|







ein click auf
mein Bild – und Ihr seid wieder auf der Startseite !

| |
Dominikanische
Republik


Die
Dominikanische Republik war sicher für die meisten Deutschen
DAS Karibikparadies schlechthin. Erstens konnten sich mehr Menschen leisten, in
die Domrep zu fahren, statt nach Jamaica, was einfach für den
durchschnittlichen oder gar schmalen Geldbeutel kaum erschwinglich ist, und Kuba
boomt erst in den letzten Jahren.
Zweitens hatte fast jeder die paradiesischen Bilder aus der Bounty-Werbung vor
sich, die angeblich auf der Dominikanischen Republik gedreht wurde. Der
Massentourismus und die günstigen all-inclusive Reisen machten es für viele
möglich, sich das Paradies einmal anzuschauen. Und so fahren sicher auch heute
noch die meisten Touristen vor allem auf die Insel, um Sonne und Strand und das
Meer zu genießen und kommen dabei kaum aus ihren all-inclusive-Anlagen heraus.
Ich hatte das Riesenglück, kurz vor dem
Millenium, wo es eigentlich gar keine Reisen mehr gab, noch ein
last-minute-Schnäppchen zu erwischen. Zwar all-inclusive - obwohl ich es
eigentlich nicht mag, aber glücklicherweise nicht in Punta Cana, wo es außer
den abgeschotteten Luxushotels nicht viel Dominikanisches drum herum gibt,
sondern Sosúa im Norden der Insel, und in einem kleinen Stadthotel inmitten der
pulsierenden Kleinstadt.
das bin ich kurz vor dem dominikanischen Jahrtausendwechsel
Sonst gilt für die Domrep eigentlich alles,
was man sich unter den karibischen Träumen vorstellt: herrliche feinsandige
Strände, blaues Meer, Palmen und eine vor Lebenslust sprühende Bevölkerung.
Für den etwas "gebildeteren"
Touristen verbindet sich die Domrep auch noch mit Christoph Kolumbus (Cristobal
Colón heißt der Genuese auf spanisch), der 1492 auf der Insel Hispaniola
an Land ging, in der festen Annahme, auf einer Insel vor Indien gelandet zu
sein.
Mit
einem click auf die Palme
kommt Ihr an den Seitenanfang zurück.
|
 |
 |
|
|
|
Offizieller Name:
|
República
Dominicana
|
|
Fläche:
|
48.420 km2
|
|
Städte: |
Santo
Domingo (Hauptstadt) mit Vororten ca. 2,4 Mill.EW
Santiago de los Caballeros 850 000 EW
La Romana ca. 102 000 EW
San Pedro de Macoris ca. 120 000 EW
San Francisco de Macoris ca. 70 000 EW
Concepcion de la Vega ca. 53 000 EW |
|
Bevölkerung:
|
7,8 Mio
|
|
ethnische Gruppen:
|
5,5
Mio Mulatten, 1,2 Mio Schwarze, 1,1 Mio Weiße, ein kleiner Teil
Nachfahren der Taino-Urbevölkerung
|
|
Analphabetenrate:
|
25 %
|
|
Klima:
|
Subtropisch
(Süden)
Tropisch (Norden)
|
|
Hauptstadt:
|
Santo Domingo
|
|
Provinzen:
|
29
Provinzen: Azua, Baoruco, Barahona, Dajabon, Duarte, Elias Pina, El Seibo,
Espaillat, Hato Mayor, Independencia, La Altagracia, La Romana, La Vega,
Maria Trinidad Sanchez, Monsenor Nouel, Monte Cristi, Monte Plata,
Pedernales, Peravia, Puerto Plata, Salcedo, Samana, Sanchez Ramirez, San
Cristobal, San Juan, San Pedro de Macoris, Santiago, Santiago Rodriguez,
Valverde
1 Hauptdistrikt: Distrito Nacional
|
|
Sprache:
|
Spanisch (Amtssprache), in
Touristengebieten auch Englisch
|
|
Religion:
|
Katholizismus,
z.T. Voodoo (heidnischer Kult mit afrikanischen Wurzeln)
|
|
Währung:
|
Peso,
in manchen Hotels werden die Zimmerpreise in US-Dollar angegeben
|
|
Wechselkurs:
|
http://www.oanda.com/convert/classic
|
|
Zeitzone:
|
www.weltzeituhr.com/start.shtml
|
|
Wetter: |
www.weatherhub.com |
|
Deutsche Botschaft in
Santo Domingo:
|
Condominio
Plaza Intercaribe, Av. Lope de Vega/Calle Rafael Augusto Sanchez, Naco,
Santo Domingo,
Tel.: 565 88 11 oder 566 80 47
|
|
Botschaft
u. Konsulat der Dominikanischen Republik in Deutschland |
Dessauer
Str. 28-29
10963 Berlin
Tel: +49 (0)30/25757760
Fax: +49 (0)30/25757761
E-Mail: embajadomal@t-online.de
Generalkonsulat der Dominikanischen Republik
Stiftstr. 2
60313 Frankfurt
Tel: +49 (0)69-74387781-83
Fax: +49 (0) 69-74387640 |
|
Flugverbindungen:
|
ab Deutschland: LTU, Condor, Hapag
LLoyd und American Airlines, an Amsterdam: Martinair und KLM, ab Wien:
Laudaair, ab Madrid: Iberia, ab Paris: Air France, ab Rom: Allitalia
|
Aufgrund der Entfernung reist man natürlich mit dem Flugzeug an, oder würde es
heute noch jemandem einfallen, wie weiland Kolumbus mit dem Schiff anzureisen,
wohl kaum.
Für
die Einreise braucht man einen noch 6 Monate gültigen Reisepaß. Sofort am
Flughafen wird man 10 US-Dollar los, dies ist die Touristen-Einreisegebühr,
sofern sie nicht bereits bei der Buchung beim Veranstalter mit entrichtet wurde.
Die
Dominikanische Republik liegt auf dem östlichen Teil (2/3 der Fläche) der Insel Hispanola. Im
Süden und Osten grenzt das Karibische Meer und im Norden der Atlantik. Die Insel gehört
zu den großen Antillen, ebenso wie Kuba und Jamaica.
Der ungeliebte Nachbar ist Haiti im Westen der Insel (Details unter "Haiti)
Mehrere
Gebirgszüge bestimmen Landschaft und Klima der Insel. Der größte ist die
Cordillera Central. Sie erstreckt sich von Ost nach West, wie der Name schon
sagt, in der Mitte. Ihr höchster Gipfel, der Pico Duarte, benannt nach Juan
Pablo Duarte, dem Freiheitskämpfer, dem das Land seine Unabhängigkeit
verdankt, reckt sich 3175 Meter hoch. Gen Norden läuft das Gebirge im
landwirtschaftlich intensiv genutzten und dicht bevölkerten Cibaotal aus und
erhebt sich wieder bis zur Küste in der Cordillera Septentrional. Sie besteht
überwiegend aus Kalkgestein, das durch die Folgen von Wind, Regen und Hitze an
manchen Stellen bizarre Formen angenommen hat. In dieser Region wird Bemstein
gefunden. Daher auch der Name der Küste, Costa del Ambar. Hier liegen entlang
herrlicher Strände und Buchten die wichtigsten Touristenorte: Puerto Plata
beziehungsweise Playa Dorada, Sosúa und Cabarete.
Haiti ist noch heute aufgrund seiner nahezu unvermischten schwarzen
Bevölkerung das "Afrika" der Karibik.
Die Gründung des Staates Haiti ist das Resultat der einzigen erfolgreichen
Sklavenrevolte in der Karibik unter Géneral Toussaint (Details unter
"Sklaven") im Jahre 1794 (ich kann mich noch gut an sein Bild in
meinem Geschichtsbuch der 6. Klasse erinnern - wirklich!)
Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und leidet zu allem noch unter
dauerhaft instabilen politischen Verhältnissen. Die Geschichte ist eine Reihe
von Aufständen und Diktaturen. Gerade in diesen Tagen sorgt einmal wieder ein
Rebellenaufstand gegen Präsiden Aristides für Schlagzeilen auch in unseren
Medien. Aristides war zunächst dem größten Teil der Bevölkerung willkommen,
aber wegen seiner rigiden Machtmethoden und der ausufernden Korruption im Lande
haben die Menschen wieder einmal die Geduld verloren. Es bleibt zu bezweifeln,
ob das Land mit einem neuen Präsidenten endlich einmal zur Ruhe kommt.
Mit dem östlichen Nachbarn ist Haiti nicht zu vergleichen. Es gibt keinen
Tourismus, obwohl auch Haiti über Küsten und Strände verfügt. Es wäre wohl
auch nicht möglich, da die nötigen Infrastrukturen fast vollständig fehlen
und die Gefahr durch die ständigen Unruhen auch viel zu groß wäre und deshalb
auch kein Investor Interesse daran hätte.
Trotz
allem kann man als Domrep-Besucher den grundverschiedenen Nachbarn besuchen. Von
Sosúa, Puerto Plata und Cabarete aus werden Ein- bis Zweitagesausflüge in die
nördliche Grenzregion angeboten, wo man u.a. einer Voodoo-Zeremonie beiwohnen
kann (der Ausflug ist allerdings nicht billig und man braucht zudem ein Visum
für Haiti, was die Sache noch einmal verteuert - mir war es leider zu teuer).
Der
religiöse Kult des Voodoo
stammt aus Haiti und ist (ebenso wie
der afrobrasilianische Candomblé) ein Relikt aus der Sklavenzeit. Die
katholischen Spanier verboten natürlich diesen heidnischen Kult, mystifizierten
ihn aber gleichermaßen.
In der Tat scheint die Vorstellung von guten und bösen Göttern den
"Besessenen" magische Kräfte zu verleihen. Während einer
Voodoozeremonie verursachen Trommelmusik und die Einnahme rauscherzeugender
Kräuter einen Trancezustand der Tänzer, wobei diese für die Aufnahme eines
Geistes vorbereitet werden. Eine Touristin, die den Ausflug nach Haiti gemacht
hat, erzählte mir, dass im Verlaufe der Zeremonie auch noch Hühner
geschlachtet werden, wobei man diese über Schüsseln ausbluten läßt und
den Menschen mit dem Hühnerblut magische Zeichen ins Gesicht gemalt werden.
Auch
in der Dominikanischen Republik gibt es Voodoo-Zeremonien, aber in sehr
abgeschwächter Form und ohne von Geistern besessenen Menschen.
"Ein Volk von Mestizen und Mischlingen,
sowohl in seinem Glauben als auch in seinen Bräuchen. Eine Kreuzung zwischen
spanischen Eroberern und afrikanischen Sklaven, vermischt mit einigen
nostalgischen Tropfen indianischen Blutes."
Von den rund 7,8 Mio Dominikanern sind etwa 5,5 Mio Mulatten mit einem für
karibische Verhältnisse recht hohen Anteil an europäischem Blut. In der Tat
fällt auch dem Besucher ziemlich schnell auf, dass es außergewöhnlich viele
milchkaffeebraune Menschen gibt. Ich persönlich finde, dass es erstaunlich
interessante Mischungen gibt und dass diese "café con leche"-
Dominikaner einfach schöne Menschen sind.
Zu dieser "Aufhellung" trug auch die rassistische
"Aufhellungspolitik" des Dikatators Trujillo bei, allerdings eher
unrühmlich, denn er ließ um 1937 Tausende von haitianischen Gastarbeitern
willkürlich ermorden und förderte anschließend die Einwanderung von
Europäern in die Dominikanische Republik.
Der
schwarze Bevölkerungsanteil ist mit rund 1,2 Mio ziemlich gering. Sie wanderten
zum Teil Anfang des 20. Jhd. als Gastarbeiter von den englischsprachigen Inseln
ein und leben heute vorwiegend in der Region Samaná; oder sie kamen aus dem
benachbarten Haiti und leben, teils legal, teils illegal, vor allem in den
Zuckerrohrgebieten südlich von Higüey im Südosten der Insel.
Menschen,
denen man die Abstammung von der indianischen Urbevölkerung, den Taino-Indios,
noch ansehen kann, leben zumeist in den Bergen, wohin sich die letzten
überlebenden Taino geflüchtet hatten.
Reinrassige,
noch unvermischte, europäischstammende Weisse gibt es nur ca. 1 Mio.
In
der Dominikanischen Republik, wie in den meisten Ländern mit multiethnischer
Bevölkerung (auch z.T. in Mauritius - obwohl man immer wieder liest, daß es
dort eben nicht so wäre - schaut Euch meine Mauritius-Seiten an) gilt der
Grundsatz: je weisser die Haut, desto höher die gesellschaftliche Stellung. Die
weisse oder helle Haut ist in der Domrep ein Statussymbol, die Hellhäutigen
besetzen die besseren Positionen in Wirtschaft und Politik. Vor allem aber will
man sich auch aus historischen Gründen vom schwarzen Nachbarn Haiti abgrenzen.
Die Sklaverei war natürlich keine Erfindung der spanischen Konquistadoren, es
gab sie schon in der Antike und sogar in unseren Breiten mit der leibeigenschaft
der Bauern. Von den ca. 14 Millionen Menschen, die aus Afrika gegen ihren Willen
in die Neue Welt gebracht wurden, lebten im Jahre 1550 die ersten 30.000 auf der
Insel Hispaniola und machten damals schon knapp 70% der Bevölkerung aus. Als
Kämpfer für die Freiheit der Sklaven ging François Dominique Toussaint
L'Ouverture in die Geschichte (und auch in mein Geschichtsbuch) ein. Er führte
1794 die einzige Sklavenrevolte in der Karibik zum Sieg, was die Gründung des
"Sklavenstaates" Haiti zur Folge hatte und auch zur Sklavenbefreiung
auf "Española" führte, dem heute dominikanischen Teil der Insel.
Daraus
erklärt sich auch, dass das heutige Haiti noch immer das "Afrika" der
Karibik ist. Und es ist wirklich so, wenn man Haiti betritt, wähnt sich der
Besucher in Schwarzafrika.
Der Tourismus ist natürlich Deviseneinnahmequelle und Arbeitgeber Nummer eins.
Daneben spielt auch die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle, an erster Stelle
das Zuckerrohr, welches den Rohstoff für die Rumbrennereien liefert (Brugal -
ein schmackhafter milder Rum - unbedingt probieren). Daneben der Tabak für die
zumeist exportorientierte Zigarrenindustrie, und Kaffee und Kakao.
Übrigens steht die Qualität der dominikanischen Zigarren den kubanischen
Havannas in keister Weise nach. Sorten wie "Habanera" oder
"Aurora" sind allerdings für die Bevölkerung unerschwinglich und
gehen zumeist in den Export. "Zino Davidoff" wird seit einiger Zeit
nicht mehr in Kuba, sondern in der Domrep hergestellt, ein Beweis, daß der
dominikanische Tabak keine Vergleiche zu scheuen braucht.
Daneben werden Reis, Mais, Weizen, Bananen und exotische Früchte angebaut und
in den llanos, den Ebenen gibt es Rinderwirtschaft.
An Bodenschätzen gibt es das von den Spaniern vergeblich gesuchte Gold in
geringer Menge und Nickelerz.
Als Kolumbus die Insel auf seiner ersten Reise entdeckte, nannte er sie »La
Espaniola«, weil sie ihn an Spanien, das Land seiner Geldgeber, erinnerte.
Inzwischen hat die Insel den geografischen Namen Hispaniola.
1492 gelangte Christoph Columbus mit seinen 3 Schiffen, Pinta, Niña und Santa
María vor der Insel an Land, fest überzeugt, nun den Seeweg nach Indien
gefunden zu haben. Die erhofften Berge von Gold fand er nicht, dafür aber eine
seltsame Urbevölkerung, die die Fremden zunächst für Götter hielt und mit
Geschenken und offenen Armen empfing.
Den nachfolgenden Missionarisierungsversuchen seitens der Spanier, die, wie wir
heute wissen, mit zum Teil brutalsten Mitteln durchgesetzt wurden, erlag im
Laufe der Zeit der größte Teil der Ureinwohner, der Taino-Indianer.
Kolumbus gilt daher auch heute nicht mehr als der große Held und Entdecker,
sondern als einer der Urheber des wohl größten Völkermords in der
Weltgeschichte, der zur nahezu vollständigen Ausrottung der Urbevölkerung
Südamerikas führte.
Trotz
allem beging die Dominikanische Republik 1992 das Columbus-Jubiläum mit einem
gehörigen Schuß Patriotismus und dem Versuch, an alte Glanzzeiten
anzuknüpfen, die mit Columbus begannen.
In den 70er Jahren kamen zunächst späte Hippies als Aussteiger an die
Südküste.
Zum Massentourismus kam es aber letztlich erst Ende der 80er/Anfang der 90er
Jahre durch die ehrgeizige, allerdings nicht unumstrittene, Politik des
ehemaligen Staatspräsidenten Joaquín Balaguer. Er ließ ganze
Küstenabschnitte zum touristischen Entwicklungsgebiet erklären und lockte
zahlreiche Investoren mit großzügigen Steuervergünstigungen an.
Die Regierung setze auf den Tourismus als Geldeinnahmequelle, da das
ursprünglich vom Zuckerexport lebende Land aufgrund der sinkenden
Weltmarktpreise für Zucker in arge finanzielle Nöte zu geraten drohte.
Die Domrep wurde so innerhalb kürzester Zeit zum Ferienziel Nummer eins in der
Karibik.
Leider gab es auch zahlreiche Bausünden durch das Zubauen ganzer
Küstenabschnitte, weshalb die Domrep auch den Beinamen "Mallorca der
Karibik" erhielt.
Heute geht der Trend wieder zu kleineren Anlagen, die sich der umgebenden
tropischen Landschaft besser anpassen, ein Trend, der heute auch auf Mallorca zu
beobachten ist.
Der Boom der 90er Jahre war die Entwicklung des "all-inclusive"-Konzepts,
der allerdings heute auch schon wieder einige Ermüdungserscheinungen zeigt. All
inclusive mag Vorteile haben, was die Kalkulation des Urlaubsbudgets angeht, der
große Nachteil ist aber, dass die Urlauber kaum noch aus den Anlagen raus
kommen und vom wirklichen Leben der Dominikaner kaum etwas mitbekommen.
Heute spalten sich die Touristen mehr und mehr wieder in verschiedene
Zielgruppen auf, deren ziemlich unterschiedlichen Ansprüche die Domrep aber
bestens gerecht wird.
Wer nur Luxus und Strand und Meer möchte, geht in den Osten nach Punta Cana, wo
es um die Hotelkomplexe herum fast nichts gibt. Wer den Trubel und das
städtische Leben haben möchte, geht nach Juán Dolio in der Nähe der
Hauptstadt Santo Domingo, oder aber in den Norden nach Puerto Plata, Sosúa und
Cabarete. Wer das ultimative "Inselfeeling" braucht, geht auf die
Halbinsel Samaná im Nordosten und Wassersportler aller Art gehen natürlich
nach Cabarete, wo es ganz besonders guten Wind und Strömungen gibt.
Touristenzentren:
|
im Nordwesten: |
- Puerto Plata |
|
Norden: |
- Playa Dorada |
|
Nordosten: |
- Sosua, Cabarete |
|
Halbinsel Samaná |
|
|
Südosten: |
- Sanchez, Las Terrenas, Playa Bonita |
|
Süden: |
- Bavaro, Punta Cana |
|
östl. von Santo Domingo: |
- Boca Chica, Juan Dolio |
|
im Inland (Osten): |
- La Romana/Higuey |
Die
schönsten Strände gibt es im Osten an der Costa Coco bei Punta Cana.
Kilometerlange weiße feinsandige Korallenstrände, gesäumt von natürlichen
Kokospalmenhainen für das absolute Karbikfeeling.
Aber auch die Strände im Norden sind empfehlenswert. Sie sind zwar nicht so
lang und breit, aber dafür sind die Städte Puerto Plata, Sosúa und Cabarete
dort, was ich persönlich vorziehe.
Zur Zeit der großen Entdeckungen war Santo Domingo das Zentrum der Neuen Welt,
Sammelpunkt aller großen Konquistadoren und Sitz der ersten Universität
Lateinamerikas.
Im Zuge der Feierlichkeiten des 500. Jahrestages (Quinto Centenario) der
Entdeckung im Jahr 1992 wurden daher keine Mühen und Kosten gescheut, um Santo
Domingo herauszuputzen und vielleicht wieder zum "Nabel" der
amerikanischen Welt zu machen.
Neue
Strassen wurden gebaut, die historische Altstadt wurde restauriert und man
stellte das umstrittene 50 Mio Dollar teure Kolumbus-Monument auf. Freilich
brachte dies alles die alten glorreichen Zeiten nicht zurück.
Trotz allem ist ein Bummel durch die historische Altstadt mehr als lohnenswert.
Diese steht heute, ebenso wie Havanna, unter dem Schutz der Unesco. Man kann
hier, ähnlich wie in Havanna, wunderschöne alte Kolonialbauten bewundern. Es
gibt eine Menge gute Hotels, ein reiches Museenangebot und die alten Gassen,
dank Kolumbus heute renoviert, laden zum flanieren ein. Die Infrastruktur ist im
Großen und Ganzen sehr gut, weshalb heute mehr und mehr Urlauber die Strassen
und Plätze der Stadt bevölkern. Natürlich gibt es auch hier die Gegensätze,
wie überall in der Dritten Welt: vor allem in den östlichen Vierteln (Barrios)
herrscht die Armut.
Anfang der 30er Jahre war Sosúa noch ein verschlafenes Nest. Damals lebten hier
ein paar jüdische Familien aus Deutschland und Österreich, die Trujillo als
Emigranten aufgenommen hatte. Schon damals weltoffen, ist das Sosúa von heute
ein quirliger Touristenort mit vielen kleineren Stadthotels, zahlreichen Kneipen
und Restaurants, einigen Discos, einem wunderschönen Strand und einer bunten
Strandmeile mit unzähligen Geschäften und Strandbars.
In den beiden Ortsteilen Los Charamicos und El Batey begegnen sich dritte und
erste Welt auf erfreulich unkomplizierte Weise und vor den Hotels sind kaum
Schlagbäume zu finden.
Ich bin vom Strand aus nach Los Charamicos gelaufen und hatte keinesfalls das
Gefühl irgend einer Unsicherheit, oder gar Bedrohung. Nur die zahlreichen
Kinder starrten mich von weitem ein bisschen erstaunt, aber auch neugierig an,
weil sich wohl kaum ein mit einer Kamera behängter Tourist zum Spaziergang
dorthin verirrt.
Man
kann in Sosúa herrlich einkaufen, von Merengue- und Bachata-CD's, über schicke
Kleidung, Ölbilder bis hin zu Rum und Zigarren kann man alles kaufen. Handeln
sollte man aber schon können, wenn man nicht übers Ohr gehauen werden
will.
Man
kann auch am Abend herrlich ausgehen und wenn man die riesigen klimatisierten
Discos nicht mag, geht man einfach in einer der unzähligen Bars. Es gibt auch
einige junge deutsche Aussteiger dort, die natürlich zumeist eine Bar
betreiben.
Sosúa,
zumindest die Innenstadt und touristisches Zentrum, kann man zu Fuß erlaufen.
Wenn der Weg doch mal etwas weiter ist, oder wenn man auf die abendliche
Discotour gehen will, gibt es ein recht abenteuerliches Fortbewegungsmittel, die
Motoconchos. Das sind kleinere Motorräder, wobei die
Motorradfahrer schon mal bis zu 5 Mann (allerdings nur Schlanke) auf das
Gefährt quetschen. Es ist gewiß nicht ganz ungefährlich, dafür aber herrlich
dominikanisch, abenteuerlich und vor allem billig. Ich habe ganze dominikanische
Familien gesehen, Mann, Frau und zwei Kinder, dazu der Fahrer, auf ein
Motoconcho gequetscht, die Frau hatte links und rechts an jedem Arm noch einen
Bierkasten hängen und wurde nur von ihrem hinter ihr "sitzenden" Mann
festgehalten, welcher natürlich nichts in den Händen hatte. Es ist einfach
herrlich.
Aber Vorsicht: rechts ist der Auspuff und der ist heiß und verbrennt mit
Vorliebe ahnungslose und Motoconcho-unerfahrene Touristenbeine.
Der Diktator und Generalísimo Rafael Trujillo förderte Ende der 30 Jahre ganz
bewußt die Einwanderung von Europäern, darunter auch politisch Verfolgte aus
Nazideutschland und Spanien. Dies war Teil seiner
"Aufhellungspolitik", um die Bevölkerung "weisser" zu
machen.
Daraufhin kamen begüterte deutsche und österreichische Juden in die
Dominikanische Republik, wo sie sich niederließen. Die Stadt Sosúa wurde von
jüdischen Aussiedlern aus Deutschland und Österreich gegründet und noch heute
findet man ihre Spuren dort, z.B. als Strassennamen (z.B. Calle de Rozen).
Allerdings kamen nur gerade mal ca. 40 Familien, zumeist Ärzte, Chemiker und
Künstler. Grund dafür war die von der Dominican Republic Settlement
Association geforderte landwirtschaftliche Betätigung der Emmigranten, was
viele von der Einwanderung abhielt.
Allerdings gründeten die Einwanderer eine noch heute führende Genossenschaft
für Milch- und Viehwirtschaft und bescherten Sosúa schon damals ein
weltoffenes Flair, was Ende der 60er Jahre viele reisefreudige Hippies anlockte.
http://www.weltzeituhr.com/laender/099.shtml viele statistische Infos zu allen Ländern, man kann sogar die Nationalhymnen hören
http://home-3.tiscali.nl/~pjetax/
DomRep-Seite in spanisch

zum Seitenanfang

zurück zur Reiseseite

Startseite ° Impressum ° Das
bin ich ° Mein business ° Meine
Reisen ° Wordlist ° Fotogallery
° Musik ° Meine Freunde
° Gästebuch °Sitemap
|