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    Mauritius    

Mauritius - ein kleines Inselchen irgendwo im Indischen Ozean. Aber wer einmal dort war, wird genau wie ich begeistert sein. Für mich ist Mauritius wirklich so, wie man sich landläufig das Paradies vorstellt. 
Eine fantastische abwechslungsreiche Landschaft mit Bergen, Vulkankratern, endlosen grünen Zuckerrohrfeldern, zerklüfteten Felsküsten und paradiesischen Stränden mit weißem, feinen Puderzucker-Sand. Dazu der warme, stille und sanfte Indische Ozean mit seinem herrlich türkisblauen Wasser. Die Sonne scheint das ganze Jahr über bei fast gleich bleibenden Temperaturen (zwischen 24 und 30°C).

Obwohl Mauritius zur 3. Welt gehört, verfügt die Insel über eine moderne Industrie und Infrastruktur, über Autobahnen und asphaltierte Strassen, ein gut ausgebautes Transport- und Kommunikationssystem. Handies und Computer sind überall anzutreffen. Es gibt in den Läden alles, was man braucht und viele Menschen haben Privatautos, die gehegt und gepflegt werden, weil die Ersatzteile so teuer sind. Auch gibt es in den Städten weniger Dreck- und Stinkecken als in anderen afrikanischen Ländern, wo ich schon war. Obwohl in den Städten oft eine morbide Baufälligkeit der Gebäude vorherrscht, gibt es doch auch Privathäuser, die schick und gut erhalten und nicht selten frisch verputzt sind.

Dazu kommt eine freundliche, immer hilfsbereite und dabei so herrlich exotische und  buntgemischte Bevölkerung und nicht zuletzt ein politisch stabiles demokratisches System und eine für Afrika sehr niedrige Kriminalitätsrate.   

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Offizieller Name:

Mauritius

Fläche:

2040 qkm, 67 km lang und 46 km breit

Bevölkerung:

1.174.000 (1999)

ethnische Gruppen:

Indo-Mauritier 65%, Kreolen u. Afrikaner 30%, Sino-Mauritier 3%, Franko-Mauritier 2%

Oberfläche:

Geologisch ist Mauritius eine Vulkaninsel mit Korallenriffen. Die höchste Erhebung beträgt 828 m (Piton de la Petite).

Klima:

tropisch, modifiziert durch südöstliche Winde; warm, trockener Winter (Mai bis November); heiß, nass, schwüler Sommer (November bis Mai)

Hauptstadt:

Port Louis. Einwohner: ca. 170.000 (1999)

Administration:

9 Distrikte und 3 Dependenzen*: Agalega Islands*, Black River, Cargados Carajos*, Flacq, Grand Port, Moka, Pamplemousses, Plaines Wilhems, Port Louis, Riviere du Rempart, Rodrigues*, Savanne

Staatsform:

Parlamentarische Demokratie

Staatspräsident:

Sir Seewoosagur Ramgoolam

Sprachen:

Englisch (Amtssprache), Französisch, Créole (Patois)

Religion:

Hindus 52%, Christen 28.3% (Römisch-Katholisch 26%, Protestanten 2.3%), Moslems 16.6%, andere 3.1%

Währung:

Mauritius Rupie (MUR (ISO-Code))

Wechselkurs:

1 Euro = 26.70462 Mauritius-Rupie (Stand 11.02.2002)
http://www.oanda.com/convert/classic

Zeitzone:

MEZ + 3h, MESZ  +2h
http://www.weltzeituhr.com/start.shtml

Wetter:

www.weatherhub.com
www.wetteronline.de/Mauritius.htm 

Landesvorwahl:

+230

Mauritianische Botschaft in Berlin:

Kurfürstenstr. 84, 10787Berlin
Tel.: 26 39 36 10
Fax: 26 55 83 23
mu.embln.3@t-online.de

Flugverbindungen:

Condor (ab MUC, FFM), Air France (ab Paris) und Air Mauritius (von MUC, Paris), Emirates (ab MUC, FFM, DUS)

Reiseveranstalter:

Neckermann, Kreutzer, Antaris Fernreisen, ATI Reisen, Travel Overland, TUI, L'tur, DerTour, Dreamtours, Thomas Cook

Besonderheiten:

Linksverkehr

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Besucher sollten im Besitz eines gültigen Reisepasses sein und Rück- oder Weiterflugscheine vorweisen können. Reisende mit deutscher Staatsangehörigkeit benötigen kein Visum.
Da sich diese Bestimmungen immer ändern können, solltet Ihr Euch vor der Reise bei der Botschaft oder einem Konsulat erkundigen.
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Die Insel war arabischen Seefahrern bereits im 10. Jahrhundert bekannt. 1512 entdeckte der Portugiese Pedro Mascarenhas als erster Europäer die unbewohnte  Insel. Ihm folgten Holländer, die die Insel nach ihrem Statthalter Prinz Moritz von Nassau MAURICE nennen. 1715 kamen die Franzosen und nahmen Mauritius als Stützpunkt im Kampf gegen die Seepiraten.
In den folgenden Jahren streiten die Franzosen mit den Engländern um den Besitz der Insel, bevor sie 1814 durch den Pariser Vertrag Großbritannien zugesprochen wurde. 1835 wird die Sklaverei abgeschafft und es werden billige Arbeitskräfte aus China und Indien geholt.
Mauritius ist seit dem 12. März 1968 unabhängig und hat am 12. März 1992 die Republik ausgerufen. Der Staat ist heute eine parlamentarische Demokratie mit einem Premierminister als Staatsoberhaupt.
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Mauritius liegt im Indischen Ozean und gehört mit den Inseln La Réunion (160 km entfernt) und Rodrigues (560 km entfernt) zu der Inselgruppe der Maskarenen. Geographisch gehört Mauritius zu Afrika, die meisten Mauritier fühlen sich jedoch mehr Asien zugehörig - kein Wunder bei ca. 65% Indern. Die Insel liegt ca. 2 000 km vor der Ostküste von Afrika, die Entfernung zu Madagaskar beträgt ca. 1.000 km. Die Entfernung nach Mitteleuropa beträgt ca. 10 000 km. 
Die Inseln der Maskarenen sind durch vulkanische Tätigkeiten entstanden. Im Gegensatz zur wesentlich jüngeren Insel La Réunion sind jegliche vulkanischen Tätigkeiten auf Mauritius inzwischen erloschen. Das Zentralplateau ist ca. 600 m hoch und ist geprägt von Flüssen, Bächen, Kratern und Wasserfällen. Diese Hochebene wird von drei Gebirgszügen mit eindrucksvollen Bergen umrahmt. Die 330 km lange Küste der Insel ist fast vollständig von einem Korallenriff umgeben.
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Auf der Insel leben über eine Million Menschen. Sie bilden durch ihre unterschiedliche Herkunft und ihre verschiedenen Religionen eine multikulturelle Gesellschaft. Den größten Anteil der Bevölkerung (ca. 65%) bilden die Inder und Pakistani; sie bestimmen Handel und Politik. 30% sind Afrikaner und Kreolen, sie sind zumeist Fischer, Bauern, Arbeiter oder arbeitslos. 3% sind Chinesen, die zunehmend das Dienstleistungsgewerbe in den Händen haben. 2% sind weiße Franko-Mauritier, die zumeist die Industrie und Landwirtschaft bestimmen.
Auch wenn sich die Einheimischen heute selbstverständlich als Mauritier bezeichnen, haben die Volksgruppen bis heute ihre eigene Kultur bewahrt und haben ihre eigene Religion und Sprache.
Das Nebeneinander der Rassen und Religionen gestaltet sich friedlich, wodurch Mauritius oft als das leuchtende Beispiel der multikulturellen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts hingestellt wird. 
Schaut man aber genauer hin, entdeckt man doch einen versteckten Rassismus. Die Hierarchie der Bevölkerungsgruppen richtet sich nach der Hautfarbe: je dunkler, desto niedriger die gesellschaftliche Stufenleiter.
Mischehen gibt es auch fast gar keine und die verschiedenen Bevölkerungsgruppen bleiben weitestgehend unter sich in Stadtvierteln und Dörfern. Inder wohnen im Norden und Osten, Franko-Mauritier und Inder in den Städten des Westens.
Trotz allem, als Besucher merkt man kaum etwas davon und ich empfand das bunte Völkergemisch (vor allem auf dem Zentralmarkt, aber auch überall in den Strassen von Port Louis) als unwahrscheinlich reizvoll und exotisch.
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Die offizielle Landessprache ist Englisch. Englisch ist auch die Handels- und Geschäftssprache. Tatsächlich aber sprechen die Menschen weitaus besser - und auch viel lieber Französisch bzw. untereinander auf Créole.
Mit Englisch kommt man aber im ganzen Land sehr gut zurecht und wer der französischen Sprache mächtig ist, macht den Einheimischen damit eine große Freude. Schaut doch dazu auch mal in meine Wordlist rein.
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Mauritius hat paradiesisch schöne, weiße und feine Sandstrände, mit Korallensand und kristallklarem blauen bis türkisgrünem Lagunenwasser. Ein rund um die Insel reichendes Riff sorgt dafür, dass die Wellen nur sanft an die Strände plätschern.
Die Küstelänge beträgt ungefähr 300 km; davon sind etwa 170 km Sandstrände. Die meisten der Strände sind genau so, wie man es aus der Bounty-Werbung kennt. Die schönsten Strände findet man im Norden, aber auch der Westen und der Osten hat z.T. paradiesische Strände zu bieten. Der Süden dagegen hat außer einigen kleineren Strandabschnitten zumeist Felsküsten, die jedoch atemberaubende Landschaftsbilder zeigen. 
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Die Temperaturen auf Mauritius schwanken während des Jahres nur geringfügig. Es ist das ganze Jahr über hochsommerlich warm (24 - 29°C), die Durchschnittstemperaturen im kältesten Monat August liegen nur um ca. 5 Grad unter den Temperaturen des wärmsten Monats Januar. In den "Wintermonaten" Juni bis August kann es am Abend etwas kühl werden. In den Küstenregionen liegen die täglichen Höchsttemperaturen zwischen 26 und 31 Grad. Im Hochland liegen die Temperaturen generell um 3 bis 5 Grad niedriger.

Das Wetter auf Mauritius ist ganzjährlich sehr warm und angenehm für Badefreudige. Allerdings hängt es auch davon ab, wo man sich auf der Insel befindet. So gilt der Norden als relativ regenarm, der Süden hingegen eher als feucht. Weiteren Einfluss haben die Berge auf Mauritius, die auf der einen Seite den Regen aufstauen, die andere Seite hingegen schützen.

Wie zumeist in tropischen Gebieten, gibt es auch auf Mauritius Regenzeiten. Allerdings gestalten sich solche zumeist kurzen Regenschauer häufig als angenehme Abwechslung zu dem sonst so heißen Klima. 

In den Monaten zwischen November und März/April können z.T. heftige Zyklone auftreten. Sie erreichen Windgeschwindigkeiten von 350 km/h und mehr, wobei häufig das Zentrum des Wirbelsturms die Insel selbst nicht trifft. Zyklone solcher Stärken sind jedoch selten; man sollte aber in jedem Fall wachsam sein und mit Einheimischen in Kontakt sein, damit man sich vorbereiten kann. Pro Jahr gibt es etwa 3-5 Wirbelstürme, von denen zumindest die Ausläufer Mauritius treffen. Zumeist wüten sie nur für einige Stunden, was allerdings von der Größe des Zyklons abhängt. Anschließend findet man Aufräumarbeiten allerorts, Stromausfälle (Hotels haben meist Generatoren), Wasser- und Telefonausfälle. Die meisten Funktionalitäten sind binnen weniger Tage wieder hergerichtet.
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Der Tourismus begann eigentlich erst Anfang der 60er Jahre. Im Jahre 1968 wurden gerade einmal 15.500 Urlauber auf der Insel gezählt. Auch heute noch ist Mauritius weit entfernt von einem Massentourismus à la Mallorca oder Canaren. Charterflüge sind bis heute noch nicht zugelassen. Die Insel ist und bleibt vorerst ein exklusives und nicht gerade billiges Urlaubsziel. Da der Tourismus allerdings eine wichtige Einnahmequelle für den Staat ist, wird dieser vorsichtig und planmäßig entwickelt und neue Hotelbauten werden genehmigt.

Alle Hotels gliedern sich harmonisch in die paradiesische Landschaft ein und liegen versteckt in Buchten und hinter Palmen (es sind keine Kokospalmen, wie die meisten annehmen mögen, sondern aus Australien stammende Filaos). Es gibt keine klotzigen, in den Himmel ragenden Betonburgen, sondern weitläufige Anlagen inmitten wunderschöner Gärten oder Parks. Viele Hotels sind im landestypischen Baustil, reetgedeckt, mit offenen Bars und Restaurants, und aus natürlichen Baumaterialien, wie Lavagestein oder Korallen gebaut.
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Port Louis (ca. 170.000 Einwohner) ist die Hauptstadt und das Zentrum der Insel. Hier ist der Regierungssitz, der Hafen und es gibt kilometerlange Ladenstrassen und einen großen Markt. Hier kann man Tempel, Kirchen, Pagoden und Moscheen bestaunen. Trotz allem ist die Stadt keine überwältigende oder gar beeindruckende Metropole. Man kann sie eher mit einer wuseligen Kleinstadt vergleichen. Die Stadt ist im Halbrund von einer Bergkette umgeben und kann sich deshalb nur in diesen Grenzen ausbreiten.
Man kann die Stadt bequem zu Fuß in ca. 2 Stunden durchqueren.

Port Louis wurde 1736 von dem französischen Gouverneur Mahé de Labourdonnais gegründet. In der Nähe des Hafens kann man ihn als Denkmal in Bronze bewundern. Leider sind aus dieser Zeit kaum mehr Bauwerke vorhanden. Diese wurden fast alle durch Brände oder Zyklone zerstört. Nur in der Nähe des Regierungsgebäudes wurden ein paar Gebäude restauriert und damit ein kleiner historischer Bezirk eingerichtet. Der Rest ist meist verwahrlost und bröckelig. Im Stadtzentrum dominieren heute leider architektonisch einfallslose, postmoderne Bürogebäude (wie z.B. das Hochhaus von Gamtel, der mauritischen Telekom).
Allerdings ist der morbide Charme der zerfallenden Gebäude nicht ohne Reiz, auch wenn viele davon aussehen, als würden sie jeden Augenblick einstürzen. Es ist das quirlige Leben in der Stadt, was sie anziehend macht.
Port Louis ist laut. Eine Unmenge von Autos quälen sich durch die engen Strassen, Mopeds knattern, Menschen aller Hautfarben und Mischungen drängeln sich auf den engen Bürgersteigen, auf denen dazu noch zahllose Händler ihre Waren ausbreiten und in Garküchen die kreolischen Suppen brodeln. Hühner in Käfigen gackern und gehen aufeinander los, irgendwo hämmert ein Presslufthammer und das wilde Hupen nervöser Autofahrer läßt die Luft erzittern.
Von morgens um 6 bis abends um 6 ist Port Louis mit lauter, hektischer Betriebsamkeit erfüllt. Dann schließen die Läden, die Menschen verschwinden in ihre Häuser - und auf einmal glaubt man sich in einer Geisterstadt.

Hauptattraktionen der Stadt sind:
Das Chinesenviertel:, welches als der attraktivste Stadtteil gilt. Die Gebäude stammen zum Großteil noch aus der Jahrhundertwende, auch wenn sie zumeist stark renovierungsbedürftig sind.

Fort Adelaide: Die Zitadelle auf dem 100 m hohen Petite Montagne (kleiner Berg) bietet eigentlich nichts Besonderes. Architektonisch ist sie eher uninteressant, den Innenhof kann man nicht besichtigen, aber von dort bietet sich ein grandioser Blick auf die Stadt und den Hafen. Man kann den Berg zu Fuß besteigen, aber auch mit dem Auto hochfahren. Der Innenhof wird übrigens manchmal als Freilichtbühne für Konzerte benutzt.

Le Champs de Mars (das Marsfeld): im Norden der Stadt gelegen ist das Marsfeld DIE Attraktion für Liebhaber von Pferderennen. Samstags ist hier der Teufel los und die Mauritier sind in ihrem Wettfieber kaum mehr zu bremsen.

Der Zentralmarkt (Marché Central): die exotisch bunte Vielfalt der Insel scheint auf diesem Markt noch eine Steigerung zu erfahren. Inder, Chinesen, Kreolen und Europäer bieten ein verwirrendes Gemisch an exotischen, uns zum Teil völlig unbekannten, Waren an. In drei der vier Hallen werden Lebensmittel angeboten, in der vierten gibt es Textilien, Lederwaren, Kunsthandwerk und Souvenirs.
Hierhin verirren sich natürlich die meisten Touristen und, ich gebe ehrlich zu, es gehört nicht wenig Geduld und Ruhe dazu, sich diese Halle "anzutun". Jeder vorbeischlendernde Fremde wird nämlich augenblicklich zum "Freund", sobald er nur eine Sekunde verharrt und ein bißchen Interesse zeigt. Will man nicht ganz und gar unhöflich sein, läßt man sich vom Verkäufer unweigerlich in die engen Nischen zerren, wo er dann sprachgewandt versucht, einem etwas anzudrehen, was man eigentlich gar nicht möchte. Meine Höflichkeit nahm im übrigen mit fortschreitendem Markthallenbummel ab und ich habe zuletzt nur noch die Flucht ergriffen. Bißchen schade eigentlich, falls man wirklich etwas kaufen will, daß man kaum die Muse hat, sich in Ruhe umzuschauen.
Handeln und Feilschen ist übrigens ein unbedingtes MUSS.

Der Markt wird täglich von ca. 40.000 Menschen besucht. Dem ersten Kunden jedes Standes wird angeblich immer ein besonders gutes Angebot gemacht.

Die Caudan-Waterfront: Nach dem Vorbild der Alfred & Victoria Waterfront im südafrikanischen Kapstadt erst 1998 eröffnet, zieht sich dieser Einkaufs- und Erlebniskomplex am Hafen entlang. Tagsüber ist sie Bummelmeile und Einkaufsparadies. Hier befinden sich eine Ladengalerie mit 70 Geschäften, ein Casino, ein Hotel und 14 Restaurants. Allerdings sind die Preise nicht gerade niedrig.
Am Abend bevölkern Touristen und Einheimische die Bars und Restaurants, vor allem die Stühle und Bänke im Freien. Einheimische Liebespärchen schlendern am Wasser entlang und manchmal gibt es gut besuchte open air Konzerte einheimischer Séga-Künstler.
Für mich war die Waterfront DIE abendliche Attraktion, da sonst eigentlich kaum etwas los ist in der Stadt.
Im übrigens kann man sich auch als Frau allein (das war ich nämlich) dort durchaus sicher fühlen. Außer gelegentlichem Ansprechen durch Einheimische "passiert" einem nicht das geringste dort.

Natürlich gibt es in solch einer multikulturellen Stadt auch einige interessante Kirchen, Pagoden, Tempel und Moscheen zu besichtigen.
Für Museumsliebhaber möchte ich hier das Postmuseum erwähnen (die Blaue Mauritius hängt hier allerdings nur als Kopie ;-).
Ein Muß, auch für Museumsmuffel wie mich, ist allerdings das

Naturhistorische Museum: Offiziel heißt es übrigens "Mauritius Institute". Schon vor dem Eingang kann man einen mächtigen Banyan-Baum bewundern. Drinnen werden in mehreren kleinen Sälen Flora, Fauna und Geologie der Insel vorgestellt. Alles ist ein bißchen verstaubt und etwas antiquiert in der Präsentation, aber es lohnt sich trotzdem. Beeindruckend ist die Abteilung für Meerestiere, wo unter anderem ein riesiger ausgestopfter Hammerhai an der Decke hängt.

Die spektakulärsten Exponate sind sicherlich das Skelett eines Solitairs, eines Vogels, der auf der Insel Rodrigues gelebt hat und natürlich - er darf auch hier nicht fehlen - die gefiederte Rekonstruktion des Dodos.

Alle Ausstellungsstücke sind auf englisch beschriftet. Die Bibliothek im ersten Stock gilt als das beste Archiv über die Inselwelt des Indischen Ozeans.
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Meine Trips:
Ich habe als Indiviualreisende privat gewohnt. In den Touristenhotels werden natürlich von den Reisevaranstaltern Trips angeboten. Da ich diese Möglichkeit nicht hatte, und die Trips zudem so und so in den Hotels zu teuer angeboten werden, bin ich kurzerhand in eines der einheimischen Reisbüros (in meinem Falle "Mauritours") gegangen und habe meine Touren dort gebucht. Dies kann ich auch jedem Pauschaltouristen nur empfehlen.
Bei allen Touren fand ich mich in einem Bus (Vorsicht Erkältungsgefahr: furchtbar kalt weil die Aircondition auf vollen Touren läuft) voller Pauschaltouristen wieder, wobei ich viel weniger bezahlt hatte als diese, für die selbe Leistung! Die Reiseleitung war bei allen Trips deutschsprachig, obwohl es mir bei der Buchung egal war, in welche Gruppe man mich stecken würde.

Viele Trips habe ich aber auch ganz privat und zum Teil sogar allein gemacht. Das Busnetz auf der Insel ist hervorragend und man kann sich eigentlich gar nicht verfahren. Und einige Ausflüge habe ich natürlich auch mit meinen Gastgebern gemacht.
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Ein Trip in den Norden. Der Norden ist der Teil der Insel, der am besten auf die Touristen eingestellt ist. Hier gibt es sogar so etwas wie ein Nachtleben. "The North" beginnt kurz hinter den nördlichen Vororten von Port Louis und ist flach und kaum besiedelt. Ein paar kleine Städte wie Triolet oder Pamplemousses sind kaum mehr als ein paar Ladenzeilen entlang einer Hauptstrasse. Der Rest der Landschaft ist mit Zuckerrohr bepflanzt, was im Frühjahr und Frühsommer wie ein endloses grünes Meer aussieht.
Allerdings sind die Strände und Buchten des Nordens wohl die schönsten der Insel, der Grund dafür, dass sich hier die Touristenhochburgen befinden. Auch ist der Norden die niederschlagsärmste Region.
Zentrum des Tourismus ist Grand Baie, von einigen Reiseveranstaltern auch als die Côte d'Azur von Mauritius angepriesen. Yachten und Fischerboote dümpeln in dem großen natürlichen Hafenbecken. An der Hauptstrasse, der Royal Road, gibt es unzählige Lokale und Bars und eine Menge Souvenirshops, aber auch viele kleine Boutiquen, in denen man zum Teil sehr schöne Bekleidung kaufen kann.
Fangfrischer Fisch wird direkt an der Hauptstrasse verkauft. Am beeindruckendsten fand ich einen Stand, an dem man riesige Oktopusse verkaufte.
Auch in Grand Baye gibt es viele baufällige Gebäude, abends jedoch im Lichterglanz ist es hier richtig romantisch. Einheimische und Touristen sitzen dann in den zahlreichen Bars unter freiem Himmel und genießen den Blick auf die Lichter der Stadt und auf das ruhige Wasser des Meeres.
Grand Baie ist auch das Zentrum des Segel- und Wasserskisports, da das Meer hier besonders ruhig ist.

Einer der schönsten Strände ist der Strand Troux au Biches, gelegen am gleichnamigen Hotel. Kilometerlanger feiner weißer Puderzuckersand und dazu das in allen Türkis- und Grüntönen schimmernde Wasser des ruhigen Indischen Ozeans, auf dem die Sonne glitzernde Lichter zaubert. Es gibt kaum etwas Schöneres und man glaubt sich wirklich im Paradies. Die Strände waren zumindest im mauritischen Winter, als ich dort war, nicht dicht bevölkert.
Troux au Biches wurde zu meinem Lieblingsstrand, zumal ich auch von Port Louis aus sehr bequem mit dem öffentlichen Bus in ca. 45 min. hin kam.
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Eine halbe Autostunde nördlich von Port Louis liegt der Jardin de Pamplemousse.
Um 1770 herum war der heutige Botanische Garten noch der Gemüsegarten von Gouverneur Mahé de Labourdonnais. Dieser hätte gewiß im Traum nicht daran gedacht, dass sein Garten einmal der Touristenmagnet schlechthin sein würde. Sein Berater, Pierre Poivre, dagegen hatte von Anfang an Großes im Sinn: er wollte Mauritius zu einer Gewürzinsel machen und damit den Holländern ihr Gewürzmonopol streitig machen. Die ganze Welt wollte er mit den Produkten aus seinem Garten beliefern. Deshalb züchtete er auch Orchideen und Zierpflanzen, mit dem Ziel, diese zu exportieren.
Heute dient der Park der Erholung und der Bildung. Es fehlt kaum eine Pflanze, die unter tropischem Himmel gedeiht.
Der Park ist nicht besonders groß, aber außerordentlich reizvoll und, wie ich finde, ein unbedingtes Muss für jeden Mauritius-Besucher.
Wir hatten einen englischsprachigen Führer, der sich allerbestens auskannte und mir viele Einzelheiten zeigte und erklärte.

Die Attraktion ist sicherlich der Seerosenteich. Die Blätter der Pflanzen haben zum Teil einen Durchmesser von über einem Meter.
Beeindruckend sind auch die vielen Palmenalleen und der Bambushain mit über 30 m hohen Halmen.
Man kann hier gut und gerne einen ganzen Tag verbringen, denn viele verschlungene Wege führen kreuz und quer durch das Areal - und man hat am Ende doch noch nicht alles gesehen.

Außer den unzähligen tropischen Pflanzen gibt es auch ein Gehege mit Riesenschildkröten, das Schloß "Mon Plaisir" - eine alte Kolonialvilla aus dem Jahr 1777 und das wunderschöne schmiedeeiserne Eingangstor, das auf der Weltausstellung im Kristallpalast von London 1862 den ersten Preis erhielt (damals weiß, heute rostrot gestrichen).
An den Wochenenden kommen viele Einheimische zum Picknick in den Park. Ich habe vor allem indische Großfamilien mit ihren zahlreichen bezaubernden Kindern gesehen.
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Tombeau Baie ist nichts weiter als eine kleine malerische Bucht mit einem fantastischen weißen Sandstrand gar nicht weit von Port Louis entfernt. Um dorthin zu kommen, muss man entweder mit dem Boot anlegen, oder aber von Land kommend, über vulkanisches Geröll klettern und einen kleinen Fluss durchwaten, der in der Bucht in den Ozean einmündet. Schade, dass dort gerade ein Touristenboot anlegte, als wir ankamen. Denn sonst hätten wir wieder nur ein paar einheimische indische Familien dort gesehen und sonst weit und breit niemanden.
Übrigens - oben ohne ist nicht drin in Mauritius. Die indischen Frauen gehen sogar voll bekleidet mit dem Sari ins Wasser.
Die Touristen hatten allerdings ihre Séga-Band mitgebracht, was mich mit den lärmenden und leider nicht mehr ganz nüchternen Menschen wieder ein bisschen versöhnte.
Tombeau Baie ist sicherlich noch ein Geheimtipp, wenn die Bucht nicht zwischenzeitlich schon von den Reiseveranstaltern entdeckt und gänzlich in die Ausflugsprogramme aufgenommen wurde.
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Der Vogelpark befindet sich auf dem Gelände einer alten Zuckerfabrik. Eine wunderschöne weitläufige Anlage mit blühender Tropenpracht, in der es neben zahlreichen Vögeln (140 Arten, darunter auch die endemischen Arten von Mauritius) auch Tiger, Affen, Java-Hirsche und Fische zu sehen gibt.
Außerdem hat man von dort einen herrlichen Ausblick auf den gebirgigen Südwesten der Insel.
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Ein Trip in den Westen der Insel.
Eigentlich sind wir dorthin gefahren, um den Sonnenuntergang zu sehen. Aber Flic en Flac ist nicht nur um die Abendstunden schön. Der Ort an sich hat kaum etwas besonderes zu bieten. Im zweitwichtigsten Touristengebiet nach Grand Baie gibt es hier eine Menge Hotels und Ferienwohnungen. Flair hat nur noch der Ortskern mit seinen alten Fischerhäusern und kleinen Läden.
Aber der lange, schmale Strand gilt für viele als der schönste Strand der Insel. Das finden nicht nur die Touristen, sondern auch viele Einheimische, die abends und an den Wochenenden hier herkommen, picknicken und vor allem auch live Musik machen.
Im Licht der untergehenden Sonne und einem traumhaft schönen Sonnenuntergang hatte ich hier mein ultimatives Séga-Erlebnis.
Eine Gruppe junger Leute, ausgerüstet mit Körben voller kreolischer Leckerbissen und ihren Instrumenten machte dort im Schatten der Palmen eine Séga-Party. Jeder, der hinzutrat, war willkommen und bekam vom Menü etwas angeboten (kreolisch, scharf und einfach köstlich - was genau ich da gegessen habe, weiß ich nicht). So wie die Séga dort gespielt wurde, ist sie noch ursprünglich und nicht vom Tourismus verdorben und kommerzialisiert.
Den Sängern fallen immer neue Strophen ein (ähnlich wie unsere "alten Rittersleut"), so daß der Song fast endlos anmutete. Die Sänger und Zuhörer (auch ich) gerieten immer mehr in Ekstase, der Rhythmus wird immer schneller. Es war für mich Ausdruck purer Lebenslust. Obwohl ich die Worte des Songs nicht verstehen konnte, musste es ein lustiges Lied gewesen sein, denn alle lächelten sich zu, manche brachen in Gelächter aus. Keiner von uns konnte mehr still stehen. Die Musik geht ins Ohr, ins Blut und in den Körper, man kann sich der Faszination unmöglich entziehen. Noch eine ganze Zeit lang später hatte ich den Rhythmus und die Melodie tief in mir drin. Ich habe nie geglaubt, dass man von Musik dermaßen gepackt werden kann und sich selbst darin verliert.
Ich kann nur jedem raten, bei Strandspaziergängen, vor allem abends und an den Wochenenden einmal Ausschau zu halten, wo sich die einheimische Jungend versammelt. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird dort auch Musik gemacht. Das sollte man wirklich nicht verpassen.
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"The East of Eden" nannte der Veranstalter "Mauritours" den Trip

Ein Ausflug in den Osten des Landes, der ansonsten nichts Außergewöhnliches zu bieten hat. Der Osten ist der am wenigsten erschlossene und damit auch ärmlichste Teil des Landes. Die Bewohner gehen, im Gegensatz zu denen in den Städten des Nordens und Westens, zumeist noch traditionell gekleidet. Bunte Saris aus wertvollen Stoffen prägen das Bild in den Dörfern und kleinen Städten. Touristen sieht man kaum an den Stränden, obwohl es ein paar Strandhotels gibt, darunter das "Le Touessrok", welches zu den "Leading Hotels of the World" gehört. Dafür sieht man zumeist einheimische Kreolen, die vor allem an den Wochenenden an den Stränden ihre Séga- und Reggae-Parties veranstalten.

In Mahébourg befindet sich der internationale Flughafen "Sir Seewoosagur Ramgoolam".

Die Hauptattraktion des Ostens ist jedoch die Insel "Ile au Cerf" (Insel des Hirsches"). Zum Greifen nahe und nur durch eine schmale Bucht getrennt liegt gleich daneben die Insel "Ile de l'Est", die mit Personenfähren angefahren wird.

Die "Ile au Cerf" ist die beliebteste Badeinsel von Mauritius mit kilometerlangen schneeweißen Sandstränden. Ein Ausflug dorthin lohnt sich absolut.
Ein kleiner Teil der Insel, direkt am Anlegesteg, wird vom Hotel "Le Touessrok" bewirtschaftet und es gibt dort eine Bar und zwei Restaurants mit Snacks und mauritischer Küche.
Der Rest der Insel ist ein Robinson-Paradies. Wer versuchen sollte, die Insel zu umlaufen, wird irgendwann im Gewirr der Mangrovenhaine stecken bleiben.
Ich hatte mich von meiner Reisegruppe abgesetzt und konnte kilometerweit allein und ungestört im seichten, wunderbar türkisen Wasser am Strand entlang laufen. Selbst zum Sonnenbaden habe ich eine kleine Bucht gefunden und habe höchstens mal von weitem ein paar vorbeiwandernde Touristen gesehen. 

Wenn man allerdings nicht allein sein will, hält man sich einfach an die Gruppe, oder man macht es wie ich, und läßt sich von Einheimischen einladen.
Ich traf 4 nette Polizisten aus Curepipe, die im Schatten eines Baumes picknickten und mich zu einem hervorragenden kreolischen Essen einluden, welches sie in Asietten mitgebracht hatten. Sogar Whisky Cola gabs anschließend zur Verdauung des ungewohnt scharfen currygewürzten Gerichtes. Wir hatten eine ganze Menge Spaß zusammen und ich habe fast das Ablegen meines Bootes verpaßt.
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"The mystical South" nannte der Veranstalter "Mauritours" den Trip

Ein Ausflug in den Südwesten der Insel, der durch steile Klippen, undurchdringlichen Dschungel, tiefe Schluchten und tosende Wasserfälle geprägt ist. Die Einheimischen nennen diesen Teil ihrer Insel "das Hochland", weil er mindestens 300 m über dem Meeresspiegel liegt. Er ist eine wilde, urwüchsige Gegend und läßt als einziger Teil der Insel heute noch in Ansätzen vermuten, wie die Insel einmal vor der Besiedelung ausgesehen haben mochte.
Es ist die niederschlagsreichste Region der Insel und hier befindet sich der höchste Berg der Insel, der "Piton de la Rivière Noire" oder Black River Peak (Gipfel des schwarzen Flusses).
Die Bevölkerung hier ist zumeist kreolisch, die zum Teil in aus Treibholz zu bestehenden windschiefen Hütten wohnt.
Die Küste des Südwestens ist relativ dicht bebaut. Fischerdörfer reihen sich dicht an dicht an dem schmalen Streifen zwischen den Bergen und dem Meer. Das schützende Korallenriff ist hier unterbrochen und so rollen gewaltige Wellen an den Strand und es gibt starke Strömungen, was das Schwimmen zu einer gefährlichen Angelegenheit macht. Deshalb gibt es auch kaum Strandhotels.

In den Südwesten fährt man, um die urwüchsige Landschaft zu bewundern, aber auch um DAS Phänomen zu sehen, welches wohl einzigartig auf der Welt ist:

The Coloured Earth of Chamarel oder auch Terres des Couleurs (die bunte Erde von Chamarel):
Über eine Fläche von ca. einem Hektar erstrecken sich lange Bodenwellen in sieben verschiedenen Farben. Der Grundton ist ein rostiges Rot. Je nach Sonneneinstrahlung leuchten die Erdschichten von Gelborange über Grün und Blau bis hin zu Violett. Wissenschaftler können dieses geologische Wunder nicht eindeutig erklären. Die Hügellandschaft soll vulkanischen Ursprungs und durch Mineraloxidation entstanden sein.
Man darf verständlicherweise nicht auf den Hügeln herumlaufen, eine Piste führt für die Besucher oberhalb der Hügel entlang.

Die Stationen meines Trips in den Südwesten waren außerdem:

1. Curepipe: Im "industriellen" Westen gelegen ist Curepipe heute mit 75.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Insel. Vielen gilt sie als die heimliche Hauptstadt, weil hier wichtige Behörden und die Radio- und TV-Stationen ihren Sitz haben. Hier gibt es die beste Schule, das Royal College und sogar ein mondänes Spielkasino.
Ansonsten ist die Stadt nicht gerade schön, weil auch hier die ehemals schönen Art-Déco-Fassaden zumeist total heruntergekommen sind.
Am beeindruckendsten war für mich der Teppich-Showroom der Cashmiri und ein Schmuckladen, wo ich für mich und meine Schwester ein bisschen eingekauft habe.
Außerdem ist die Stadt ziemlich hoch gelegen (540 m hoch) und da ich im mauritischen Winter dort war, war es für mich fürchterlich kalt und es hat sogar ein bisschen geregnet. Ich war natürlich völlig falsch angezogen mit meinem Sonnentop. Also, Pullover mitnehmen, wenn Ihr im Juli oder August dort sein solltet.

2. Troux au Cerf: Das "Hirschloch" ist ein 650 m hoher Vulkankrater und ermöglicht einen Einblick in die geologische Geschichte der Insel und einen Ausblick über ihre Gebirge, Städte und Küste. Bei klarem Wetter kann man die 170 km entfernte Nachbarinsel Réunion sehen.
Im 85 m tiefen Kraterloch hat sich ein sumpfiges Biotop, umgeben von einem kleinen Wäldchen, gebildet, welches in fantastischen Grüntönen aller Schattierungen leuchtet.

3. Grand Bassin: Ein kleiner See, der sich in einem erloschenen Vulkanschlot gebildet hat und als Heiligtum der indischen Volksgruppe auf Mauritius gilt. Jedes Jahr kommen im Februar/März mehr als 300.000 Hindus zum Maha-Shivaratree-Fest, um hier ihre rituellen Waschungen vorzunehmen. Am Ufer des Sees stehen viele kleine Tempel und Altäre. Alles ist schön bunt und gold, was uns fast kitschig bunt anmutet. Aber irgendwie ist es auch schon wieder schön. Beeindruckend ist es allemal, denn dort sind auch Touristen immer willkommen. Man kann jeden Tempel betreten, nur die Schuhe muß man unbedingt vor der Tür lassen.

Grand Bassin war nicht immer das Heiligtum der Hindus. Erst als ein tief religiöser Inder träumte, daß es eine Verbindung zwischen dem heiligen Fluß Ganges und dem kleinen See gibt, begannen die Hindus von Mauritius, alljährlich hierher zu pilgern.
Kleiner Gag am Rande: obwohl ich vorher schon in Afrika war, habe ich hier das erste Mal Bekanntschaft mit einer etwas anderen Toilette gemacht, nämlich dem auch in südeuropäischen Ländern (z.B. Türkei) bekannten einfachen Loch im Boden. Sie war aber tip top sauber und - es ging alles! Heute ist das für mich gar nicht mehr komisch. Alles eine Frage des guten Willens und der Gewohnheit.

4. Black River Gorge: Ein Aussichtspunkt auf dem Black River Peak, dem Höchsten Berg der Insel. Von hier kann man bis zur Insel Réunion sehen. Links und rechts sieht man tiefe, üppig grün bewachsene Schluchten und bei einem Blick nach Süden wohin man auch schaut Zuckerrohrfelder.

5. Cascade Chamarel: Ein 90 Meter hoher Wasserfall an der Piste zur Coloured Earth. Das Wasser stürzt in ein tropisch bewachsenes Becken, in welchem man auch baden kann.
Ich hatte allerdings Pech. Durch die anhaltende Trockenheit stürzte kein Wasser, sondern es rieselte lediglich ein schwaches Rinnsal die 90 m hinab.
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Währung: 1 Mauritius-Rupie = 100 Cents. Währungskürzel: MUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten von 2000, 1000, 500, 200, 100, 50, 25 und 10 MUR. Münzen im Wert von 10, 5 und 1 MUR sowie 50, 25, 20, 10, 5 und 1 Cent.
Kreditkarten: Eurocard, MasterCard, Visa, Diners Club und American Express werden in den meisten Hotels akzeptiert. 
Reiseschecks: Können in Banken, Hotels und dazu berechtigten Geschäften umgetauscht werden.
1 Euro = 26.70462 Mauritius-Rupie (Stand 11.02.2002)
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Botschaft der Republik Mauritius
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10787Berlin
Tel.: 26 39 36 10
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Fax: (01) 513 89 44
rant@netway.at

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Symbole und Wahrzeichen:
                                           

Die Blaue Mauritius mit dem Bild der Königin Victoria ist eines der Wahrzeichen der Insel Mauritius. Die Bekanntheit dieser Briefmarke ergibt sich aus einem folgenreichen Irrtum: 1847 hatte ein Graveur statt des sonst üblichen "Post Paid" versehentlich "Post Office" auf ca. 500 Exemplare geprägt. Damals bereits eine Rarität, existieren heute von der blauen Two- Pence- Marke noch knapp über 10 Exemplare.
Hätte ich nur eine davon, wäre ich alle finanziellen Sorgen los. ;-)
Gefunden habe ich auf Mauritius keine. ;-(

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Er ist schon ein putziges Vögelchen, der Dodo. Obwohl längst ausgerottet, begegnet er dem Mauritius-Besucher auf Schritt und Tritt, ob er will oder nicht. Er lebt fort auf T-Shirts, Badehandtüchern, als Minifigürchen aus Holz, Porzellan und sogar aus Muscheln zusammen gebastelt, Schlüsselanhänger,  und natürlich ausgestopft im Museum in Port Louis.
Er ist das Wappentier der Insel.
 

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Er war ein auf Mauritius lebender, flugunfähiger Vogel, der im 17. Jahrhundert von den Holländern verspeist (dabei soll er nicht einmal besonders lecker gewesen sein), aber auch von mitgebrachten Schweinen und Affen ausgerottet worden war. Er galt als dumm, tollpatschig und lahm, was wohl auf seine Figur zurückgeführt wurde. Sein Name soll angeblich vom portugiesischen Wort "doido" abgeleitet sein, was soviel wie "doof" oder "blöd" bedeutet.
Doof oder nicht, das Tierchen ist mir trotzdem ans Herz gewachsen und irgendwie ist es rührend, wie ein Tier, das es seit langem gar nicht mehr gibt, von einer ganzen Nation liebevoll am Leben erhalten wird.
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Mit seinem sentimental-melodramatischen Roman "Paul und Virginie" hat der Franzose Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre (1737 - 1814) nicht nur der Liebe, sondern auch dem tropischen Paradies von Mauritius ein Denkmal gesetzt.
Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind mit großer Begeisterung den Film im Fernsehen gesehen habe. Das Buch habe ich, obwohl ich ein großer Leser bin, bisher noch nicht gelesen. Das muss ich mir wirklich mal besorgen.
Die beiden Romanhelden sind eine Erfindung Saint-Pierres. Aber als hätte das Liebespaar wirklich gelebt, hat man ihm in Port Louis und Curepipe Denkmäler gesetzt. Hotels und Restaurants sind nach ihnen benannt.
Der Roman erschien 1788 zum ersten Mal. Er wurde in 30 Sprachen übersetzt, sogar in Esperanto.
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Mitbringsel:

 

Mauritius ist bekannt für seine Modellschiffe (Maquettes) wie kaum ein anderes Land auf dieser Erde. Die Modellschiffe werden maßstabgetreu nach historischen Bauplänen in Tausenden von Einzelteilen zusammengebastelt, entstehen in einer Arbeit von z.T. Hunderten von Stunden. Ich kann nur jedem empfehlen, eine der zahlreichen Werkstätten zu besuchen. Es ist faszinierend, wie in einer unglaublichen Puzzlearbeit letztendlich diese herrlichen Modelle entstehen.

Die Qualität ist sehr hoch und dabei sind die Modelle doch noch verhältnismäßig günstig. Je nach Größe kosten sie ab ca. 60,00 € für ein kleines Schiffchen, nach oben natürlich offen.

Interessant ist, dass dieser Industriezweig eher durch Zufall entstand:
Ende der 60er Jahres baute José Ramar, ein Hobbybastler, ein maßstabgerechtes Schiffsmodell aus Holz als Geschenk für den damaligen französischen Botschafter. Daraufhin konnte er sich vor Bestellungen kaum mehr retten und gründete 1968 bei Curepipe die "Company Maquette José Ramar", kurz COMAJORA. Dieser folgten eine Reihe ähnlicher Werkstätten auf der ganzen Insel.
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"The fingers of a craftsman are the key to a treasury of gold" - Shah Jehan

Als ich in Curepipe den Showroom betrat, meinte ich für einen Moment, nie etwas Schöneres gesehen zu haben. Es ist wie ein Traum aus 1001 Nacht. Die Arbeit und Handwerkskunst, die in einem solchen handgeknüpften (NICHT gewebt) Teppich steckt, kann man kaum ermessen.
Die Kashmiri verkaufen ihre Teppiche zollfrei, das heißt, man bekommt das Prachtstück erst auf dem Flughafen kurz vor dem Abflug ausgehändigt.

Wer ein bißchen mehr Insider-Wissen über die Kashmir-Teppiche haben möchte, sollte sich die Geschichte zu Gemüte führen, die mir der Kashmiri Arip erzählt hat.
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Die medizinische Versorgung im Land ist im allgemeinen gut. Es gibt staatliche Hospitäler  und Privatkliniken. Erstere behandeln auch die Touristen kostenlos.
Es empfiehlt sich, wie überall im Ausland, eine Auslandskrankenversicherung, 
Angenehm ist, dass es auf Mauritius keine der gefürchteten Tropenkrankheiten gibt. Nicht einmal vor giftigen Tieren muss man sich fürchten und Malaria tritt ganz selten auf. Meist leiden die Touristen nur unter Sonnenbrand oder Erkältungen (durch Klimaanlagen oder auch durch Temperaturschwankungen bei Trips durch das Land). Badeschuhe sind empfehlenswert wegen der Seeigel.

http://www.fit-for-travel.de/reisemedizin/reiseziele/L0098.htm 

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http://www.weltzeituhr.com/laender/099.shtml                            viele statistische Infos zu allen Ländern, man kann sogar die Nationalhymnen hören
http://www.mauritius-guide.de/                                                   wohl die besten Infos 
http://home.vrweb.de/thomasgiersch/Mauritius/index.htm
             super Fotos                         
http://www.derreisefuehrer.com
http://www.indischerozean.de/deutsch/FrameMauritius.html
http://www.indischer-ozean-ferien.de/
http://www.travelservice-mauritius.de/
http://www.mauritius-holiday.com/                                              Infos, Geschichte etc.
http://www.francoisebrunkhorst.de/                                             hier ist sogar Musik drauf
http://www.yougi.de/                                                                 sehr schön, aber lange Ladezeiten
http://www.ralfnickolaus.de/mauritius/
http://www.soley.ch/home.htm
http://www.ingrids-welt.de/reise/mau/ausw.htm
http://www.blueoceantravel.com/
http://www.j-bussmann.de/html/mauritius.html
http://www.abenteuer-reisen.de/wg/mu/
http://www.antaris-fernreisen.de/
http://www.erdkunde-online.de/1051.htm                                      gute links zu geografischen Daten etc.
http://www.mauritius-ferien.de/
http://www.dive-on-mauritius.de/
http://www.trauminselreisen.de/mauriti.htm
http://www.berndgottwald.de/mauritius.htm
http://www.mauritius.eu.tc/
http://www.seychellen.de/
 


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