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                    Südafrika            

South Africa

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Dort, wo der schwarze Kontinent endet, liegt sein am weitesten entwickeltes Land -
Südafrika - ein Land der Superlative, voller atemberaubender Naturschönheiten aber auch voller Gegensätze...
Besucher finden im Land am Kap eine nahezu unglaubliche Vielfalt und zum Teil extreme Gegensätze, stößt doch die Erste Welt und die Dritte Welt direkt aufeinander. Von hohen Bergen bis zu einsamen Sandstränden, von trockenen, kargen Wüstenlandschaften bis zu üppig grünen Küstenwäldern, von der Safari im Krüger Nationalpark bis zur Wal- und Delphin-Beobachtung in den Wellen des Atlantischen und Indischen Ozeans, von kapholländischen Herrenhäusern und Weingütern zu strohgedeckten Rundhütten und Maisfeldern bis hin zu den wellblechgedeckten Hütten der Townships, von der trendigen Bar zum verräucherten Township-Shebeen ... und nicht zuletzt eine unwahrscheinlich bunte Bevölkerung mit ihren unterschiedlichen Kulturen und Sprachen, die dem Land den Namen "Rainbow Nation" (Regenbogennation) eingebracht hat.

Nach dem (zum Glück auf friedlichem Wege errungenen) Ende der Apartheid und der Öffnung des Landes für den Rest der Welt, ist Südafrika als Reiseland "mega in" geworden.
Und ich kann versichern, es lohnt sich wirklich. Wer einmal da war, kommt immer wieder. Ganz sicher!

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Offizieller Name:

Republic of South Africa

Fläche:

1.219.912,00 qkm

Bevölkerung:

ca. 45 Mio (Schätzung Juli 2001) --> geschätzte Prognose für 2050: 32,5 Mio

ethnische Gruppen:

Weisse, Coloureds (Farbige), Asiaten (zumeist Inder) und Blacks (schwarzafrikanische Urbevölkerung) - unter diesen 9 Völker: Zulu, Xhosa, Swazi, Ndebele, Nord-Sotho, Süd-Sotho, Tswana, Tsonga/Shangaan, Venda

Lebenserwartung:

47,64 Jahre Männer, 48,56 Jahre Frauen (Schätzung 2001)

Oberfläche:

Bergland (Great escarpment = Große Randstufe, Drakensberge), ebene od. wellige Hochflächen (Highveld), Busch-, Baum- u. Grassavanne (Bushveld im Transvaal), Trockengebiete der Wüsten u. Halbwüsten (kleine u. große Karoo, Kalahari), Küste (durch Buchten stark zergliedert)

Klima:

größtenteils gemäßigt, subtropisch am Küstengürtel Natals, mediterran in der südwestlichen Kapprovinz, Temperaturen an Ost- und Südküste erheblich höher als an der Westküste (durch kalten Benguela-Strom), mittlere Jahrestemperatur 17,5 in Pretoria, 17,0 Kapstadt, im Sommer z.T. 30-40 Grad

Hauptstadt:

Pretoria
Kapstadt - legislative Hauptstadt
Bloemfontain - juristische Hauptstadt
Regierungssitz ist in den Sommermonaten in Kapstadt, im Winter in Pretoria

Administration:

9 Provinzen: Gauteng, North West, Northern, Mpumalanga, Free State, Kwa Zulu/Natal, Eastern Cape, Western Cape, Northern Cape

Staatsform:

Republik

Grenzen:

Namibia, Botswana, Zimbabwe, Mozambique und Swaziland, Indischer und Atlantischer Ozean; Enclave: Königreich Lesotho

Staatspräsident:

Thabo Mvuyelwa Mbeki (seit 1999)

Sprachen:

11 offizielle Sprachen: Afrikaans, English, Ndebele, Pedi, Sotho, Swazi, Tsonga, Tswana, Venda, Xhosa, Zulu

Religion:

Christen 68% (zumeist Weisse und Farbige (Coloreds), ca. 60% Schwarze und ca. 40% Inder), Muslims 2%, Hindus 1.5% (60% der Inder), Anhänger von Naturreligionen und Animisten 28.5%

Analphabetenrate:

18,2 gesamt, davon 18,1 Männer und 18,3 Frauen (Schätzung 1995)

Industrie:

Bergbau (weltgrößter Produzent von Platin, Gold und Chrom), Automobilproduktion, Metallverarbeitung, Maschinenbau, Textilindustrie, Eisen- und Stahlindustrie, Chemische Industrie, Düngemittelproduktion, Nahrungsgüterindustrie

Landwirtschaft:

Getreide, Weizen, Zuckerrohr, Obst und Gemüse, Rinderzucht, Hühnerzucht, Schafzucht, Wolle, Milchprodukte, - Ackerland: 10%

Naturressourcen:

Gold, Chrom, Antimon, Steinkohle, Eisenerz, Mangan, Nickel, Phosphate, Zinn, Uran, Edelsteine, Diamanten, Platin, Kupfer, Vanadium, Salz, Erdgas

Nationalsport:

Rugby, Kricket

Währung:

Südafrikanischer Rand (ZAR)

Wechselkurs:

1 Euro = 7,77 ZAR (Mai 2005)
http://www.oanda.com/convert/classic

Zeitzone:

MEZ + 3h, MESZ  +2h
http://www.weltzeituhr.com/start.shtml

Wetter:

www.weatherhub.com
www.wetteronline.de

Landesvorwahl:

+27 (Vorwahl von SA nach Deutschland ist übrigens 09 49)

Südafrikanische Botschaft in Berlin:

Botschaft Südafrika
Tiergartenstrasse 18
10785 Berlin
Tel.: (030) 22 07 3-0

Flugverbindungen:

Lufthansa, South African Airlines (SAA) (Direktflüge nach Kapstadt + Johannesburg), LTU (ab Düsseldorf und München direkt nach Kapstadt und Durban, Austrian Airlines (von Wien) und Swiss Air (Von Zürich direkt nach Johannesburg, Namibian Airways (über Windhoek nach Kapstadt und Johannesburg), British Airways und Air France (von London bzw. Paris - günstige Flüge einschließlich Zubringer von Deutschland)

Reiseveranstalter:

alle großen wie TUI, Thomas Cook etc., und zahlreiche kleinere Spezialveranstalter

Besonderheiten:

Linksverkehr;
Alkohol gibt es nicht in jedem Laden, sondern nur in lizenzierten Bottle Stores (oder Drankwinkel)

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Deutsche benötigen bei der Einreise nach Südafrika und für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass. 
Es gibt wohl keine andere Möglichkeit, als mit dem Flugzeug nach Südafrika zu reisen. Die Flugzeit von Frankfurt nach Johannesburg beträgt ca. 10 Stunden, nach Kapstadt 12 Stunden. Man sollte ins Reisebüro gehen oder mit etwas Geduld im Internet den günstigsten Flug heraussuchen. Es gibt diese bereits für ca. 600 €. Das kann z.B. ein Direktflug  bis Kapstadt sein, aber auch nur bis Johannesburg, kombiniert mit einem Inlandsflug von Jo'burg bis Kapstadt.

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30 000 v. Chr. - Bevor der erste Europäer seinen Fuß auf südafrikanischen Boden setzte, lebten die San (Buschmänner) als Jäger und Sammler dort, nachdem sie von Norden her in kleinen Gruppen und Familienverbänden nach Südenwesten gezogen waren. In Südafrika werden sie Khoikhoi genannt. Schwarze Völker besiedelten das östliche Südafrika und weitere Bantuvölker wanderten aus dem Norden ein.

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1488 umschifft der Portugiese Bartolomeu Dias das Kap und ankert in Mossel Bay.

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1497/98 umsegelt Vasco da Gama das Kap der Guten Hoffnung (und nannte es zunächst Kap der Stürme) auf dem Weg nach Indien. Auch er landet zunächst in Mossel Bay, später in Natal.

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1652 - Die weiße Besiedlung Südafrikas beginnt mit der Ankunft des Holländers Jan van Riebeeck in der Tafelbucht. Er richtet am Kap eine Versorgungsstation für die Holländisch-Ostindische Kompanie ein und legt damit den Grundstein für die Stadt Kapstadt. Riebeek wird erster Kap-Gouverneur.

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1688 - Französische und belgische Hugenotten flüchten ans Kap und legen den Grundstein zur südafrikanischen Weinindustrie.

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1779 - Am Great Fish River, in der heutigen Eastern Cape Province, treffen weiße und schwarze Viehzüchter aufeinander.

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1795 - nach der Schlacht von Muizenberg bei Kapstadt übernehmen die Briten die Herrschaft am Kap, ziehen aber später wieder ab, um allerdings 1806 wiederzukommen.

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1814 - die Briten annektieren nach der Schlacht von Blaauwberg erneut das Kap - und diesmal bleiben sie.

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1820 - Einwanderung von 5000 britischer Siedler.

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1836-1854 - Groet Trekk (Großer Treck): In zwei Trecks ziehen über 16 000 Buren vom Kap nach Norden, um britischer Bevormundung zu entkommen. Sie siedeln vor allem in Natal und Transvaal.

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16. Dezember 1838: Schlacht am Blood River: 468 schwer bewaffnete Buren besiegen 12 500 Zulus.
Heute wird der Tag übrigens als "Reconciliation Day", als "Tag der Versöhnung" begangen (und ist nebenbei gleichzeitig der Auftakt für die alljährlichen Weihnachtsvorbereitungen).

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1839 - Gründung der unabhängigen Buren-Republiken Transvaal, Orange Free State und Natal.

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1848 - Natal wird britische Kolonie

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1867 - Beginn der Diamantenförderung bei Kimberley. Die größten Goldvorkommen der Welt werden am Witwatersrand (bei Joburg) entdeckt.

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1880/81 - Paul "Ohm" Krüger führt die Buren zum Sieg gegen die Briten und wird erster Präsiden von Transvaal, das allerdings unter britischer Oberhoheit bleibt.

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1899-1902 - Zweiter Burenkrieg mit über 20 000 Toten auf britischer Seite. Die Buren werden geschlagen

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1904 - Paul Krüger stirbt in der Schweiz

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1910 - Gründung der Südafrikanischen Union aus den Staaten Transvaal, Orange Free State, Natal und Cape. Louis Botha - Premier von Transvaal, wird Premierminister

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1912 - Gründung des ANC (African National Congress) in Bloemfontain

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1913 - Beginn der Apartheidpolitik mit Einführung von getrennten Wohngebieten für Schwarze

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1948 - Die National Party der Afrikaander-Nationalisten wird Regierungspartei, die Apartheid wird zur Staatspolitik

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1951 - der schwarzen Bevölkerung wird das Wahlrecht entzogen

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1960 - am 21. März erschießt die Polizei 69 Teilnehmer einer Demonstration gegen die Passgesetze in Sharpville/Transvaal (Massaker von Sharpville). Der ANC wird verboten.

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1962 - Nelson Mandela wird zu lebenslanger Haft verurteilt. UN-Sanktionen isolieren Südafrika von der Weltgemeinschaft

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1976 - die Polizei erschießt in Johannesburgs Township Soweto Schulkinder, die gegen die Einführung von Afrikaans als Unterrichtssprache demonstriert hatten. Das war der Auftakt für landesweite Proteste, die mindestens 600 Tote forderte.

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1983 - erste Reformen durch internationalen Druck: Coloureds und Asians erhalten mehr Rechte. In den folgenden Jahren Aufhebung des Verbots von Mischehen und Abschaffung der Passgesetze.

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1984 - Friedensnobelpreis für Erzbischof Desmond Tutu.

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1989 - Rücktritt von Präsident Botha, Frederik Willem de Klerk wird Nachfolger

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1990 - am 02. Februar wird Nelson Mandela nach 27 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Ende des Ausnahmezustands und Wiederzulassung politischer Organisationen und des ANC.

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1993 - de Klerk und Nelson Mandela erhalten den Friedensnobelpreis. Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Südafrika.

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1994 - bei den ersten freien und allgemeinen Wahlen gewinnt Mandelas ANC mit 62% der Stimmen. Am 10. Mai wird Nelson Mandela der erste schwarze Präsident Südafrikas

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1996 - ANC und de Klerks National Party (NP) einigen sich auf eine neue Verfassung. Die NP geht nach 48 Regierungsjahren in die Opposition.

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1999 - erste Wahlen nach der neuen Verfassung. Thabo Mbeki löst Nelson Mandela als Staatspräsident ab.

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2000 - die beiden ANC-Oppositionsparteien Democratic Party (DP) und die ehemalige Apartheidspartei New National Party (NNP) fusionieren zur Democratic Alliance (DA)

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2004 - Bei den dritten Parlamentswahlen erziehlt der ANC mit fast 70% der Stimmen die Zweidrittelmehrheit. Euphorie im ganzen Land: Südafrika bekommt den Zuschlag für die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft 2010.

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"Die ganze Welt in einem Land" - mit diesem Slogan werben die südafrikanischen Fremdenverkehrsbüros um die Gunst der Besucher. Und sie haben recht. Südafrika bietet Wüsten, Wälder (wenn auch recht wenige), Weinberge am Kap und Traumstrände am Indischen Ozean. Es fehlen eigentlich nur noch Eisberge, aber Südafrika liegt so nah an der Antarktis, daß Buckelwale und Pinguine die Küste besuchen. Afrika-typische Tiere wie Elefanten, Löwen, Nashörner und Co. gibt es aber ebenfalls in dem Land. Die Tier- und Pflanzenvielfalt im Land am Kap sucht ihresgleichen auf der Welt.

Südafrika liegt zwischen dem 22. und 35. südlichen Breitengrad und 17. und 33. östlichen Längengrad und damit  südlich des südlichen Wendekreises (Wendekreis des Steinbocks). Südlichster Punkt des Landes und auch des Kontinents ist das Kap Agulhas, wo der Atlantische und der Indische Ozean zusammenfließen.
Auf einer Fläche von 1,2 Mio qkm wechseln sich die unterschiedlichsten Landschaften ab.

Charakteristisch für die Oberfläche des Landes sind weite, ebene und wellige Hochflächen. Begrenzt wird das Hochland im Westen, Süden und Osten von der Großen Randstufe (Great Escarpment). Kern des Hochlands ist das Highveld, welches im Süden vom bis 3.500 m hohen Basaltplateau von Leshoto überragt wird. 

Im Nordosten gibt es Savannen mit mächtigen Affenbrotbäumen. Hier liegt auch Südafrikas bekanntestes Naturschutzgebiet, der Krüger Nationalpark.
Westlich des Krüger Parks geht das Lowveld ins Highveld über. Über steile Bergpässe führen gut ausgebaute Strassen in die nördlichen Ausläufer der Drakensberge, wo sich alte Goldgräberstädtchen und spektakuläre Aussichtspunkte befinden, so z.B. der Blyde River Canyon und God's Window. Die Drakensberge setzen sich nach Süden fort bist zu ihren höchsten Gipfeln, hinter denen sich das Königreich Leshoto befindet.
Östlich der Gebirgskette befinden sich die grünen Midlands, die eher an England als an Afrika erinnern.

Die Provinz Kwa Zulu/Natal (das Kernland der Zulu) ist durch ihr subtropisches Klima üppig grün. Im Sommer kann es hier durch die hohe Luftfeuchtigkeit recht schwül werden. Einer der bekanntesten Nationalparks Natals ist das Hluhluwe/Umfolozi (sprich: Schluschluwe) Reservat. Durban ist die größte Metropole  dort. Das Stadtbild ist sowohl von Zulus als auch von Indern geprägt. Fast alle der über 1 Million Inder Südafrikas leben hier.

In Südafrikas kleinster und dichtbesiedeltster Provinz Gauteng liegt die größte Stadt des Landes: Johannesburg. Joburg ist auf Gold und Diamanten gebaut, was offengelassene Schächte im Stadtgebiet eindrucksvoll beweisen. Auch Südafrikas größtes Township, Soweto, befindet sich hier.
Nördlich von Joburg liegt Pretoria, die Hauptstadt des Landes, eine sehr grüne Stadt, die in den letzten Jahren erfolgreich ihr konservatives Apartheid-Image abgelegt hat.

Zwischen Joburg und Kapstadt liegen 1.600 km Südafrika, zumeist über 1.000 m hoch und dünn besiedelt.

Zunächst die Große Karoo, eine steinige Halbwüste, die im Westen in die rotsandige Kalahari übergeht. Diese geht über in die Sandstrände der Atlantikküste. Diese ist oberhalb von Kapstadt recht einsam und touristisch wenig erschlossen.

Das ändert sich schlagartig, je näher man Kapstadt kommt. Kapstadt und die Kaphalbinsel ist der "europäischste" Teil Südafrikas. Hier, wo vor ca. 400 Jahren die weiße Besiedlung begann, stehen die ältesten europäischen Gebäude des Landes. Grüne Täler, von Weinbergen gesäumt, mit mit wunderschönen ehemaligen Herrenhäusern im typisch kapholländischen Stil prägen die Landschaft. Mitten in Kapstadt beginnt der Cape Peninsula National Park mit dem wohl bekanntesten Berg, dem Tafelberg. Der National Park setzt sich bis zum Cape Point und zum Cape of Good Hope fort.

Zwischen Kapstadt und Durban gibt es Tausende von km Küste, die zumeist stark zerklüftet ist und viele natürliche Buchten und damit Naturhäfen bietet. Am Cape Agulhas (Agulhas ist Portugiesisch und heißt Nadeln; deshalb auch Nadelkap genannt), dem südlichen Punkt des afrikanischen Kontinents, fließen der Indische und der Atlantische Ozean zusammen und ab hier gibts auch endlich einmal Strände, wo man länger als ein paar Minuten im Wasser bleiben kann, ohne zu erfrieren.

Die Garden Route gehört wohl zu den bekanntesten Touristenattraktionen. Inmitten üppig grüner und blühender Pflanzenpracht liegen malerische Orte wie Mossel Bay, George, Knysna (sprich: Naisna) und Plettenberg Bay. Wer die Hauptstrasse einmal verläßt, findet sich nördlich davon in dschungelartig dicht bewaldeten Gebieten wieder.

In der Eastern Cape Province beginnt die zerklüftete Wild Coast. Sie ist nicht durch Küstenstrassen erschlossen und hier ist Südafrika am "afrikanischsten". Endlose grüne Hügel ziehen sich bis zum Meer, dazwischen überall die traditionellen Rundhütten (Rondavels).
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Bedingt durch die Geschichte des Landes ist die Bevölkerung weit entfernt davon, homogen zu sein. Es gibt von ganz schwarz bis hin zu ganz weiß sämtliche denkbare dazwischen liegende Mischungen. Dieses Kaleidoskop aller Farben und Mischungen brachte dem Land den Namen "rainbow nation" - Regenbogennation ein. Nach dem glücklichen und vor allem unblutigen Ende der Rassentrennung unter dem Apartheid-System, gibt es heute in dem Sinne keine ernsthaften Rassenprobleme in Südafrika. Die getrennten Wohngebiete für Schwarze und Weiße gibt es nicht mehr. Heute leben und arbeiten Schwarz und Weiß zusammen und zunehmend ziehen begüterte schwarze Yuppies auch in die ehemals den Weißen vorbehaltenen Nobel-Vororte der Städte. Ich persönlich begrüße diese Entwicklung und bin immer wieder erstaunt, dass diese Entwicklung ohne Unruhen und Blutvergießen vor sich gegangen ist.

Trotz allem gibt es genügend sozialen Sprengstoff in Südafrika, da die Kluft zwischen Arm und Reich riesengroß ist. Das erklärt natürlich auch die steigende Kriminalität im Land.
Die Lebensverhältnisse der Schwarzen in den Townships sind zum Teil katastrophal, es fehlt an Wohnungen, Kliniken und Schulen. Es gilt, die hohe Arbeitslosenquote, vor allem unter den Schwarzen, zu verringern, dass Bildungsniveau muss steigen, Trinkwasserversorgung und Gesundheitsfürsorge für alle muß sichergestellt werden.
Die neue Regierung arbeitet dran, ganz sicher, aber es wird noch eine Weile dauern, bis wirklich Chancengleichheit für alle besteht. Hoffen wir alle, daß die neue Regierung weiterhin zu ihren Versprechen steht.

In Südafrika leben ca. 45 Mio Menschen. Davon 77% Schwarze, 12% Weiße, 8,5% Coloureds (Mischlinge, also Farbige) und 2,5% Asiaten.

Die meisten Asiaten (überwiegend Inder, rund 1 Mio) leben in und um Durban, der Metropole im Osten an der Küste des Indischen Ozeans. Sie prägen dort das Wirtschaftsleben und auch das Stadtbild. Obwohl sich viele jüngere Inder heute im westlichen Stil kleiden, sieht man immer noch erstaunlich viele traditionell gekleidete Inder und Inderinnen in wunderschönen, schimmernden Saris. 70% der Asiaten sind Hindus und bis heute sehr stark in in ihren Traditionen verwurzelt, 20% sind Muslime und etwa 10% Christen.

Der größte Teil der Coloureds (rund 4 Mio) leben in der Kapprovinz und in Kapstadt. Sie sind in Lebensweise, Kultur und Sprache den Weißen stark angepaßt. Rund 90% sprechen Afrikaans und sind Christen.

 

Zu den Coloureds zählen auch die ca. 800 000 Kap-Malaien, die im Gebiet von Kapstadt leben. Sie sind strenggläubige Muslime und werden von ihren Traditionen als eigenständige geschlossene Gemeinschaft zusammengehalten. Sie sind Nachkommen von Malaien, die die Niederländisch-Ostindische Kompanie als Sklaven nach Südafrika gebracht hat.

Ihre wunderschönen farbenprächtigen Häuser in Kapstadt am Fuße des Signal Hills (Boo Kaap) sind ein unbedingtes Muss für den Kapstadt-Besucher (schaut Euch mal meine Fotos an!)

Kernland der Zulu, des größten Stammes in Südafrika (ca. 10 Mio Menschen = ein Drittel der schwarzen Bevölkerung SA's), ist ebenfalls die Gegend um Durban, also Kwa Zulu/Natal. Sie siedeln aber auch im Großraum Johannesburg.

Die Xhosa, zweitgrößter Stamm (7,2 Mio), leben vorwiegend zwischen Port Elizabeth und Durban, in der Kapprovinz und rund um Kapstadt.

Die Venda ( 0,9 Mio) konzentrieren sich im äußersten Nordosten an der Grenze zu Zimbabwe und Mozambique.

Der Stamm der Tswana (3 Mio) lebt überwiegend im Norden an der Grenze zu Botswana. Kernland der Ndebele (0,6 Mio) ist das Gebiet östlich von Johannesburg bis zum Krüger Park, die Tsonga/Shangaan (1,8 Mio) leben im Gebiet des nördlichen Natal bis zur mozambiquanischen Grenze, die Swazi (1,2 Mio) in und um Swaziland und die Sotho (6 Mio) im und um das Gebiet des Königreichs Lesotho herum.

 

Eine große Zahl von Swazi, Süd-Sotho und Tswana leben außerhalb von Südafrika und bilden jeweils das Staatsvolk in den Staaten Swaziland, Lesotho und Botswana.

 

Auch die 4,6 Mio Weißen in Südafrika sind unterschiedlicher Herkunft. Die ersten Weißen am Kap waren die Niederländer, von denen die Buren abstammen. Ihnen folgten ab 1820 Siedler aus England. Noch heute sind die Wunden aus den Burenkriegen spürbar und die Spannungen zwischen Briten und Buren nicht ganz ausgeräumt. Im günstigsten Fall können sie sich nur nicht besonders gut leiden.

Ab 1857 kamen über 5.000 Deutsche ins Land (um East London gibt es Orte mit Namen wie Braunschweig, Hamburg und Heidelberg). Heute leben rund 1,5 Mio Deutschstämmige im Land am Kap, daneben Franzosen, Italiener, Chinesen und auch 120.000 Juden.

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Das regenbogen-bunte Völkergemisch Südafrikas spiegelt sich auch in den Landessprachen wider. So hat das Land am Kap nicht nur eine oder zwei Amtssprachen, sondern gleich 11.

In den dunklen Zeiten des Apartheid-Regimes galten nur Afrikaans und englisch als offizielle Sprachen. Die afrikanischen Nationalsprachen wurden gnadenlos unterdrückt und die Zwangseinführung von Afrikaans als Unterrichtssprache führte 1976 zu landesweiten Unruhen (Schüleraufstand in Soweto).

 

In der neuen Verfassung von 1996 wurden 11 offizielle Sprachen verankert: Afrikaans, English, Ndebele, Pedi, Sotho, Swazi, Tsonga, Tswana, Venda, Xhosa, Zulu.

Das südafrikanische Fernsehen sendet heute in 9 verschiedenen Sprachen.

 

Als Besucher des Landes kommt man mit Englisch ausgezeichnet zurecht. Es könnte höchstens in sehr abgelegenen ländlichen Gebieten einmal etwas schwierig werden.
Da ich selbst Englisch spreche, habe ich natürlich nichts anderes ausprobiert, aber man sagt, daß Afrikaans-sprechende Südafrikaner auch etwas Deutsch verstehen könnten, wenn man langsam und deutlich spricht. Es liegt nahe, wenn man die relative Ähnlichkeit der Sprachen betrachtet (schaut Euch unbedingt meine Afrikaans-Seite an - für den Spaßfaktor ist dort auch gesorgt!).

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Südafrikas Klima wird stark von zwei unterschiedlichen Meeresströmungen beeinflusst: der kalte Benguela-Strom aus der Antarktis kühlt die Westküste am Atlantik kräftig ab. Der Indische Ozean dagegen wird durch den Agulhas-Strom erwärmt. Die feuchte Luft sorgt ab Durban für subtropisches Klima, das noch weiter im Nordosten tropisch wird. Hier fallen die meisten Niederschläge im Sommer (Dezember/Januar).
Am Kap fließen die beiden Ozeane zusammen und sorgen für ein mediterranes Klima mit höheren Niederschlägen im Winter (Juli/August).
65% der Fläche des Landes bekommen weniger als 500 mm Regen im Jahr und sind dadurch für Ackerbau ohne künstliche Bewässerung ungeeignet..

Da sich Südafrika auf der Südhalbkugel der Erde befindet, sind die Jahreszeiten im Vergleich zu unseren "spiegelverkehrt". Winter ist also im Juli/August und Sommer im Dezember/Januar.
Reisesaison ist allerdings das ganze Jahr über, falls man nicht unbedingt perfektes Wetter und richtige Wärme haben möchte, wie ich.
Im Winter regnet es öfters am Kap, während sich das Highveld eines strahlend blauen Himmels erfreut. Der Winter eignet sich auch am besten für Besuche der Nationalparks, da man die Tiere bei der lichten, trockenen Vegetation einfach besser sehen kann. Ideal dafür sind auch der Frühling (September/Oktober) und der Herbst (April/Mai).
Im südafrikanischen Sommer steigen die Temperaturen im Tiefland auf über 35 Grad im Schatten. An der Küste Natals wird es dann schwül wie in einer Waschküche.
Wegen des warmen Agulhas-Stromes haben die Badeorte um Durban aber das ganze Jahr über Saison.

Ich war im südafrikanischen Herbst (April) dort und hatte bezüglich Wetter von jedem etwas: In Johannesburg und im Osten war es relativ mild, aber ziemlich wolkig, im Krüger Park hat es sogar einmal geregnet. Allerdings hatten wir auch stundenweise herrlich blauen Himmel und Sonnenschein. Durchwachsen also.
In Kapstadt war es noch viel extremer: Zwei recht kühle Tage mit irrem Sturm und Regen. Auf diese folgten fünf heiße, sonnige Tage mit wolkenlosem, unglaublich blauem Himmel.

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Südafrika war sicher schon ein Reiseland, bevor die Apartheid abgeschafft wurde, allerdings in viel geringerem Masse als seit 1994. Heutzutage ist Südafrika einfach "in". Die demokratischen Wahlen 1994 und die Wahl Nelson Mandelas zum ersten demokratischen Staatspräsidenten löste eine wahre Mandela-Euphorie aus und wer es sich leisten konnte, besuchte das Land. Diese Euphorie hat sich mittlerweile ein bisschen gelegt, aber der Besucherstrom reißt trotzdem nicht ab. Heute locken die kulturelle Vielfalt der rainbow nation und die Naturwunder dieses einzigartigen Landes massenhaft Touristen ins Land. Dazu kommt der zur Zeit sehr günstige Umtauschkurs des Rand.
Wer nach Südafrika reist, sollte Zeit mitbringen. Alles kann man wohl nie auf einmal sehen, aber um die bekanntesten Naturwunder und Sehenswürdigkeiten zu sehen, sollte man mindestens 3 Wochen einplanen. Oder man kommt einfach noch einmal wieder.
Das Land ist perfekt auf Besucher eingestellt. Überall gibt es Hotels von der einfachen bis zur Luxuskategorie, Lodges in den Nationalparks, vom einfachen Zelt bis zur Nobel-Lodge, Campingplätze und Backpacker-Unterkünfte. Es gibt alle Arten von Restaurants, Autovermietungen und dazu kommt ein perfekt ausgebautes Straßennetz, Autobahnen und Fernstraßen, ein gutes öffentliches Verkehrsnetz mit Bussen und Bahnen und Inlandflügen.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist sicherlich der Linksverkehr. Ich habe es mir nicht getraut. Aber man sollte wohl doch seinen Mut ein wenig zusammennehmen und es einmal mit einem Mietwagen versuchen.
Nicht außer Acht lassen sollte man allerdings die Warnungen bezüglich der Kriminalität. Es ist nicht ratsam, am Abend nach Geschäftsschluss und bei Dunkelheit gleich gar nicht einfach so spazieren zu gehen, wie wir es von zu Hause gewohnt sind. Absolut meiden sollte man nachts dunkle Stadtparks, einsame Seitenstrassen und natürlich die Townships. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte auf jeden Fall zusehen, dass der Tank immer voll ist und dass man bei Einbruch der Dunkelheit seine Lodge oder Hotel erreicht hat.

Alles in allem wird dem Tourismus als Wirtschaftszweig in den kommenden Jahren eine wachsende Bedeutung zukommen.

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Wer das erste Mal Südafrika besucht, ist sicherlich gut beraten, eine Rundreise zu machen, um erst einmal einen mehr oder weniger groben Überblick über das Land zu bekommen und sich erst einmal alles zu beschnuppern. Wenn man Zeit und Geld hat, kann man das gewiss individuell machen, mit dem Mietwagen kreuz und quer durchs Land und übernachten, wo es sich gerade anbietet.

Da ich zwar die Zeit, aber leider das Geld dafür nicht hatte, habe ich eine 9 tägige Pauschal-Rundreise mit 5 Tagen Verlängerung in Kapstadt gebucht. Das war ein vertretbarer Kompromiss, auch was den Reisepreis betrifft, obwohl natürlich 9 Tage bei weitem nicht ausreichen und z.B. die Garden Route und der gesamte Südosten nicht mit dabei war. Das steht also das nächste Mal auf dem Programm, denn ich will unbedingt noch einmal ins Land am Kap.

Wer lesen will, wie es mir auf der Rundreise so ergangen ist ... klickt einfach auf die Landkarte:     

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Kapstadt gehört zweifelsohne zu den schönsten Städten der Welt (ich habe gehört, dass nur Rio de Janeiro damit zu vergleichen wäre - das schaue ich mir auch mal noch an) und ist das absolute Highlight jeder Südafrika-Reise. Für mich ist Kapstadt der absolute Traum. Die landschaftliche und kulturelle Vielfalt ist einfach überwältigend und die Lage der Stadt ist einzigartig. Jede Stadt, die Berge und gleichzeitig das Meer vor der Haustür hat, hat einen gewissen Reiz, aber Kapstadt ist einfach atemberaubend.


Das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt ist der 1.087 m hohe Tafelberg. Über dem schiefergrauen Gestein wölbt sich ein strahlend blauer Himmel. Zu Füßen des Berges und der gesamten Bergkette mit Devil's Peak, Signal Hill und Lion's Head liegt die Stadt mit ihren (überwiegend) weißen Häusern, an den Buchten des Atlantischen Ozeans wölben sich die Strände, die wie goldene Halsbänder in der Sonne schimmern, dahinter die schicken weißen Vororte, die sich an den Berghängen empor schlängeln.
Alles umgeben vom funkelnden blauen Meer mit seinen weißen Schaumkronen und vor der Küste Robben Island, die ehemalige Gefängnisinsel, wo Nelson Mandela einen großen Teil seiner Haftzeit verbrachte.
Der Ausblick vom Plateau des Tafelberges auf die Stadt ist einfach überwältigend.

 

Manchmal jedoch verhängt eine Wolke die senkrechte Felswand des Tafelbergs, das berühmte Tafeltuch, oder auch Table Cloth. Wetterkapriolen am Kap können den Tafelberg regelrecht ganz verschwinden lassen, dann, wenn dunkelgraue Wolken und Regenschleier den Berg vollständig verhüllen. Schaut Euch mal meine Fotos an - da ist eins mit Berg und fast dasselbe, wo er vollständig weg ist.


Ein weiteres Mal in absolute Verzückung gerät man, wenn man am Abend einmal auf den Signal Hill hochfährt und die Stadt im Lichterglanz unter sich liegen sieht.
Die Bergkette, die die gesamt Stadt durchzieht, macht es möglich, dass man bei einer Fahrt durch die Stadt (egal ob bei Tag oder bei Nacht) an jeder Ecke einen neuen spektakulären Blick hat.

Kapstadt ist heiter, bunt, lebendig und kosmopolitisch. Bunte Märkte, Straßenkünstler an jeder Ecke, altehrwürdige Architektur neben modernen Hochhäusern, der Hafen mit der Victoria & Alfred Waterfront, der Bummel-, Shopping- und Vergnügungsmeile der Kapstädter, verleihen der Stadt ein einzigartiges Flair und locken alljährlich Millionen von Besuchern an.

Ich werde hier nicht jede Sehenswürdigkeit aufzählen, die stehen in jedem Reiseführer.

 

Kapstadt hat ein kleines überschaubares Zentrum, das man bequem zu Fuß durchqueren kann. Die St. George's Street (oder St. George's Mall) ist eine kleine Fußgängerzone mit vielen Geschäften, Läden und zahlreichen bunten Marktständen. Ein weiterer großer Markt, wo man alles kaufen kann, was man braucht oder auch nicht braucht, ist der Green Market Square.

 

Die Attraktion für alle Shopping-Fans ist die Victoria & Alfred Waterfront. Wo vor einigen Jahren noch düstere Lagerhallen standen, erstreckt sich heute das Bummel- und Shoppingparadies mit unzähligen Geschäften und Restaurants.

 

Nicht entgehen lassen sollte man sich einen Ausflug zum Boo Kaap, dem Malaienviertel am Fuße des Signal Hills, mit den farbenprächtigen Häusern und Moscheen, die sich an kopfsteingepflasterten Strassen bergan schlängeln.

 

In der Stadt gibt es ein ausgezeichnetes Nahverkehrsnetz. Busse fahren vom Hauptbahnhof in alle Richtungen, an die Waterfront und bis in die Vororte und natürlich auch über Land. Die Busse sind sehr günstig.

Taxis gibt es auch überall, allerdings sind die für meine Begriffe relativ teuer. Und deshalb habe ich meistens die "Black Taxi's" genommen. Das sind Minibusse, ähnlich den Matatus in Kenia, den Daladalas in Tanzania oder dem Dolmus in der Türkei. Wenn man einmal herausgefunden hat, welche Strecken sie fahren und an welchen Hauptstrassen, ist es eigentlich ganz einfach. Die Fahrer fahren zwar wie die Verrückten, aber irgendwo gibt es immer eins und sie sind billig.

 

Kapstadt ist die zweitgrößte Stadt Südafrikas, Verwaltungszentrum der neuen Western Cape Province und in den Sommermonaten der Sitz der Regierung. Kapstadt hat den zweitgrößten Hafen (nach Durban), wo der überwiegende Teil der Obsternte verschifft wird. Nach Kapstadt reisen die meisten Touristen.

Im Großraum der Stadt leben ca. 1 Mio Coloureds (Farbige), ca. 800.000 Kapmalaien und 500.000 Weiße, aber weniger als 300.000 Schwarze. Damit ist Kapstadt die einzige Stadt im Afrika südlich des Äquators, in der die schwarze Bevölkerung in der Minderheit ist.

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Camps Bay ist einer der Nobelvororte Kapstadts, südwestlich der Stadt direkt an der Atlantikküste gelegen. Ähnlich schicke Vororte sind das sehr dicht besiedelte Bantry Bay, Clifton und noch ein Stück südlicher die Kaphalbinsel runter Hout Bay (Holzbucht).

Alle Vororte sind paradiesisch gelegen und es versteht sich von selbst, dass sie zu Apartheidzeiten ausschließlich den Weißen vorbehalten waren. Natürlich gehören sie bis heute zu den teuren Wohngebieten und man muss es sich schon leisten können, dort zu wohnen.
Camps Bay und Clifton haben je einen nicht sehr langen, aber breiten, weißen und feinsandigen Strand. Im Westen, direkt am Atlantik gelegen, bietet es sich geradezu an, von dort den Sonnenuntergang über dem Meer zu genießen.

Mein Favorit und ganz persönliches Paradies ist Camps Bay. Wenn, dann möchte ich genau dort ein kleines schickes Häuschen haben, oder auch nur eine kleine Wohnung. Das wäre die Erfüllung aller Träume.
Und Camps Bay ist wirklich traumhaft schön: Wunderschöne weiße Häuser und Villen, mit üppigem Pflanzenwuchs in der Vorgärten, sind direkt am Berghang gebaut. Unmittelbar hinter dem Ort erheben sich majestätisch die Twelve Apostels und nördlich reicht der Lion's Head bis fast ans Meer heran. Zwischen dem hübschen Ort am Berghang und dem fantastisch blauen Ozean liegt der goldschimmernde Strand.

Schaut Euch mal die Foto an. Gibt es etwas Schöneres???

 

           


Camps Bay ist problemlos mit dem öffentlichen Bus zu erreichen (von der central station = Hauptbahnhof mit der Linie 1 Richtung Hout Bay), oder aber man nimmt ein Minibus-Taxi, ebenfalls an der central station. In ca. 20 min. ist man dort.

Vor allem bei schönem Wetter sollte man sich einen Ausflug nach Camps Bay unbedingt gönnen.

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Südafrika verdankt seinen Weinanbau französischen und belgischen Hugenotten, die ab 1688 ins Land kamen und die ersten Reben pflanzten.
Das Dreieck Stellenbosch - Paarl - Franschhoek (bedeutet: Französische Ecke) ist das historische Zentrum des Weinanbaus. Aus der "alten Welt" wurden die wichtigsten Trauben importiert: für Weißweine Chenin Blanc, Chardonnay und später auch für Rotweine Riesling, Cabernet Sauvignon, Merlot und Shiraz. Die Weinlese am Kap findet im Februar statt, bei Temperaturen um die 40 Grad. Kein Wunder, dass die Kapweine schwer sind - mit bis zu 15 Vol.-% Alkohol bei Rotweinen.
Südafrikanische Weine haben Tradition und stehen mittlerweile auch in Europa hoch im Kurs.

Die Produktpalette ist vielfältig und die Geschmacksrichtungen bieten jede Nuance. Die meisten südafrikanischen Weine sind relativ trocken. Mir persönlich schmecken die Weißweine besser, was natürlich reine Geschmacksache ist. Die Rotweine schmecken mir alle zu stark nach Tannin, was sich allerdings mehr und mehr verlieren soll, je länger die Weine gelagert sind. Tannin ist der Stoff, der so eine Art pelzigen Belag auf der Zunge hinterlässt, manche sagen auch, es wäre ein etwas muffiger Geschmack. Wie dem auch sei, ich mag die nicht gar zu trockenen Weißweine am liebsten.
Es gibt auch sehr gute Schaumweine bzw. Sekt, der sicherlich dem Champagner in nichts nachsteht, nur dass er etwas preisgünstiger ist.

 

Auf zahlreichen Weingütern kann man Weinproben machen und auf manchen sogar übernachten. Empfehlenswert ist ein Besuch des Guts Nederburg, welches sicherlich vielen durch die auch in Deutschland erhältlichen Weine bekannt ist. Nach der Weinprobe, begleitet von interessanten Informationen zu den Weinen und zum Gut, kann man die wunderschönen alten geschnitzten Fässer und den Weinkeller besichtigen. Natürlich kann auf jedem Gut auch Wein gekauft werden. Die Weingüter sind aber nicht nur wegen des Weines einen Besuch wert, sondern auch wegen der wunderschönen alten kapholländischen Herrenhäuser.

 

Stellenbosch ist die zweitälteste Stadt Südafrikas (nach Kapstadt) und berühmt für ihre ausgezeichneten Weine und ihre Universität. Die Universität galt lange Zeit als das "Oxford der Buren". Heute haben alle Zugang, wobei sich allerdings die hohen Studienkosten nur die Söhne und Töchter begüterter Familien leisten können.

Stellenbosch ist ein hübsches Städtchen mit einer Vielzahl an wunderschön restaurierten kapholländischen Häusern, die man sehr gut zu Fuß bei einem Stadtrundgang bewundern kann.

 

Franschhoek ist die "französische Ecke", wo sich das französische Ambiente bis heute erhalten hat, sowohl in vielen Namen als auch im alljährlich stattfindenden Bastille-Festival. Zu Ehren der Hugenotten wurde das "Hugenot Memorial" errichtet.

 

Paarl wird dominiert von den gewaltigen Granitfelsen, die sich über der Stadt erheben. Der Ort hat einige historische Häuser aufzuweisen, ist aber ansonsten nicht besonders attraktiv. Nach Paarl kommt man wegen der Weine und exzellenten Restaurants. Vielleicht schaut man sich auch noch das Language Memorial an, dessen historische Aussage allerdings umstritten ist (schaut mal auf meine Afrikaans-Seite, da steht mehr darüber).

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Der Krüger Nationalpark ist mit über 100 Jahren das älteste Naturschutzgebiet Südafrikas und einer der größten Wildparks der Welt. Er erstreckt sich über eine Fläche von 20.000 qkm (in jüngster Zeit noch erweitert mit Gebieten auf dem Staatsgebiet von Mozambique). Der Park ist die Heimat für unzählige Tierarten. Dort leben u.a. rund 1.800 Löwen, mehr als 2.000 Nashörner und ca. 8.000 Elefanten. Weiterhin gibt es im Krüger Park die größte Leoparden-Population weltweit. Kein anderes afrikanisches Tierreservat ist so tierreich. So hat man zumindest theoretisch die Chance, die Big Five - Elefant, Löwe, Nashorn, Büffel und Leopard - zu sehen.

 

Es gibt zahlreiche Unterkünfte im Park, von der Nobel-Lodge bis hin zur einfacheren, aber dafür viel romantischeren und "afrikanischeren" Unterkunft im Zelt. Wer seine Reise individuell bucht und im Krüger Park übernachten will, sollte rechtzeitig im Voraus buchen:

www.kruger.co.za oder www.ecoafrica.com/krugerpark 

 

Der größte Teil des Krüger Parks ist Baumsavanne. Im Unterschied zur Busch- oder Grassavanne (wie z.B. in der Maasai Mara oder im Tsavo in Kenia) gibts hier ziemlich hohe und dicht belaubte Bäume, so dass man die Tiere relativ schwer ausmachen kann. Obwohl der Park so tierreich sein soll, habe ich im Vergleich zu den Tierreservaten in Kenia sehr viel weniger Tiere gesehen, so dass die Safari fast enttäuschend für mich war. Möglicherweise lag es auch am relativ schlechten Wetter und dem Regen und Wolkenschleier über dem Park, daß wir so wenige Tiere gesehen haben. Wer weiß! Aber die Natur kann man nun einmal nicht beeinflussen und es ist immer ein Glückspiel, ob die Tiere sich zeigen oder nicht.

Durch den Park ziehen sich asphaltierte Strassen, die man mit den Fahrzeugen nicht verlassen darf. Es wäre auch wenig ratsam, da man wahrscheinlich über kurz oder lang zwischen Büschen und Bäumen stecken bleiben würde. Aber dies ist sicherlich auch noch ein weiterer Grund dafür, dass wir so wenige Tiere gesehen haben. Man kann eben nicht nah ran an den Elefant, sondern muss warten, bis dieser sich hoffentlich in die Nähe der Strasse begibt.

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Man kann in Südafrika herrlich shoppen gehen, eigentlich genauso gut wie hier. Ich persönlich stehe nicht so sehr auf landestypische Souvenirs, aber die gibts natürlich auch in Mengen. Ich habe Klamotten eingekauft - und wie! Es gibt dort vor allem zwei Marken, die es mir angetan haben: Roxy und Billabong. Das ist sportive jugendliche Freizeit-Mode in sehr guter Qualität und auf mittlerem Preisniveau.
Weiterhin gibt es sehr schöne Lederartikel aus Straussen- oder Kuduleder, von Taschen über Geldbeutel bis hin zu Jacken und Hosen gibts alles - allerdings nicht gerade billig.

Südafrika ist Afrika und so gibts natürlich auch die Big Five in Holz geschnitzt, aus grünem Malachit, aus Speckstein, als Kühlschrankmagneten etc. etc. Und es gibt natürlich nicht nur die Big Five, sondern alle denkbaren Holzfiguren von kleinsten Elefanten bis zum teuren kunstvoll geschnitzten Lebensbaum.

Typisch südafrikanisch sind die verschiedensten Objekte aus Draht und Perlen - ursprünglich Township-Kunst, die ihren Weg in die Souvenirläden gefunden hat. Es ist zum Teil erstaunlich, was die Schwarzen alles aus diesem einfachen Material zusammenbasteln.
Straußeneier gibts in allen möglichen Varianten, in natur, bemalt und als Lampen.
Originelle und sehr schöne Handtaschen aus Holz habe ich gesehen und es gibt wunderschöne Stoffe und Kissenbezüge in herrlichen afrikanischen Farben und Mustern.
Es lohnt sich auf jeden Fall, einmal in einen der vielen curio-Shops reinzugehen und nach wirklich afrikanischen Mitbringseln zu stöbern.
Und natürlich gibt es eine riesen Auswahl an Musik-CD's, von afrikanischer Musik bis hin zu südafrikanischer und internationaler Popmusik.
Etwas eigenartig ist es für uns, dass fast alle Geschäfte bereits um 17:00 schließen (eine Ausnahme ist die Waterfront in Kapstadt, und es gibt sicher noch mehr davon).

 

Etwas Besonderes und ausschließlich Südafrikanisches ist der Tokoloshe. Er stammt aus der afrikanischen Mythologie und ist ein Gnom, Geist oder kleines Teufelchen. Er ist für jedwedes Missgeschick oder Unglück verantwortlich. Unsichtbar ist er, aber er ist immer da, er versteckt sich in den Zimmerecken oder unter dem Bett (welches aus diesem Grunde einen halben Meter über der Erde stehen sollte). Er ist ein Fabelwesen, halb Mensch, halb Tier, mit einem dicken Bauch und kleinen Hörnchen. Um den Tokoloshe gnädig zu stimmen, sollte man ihm jeden Tag mal ganz zärtlich seinen dicken Bauch und seinen kleinen Hintern streicheln. Die Schwarzen meinen, dass man ihm auch noch am Abend ein Schälchen Milch hinstellen soll, damit er immer besänftigt ist und sein Unwesen anderswo treibt. Man kanns glauben, oder auch nicht, die Afrikaner tuns.
Und ich habe mir den Kleinen aus Holz geschnitzt als Talisman und Glücksbringer mitgebracht. Das Figürchen ist nicht leicht zu finden, aber im Craft Shop an der Waterfront in Cape Town bin ich endlich fündig geworden.

 

 

Noch eine südafrikanische Besonderheit ist der VAT-refund, also die Rückerstattung der Mehrwertsteuer für in SA gekaufte Güter, die tatsächlich ausgeführt werden. Also nicht für Restaurant-, Hotel- oder Mietwagenrechnungen.
Dazu muss man alle Rechnungen sammeln und die Waren müssen vor der Ausreise vorgezeigt werden (also unbedingt alles ins Handgepäck packen). Die Rechnung muß eine Tax Invoice sein, die folgendes enthalten muss: 1. die enthaltene Mehrwertsteuer, 2. die Worte tax invoice, 3. die VAT-Nummer, 4. Name des Geschäfts und des Verkäufers, 5. Beschreibung der gekauften Waren, 6. Steuernummer, 7. Ausstellungsdatum, Preis der Ware in Rand.
Klingt alles furchtbar kompliziert, ist es aber nicht. In größeren Geschäften, Kaufhausketten etc. ist alles auf dem normalen Kassenzettel drauf. In kleineren Geschäften, wo manchmal die Kassenzettel noch mit der Hand ausgeschrieben werden (Kopie mit Blaupapier wie früher hier auch), bittet man den Verkäufer um eine tax invoice. Es lohnt sich auf jeden Fall, vor allem für Shopping-Fans wie mich.
VAT-Büros gibts an den Flughäfen von Kapstadt, Joburg und Durban.
Vor dem Einchecken geht man mit allen Quittungen und den gekauften Waren zum VAT Refund Office, wo nach einer Kontrolle ein Scheck über den Mehrwertsteuerbetrag ausgestellt wird. Nach dem Einchecken muss dieser an einem weiteren VAT-Schalter eingelöst werden und man bekommt das Geld in Euro zurück.
Ein Tip für alle, die von Kapstadt abreisen: um die Prozedur etwas zu beschleunigen, ist man gut beraten, am Tag vor der Abreise in die Clock Tower Mall an der Waterfront zu gehen. Dort gibts ein VAT Büro, wo man lediglich die Quittungen vorlegen muss und dann machen die schon mal die "paperworks", also den Papierkram, d.h. sie rechnen aus, was man bekommt, geben das alles schon mal in den Computer ein, der "Fall" bekommt eine Nummer - und dann gehts in Cape Town bzw. Joburg bisschen schneller.

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Südafrika verfügt über eine ausgezeichnete medizinische Versorgung und über ein dichtes Netz von Apotheken in den Städten.
Man kann also alles, was evtl. notwendig sein könnte, vor Ort kaufen.
Da das Klima eher dem unseren ähnlich ist, kommt es kaum zu Kreislauferkrankungen oder Magen/Darm-Problemen, wie es in Kenia oder anderen heißen tropischen Ländern gang und gäbe ist.
Eigentlich muss man gar nichts Besonderes in die Reiseapotheke packen. Man braucht eigentlich nichts, und wenn, dann gibts alles.
Für den Krüger Park und das östliche Natal (Küste des Indischen Ozeans) wird Malaria-Prophylaxe empfohlen.

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Man kann in Südafrika an zahlreichen Geldautomaten mit der EC-Karte Geld ziehen. Das ist fast so einfach wie zu Hause, nur sollte man ein kleines bisschen Englisch verstehen, damit man weiß, was der Automat von einem will.
Allerdings sollte man bei der Aktion des Geldziehens gut aufpassen, ob sich irgendwelche verdächtigen (aber eben auch nicht  verdächtigen) Elemente hinter einem herumtreiben. Am besten, man geht zu zweit und Freund bzw. Freundin stellen sich dicht daneben. Sonst kann es ganz schnell passieren, dass ganz überraschend und blitzschnell eine Hand über die Schulter langt und Karte und Geld an sich nimmt - und natürlich ebenso blitzschnell verschwindet. Ich wollte es zuerst nicht ganz glauben, aber genau diese Geschichte ist jemandem aus meiner Reisegruppe passiert. Es ist also durchaus ernst zu nehmen.

Es empfiehlt sich kaum, mitgebrachte Euros in Rand umzutauschen, weil die einbehaltene commission astronomisch hoch ist und bis zu 6 € betragen kann. Wenn es schon sein muss (wie bei mir, da wir auf der Rundreise in den ersten Tagen an keinem Geldautomaten vorbei kamen), dann am besten gleich viel Geld tauschen, damit sich die hohe commission wenigstens lohnt, denn die ist immer gleich, ob man viel oder wenig tauscht.

Travellercheques sind ok, aber hier besteht genauso das Problem mit der hohen commission.

In den meisten Hotels, Geschäften und Restaurants kann man problemlos mit der Kreditkarte bezahlen.
Achtung: Tankstellen nehmen nur Bargeld.

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http://www.info.gov.za/leaders/president/index.htm

zu Nelson Mandela und Thabo Mbeki

http://www.inwent.org/v-ez/lis/s-afrika/seite2.htm

zu Staat und Politik

http://www.kapstadt-guide.de/umgebung/winelands_paarl.html

zu Kapstadt, den winelands um Paarl, Franschhoek und Stellenbosch

http://www.suedafrika.org/de/home.php

Website der südafrikanischen Botschaft in Berlin

... und hier höre ich auf! Es gibt im Web unzählige links zu Südafrika. Es würde zu weit führen, hier eine Auswahl, oder gar die "interessantesten" aufzuführen.

Stattdessen hier meine absoluten Lieblingsbücher, die alle in Südafrika spielen. Es sind alles Romane, keine Fachbücher, und ich habe hier lediglich die aufgezählt, deren Handlung in Südafrika spielt (ich habe noch eine ganze Menge Afrika-Bücher über Kenia und auch andere Länder. Wer sich dafür interessiert, fragt mich einfach, ok).

Titel

Autor

remarks

"Ich kehre zurück nach Afrika"

Stefanie Gehrke*

Eine Liebesgeschichte in Südafrika während der Apartheid und eine flammende Liebeserklärung an Afrika mit tragischem politischen Hintergrund. Die beiden jungen Weißen geraten mehr und mehr in die Mühlen der südafrikanischen Staatsicherheit und müssen am Ende das Land von einem auf den anderen Tag verlassen.
Ein wunderbares Buch und mehr als empfehlenswert! Es ist meine persönliche "Afrika-Bibel", da es genau meine Empfindungen für Land, Menschen und die großartige Natur ausdrücken.

"Ins dunkle Herz Afrikas"

Stefanie Gehrke

Zweiter Teil und Fortsetzung der Geschichte um das Ehepaar Henrietta und Ian Cargill, die nach der Flucht aus Südafrika in Hamburg leben (müssen!). Die  Sehnsucht nach der afrikanischen Sonne und Wärme und den Menschen hat jedoch vor allem Henrietta nie losgelassen. Auch dieses Buch spricht mir aus der Seele, vor allem hinsichtlich des Zwiespalts zwischen dem Leben im kalten, verregneten Deutschland und dem Traum von einem Leben in Afrika. Leider ist das Ende mir ein bißchen zu überzogen und zu sehr "Happy End" und in meinen Augen nicht mehr ganz realistisch. Trotzdem empfehlenswert und eigentlich ein "Muss", wenn man den ersten Teil gelesen hat.

"Herzland"

Jann Turner

Ein wunderbares Buch, welches im Südafrika Mandelas, also nach der Apartheid, spielt. Eine junge weiße Farmerstochter aus der Gegend um Stellenbosch (winelands) verliebt sich in einen schwarzen ehemaligen ANC-Kämpfer und Freund aus ihren Kindertagen. Die Verhältnisse in ihrer Heimat wandeln sich auch nach dem Ende der Apartheid nur langsam; Mißtrauen und Gewalt bestehen fort. Ein Mord beschwört den Geist von gestern herauf... Spannend wie ein Krimi und ein hervorragendes Zeitdokument.

"Ein Land, das Himmel heißt"

Stefanie Gehrke

In Fortsetzung der Tradition der ersten beiden Romane von Stefanie Gehrke, spielt die Handlung wieder in Natal, auf einer Gästefarm in der Nähe des Hluhluwe Nature Reserves. Auch dieses Buch ist ein Zeitdokument des neuen Südafrika in der turbulenten, zum Teil gefährlichen und nicht einfachen Zeit des Übergangs in die Freiheit. Sehr empfehlenswert.

"Die Geschichte meines Sohnes"

Nadine Gordimer

Dieser Roman von Nadine Gordimer, eine der bekanntesten südafrikanischen Schriftsteller und Nobelpreisträgerin, beschreibt die Affäre eines farbigen Bürgerrechtsaktivisten mit einer weißen Anti-Apartheitskämpferin. Die komplizierte politische Situation Südafrikas steht im Hintergrund der Geschehnisse und bildet einen interessanten Rahmen für die Handlung. Es wird ein Gleichnis des südlichen Afrikas darstellt: ein Farbiger geht eine Liason mit einer Weissen ein und verrät dabei seine farbige Frau, ein tragischer Konflikt, in dem sich die Probleme des heutigen Wandels am Kap widerspiegeln: Veränderung und Entfremdung gehen für Zulus und Xhosas Hand in Hand, wenn sie sich mit den Weissen einlassen. Ein interessanter, empfehlenswerter Roman, sowohl aus politischer als auch aus psychologischer Hinsicht.

"Mein Herz blieb in Afrika"

Miriam Mathabane

Die Autorin erzählt ihre Kindheit und Jugend in Alexandra, einem Schwarzen-Ghetto (Township) bei Johannesburg. Der Alltag ist geprägt von Armut und Elend, von Schlägen der Lehrer in der Schule und Gewalt in den Strassen, aber auch unter den Jugendlichen selbst. Trotz allem gibt sie nie auf, macht ihren Schulabschluß, trotz Schulstreiks und obwohl sie als Folge einer Vergewaltigung bereits Mutter ist. Schließlich holt sie ihr ältester Bruder in die USA, wo sie noch heute lebt. Die Geschichte spielt im Südafrika der Apartheid bis ins neue Südafrika.
Für mich war das Buch zwar nicht ganz überraschend, aber irgendwie hat es mir die Augen geöffnet, da es in erschreckender Deutlichkeit zeigt, daß das Feindbild in Südafrika eben keineswegs nur schwarz-weiß war. Auch untereinander haben sich die Anhänger des ANC und der Inkatha bekämpft und dies noch nach der Freilassung Mandelas, mit Hunderten von Toten auf beiden Seiten. Auch die Mittel und Methoden in den Townships, Anhänger der Befreiungsbewegung zu "rekrutieren" waren mir in dieser Deutlichkeit unbekannt. Ein sehr lebensnahes Buch, was die politischen Hintergründe der Schüleraufstände und Anti-Apartheidbewegung einmal in einer Dimension zeigt, die sicherlich sehr vielen so nicht bekannt ist.

*Stefanie Gehrkes Bücher tragen zum Teil autobiografische Züge. Bewundernswert ist ihre unglaublich bildhafte und kraftvolle Sprache, die den Leser mitfühlen und mitempfinden läßt und buchstäblich mitten rein versetzt. Wer ihre Bücher gelesen hat, will mit absoluter Sicherheit "ihr" Südafrika einmal mit eigenen Augen sehen.

 

Und noch zwei Film-Tips (beide Filme gibts natürlich auf Deutsch):

Titel

remarks

Cry freedom (Schrei nach Freiheit)

Ein Film (von Richard Attenborough) nach Donald Woods Buch "Steve Biko* - Stimme der Menschlichkeit" über das Schicksal Steve Bikos, welches die Aufmerksamkeit der Welt auf die Apartheidspolitik Südafrikas lenkte (Peter Gabriel schrieb daraufhin seinen fantastischen song "Biko").
Steve Biko, der schwarze Bürgerrechtler, wird gespielt von dem jungen Denzel Washington, Donald Wood von Kevin Kline. Ein höchst anspruchsvoller, aufrüttelnder, spannender Film, der unter die Haut geht.

A dry white season (Weiße Zeit der Dürre)

nach dem Buch von Andre Brink: 1976, Alltag in Soweto, Südafrika: Schwarze Schulkinder demonstrieren friedlich. Sie werden von Soldaten verhaftet, niedergeschlagen, erschossen. Schwarze Familien trauern und reden von Widerstand. In den gediegenen Vierteln der Weissen werden Grillpartys gegeben. Aufgeschreckt durch den gewaltsamen Tod seines schwarzen Gärtners, beginnt der weiße Lehrer Ben du Toit (Donald Sutherland) mit Hilfe seines Anwalts (Marlon Brando) gegen die brutalen Methoden des Apartheid-Regimes anzukämpfen.
Regisseurin Euzhan Palcy hat für das historisch aufschlussreiche Sozialdrama ein Staraufgebot zusammen bekommen: Donald Sutherland, Janet Suzman, Jürgen Prochnow, Susan Sarandon, Marlon Brando, Zakes Mokae um nur einige zu nennen.
Spannend und tief bewegend. Die Musik von Ladysmith Black Mambazo könnte nicht passender sein. 

* Steve Biko (eigentlich Stephen Bantu Biko) (* 18. Dezember 1946 in King William's Town, damals Südafrikanische Union; † 12. September 1977 in Pretoria) war ein Bürgerrechtler in Südafrika. Er gilt als Begründer der Black Consciousness-Bewegung. Schon früh wird sein Interesse an der Politik geweckt. Ab 1966 beginnt er ein Medizinstudium in Durban. Sein Interesse an Politik wächst derart, dass er sich in der South African Students Organisation (SASO) betätigt und Mitbegründer des Black Community Programm (BCP) wird. Diese Aktivitäten lassen seine Noten so sehr absinken, dass er 1973 zwangsexmatrikuliert wird. Zudem wird seine politische Aktivität bestraft und eine Art Bann über ihn verhängt, der mit scharfen Auflagen verbunden ist: So darf er seine Heimatstadt nicht verlassen, sich nicht mehr in der SASO engagieren und es wird ihm verboten, mit mehr als einer Person gleichzeitig zu sprechen. Aufgrund dieser Auflagen beginnt Biko ein Fernstudium der Rechtswissenschaften. Zugleich verstärkt er seine Aktivität im BCP. Diese ruft erneut den Staatsapparat auf den Plan, so dass er sich ab 1975 überhaupt nicht mehr politisch betätigen darf.
In der Folgezeit wird Biko mehrfach verhaftet, zuletzt am 18. August 1977, als die Sicherheitspolizei ihn und seinen Freund Peter Jones an der Stadtgrenze aufgreifen und wegen Verletzung ihrer Auflagen nach Pretoria bringt. Am 13. September 1977 wird sein Tod als Folge eines Hungerstreiks bekannt. Eine gerichtlich angeordnete Untersuchung im November 1977 brachte zum Vorschein, dass Biko an den Folgen einer schweren Kopfverletzung gestorben war, die ihm beim Verhör im "Police-Room 6-4-9" (einem berüchtigten Folterraum) zugefügt wurde. Dennoch wurde keine Anklage wegen Mord oder Totschlag erhoben, obwohl Biko nicht das erste Opfer der Sicherheitspolizei war.

 


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