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Der Spross

Der Spross stellt den oberirdischen Teil der Pflanze dar und gliedert sich auf in dem Stengel und den Blättern.

Der Aufbau des Sprosses ist modular, dies bedeutet das er aus einer Aneinanderreihung von Nodium (Knoten), mit Blatt und Internodium besteht. Die Sprossachse ist der Träger der Blätter. Neben der Aufgabe für einen aufrechten (heliotropen) Wuchs und Festigkeit zu sorgen, dient der Spross ferner als Leitung für den Stoffaustausch der zwischen den Wurzeln und den Blättern stattfinden muss. Als Speicherort wird er ebenfalls genutzt und ist in der Lage Reservestoffe einzulagern.

Der anatomische Aufbau des Sprosses unterscheidet sich zwischen einkeim- und zweikeimblättrigen Pflanzen gewaltig. Die Leitbündel sind bei den zweikeimblättrigen Pflanzen ringförmig gelagert, mit dem nach innen liegendem Xylem, sowie dem nach außen liegenden Phloem.

Bei Holzgewächsen bildet das Xylem den Hauptteil des Holzkörpers. Im Zentrum und außerhalb des Phloems liegt Parenchym (Markparenchym/ Rindenparenchym). Bei den einkeimblättrigen Pflanzen liegen die Leitbündel nur einzeln über den Querschnitt der Sprosse im Parenchym verteilt.

Die Laubblätter werden in erster Linie für die Fotosynthese benötigt. Gleichermaßen sind sie aber auch die wichtigsten Transpirationsorgane. Diese Funktionen entsprechen dem inneren und äußeren Bau des Stengels und der Laubblätter. Im mikroskopisch kleinen Spross-Scheitel, der in der Regel von älteren Blattanlagen umhüllt ist, befinden sich die Meristeme.

Sie bilden die Hauptwachstumszonen. Zwischen den Blättern sind die Internodien angebracht. Diese Internodien stellen besondere Wachstumszonen dar, die für die Streckung der Pflanze verantwortlich sind. Bei zu hohen Temperaturen oder zu niedrigen Lichtintensitäten dehnen sich diese Pflanzenteile untypisch aus. Es kommt zu den sogenannten Vergeilungen. Dadurch wird dem Spross die Standsicherheit genommen und er kann leicht abknicken.

Die Verzweigung des Sprosses kann auf zwei Wegen erfolgen. Durch die Gabelung einer Mutterachse in zwei Tochterachsen, oder durch seitliche Neubildungen von Tochterachsen an den weiterwachsenden Mutterachsen, der sogenannten seitlichen Verzweigung. Dies trifft für sämtliche Samenpflanzen zu.

In der Natur kommen verschiedenste Sprossformen vor. Des weiteren gibt es eine Reihe von Sprossumbildungen oder auch Metamorphosen. Das wären z.B. Sprossknollen, Zwiebeln, Rhizome, Sprossdornen, Sprossranken und kriechende Sprosse.

 

 

 

 

 

Die Zelle

Die kleinste lebende Einheit von Organismen ist mit dem Begriff Zelle definiert.

Es gibt neben den Bäumen, die mit einer Vielzahl von Zellen aufwarten, auch Pflanzen mit nur wenigen Zellen, wie zum Beispiel die Algen.

Im Grundschema weisen die Aufbauten keine prinzipielle Verschiedenheit auf. Die Benennung Zelle geht auf die erstmalige Entdeckung durch Robert Hook 1667 zurück, der Sie im Flaschenkork entdeckte.

Die Formen einer Zelle können variieren, je nach Ihrem speziellen Aufgabengebiet. Das wesentliche einer Zelle wird durch den Inhalt bestimmt. Mit einem entsprechenden Mikroskop lassen sich das Zytoplasma. mit Plastiden, Mitochondrien und Mikrosomen, sowie der Zellkern erkennen. Nach außen hin wird die Zelle durch die Zellwand abgeschlossen. Durch Ihre Festigkeit wird erst der eigentliche Aufbau der Pflanze ermöglicht. Auch eine tote Zelle erfüllt noch wesentliche Funktionen. Als tote Zellen bezeichnet man jene, die nicht mehr aktiv in den Stoffwechsel der Pflanze eingreifen. Sie befinden sich zum Beispiel im Kernholz der Pflanzen und sorgen dort für mechanische Festigung.

Innerhalb einer noch jungen Zelle, füllt das Zytoplasma den gesamten Zellraum aus. Zu einem späteren Zeitpunkt bilden sich Vakuolen. Da das Zytoplasma aus Eiweißstoffen besteht, ist es besonders gegen Hitze, aber auch Kälte empfindlich. Ein absterben ist die Folge. Die jeweiligen Temperaturen, die ein absterben ermöglichen, sind je nach Pflanze sehr verschieden. Das erklärt auch, das in den verschiedenen Klimazonen ein jeweils anders zusammengesetzter Pflanzenbestand vorhanden ist.

Die Vakuolen enthalten frei bewegliches Wasser, bekannt auch als Zellsaft. Darin sind gelöste Kohlehydrate, Farbstoffe, Gerbstoffe, anorganische Ionen, organische Säuren und andere sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Damit dient sie als Depotplatz für die Zelle. Durch das Streckenwachstum der Zellen entstehen die Vakuolen und füllen sich mit Zellsaft auf. Da das Zytoplasma das Wasser nur bis zu einem maximalen Punkt aufnehmen kann, wird nach erreichen des Punktes das überschüssige Wasser in die Vakuolen weitergeleitet. Im Zellsaft befinden sich auch wichtige Farbstoffe, die in Ihrer Zusammensetzung wiederum Einfluss auf die Färbungen des Laubes oder Blüten haben können, wie auch der Säuregehalt des Bodens.

Das Zytoplasma besitzt bei voller Funktionsfähigkeit eine bestimmte, aber veränderliche Struktur. Die einzelnen Moleküle verknüpfen sich je nach Ladung unterschiedlich miteinander. Da diese Bindungen locker sind und ständig gelöst und wieder verknüpft werden können, entsteht trotzdem ein Funktionsgefüge, das als Einheit erhalten bleibt.

Eine weitere wichtige Eigenschaft des Plasmas stellt die Semipermeabilität dar. Zusammen mit der Osmose, erfüllt die Semipermeabilität eine wichtige Funktion im Aufbau des Pflanzenkörpers. Die Moleküle einer Lösung versuchen den ihnen zur Verfügung stehenden Raum, mittels thermischer Bewegung, zu füllen. Dieser Vorgang wird Diffusion genannt und ist abhängig von der Temperatur, dem Molekulargewicht und dem Konzentrationsgefälle. Durch die semipermeable Membran wird die Bewegungsfreiheit nun behindert und gesteuert. Durch die Porengröße wird nur bestimmten Molekülen der Durchtritt gestattet. Bei wässrigen Lösungen kann nur das Wasser, nicht aber das gelöste Molekül durch die Membran diffundieren.

Dieses Wasser wandert nun solange in die Richtung der nächst höheren Konzentration von gelösten Stoffen, bis entweder der Konzentrationsausgleich erreicht ist, oder im Falle von geschlossenen Systemen der hydrostatische Druck weiteren Wasserstrom entgegenwirkt. Das erreichen dieses Zustandes nennt man den Turgor. Nur bei erreichen des Turgordruckes ist ein Wachstum der Pflanze möglich. Bei einer stärkeren Konzentration von außen, kann dieser Druck nicht aufgebaut werden. Dadurch kommt es zur Plasmolyse, die Zelle wird schlaff, da das Wasser aus der Vakuole abwandert. Die Zelle stirbt im Endstadium ab.

Die Zellwand ist eigentlich eine tote Ausscheidung, die vom Plasma gebildet wird. Bei einer Zellteilung entsteht zunächst die sogenannte Mittellamelle. Darauf lagert sich die Primärwand ab. Die Primärwand wiederum besteht aus Zellulose- Mikrofibrillen. Bei der Zellstreckung orientieren sich diese Mikrofibrillen längs der Mittellamelle. Beim erst später einsetzenden Dickenwachstum der Zelle werden sie auch quer aufgelegt. Dieser Vorgang ist besonders für die Festigkeit der Pflanze von Bedeutung. Durch Poren in der Primärwand bleiben die Strukturen miteinander verbunden, und ermöglichen ein weiteres wachsen und kommunizieren. Die Dicke der einzelnen Zellwände wird bestimmt durch die statischen Anforderungen und wird von der Pflanze insgesamt gesteuert. Deshalb sind sie zum Beispiel im Außenbereich stärker, als innen angeordnet. Neben der Erlangung von Festigkeit, müssen auch die Funktionen zur Abwehr von Bakterien, Pilzen oder Insekten erfüllt werden.

Bei zu starkem Wuchs, wie bei einer Überdüngung, kann dieses Verhältnis nicht mehr stimmen. Das bedeutet, die Zellen sind nicht abgehärtet gegen Wind oder Befall von außen, da die benötigte Härte nicht gleichermaßen mitgebildet werden konnte.

Ein wesentlicher Bestandteil der Zelle bildet der Zellkern. Dort sind die gesamten genetischen Informationen der Pflanze enthalten. Nur die noch jungen und teilungsfähigen Zellen können den charakteristischen Pflanzenkörper aufbauen.

Bevor sich die Zellen teilen können, muss sich der Zellkern teilen. Als Fazit gilt daher, das Grundelement für alle Lebensfunktionen ist die Zelle. Streng genommen bildet sie eine Einheit. Wenn die eigentliche Wachstumsphase einer Zelle abgeschlossen ist, hat sie bereits, ihrer jeweiligen späteren Verwendung zugedachte, Form angenommen. Der dadurch entstehende Verband von gleichartig geschalteten Zellen nennt man Gewebe.

Eine Sonderbildung der Epidermis sind Spaltöffnungen, die sogenannten Stomata. Sie dienen dem Wasser- und Gasaustausch. Ansonsten ist die Epidermis undurchlässig. Man kann sich diese Stomata als Ventil vorstellen, den das Schließen und Öffnen dieser Spaltöffnungen ist abhängig vom herrschenden Turgordruck. Erhöht sich der Turgor, verformen sich die Schließzellen. Besonders zahlreich sind die Spaltöffnungen an der Unterseite der Blätter angebracht.

Die Ausscheidungsgewebe sind oftmals an Blattspitzen und Blattzähnen zu finden. Sie dienen zur Ausscheidung von flüssigem Wasser, der sogenannten Guttation.

Das Leitungsgewebe wird unterschieden in wasserleitende und organische Stoffe leitende Gewebe. In der Regel sind die leitenden Elemente zu Leitbündeln vereinigt.

Die höheren Pflanzen entstehen zu Beginn aus einer befruchteten Eizelle, der sogenannten Zygote. Die Polaritätsachse wird bereits bei der ersten Zellteilung festgelegt.

 

 

 

Das Blatt

Die Blätter haben für ihre verschiedenen Aufgaben auch dementsprechend vielseitige Ausstattungen angenommen. So wird unter anderem zwischen Keimblätter, Niederblätter, Laubblätter, Blütenblätter und Hochblätter unterschieden.

Auch bei den Blattformen gibt es zahlreiche Varianten, z.B. nadelförmig, eiförmig, elliptisch, kreisrund, und viele mehr. Bei den Blatträndern sieht es nicht anders aus. Auch hier gibt es mehrfache Variationen, erwähnt seien beispielsweise ganzrandig, gezähnt, gekerbt, gesägt .

Die Blattform ist durch diese Mannigfaltigkeit ein wesentliches Bestimmungsmerkmal für die Art der Pflanze. Wie bereits beim Sprossaufbau, gibt es auch beim Blatt wesentliche Unterschiede zwischen einkeim- und zweikeimblättrige Pflanzen.

Die einkeimblättrigen Pflanzen haben, als Hauptteil eine Blattspreite, die parallelnervig ausgebildet ist.. Bei den zweikeimblättrigen Pflanzen ist es eine mittelnervige Blattspreite.

Auf der Oberseite (Epidermis) des Blattes befindet sich die Wachsschicht (Cuticula), die als Schutzschicht für das Blatt fungiert. In der Cuticula sind keine Chloroplasten enthalten.

Die Cuticula ist anpassungsfähig an den jeweiligen Standortbedingungen. Das bedeutet, je trockener der Standort, je dicker die Cuticula und je eingesenkter die Stomata. Darunter liegt das Assimilationgewebe (Palisadenparachym), das sind langgestreckte Fotosynthesezellen. Das danach folgende Atmungsgewebe (Schwammparenchym) besteht aus großen Interzellularräume. Die untere Epidermis besitzt ebenfalls eine Cuticula, dazu gesellen sich noch die Spaltöffnungen (Stomata), die für den Gasaustausch aus jeweils zwei Schließzellen bestehen.

Die Blattnerven sind umgeben von Sklerenchym (tot) und Kollenchym (lebend, verdickte Wände). Sie sorgen für eine Stützfunktion und untereilen sich in Xylem und Phloem. Das Xylem besteht aus toten Zellen und ist für die Wasserleitung zuständig. Das Phloem besteht aus toten Siebzellen und lebenden Geleitzellen. Sie sorgen für den Transport der Assimilate.

Zum Herbst hin werden die im Blatt enthaltenen Stoffe zurück in die Pflanze gezogen. Eiweiß und Stärke wandern zurück, das Chlorophyll ist abgebaut, die verbleibenden Karotine und Xantophyllen sorgen für die Herbstfärbung, am Blattstiel entsteht eine Trennschicht. Die Blattansatzstelle am Spross verkorkt, das Blatt fällt zu Boden.

 


Die Wurzel

Die Wurzel einer Pflanze ist absolut gleichzusetzen in ihrer Wichtigkeit, wie der oberirdische Pflanzenteil. Dieses Verhältnis beider Pflanzenteile muss in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Dieser Grundsatz wird leider oft genug missachtet oder aus Unwissenheit nicht ausreichend beachtet.

Damit sie diese Funktionen erfüllen kann, ist sie zweckmäßig ausgestattet. Die Umhüllung der Wurzel besitzt keine Kuttikula. Damit ist sie für das Wasser und die darin gelösten Mineralsalze durchlässig.

Um das eindringen in den Boden zu erleichtern, besitzt die Wurzel an ihrer Spitze die geschützte Wurzelhaube. Dahinter befindet sich die Zellteilungs- und Streckungszone. Diese besondere Zellschicht, das Perizykel, besteht aus noch entwicklungsfähigen meristematischen Zellen und bestimmt das Längen- und Breitenwachstum. Das Perizykel umschließt den in der Mitte der Wurzel befindlichen Zentralzylinder, der die Leitbündel
als zentralen Strang mit hoher Zugfestigkeit enthält.

Die Wurzelhaarzone, die mit ihren fein ausgebildeten Wurzelhaaren eine enge Verbindung mit den Bodenteilchen eingehen kann, und sich somit diese chemisch aufschließt. Die Lebensdauer dieser Wurzelhaare ist sehr begrenzt und beträgt nur wenige Tage.

Der bereits verholzte Teil dient zum Transport und zur statischen Festigkeit der Pflanze.

Die Vielzahl der unterschiedlichen Wurzelsysteme ist das Ergebnis des natürlichen Überlebenskampfes. Jedes Wurzelsystem nutzt den Bodenraum anders, das mindert die Konkurrenz zwischen den Pflanzen.

Die Stärke der Wurzeln schwankt erheblich mit der Bodenstruktur. In lockeren Böden, sind sie allgemein dünner, in dicht gelagerten Böden kommen sie verdickter vor, da sie mehr Durchsetzungskraft benötigen.

Die arteigene Dicke der Wurzel erlaubt daher Rückschlüsse auf ihren ursprünglichen Standort. Bei einem optimalen Baumumfeld und vor allen Dingen artgerechten Bodenverhältnissen, wird eine Wurzelmasse, je nach Pflanze, von bis zu 1:1 im Verhältnis zum oberirdischen Biomassenvolumen der Krone gebildet. Mit jedem Prozent an Abnahme dieser Bedingungen, hervorgerufen durch mangelnde Bodengüte, fehlenden Sauerstoff, fehlende Wasserversorgung, durch Einpflasterungen, Bodenverdichtungen, u.s.w., müssen die Bäume unverhältnismäßig mehr Assimilate aus den oberirdischen Pflanzenteilen für die Versorgung und Entwicklung der Wurzel aufwenden.

Dieses Ungleichgewicht geht natürlich nicht spurlos an den Bäumen vorüber. Die oberirdische Baumentwicklung zeigt sich in reduzierter Kronentätigkeit und Stammausbildung.

 

 

 

Die Blüte/Frucht

Alle Samenpflanzen haben eine Blüte, ob sie nun mit oder ohne Blütenhülle ausgestattet sind. Die Blüte ist ein umgebildeter Kurztrieb, eine umgestaltete, gestauchte Sprossachse.

Es sind oftmals einhäusige Pflanzen, das bedeutet männliche und weibliche Blüten sind auf einer Pflanze. Die männlichen Staubblüten bilden am Beispiel der Fichte kleine gelbe Zäpfchen, die einzelnen Blätter (Staubblätter) stehen dicht und tragen auf der Unterseite je zwei Pollensäcke. In den Staubblättern bilden sich durch Meiose die Pollenkörner, die mit Luftsäcken ausgestattet, vom Wind verweht werden. Die weiblichen Fruchtblüten sind kleine rote Zäpfchen. Die einzelnen Blätter haben oben zwei Samenschuppen, mit je einer offenen Samenanlage. Darauf befindet sich die mit ihnen verwachsene Deckschuppe. Der Blütenstand ist erreicht, wenn die Samenanlage und die Deckschuppe sich zu einem Kurztrieb gebildet haben. Hier kann man auch von einer unscheinbaren Blüte sprechen.

Bei den Bedecktsamern ist die Samenanlage zur Blütezeit in einem Fruchtknoten eingeschlossen. Sie haben eine echte oder scheinbare Blüte. Die Blütenhülle kann einfach, doppelt oder farbig aufgebaut sein. Normalerweise sind in der Blüte fünf Wirtel aus metamorphosierten Blättern: Kelchblätter, Blütenblätter, zwei Staubblattkreise, und der Fruchtblattkreis. Die Blätter der Kreise können miteinander verwachsen sein. Alle Blütenglieder leiten sich von normalen Laubblättern ab.

 

 

Bei der Bestäubung, die meist durch Wind oder Insekten ausgelöst wird, gelangt der Blütenstaub auf die Narbe. Danach erfolgt die Befruchtung. Von dem auf der Narbe aufgebrachten Pollen treibt ein Pollenschlauch durch den Griffel zur Samenanlage (Bild: Zwitterblüte). Ein vegetativer Kern, der später abstirbt, und zwei generative Kerne, die nehmen die Befruchtung vor, wandern durch diesen Pollenschlauch. Einer dieser haploiden generativen Kerne verbindet sich mit der haploiden Eizelle zur diploiden Zygote.

Der zweite Kern verschmilzt mit dem diploiden Embryo und bildet das Endosperm als Grundlage für das Nährgewebe des Samens. Aus dem Fruchtknoten entwickeln sich die Früchte, die die aus der Samenanlage hervorgegangenen Samen enthalten.

 

 

 

Der Samen

Der Samen kommt bei den Bäumen in den unterschiedlichsten Formen und Varianten vor.

Unterschieden werden zum einen die Gymnosperme (Nacktsamer) und Angiosperme (Bedecktsamer).

Für beide Gruppen gilt jedoch gleichbleibend, das sich der Keimling umso besser bilden kann, wenn er auf dem Boden nur eine leichte Bedeckung mit Erde oder Laub erhält. Tieferes vergraben, führt automatisch zum Verlust der Keimfähigkeit. Die Keimung wird durch die Quellung des Samens ausgelöst. Dabei wird eine Volumenzunahme durch Wassereinlagerung erzielt, die zu einem Quellungsdruck führt.

Die gequollenen Samen können aber nur keimen, wenn die entsprechenden Lichtverhältnisse für die jeweilige Samenart, entweder Licht- oder Dunkelkeimer, herrschen.

Eine einzigartige Ausnahmestellung nimmt allerdings der Ginkgo ein. Obwohl er zu den Nacktsamern zählt, weil seine Samen nicht in einer Fruchthülle eingeschlossen sind, haben die Samen Schalen und einen fleischigen Samenmantel.

Der Ginkgobaum ist, wie einige Koniferen zweihäusig, Pollen und Eizellen werden auf verschiedenen Bäumen gebildet. Der weibliche Baum muss in der Nähe eines männlichen Baumes wachsen, um befruchtet zu werden. Der Ginkgo hat eine einzigartige Stellung, da er bewegliche oder frei schwimmende Spermien ausbildet

 

Der Boden

Fachlich gesehen ist der Boden die Schicht der Erdoberfläche, die mit Lebewesen, Wasser und Luft durchsetzt ist. Gesteinsverwitterung ist das Ausgangsmaterial für die Entstehung, mit Ausnahme der Moorböden. Unterschieden wird die Verwitterung der Gesteine in

  • physikalische Verwitterung; durch Temperaturwechsel und Eisbildung. Bewirken den Zerfall in kleinere Partikel. Durch unterschiedliche Erwärmung im Inneren zur Oberfläche, entsteht eine unterschiedliche Ausdehnung, die für Risse und Spalten verantwortlich ist. Eindringendes und gefrierendes Wasser, vergrößert diese Risse und Spalten und sorgt somit für deren Sprengung. Die Verwitterung ist umso intensiver, je größer die Temperaturschwankungen sind.
  • chemische Verwitterung; durch Wasser und Bodensäuren. Lösungsvorgänge lösen Salze aus dem Gestein, welches dadurch poröser wird. Durch die herausgelösten Stoffe, wird die Lösungskraft des Wassers verstärkt. Bei steigenden Niederschlägen und hohen Temperaturen, steigt die Intensität der Verwitterung an.
  • Biologische Verwitterung; durch den Einfluss der Pflanzen. Zunächst erfolgt die Ansiedlung von Algen Moose, Flechten und Pilze auf dem Gestein. Sie leben von gelösten Nährsalzen und verstärken die Verwitterung durch ihre CO2 Ausscheidungen. Bei der Ansiedlung von höheren Pflanzen, wirkt zusätzlich die Sprengkraft der Wurzeln.

Die organische Bodensubstanz umfasst die lebenden Organismen, sowie die abgestorbenen Pflanzen- und Tierreste. Dabei ist die Gruppe der Bakterien der wichtigste Organismus, da sie die pflanzlichen abgestorbenen Substanzen zersetzen, und somit die Humusbildung bewirken. Weiterhin bilden und erhalten sie die Krümelstruktur.

  • In der Gruppe der Bodenorganismen sind ebenfalls enthalten:
    • Nitrifizierende Bakterien; wandeln Ammoniak in Nitrat um.
    • Ammonifizierende Bakterien; bauen Eiweißverbindungen und Harnstoff in Ammoniak um.
    • Stickstoffbindende Bakterien; sie kommen frei im Boden vor, oder leben in Gemeinschaft (Symbiose) mit Stickstoffsammelnden Pflanzen (Leguminosen). Umwandlung von Luftstickstoff in organisch gebundenem Stickstoff.
    • Denitrifizierende Bakterien; befinden sich in nassen und schlecht durchlüfteten Böden, sie wandeln Nitratstickstoff in Luftstickstoff um.
    • Pilze; sie zersetzen die von den Bakterien nicht oder nur schwer angreifbaren Stoffe, wie z.B. Holzstoff (Lignin). Es gibt auch Pilze, die in einer Lebensgemeinschaft (Symbiose) z.B. mit Bäumen leben, wo beide voneinander profitieren.
    • Bodentiere wie Insekten, Milben, Nematoden; sie zerkleinern und setzen Pflanzenreste um.

Durch den unterschiedlichen Stand bei der Verwitterung und des mineralischen Ausgangsgestein, entstehen unterschiedliche Durchmesser der mineralischen Bestandteile. Diese nennt man Korngrößen. Die Unterscheidung der einzelnen Bodenarten, ist abhängig vom Anteil und Gemisch dieser Korngrößen. Die Fruchtbarkeit des Bodens ist abhängig von der jeweiligen Zusammensetzung von Wasser- Luft- und Nährstoffen, die wiederum in enger Beziehung zu den Korngrößen stehen.

Das Bodengefüge, auch die Bodenstruktur genannt, ist die Anordnung des Anteils von mineralischen und organischen Bodenteilchen. Je nach Verhältnis, ergibt sich ein unterschiedlicher Anteil von Bodenporen. Das vorhanden sein dieser Bodenporen, ist ausschlaggebend für die Menge des möglichen Luft- und Wasserhaushaltes innerhalb der Bodenstruktur.

Durch das erreichen der sogenannten Krümelstruktur, wird ein optimales Verhältnis im Luft- und Wasserhaushalt des Bodens durch grobe Poren und Krümelbildung geschaffen. Erreicht wird dieser Zustand dadurch , das Bodenteilchen unterschiedlicher Größe unter dem Einfluss von chemischen Bindungskräften, oder nach Tätigkeit der Bodenorganismen (Lebendverbauung) sich zu Krümeln zusammenfügen, die zwischen sich grobe Poren entstehen lassen. Man unterscheidet generell:

  • leichter Boden; geringes Wasserhaltevermögen, bei guter Wasserführung; gute Durchlüftung; geringer natürlicher Nährstoffgehalt; geringes Nährstoffhaltevermögen, gute Durchwurzelbarkeit, leichte Bearbeitung.

    schwerer Boden; hohes Wasserhaltevermögen, schlechte Durchlüftung; hoher Nährstoffgehalt; hohes Nährstoffhaltevermögen; schlechte Durchwurzelbarkeit; schwere Bearbeitung.

Da die Pflanzenwurzeln und Bodenorganismen für ihre Lebensaktivitäten neben Wasser auch Sauerstoff benötigen, muss ein ausgewogenes Verhältnis innerhalb der Bodenstruktur zwischen Bodenwasser und Bodenluft bestehen. Bodenverdichtungen, ein zu niedriger pH-Wert oder zu geringer Humus Anteil wirken sich für den Anteil an Bodenluft negativ aus. Da Bodenwasser die Bodenluft aus den Poren drängt, ergibt sich mit steigendem Wassergehalt ein Abnehmen der Bodenluft. Sandböden (leichter Boden) haben infolge ihres hohen Anteils an Poren eine gute Durchlüftung, Tonböden (schwerer Boden) nur dann, wenn eine gute Krümelstruktur vorhanden ist, damit das überschüssige Bodenwasser nach Niederschlägen auch versickern kann. Das Sickerwasser dringt in tiefere Schichten ein, und bildet das Stau- oder Grundwasser. Ein Teil des in den Boden gelangten Wassers bildet in den oberen Schichten das Haftwasser. Dieses steht den Pflanzen zur Verfügung. Verluste an Haftwasser durch die Verdunstung und den Verbrauch der Pflanzen, kann durch den kapillaren Aufstieg aus dem Grundwasser wieder ergänzt werden.

Wenn der von den Pflanzen aufnehmbare Wasservorrat aufgebraucht wird und kein ausreichender kapillarer Aufstieg aus dem Grundwasser erfolgt, entsteht der sogenannte Welkepunkt, die Pflanze ist nicht mehr in der Lage, die Turgeszenz aufzubauen.

Ein weiterer Faktor für einen Boden stellt die Bodenwärme dar. Wachstum der Pflanzen und Aktivität der Bodenorganismen steht im Zusammenhang mit der vorhandenen Bodenwärme. Diese wird beeinflusst durch die Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit des Bodens. Stark wasserhaltige Böden benötigen mehr Wärmezufuhr zur Erwärmung, da Wasser eine fünf mal höhere spezifische Wärme hat, als die Bodensubstanz. Die gute Wärmeleitfähigkeit, ermöglicht eine Wärmezufuhr bis in die unteren Bodenschichten.

Bei der Bodenreaktion handelt es sich um den Anteil der gespaltenen Ionen, deren Maßzahl der pH-Wert ist. Im Bodenwasser enthaltene Säuren, Basen und Salze sind in gespaltenen Ionen enthalten. Säuren bestehen im wesentlichen aus freien H-Ionen, Basen aus freien HO-Ionen. Wenn die Anzahl von diesen Ionen gleichgroß ist, ist die Bodenreaktion neutral. Sind überwiegend H-Ionen vorhanden, so ist die Bodenreaktion sauer, überwiegen die HO-Ionen, ist die Bodenreaktion alkalisch. Der pH-Wert wird aufgeteilt in,

  • pH 7-8 schwach alkalisch
  • pH 7 neutral
  • pH 6-7 schwach sauer
  • pH 5-6 mäßig sauer
  • pH 4-5 stark sauer
  • pH 3-4 sehr stark sauer

Die Mehrheit der heimischen Gehölze benötigt einen hohen pH-Wert. Eine Ausnahme bilden die Moorbeetpflanzen (Rhododendron). Der pH-Wert läßt sich durch Kalkgaben erhöhen, eine Absenkung dagegen ist nur bedingt möglich.

Bei hohem pH-Wert ist die Bodenstruktur besonders günstig und stabil. Dadurch läuft der Abbau der organischen Substanz schneller und die meisten Spurennährstoffe liegen im Bereich von pH 5,5-6,5 in pflanzenverfügbarer Form vor. Die wichtigsten Nährstoffe sind Stickstoff, Schwefel, Phosphor, Kalium, Calzium, Magnesium, Eisen, und die Spurenelemente Silicium, Mangan, Kupfer, Zink, Bor, Moybdän

Auf pH-Wertschwankungen wird von den Pflanzen und Bodenorganismen empfindlich reagiert. Daher wird im Boden eine Pufferkraft benötigt, die in der Lage ist, die übermäßige Zufuhr von H-Ionen oder HO- Ionen zu steuern und eine konstante Haltung des pH-Wertes ermöglicht. Dieser Puffer besteht aus Phosphaten, Kalk und insbesondere Ton- und Humusteilchen, die ihre angelagerten Ionen gegen H-Ionen oder HO-Ionen des Bodenwassers austauschen.

 

 


Der Samen

Der Samen kommt bei den Bäumen in den unterschiedlichsten Formen und Varianten vor.

Unterschieden werden zum einen die Gymnosperme (Nacktsamer) und Angiosperme (Bedecktsamer).

  • Die Nadelgehölze, deren Samen in Zapfen heranreifen zählen zu den Nacktsamern, da der gebildete Samen nicht von der Fruchthülle eingeschlossen wird. Nach der Bestäubung der weiblichen Blüte, schließen sich die einzelnen Fruchtschuppen und der sich bildende Zapfen verharzt. Dieser Vorgang dauert mindestens ein Jahr an. Je nach Nadelgehölz, öffnen sich die mittlerweile verholzten Fruchtschuppen ab dem zweiten Jahr, bei einigen auch erst noch später. Dieser Vorgang ist ausschließlich bei trockenem Wetter zu beobachten, um die Windverbreitung der geflügelten Samen zu gewährleisten. Bei schlechter Wetterlage sind die Fruchtschuppen geschlossen. Geöffnete Zapfen sind daher ein guter Wetterindikator.
  • Die Laubgehölze bilden die Gruppe der Bedecktsamer, da sich bei ihnen der Samen aus der Samenanlage bildet und den Keimling enthält, der sich in einem nährstoffreichen Gebilde , geschützt von einer Samenschale befindet. Die meisten Laubgehölze haben zudem eine jährliche Samenbildung.

Für beide Gruppen gilt jedoch gleichbleibend, das sich der Keimling umso besser bilden kann, wenn er auf dem Boden nur eine leichte Bedeckung mit Erde oder Laub erhält. Tieferes vergraben, führt automatisch zum Verlust der Keimfähigkeit. Die Keimung wird durch die Quellung des Samens ausgelöst. Dabei wird eine Volumenzunahme durch Wassereinlagerung erzielt, die zu einem Quellungsdruck führt.

Die gequollenen Samen können aber nur keimen, wenn die entsprechenden Lichtverhältnisse für die jeweilige Samenart, entweder Licht- oder Dunkelkeimer, herrschen.

Eine einzigartige Ausnahmestellung nimmt allerdings der Ginkgo ein. Obwohl er zu den Nacktsamern zählt, weil seine Samen nicht in einer Fruchthülle eingeschlossen sind, haben die Samen Schalen und einen fleischigen Samenmantel.

Der Ginkgobaum ist, wie einige Koniferen zweihäusig, Pollen und Eizellen werden auf verschiedenen Bäumen gebildet. Der weibliche Baum muss in der Nähe eines männlichen Baumes wachsen, um befruchtet zu werden. Der Ginkgo hat eine einzigartige Stellung, da er bewegliche oder frei schwimmende Spermien ausbildet.

 

 

 

Das Klima

Das Klima wirkt als Ganzes auf die Pflanzen, besteht in seiner Gesamtheit aber aus verschiedenen Klimafaktoren.

Genaugenommen ist das Wort Klima ein Sammelbegriff für alle Vorgänge in der Atmosphäre, an einem bestimmten Ort, über einen längeren Zeitraum. Klimazonen entstehen vor allem dadurch, dass die Sonne die Erdoberfläche nicht überall gleichmäßig mit Energie versorgt. So wird beispielsweise zwischen maritimen Klima und Kontinentalklima unterschieden. Zudem wird die Erde in verschiedene Klimazonen eingeteilt. Deutschland hat ein feucht-gemäßigtes Klima. Hier liegt übrigens auch der Grund für das vergleichsweise wechselhafte Wetter, da sich in regelmäßigen Abständen polare Luftmassen mit wärmerer, subtropischer Luft treffen. Durch diese Treffen entstehen die Tiefdruckgebiete, die den Regen bringen.

Für die Pflanzen ist es von enormer Wichtigkeit, innerhalb der extremsten Tieftemperaturen ihrer jeweiligen Heimat überlebensfähig zu sein. Dies ist der begrenzende Faktor, von dem ein überleben der jeweiligen Pflanze abhängt. Hierbei spricht man von der Frosthärte. Der Härtegrad einer Pflanze sagt aus, bis zu welcher Tiefsttemperatur ein überleben ohne Schädigung möglich sein kann.

Bei der Sommerwärme ist ein anderer Aspekt, als die höchste Temperatur von Bedeutung. Es kommt viel mehr auf den Durchschnitt der Temperaturen an, der Aufschluss über die Wärmemenge gibt, die zur Verfügung gestellt wurde. Der Bedarf dieser Wärmemenge, ist bei den verschiedenen Pflanzenarten auch unterschiedlich hoch.

Einwirkungen hat die Wärmemenge nicht zuletzt auf die Blüten- und Fruchtbildung, also auch ganz entscheidend auf die Vermehrung, sondern auch auf die Ausreifung der neuen Triebe. Ein nicht ausgereifter Trieb, wird bei leichten Frösten bereits zurückfrieren und damit den Zugewinn einer Periode verlieren. Andere Pflanzen hingegen, die aufgrund ihrer benötigten Wärmemenge, dieses Problem nicht hatten, werden im Konkurrenzkampf der Pflanzen zueinander die Oberhand gewinnen. Nicht unterschätzt werden darf aber auch das eigentliche Konkurrenzverhalten der Pflanzen zueinander. Obwohl es sehr viele, ähnliche Ansprüche von verschiedenen Pflanzenarten an die Klima- und Umfeldfaktoren gibt, kommen sie dennoch nicht gemeinsam vor. Dies liegt daran, das unterschiedliche Wuchsstärken, den Lichtbedarf für andere entzieht, oder das effektiveres ausnutzen bei der Wasseraufnahme den anderen diesen Baustoff vorenthält, oder nicht genügend Zufuhr ermöglicht.

Das Wasser als der wichtigste Baustoff der Pflanzen, stellt natürlich auch einen wesentlichen Klimafaktor dar. Zum einen ist die Niederschlagsmenge in den Sommermonaten von großer Bedeutung für die Entwicklung der Pflanzen, zum anderen die Regelmäßigkeit dieser Niederschläge. Sich ändernde Verhältnisse, bewirken auch hier, das einzelne Pflanzenarten sich nicht anpassen können oder es nicht schaffen, und dementsprechend zurückgedrängt werden. Dafür aber andere Pflanzen auf dem Vormarsch sind.

Pflanzen derselben Art können natürlich auch in verschiedenen Klimazonen überleben. Sie passen sich ihrer jeweiligen Klimazone in ihrem Wuchs- und Schutzverhalten an. Deshalb ist es auch möglich, kultivierte Pflanzen innerhalb verschiedener Lokal- bzw. Klimazonen, unter Beachtung der Frosthärte und Umfeldfaktoren (z.B. Boden), zu pflanzen. Eine Eingewöhnungszeit sollte aber Voraussetzung sein, damit sich die Pflanzen den neuen Gegebenheiten anpassen können. Ist innerhalb der Eingewöhnungsphase das Extrem zu groß, kann es zu Schädigungen kommen.

 

Das funktionieren des Kraftwerkes Baum, und der Pflanzen im allgemeinen, ist ein faszinierendes Verfahren. Alle Strukturen in den Pflanzen existieren auf der Basis des Stoffwechsels. Die Form und Gestalt befindet sich im Fließgleichgewicht, das bedeutet das innerhalb der Pflanzen fortwährende aufbauende und abbauende Vorgänge stattfinden.

Das Wasser stellt die zentrale Substanz im Stoffwechsel der Pflanzen dar. Es ist der Baustein für die Schaffung von Kohlenhydraten und anderen organischen Verbindungen, als Quellungswasser (Volumenzunahme durch Wassereinlagerung), als freies Wasser zur Aufrechterhaltung des Turgors und als Transportflüssigkeit.

 

 

Eine weitere Wasseraufnahme findet in Form der Diffusion statt. Dieser Vorgang findet in der Richtung abnehmender Konzentration statt und ist in der Diffusionsgeschwindigkeit abhängig von der Größe der Moleküle, der Temperatur und der Weglänge. An einer semipermeablen Membrane tritt dabei die Osmose auf.

Das bedeutet, das im Zentralzylinder ein aktiver Transportprozess eine erhöhte Teilchenkonzentration im Vergleich zum äußeren Bereich der Wurzel schafft.

 


Durch hydrophobe Einlagerungen in die radialen Zellwände der Endodermis wird ein Rückdiffundieren verhindert. Dadurch, und durch die erhöhte Teilchen konzentration im Zentralzylinder folgt das Wasser osmotisch nach und erzeugt einen positiven Druck, den Wurzeldruck, in den Leitbündeln. Dieser Weg wird deutlich, unter Bedingungen in denen keine Transpiration stattfinden kann, wie z.B. beim Frühjahrsaustrieb von laubabwerfenden Bäumen.

Der Wassergehalt der Pflanzen beeinflusst alle Stoffwechsel- und Wachstumsprozesse in ganz entscheidendem Maße.

Für die Wasseraufnahme in die Pflanze ist also die Transpiration oder die osmotischen Kräfte der Wurzelhaare verantwortlich. Die Pflanze wird von der Wurzel bis zu den Blattspitzen innerhalb der Xylemenbahnen von einem zusammenhängenden Wasserfaden durchzogen.

Angetrieben, ständig Wasser aufzunehmen, wird die Pflanze durch die Transpiration, sprich durch die Wasserabgabe an der Blattoberfläche. Der durch die Transpiration entstehende Unterdruck, bringt die Pflanze dazu das nun fehlende Wasser nachzuziehen. Wegen der starken Kohäsionskräftedes Wassers, reißen die Wasserfäden selbst bei Wasserentzug in den Spitzen nicht ab. Damit das Wasser nicht in unkontrollierten Mengen verdunsten kann, haben die höheren Pflanzen starke Transpirationswiderstände (Spaltöffnungen) an der Oberfläche ausgebildet.

Die eigentliche Transpiration wiederum wird durch die Belichtungsintensität, Feuchtigkeit und Co2-Gehalt der Luft gesteuert.
Der Wassertransport ist natürlich auch notwendig, um die anorganischen Substanzen in den Leitungsbahnen zu transportieren. Weiterhin werden anorganische Stoffe auch mittels Wasser dem Boden entnommen. Ein Teil dieser Stoffe muss der Pflanze zur Verfügung stehen.

Die Energie für den gesamten Pflanzenaufbau entsteht bei der Assimilation gewonnenen Stoffe. Die Assimilation findet in den chloropyllhaltigen Teilen des Blattes statt. Durch die Anordnung im Blatt ist gewährleistet, dass die für die Assimilation notwendigen Stoffe Kohlendioxyd (CO2), Wasser (H2O) und Licht am Ort der Synthese vorhanden ist.

Die Assimilation wird durch den Katalysator Chlorophyll erst ermöglicht. Das Licht liefert die nötige Energie. Nicht das ganze Lichtspektrum ist wirksam. Die Fotosynthese hängt in ihrer Stärke von den chlorophyll-absorbierten Wellenlängen ab.

  • Die Formel der Assimilation lautet: Kohlendioxid + Wasser + Energie = Zucker + Sauerstoff

Die in den Pflanzen gebundenen CO2 Mengen werden bei der Veratmung und der Verwesung mit Hilfe von Bakterien oder Tieren der Luft wieder zugeführt, so dass der CO2 Gehalt der Luft relativ konstant bleibt.

Der so gewonnene Zucker als energiereiche Verbindung ist die Grundlage für den Aufbau aller weiteren organischen Substanzen. Der Auf- und Abbau der verschiedenen organischen Substanzen erfolgt unter Mitwirkung von organischen Katalysatoren (Enzyme). Während nun durch die Fotosynthese CO2 und Wasser aufgenommen werden und durch organische körpereigene Substanz ausH2O und CO2 synthesiert werden, läuft bei der Atmung der umgekehrte Prozess wie bei der Assimilation ab.

  • Dies geschieht nach der Formel: Zucker + Sauerstoff = Kohlendioxyd + Wasser + Energie

Der Begriff der Atmung setzt sich also aus der Zerlegung von energiereichen organischen Stoffen durch einen Abbauprozeß gesteuert, zusammen. Die Fotosynthese und die Atmung laufen innerhalb der Pflanze parallel ab. In den Zeiten die für die Fotosynthese günstig sind, überwiegt deren Tätigkeit, wie z.B. bei vollem Tageslicht. Nachts ist die Tätigkeit der Atmung entsprechend intensiver.

 

 

 

Der Baum

Die Funktionen eines Baumes sind sehr vielseitig. Einerseits sorgt der Baum mit seinen Fähigkeiten für ein angenehmes Klima, da er in der Lage ist, die Luft zu kühlen und die relative Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Die Absenkung der Temperatur beruht dabei auf den Wärmeverbrauch, der durch die Wasserverdunstung des Laubes erzielt wird, nicht durchdie Schattenwirkung der Krone.

Auch als Luftreiniger betätigt sich der Baum, da er in der Lage ist, Schwebstoffe aus der Luft zu filtern. Bäume entgiften dabei durch Oxidation in ihrem Stoffwechsel die Luft. Das Leistungsvermögen der Luftreinigung ist je nach Baumart unterschiedlich und hängt zudem von der Dosis der Giftstoffe ab. Allerdings sollte bedacht werden, je mehr Schadstoffe der Baum an sich bindet, ausfiltert oder entgiftet, desto stärker ist seine eigene Belastung. Auch er hat seine Grenzen.

 

 

Für die Lärmminderung kann der einzelne Baum, oder eine Baumgruppe, ebenfalls wertvolle Dienste leisten, da eine dichte Krone, oder ein dichter Kronenmantel im richtigen Winkel, den Schall um einige Dezibel mindern kann.
Für die Gesundheit der Menschen haben die Bäume auch jede Menge zu bieten.

 


Zahlreiche Rohstoffe aus Blättern, Rinde, Blüten oderWurzeln werden für die Herstellung von Arzneien oder Tee verwendet. Unverzichtbar ist der Baum seit Menschengedenken als Rohstofflieferant für die Wärme und die Kochstelle, als Baumaterial für Schiffe, Brücken und Häuser, für die Herstellung von Möbeln, als Werkstoff für den Innenausbau, oder Papier.

Der Baum verdient nicht zuletzt wegen all dieser Leistungen besondere Aufmerksamkeit und eine besonnenere Behandlung durch den Menschen. Die Krönung seiner Leistungsfähigkeit bildet die, für den Menschen unverzichtbare, Möglichkeit Sauerstoff zu bilden. Gerade in den oftmals eher baumfeindlich gestalteten Städten, entstehen Spitzenwerte an Abgaskonzentrationen bei austauscharmen Wetterlagen. Dadurch wird die Zufuhr von Luft aus höheren , sauerstoffreicheren Luftschichten minimiert. Diesem städtischen Klimaproblem wirkt der Baum mit seiner Fähigkeit entgegen, indem er für die notwendige Zufuhr von Sauerstoff sorgt.

 

Steuerung der Blütezeit 

 

Wie kann man allgemein die Blütezeit beeinflussen?

Pflanzen müssen, um blühen zu können, eine gewisse Größe erreicht haben. Wie groß oder alt eine Pflanze sein muß, bis sie zur Blüte gebracht werden kann, hängt stark von der Pflanzenart ab (Annanasgewächse nach mehreren Jahren, einjährige Sommerblumen nur einige Wochen).

Außerdem müssen genügend Assimilate vorhanden sein, d. h. die Wachstumsfaktoren müssen günstig sein. Zu diesen Wachstumsfaktoren gehören auch Nährstoffe, so kann man z. b. durch Phosphor betonte Düngemittel die Blühreife gefördert werden.

Hat eine Pflanze die Blütenreife erreicht, sind Licht und Temperatur zwei wichtige, den Blütentermin beeinflussende Faktoren. Bei manchen Pflanzen auch Gase.

 

 

Licht / Belichtungszeiten  Pflanzenpflege Floristik

 

 

Langtagspflanzen Photoperiodismus (Lichtabhängig)

werden durch lange Tage und kurze Nächte im Sommer zur Blütenbildung angeregt

im Winter wachsen die Pflanzen nur vegetativ

Beispielpflanzen:

Campanula isophylla, Dianthus caryophyllus, Calceolaria-Hybriden

 

 

Kurztagspflanzen Photoperiodismus (Lichtabhängig)

werden durch kurze Tage und lange Nächte im Herbst zur Blütenbildung angeregt

im Sommer wachsen sie nur vegetativ

Beispielpflanzen:

Chrys.-Indicum-Hybr., Kalanchoe blossfeldiana, Euphorbia pulcherima, Euphorbia fulgens

 

 

tagneutrale Pflanzen nicht Photoperiodismus (Lichtunabhängig)

sie blühen sobald sie eine bestimmte Größe erreicht haben

Voraussetzung ist, die sonstigen Wachstumsbedingungen entsprechen ihren Lebensbedürfnissen

Beispielpflanzen:

Saintpaulia ionantha, Anthurium-Scher.-Hybr., Aphelandra squarrosa

 

 

Temperatur  Pflanzenpflege Floristik

 

 

Kältezeit

nach Abschluß der Jugendphase benötigen sie eine Kältephase zur Ausbildung von Blüten

viele zweijährige Pflanzen und Stauden

Beispielpflanzen:

Viola, Myosotis, Campanula, Bartnelke, Fingerhut, Levkoje, Enzian, Lunaria 

 

 

Gase  Pflanzenpflege Floristik

 

 

Ethylengas

nach Abschluß der Jugendphase benötigen sie eine größere Menge Ethylengas, um zum Blühen zu kommen

Ethylengas wird beim Reifen von Früchten produziert, vor allem Äpfel geben dieses Gas ab

Beispielpflanzen:

Bromeliengewächse

 

Wachstumsfaktor

 

Erde  Pflanzenpflege Floristik

 

 

Ein gutes Substrat (Erde) muß die Wurzeln gleichmäßig und ausreichend mit Luft, Wasser und Nährelementen versorgen und frei von Krankheitserregern sein, sowie ein gutes Puffervermögen haben und strukturstabil sein.

Der pH-Wert eines Substrates sollte der Planzenart angepaßt sein, um die Nährstoffversorgung nicht zu beeinträchtigen. Der pH-Wert ändert sich mit der Zeit, z. B. steigt er bei der Verwendung von kalkhaltigem Gießwasser.

Gemessen wird der pH-Wert der Erde mit einem Helige Pehameter. Der pH-Wert von Rhododendron liegt bei 4 - 5 und braucht einen sauren Boden, dagegen brauch die Stephanotis mit 5,5 - 6,5 pH-Wert einen eher neutralen Boden 

 

 

Meistens werden Einheitserden und Torfkultursubstate verwendet.

Einheitserden bestehen aus Weißtorf, Ton, Kalk und Dünger.

Torfkultursubstrate enthalten die gleichen Bestandteile wie Einheitserde, aber keinen Ton, also nur Weißtorf, Kalk und Dünger.

sandige Erde benötigen Kakteen oder Sukkulente, damit sie nicht faulen

torfige Böden benötigen Sumpfgewächse, wie z. B. Sonnentau

 

 

falsches Substrat:

schlechte allgemeine Entwicklung, kein Wurzelwachstum, evtl. Nährstoffmangelsymptome

Gegenmaßname: 

umtopfen ins richtige Substrat

Wachstumsfaktor

 

Nährelemente  Pflanzenpflege Floristik

 

 

Die Pflanzenelemente werden in Hauptnährelemente (Makronährelemente) und Spurenelemente (Mikronährelemente, viel kleineren Mengen) unterschieden.

 

 

Hauptnährlemente:

Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Phosphor, Schwefel, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen.

Spurenelemente:

z. B. Mangan, Kupfer, Zink, Molybän und Bohr

 

 

Jede Pflanze nimmt unterschiedlich stark bestimmte Stoffe auf, daher muß der Dünger auf die Pflanze abgestimmt sein.

Pflanzen nehmen die Nährelemente in Ionenform auf. Bei Verwendung von organischem Dünger entstehen die Ionen durch Mineralisierung der organischen Substanz. Anorganische Dünger enthalten die Nährelemente bereits in Pflanzenverfügbarer Form.

Für die Düngung von Topfpflanzen werden meist Volldünger verwendet, die alle für die Pflanze notwendigen Nährelemente enthalten 

Der Dünger sollte der Pflanzenart und ihren speziellen Nährelementbedürfnissen entsprechend ausgewählt werden.

Bei der Anwendung des Düngers sollte der Zeitraum (Wachstums- und Ruhezeit) und die geeignete Dosierung (Stark- und Schwachzehrer) berücksichtigt werden. 

Gemessen werden die Nährelemente durch chemische Untersuchungen

 

 

zu viele Nährstoffe:

bei Luxuskonsum (= Aufnahme überschüssiger Nährstoffmengen, die nicht mehr durch ein verstärktes Pflanzenwachstum verbraucht werden können) sind die Folgen weiches Gewebe und geringe Wiederstandsfähigkeit gegen Krankheitserreger.

Gegenmaßnahme:

umtopfen in Aussaaterde

 

 

zu wenig Nährstoffe: 

Wachstumsstockungen, Nährstoffmangelsymptome 

Gegenmaßname: 

Düngen

 

 

Stickstoff

N Phosphor

P Kalium

K Kalzium

Ca Magnesium

Mg Schwefel

S Eisen

Fe

 

 

Stickstoff = Nitrogenium =

 

 

 

Bedeutung: wichtiger Baustein von Eiweiß und Chlorophyll

  Förderung des vegetativen Wachstums (Trieb- und Blattbildung)

Mangelsymptom: schwacher Wuchs

  blaßgrüne Blätter

  Chlorosen der älteren Blätter

Überschußsymptom: große, schwarzgrüne Blätter

  weiches Pflanzengewebe, Pflanze ist frost- und krankheitsanfällig

  verzögerte Blüte

 

 

Phosphor = Phosphorum

 

 

 

Bedeutung: Energieüberträger beim Aufbau von Kohlenhydraten und Eiweiß

  Wichtiger Baustein von Eiweiß, auch im Zellkern (DNA)

  Vermehrungsorgane (Blüte, Frucht, Samen) sind phosphorreich

Mangelsymptom: schwacher Wuchs

  Blätter rötlich gefärbt und starr

  Absterben älterer Blätter

  verzögerte Blüte

  schlechte Wurzelentwicklung

Überschußsymptom: selten

 

 

Kalium = Kalium

 

 

 

Bedeutung: Förderung der Gewebefestigkeit und Erhöhung der Widerstandskraft gegen Frost und Schädlingsbefall 

  Förderung der Wasseraufnahme aus dem Boden

  Förderung der Blattausfärbung, z. B. beim Croton

Mangelsymptom: Pflanzen welken

  Blätter sterben vom Rand her ab

Überschußsymptom: Wurzelverbrennungen bei starkem Überschuß

 

 

Kalzium = Calcium =

 

 

Bedeutung: Regelung der Nährstoffaufnahme und der Transpiration

  Baustein der Zellwand

  Regelung des Säuregrades (pH-Wert) im Boden

  Förderung der Krümmelstruktur des Bodens

Mangelsymptom: schlechte Wurzelbildung 

  Absterben der Triebspitzen

  Chlorose jüngerer Blätter

Überschußsymptom: Hemmung der Aufnahme von Magnesium und Kalium und entsprechende Mangelerscheinungen

 

 

Magnesium = Magnesium =

Wachstumsfaktor

 

Wasser  Pflanzenpflege Floristik

 

 

Das Gewebe krautiger Pflanzen besteht bis zu 90 % aus Wasser, was für den Zelleninnendruck (Tugor) verantwortlich ist und die Pflanze straff hält.

Ferner ist Wasser Lösungs- und Transportmittel für Nährstoffe und Assimilate, ist Baustoff bei der Photosynthese und wird bei der Transpiration benötigt.

Gemessen wird das Wasser mit einem Wasserstandsanzeiger

 

 

hoher Wasserbedarf

bei Pflanzen mit weichen, großen oder dünnen Blättern oder festem Ballen sowie blühende Pflanzen, z. B. Azaleen, Hortensien, Farne 

niedrigere Wasserbedarf

bei Pflanzen mit kleinen, ledrigen, glänzenden, behaarten, fleischigen oder sukkulenten Blättern oder mit Dornen, Speicherorganen sowie mit einer Wachsschicht ausgestattete Pflanzen, z. B. Bromelien, Kakteen, sukkulente Pflanzen

 

 

zu viel Wasser:

welke, chlorose Blatt- und Knospenabwurf, Sauerstoffmangel im Wurzelbereich führt zu Fäulnis der Wurzeln und damit zur Behinderung der Wasser und Nährstoffaufnahme

Gegenmaßname:

weniger gießen, Drenage aus Serames, Steinen oder Tonscherben

 

 

zu wenig Wasser: 

Welke, Abwurf der Blätter, Eintrocknen der Blätter

Gegenmaßnamen:

Erde mit Lehm anreichern

 

 

zu kaltes Wasser:

Helle, unregelmäßige Blattflecken, durch Zerstörung des Chlorophylls besonders bei Gesneriengewächsen 

Gegenmaßname:

Handwarmes Wasser

 

 

unregelmäßige Wassergabe: 

Gewebezerreißungen, Abknicken der Blüten bei Chrysanthemum durch aufgerissene Blütenstiele.

Gegenmaßname: 

Zeitschaltuhr an Giessystem anschließen 

 

 Wachstumsfaktor

 

Luftfeuchtigkeit  Pflanzenpflege Floristik

 

 

Viele Pflanzen wachsen in ihrer Heimat in verhältnismäßig feuchter Luft, die durch ständige Niederschläge und durch Verdunstung von Wasser entsteht. Daher haben diese Pflanzen keine Schutzeinrichtungen gegen zu starkes Verdunsten entwickelt und können sich auch nicht schnell an trockene Luft anpassen. Die Folge ist das Vertrocknen.

Gemessen wird die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer. Die Einheit ist: g Wasserdampf / m 3, %

 

80 - 90 %, z. B. Orchideen, Maranten, Farne

60 %, meisten anderen Pflanzen

30 - 40 %, z. B. Kakteen und andere Sukkulenten

 

 

zu hohe Luftfeuchtigkeit:

Korkflecken auf Blättern und Stengeln (Ficus), Hemmung der Nährstoffaufnahme durch Verminderung der Transpiration

Gegenmaßname:

weniger heizen

 

 

zu niedrige Luftfeuchtigkeit: 

Braune Blattränder und -spitzen, Einrollen der Blätter, Abwurf von Blättern und Blüten 

Gegenmaßname:

Pflanzen mit Zerstäuber besprühen, Luftbefeuchtungseinrichtungen 

 

  

Luft  Pflanzenpflege Floristik

 

 

Für die Pflanzen sind Sauerstoff und Kohlendioxid von Bedeutung. Der Sauerstoff ist für die Pflanzenatmung (Dissimilation) und das Kohlendioxid für die Photosynthese (Assimilation) erforderlich.

Gemessen wird die Luft mit einem Schadstoffmesser

 

 

zu wenig Luft:

Luftmangel im Wurzelbereich durch Staunässe führt zum Absterben der Wurzeln 

Gegenmaßname: 

Belüftung

 

 

Zugluft:

Blatt- und Blütenabwurf, Kümmerwuchs und Welke, da durch gesteigerte Transpiration die Wasserversorgung unzureichend sein kann. Braune Blattspitzen und -ränder durch starke Transpiration.

Gegenmaßname:

nur indirekt lüften

 

 

verunreinigte Luft: 

Sehr plötzliches Eingehen der Pflanzen, vorher Blattaufhellungen, Blattflecken oder Vertrocknen der Blätter. Besonders schädlich sind Schwefeldioxid aus Öfen, Terpentin aus Farben aber auch Ethylen aus Zigaretten. 

Gegenmaßname: 

Luft filtern 

 

 

Bedeutung: Baustein des Chlorophylls

Mangelsymptom: Chlorose der Blattspreiten älterer Blätter, Blattadern bleiben grün

Überschußsymptom: selten

 

 

Schwefel = Sulphoreum =

 

 

 

Bedeutung: Baustein von Eiweiß und anderen Pflanzeninhaltsstoffen

Mangelsymptom: Chlorose jüngerer Blätter

Überschußsymptom: keine

 

 

Eisen = Ferrum =

 

 

 

Bedeutung: Beteiligung bei der Synthese des Chlorophylls

Mangelsymptom: Chlorose bis Weißfärbung jüngerer Blätter

Wachstumsfaktor

 

Temperatur  Pflanzenpflege Floristik

 

 

Jede Pflanze hat einen Temperaturbereich, in dem sie besonders gut gedeiht. Dieser optimale Bereich ist normalerweise ähnlich den Durchschnittstemperaturen, an die die Pflanze ursprünglich an ihrem Heimatstandort gewöhnt war. 

Gemessen wird die Temperatur mit dem Thermometer in °C oder K

Kalthauspflanzen:

0 - 10 °C, z. B. Camellia, Fuchsia, Acacia 

temperierte Pflanzen:

10 - 18 °C, z. B. Asparagus, Cissus, sukkulente Euphorbien 

Warmhauspflanzen:

18 - 25 °C, z. B. Anthurium, Peperomia, Philodendron

 

 

zu niedrige Temperatur:

Kälteschäden (über 0 °C): Wachstumsstockungen und Welke durch gehemmte Wasser- und Nährstoffaufnahme, später werden die Triebe glasig und faulen

Frostschäden (unter 0 °C): Absterben durch Eisbildung in den Zellen. Krautige Pflanzen verfärben sich schwarz und faulen, holzige Pflanzen schrumpfen und es zeigen sich Frostrisse.

Gegenmaßnamen:

Heizung

 

 

zu hohe Temperatur:

Verbrennungen bei gleichzeitig zu hoher Lichtintensität 

braune Blattränder bei gleichzeitig trockener Luft durch starke Transpiration, Chlorose 

Blatt- und Blütenabwurf bei gleichzeitig zu geringer Lichtintensität

Gegenmaßname:

Klimaanlage

 

 

stark schwankende Temperatur:

Vertrocknen und Abfallen der Blütenknospen 

 

Wachstumsfaktor

 

Licht  Pflanzenpflege Floristik

 

 

Pflanzen sind auf das Licht angewiesen, denn sie verarbeiten es und gewinnen daraus die Energie, die sie zum Wachsen brauchen per Photosynthese (Assimilation).

Gemessen wird das Licht mit dem Luxmether in Lux 

Sonnige Standorte:

4000 - über 5000 Lux, z. B. Aloe, Ananas, Zierhopfen

Halbschattiger Standort:

800 - 1500 Lux, z. B. Grünlilie, Zimmeraralie, Usambaraveilchen

Schattiger Standort:

500 - 800 Lux, z. B. Monstera, Philodendron, Aspidistra

viel Licht brauchen vor allem Pflanzen die Blühen oder panagierte Blätter haben

wenig Licht brauchen Pflanzen mit dunkelgrünen Blättern

 

 

zu wenig Licht:

lange Internodien, kleine, helle Blätter (Geilwuchs), Verzögerung der Blütenbildung, bunte Blätter verblassen, neue Triebe und vorhandene Blätter panaschierter Pflanzen vergrünen, z. B. bei Diffenbachia

Gegenmaßnahme:

Leuchtstofflampen, Quecksilberdampf-Hochdruck-Lampen, Mischlichtlampen, Glühlampen 

 

 

zu viel Licht: 

unregelmäßige helle, später nekrotisch werdende Blattflecken (Verbrennungen), Blütenstiele gestaucht

Gegenmaßname:

Vorhänge, Abschirmungen, z. B. Tücher

Tageslänge durch Kunstlicht verlängert:

keine Blütenbildung bei Kurztagspflanzen (Kalanchoe blossfeldiana) 

 

 

Morphologie Sproß

 

Einen Sproß besitzen nur Sproßpflanzen (Cormophyten), in typischer Ausführung bestehend aus den beiden Grundorganen Wurzel und beblättertem Sproß (z. B. Farne, Samenpflanzen)

Keinen Sproß dagegen besitzen Lagerpflanzen (Thallophyten), sie sind im Gegensatz zu den hochentwickelnten Cormophyten im Aufbau wesentlich einfacher (z. B. Bakterien, Algen, Pilze, Flechten, Moose)

Der Aufbau eines Sproßes besteht immer aus den gleichen Teilen. Man kann aber die Sproßachen in unterschiedliche Arten unterteilen: krautige Sproßachsen (Stengel, Schaft, Halm) und verholzte Sproßachsen (Stam, Ast, Zweig). 

Der Sproß hat 5 Grundfunktionen, er kann aber auch zusätzliche Funktionen übernehmen. Damit er das kann verändert er sich, man spricht von Sproßmorphosen. Es gibt Knolle, Zwiebelknolle, Zwiebel, Rhizome, Ausläufer, Sproßranken, windende Sprosse, Spreizklimmer, Sproßdornen, Assimilationssproß, Phyllokladien und Platycladium

 

Aufbau eines Sprosses 

 

Nodien ( lat. nodus = Knoten; Ansatzstellen der Blätter, deutlich verdickt bei Nelken und Gräsern)

Internodien (Zwischenglieder; lat. inter = dazwischen; befinden sich zwishcen den Nodien, ihre Länge kann ganz unterschiedlich sein. Bei Rosettenpflanzen (Primel) unterbleibt die Streckung der Internodien. Die Sproßachse ist so stark gestaucht, daß die Blätter scheinbar alle der Basis entspringen. Beim Zyperusgras folgen auf ein langgestrecktes Internodium viele dicht zusammensitzende Knoten, die die schopfartige Beblätterung bilden.)

Hypokotyl (girech. hypo = unter, kotyledo = Keimblatt; ist der Sproßabschnitt, der als erstes Internodium unter den Keimblättern liegt. Es kann in manchen Fällen stark anschwellen und zum Speicherorgan werden (Rote Rüben, Radieschen). Der unterste Teil des Hypocotyls wird als Wurzelhals bezeichnet.

Knopsen

 

Arten der Sproßachse 

 

krautige Sproßachse (Stiel)

einjährige- und zweijährige Pflanzen, Stauden

meist grünlich oder rötlich gefärbt und von mehr oder weniger saftiger Beschaffenheit

Stengel - beblätterter und verzweigt

- in Nodien und Internodien gegliedert

- am Ende des Stengels befindet sich Blatt- oder Blütenknospe Sommeraster, Ringelblume, Löwenmaul, Nelke

Schaft - an seinem Ende bildet sich ein blütenstand oder eine Blüte und vielfach Hochblätter tragend

- er besitzt weder Blätter noch Seitentriebe

- bei einigen Pflanzen ist er hohl

- an der Basis sind jedoch Laubblätter Primel, Gerbera, Alpenveilchen, viele Zwiebelblumen und Rosettenpflanzen

Halm - beblättert und unverzweigt

- bei Süßgräsern rund und dann meist innnen hohl

- bei Sauergräsern dreikantig und mit Mark gefüllt und die Nodien sind deutlich sichtbar durch stark verdickte Querscheidewände

- bei beiden sind die Nodien von Blattscheiden umgeben und enden mit Blütenständen Gräser

verholzte Sproßaches

meist grau-braun gefärbt, junge Sptosse sind beim Austrieb zunächst krautig , verholzen dann aber bald

Stamm, Ast, Zweig - durch Einlagerung von Holzstoffen werden die zunächst krautigen Sproßachsen besonders fest und stabil

- das Sproßsystem besteht aus Lang- und Kurztrieben

- Langtriebe weisen gestreckte Internodien auf und können unbegrenzt wachsen, sie tragen meist nur Blätter

- Kurztriebe sind gestaucht und innerhalb einer Vegetationsperiode oft nur beschränkt wachstumsfähig, sie tragen Blätter und Blüten Baume, Sträucher, Halbsträucher

 

Eiche, Hortensie

 

 

5 Grundfunktionen des Sprosses 

Durch seinen Wuchs und seine Wuchsrichtung bringt der Sproß die Blätter und Blüten in günstige stellung zum Licht bzw. im Luftraum.

Die Sprosse transportieren Wasser und in diesem gelöste Nährsalze von den Wurzeln in alle oberen Teile der Pflanze. Umgekehrt leiten sie aber auch die in den Blättern gebildeten Stoffe (Assimilate) abwärts an alle Stellen, wo sie gebraucht, verbraucht oder gespeichert werden.

Träger der Blätter und Blüten (in den meisten Fällen)

Abgetrennte Sproßteile können bein einigen Pflanzen (z. B. Pelargonien, Hortensien, viele Stauden) Wurzeln bilden und dienen der sprossenden = vegetativen Vermehrung.

Die Aufgaben der Sprosse bleiben weitgehend auch bei den Schnittblumen erhalten. Deswegen muß der Florist bemüht sein, Beschädigungen (z. B. Zusammenquetschen des Sprosses) weitgehend zu vermeiden, um eine arttypische Lebensdauer garantieren zu können.

 

 

Metamorphose Knolle (Sproßknolle) 

 

Abweichung:

Verdickte, hartfleischige, angeschwollene Sproßachse, die Blätter, Blüten und Knospen tragen.

Bei Kartoffeln = unterirdische verdickte Steiensprosse.

Aufgabe:

Sie dienen als Überwinterungsorgan und Speicherorgan.

Beispiele:

Alpenveilchen, Gloxinien, Knollenbegonien

 

 

Metamorphose Zwiebelknolle  Biologie Floristik

 

Abweichung:

Knollig verdickter Sproß mit einigen untereinander verwachsenen Hüllblättern, so daß er äußerlich einer Zwiebel ähnelt.

Aufgabe:

Sie dient als Überwinterungsorgan.

Beispiele:

Gladiole, Krokus, Sauerklee, Montbretien

 

 

Metamorphose Zwiebel 

 

Abweichung:

Besteht aus gestauchter Sproßachse (Zwiebelboden, -kuchen, -scheibe) und zu Speicherorganen umgewandelten Laubblättern (Zwiebelschale, Niederblätter) an denen die Wurzeln kranzförmig angeordnet sind. In den Achseln der Schalen wachsen neue junge Zwiebeln. Im Gegensatz zur Knolle ist bei der Zwiebel im Herbst die Blüte für das kommende Jahr bereits fertig ausgebildet.

Aufgabe:

Sie dienen als Überwinterungs- bzw. Übersommerungsorgan. Die Blüte treibt rasch durch Wärmebehandlung nach vorheriger notwendiger Kälteeinwirkung.

Beispiele:

Tulpe, Narzisse, Hyazinthe

 

 

Metamorphose Rhizome

(Wurzelstock, Erdsproß, Erdstämme)  

 

Abweichung:

Unterirdische Sproßachsen mit gestauchten Internodien. Bei einigen Pflanzen breiten sie sich durch Verzweigung waagerecht flächig aus. Während ältere Teile absterben, werden neue Seitentriebe gebildet. Im Unterschied zur Wurzel bilden sich an ihm jedoch Knospen, Schuppenförmige, fadenlose Niederblätter und sproßbürtige Wurzeln, auch der innere Bau ist anders. 

Aufgabe:

Rhizome können zur Vegetativen Vermehrung genutzt werden und sind speiherorgan, wodurch ungünstige Lebensbedingungen überbrückt werden können.

Beispiele:

Maiglöckchen, Schwertlilie, Buschwindröschen, Schiefteller

 

 

Metamorphose Ausläufer (Stolonen) 

 

Abweichung:

Dünne ober- oder unterirdische Seitensprosse mit langen Internodien, die sich aus der Stengelbasis entwickeln. Sie bilden Triebknospen aus denen Jungpflnazen entstehen und Sproßbürtige Wurzeln.

Aufgabe:

Sie dienen der Vegetativen Vermehrung. Nach dem Einwachsen der Jungpflanzen im #Erdboden stirbt die verbindende Sproßachse ab, da die Jungpflanze nun selbständig ist.

Beispiele:

oberirdisch:

Grünlilie, Judenbart, Erdbeeren

unterirdisch:

Quecke, Giersch

 

 

Metamorphose Sproßranken 

 

Abweichung:

Es sind Klettersprosse, die sich nicht seltbst tragen können. Sie haben lange Internodien und sind mit Greiforganen (Ranken = Achsenfadenranken, z. T. auch jHaftscheiben = Selbstklimmer) ausgestattet und können Stützen aller Art umfassen (Kletterhilfen)

Aufgabe:

Bringt die Pflanzeteile zum Licht.

Beispiele:

Weinrebe, Wilder Wein, Passionsblume

 

 

Metamorphose windende Sprosse 

Abweichung:

Es sind Klettersprosse, die sich nicht selbst tragen können. Sie haben sehr lange Internodien und können sich links- oder rechtswindend an Stützen aller Art herumwinden.

Aufgabe:

Bringt die Pflanzeteile zum Licht.

Beispiele:

Linkswinder: Bohnen

Rechtswinder: Hopfen

 

 

Metamorphose Spreizklimmer 

 

Abweichung:

Klettern zum Licht empor mit Hilve von:

- wiederhakenähnlichen Seitensprossen

- starren Klimmhaaren

- Stacheln oder Emergenzen

- Dornen

Aufgabe:

Bringt die Pflanzeteile zum Licht.

Beispiele:

Solanum dulcamara, Klebkraut, Brombeere, Bougainvillea

 

 

Metamorphose Sproßdornen 

 

Abweichung:

Umgewandelte Seitensprosse (Kurztriebe). Dornen stehen, im Gegensatz zu Stacheln, mit den Leitbündeln der Sproßachse direkt in Verbindung und sind fest mit ihr verwachsen (Stacheln sind Ausstülpunken der Oberhaut, die sich durch leichten Druck beseitigen lassen, z. B. Rosen). Je trockener der Standort einer Pflanze ist, desto stärker ist die Ausbildung von Dornen.

Aufgabe:

Schutz gegen Tierfraß und vor zu starker Verdunstung.

Beispiele:

Sanddorn, Feurdorn, Schlehe, Christusdorn

 

 

Metamorphose Assimilationssproß

(Stammsukulente Pflanzen; lat. succulentus = saftig)

 

Abweichung:

Der Sproß verdickt und dient als Wasserspeicher, das Gewebe ist fleischig und saftig. Da die blätter der Pflanze häufig zu Dornen umgewandelt sind, übernimmt der Sproß die Photosynthese, da er viel Chlorophyll enthält.

Aufgabe:

Anpassung an Trockenstandorte als Wasserspeicher und Photosynthese Betreiber.

Beispiele:

Kakteenarten, Euphorbienarten, Besenginster

 

 

Metamorphose Phyllokladien 

 

Abweichung:

Balttartig verbreitete Seitensprosse.

Aufgabe:

Sie übernehmen die Photosynthese, da die Blätter der Pflanzen häufig zu Dornen oder kleinen Schuppen umfunktioniert sind. An ihnen entstehen die Blüten

Beispiele:

Mäusedorn, Asparagus

 

 

Metamorphose Platycladium  Biologie Floristik

 

Abweichung:

Blattartig abgeflachter Hauptsproß.

Aufgabe:

Er übernimmt die Photosynthese.

Beispiele:

Feigenkaktus, Weihnachskaktus

 

Der Spross einer Blütenpflanze

 

Bei der Keimung - nach dem Quellen des Samens - kommen die ersten Keimblätter aus dem Boden. Sie dienen der jungen Pflanze als Nahrungsspeicher. Die Keimblätter vertrocknen, und aus dem Keimling entwickeln sich Wurzel, Spross und Blätter, später auch Blüten. An der Spitze des wachsenden Sprosses findet man zunächst einen Vegetationskegel, aus der die Sprossachse durch Zellteilungen in die Länge wächst. Die Blätter gehen aus den Blattanlagen hervor, die sich an der Spitze des Vegetationskegels befinden. Aus den neu angelegten Knospen entstehen Seitensprosse. Schneidet man die Spitze des Hauptsprosses ab, übernimmt ein Seitenspross dessen Funktion. Im zweiten Lebensjahr verholzt die Sprossachse (sogenanntes "sekundäres Dickenwachstum"), und aus den Seitensprossen des ersten Jahres entstehen neue Hauptsprosse .Betrachtet man eine Sprossachse im Querschnitt, findet man mehrere kreisförmig angeordnete Leitbündel. Hier soll das offene Leitbündel einer zweikeimblättrigen Pflanze, dem kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) betrachtet werden. Die Leitbündel durchziehen die ganze Pflanze und gehen von den Wurzeln bis in die Blätter. Sie enthalten langgestreckte, röhrenförmige Zellverbände und sind für den Transport von Wasser und Nährstoffen zuständig. Der Gefäßteil (Xylem) transportiert Wasser und Nährsalze von den Wurzeln zu den Blättern. Der Siebteil (Phloem) transportiert die in den Blättern durch Photosynthese hergestellten Stoffe zusammen mit dem Wasser zu den Zellen in der ganzen Pflanze und zu den Speicherorganen. Zwischen Xylem und Phloem liegt das Kambium, das neue Zellen ausbildet und aus dem das sekundäre Dickenwachstum des Sprosses hervorgeht. Bei den einkeimblättrigen Pflanzen, z.B. bei den Gräsern, fehlt das Kambium. Das Grundgewebe eines Sprosses, in dem die Leitbündel eingebettet sind, wird als Parenchym bezeichnet. Hier laufen Stoffwechselprozesse ab. Außerdem gibt es den krautigen Pflanzen die Festigkeit. Das Sklerenchym ist totes Festigungsgewebe um die Leitbündel herum und verstärkt ebenfalls die Stabilität. Aus dem Spross können sich durch Umbildungen neue Gewebestrukturen und Organe mit neuen Funktionen entwickeln. Man bezeichnet eine solche Umbildung als Metamorphose. Sie kommt auch bei Wurzeln und Blättern vor. Blüten sind nichts anderes als umgewandelte Sprosse mit Fortpflanzungsfunktionen. Die Ranken von kletternden Sträuchern, z.B. von Weintrauben, stellen durch Metamorphose umgewandelte Sprosse dar. Im folgenden sollen durch Metamorphose entwickelte Organe vorgestellt werden, die Nährstoffe speichern und das Überleben im Winter ermöglichen. Zwiebeln sind verdickte unterirdische Sprosse mit fleischigen Zwiebelschalen und schützenden Zwiebelhäuten. Zu den zwiebelbildenden Pflanzen gehört die Tulpe, der Märzenbecher, die Lilie oder aber auch die Küchenzwiebel. Wurzelstöcke (Rhizome) sind unterirdisch oder dicht unter dem Boden verlaufende Sprosse ohne Hauptwurzel. Sie dienen ebenfalls zur Nähstoffspeicherung und ermöglichen die vegetative Vermehrung, d.h. das Auswachsen einer neuen Pflanze ohne geschlechtliche Fortpflanzung. Wurzelstöcke kommen vor allem bei den Frühblühern vor, z.B. beim Buschwindröschen. Sprossknollen entstehen durch eine Verdickung des Sprosses. Die Knollen der Kartoffel speichern Nährstoffe und stellen auch ein Überwinterungsorgan dar. Im Frühjahr brechen aus den Augen der Knollen junge Triebe hervor

 

 

A

Ablegen, Absenken
- Mutterpflanzen deren einjährigen Triebe durch einlegen in den Boden zum Wurzel
bilden gezwungen werden.

Abrisse
-Vermehrungsart, hauptsächlich bei Nadelgehölzen angewendet; wird an der Basis vom
zweijährigen Zweig so abgerissen, das eine große Wunde und der Astring bleibt, zur
besseren Kallusbildung

Abschottung
- Fähigkeit des Baumes, z.B. eindringenden Pilz im Bauminneren zu behindern und gegenüber dem gesunden Gewebe abzugrenzen, gleichzeitig durch verstärktes Dickenwachstum den eingetretenen statischen Abbau versuchen
auszugleichen.

Achseln
- hier bilden sich die Knospen. Sie befinden sich an den Nodien (Knoten).

Adventivwurzel
- Wurzelneubildung am Stammfuß; schlechter Standortfaktor Boden, z.B. zu kleine Baumscheibe; Anzeichen für abnehmende Vitalität der Wurzel durch Pilzbefall

Anbaugebiete
- Ballungszentren von mehreren Betrieben derselben Branche; aufgrund von guten Klima-
verhältnissen, Bodenbedingungen und Absatzmärkten.

Anbindung
- statisch relevanter Bereich zwischen Ast und Baumstamm

Annuelle
- einjährige Pflanze; Keimung, Blüte und Fruchtung findet in einem Jahr statt, danach stirbt die Pflanze ab

Alleebaum
- Klassifizierung; Kronenansatz bei 220 cm, bei einem Stammumfang von 20-25 cm ,
Kronenansatz von 240 cm, bei einem Stammumfang ab 25-30 cm

Aminosäuren
- Moleküle mit einem sauren und einem basischen Teil; es sind die Bausteine der lebenswichtigen Proteine.

Anfahrschaden
- Unfllschaden oder ähnliches; oftmals schwere Wunden die zum entfernen des
Baumes führen können, oder seine Lebenserwartung und weitere Entwicklung stark
eingrenzen

Angiosperm
- Bedecktsamer; Samenanlage in einem Fruchtknoten eingeschlossen; in der Regel
Laubgehölze

Anhäufeln
- mit Erde die Jungtriebe der Mutterpflanze bedecken; es kommt zur Wurzelbildung

anorganisch
- einfache Moleküle (z.B. Wasser, Kupfer, etc.), die nicht durch ein Lebewesen entstanden sind

Anthere
- Staubbeutel der Staubblätter

Ascomyceten
- Schlauchpilze, unter anderem Trüffeln; sie besitzen Schläuche, Asci genannt, in denen sich acht Sporen befinden. Wenn der Schlauch die Reife erreicht hat, werden die Sporen aus ihm geschleudert.

Ast
- seitliche, verholzte Ausbildung bei Bäumen

Astgabel
- siehe Vergabelung

Astkragen
- Verbindung von Stamm - und Astholzgewebe, jedoch ohne die für den Astring typische Verdickung

Astring
- erkennbare Verdickung der Verbindung von Stamm- und Astholzgewebe am Astansatz

Astungswunden
- durch entfernen der unteren Astpartien am Baum, entstehende Schnittstellen

Assimilation
- Umwandlung körperfremder Stoffe in körpereigene Stoffe, nur Blattgrün (Chlorophyll)
enthaltene Pflanzen sind dazu imstande

Atmung
- Zerlegung der energiereichen Stoffe, umgekehrter Vorgang wie bei der Assimilation

ausbinden
- markieren der Pflanzen in der Baumschule mittels Band, Plomben, etc.

ausmachen
- allgemeine Bezeichnung für das ausstechen von Pflanzen mit oder ohne Ballen

Ausläufer
-bewurzelte Triebe; entnommen von wuchernden Gehölzen

Aussaat
- ausbringen von Samen

B

Ballen
- Erdballen der beim ausstechen der Pflanze erhalten bleibt; für mehr Wurzelmasse und besseren Anwuchs gängige Praxis, gerade bei Bäumen.

Ballenstecher
- maschinelles ausstechen der Ballen, zum verpflanzen oder für Versand der Pflanzen, oft als Anbaugerät für Trägerfahrzeug, verschiedene Korbgrößen und Systeme auf dem Markt, auch als Komplettfahrzeug vorhanden.

Ballentuch
- zum verpacken des Ballens; heute fast nur noch aus Jute in Benutzung; entweder fertig geschnitten oder in Rollen

Bambusstäbe
- fertige Stäbe oder Stangen, für den Einbau in Gehölze, entweder zur Formierung (z.B. Spalierform) oder Wuchsverbesserung (z.B. Stammbegradigung)

Bast
- anderes Wort: Phloem; sekundär gebildetes Gewebe von Stängeln oder Stämme; innere Rindenschicht, bestehend aus inaktiven und lebenden Zellen mit Transport- und Speicherfunktion für Assimilate

Basidiomyceten
- Ständerpilze, zu denen unter anderem Lamellenpilze, Rindenpilze, Boviste und Porlinge gehören; sie bilden keulenförmige Zellen, Basidien genannt; in der Regel sind vier hakenförmige Auswüchse, mit Sporen besetzt, an den Spitzen

Baum
- Holzgewächs; ein- oder mehrstämmig, Stamm und Krone; laubabwerfend oder immergrün

baumartig
- bis unten beastetes Holzgewächs, ein- oder mehrstämmig; vergleichbar auch Heister, Stammbusch

Baumgruppe
- Einheit von mehreren Bäumen > statisch als gesamtes zu sehen

Baumhöhe
- Maß des Baumes von der Erdoberfläche bis zur Spitze

Baumkataster
- Aufzeichnung zur Identifizierung des Bestandes; Festhaltung von Prüf- und Maßnahmenergebnissen; fortlaufende Dokumentation

Baumkrebs
- anderes Wort : Rindenbrand, Rindenkrebs; durch Infektionen verursachte Beschädigung im Rindenbereich; führt zu annormalen Wuchsformen, auch zum Absterben von Rinde und Kambium

Baumpflege
- Maßnahmen an Baum und Baumumfeld zur Vermeidung von Fehlentwicklungen und zur Erhaltung, Verbesserung oder Wiederherstellung der Vitalität und Verkehrssicherheit des Baumes

Baumprüfung; Baumkontrolle
- Maßnahmen, die zur Erfüllung der gesetzlichen Verkehrssicherheitspflicht für den im Besitz befindlichen Baumbestand beitragen

Baumsanierung
- Helfende Maßnahmen am Baum und seinem direkten Umfeld, zur Verbesserung und Verbesserung der Lebensbedingungen

Baumschule
- Kulturbetrieb von Pflanzen; Vermehrung und Aufzucht; als Freilandware, Containerware

Baumschutzsatzung
- Verordnung, die z.B. Baumpflanzungen und Fällungen regelt; wird nicht von jeder Stadt oder Gemeinde gefordert; zum Teil sehr verschiedene Auslegungen vorhanden

Baumstatik
- Anwendung von statischen Gesetzmäßigkeiten, bei der Sicherheitsbeurteilung von Bäumen.

Baumumfeld
- Standortfaktoren, in unmittelbarem Einflussbereich des Baumes; z.B. Gebäudeabstrahlung, Bodenversiegelung, Luftverschmutzung, etc.

Befruchtung
- Von dem auf der Narbe aufgebrachte Pollen treibt ein Pollenschlauch durch den Griffel zur Samenanlage. Durch diesen Pollenschlauch wandert ein vegetativer Kern, der später abstirbt, und zwei generative Kerne, die die Befruchtung vornehmen; Einer dieser haploiden generativen Kerne verbindet sich mit der haploiden Eizelle zur diploiden Zygote; Der zweite Kern verschmilzt mit dem diploiden Embryo und bildet das Endosperm, als Grundlage für das Nährgewebe des Samens

Bestäubung
- durch Wind oder Insekten gelangt der Blütenstaub auf die Narbe

Beule
-Verdickungen , meist am Stamm, durch Kompensation im Bereich von Faserknickungen

Bewässerung
verschiedene Verfahren möglich zur zusätzlichen Wasserzuführung von Kulturpflanzen; z.B Regenmaschinen, Sprühnebelanlagen, Tröpfchenbewässerung, etc.

Bindeband
- für die Verbindung von Bambusstäben und Pflanzen, zahlreiche Materialien und Varianten auf dem Markt

Bienne
- zweijährige Pflanzen; die Pflanze bildet im 1 Jahr nur Laubblätter aus; Blühte und Frucht im 2 Jahr.

Biologischer Pflanzenschutz
- gezielter Einsatz von Nützlingen zur Schädlingsbekämpfung

Blatt
- flächig entwickeltes, der Assimilation dienendes Organ; in verschiedenen Formen und Varianten ( siehe auch Das Blatt )

Blüte
- der geschlechtlichen Fortpflanzung dienend ( siehe auch die Blüte/Frucht )

Blütenachse
- wird auch als Blütenboden bezeichnet. Sie kann leicht kegelartig aufgewölbt sein, flach oder krug- oder becherförmig und ist für einige Asteraceaen ein wichtiges Bestimmungsmerkmal

Blütenkrone
- anderer Name für die Blütenblätter oder die Blütenhülle

Boden
- oberste Schicht der Erdrinde; Entstehung unter anderem aus biochemischer Umwandlung von organischen Stoffen ( siehe auch "Der Boden" )

Bodengare
- für Pflanzen wichtige chemische, physikalische und biologisch günstige, krümelige Bodenstruktur

Bodenmüdigkeit
- Verarmung des Bodens an Mineralstoffen, sowie durch Anreicherung pflanzlicher und tierischer Schädlinge infolge dauernder Kultur der gleichen Pflanzenart auf demselben Boden (Monokultur)

Bodenrisse
- durch mangelnde Standsicherheit, aufreißen des Bodens im nahen Stammbereich

Bohrungen
- Ermittlung der Restwandstärke durch anbohren des Baumes, an der betreffenden Stelle

Borke
- äußerere Schicht der Rinde bei Holzgewächsen, bestehend aus abgestorbenem Gewebe; dient zum Schutz von Bast, Kambium und Holz

Botanik
- Pflanzenkunde, erfasst in mehrere Teilgebieten; Morphologie- äußere Aufbau, Physiologie-Vorgänge in der Pflanze, Ökologie- Wechselwirkung Umwelt und Pflanze, Geographie- Verbreitung auf der Erde, Soziologie- Lehre von Pflanzengesellschaften, Systematik- Gliederung des Pflanzenreiches

Braunfäule
- Abbau von Hemizellulose und Zellulose. Das befallene Holz färbt sich braun, reißt würfelförmig auf und bekommt eine brüchige Konsistenz > Pilzbefall

Bruch
-Tragfähigkeit der Holzstruktur ist nicht mehr ausreichend

Bruchsicherheit
- durch Messungen ermittelbarer Wert, der aussagt, bei welcher Belastung der Baum bricht> Elastometer (Zugversuch)

C

Carpelle
- die Fruchtblätter bei Bedecktsamern, die in ihrer Gesamtheit zu einem Gehäuse umgestaltet sind und die Samenanlagen beherbergen

Chlorophyll
- Blattgrün

Chloroplasten
- bestehen aus Chlorophyllkörner; Grundlage für die grüne Farbe; von Bedeutung für die Assimilation;

Chromoplasten
- lebender Bestandteil der Zelle (Plastid); Bestandteil in vielen Blütenblättern und Früchten, gelb oder rot

Chromosomen
- Träger der Erbinformationen; im Zellkern vorkommend und nur bei der Zellteilung sichtbar werdend

Container
- Pflanzengefäße, die eine ganzjährige Pflanzung ermöglichen

 

D

Depotdünger
- Sammeldünger, Abgabe der enthaltenen Nährstoffe durch Auflösung mit Wasser in kleinen Gaben

Dickenwachstum
- siehe sekundäres Dickenwachstum

Dickfuß
- Kompensatorische Verbreiterung des unteren Stammes, durch Ausfaulung hervorgerufen

Diffusion
- selbsttätig eintretende Vermischung von Gasen oder Flüssigkeiten; Wasseraufnahme in Richtung der abnehmenden Konzentration; Geschwindigkeit ist abhängig von der Größe der Moleküle, der Temperatur und der Weglänge.

diözisch
- zweihäusige Blüten; weibliche und männliche Blüten befinden sich auf verschiedenen Pflanzen

dreihäusig
- es kommen sowohl zwittrige und eingeschlechtliche Bäume innerhalb der selben Art vor

Druckholz
- Nadelbäume bilden mit speziellem Holzaufbau versehenes Kompensationsholz

Düngemittel
- alle Stoffe, die dazu bestimmt sind, unmittelbar oder mittelbar Pflanzen zugeführt werden, um ihren Ertrag zu erhöhen, ihr Wachstum zu fördern oder ihre Qualität zu verbessern.

Dunkelkeimer
-Keimung des Samen erfolgt ohne Lichtzufuhr; sind die meisten Pflanzen

Dynamische Kronensicherung
- läßt trotz Sicherung in der Krone begrenzten Bewegungsfreiraum zu

E

Egge
- Bodenbearbeitungsgerät; um große Erdschollen nach dem pflügen zu zerkleinern

einhäusig
- männliche und weibliche Blüten getrennt auf demselben Baum vorhanden

Einheitserde
- Zusammensetzung aus 50% kalkfreiem Unterton, je 25% Weiß- und Schwarztorf und leicht aufnehmbaren Nährsalzen oder Langzeitdüngern; Unterschiedliche Verwendung, je nach Zusatz von Mineraldüngern; pH-Wert um 5,5

einkeimblättrige Pflanzen
- nur ein Keimblatt; parallelnervige Blätter; einfache Blütenhülle; kein Kambium > keine Holzbildung; zumeist krautige Pflanzen

einschlagen
- ausgemachte Pflanzen in Erdrinnen stellen, mit oder ohne Ballen; Wurzelbedeckung mit Erde oder Mulch, nach Austrieb Bewässerung nötig; dient zur Verlängerung der Pflanzzeit

Elastizitätsgrenze
- maximaler Punkt der Dehnbarkeit eines Baumes, um schadlos in den Ausgangspunkt vor der Belastung zurückzukehren

Elastometer; Elastomethode
- Dehnungsmessgerät, um per Zugversuch die Bruchsicherheit zu ermitteln; verletzungsfreies Prüfverfahren

Ektomykorrhiza
- eine Mykorrhizenart, die bei der Symbiose mit dem Baum nicht in die Zellen des Baumes eindringt

F

Falschkern
- verändertes Holz durch Alterung; ähnliche Eigenschaften wie Kerbholz

Filament
- Staubfaden des Staubblattes

Flüssigdüngung
- Ausbringung meist als Blattdüngung während der Bewässerung oder in einem speziellen Gießverfahren; gezielte Versorgung durch Direktaufnahme über die Blätter mit Kernnährstoffen oder Spurenelementen.

Fotosynthese
- Stoffwechselvorgang bei Blattgrün (Chlorophyll) enthaltenen Pflanzen, bei dem Kohlehydrate aufgebaut werden. Unter Einwirkung des Sonnenlichts wird aus dem Kohlendioxid der Luft Kohlenstoff assimiliert und mit anderen Baustoffen zu organischen Substanzen verbunden, z.B. Zucker, Stärke. Bei diesem Vorgang wird Sauerstoff frei.

Fractometer
- Gerät zum Brechen eines Bohrkerns, der mit einem Zuwachsbohrer gezogen wird; ermittelt wird die Biegefähigkeit

Fräsen
- Bodenbearbeitungsgerät; bezweckt neben der Unkrautbekämpfung, eine Auflockerung der verkrusteten Bodenoberfläche > Krümelstruktur

Freistellung
- auflösen einer Baumgruppe; dadurch verändertes statisches Baumumfeld für die verbleibenden Bäume

Frostriss
- durch Vorschaden im Baum begünstigt, wechselnde Temperaturen und Spannungen lassen einen Längsriss entstehen oder vergrössern

Fruchtblatt
- auch Carpelle genannt; enthält die Eizellen. Die Fruchtblätter verwachsen mit ihren Rändern zu einem geschlossenen, die Samenanlage bedeckenden Gehäuse, dem Stempel

Fruchtkörper
- der Fruchtkörper des Pilzes ist in der Regel der sichtbare, bzw. oberirdische Auswuchs des Myceliums

Fungizide
- Oberbegriff für Pflanzenschutzmittel die zur Pilzbekämpfung eingesetzt werden.

G

Gabelung
- Aufteilungsbereich in zwei oder mehrere, etwa gleichstarke Zweige, Äste oder Stämmlinge

Gehölze
- Sammelbegriff für Pflanzen, in der Regel verholzende Sträucher oder Bäume

Gehölzschnitt
- mehrere Schnittarten in verschiedenen Alterstufen; dienen zur Ertragssteigerung, Wachstumsverbesserung, Korrektur, Erhaltung; Verkehrssicherheit

Gewächshauseffekt
- Langwellige Strahlung des Lichtes kann nicht aus dem Gewächshaus zurückreflektiert werden, und heizt dieses somit auf.

Gewebe
- entstehender Verband von gleichartigen Zellen; unterschieden werden Bildungsgewebe; Dauergewebe; Ausscheidungsgewebe; Leitungsgewebe; Palisadengewebe; Assimilationsgewebe; Speichergewebe; Abschlussgewebe Festigungsgewebe

Grenzbaum
- durch Überwuchs des Stammes auf zwei Grundstücken befindlicher Baum. Hat dadurch auch zwei Besitzer. Die gesetzliche Definition wann ein Baum übergewachsen ist, ist nicht eindeutig beschrieben

Grundsicherheit
- nach Abschätzung der statischen Grundsubstanz bei der SIA Methode ermittelter Wert für einen vollholzigen Baum

Gruber
- Bodenbearbeitungsgerät; um große Erdschollen nach dem pflügen zu zerkleinern

Grundwasser
- durch eindringen von Sickerwasser in tiefere Schichten, entsteht Stau- oder Grundwasser; durch kapillaren Aufstieg in die oberen Bodenschichten, wird es den Wurzeln wieder zugeführt.

Gründüngung
- Anreicherung von organischem Material im Boden und der Verbesserung der Bodenstruktur, durch Anbau von Gründüngungspflanzen, die in kurzer Zeit große Blattmassen produzieren; z.T. Tiefwurzler, somit zusätzlich auflockernde Wirkung erzielen; Gründüngungspflanzen sind z.B. Lupinen, Senf, Sommerraps, Phacelia, etc

Gütebestimmungen
- Richtlinien, Normen, z.B. vom Bund deutscher Baumschulen, regeln den fachgerechten Kulturablauf, Größenbezeichnungen, etc
 

H

Haarwurzeln
- wenige Millimeter lange haarartige Wurzeln. Nehmen Wasser und Mineralstoffe auf. Nur von kurzer Lebensdauer, daher findet eine ständige Neubildung statt.

Habitus
- Erscheinungsbild der Pflanze, bezogen auf den Aufbau und die Form

Haftwasser
- in den Boden gelangtes Wasser, das den Wurzeln zur Aufnahme zur Verfügung steht

Halbstamm
- Stammhöhe meist zwischen 90-120 cm, besonders oft bei Obst vorkommend

Halbstrauch
- von den Spitzen abwärts, jährlich zurückfrierender oder zurücktrocknender Strauch

Hartigsche Netz
- Bezeichnung für das Hyphengeflecht, das zwischen die Zellen des Baumes eindringt

Hauptnährelemente
- C,O,H,N,P,K,Ca,Mg,Fe,S;

Haustorien
- zu Saugorganen umgebildete Wurzeln, zur wasser- und Nährstoffaufnahme

Heister
- junges, strauchartiges Gehölz, bis unten beastet, 1x (leichter Heister)oder 2x verpflanzt

Herbizide
- Sammelbegriff für chemische Mittel zur Unkrautbekämpfung

Hochstamm
- Stammhöhe bei mindestens 180 cm, in den meisten Fällen bei der Anzucht von Straßenbäumen bereits 220 cm > siehe Alleebaum

Höchstmengenverordnung
- legt fest, welche Restmengen von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln vorhanden sein dürfen; Wartezeiten (Karenz) geben den Zeitraum an, von der letzten Mittelanwendung bis zur Ernte, je nach Pflanze und Präparat unterschiedlich

Holz
- unter Borke und Bast liegendes, vom Kambium nach innen gebildetes Pflanzengewebe von Stämmen, Ästen, und Wurzeln der Gehölzpflanzen

Humus
- abgestorbene Pflanzen- oder Tierreste, die durch Bodenlebewesen abgebaut werden und die oberste Bodenschicht bilden

Hyphen
- sind die Pilzfäden, aus denen der Pilz besteht; Fruchtkörper, Mycelium und die Mykorrhizen bestehen aus Hyphen


 

I

IBA
- integrierte Baumanalyse, fasst eine Baumbeurteilung nach biologischen, mykologischen und statischen Symptomen zusammen

Inclinometer; Inclinomethode
- Neigungsmessgerät, ermittelt im Zugversuch die Standsicherheit

Innenwurzel
- versorgt die Krone, ohne Dickenzuwachs des Baumes; dadurch erhöhte Bruchgefahr, da die Statik zwischen Stamm und Krone nicht mehr ausgeglichen wird

Insektizide- Oberbegriff für Pflanzenschutzmittel, die zur Insektenbekämpfung eingesetzt werden

Internodien
- Zwischenknotenstücke, siehe auch Nodien

J

Jute
- schnell verrottbares Material, wird zum verpacken der Wurzelballen verwendet; entweder als fertige Ballentücher oder von der Rolle

 

K

Kahlschlag
- vollständige oder weitest gehende Rodung eines Waldstückes oder Garten

Kalium
- benötigt die Pflanze in grosser menge für die Regelung ihrer Lebensvorgänge

Kalk
- Kalkdünger ist u.a. in der Lage für die Erhöhung des pH-Wertes zu sorgen

Kallus
- parenchymatische Gewebewucherung bei Pflanzen als Verschluss von Wundflächen

Kambium
- Wachstumszone des Baumes

Kambialnekrose
- Absterberscheinung am Kambium

Kapillarwasser
- aufsteigendes und damit für die Pflanzen verfügbares Wasser aus den tieferen Bodenschichten und dem Grundwasser

Kappung
- sehr starker Rückschnitt in der Krone oder im Wurzelbereich; absetzen von Starkästen; oftmals einhergehend mit der Zerstörung der Baumstruktur

Karotin
- Bestandteil des Chlorophyll; beeinflusst die Bildung von roter Herbstfärbung

Kelch
- gehört zu der Blütenhülle (doppelte Blütenhülle). Er ist meist derb und oftmals grün gefärbt. auch Sepalen (Kelchblätter) genannt. Er dient dem Schutz für die inneren Blütenorgane. Beim Entfalten der Blüte kann der Kelch abfallen oder weiter vorhanden bleiben und die reife Frucht umhüllen

Kernfäule
Eintrittspforte über Ast- oder Wurzelverletzungen. Abbau von innen nach außen

Kernholz
- im inneren des Baumes, nur noch wenige oder keine lebenden Zellen mehr vorhanden

Kernteilung
- Ausgangspunkt für die Zellteilung und Grundlage für Wachstum, Fortpflanzung und Vererbung > Mitose > Meiose > Zelle

Klettertechnik
- baumschonendes Verfahren für Arbeiten jeglicher Art im Baum, mittels passender Ausrüstung zum klettern ( Seile, Handsäge,etc.)

Knollen
- verdickte Sprosse oder Wurzeln, die Nährstoffe speichern > z.B. Rübe

Knospen
- Vegetationspunkte, die meist durch besondere Blätter geschützt werden. Bilden sich meistens in den Achseln der Nodien (Knoten)

Kohlenhydrate:
- Energiespender, wie z.B. Zucker

Kohlenstoffverbindungen
-setzt sich zusammen aus dem Kohlendioxid der Luft und dem Wasserstoff des Wassers

Kompensation
- Fähigkeit des Baumes , statische Schwachstellen durch verstärktes Dickenwachstum an den betreffenden Bereichen gezielt zu fördern.

Konkurrenz
- durch zu dichten Stand entsteht zwischen Pflanzen der Druck schneller nach oben zu wachsen, unter Vernachlässigung des Dickenwachstums; in der Baumkrone durch Zwieselbildung oder sich aufbauender Sekundärkrone entstehende Problematik

Körpersprache
- vom Menschen auf den Baum übertragen; durch visuelle Prüfung und Deutung der Symptome Schäden erkennen

Kronenschnitt
- Oberbegriff für sämtliche, ausführbare Schnittmaßnahmen

Kronensegel
- die gesamte Fläche der Baumkrone, die im Wind steht

Kronensicherung
- Maßnahmen zum Erhalt des Baumes oder einzelner Kronenteile; Sicherung von verkehrsgefährdeten Baumteilen, u.a. mittels dynamischer Seil-Systeme

Kulturpflanzen
- planmäßiger Anbau von Nutzpflanzen

Kultursubstrate
- künstlich hergestellte gärtnerische Erden (Substrate) für den Pflanzenanbau; oft mit hohem Torfanteil gemischt

Kurztriebe
- meistens Seitentriebe. Das Längenwachstum ist stark gehemmt, die Abstände zwischen den Knoten fehlen, bzw. sind nur sehr kurz. Hier werden oftmals die Blüten angeordnet.

L

Laubgehölze
- bedecktsamige Pflanzen, deren oberirdische Sprosse verholzen. Der Samen wird innerhalb des Fruchtknoten gebildet

Langtriebe
- entstehen meist aus kräftigen Laubknospen. Besitzen deutliche Abstände zwischen den einzelnen Knoten, Knospen oder Blättern

Längsriss
- am Baumstamm auftretende, längsverlaufende Rissbildung die auf eine statische Problematik hindeutet; hervorgerufen auch durch Spannungen oder Schädigungen innerhalb des Baumes

Lastanalyse
- Ermittlung der auf den Baum wirkenden Windkräfte

Lastschwerpunkt
- gedachter Punkt in der Krone, auf dem die Summe aller Windkräfte trifft. Die Positionierung bildet den Hebelarm, wo die Kraft sich zum Moment verstärkt

Lentizellen
- warzen-, strich- oder pustelförmige Korkausbildungen auf der Borkenoberfläche. Austrittsflächen für den Gasaustausch

Leukoplasten
- befinden sich in den Zellen, die nicht dem Licht zugänglich sind; verwandeln in ihrem inneren Zucker in Stärke um

Licht
- unverzichtbarer Bestandteil zur Fotosynthese und zum Wachstum

Lichtkeimer
- der gequollene Samen erreicht nur mit Lichtzuführung seine Keimfähigkeit

Lichtraumprofil
- Eine lichte Höhe des Astwerkes von 4,50 Meter für Straßenbäume, um den Verkehr nicht zu beeinflussen; Raum den der Baum in seiner Gesamtheit ausfüllt

Luftfeuchtigkeit
- Wasserdampfgehalt in der Luft; die relative Luftfeuchtigkeit > absolute Feuchte und Temperatur

M

Magnesium
- Hauptnährelement und wesentlicher Baustein des Blattgrün (Chlorophyll)

Mangan
- Spurenelement; wichtiger Baustein für die Pflanzenernährung

Mantel
- ist das Hyphengeflecht, das die Wurzelspitze des Baumes umwächst

Markstrahlen
- radial angeordnete Gewebestränge; verbinden Mark und Rindengewebe; ermöglichen den Stoffaustausch

Mehrnährstoffdünger
- haben einen wesentlichen Anteil an mehreren bedeutsamen Nährelementen

Metamorphose
- Umbildung von Wurzeln oder Sprossen

Mineraldünger
- werden im Bergbau gewonnen (z.B. Kali, Kalk), Nebenprodukte der Industie

Mitose
- Kernteilung; geht der Zellteilung voraus

Modifikation
- durch äußere Bedingungen verursachte , nicht erbliche Veränderungen des Art-Typus

Moment
- mit einem Hebel verstärkte Kraft; Maß: Kraft x Hebellänge

Mutation
- Veränderung an einem Gen; Grundlage für die Entstehung neuer Arten

Mycel
- aus Hyphen bestehendes Wurzelwerk des Pilzes

Mykorrhiza
- Pilze die in einer, für beide Seiten, nutzbringenden Lebensgemeinschaft (Symbiose) mit den Baumwurzeln leben auch die Organe des Pilzes, die für den Nährstoffaustausch zwischen Pilz und Baum zuständig sind

N

Nadelgehölze
- nacktsamige Pflanzen, der Samen ist freiliegend und wird nicht von Fruchtblättern umschlossen

Nährstoffe
- Wachstumsfaktor für die Pflanzenernährung und den Stoffaufbau

Nichtparasitär
- oder abiotisch; Pflanzenkrankheiten die durch die unbelebte Umwelt ausgelöst werden; entweder durch Mangel oder Überfluss von Licht, Wärme, Luft, Wasser oder Nährstoffe

Nitrat
- natürlicher Bestandteil der Pflanzen; bei Überdüngung erfolgt Belastung des Trinkwassers und der pflanzlichen Nahrung

Nodien
- Knotenstücke. An den Knoten befinden sich die Blätter

Nomenklatur
- Gliederung der Pflanzen in ein botanisches Namenssystem; Festlegung im „internationalem Code der Nomenklatur für Kulturpflanzen“

O

Organellen
- vereinfacht die Organe der Zellen.

organisch
- grosse, kompliziert aufgebaute Moleküle; stammen in der Regel von Lebewesen ab und sind aus langen Kohlenstoffketten zusammengesetzt

Organismen
- im Boden befindliche Organismen, z.B. Bakterien, zersetzen unter anderem die abgestorbenen Substanzen

Osmose
- an einer halbdurchlässigen Membran findet Austausch von Flüssigkeit, nicht aber von gelösten Stoffen statt; für die Wasseraufnahme wird der osmotische Druck benötigt, der das Wasser hochzieht

Ovalität
- auf Stammform und Astform bezogen; Verstärkung in Lastrichtung, hervorgerufen durch einseitige Belastung

Ovulae
- die Samenanlage im Inneren des Fruchtknotens

P

Paradontoseeffekt
- losrütteln des Baumes aus seiner Bodenverankerung, aufgrund starker Schwingung

Parenchymzellen
- Grundgewebe der Bäume; tragen zur Festigkeit bei; können auf Verletzungen aktiv reagieren

Perennierende
- ausdauernde, langlebige Pflanzen; z.B. Bäume, Sträucher, aber auch Stauden

Perianth
- Blütenhülle; besteht aus allen Sepalen (Kelchblätter) und Petalen (Kronblätter)

Petalen
- die Kronblätter; oft umgebildete Staubblätter

Pflanzenschutzgerät
- Gerät zum Ausbringen von Spritzmitteln, von Rückenspritze bis zur Feldspritze

Pflanzenschutzmittel
- Präparat zur Bekämpfung oder Vorbeugung von z.B. Pflanzenkrankheiten jeglicher Art

Pfropfen
- Veredlungsart; aufsetzen eines Reis auf eine Unterlage

Pikieren
- verpflanzen von Sämlingen und abreißen der Wurzelspitze zum anregen von Seitenwurzelbildung

Pilzfäden
- aus ihnen besteht der Pilz; Fruchtkörper, Mycelium und die Mykorrhizen bestehen aus Pilzfäden, den sogenannten Hyphen

Plastiden
- lebende Bestandteile der Zellen; bestehen vorwiegend aus Eiweißstoffen; unterteilt in Chloroplasten, Leukoplasten und den Vakuolen

Polarität
- Festlegung der zukünftigen Zellbildung > Triebspitze und Wurzel

Pollen
- die männlichen Keimzellen

Primärversagen
- Überschreitung des elastischen Bereiches> am Baum entsteht bleibende Stauchung an der überdehnten Stelle

Q

Querriegel

- Verbindung beim Pflanzgerüst zwischen zwei Pfählen

Querriss

- Anzeichen am Baumstamm für eine vorhandene statische Problemzone

R

Reduktionsteilung
- Teilungsvorgang der Chromosomen in den Geschlechtzellen > Meiose

Reiteration
- der Baum aktiviert schlafenden Augen zum Austrieb, z.B. nach Rückschnitt

Resistograph
- Bohrgerät zur Ermittlung von vorhandener Holzfestigkeit im angebohrten Bereich, nicht verletzungsfrei

Resttragfähigkeit
- noch vorhandener, zur Statik beitragender Holzmantel

Rhizome
- unterirdische Ausläufer, das heißt zunächst meist waagerecht im Boden wachsende Sprosse

Rhizomorphen
- Hyphenbündel, die von Mykorrhizen abgehen

Rindenbrand
- anderes Wort : Rindenkrebs, Baumkrebs; durch Infektionen verursachte Beschädigung im Rindenbereich; führt zu annormalen Wuchsformen, auch zum Absterben von Rinde und Kambium

Rindenzellen
- sind die äusseren Zellen der Baumwurzel

Ringporigkeit
- im Stammquerschnitt ringförmig angeordnete Gefäße zum Wassertransport

Ruckdämpfung
- in der Kronensicherung angebracht, zur Reduzierung der Seilkräfte des Holzes an den befestigten Bereichen

S

Samenpflanzen
- alle samenbildenden Pflanzen

Sämlingsunterlagen
- aus Samen von muttersortenreinen Pflanzen gewonnen

Schlauch
- eine flaschenförmige Hülle um den Fruchtknoten herum; auch als Utricus bekannt

Schlundschuppen
- Auswüchse der Blütenhülle bei verwachsenblättrigen Blütenkronen

Schleimfluss
- Absonderung aus zumeist Stammwunden, infolge eines Pilz- oder Bakterienbefalls

Schwingungswilligkeit
je schlanker und höher sich ein Baum im Verhältnis zueinander entwickelt hat, desto eher beginnt er bei Belastung (Wind) zu schwingen

Sekundärversagen
- nach der plastischen Verformung , dem Primärversagen, folgend; bedeutet das brechen des Baumes an der erneut überlasteten Stelle

Semipermeabilität
- durch eine halbgeöffnete Membran findet der Flüssigkeitsaustausch statt > Osmose

Sepalen
- die Kelchblätter; sind in der Regel aus Hochblättern hervorgegangen; schützen die Knospe; wenn sie nicht beim Entfalten der Blüte abfallen später auch die reife Frucht; Kelchblätter können frei oder miteinander verwachsen sein

SIA
- statisch integrierte Abschätzung; auf Basis von verschiedenen Grundwerten, erfolgt eine Berechnung der statischen Grundsubstanz des Baumes; in der Schweiz unter SIB bekannt

Sickerwasser
- Vorstufe zum Grundwasser; durch einsickern in tiefere Bodenschichten wird Grundwasser gebildet

Siebanalyse
- Untersuchung der Korngrößenzusammensetzung des Feinbodens

Sonnenbrand
- durch Hitze verursachte Schädigung, die zum absterben des Kambiums und zum Auf- bzw. Abplatzen der darüber liegenden Rinde und zu Holzschäden führen kann. Besonders nach Freistellung von empfindlichen Baumarten, z.B. Buchen oder Feuereinwirkung)

Spaltöffnungen
- zumeist an den Blättern vorkommend; regulieren durch schließen und öffnen den Wasserhaushalt und die Verdunstung des Baumes

Spelzen
- Hochblätter; umgeben die Blüte der Gräser

Sporn
- schlauchförmiges Anhängsel entweder eines Kelch-oder eines Kronblattes

Splintfäule
- von einer oberflächigen Infektion ausgehende Fäule, die sich bis in das Splintholz ausdehnt

Spross
- bestehend aus der Sprossache, dem Stengel und den Blättern

Sprossdornen
- umgebildete Sprossen, meistens aus Kurztrieben entstehend; z.B. Weissdorn, Gleditsie

Sprossranken
- umgebildete Sprossen, winden sich z.B.um einen Gegenstand; z.B. Wein

Spurenelemente
- wichtige Nährstoffe zur Pflanzenernährung; B,CI,CU,MN,Mo,Zn

Stamina
- Staubblätter; Jedes Staubblatt besteht aus einem Staubfaden (Filament) und dem Staubbeutel (Anthere), in dem die Pollenkörner gebildet werden

Stammfuß
- Bereich zwischen Wurzeln und Stamm.

Staminodien
- unfruchtbare Staubblätter

Stärke
- Reservestoff; im Inneren von Leukoplasten umgewandelter Zucker

Staubblatt
- Stamina heißen in ihrer Gesamtheit auch Andrözeum; enthalten nur männliche Fortpflanzungszellen (Pollen oder Blütenstaub) und bestehen aus dem Staubfaden (Filament) und dem Staubbeutel (Anthere)

Steckholz
- Vermehrungsart; einjährige und ausgereifte (verholzte) Triebe; 4-5 Internodien (Augen) lang; mit 1-2 Augen in den Boden gesteckt, werden dort Wurzeln gebildet

Stecklinge
- Vermehrungsart; diesjährige Triebe oder Triebspitzen, nicht verholzt; 3-4 Internodien (Augen) lang; untere Blätter werden abgezupft und die Trieblänge mit den freigelegten Augen in Substrat gesteckt, wo sie bewurzeln

Stratifikation
- Quellung des Samens durch Feuchtigkeit ausgelöst; Vorstufe zur Keimung

Streckungszone
- sitzt hinter der Wurzelspitze. Die vom Vegetationskegel gebildeten Zellen werden hier vergrößert und ihre entsprechend ihrer Funktion gestaltet

Substrate
- speziell gemischte Erden für verschiedene Kultur verfahren und Pflanzen

Symbiose
- eine Lebensgemeinschaft zweier verschiedener Lebewesen, von der beide Teilnehmer profitieren

T

Topfpflanzeneffekt
- kein seitliches Auswachsen der Wurzeln aus dem Pflanzgrubenbereich, z.B. durch Verdichtungen; es erfolgt ein Drehwuchs der Wurzel, wie bei überständigen Topfpflanzen

Torf
- schwer abbaubarer Dauerhumus; fast ohne Eigenanteil von Nährstoffen; steigert in leichten Böden die Wasserspeicherfähigkeit und die Nährstoffbindung; steigert in schweren Böden die Luftzufuhr

Torsion
- Drehung des Baumes; kann bis zum Bruch führen, aufgrund ungünstiger Belastung (Wind) in Verbindung mit statischen Fehlern des Baumes, z.B. durch einseitigen Kronenaufbau, Öffnungen im Stamm, Schiefstand

Tracheiden
- abgestorbene Zellen, die dem Wassertransport dienen; gängiger Aufbau der Wasserführung bei Nadelgehölzen

Tracheen
- Weiterentwicklung der Tracheiden, die dem Wassertransport bei Laubgehölzen dienen

Transpiration
- Verdunstung von Wasser über die Spaltöffnungen der Blätter

Typenunterlagen
- Nachkommen von mehreren Mutterpflanzen, die für die Veredlung von z.B. Obstsorten angebaut werden

U

Überwallung
- Zuwachsen von Schadstellen, durch sich neu bildendes Gewebe

Utricus
- eine flaschenförmige Hülle um den Fruchtknoten herum; auch als Schlauch bekannt

V

Vakuolen
- Bestandteil von Plastiden; enthalten frei bewegliches Wasser und darin gelöste Stoffe; bilden zum Plasma hin eine Grenzschicht

Vegetationskegel
- sitzt an der Wurzelspitze und besteht aus teilungsfähigen Zellen

Veredlung
- ungeschlechtliche Vermehrungsart; verpflanzen eines Reis oder Auge auf eine Unterlage; besonders beim Obstbau und der Rosenzucht vorkommend

Verkehrssicherheitspflicht
- Anforderung an den Baumbesitzer materielle oder persönliche Schädigung von Dritten abzuwenden; wird geregelt durch das BGB

Vermehrung
- Sammelbegriff für die verschiedenen Verfahrensweisen zur Nachzucht von Pflanzen; generativ : durch Samen; vegetativ: durch Stecklinge, Abrisse, etc.

vesikulär-arbuskuläre Mykorrhiza
- eine Mykorrhizenart, bei der die Hyphen in die äusseren Rindenzellen des Baumes wachsen und sich von dort aus weiter verzweigen

Verzweigung
- Aufbau von Krone und Wurzel, zur räumlichen Erschließung

Vitalität
- visueller Gesundheitszustand des Baumes

VTA
- visual tree assessment; visuelles Prüfverfahren bei Bäumen, zur Abschätzung der Baumsicherheit, mittels sichtbarer Schadsymptome

Vorspannung
- durch ausreifen der Zellen entsteht eine innere Spannung im Baum; fördert die Bruchsicherheit

W

Weißfäule
- Verlust der Druckbelastbarkeit durch Abbau von Lignin, Hemizellulose und Zellulose in unterschiedlichen Anteilen. Das befallene Holz bekommt eine bleiche und faserige Konsistenz > Pilzbefall

Wertermittlung
- von W. Koch entwickeltes und anerkanntes Sachwerteverfahren zur Erfassung des Baumwertes bei Schäden oder Verlust

Widerstandsmoment
- Maß für die geometrische Tragfähigkeit des Durchmessers, einer durch Biegung belasteten Struktur, an der belasteten Stelle

windende Gehölze
- Sprosse die in spiraligen Bewegungen wachsen und so unter anderem an anderen Pflanzen Halt finden; z.B. Geißblatt

Wirtspflanze
- Pflanzen die von Pilzen oder Schädlingen besiedelt, bzw. befallen werden

Wundverschlußmittel
- nach heutigen Erkenntnissen, nicht mehr Stand der Technik und weitestgehend nutzlos

Wurzeln
- unterste Teil der pflanzen, abwärts wachsend. Dienen der Nährstoff- und Wasseraufnahme, dem Transport und der Verankerung. Unterschieden wird in Flach-, Herz- und Tiefwurzler

Wurzelhals
- Bereich zwischen Wurzeln und Stamm

Wurzelhaare(zone)
- wenige Millimeter lange haarartige Wurzeln. Nehmen Wasser und Mineralstoffe auf. Nur von kurzer Lebensdauer, daher findet eine ständige Neubildung statt.

Wurzelhaube
- schützt den Vegetationskegel der Wurzelspitze

Wurzelraum
- zur Verfügung stehende oder auch benötigte Bodenfläche für den Baum

Wurzelspitze
- steuert das Längenwachstum und besitzt dafür bildungsfähige Zellschichten (Vegetationskegel)

Wurzelvorhang
- Schutzeinrichtung für eine Schadensbegrenzung bei Aufgrabungen im Wurzelbereich und Förderung der Neubildung von Wurzeln.

X

Xantophyll
- Bestandteil des Chlorophyll, beeinflusst die Ausbildung von gelber Herbstfärbung

 

Y

Z

Zelle
- kleinste, selbständig lebensfähige Einheit von Organismen

Zellkern
- enthält die gesamten genetischen Informationen; steuert die Lebensvorgänge

Zellsaft
- in Wasser gelöste Stoffe, z.B. Kohlehydrate, Farbstoffe, Gerbstoffe, organische Säuren, anorganische Ionen, etc.

Zellteilung
- Zweiteilung des Plasmakörpers (Zytokinese)

Zelluose
- Gerüstsubstanz beim Pflanzenaufbau; Hauptbestandteil der Zellwände

Zellwand
- Umhüllung der Zelle; durch ihre Festigkeit wird der Aufbau einer Pflanze erst ermöglicht

Zerstreutporigkeit
- über den gesamten Stammquerschnitt verstreut angeordnete Gefäße zum Wassertransport

ZTV
- Zusätzliche Technische Vereinbarung; Herausgeber: ZTV Baumpflege FLL; Technische Vertragsbedingungen als Standard für das Arbeiten an und in Bäumen; keine Vorschrift

Zucker
- energiereiche Verbindung; Grundlage für den Aufbau von organischen Substanzen;

Zugholz
- Kompensationsholz bei Laubbäumen mit speziell ausgebildeten Holzaufbau

Zugversuch
- Untersuchungsmethode zur Berechnung der Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen

Zuwachsbohrer
- Gerät zur Analyse der Jahresringe durch Entnahme eines Bohrkerns

zweihäusig
- diözisch; jeder Baum einer Art hat entweder nur männliche oder weibliche Blüten

Zygote
- die weiblichen Keimzellen

Zytoplasma
- besteht aus Eiweißstoffen und füllt die junge Zelle aus

Zwergstrauch
- auch im Alter unter einem Meter Höhe bleibender Strauch

Zwiesel
- zweistämmig; U-Zwiesel gelten als unproblematisch; V-Zwiesel sind problematisch, da statisch weniger tragfähig

Zwitter
- eingeschlechtige Blütenpflanze

 

Formenlehre

 

Eine Form ist eine am Umriß erfaßbare Einheit. Ehe man mit Formen ein neues harmonisches Gefüge gestalten kann, muß man sich mit Formen unter den verschiedensten Aspekten beschäftigen.

Die Formenlehre hat folgende Ziele:

- Formen sehen und beschreiben können

- die Ansprüche der Formen und ihr besonderes Wesen erkennen, um sie bei Gestaltungen richtig auszuwählen und anordnen zu können.

- das Vorstellungsvermögen hinsichtlich der Formen zu erweitern, um kreativ mit ihnen umgehen zu können.

 

 

 Grundformen Jede noch so kompliziert erscheinende Form kann man in einfache Einzelformen zerlegen, oder in klare geometrische Umrißformen einpassen. Die Grundformen sind: Rechteck, Dreieck und Kreis.

 

 Bewegungsformen Vor allem gewachsene Formen lassen in der Form eine Bewegung erspüren, und zwar in der Wuchsrichtung.

Die Betrachtung einer Form nach der enthaltenen Bewegung ist für das Verständnis der Eigenart der Form und ihrer Beachtung beim Gestalten sehr wichtig. So können die Bewegungen aufstrebend, aufstrebend sich entfaltend, ausschwingend, abfließend, lagernd-flächenbildend, lagernd-sammelnd, gewunden oder brüchig

 

 Individualität - Charakter und Wert Es ist wichtig, das Typische, die Individualität der Pflanze (Blüte) zu erkennen, um sie beim Arrangieren zu erhalten, da von ihr die Wirkung ausgeht. Die Individualität setzt sich aus Charakter (Wesen) und Wert zusammen.

Die Individualität wird in 3 Wertstufen unterteilt. In der 1. Wertstufe sind Herrschaftsformen und Edelformen, in der 2. Wertstufe werden Geltungsformen und Prunkformen zusammengefaßt, in der 3. Wertstufe sind Gemeinschaftsformen und verbindende Persönlichkeiten.

 

 Gestalterische Folgerungen Wesensmäßige Zuordnung (Gleichheit des Charakters + Jahreszeit)

Landschaftliche Zuordnung (Gleiche Vegetationszone + Jahreszeit)

Wertmäßige Zuordnung (Gleiche Wertstufe)

 

 

 

Farbenlehre

 

Die Beschäftigung mit Farben gehört für den Floristen zu den Grundlagen der Gestaltung, da auch sie den Charakter einer Blume bestimmen. Die harmonische Abstimmung der Farben und die Anordnung der Farbe in einer floristischen Arbeit bestimmen einen großen Teil des Gesamteindruckes. 

 

 

 

 Was ist Farbe ? Wie kommt es, daß der Mensch Farben sehen kann?

 Farbordnungen Das Wissen über die Farben und ihre Wirkung auf die Umwelt wurde von vielen Künstlern und Wissenschaftlern untersucht und dokumentiert. Auf den Erkenntnissen von Newton, Goethe, Runge, Frauenhofer, Ostwald und Itten beruht die heutige Farbenlehre. Sie unterscheidet zwischen Grundfarben, Mischfarben 1. Ordnung, Mischfarben 2 Ordnung, Pastellfarben, getrübten Farben und unbunte Farben.

 Farbharmonien kleiner Kontraste Dies sind Farbkombinationen, die sich nur durch leichte Farbveränderung voneinander unterscheiden. Es gibt Harmonien im Gleichklang, Harmonien verwandter Farben und Harmonien der Nachbarfarben.

 Farbharmonien großer Kontraste Dies sind Farbkombinationen, die sich durch starke Farbveränderungen voneinander unterscheiden.

Es gibt Primärkontraste, die man objektiv feststellen kann, wie Komplementärkontrast, Farb-an-sich-Kontrast, Farbe-Nichtfarbe-Kontrast, Mengenkontrast, Qualitätskontrast und Helligkeitskontrast; und es gibt Sekundärkontraste, die durch die Wirkung auf die Psyche bestimmt werden, wie Temperaturkontrast, Aktiv-Passiv-Kontrast, Nah-Fern-Kontrast und Stofflichkeitskontrast.

 Subjektiver Betrachter Auge Die Erscheinung einer Farbe ist nicht stets gleich. Das Auge läßt sich beeinflussen von:

der Lichtquelle mit Ihrem Spektrum

der Lichtintensistät, denn bei schwachem Licht erkennt es überhaupt keine Farbe

der Farbe der Nachbarschaft, denn Farben erhalten Ihre Wirkung vor allem durch die Beziehung von Farbe zu Farbe. Um das Auge zu entlasten erfindet es eine weitere Farbe oder Farbmischung. Man unterscheidet zwischen Simultankontrast bunter Farben, Simultankontrast Weiß und Sukzessikontrast

 Farbenklänge Je nach Anzahl der zusammengefügten Farben unterscheidet man verschiedene Farbklänge. Es gibt: Gleichklang, Zweiklang, Dreiklang und Vierklang. Die hier angesprochenen Beispiele der Farbharmonien sollen als Grundlage dienen. 

 Farbstimmungen Der Mensch reagiert auf Farben durch Gefühle und Stimmungen. Die Farben der Gestaltung sind deshalb sehr bewußt zu wählen und auf die gewünschte Aussage hin abzustimmen. Die Eigenschaften der Farben wie Farbton, Helligkeit, Reinheit entscheiden über die Farberscheinung (äußere Wahrnehmung), Farbstimmung (Gefühlswahrnehmung) und Wirkung innerhalb einer Farbenkombination.

 

Man unterteilt die Farben grob in die Gruppen Warm, Strahlend, Kühl, Statisch und Neutral.

 Farbensymbolik Farben sind Symbole für abstrakte Begriffe wie Freiheit oder Glück, Trauer oder Macht, Freude oder Besinnlichkeit.

 

Gelb, Goldgelb, Orange, Kreß, Rot, Purpur, Violett, Ultramarinblau, Blau Türkis, Grün, Maigrün, Braun, Schwarz, Grau, Weiß, Rosa, Pastellviolet, Hellblau

 Strukturen - Oberflächen Die Struktur ist die Oberflächenwirkung, ausgehend von der Stofflichkeit des Werkstoffes und der Beschaffenheit der Oberfläche der Gestaltungsmittel. Je nach dem Aufbau eines Blattes und dem Gefüge seiner Oberfläche kann es rustikal, flauschig (samtig, wollig), seidig, porzellanartig oder metasllisch wirken.

 Jahreszeitentheorie Tag für Tag zeigt die Natur, wie sich Farben harmonisch kombinieren lassen. Weil der Mensch seit undenklichen Zeiten im Anblick dieser Harmonie lebt, erfreut sie ihn mehr als andere Farbeffekte.

 

Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Farben, die immer zusammen passen. Der Grund dafür ist, daß in jeder Jahreszeit eine Basisfarbe dominiert. Im Frühling ist es Gelb, im Sommer Blau, im Herbst Rot und im Winter wieder Blau.

 

 

 

Anordnungslehre

 

Bei der Anordnungslehre geht es um

Gestaltungsarten:

Reihungen: Gestaltungen, die sich nur in einer Richtung entwickeln

Flächengliederungen: Gestaltungen, die sich in zwei Richtungen (Länge, Breite) entwickeln

Gruppierungen: Gestlatungen, die sichin alle drei Richtungen (Länge, Breite, Höhe) entwickeln

 

und Gestaltungsprinziepien:

Gliederung: symmetrisch <> asymmetrisch

Gruppengesetzte der Beschränkung und Rangordnung

Proportionen

 

 

 Reihungen Man unterscheidet zwischen stetiger Reihe, abgestufter Reihe und Rhythmischer Reihe

 Flächengliederungen Unter Flächengliederung versteht man den Aufbau und das Ordnen von Teilen zu einem Ganzen in den Raumrichtungen Breite und Tiefe (zweidimensional). Zum Gliedern von Flächen gibt es 4 Möglichkeiten:

Regelmäßige Streuung

Streuung mit Verdichtung

Flächenteilung durch Streuung (strukturieren) und

Wiederholung von Reihen.

 

 Gruppierungen Unter einer Gruppierung versteht man eine räumliche Gestaltung. Man versucht Teilformen zu einem neuen wirkungsvollen Ganzen zusammenzufügen, sie können sich in Farbe, Form, Größe, Wechsel usw. unterscheiden, müssen es aber nicht. Es gibt die geschlossene Gruppe, die aufgelockerte Gruppe und die Gruppierung getrennter Teile (symmetrische Gliederung, asymmetrische Gliederung).

 Symmetrische Gliederung Symmetrie = Gleichmaß

 Asymmetrische Gliederung Asymmetrie = Ungleichmäßigkeit

 

Kerzen 

  Die Bestandteile der Kerzen und ihre Machart bestimmen die Eigenschaften und die Qualität der Kerze.

 

Man unterscheidet zwischen: Tauchen, Pressen, Gießen, Ziehen und Kneten.

Die Fertigen Kerzen unterlaufen auch verschiedenen Oberflächenbehandlungen.

 

 

Bestandteile der Kerze  Materialkunde Floristik

 

Rohstoffe: Bienenwachs

Stearin

Paraffin

Dochte: aus Baumwollfäden

Rund- oder Flachdochte

Stärke (Durchmesser) sollte dem Kerzendurchmesser entsprechen

Zuschläge: "Hartwachse" (Schmelzpunkt erhöhend)

Farbstoffe

Duftstoffe

 

 

Herstellung Tauchen (Tunken)  Materialkunde Floristik

 

Beschreibung:

Die Kerzendochte werden in Rahmen gespannt, wiederholt in erwärmtes, flüssiges Kerzenmaterial getaucht. Nach jedem Tauchgang kühlt die Wachsschicht ab und bildet unten eine etwas dickere Schicht als oben, weil das flüssige Wachs beim Herunterlaufen langsam erstarrt.

Bemerkungen:

Es entstehen Spitzkerzen mit etwas welliger Oberfläche, was sehr werkgerecht erscheint.

 

 

Herstellung Pressen (Strangpreßverfahren)  Materialkunde Floristik

 

Beschreibung:

Der Docht läuft durch ein Rohr (Kaliber), die Kerzenmasse wird als Granulat hinzugefügt und unter hohem Druck verdichtet. Danach wird der Kerzenstrang auf Kerzenlänge zerschnitten und der Docht wird freigefräst.

Bemerkungen:

Es können schwere Mängel entstehen durch:

- Hohlräume im Kerzenkörper --> Kerzenwachs kann unerwartet weglaufen

- nicht fest eingebetteten Docht --> Der Docht kann beim Zerschneiden leicht herausgezogen werden und damit kann die Kerze nicht voll genutzt werden.

 

 

Herstellung Gießen  Materialkunde Floristik

 

Beschreibung:

Der Docht wird in eine Form gespannt, die dann mit Wachs aufgegossen wird. Nach dem Erkalten wird die Kerze aus der Zinnform gezogen oder aus der aufklappbaren Form entnommen.

Bemerkungen:

Diese Methofe wird von Hobbykerzenmachern genutzt.

Die Industrie verwendet reines Stearin oder Bienenwachsgemisch.

Diese Technik wird genutzt bei Schichtkerzen oder Formkerzen.

 

 

Herstellung Ziehen  Materialkunde Floristik

 

Beschreibung:

Der Docht läuft in Ringform auf Trommeln und wird durch eine Wanne mit flüssigem Wachs gezogen und durch eine Lochscheibe geführt (streift überflüssiges Wachs ab, damit sich eine gleichmäßig dicke Wachsschicht anlagert). Dieser Vorgang wird mehrere Male wiederholt. Der Wachsstrang bleibt elastisch, bis er die gewünschte Kerzendicke erreicht hat. Dann wird er aufgeschnitten und zum abkühlen aufgehangen. Der abgekühlte feste Strang wird in Kerzenlänge zerschnitten und der Kerzenkopf wird freigefräst.

Bemerkungen:

Es ist die industrielle Methode von Walzenförmigen Kerzen.

Das Wachsgemisch muß ausreichend plastisch sein (z. B. genügend Paraffinanteile enthalten).

Die Wachsschichten können beim Andrahten abbröckeln.

 

 

Herstellung Kneten (Knautschen)  Materialkunde Floristik

 

Beschreibung:

Man benötigt eine Masse (Bienenwachs oder Wachsgemisch), die sich bei Zimmer- und Handwärme kneten läßt und zu Wachsplatten geformt ist. Die Platte wird um den Docht gerollt und zur Kerzenform gedrückt und geknetet.

Bemerkungen:

Diese Methode ist eine handwerklich und körperlich anstrengende Methode.

Mischt man verschiedene Wachsfarben, so entstehen interessante Strukturen.

 

 

Oberflächenbehandlung  Materialkunde Floristik

 

Die meisten Kerzenrohlinge werden in einem Tauchbad mit farbigem Wachs gefärbt. Durch den weißen Untergrund erscheint der Farbüberzug intensiver leuchtend als bei den selteneren durchgefärbten Kerzen

Außerdem kann man die Kerzen durch aufklebbare Wachsmotive oder ganze Relieftafeln schmücken. Diese Kerzen heißen "Renaissancekerzen", die durch ihre starke Eigenwirkung weniger von Floristen verwendet werden, da sie sich schlecht in die harmonische Gestaltung einfügen.

 

              Stilkunde

 

Altertum

 

 

 Ägypten Das Zeitalter der Ägypter dauerte von 4300 v. Chr. bis 646 n Chr.

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 Griechen Das Zeitalter der Griechen dauerte von 800 v. Chr. bis 150 v. Chr.

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 Römer Das Zeitalter der Römer dauerte von 400 v. Chr. bis 400 n. Chr.

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Mittelalter

 

 

 Romanik Das Zeitalter der Romanik dauerte von 1000 n. Chr. - 1250 n. Chr.

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 Gotik Das Zeitalter der Gotik dauerte von 1250 n. Chr. - 1500 n. Chr.

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Neuzeit

 

 

 Renaissance Das Zeitalter der Renaissance dauerte von 1500 n. Chr. - 1600 n. Chr.

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 Barock Das Zeitalter des Barock dauerte von 1600 n. Chr. - 1750 n. Chr.

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 Rokoko

18. Jahrhundert Das Zeitalter des Rokoko dauerte von 1730 n. Chr. - 1780 n. Chr.

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 19. Jahrhundert Das 19. Jahrhundert dauerte von 1780 n. Chr. - 1910 n. Chr.

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 Klassizismus Das Zeitalter des Klassizismus dauerte von 1780 n. Chr. - 1830 n. Chr.

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 Empire Das Zeitalter des Empire dauerte von 1800 n. Chr. - 1850 n. Chr.

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 Biedermeier Das Zeitalter des Biedermeier dauerte von 1815 n. Chr. - 1850 n. Chr.

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 Historismus Das Zeitalter des Historismus begann etwa ab 1850 n. Chr.

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 Zeit der Gründerjahre Die Zeit der Gründerjahre begann etwa 1871 n. Chr.

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 Jugendstil Das Zeitalter des Jugendstil dauerte von 1895 n. Chr. - 1910 n. Chr.

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 Romanik Sie erhalten auf dieser Seite einen Überblick über die Merkmale der Zeit, Architektur, Blumen, Blumenschmuck,Gärten, Totenverehrung, Malerei, Bildhauerei, Handwerk, Dichtung und Musik.

 

 

 

20. Jahrhundert

 

 

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 Bauhaus Das Zeitalter des Bauhaus dauerte von 1919 n. Chr. - 1933 n. Chr.

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 Nationalisten Das Zeitalter der Nationalisten begann ab 1933 n. Chr.

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 Architektur Heute Sie erhalten auf dieser Seite einen Überblick über die Merkmale der Zeit, Architektur, Blumen, Blumenschmuck,Gärten, Totenverehrung, Malerei, Bildhauerei, Handwerk, Dichtung und Musik

 

 

Ägypter 

 

 

  Das Zeitalter der Ägypter dauerte von 4300 v. Chr. bis 646 n Chr.

 

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Merkmale der Zeit  Stilkunde Floristik