Sprache und Gewalt
                           
                                               
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Ce langage-chose qui vaut comme arme, comme action
Über die Körperkraft von Sprache

Theorien der verbalen Verletzung, auch Theorien, die vom „Sprechakt“ ausgehen, diskutieren das Sprechen und ebenso den verletzenden Sprechakt allenfalls mit einem Seitenblick auf die Frage des Körpers. Sie positionieren den Körper gleichsam in der Rolle einer sensiblen Folie, eines Mediums, das zwar in die Sprachhandlung „irreduzibel“ eingelassen ist und die Sache der Sprache auch tangiert. Dennoch bleibt es bei einer zwei-Welten Theorie. Der Körper, die Körper kommen nur wie ein Wesensrand, die Grenze der Sprache in Spiel.
Welchen Charakter hat aber verletzende Sprechakt, woher resultiert seine Kraft (oder auch die Kraft, die in dieser Situation frei wird) und wie läßt sich die exorbitante Macht begreifen, die Sprache im Extremfall gewinnt? Ich schlage vor, von der „Körperkraft von Sprache“ zu sprechen und möchte im Blick auf die sprachliche Verletzung den tatsächlich im Wortsinn „physischen“ Charakter dessen herausarbeiten, was da geschieht.