Die A r b e i t s l o s e n -info
Oh Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

Da brau(n)t sich was zusammen.

Erst bekämpft die SPD die von den Unternehmer initiierten "Scheinselbständigen" – wieder ein neues Gesetz aus dem Boden gestampft, bekämpft von der SPD – gescheitert.
- Dann wird von einem ganz Schlauen die Ich - AG kreiert – bekämpft von der CDU/CSU und FDP – wieder ein neues Gesetz – wird scheitern.
- Jetzt gibt es plötzlich den Begriff „Scheinarbeitslose“, der nur noch genauer definiert werden muss. Und die Arbeitslosen mutieren zu Scheinarbeitslosen, die so legitimiert es nun unerbittlich zu bekämpfen gilt!

Und diesmal sind sich die etablierten Volksparteien einmal einig.

Mit 75 aus kostengründen in die Kiste?

- Wehret den Anfängen!

Ich bin von den jüngsten Kapriolen unserer "geistigen Elite" bezüglich der Vorstellungen von Problemlösungen in heller Aufregung. Was für geistiger Schrott doch nicht alles in den klugen Köpfen herumschwirrt).
Deckt sich diese Entwicklung doch tatsächlich mit dem, was ich schon lange habe auf uns zukommen sehen. Auch was die Entsorgung der anderen "unnützen Kostgänger" angeht: Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Behinderte.
Gnom Hitler hatte hinsichtlich seiner Vorstellung von „Reinheit der Rasse und Volksgesundheit“ auch damit begonnen, Statistiken darüber zu führen und hat diese dann rigoros bereinigt. Mit der Bereinigung von Statistiken ist das also so eine Sache, es ist ein Symptom, ein Alarmzeichen! Und die Mehrheit der deutschen Bevölkerung hatte dem üblen Treiben bewegungslos zugeschaut, so als ginge sie das alles nichts an. Solange sie nicht davon betroffen waren. Und sie haben dann schließlich auch noch begeistert mitgemacht.

Heute spielt sich eine ähnliche Verhaltensweise des Volkes ab. Es ist kaum Protest zu vernehmen, nur dummes Schweigen. Das Volk schaut zu, wie eine angeblich moderne Arbeiterpartei - die sich nur an einer Realität orientiert und orientieren muss, wie deren Führer emsig beteuern - wie die SPD sich an dessen bis heute mühsam erkämpften Sozialstaat vergreift und ihn inbrünstig und gründlich Stück um Stück zerschlägt.
Die jetzt bekannt gewordenen Überlegungen passen genau in das Konzept und kommen im Fahrwasser dieser "Reformen" daher. Jetzt traut man sich, dem Volk weitere Ungeheuerlichkeiten häppchenweise in Aussicht zu stellen. So kann man ein Volk unmerklich darauf ausrichten, noch Übleres zu akzeptieren - bis zum Exzess. Bis zum Pogrom!

Einer der "Väter" der angesprochenen Vorschläge ist übrigens ein Professor Hartmut Kliemt., Prof. für praktische Philosophie und Ökonomie der Uni Duisburg. Er nennt das, was mich so aufregt „Altersrationierung“ (auf deutsch Behandlungsbeschränkung). Motto: Immer schön akademisch bleiben. Da muckt kaum einer auf.
Ein anderer, der katholische Theologe Prof. Joachim Wiemeyer, bis gestern noch Berater der Katholischen Bischofskonferenz, vertritt ebenfalls die These der Notwendigkeit einer Altersbegrenzung. (Klaus 12.06.03)
Kein Mensch weiß, wie lange die Altersbeschränkung bei 75 Jahren zu halten sein wird. Ganz böse aber trendy gesagt, halte ich angesichts der Massivität der heutigen Zahlungsprobleme die 75 Jahre für zu hoch. Aber bis dahin bleibt mir noch etwas Zeit, wenn die Grenze nicht all zu weit nach unten verlagert wird. Blanker Zynismus meinerseits.

Die Entwicklung unserer Gesellschaft zeigt deutlich, wohin es führt, wenn die verwöhnten, politischen Macher und ihre Berater am Ende ihrer konstruktiven Leistungsfähigkeit angekommen sind (wenn sie jemals welche hatten) und sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Ab hier zeigen sie, was wirklich in ihnen steckt und womit bei ihnen noch zu rechnen sein wird.
In die Enge getriebene Politiker werden unberechenbar. In diesem Stadium überschreiten sie Grenzen. Sie schlagen wild um sich. Treffen dabei immer meist nur die Unschuldigen. Und die müssen dann deren hysterischen Anfall aushalten und ausbaden – oder gehen dran kaputt.

Wenn wir uns das von der SPD (die anderen Volksparteien lasse ich mal weg, die sind genauso) gezeichnete Bild über soziale Gerechtigkeit anschauen, stellen wir doch verblüfft fest, dass in allen betroffenen Bereichen ausschließlich den sog. Kleinen Leuten das Fell über die Ohren gezogen wird. Im Gesundheitswesen ist das ganz deutlich der Fall. Aber natürlich auch in den Bereichen Arbeit und Abgaben.

Also Leute: Lasst nicht zu, dass die Dilettanten ihren Fuß in die Tür zum Sozialabbau stellen können. Jedes vorgehaltene Argument gilt schon deshalb nicht, solange nicht wirklich alle Leistungsfähigen in unserer Gesellschaft gleichermaßen an den Kosten des sozialen Sicherungssystems beteiligt sind.

- meint Klaus am 04.06.03