchen seitens der Spanier, die, wie wir heute wissen, mit zum Teil brutalsten Mitteln durchgesetzt wurden, erlag im Laufe der Zeit der größte Teil der Ureinwohner, der Taino-Indianer.
Kolumbus gilt daher auch heute nicht mehr als der große Held und Entdecker, sondern als einer der Urheber des wohl größten Völkermords in der Weltgeschichte, der zur nahezu vollständigen Ausrottung der Urbevölkerung Südamerikas führte.

Trotz allem beging die Dominikanische Republik 1992 das Columbus-Jubiläum mit einem gehörigen Schuß Patriotismus und dem Versuch, an alte Glanzzeiten anzuknüpfen, die mit Columbus begannen.

 

In den 70er Jahren kamen zunächst späte Hippies als Aussteiger an die Südküste.
Zum Massentourismus kam es aber letztlich erst Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre durch die ehrgeizige, allerdings nicht unumstrittene, Politik des ehemaligen Staatspräsidenten Joaquín Balaguer. Er ließ ganze Küstenabschnitte zum touristischen Entwicklungsgebiet erklären und lockte zahlreiche Investoren mit großzügigen Steuervergünstigungen an.
Die Regierung setze auf den Tourismus als Geldeinnahmequelle, da das ursprünglich vom Zuckerexport lebende Land aufgrund der sinkenden Weltmarktpreise für Zucker in arge finanzielle Nöte zu geraten drohte.
Die Domrep wurde so innerhalb kürzester Zeit zum Ferienziel Nummer eins in der Karibik.
Leider gab es auch zahlreiche Bausünden durch das Zubauen ganzer Küstenabschnitte, weshalb die Domrep auch den Beinamen "Mallorca der Karibik" erhielt.
Heute geht der Trend wieder zu kleineren Anlagen, die sich der umgebenden tropischen Landschaft besser anpassen, ein Trend, der heute auch auf Mallorca zu beobachten ist.
Der Boom der 90er Jahre war die Entwicklung des "all-inclusive"-Konzepts, der allerdings heute auch schon wieder einige Ermüdungserscheinungen zeigt. All inclusive mag Vorteile haben, was die Kalkulation des Urlaubsbudgets angeht, der große Nachteil ist aber, dass die Urlauber kaum noch aus den Anlagen raus kommen und vom wirklichen Leben der Dominikaner kaum etwas mitbekommen.
Heute spalten sich die Touristen mehr und mehr wieder in verschiedene Zielgruppen auf, deren ziemlich unterschiedlichen Ansprüche die Domrep aber bestens gerecht wird.

Wer nur Luxus und Strand und Meer möchte, geht in den Osten nach Punta Cana, wo es um die Hotelkomplexe herum fast nichts gibt. Wer den Trubel und das städtische Leben haben möchte, geht nach Juán Dolio in der Nähe der Hauptstadt Santo Domingo, oder aber in den Norden nach Puerto Plata, Sosúa und Cabarete. Wer das ultimative "Inselfeeling" braucht, geht auf die Halbinsel Samaná im Nordosten und Wassersportler aller Art gehen natürlich nach Cabarete, wo es ganz besonders guten Wind und Strömungen gibt.

 

Touristenzentren:

 

im Nordwesten: 

- Puerto Plata

Norden: 

- Playa Dorada

Nordosten:

- Sosua, Cabarete

Halbinsel Samaná

Südosten:

- Sanchez, Las Terrenas, Playa Bonita

Süden:

- Bavaro, Punta Cana

östl. von Santo Domingo:

- Boca Chica, Juan Dolio

im Inland (Osten):

- La Romana/Higuey


 

Die schönsten Strände gibt es im Osten  an der Costa Coco bei Punta Cana. Kilometerlange weiße feinsandige Korallenstrände, gesäumt von natürlichen Kokospalmenhainen für das absolute Karbikfeeling.
Aber auch die Strände im Norden sind empfehlenswert. Sie sind zwar nicht so lang und breit, aber dafür sind die Städte Puerto Plata, Sosúa und Cabarete dort, was ich persönlich vorziehe.

 

Zur Zeit der großen Entdeckungen war Santo Domingo das Zentrum der Neuen Welt, Sammelpunkt aller großen Konquistadoren und Sitz der ersten Universität Lateinamerikas.
Im Zuge der Feierlichkeiten des 500. Jahrestages (Quinto Centenario) der Entdeckung im Jahr 1992 wurden daher keine Mühen und Kosten gescheut, um Santo Domingo herauszuputzen und vielleicht wieder zum "Nabel" der amerikanischen Welt zu machen.

Neue Strassen wurden gebaut, die historische Altstadt wurde restauriert und man stellte das umstrittene 50 Mio Dollar teure Kolumbus-Monument auf. Freilich brachte dies alles die alten glorreichen Zeiten nicht zurück.
Trotz allem ist ein Bummel durch die historische Altstadt mehr als lohnenswert. Diese steht heute, ebenso wie Havanna, unter dem Schutz der Unesco. Man kann hier, ähnlich wie in Havanna, wunderschöne alte Kolonialbauten bewundern. Es gibt eine Menge gute Hotels, ein reiches Museenangebot und die alten Gassen, dank Kolumbus heute renoviert, laden zum flanieren ein. Die Infrastruktur ist im Großen und Ganzen sehr gut, weshalb heute mehr und mehr Urlauber die Strassen und Plätze der Stadt bevölkern. Natürlich gibt es auch hier die Gegensätze, wie überall in der Dritten Welt: vor allem in den östlichen Vierteln (Barrios) herrscht die Armut.

 

Anfang der 30er Jahre war Sosúa noch ein verschlafenes Nest. Damals lebten hier ein paar jüdische Familien aus Deutschland und Österreich, die Trujillo als Emigranten aufgenommen hatte. Schon damals weltoffen, ist das Sosúa von heute ein quirliger Touristenort mit vielen kleineren Stadthotels, zahlreichen Kneipen und Restaurants, einigen Discos, einem wunderschönen Strand und einer bunten Strandmeile mit unzähligen Geschäften und Strandbars.
In den beiden Ortsteilen Los Charamicos und El Batey begegnen sich dritte und erste Welt auf erfreulich unkomplizierte Weise und vor den Hotels sind kaum Schlagbäume zu finden.
Ich bin vom Strand aus nach Los Charamicos gelaufen und hatte keinesfalls das Gefühl irgend einer Unsicherheit, oder gar Bedrohung. Nur die zahlreichen Kinder starrten mich von weitem ein bisschen erstaunt, aber auch neugierig an, weil sich wohl kaum ein mit einer Kamera behängter Tourist zum Spaziergang dorthin verirrt.

 

Man kann in Sosúa herrlich einkaufen, von Merengue- und Bachata-CD's, über schicke Kleidung, Ölbilder bis hin zu Rum und Zigarren kann man alles kaufen. Handeln sollte man aber schon können, wenn man nicht übers  Ohr gehauen werden will.

 

Man kann auch am Abend herrlich ausgehen und wenn man die riesigen klimatisierten Discos nicht mag, geht man einfach in einer der unzähligen Bars. Es gibt auch einige junge deutsche Aussteiger dort, die natürlich zumeist eine Bar betreiben.

 

Sosúa, zumindest die Innenstadt und touristisches Zentrum, kann man zu Fuß erlaufen. Wenn der Weg doch mal etwas weiter ist, oder wenn man auf die abendliche Discotour gehen will, gibt es ein recht abenteuerliches Fortbewegungsmittel, die Motoconchos. Das sind kleinere Motorräder, wobei die Motorradfahrer schon mal bis zu 5 Mann (allerdings nur Schlanke) auf das Gefährt quetschen. Es ist gewiß nicht ganz ungefährlich, dafür aber herrlich dominikanisch, abenteuerlich und vor allem billig. Ich habe ganze dominikanische Familien gesehen, Mann, Frau und zwei Kinder, dazu der Fahrer, auf ein Motoconcho gequetscht, die Frau hatte links und rechts an jedem Arm noch einen Bierkasten hängen und wurde nur von ihrem hinter ihr "sitzenden" Mann festgehalten, welcher natürlich nichts in den Händen hatte. Es ist einfach herrlich.
Aber Vorsicht: rechts ist der Auspuff und der ist heiß und verbrennt mit Vorliebe ahnungslose und Motoconcho-unerfahrene Touristenbeine.

 

Der Diktator und Generalísimo Rafael Trujillo förderte Ende der 30 Jahre ganz bewußt die Einwanderung von Europäern, darunter auch politisch Verfolgte aus Nazideutschland und Spanien. Dies war Teil seiner "Aufhellungspolitik", um die Bevölkerung "weisser" zu machen. 
Daraufhin kamen begüterte deutsche und österreichische Juden in die Dominikanische Republik, wo sie sich niederließen. Die Stadt Sosúa wurde von jüdischen Aussiedlern aus Deutschland und Österreich gegründet und noch heute findet man ihre Spuren dort, z.B. als Strassennamen (z.B. Calle de Rozen).
Allerdings kamen nur gerade mal ca. 40 Familien, zumeist Ärzte, Chemiker und Künstler. Grund dafür war die von der Dominican Republic Settlement Association geforderte landwirtschaftliche Betätigung der Emmigranten, was viele von der Einwanderung abhielt.
Allerdings gründeten die Einwanderer eine noch heute führende Genossenschaft für Milch- und Viehwirtschaft und bescherten Sosúa schon damals ein weltoffenes Flair, was Ende der 60er Jahre viele reisefreudige Hippies anlockte.

 

 

http://www.weltzeituhr.com/laender/099.shtml                    viele statistische Infos zu allen Ländern, man kann sogar die Nationalhymnen hören

http://home-3.tiscali.nl/~pjetax/                                         DomRep-Seite in spanisch

 

 

 


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