Prof. Dr. Eugen und Lilly Joseph
Lebensdaten:
Prof. Dr. Eugen Joseph *26.04.1879 in Bad Landeck (Schlesien) † 24.12.1933 (Freitod) in Berlin
Lilly Joseph, geb. Freudenberg, *20.06.1893 in Berlin † auf 63. Transport von Drancy nach Auschwitz (17.12.1943) Dezember 1943 verschollen
Kinder:
Liselotte - lebte im April 1946 in Tel-Aviv, Achad Haam Street bei Wollheim
Marianne, *15.06.1916 in Berlin; verh. Nickelsberg 63. Transport von Drancy nach Auschwitz (17.12.1943) - weiteres Schicksal nicht bekannt
Wohnanschriften in Berlin:
1914 Berlin W, Landgrafenstr. 16
1931, 1934 Berlin W 15, Kaiserallee 208
Beruflicher Werdegang Eugen Joseph:
ca.
seit 1894 praktischer Arzt (Badearzt) in Bad Landeck; 1902 medizinische
Dissertation Universität Heidelberg mit dem Thema „Die Morphologie
des Blutes bei der akuten und chronischen Osteomyelitis“; seit ca. 1904
in Berlin tätig; 1908 erster Assistent der ersten chirugischen Universitäts-Klinik;
Teilnahme am Ersten Welkrieg; 1913-1933 Professor und Leiter der urologischen
Abteilung der Chirugischen Universitätsklinik (Ziegelstraße);
nach Entzug der Lehrbefugnis am 04.03.1933 Freitod
Veröffentlichungen:
Lebensweg Lilly Joseph
Grab Eugen Josephs auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee
Quelle: Privatarchiv Wolf - Aufnahme 1998
Karteikarte Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee
Todesanzeige in der "Jüdischen Rundschau" vom 5. Januar 1934
nach dem Tod von Eugen Joseph Ausreise in die Schweiz
(Januar 1934); später Aufenthalt in Frankreich Paris, dann Nizza in
Südfrankreich, wahrscheinlich zusammmen mit Tochter Marianne;
23. Januar 1935 Erlaß des Steuersteckbriefes vom
Finanzamt Wilmersdorf-Nord; 1936 Eintrag im Steckbriefregister; 1939 Eintrag
im Fahnungsbuch mit Aktenzeichen: GenStA 1 St Ms 179/35 und Devisenvergehen
StA B J 1563/34
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| Amtsblatt der Reichsfinanzverwaltung Nr. 5 vom 16.02.1935 | Amtsblatt der Reichsfinanzverwaltung Nr. 13 vom 31.05.1937 |
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"Aufbau" vom Freitag den 19.04.1946 S. 33