Das wax.on wax.off-Tagebuch 
   
 

Chxdiggit! und die süßen Boys in HH!

Eigentlich sind die süßen Boys von wax.on wax.off ja beinharte Popstarprofis: Stadion-Gigs, Privatjets und massenweise Bräute gehören zum Alltag wie Zähneputzen, Hotelzimmerzertrümmern oder Mit-Whiskey-Gurgeln. Doch wenn es darum geht mit den eigenen Vorbildern auf die Bühne zu steigen, werden sogar die süßen Boys wieder zu ganz normalen Fans. So wie an diesem Abend mit den kanadischen Nice-Guys von Chixdiggit!

  
Liebes Tagebuch...  

Mensch, wat freuen wir uns, heute mit Chixdiggit! zu spielen. Schließlich ist das nicht nur eine unserer hauseigenen Lieblingsbands, sondern auch eine außergewöhnlich gute Live-Band mit quasi Entertainmentgarantie.

Und gut gelaunt ging es auch gleich los. Kaum angekommen und aufgebaut, tauschten Steffen und Chixdiggit!-Bassist Mike die neusten Basser-Witze aus. Thorsten und Chixdiggit!-Schlagzeuger Jason unterhalten sich unterdessen lieber über ernste Dinge (Frauen, Bier, Basser).

 

 

 

Aber bevor die vier Jungs aus Kanada weiter zur guten Laune aller beitrugen, durften wir ja erstmal selbst auf die Bühne. Und es war wieder ein sehr großes Vergnügen. Die Gitarre zog, der Bass drückte und das Schlagzeug schob die volle Ladung Richtung Publikum.

Lampen an und Vollgas! Gib Schub Rakete!

 

Gib Schub Rakete! Dieses Motto wurde heute sogar Wirklichkeit. Denn mit jedem neuen Lied hoben wir buchstäblich ab. Unter der Bühne war nämlich ein so riesiges Subwoofer System installiert, dass es mit jedem Tritt auf die Bass-Drum ganz mächtig im Gebälk vibrierte. Da wurde sogar Gitarrenschwergewicht Thorsten aus den Latschen gehoben und machte den Wackelpeter.

Aber Olli hatte sichtlich Freude an diesem Erdbeben und spielte sogar ein paar extra flotte Double-Bass-Passagen, um Thorsten und Steffen so richtig zappeln zu lassen.

 

 

 

Gebührend dankten wir den Göttern des Punk-Rock für so ein Donnerwetter.

Aber natürlich bedankten wir uns auch artig beim fantastischen Hamburger Publikum, das brav mitsang und ordentlich abging.

 

Steffen war sogar so hingerissen vom Hamburger Publikum, dass er versprach, nur heute und nur für die schönen Leute in Hamburg, seinen speziellen Bass-ehrfürchtig-ins-Publikum-halten-Tanz aufzuführen.

 

 

 

 

Gesagt - getan!

wax.on wax.off sagen: "Danke Hamburg!"

 

Nach einem kurzen Umbau kamen dann Chixdiggit! Und trotz schlafloser Reise, schwerem Jetlag und Basser-Witzen hauten die vier Punk-Popper aus Kanada ordentlich rein.

Gute Laune und Mitsingen sind hier einfach Pflicht. Wirklich selten sieht man so eine sympathische Band auf der Bühne.

 

 

 

Der guten Laune, die Chixdiggit! verbreiten, kann man sich wirklich nicht entziehen.

 

Noch nicht mal der eigene Gitarrist. Fröhlich wurde ein Hit nach dem nächsten in die Menge geworfen und genauso fröhlich wieder zurück gesungen.

wow!

 

 

 

Wahrscheinlich genauso angetan vom Bass-Drum-Subwoofer-Gewitter auf der Bühne wie wir, beschlossen Chixdiggit! spontan ihren Ehrfürchtig-zum-Schlagzeuger-umdreh-Tanz aufzuführen.

 

Und die süßen Boys von wax.on wax.off? Waren natürlich in der ersten Reihe tanzten und sangen begeistert mit was die Lungen hergaben.

Hat sich doch gelohnt, dass wir auf langen Fahrten in unserem Tourbus deren Songs auswendig gelernt haben. So konnten wir an diesem Abend mit besonderer Textsicherheiten glänzen!

 

 

 

Aber auch die schönste Zeit geht einmal vorbei. Nach einer langen wie guten Show und der drölften Zugabe verabschiedeten sich die Sympathikusse von ihrem Hamburger Publikum.

Schließlich mussten sie ja noch unsere ganzen mitgebrachten Alben und Poster signieren.

 

Fertig -aber fröhlich- wurde nach dem Konzert ein wenig in Hamburgs kleinstem Backstageraum entspannt.

Besonders Gitarrist Mark musste seine Kräfte noch regenieren. Er wollte ja nun noch unbedingt "in the Kaiserkeller, I´ve been there before. Where´s the Kaiserkeller? Let´s got to the Kaiserkeller!"

 

 

 

Nach dem Abbau ging das mit dem Geknipse wieder los. Hier wollte Sänger KJ noch ganz dringend eines von diesen legendären Zeig-mal-mit-dem-Finger-auf-mich-Fotos mit unserem Bassisten Steffen haben. Ein Wunsch, den wir ihm ja schwer abschlagen konnten.

 

Auch auf das Molotow wollte gebührend gezeigt werden.

 


 


Nach dem Konzert zeigten und zogen wir dann noch gemeinsam auf den Kiez. Zum Schutz aller Beteiligten haben wir der Presse hier jedoch das Fotografieren verboten. Nur soviel sei gesagt: Die Frauen da wollten alle was von uns Rockstars. Ständig sagte eine: "Hey, Süßer, komm mal rüber." Oder: "So, you are a musician, huh?! Then let me blow your horn." In der Herbertstraße hatten sich einige der weiblichen Fans sogar schon bis auf die Unterwäsche ausgezogen. Verrückt!

Aber wir sind dann doch lieber ordentlich was trinken gegangen.

Ein schöner Abend und einen schönen Gruß nach Kanada!

Thorsten, Olli und Steffen
wax.on wax.off

P.S.: Der Preis für das schönste Zitat des Abends geht diesmal an Chixdiggit!-Sänger KJ. Vor einem Plakat von Ingo Appelt stehend, fragte er: "And, who´s that guy?" - "He´s some lousy German comedian!" - "Is he better than Gottlieb Wendehals?"
Für so viel Kenntnis der niederen deutschen Kultur gibt es ein Tripple-Metal-Sign von uns!

P.P.S.: Ach, und nicht vergessen. Chixdiggit! haben eine wahnsinnig gute neue Scheibe - dringend kaufen!