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mit
einem click auf die SA-Karte kommt Ihr direkt zum "Tagebuch" meiner
Rundreise
Nach dem (zum Glück auf friedlichem Wege errungenen) Ende der Apartheid und
der Öffnung des Landes für den Rest der Welt, ist Südafrika als Reiseland
"mega in" geworden. Mit einem click auf die Giraffe
Deutsche
benötigen bei der Einreise nach Südafrika und für einen Aufenthalt bis zu 3
Monaten einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass.
"Die
ganze Welt in einem Land" - mit diesem Slogan werben die südafrikanischen
Fremdenverkehrsbüros um die Gunst der Besucher. Und sie haben recht. Südafrika
bietet Wüsten, Wälder (wenn auch recht wenige), Weinberge am Kap und
Traumstrände am Indischen Ozean. Es fehlen eigentlich nur noch Eisberge, aber
Südafrika liegt so nah an der Antarktis, daß Buckelwale und Pinguine die
Küste besuchen. Afrika-typische Tiere wie Elefanten, Löwen, Nashörner und Co.
gibt es aber ebenfalls in dem Land. Die Tier- und Pflanzenvielfalt im Land am
Kap sucht ihresgleichen auf der Welt. Südafrika
liegt zwischen dem 22. und 35. südlichen Breitengrad und 17. und 33. östlichen
Längengrad und damit südlich des südlichen Wendekreises (Wendekreis des
Steinbocks). Südlichster Punkt des Landes und auch des Kontinents ist das Kap
Agulhas, wo der Atlantische und der Indische Ozean zusammenfließen. Im
Nordosten gibt es Savannen mit mächtigen Affenbrotbäumen. Hier liegt auch
Südafrikas bekanntestes Naturschutzgebiet, der Krüger Nationalpark. Zwischen Joburg und Kapstadt liegen 1.600 km Südafrika, zumeist über 1.000 m hoch und dünn besiedelt. Zunächst
die Große Karoo, eine steinige Halbwüste, die im Westen in die rotsandige
Kalahari übergeht. Diese geht über in die Sandstrände der Atlantikküste.
Diese ist oberhalb von Kapstadt recht einsam und touristisch wenig erschlossen. Zwischen
Kapstadt und Durban gibt es Tausende von km Küste, die zumeist stark
zerklüftet ist und viele natürliche Buchten und damit Naturhäfen bietet. Am
Cape Agulhas (Agulhas ist Portugiesisch und heißt Nadeln; deshalb auch Nadelkap
genannt), dem südlichen Punkt des afrikanischen Kontinents, fließen der
Indische und der Atlantische Ozean zusammen und ab hier gibts auch endlich
einmal Strände, wo man länger als ein paar Minuten im Wasser bleiben kann,
ohne zu erfrieren. Die
Garden Route gehört wohl zu den bekanntesten Touristenattraktionen. Inmitten
üppig grüner und blühender Pflanzenpracht liegen malerische Orte wie Mossel
Bay, George, Knysna (sprich: Naisna) und Plettenberg Bay. Wer die Hauptstrasse
einmal verläßt, findet sich nördlich davon in dschungelartig dicht bewaldeten
Gebieten wieder. In
der Eastern Cape Province beginnt die zerklüftete Wild Coast. Sie ist nicht
durch Küstenstrassen erschlossen und hier ist Südafrika am
"afrikanischsten". Endlose grüne Hügel ziehen sich bis zum Meer,
dazwischen überall die traditionellen Rundhütten (Rondavels).
Bedingt durch die Geschichte des Landes ist die Bevölkerung weit entfernt davon, homogen zu sein. Es gibt von ganz schwarz bis hin zu ganz weiß sämtliche denkbare dazwischen liegende Mischungen. Dieses Kaleidoskop aller Farben und Mischungen brachte dem Land den Namen "rainbow nation" - Regenbogennation ein. Nach dem glücklichen und vor allem unblutigen Ende der Rassentrennung unter dem Apartheid-System, gibt es heute in dem Sinne keine ernsthaften Rassenprobleme in Südafrika. Die getrennten Wohngebiete für Schwarze und Weiße gibt es nicht mehr. Heute leben und arbeiten Schwarz und Weiß zusammen und zunehmend ziehen begüterte schwarze Yuppies auch in die ehemals den Weißen vorbehaltenen Nobel-Vororte der Städte. Ich persönlich begrüße diese Entwicklung und bin immer wieder erstaunt, dass diese Entwicklung ohne Unruhen und Blutvergießen vor sich gegangen ist. Trotz
allem gibt es genügend sozialen Sprengstoff in Südafrika, da die Kluft
zwischen Arm und Reich riesengroß ist. Das erklärt natürlich auch die
steigende Kriminalität im Land. Die
meisten Asiaten (überwiegend Inder, rund 1 Mio) leben in und um Durban,
der Metropole im Osten an der Küste des Indischen Ozeans. Sie prägen dort das
Wirtschaftsleben und auch das Stadtbild. Obwohl sich viele jüngere Inder heute
im westlichen Stil kleiden, sieht man immer noch erstaunlich viele traditionell
gekleidete Inder und Inderinnen in wunderschönen, schimmernden Saris. 70% der
Asiaten sind Hindus und bis heute sehr stark in in ihren Traditionen verwurzelt,
20% sind Muslime und etwa 10% Christen.
Zu den Coloureds zählen auch die ca. 800 000 Kap-Malaien, die im Gebiet von Kapstadt leben. Sie sind strenggläubige Muslime und werden von ihren Traditionen als eigenständige geschlossene Gemeinschaft zusammengehalten. Sie sind Nachkommen von Malaien, die die Niederländisch-Ostindische Kompanie als Sklaven nach Südafrika gebracht hat. Ihre
wunderschönen farbenprächtigen Häuser in Kapstadt am Fuße des Signal Hills (Boo
Kaap) sind ein unbedingtes Muss für den Kapstadt-Besucher (schaut Euch mal
meine Fotos an!) Kernland der Zulu, des größten Stammes in Südafrika (ca. 10 Mio Menschen = ein Drittel der schwarzen Bevölkerung SA's), ist ebenfalls die Gegend um Durban, also Kwa Zulu/Natal. Sie siedeln aber auch im Großraum Johannesburg. Die
Xhosa, zweitgrößter Stamm (7,2 Mio), leben vorwiegend zwischen Port
Elizabeth und Durban, in der Kapprovinz und rund um Kapstadt. Die Venda ( 0,9 Mio) konzentrieren sich im äußersten Nordosten an der Grenze zu Zimbabwe und Mozambique. Der Stamm der Tswana (3 Mio) lebt überwiegend im Norden an der Grenze zu Botswana. Kernland der Ndebele (0,6 Mio) ist das Gebiet östlich von Johannesburg bis zum Krüger Park, die Tsonga/Shangaan (1,8 Mio) leben im Gebiet des nördlichen Natal bis zur mozambiquanischen Grenze, die Swazi (1,2 Mio) in und um Swaziland und die Sotho (6 Mio) im und um das Gebiet des Königreichs Lesotho herum.
Eine große Zahl von Swazi, Süd-Sotho und Tswana leben außerhalb von Südafrika und bilden jeweils das Staatsvolk in den Staaten Swaziland, Lesotho und Botswana.
Auch die 4,6 Mio Weißen in Südafrika sind unterschiedlicher Herkunft. Die ersten Weißen am Kap waren die Niederländer, von denen die Buren abstammen. Ihnen folgten ab 1820 Siedler aus England. Noch heute sind die Wunden aus den Burenkriegen spürbar und die Spannungen zwischen Briten und Buren nicht ganz ausgeräumt. Im günstigsten Fall können sie sich nur nicht besonders gut leiden. Ab 1857 kamen über 5.000 Deutsche ins Land (um East London gibt es Orte mit Namen wie Braunschweig, Hamburg und Heidelberg). Heute leben rund 1,5 Mio Deutschstämmige im Land am Kap, daneben Franzosen, Italiener, Chinesen und auch 120.000 Juden.
Das regenbogen-bunte Völkergemisch Südafrikas spiegelt sich auch in den Landessprachen wider. So hat das Land am Kap nicht nur eine oder zwei Amtssprachen, sondern gleich 11. In den dunklen Zeiten des Apartheid-Regimes galten nur Afrikaans und englisch als offizielle Sprachen. Die afrikanischen Nationalsprachen wurden gnadenlos unterdrückt und die Zwangseinführung von Afrikaans als Unterrichtssprache führte 1976 zu landesweiten Unruhen (Schüleraufstand in Soweto).
In der neuen Verfassung von 1996 wurden 11 offizielle Sprachen verankert: Afrikaans, English, Ndebele, Pedi, Sotho, Swazi, Tsonga, Tswana, Venda, Xhosa, Zulu. Das südafrikanische Fernsehen sendet heute in 9 verschiedenen Sprachen.
Als
Besucher des Landes kommt man mit Englisch ausgezeichnet zurecht. Es könnte
höchstens in sehr abgelegenen ländlichen Gebieten einmal etwas schwierig
werden.
Südafrikas
Klima wird stark von zwei unterschiedlichen Meeresströmungen beeinflusst: der
kalte Benguela-Strom aus der Antarktis kühlt die Westküste am Atlantik
kräftig ab. Der Indische Ozean dagegen wird durch den Agulhas-Strom erwärmt.
Die feuchte Luft sorgt ab Durban für subtropisches Klima, das noch weiter im
Nordosten tropisch wird. Hier fallen die meisten Niederschläge im Sommer
(Dezember/Januar). Da
sich Südafrika auf der Südhalbkugel der Erde befindet, sind die Jahreszeiten
im Vergleich zu unseren "spiegelverkehrt". Winter ist also im
Juli/August und Sommer im Dezember/Januar.
Südafrika
war sicher schon ein Reiseland, bevor die Apartheid abgeschafft wurde,
allerdings in viel geringerem Masse als seit 1994. Heutzutage ist Südafrika
einfach "in". Die demokratischen Wahlen 1994 und die Wahl Nelson
Mandelas zum ersten demokratischen Staatspräsidenten löste eine wahre
Mandela-Euphorie aus und wer es sich leisten konnte, besuchte das Land. Diese
Euphorie hat sich mittlerweile ein bisschen gelegt, aber der Besucherstrom
reißt trotzdem nicht ab. Heute locken die kulturelle Vielfalt der rainbow
nation und die Naturwunder dieses einzigartigen Landes massenhaft Touristen ins
Land. Dazu kommt der zur Zeit sehr günstige Umtauschkurs des Rand. Alles in allem wird dem Tourismus als Wirtschaftszweig in den kommenden Jahren eine wachsende Bedeutung zukommen.
Wer das erste Mal Südafrika besucht, ist sicherlich gut beraten, eine Rundreise zu machen, um erst einmal einen mehr oder weniger groben Überblick über das Land zu bekommen und sich erst einmal alles zu beschnuppern. Wenn man Zeit und Geld hat, kann man das gewiss individuell machen, mit dem Mietwagen kreuz und quer durchs Land und übernachten, wo es sich gerade anbietet. Da ich zwar die Zeit, aber leider das Geld dafür nicht hatte, habe ich eine 9 tägige Pauschal-Rundreise mit 5 Tagen Verlängerung in Kapstadt gebucht. Das war ein vertretbarer Kompromiss, auch was den Reisepreis betrifft, obwohl natürlich 9 Tage bei weitem nicht ausreichen und z.B. die Garden Route und der gesamte Südosten nicht mit dabei war. Das steht also das nächste Mal auf dem Programm, denn ich will unbedingt noch einmal ins Land am Kap. Wer
lesen will, wie es mir auf der Rundreise so ergangen ist ... klickt
einfach auf die Landkarte:
Kapstadt gehört zweifelsohne zu den schönsten Städten der Welt (ich habe gehört, dass nur Rio de Janeiro damit zu vergleichen wäre - das schaue ich mir auch mal noch an) und ist das absolute Highlight jeder Südafrika-Reise. Für mich ist Kapstadt der absolute Traum. Die landschaftliche und kulturelle Vielfalt ist einfach überwältigend und die Lage der Stadt ist einzigartig. Jede Stadt, die Berge und gleichzeitig das Meer vor der Haustür hat, hat einen gewissen Reiz, aber Kapstadt ist einfach atemberaubend.
Manchmal jedoch verhängt eine Wolke die senkrechte Felswand des Tafelbergs, das berühmte Tafeltuch, oder auch Table Cloth. Wetterkapriolen am Kap können den Tafelberg regelrecht ganz verschwinden lassen, dann, wenn dunkelgraue Wolken und Regenschleier den Berg vollständig verhüllen. Schaut Euch mal meine Fotos an - da ist eins mit Berg und fast dasselbe, wo er vollständig weg ist.
Kapstadt ist heiter, bunt, lebendig und kosmopolitisch. Bunte Märkte, Straßenkünstler an jeder Ecke, altehrwürdige Architektur neben modernen Hochhäusern, der Hafen mit der Victoria & Alfred Waterfront, der Bummel-, Shopping- und Vergnügungsmeile der Kapstädter, verleihen der Stadt ein einzigartiges Flair und locken alljährlich Millionen von Besuchern an. Ich werde hier nicht jede Sehenswürdigkeit aufzählen, die stehen in jedem Reiseführer.
Kapstadt hat ein kleines überschaubares Zentrum, das man bequem zu Fuß durchqueren kann. Die St. George's Street (oder St. George's Mall) ist eine kleine Fußgängerzone mit vielen Geschäften, Läden und zahlreichen bunten Marktständen. Ein weiterer großer Markt, wo man alles kaufen kann, was man braucht oder auch nicht braucht, ist der Green Market Square.
Die Attraktion für alle Shopping-Fans ist die Victoria & Alfred Waterfront. Wo vor einigen Jahren noch düstere Lagerhallen standen, erstreckt sich heute das Bummel- und Shoppingparadies mit unzähligen Geschäften und Restaurants.
Nicht entgehen lassen sollte man sich einen Ausflug zum Boo Kaap, dem Malaienviertel am Fuße des Signal Hills, mit den farbenprächtigen Häusern und Moscheen, die sich an kopfsteingepflasterten Strassen bergan schlängeln.
In der Stadt gibt es ein ausgezeichnetes Nahverkehrsnetz. Busse fahren vom Hauptbahnhof in alle Richtungen, an die Waterfront und bis in die Vororte und natürlich auch über Land. Die Busse sind sehr günstig. Taxis gibt es auch überall, allerdings sind die für meine Begriffe relativ teuer. Und deshalb habe ich meistens die "Black Taxi's" genommen. Das sind Minibusse, ähnlich den Matatus in Kenia, den Daladalas in Tanzania oder dem Dolmus in der Türkei. Wenn man einmal herausgefunden hat, welche Strecken sie fahren und an welchen Hauptstrassen, ist es eigentlich ganz einfach. Die Fahrer fahren zwar wie die Verrückten, aber irgendwo gibt es immer eins und sie sind billig.
Kapstadt ist die zweitgrößte Stadt Südafrikas, Verwaltungszentrum der neuen Western Cape Province und in den Sommermonaten der Sitz der Regierung. Kapstadt hat den zweitgrößten Hafen (nach Durban), wo der überwiegende Teil der Obsternte verschifft wird. Nach Kapstadt reisen die meisten Touristen. Im Großraum der Stadt leben ca. 1 Mio Coloureds (Farbige), ca. 800.000 Kapmalaien und 500.000 Weiße, aber weniger als 300.000 Schwarze. Damit ist Kapstadt die einzige Stadt im Afrika südlich des Äquators, in der die schwarze Bevölkerung in der Minderheit ist.
Camps Bay ist einer der Nobelvororte Kapstadts, südwestlich der Stadt direkt an der Atlantikküste gelegen. Ähnlich schicke Vororte sind das sehr dicht besiedelte Bantry Bay, Clifton und noch ein Stück südlicher die Kaphalbinsel runter Hout Bay (Holzbucht). Alle
Vororte sind paradiesisch gelegen und es versteht sich von selbst, dass sie zu
Apartheidzeiten ausschließlich den Weißen vorbehalten waren. Natürlich
gehören sie bis heute zu den teuren Wohngebieten und man muss es sich schon
leisten können, dort zu wohnen. Mein
Favorit und ganz persönliches Paradies ist Camps Bay. Wenn, dann möchte ich
genau dort ein kleines schickes Häuschen haben, oder auch nur eine kleine
Wohnung. Das wäre die Erfüllung aller Träume. Schaut Euch mal die Foto an. Gibt es etwas Schöneres???
Vor allem bei schönem Wetter sollte man sich einen Ausflug nach Camps Bay unbedingt gönnen.
Südafrika
verdankt seinen Weinanbau französischen und belgischen Hugenotten, die ab 1688
ins Land kamen und die ersten Reben pflanzten. Die
Produktpalette ist vielfältig und die Geschmacksrichtungen bieten jede Nuance.
Die meisten südafrikanischen Weine sind relativ trocken. Mir persönlich
schmecken die Weißweine besser, was natürlich reine Geschmacksache ist. Die
Rotweine schmecken mir alle zu stark nach
Tannin, was sich allerdings mehr und mehr verlieren soll, je länger die Weine
gelagert sind. Tannin ist der Stoff, der so eine Art pelzigen Belag auf der
Zunge hinterlässt, manche sagen auch, es wäre ein etwas muffiger Geschmack.
Wie dem auch sei, ich mag die nicht gar zu trockenen Weißweine am liebsten.
Auf zahlreichen Weingütern kann man Weinproben machen und auf manchen sogar übernachten. Empfehlenswert ist ein Besuch des Guts Nederburg, welches sicherlich vielen durch die auch in Deutschland erhältlichen Weine bekannt ist. Nach der Weinprobe, begleitet von interessanten Informationen zu den Weinen und zum Gut, kann man die wunderschönen alten geschnitzten Fässer und den Weinkeller besichtigen. Natürlich kann auf jedem Gut auch Wein gekauft werden. Die Weingüter sind aber nicht nur wegen des Weines einen Besuch wert, sondern auch wegen der wunderschönen alten kapholländischen Herrenhäuser.
Stellenbosch ist die zweitälteste Stadt Südafrikas (nach Kapstadt) und berühmt für ihre ausgezeichneten Weine und ihre Universität. Die Universität galt lange Zeit als das "Oxford der Buren". Heute haben alle Zugang, wobei sich allerdings die hohen Studienkosten nur die Söhne und Töchter begüterter Familien leisten können. Stellenbosch ist ein hübsches Städtchen mit einer Vielzahl an wunderschön restaurierten kapholländischen Häusern, die man sehr gut zu Fuß bei einem Stadtrundgang bewundern kann.
Franschhoek ist die "französische Ecke", wo sich das französische Ambiente bis heute erhalten hat, sowohl in vielen Namen als auch im alljährlich stattfindenden Bastille-Festival. Zu Ehren der Hugenotten wurde das "Hugenot Memorial" errichtet.
Paarl wird dominiert von den gewaltigen Granitfelsen, die sich über der Stadt erheben. Der Ort hat einige historische Häuser aufzuweisen, ist aber ansonsten nicht besonders attraktiv. Nach Paarl kommt man wegen der Weine und exzellenten Restaurants. Vielleicht schaut man sich auch noch das Language Memorial an, dessen historische Aussage allerdings umstritten ist (schaut mal auf meine Afrikaans-Seite, da steht mehr darüber).
Der Krüger Nationalpark ist mit über 100 Jahren das älteste Naturschutzgebiet Südafrikas und einer der größten Wildparks der Welt. Er erstreckt sich über eine Fläche von 20.000 qkm (in jüngster Zeit noch erweitert mit Gebieten auf dem Staatsgebiet von Mozambique). Der Park ist die Heimat für unzählige Tierarten. Dort leben u.a. rund 1.800 Löwen, mehr als 2.000 Nashörner und ca. 8.000 Elefanten. Weiterhin gibt es im Krüger Park die größte Leoparden-Population weltweit. Kein anderes afrikanisches Tierreservat ist so tierreich. So hat man zumindest theoretisch die Chance, die Big Five - Elefant, Löwe, Nashorn, Büffel und Leopard - zu sehen.
Es gibt zahlreiche Unterkünfte im Park, von der Nobel-Lodge bis hin zur einfacheren, aber dafür viel romantischeren und "afrikanischeren" Unterkunft im Zelt. Wer seine Reise individuell bucht und im Krüger Park übernachten will, sollte rechtzeitig im Voraus buchen: www.kruger.co.za oder www.ecoafrica.com/krugerpark
Der größte Teil des Krüger Parks ist Baumsavanne. Im Unterschied zur Busch- oder Grassavanne (wie z.B. in der Maasai Mara oder im Tsavo in Kenia) gibts hier ziemlich hohe und dicht belaubte Bäume, so dass man die Tiere relativ schwer ausmachen kann. Obwohl der Park so tierreich sein soll, habe ich im Vergleich zu den Tierreservaten in Kenia sehr viel weniger Tiere gesehen, so dass die Safari fast enttäuschend für mich war. Möglicherweise lag es auch am relativ schlechten Wetter und dem Regen und Wolkenschleier über dem Park, daß wir so wenige Tiere gesehen haben. Wer weiß! Aber die Natur kann man nun einmal nicht beeinflussen und es ist immer ein Glückspiel, ob die Tiere sich zeigen oder nicht. Durch den Park ziehen sich asphaltierte Strassen, die man mit den Fahrzeugen nicht verlassen darf. Es wäre auch wenig ratsam, da man wahrscheinlich über kurz oder lang zwischen Büschen und Bäumen stecken bleiben würde. Aber dies ist sicherlich auch noch ein weiterer Grund dafür, dass wir so wenige Tiere gesehen haben. Man kann eben nicht nah ran an den Elefant, sondern muss warten, bis dieser sich hoffentlich in die Nähe der Strasse begibt.
Man
kann in Südafrika herrlich shoppen gehen, eigentlich genauso gut wie hier. Ich
persönlich stehe nicht so sehr auf landestypische Souvenirs, aber die gibts
natürlich auch in Mengen. Ich habe Klamotten eingekauft - und wie! Es
gibt dort vor allem zwei Marken, die es mir angetan haben: Roxy und Billabong.
Das ist sportive jugendliche Freizeit-Mode in sehr guter Qualität und auf
mittlerem Preisniveau. Südafrika ist Afrika und so gibts natürlich auch die Big Five in Holz geschnitzt, aus grünem Malachit, aus Speckstein, als Kühlschrankmagneten etc. etc. Und es gibt natürlich nicht nur die Big Five, sondern alle denkbaren Holzfiguren von kleinsten Elefanten bis zum teuren kunstvoll geschnitzten Lebensbaum. Typisch
südafrikanisch sind die verschiedensten Objekte aus Draht und Perlen -
ursprünglich Township-Kunst, die ihren Weg in die Souvenirläden gefunden hat.
Es ist zum Teil erstaunlich, was die Schwarzen alles aus diesem einfachen
Material zusammenbasteln.
Noch
eine südafrikanische Besonderheit ist der VAT-refund, also die
Rückerstattung der Mehrwertsteuer für in SA gekaufte Güter, die tatsächlich
ausgeführt werden. Also nicht für Restaurant-, Hotel- oder
Mietwagenrechnungen.
Südafrika
verfügt über eine ausgezeichnete medizinische Versorgung und über ein dichtes
Netz von Apotheken in den Städten.
Man
kann in Südafrika an zahlreichen Geldautomaten mit der EC-Karte Geld ziehen.
Das ist fast so einfach wie zu Hause, nur sollte man ein kleines bisschen
Englisch verstehen, damit man weiß, was der Automat von einem will.
... und hier höre ich auf! Es gibt im Web unzählige links zu Südafrika. Es würde zu weit führen, hier eine Auswahl, oder gar die "interessantesten" aufzuführen. Stattdessen hier meine absoluten Lieblingsbücher, die alle in Südafrika spielen. Es sind alles Romane, keine Fachbücher, und ich habe hier lediglich die aufgezählt, deren Handlung in Südafrika spielt (ich habe noch eine ganze Menge Afrika-Bücher über Kenia und auch andere Länder. Wer sich dafür interessiert, fragt mich einfach, ok).
*Stefanie Gehrkes Bücher tragen zum Teil autobiografische Züge. Bewundernswert ist ihre unglaublich bildhafte und kraftvolle Sprache, die den Leser mitfühlen und mitempfinden läßt und buchstäblich mitten rein versetzt. Wer ihre Bücher gelesen hat, will mit absoluter Sicherheit "ihr" Südafrika einmal mit eigenen Augen sehen.
Und noch zwei Film-Tips (beide Filme gibts natürlich auf Deutsch):
* Steve Biko (eigentlich Stephen Bantu Biko)
(* 18. Dezember 1946 in King William's Town, damals Südafrikanische Union; † 12.
September 1977 in Pretoria) war ein Bürgerrechtler in Südafrika. Er gilt als
Begründer der Black Consciousness-Bewegung. Schon früh wird sein Interesse an
der Politik geweckt. Ab 1966 beginnt er ein Medizinstudium in Durban. Sein
Interesse an Politik wächst derart, dass er sich in der South African Students
Organisation (SASO) betätigt und Mitbegründer des Black Community Programm (BCP)
wird. Diese Aktivitäten lassen seine Noten so sehr absinken, dass er 1973
zwangsexmatrikuliert wird. Zudem wird seine politische Aktivität bestraft und
eine Art Bann über ihn verhängt, der mit scharfen Auflagen verbunden ist: So
darf er seine Heimatstadt nicht verlassen, sich nicht mehr in der SASO
engagieren und es wird ihm verboten, mit mehr als einer Person gleichzeitig zu
sprechen. Aufgrund dieser Auflagen beginnt Biko ein Fernstudium der
Rechtswissenschaften. Zugleich verstärkt er seine Aktivität im BCP. Diese ruft
erneut den Staatsapparat auf den Plan, so dass er sich ab 1975 überhaupt nicht
mehr politisch betätigen darf.
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