wax.on
wipe.out - Big Wave (Waimea Radio Edit)
"[...] Als wax.on wipe.out
1961 die Bühnen und Strandfeten ihrer Heimatstadt Kiel-Beach eroberten, hätte
noch niemand geahnt, dass aus diesen drei sympathischen Jungen einmal jene Band
werden sollte, die unter dem Namen wax.on wax.off noch immer die Musikwelt in
ihren Grundfesten erschüttert. So erschienen sie mit ihrem adretten Outfit,
den fiktiven Bühnennamen Johnny Hotrod, Surfer Joe Stephen und Orgasm Olly
und den Songs über das Strandleben bloß wie ein weiteres Abziehbild
jener unzähliger Combos von Surfverrückten, die tagsüber die Wellen
in der Kiel-Bay ritten und am Abend die Bretter gegen elektrische Gitarren tauschten.
Doch mit ihren eingängigen Songs wie Do the Förde-Stomp, We´re
the Kiel-Beach-Boys oder Rendsburg Surf City und einer elektrisierenden
Bühnenshow wurden wax.on wipe.out schnell zu Everybody´s Darlings in
den Tanzhallen nördlich der Elbe. [...] Den
Erfolgen auf der Bühne folgten jedoch keine großen Sprünge auf
dem Tonträgermarkt. So stellt die nur auf Schellack und in limitierter Auflage
erschienen Single Big Wave das einzige Relikt aus dieser ersten musikalischen
Phase von wax.on wax.off dar. [...] Dabei enthielten Big Wave und die zugehörige
B-Seite Ukulele Fantasy bereits jene unverwechselbaren Zutaten, denen wax.on
wax.off bis zum heutigen Tage treu geblieben sind: ausgefeilte orchestrale Arrangements
voller musikalischer Virtuosität und eine aussagekräftige Lyrik, die
sich - die eigene Alltagswelt politisierend - stets gegen die bestehenden Verhältnisse
wendet."
aus: Lexikon der Arena-Bands; hrsg. v. Benjamin Timm, Verlag Schweinskopf u.
Schweinskopf, 2001.