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Offizieller
Name:
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Türkiye
Cumhuriyeti (Republik Türkei)
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Proklamation
der Republik:
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29.
Oktober 1923
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Grenzen
mit:
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Insgesamt
2753 km - mit Syrien, Irak, Iran, Armenien, Georgien, Bulgarien und
Griechenland
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Geographische
Lage:
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Länge:
29,8-32,9° östl. Länge
Breite: 36-37,2° nördl. Breite
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Fläche:
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780 580
qkm – verteilt auf einen europäischen und einen asiatischen Teil,
getrennt durch den Bosporus, das Marmarameer und die Dardanellen
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Küsten:
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7205 km Küstenlinie
längs des Festlandes ohne Inseln, 8333 km mit Inseln
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Oberfläche:
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Halbinsel
Anatolien im Osten - ein stetig ansteigendes Hochland, von vielen Flüssen
durchzogen und reich an Seen;
Parallel zur Schwarzmeerküste - die nordanatolische Bergkette;
Parallel zum Mittelmeer – der Taurus (Toros) |
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Flüsse,
Seen:
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Dicle
(Tigris) und Firat (Euphrat), Van-See (3.738 qkm)
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Einwohner/Bevölkerung:
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Ca. 65,5
Millionen (Schätzung) (davon leben 41 % in ländlichen Gebieten)
Ca. 98 % türkstämmige Bevölkerung, 2 % Minderheiten |
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Klima:
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mild und
regenreich an der Schwarzmeerküste
Kontinentalklima in Mittel- und Ostanatolien
Mediterranes Klima an der ägäischen und Mittelmeerküste |
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Hauptstadt:
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Ankara
(ca. 5 Mio EW)
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Großstädte
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Istanbul
(ca. 9 Mio EW), Ankara, lzmir (ca. ca. 3 Mio EW), Adana, Bursa, Konya,
Gaziantep
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Geografische Regionen:
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7 Regionen: Marmara-Region,
Ägäis-Region, Schwarzmeer-Region, Mittelmeer-Region, Mittelanatolien,
Ostanatolien, Südostanatolien
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Provinzen (Iller):
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80
Provinzen (Iller): Adana, Adiyaman, Afyon, Agri, Aksaray, Amasya, Ankara,
Antalya, Ardahan, Artvin, Aydin, Balikesir, Bartin, Batman, Bayburt,
Bilecik, Bingol, Bitlis, Bolu, Burdur, Bursa, Canakkale, Cankiri, Corum,
Denizli, Diyarbakir, Edirne, Elazig, Erzincan, Erzurum, Eskisehir, Gazi
Antep, Giresun, Gumushane, Hakkari, Hatay, Icel, Igdir, Isparta, Istanbul,
Izmir, Kahraman Maras, Karabuk, Karaman, Kars, Kastamonu, Kayseri, Kilis,
Kirikkale, Kirklareli, Kirsehir, Kocaeli, Konya, Kutahya, Malatya, Manisa,
Mardin, Mugla, Mus, Nevsehir, Nigde, Ordu, Osmaniye, Rize, Sakarya, Samsun,
Sanli Urfa, Siirt, Sinop, Sirnak, Sivas, Tekirdag, Tokat, Trabzon, Tunceli,
Usak, Van, Yalova, Yozgat, Zonguldak
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Sprachen:
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Türkisch
(Die in lateinischen Buchstaben geschriebene türkische Sprache gehört,
wie auch Ungarisch und Finnisch, zur ural-altaischen Sprachgruppe.
Weltweit wird Türkisch von rund 150 Millionen Menschen gesprochen
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Staatsaufbau:
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Nationale,
demokratisch-laizistische und soziale Republik. Die Exekutive liegt bei
der vom Ministerpräsidenten geleiteten Regierung, die Gesetzgebung bei
der Großen Nationalversammlung mit 450 vom Volk gewählten Abgeordneten
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Religion:
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Islam (ca.
98%), Christentum, Judentum
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Währung:
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Türkische
Lira
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Wechselkurs:
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http://www.oanda.com/convert/classic
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Zeitzone:
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MEZ
plus 1 Stunde (im Sommer und in Winter)
http://www.weltzeituhr.com/start.shtml |
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Wetter:
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www.weatherhub.com
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Inflationsrate:
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Gallopierend
!, der Kurs ändert sich fast täglich,
1,00 € = 1.625.000 TL (Stand Ende September 2002) |
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Türkische
Botschaft in Berlin:
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Rungestr.
9, 10179 Berlin
Tel: (49-30) 27 58 50
Fax : (49-30) 27 59 09 15
turk.em.berlin@t-online.de
http://www.tcberlinbe.de/de/
(hier findet Ihr auch zahlreiche Genaralkonsulate |
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Flugverbindungen:
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Von allen
europäischen Flughäfen Verbindungen nach Istanbul, Ankara, Izmir,
Antalya, Dalaman, Trabzon oder Adana
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Die Flugreise ist sicher die bequemste Art, in die Türkei zu gelangen. Von
allen europäischen Flughäfen bestehen Verbindungen nach Istanbul, Ankara,
Izmir, Antalya, Dalaman, Trabzon oder Adana.
Regelmäßige Direkt- und Anschlußverbindungen der Bahn bestehen zwischen
mehreren europäischen Großstädten und Istanbul.
Für eine Anreise mit dem Auto (ca. 1.900 km München - Istanbul) bieten sich
die Nordroute: Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei,
oder die Südroute: Deutschland, Österreich, Italien, Autofähre Venedig-Türkei
an.
Am besten
mit dem Reisepass einreisen. Man kann auch ohne Probleme mit dem Personalausweis
einreisen, muss dann aber gut auf diesen Papierabschnitt achten den man erhält,
sonst kann es zu Problemen bei der Ausreise kommen. Foto- und
Videozubehör unbedingt in Deutschland kaufen, ist billiger.


Die gesamte Türkei ist gut mit Apotheken versorgt. In kleinen Orten übernimmt
der Apotheker oft die Funktion eines Arztes. In Städten hat mindestens eine
Apotheke Nachtdienst. Meistens kann man Medikamente westlicher Pharmafirmen
kaufen.
Beliebt bei Frauen sind sicherlich die Antibabypillen, die dort, zwar unter
anderem Namen, aber mit genau der selben Zusammensetzung und vor allem viel
günstiger als in Deutschland verkauft werden. In jeder Apotheke gibt es eine
Übersicht, wo die türkischen Namen neben dem entsprechenden deutschen Namen
der Pille steht.
Die medizinische Ausbildung der Ärzte entspricht europäischen Maßstäben, von
einer technisch nicht dem neuesten Standard entsprechenden Praxis sollte man
sich deshalb nicht abschrecken lassen. Ein Großteil der Ärzte spricht eine
Fremdsprache.
Reisende, die direkt von Mitteleuropa kommen, brauchen keine speziellen
Impfungen vornehmen zu lassen, doch sollte sichergestellt sein, dass die
Standardimpfungen, wie gegen Tetanus, Polio und Tbc, aufgefrischt sind.
Krankenhäuser und Kliniken gibt es in allen Städten und größeren Orten. Sie
sind entweder staatlich (wie Militärkrankenhäuser) oder privat organisiert.
Bei besonders schweren Fällen sollte man eines der Krankenhäuser in Mersin,
Antalya, Izmir oder das deutsche Krankenhaus in Istanbul, Siraselviler Cad.,
Taksim, Tel. 1 51 71 00, aufsuchen.
Gültige Krankenscheine erhält man bei der deutschen zuständigen Krankenkasse.
Sie gelten allerdings nur bei Ärzten oder in einem Krankenhaus, die dem
Sozialversicherungsverband angeschlossen sind. Behandlungskosten bei den anderen
Ärzten müssen vorgestreckt werden und werden im Heimatland erstattet.


Deutsche Botschaft
Ankara
Atatürk Bulvan, No: 114 Kavaklidere
Tel: 312 426 54 65-67-4281402
Deutsches Konsulat
Istanbul
Selim Hatun Camii Sk. No: 46, Ayazpasa
Tel: 212 - 251 54 04
Izmir
Atatürk Cad., No:260, P.K. 156, Alsancak
Tel: 232 -421 69 95-96
Botschaft Österreichs
Ankara
Atatürk Bulvan, No: 189, Kavaklidere
Tel: 312 - 434 21 72
Botschaft der Schweiz
Ankara
Atatürk Bulvan, No: 247, Kavaklidere
Tel: 312 - 467 55 55-56
Beratung und Auskunft über die Türkei erteilen alle Fremdenverkehrsbüros
Türkisches Fremdenverkehrsamt
Baseler Straße 37
60329 Frankfurt
Tel: 069 - 23 30 81-82
Fax: 069 - 23 27 51

Die Türken waren ursprünglich ein nomadisches Reitervolk, das
im westlichen Gebiet des heutigen Chinas lebte. Vor etwa 1000 Jahren machten
sie sich auf in Richtung Westen. Dabei gab es immer wieder einzelne Stämme,
die sich niederließen. Deswegen findet man auch von der heutigen Türkei bis
China einzelne türkische Volksgruppen, oder, ethnologisch und korrekter
gesagt, Turkvölker. Sogar in China selbst findet man eine Minderheit, die
eine Art türkischen Dialekt spricht. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion
konnten einige dieser Völker ihren eigenen Staat gründen, wie Aserbaidschan
oder Turkmenistan.
Wenn man heute die Türken fragt, aus welcher Volksgruppe sie kommen, hört man
zumeist nur: ich bin Türke oder ich bin Kurde. Türken, also türkische
Staatsbürger, sind sie natürlich
alle.
Allerdings kann man von der Physiognomie manchmal grob erraten, welcher
Abstammung die Menschen sind.
Es gibt die Hellhäutigen und "Blonden", die meist aus dem Norden und
der Schwarzmeerregion stammen.
Dann gibt es die Dunkelhäutigen mit glänzend schwarzen Haaren und Augen,
dichten Augenbrauen, sie sind oftmals Kurden.
Und einigen sieht man die Abstammung von den Tataren an, mit etwas asiatisch
oder mongolisch anmutenden leicht geschlitzten Augen und breitflächigeren
Gesichtern. So zumindest hat es mir ein Freund und Kollege erklärt, dessen Vorfahren, wie
er meinte, von "Dschingis Khan" abstammten.
Dieser Erklärung war natürlich keineswegs wissenschaftlich fundiert und ist
schon gar nicht die Regel, aber es passt recht oft, was ich in meinen
zahlreichen Aufenthalten - vor allem in Alanya - festgestellt habe.

Die Türkei hat natürlich verschiedene Wetterzonen mit ganz unterschiedlichem
Klima, je nach Lage und Höhenlage.
Die Touristengebiete an der Mittelmeerküste haben ein warmes Mittelmeerklima
mit heißen Sommern und gemäßigten teils regnerischen Wintern. Reisezeit ist
von April bis Oktober, wobei es im Juni schon über 35°C warm sein kann. Im
April habe ich noch ziemlich regnerische Tage erlebt. Allerdings kann man bei
schönem Wetter auch bereits am Strand liegen, wenn auch nur ganz Hartgesottene
sich bereits in die noch kühlen Fluten wagen. Ab Ende Mai aber ist das Wasser
herrlich warm und im Hochsommer erreicht es gar Badewannentemperaturen von ca.
28 Grad. Der Sand ist dann so heiß, dass man nur mit Badeschuhen laufen kann.
Ab ca. Mitte September wird es zumindest am Abend merklich kühler und man muss
die Sonnentops, die man bis dahin auch nachts ausführen konnte, mit einem
leichten Pullover tauschen. Ab Oktober ist dann spätestens auch dort der Einzug
des Herbstes deutlich zu spüren. Schnee gibt es im Winter an der Küste kaum,
allerdings wird es doch recht kühl und bei Regen und Wind kann es im Winter
auch dort weniger angenehm werden.
Ein kleines Problem ist für Besucher der Türkei im Winter, dass die wenigen
geöffneten Hotels zumeist über keine Heizungen, sondern nur Solaranlagen
verfügen, über die auch das Wasser geheizt wird. Und wenn die Sonne nicht
scheint, gibts kein heißes Wasser zum Duschen. Abhilfe wird geschafft, indem
früh und abends jeweils für ca. 2 Stunden der Warmwasserboiler angeschaltet
wird. Resultat ist, dass dann zu dieser Zeit alle gleichzeitig duschen und das
Wasser nur als spärliches Rinnsal läuft.


Ausländische und türkische Währung darf unbegrenzt eingeführt werden.
Allerdings unterliegt die Türkische Lira immer noch einer ungeheueren
Inflation, so dass man besser vor Ort tauschen sollte. Es wäre müßig, hier
einen ungefähren Kurs angeben zu wollen, da dieser sich fast täglich ändert
(im Mai 2003: 1.250.000 TL = 1 €; Tendenz nach oben).
Innerhalb eines 14-tägigen Urlaubs kann sich der Kurs gut und gerne 3 bis 4 Mal
ändern. Es gibt in der Türkei Überlegungen in Richtung einer Währungsreform,
um zumindest die 6 Nullen der Millionen weg zu bekommen. Dazu muss aber noch
einiges getan werden, um der galoppierenden Inflation wenigstens ein bisschen
Einhalt zu gebieten.
Für uns als Besucher ist es am Anfang zumeist ziemlich schwierig, uns an die
Millionen zu gewöhnen und die entsprechenden Geldscheine auseinander zu halten.
Für die kleineren Scheine, die allerdings auch schon eine hübsche Anzahl
Nullen tragen, bekommt man fast gar nichts. Es geht eigentlich mit einer Million
los - und dieser Schein ist rot.
Mir selbst ist es passiert, daß ich in einem Juweliergeschäft bar bezahlt habe
und dem - sicherlich hoch erfreuten - Juwelier ein paar Millionen zuviel bezahlt
habe, weil ich mich einfach mit den Millionen nicht auskannte und offensichtlich
einen 500.000 Schein (das ist gar nichts) mit einem 5.000.000 verwechselte.
Also, aufpassen !!!

Die Türkei blickt auf eine 9000 Jahre alte geschichtliche Tradition
zurück. Sie war Teil der Antike (Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris,
Konstantinopel = das heutige Istanbul), des osmanischen Reiches, es gab
turkmenische Emirate, die Phönizier, Griechen und Römer waren hier, Alexander
der Große hat Kleopatra den heutigen Kleopatra-Strand von Alanya zum Geschenk
gemacht, man findet Spuren der frühen Christengemeinden, wo der Apostel Paulus
unterwegs war.
Die Spuren der Geschichte trifft man eigentlich überall an. Beeindruckend ist,
dass es auf dem Gebiet der heutigen Türkei mehr gut erhaltene antike Tempel,
Statuen und Bauwerke gibt, als in Griechenland selbst, wie man eigentlich meinen
sollte. Eindrucksvolle Zeugnisse dafür sind der Apollo-Tempel in Side und das
Amphitheater von Aspendos, wo heute in einer unvergleichlichen Atmosphäre und
mit fantastischen Akustik regelmäßig Opernaufführungen stattfinden.
Mustafa Kemal Atatürk - der Vater der Türken - hat in den
20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts die Türkei zu dem gemacht, was
sie heute ist: ein moderner, weltoffener Staat zwischen Orient und Okzident.
Atatürk hat die Trennung von Staat und Religion eingeführt, und heute noch ist
die Türkei ein laizistischer (säkularer) Staat, wo zwar der Islam die
vorherrschende Religion ist, aber ein Islam, der nicht wie in den
fundamentalistischen islamischen Ländern wie z.B. dem Iran, das gesamte Leben
der Menschen durchdringt, sondern zwar täglich gelebt wird, aber auf sehr
tolerante und für uns aus dem Abendland Kommende unaufdringliche Art und Weise.
Ein "sympathischer" Islam, der gerade für uns seinen Reiz hat, indem
wir die Moscheen besuchen und dem Hodscha (oder Imam, oder Muezzin) lauschen,
wenn er 5 mal am Tag von den zahlreichen Minaretten zum Gebet ruft.
5 Grundpflichten haben alle Muslime:
1. das Aussprechen des Glaubensbekenntnisses: Es gibt keinen Gott außer Allah
und Mohammed ist sein Prophet
2.die täglichen 5 Gebete
3. das Almosen-Geben (wobei auch die Zahlung bestimmter Steuern dazu zählen)
4. das Fasten im Fastenmonat Ramadan
5. die Wallfahrt nach Mekka (die jedoch nur unter geeigneten Umständen
unternommen werden muss)
Die Alewiten, die ca. ein Drittel der Bevölkerung ausmachen, denken liberaler,
als die Sunniten, welche sich zum Teil offen oder latent gegen das moderne
westliche Demokratieverständnis wenden. Streitpunkte sind immer noch u.a. die
schulische Erziehung, die Stellung der Frau, die sexuelle Moral,
Alkoholausschank, Kleidungsvorschriften und die Programme der Massenmedien.
Atatürk hat weiterhin die lateinische Schrift eingeführt,
die die bis dahin gebräuchliche arabische Schrift ablöste.
Und er hat den Türken ihre Familiennamen gegeben. Bis dahin nannten sich die
Türken alle so ähnlich wie Ali, Sohn von Mustafa usw. Da es aber so viele Alis
und Mustafas gibt, muss dies zwangsläufig zu Identifikationsproblemen führen,
welcher denn nun gemeint sein könnte. Die Familiennamen lösten das Problem
weitestgehend, auch wenn es sicherlich heute noch zahlreiche Ali Öztürk's
gibt, so wie bei uns Fritz Müllers, Meiers, Schulzes und Lehmanns.
Atatürk hat das moderne Schulsystem eingeführt und eine zumindest grundlegende
medizinische Versorgung der Bevölkerung in weiten Gebieten des Landes.
Das "Kurdenproblem" ist ein ziemlich
schlüpfriges Eis, auf das ich mich hier nicht weiter begeben will. Nur so viel:
wenn man Türken, Kurden, Tataren und wen sonst noch alles befragt, spricht
keiner eigentlich von einem Problem. Ich hörte immer wieder, dass die große
Masse der Bevölkerung der Überzeugung ist, dass die meisten Kurden
gleichberechtigt mit allen anderen Bevölkerungsgruppen leben und sich voll und
ganz als Türken fühlen. Und an der Südküste, vor allem an den südöstlichen
Teilen der Mittelmeerküste gibt es unzählige Kurden, die im Tourismus
arbeiten, gute Positionen haben und sicherlich mit keiner Faser mehr an eine
Separatistenbewegung denken.
Sicherlich besteht das Problem der zurückgebliebenen Entwicklung der
Kurdengebiete und Ostanatoliens auch heute noch, aber man kann sich nur
wünschen, dass auch dieses einmal der Vergangenheit angehören wird. Aber Rom
wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Wer die Geschichte der Türkei so richtig detailliert
studieren will, für den habe ich einen Buchtip: Die Türkei - ein Land und 9000
Jahre Geschichte (List-Verlag, Taschenbuchausgabe bei Droemer-Knaur)


Das Türkische
ist die Staatssprache der Türkei (ca. 70 Mio Einwohner). Da es Amtssprache des
Osmanischen Reiches war und deshalb bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in
großen Teilen des Balkans und teilweise auch in arabischen Ländern gesprochen
wurde, wird es außerhalb der Türkei auch heute noch in einigen Teilen der
folgenden Länder von einem Teil der Bevölkerung weiterhin gepflegt:
Albanien, Südosten Bulgariens, Nordosten Griechenlands, Makedonien
(Ex-Jugoslawien), auf Zypern und in einigen Teilen der nördlichen arabischen
Halbinsel.
Daneben gibt es zahlreiche Sprachinseln, wo das Türkische
zwar in abgewandelter Form, aber trotz der morphologischen Unterschiede für
alle mehr oder weniger verständlich gesprochen wird:
im Nordwesten Chinas von den Uiguren, in 5 Republiken der Ex-Sowjetunion:
Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenien und Aserbaidschan, von den
Tataren in verschiedenen Gegenden der russischen Förderation, in Afghanistan
von den Turkmenen, im Iran von den Aserbaidschanern, in der Mongolei von der
tuwinischen Minderheit.
Insgesamt werden von ca. 150 Millionen Menschen Turksprachen gesprochen.
Für linguistisch Interessierte, wie ich auch eine bin, gibts noch ein paar
tiefgründigere Infos auf meiner Wordlist-Seite.


Der Tourismus entwickelte sich in der Türkei erst in den 60er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts. Angefangen hat es mit dem "Kemer-Projekt" im
Zuge dessen das Gebiet um Antalya für den Tourismus erschlossen wurde. Damals
lebten in Antalya nur ca. 50.000 Menschen. Heute hat die Stadt 600.000
Einwohner. Das Torismus-Entwicklungsprojekt Süd-Antalya" verwandelte die
kleinen Fischerhäfen, Bauerndörfer und steinigen Karrenwege in eine perfekte
Urlauberregion mit Yachthäfen, Feriendörfern, riesigen Hotelkomplexen und
modernen Schnellstrassen. Elektrizitäts- und Trinkwasserleitungen wurden
gebaut, die Steilküsten wurden mit Tunnels und Panoramastrassen erschlossen.
Der Tourismus zog junge Leute aus der ganzen Türkei in den Süden, wo sie
attraktive Arbeitsplätze fanden.
Spätestens in den 80er Jahren stellte sich heraus, dass die vorsichtigen
Schätzungen hinsichtlich der zu erwartenden Touristen bei weitem übertroffen
wurden. Was Rucksackreisende schon lange wussten, nämlich dass zwischen
Marmarameer und Mittelmeer ein fantastisches Urlaubsland liegt, begann sich
herum zu sprechen. Und heute noch ist vieles preiswerter als in anderen
traditionellen Urlaubsregionen, obwohl die Türkei schon lange kein
Billigreiseland mehr ist.
Dabei braucht man sich erstaunlicherweise um die Erhaltung der ursprünglichen
Landschaften keine allzu großen Sorgen zu machen. Obwohl in weiten Gebieten an
der Südküste ein Hotelkomplex auf den anderen folgt, gibt es sie noch, die
Olivenhaine und Orangenplantagen, verschwiegene Buchten und ursprüngliche
Wälder.
Die Feriensiedlungen und Komforthotels fügen sich bis auf weniger Hochhäuser
zumeist harmonisch in die Landschaft ein und man ist weit entfernt von den
Appartment-Bettenburgen à la Gran Canaria z.B.


Es gibt viele Möglichkeiten, innerhalb der Türkei zu reisen:
Die preiswerteste und romantischste Art ist sicherlich mit dem Dolmus.
Das sind Kleinbusse mit ca. 18 Sitzen, die aber auch schon mal mehr Passagiere
beherbergen. Die Dolmuse fahren immer nur an den Hauptstrassen und stoppen
überall, wo ein Passagier aussteigen oder zusteigen will. Es gibt
Dolmus-Zentralhaltestellen und natürlich auch Umsteigepunkte, wenn man weiter
in eine andere Richtung muss. Sie sind billig, allerdings nicht immer bequem
nach europäischen Maßstäben. Sie verkehren zumeist ab früh 6:00 bis gegen
23:00 Uhr (das ist verschieden und hängt auch von der Strecke ab. Man muss sich
genau erkundigen).
Etwas teurer, dafür aber bequem und Garant für
Unabhängigkeit und Individualität sind Mietwagen.
Wenn man den Mietwagen für mehrere Tage haben möchte, ist es ratsamer, das
Auto schon zu Hause bei der Reisebuchung mit zu buchen. So hat man die Garantie,
dass das Auto in einem guten Zustand ist, wirklich auch vorhanden ist und man
kann reklamieren, wenn etwas nicht passt, da man natürlich bei renommierten
Mietwagenagenturen bucht.
Ich nehme aber an, dass es günstiger ist, bei einem der
unzähligen Rent a cars vor Ort ein Auto zu mieten. Wer nicht ganz und gar mit
Netz und doppeltem Boden reisen will, kann sich durchaus auch auf die
örtlichen Agenturen verlassen. Die Autos sind zumeist in einem sehr
ordentlichen Zustand, zumindest optisch. Sollte die Technik ganz und gar in
desolatem Zustand sein, hört man das sicher schon beim Anlassen. Dazu kann man
wie überall beim Einkaufen auch hier tolle Rabatte aushandeln. Man kann
natürlich auch eine Versicherung abschließen, was auf jeden Fall
empfehlenswert ist.
Innerhalb der Stadt und für kurze Ausflüge in die
Umgebung ist ein kleines Motorbike
ein super Gefährt. Das sind meistens kleine Yamaha-Maschinen, aber mit ganz
ordentlich PS unter der Haube, wie man mir sagte (leider kann ich nicht
Motorbike fahren). Die kann man auch fast überall mieten.
Und natürlich, für Sportliche und Radl-Fans wie mich, ist
das Mountainbike
fantastisch. Selbst wenn man nicht in die Taurus-Berge hoch fahren will, kann
man auch entlang der Küste super Radl-Touren machen (teilweise auf der
Hauptstrasse nicht ganz und gar ungefährlich, denn Radlwege wie in München
gibts dort nicht). Mountainbikes gibts auch mehr und mehr bei den örtlichen
Rent a cars zu mieten.

Die Türkei liegt im Südosten Europas und ist das einzige Land der Welt,
welches auf zwei Kontinenten liegt, verfügt das Land doch über einen
europäischen und einen asiatischen Teil. Die größte Stadt der Türkei,
Istanbul, ist durch den Bosporus in eine europäische und eine asiatische
Hälfte geteilt.
Die Türkei ist heute ein moderner, aufstrebender Industriestaat mit meiner
Meinung nach berechtigten Ambitionen, baldmöglichst der EU beizutreten. Neben
der entwickelten und modernen Industrie, vorrangig in den Großstädten des
europäischen Teils, ist das Land aber auch noch weitestgehend von den
ursprünglichen ländlichen Traditionen geprägt. Der größte Gegensatz zu den
modernen Industriegebieten ist sicherlich heute noch Ostanatolien, wo die Uhren
noch ein Jahrhundert hinter unseren Zeitrechnung zurück gehen.
Geografisch gesehen ist das Land aufgrund der abwechslungsreichen Landschaften
für den Reisenden äußerst reizvoll. Schroffe Bergwelten, ausschließlich
landwirtschaftlich geprägte Gebiete, wo die Bevölkerung noch wie vor 100
Jahren lebt, die pulsierenden Großstädte mit ihren Banken, schicken
Wohnvierteln und Einkaufsmeilen und natürlich die Küstenregion des Mittelmeers
und des Schwarzen Meers bieten die größtmögliche Abwechslung.
Ganz besonders beeindruckt hat mich natürlich die Südküste, mit dem
türkisblauen Wasser des Mittelmeers, den weißen, teils feinsandigen, teils
kieseligen Stränden, den kleinen versteckten Buchten, den wie ins Meer
gestreuten kleinen vorgelagerten Inseln. Unmittelbar hinter den Stränden liegen
die hübschen Städte mit ihren überwiegend weißen Gebäuden und gleich
dahinter erstrecken sich die hoch in den Himmel aufragenden Gipfel des Taurus
Gebirges. Es ist ein fantastisches Bild.

Die "lächelnde Schöne des türkischen Südens" bietet eigentlich
alles: grandiose Berg- und Küstenlandschaft dicht nebeneinander, Sport,
Unterhaltung, gute Küche und zahlreiche antike Stätten.
Die Stadt hat seit der Öffnung und Erschließung für den Tourismus rasant an
Einwohnern zugenommen. Anfang der 70 Jahre waren es noch ca. 50.000 EW, heute
wohnen ca. 600.000 Menschen in der Hauptstadt der Mittelmeerregion, nicht hinzu
gezählt die zahlreichen Touristen, die in den Sommermonaten die Stadt
bevölkern. Trotz vieler Hotelbauten, zum Teil auch Hochhäusern, ist die
Küstenregion rund um die Stadt noch nicht total verbaut, auch wenn die Stadt
selbst schon über eine beachtliche Skyline verfügt.
Wer im Hotel "Adonis" (ein 5 Sterne Luxus-Stadthotel, allerdings ohne
Strand und nur mit Meeresbadeanlage) im 12. Stockwerk wohnt, kann die
Skyscraper-Silhouette der Stadt "bewundern". Es ist Geschmacksache.
Antalya ist eine Großstadt mit viel Verkehr und Trubel.
Mir gefällt am besten die Altstadt mit ihren vielen verwinkelten Gässchen,
zahlreichen Kneipen, wo es abends auch oft Life-Musik gibt, der Jachthafen mit
seiner Mole, von wo aus man fantastische Sonnenuntergänge über dem Meer
beobachten kann.

Mir persönlich gefällt Alanya viel besser als Antalya. Und für mich ist
eben Alanya die "lächelnde Schöne". Böse Zungen behaupten, Alanya
hätte nichts mit der Türkei zu tun, es wäre alles viel zu touristisch und
fast wie in Deutschland. Dem stimme ich nicht zu. Freilich, die ursprüngliche
Türkei ist es nicht, trotz allem gibt es aber hier noch genug türkisches
Flair. Vor allem braucht man gar nicht weit zu fahren, ca. eine halbe Stunde
hinauf in die Berge des Taurus - und dort gehen die Uhren schon wieder sehr
türkisch.
Ich werde nie den Moment vergessen, als ich das erste Mal
von Antalya kommend über die Küstenstrasse nach Alanya einfuhr - und es ist
heute jedes Mal wieder so: es ist einfach grandios:
Man fährt um eine enge Kurve links und rechts durch Felsen begrenzt und der
Blick öffnet sich schlagartig auf das türkisblaue Meer, einen leuchtend gelben
Sandstrand, die weißen Häuser der Stadt, unmittelbar dahinter die hier sehr
hoch aufragenden und zum Teil schneebedeckten Berge des Taurusgebirges und die
Krönung und das Schönste von allem: den Burgberg auf einer Halbinsel, die wie
eine Nase in das Meer hineinragt.
Das ganze bei Nacht, wenn die Burg auf der Halbinsel beleuchtet ist - es gibt
kaum etwas Schöneres (schaut Euch meine Bilder an).
Ansonsten ist Alanya eine überschaubare Stadt mit ca.
60.000 Einwohnern. Man kann sich nach anfänglichen kleinen Schwierigkeiten sehr
schnell orientieren und verläuft sich nicht mehr. Man kann die Innenstadt mit
ihren vielen vielen Einkaufstrassen, die zumeist schachbrettartig angelegt sind,
mühelos zu Fuß erkunden. Auf einem solchen Gang entdeckt man auf Schritt und
Tritt alles, was das Touristenherz höher schlagen lässt: Läden und Basare, wo
es alles gibt, was man braucht und auch nicht braucht, Kneipen und Bars, aus
denen am Abend die Klänge der einheimischen Bands und natürlich auch
Discoklänge erschallen, Hotels aller Größe und Ausstattung.
Die Stadt ist sehr modern, die Hotels haben fast durchweg
hohen Standard (ein 3 Sterne Hotel genügt vollauf, um rundum glücklich zu
sein), die Strassen sind gut ausgebaut und in sehr gutem Zustand, es gibt
Geschäfte aller Art, so wie wir sie hier auch haben, von Musikläden, über
Optiker (die viel günstiger sind als hier), Friseure, eine Menge Apotheken und
auch Arztpraxen, unzählige Textilläden, Juweliere und Ledergeschäfte - es
gibt nichts, was es nicht gibt.
Ein unbedingtes MUSS ist am Abend ein Bummel durch den Hafen.
Die Hafenmeile ist wunderschön und Bummelmeile für Touristen und Einheimische.
Dort reiht sich eine Diskothek an die andere und der Bär steppt in unzähligen
Kneipen und Bars. Es gibt wirklich für jeden Geschmack etwas. Auf jeden Fall
pulsiert dort das Leben, zumal auch alle Geschäfte bis Mitternacht oder noch
später geöffnet sind.
Geheimtip von mir
für alle, die wie ich türkische Life-Musik lieben: geht unbedingt ins
"Cello". Das ist eine urige Bar, ganz und gar aus Holz und mit einer
Menge Kleinodien, die der Wirt Osman liebevoll in den Nischen in den Wänden
ausstellt, zweistöckig mit einer offenen Galerie oben, wo man auf das Geschehen
unten runterschauen kann, einer kleinen Bühne, wo die Band türkische
Protestsongs aber auch Hits aus der Hitparade spielt, wo es mehr Einheimische
als Touristen gibt, obwohl es dort nicht gerade billig ist.
Im Winter bullert ein Ofen in der Ecke, der mit Holz aber auch Pappkartons
gefüttert wird, und bei einem Wolkenbruch regnet es regelmäßig durchs Dach
auf die Köpfe der Gäste auf der Galerie, wobei man Abhilfe schafft, indem das
Personal mit Eimern und allen möglichen Gefäßen angerannt kommt und diese
unter die Leckstellen im Dach stellt.
(schaut auch mal auf meine Musikseite "Türkpop", da gibts noch mehr
"Cello")
Auch die Vororte
von Alanya sind recht reizvoll. Ich habe mir ein Mountainbike ausgeliehen und
bin ca. 30 km in Richtung Mersin (Osten) geradelt, immer auf der Hauptstrasse,
die schnurgerade am Meer entlang führt, dabei zum Teil über schöne
Strandpromenaden, bis nach Kestel und Mahmutlar. Die Strände sind dort draußen
dann nicht mehr so schön wie in Alanya, zum Teil sehr grobkörnig und auch mit
Felsen durchsetzt. Trotz allem kann man wenig besuchte Strandabschnitte
entdecken, wo nur Einheimische sind und die trotz der Steine auch einen ganz
besonderen Reiz haben.
Ausflüge
von Antalya kann man in alle Richtungen machen:
Nach Osten
in Richtung Mersin, was allerdings ca. 300 km entfernt ist. Dann ist man
auch fast schon an der syrischen Grenze.
Nach Norden in die Berge
des Taurus. Dort findet man noch die ursprüngliche Lebensform der
Bergbevölkerung, Landwirtschaft, die Bauern in ihren traditionellen schwarzen
Pluderhosen und natürlich eine grandiose Berglandschaft. Auch im Taurus gibt es
erstaunlich gut ausgebaute Strassen und ganz urig sind die kleinen Wirtschaften,
wo sich kaum je ein Tourist hin verirrt und wo nur Einheimische sitzen, wo man
aber fantastisch und für fast umsonst essen kann. Ich habe in so einer
Wirtschaft einmal Forelle gegessen und einen Salat dazu und sogar ein Bier habe
ich bekommen. Besser habe ich eigentlich nirgendwo gegessen. Dazu haben die
Dörfler dann auch noch Saz gespielt und gesungen. Ein fantastisches Erlebnis.
Nach Westen gehts nach
Side. Auch dort sollte man einmal hinfahren und sich den Apollo-Tempel anschauen
und all die anderen großartigen, sehr gut erhaltenen antiken Stätten. Der
Strand dort ist fantastisch, sehr feinsandig und fast weiß - noch schöner als
der Kleopatra-Strand in Alanya. Wenn man weiterfährt in Richtung Antalya, kommt
man nach Belkis und dort ist das antike Amphitheater von Aspendos, was man auch
gesehen haben sollte. Besser noch, man sollte einmal eine Opernaufführung dort
erleben, unter freiem Himmel mit tausend Sternen, in einer warmen Sommernacht
und mit der einzigartigen Akustik, für die das Theater berühmt ist.
Und nach Süden gehts ins
Mittelmeer und nach Zypern ...

http://www.weltzeituhr.com/laender/099.shtml viele statistische Infos zu
ALLEN Ländern, sogar die Nationalhymnen kann man anhören
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