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Wenn also beim plötzlichen Vollgas statt satter Beschleunigung von achtern merkwürdige Geräusche kommen, so kann das an einem zu knapp bemessenen Propeller liegen. Übrigens spielt es nur eine geringe Rolle ob ein Propeller zwei, drei oder mehr Flügel hat, entscheidend ist im wesentlichen nur der wirksame Querschnitt. Fünf Flügel - läuft besser im oberen Grenzbereich , zwei Flügel am Trödelboot haben einen besseren Wirkungsgrad aber sorgen für Dröhngeräusche wenn man mal Gas gibt. Wie bestimmt man aber nun den richtigen Durchmesser ? Ein einfaches Rezept habe ich zwar nicht gefunden aber von einigen gut laufenden Booten die Daten erfragt und in eine halbwegs allgemeingültige Formel gesetzt. Ausschlaggebender Wert für die Bemessung ist hauptsächlich der “Verdrängungsquerschnitt” das ist die mittlere Fläche die unter der Wasserlinie vorwärts geschoben werden muß. Er berechnet sich aus dem Gewicht des Bootes dividiert durch die Länge der Wasserlinie. Hierzu ins Verhältnis muß der Querschnitt des Propellers gesetzt werden. Natürlich spielt die Bootsbauart (Breite) noch eine Rolle. für den Koeffizienten können folgende Richtwerte angenommen werden: - Schnelle Gleiter und Halbgleiter 3 : 1 - Verdränger 5 : 1 - Hilfsantriebe (Segelboot) 8 : 1 Rechenbeispiele : - schneller Gleiter, 1,5 Tonnen, dividiert durch LWL 5,4 Meter ergibt : 0,28 m² ; dieser Wert dividiert durch 3 = 0,093 m² (das ist der erforderliche Querschnitt des Propellers), wir rechnen weiter: D (Zoll) = SQR(0,093 x 4 / Pi ) x 39,4 = 13,56 Zoll Durchmesser - Verdränger (Segeljolle) 3,5 Tonnen dividiert durch LWL 8 Meter, ergibt : 0,44m² , dieser Wert dividiert durch 8 = 0,055m² , D (Zoll) = SQR(0,055 x 4 / Pi) x 39,4 = 10,4 Zoll , (das paßt zu einem 15 PS Motor mit Schubschraube (10,5 x 9) Anmerkung - SQR heißt Wurzel aus ; Pi = 3,1416 ; 39,4 ist ein fester Koeffizient zur Dimensionsanpassung . - Diese Bemessungshinweise besitzen informativen Charakter. Sie beruhen auf praktischen Erfahrungen mit einer begrenzten Zahl kleinerer Boote. vor allem bei “Powerbooten” werden oft wesentlich kleinere Propeller eingesetzt die nur für die Endgeschwindigkeit optimiert sind, im unteren Bereich nimmt man dann bis zu 80% ! Schlupf in Kauf.
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