Nachschlagewerk für Begriffe aus der
ISDN-Welt
und der Telekommunikation
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AAE
Abkürzung für Allgemeine
Anschalte-Erlaubnis.
Endgeräte wie Telefone, Anrufbeantworter, Tk-Anlagen, die eine
Allgemeine
Anschalte-Erlaubnis haben, dürfen von jedermann an das öffentliche
Telefonnetz
angesteckt werden.
Die Allgemeine Anschalte-Erlaubnis gilt
für Geräte,
die von jedermann am Netz der Deutschen Telekom angeschlossen werden
dürfen.
Eine Steckverbindung zum Anschluss ist dafür Voraussetzung (TAE- oder
RJ-45-Steckverbindung). Die AAE gilt nur für Endgeräte mit maximal zwei
analogen Ports (amtseitig) oder einem ISDN-Port (amtseitig). Bei der
Installation muss sachgerecht und sorgfältig vorgegangen werden. Die
Beachtung
von Gebrauchsanweisungen ist dabei unbedingt erforderlich.
Netzübergabeeinrichtungen
(TAE-Dose oder NTBA der Deutschen Telekom) des Netzbetreibers dürfen
dabei
nicht geöffnet werden. Für den Anschluss von Endgeräten mit höherer
Portanzahl als oben angegeben ist eine Errichterlizenz erforderlich.
a/b-Adapter
Herkömmliche Telefone lassen sich über
einen
a/b-Adapter im ISDN weiterbenutzen. Die Funktion eines a/b-Adapters
kann auch
von einer ISDN-Tk-Anlage übernommen werden.
Die Bezeichnung a/b-Adapter wird für
ein
einfaches Gerät mit einem ISDN-Port (amtseitig) und ein bis drei
a/b-Ports
(teilnehmerseitig) verwendet. So ein Gerät wird auch als
Terminaladapter
bezeichnet. Analoge Endgeräte können durch den Anschluss an einen
a/b-Adapter
am ISDN betrieben werden. Diese Lösung bietet sich bei einfachen
Anforderungen
für Anrufbeantworter oder Faxgeräte an, wenn keine Tk-Anlage eingesetzt
werden
soll. Eine interne Kommunikation zwischen den angeschlossenen analogen
Endgeräten
und die Nutzung aller ISDN-Merkmale ist mit einfachen a/b-Adaptern
meist nicht möglich.
Werden höhere Anforderungen gestellt, so ist der Einsatz einer kleinen
Tk-Anlage sinnvoll.
a/b-Port oder a/b-Schnittstelle
Allgemeine Bezeichnung für die
Anschlussmöglichkeit
eines herkömmlichen Telefons, Faxgerätes, Anrufbeantworters etc. An
Tk-Anlagen
gibt die Zahl der a/b-Ports an, wie viele herkömmliche Geräte sich
anschließen
lassen.
Bei einem a/b-Port handelt es sich um
eine
Zweidrahtschnittstelle für analoge Endgeräte wie Telefon, Fax, Modem,
Anrufbeantworter etc. an einer Tk-Anlage oder am Telefonnetz eines
Netzbetreibers. Ein a/b-Port wird normalerweise exklusiv für ein
analoges
Endgerät verwendet; eine Parallelschaltung mehrerer Endgeräte ist nicht
zulässig.
Bei Tk-Anlagen gibt u. a. die Zahl der a/b-Ports die Ausbaustufe an.
Die
Anschlussklemmen werden mit den Buchstaben "a" und "b"
bezeichnet. Als Steckverbindung für a/b-Ports werden normalerweise
TAE-Steckverbindungen verwendet. (siehe auch TAE)
Abschlusswiderstände
Ein ISDN-S0-Bus mit mehreren
Anschlussdosen muss an
jedem Ende mit zwei sogenannten Abschlusswiderständen versehen werden,
um Störungen
zu vermeiden. Diese Widerstände werden vom Installateur in die
letzte(n)
ISDN-Anschlussdose(n) eingebaut.
Ein ISDN-S0-Bus wird mit digitalen
Signalen
betrieben. Dabei müssen die auftretenden Hochfrequenzeffekte (z. B.
Reflektionen) berücksichtigt werden. Vom NTBA aus wird ein Adernpaar
als
Sendeleitung (a1/b1) und ein Adernpaar als Empfangsleitung (a2/b2)
verlegt.
Jedes Adernpaar wird dabei von Anschlussdose zu Anschlussdose geführt.
Dadurch
sind alle Anschlussdosen elektrisch parallel geschaltet. In der letzten
Anschlussdose wird jeweils ein 100-Ohm-Abschlusswiderstand zwischen die
beiden
Klemmen des Adernpaars der Sendeleitung und des Adernpaars der
Empfangsleitung
geschaltet. Dadurch werden unerwünschte Reflektionen vermieden. Falls
sich der
NTBA nicht am Anfang sondern in der Mitte eines Busses befindet, werden
die
Abschlusswiderstände im NTBA ausgeschaltet und dafür jeweils zwei
Widerstände
in jede der beiden Enddosen eingebaut. Erfolgt die Installation ohne
entsprechende Abschlusswiderstände, kann der Bus ggf. unzuverlässig
arbeiten.
(siehe auch Bus, NTBA)
A-Law-Codierung
Eine in der digitalen Übertragung von
analogen
Signalen angewandte Technik, bei der mit relativ wenigen
Digitalisierungsstufen
eine Qualitätsverbesserung in der Sprachübertragung erreicht wird.
Die Qualität von digitalisierten
Analogsignalen
ist abhängig von der Anzahl der Digitalisierungsstufen pro
Zeitintervall (Quantisierung).
Im Audiobereich wird üblicherweise eine 16-Bit-Quantisierung (= 65.536
Abtaststufen) verwendet, um CD-Qualität zu erreichen. Dadurch entstehen
aber
auch hohe Datenmengen, die in der Regel spezielle Übertragungswege
erfordern.
Zur Übertragung von Sprache in der Telekommunikation sind derartige
Datenmengen
jedoch nicht zu bewältigen. Man verwendet zur Digitalisierung deshalb
eine
8-Bit-Quantisierung (= 256 Abtaststufen). Die damit erreichte
Sprachqualität
ist jedoch eingeschränkt und bietet noch keine angenehme Verständigung.
Eine
spezielles Quantisierungsverfahren, die A-Law-Codierung, geht von der
Überlegung
aus, dass große Amplituden nicht mit der gleichen Auflösung abgetastet
werden
müssen wie kleine Amplituden. Diese Art der Quantisierung mit
nichtlinearen
Abtaststufen führt zu einer feineren Auflösung bei kleinen Amplituden,
wodurch
besonders die Qualität von "leisen Tönen" verbessert wird. Man
erreicht dadurch z. B. mit einer 8-Bit-Quantisierung quasi
12-Bit-Qualität.
Amtberechtigung
Die Amtberechtigung gibt an, welche
Rufnummern am
öffentlichen Telefonnetz gewählt werden dürfen. Dabei kann z. B.
zwischen
regionalen, nationalen und internationalen Rufnummern unterschieden
werden.
Die Einstellung einer Amtberechtigung
ist im
ISDN nur für den gesamten Basisanschluss möglich. Man kann hier
zwischen drei
Varianten wählen: Sperre aller Nummern außer Notrufe, Sperren aller
Auslandsgespräche oder Sperren aller Interkontinentalgespräche. Bei
einigen
Tk-Anlagen können Amtberechtigungen (im Gegensatz zur Sperre) für jeden
angeschalteten Teilnehmer individuell vergeben werden. Es existieren
hier möglicherweise
auch wesentlich feinere Abstufungen (z. B. nur Notrufnummern, nur
Kurzwahlspeichernummern, regionale, nationale, internationale
Rufnummern).
Dadurch kann ein eventueller Missbrauch durch Teilnehmer wesentlich
erschwert
werden. Zusätzlich zur Amtberechtigung kann es bei Tk-Anlagen außerdem
weitere
Besonderheiten wie gesperrte Rufnummern (Sperrnummern, z. B. 01908...)
und Gebührenkonten
(es steht nur eine bestimmte Menge an Einheiten für diesen Teilnehmer
zur Verfügung)
geben.
Anklopfen (CW)
Als Anklopfen bezeichnet man einen Ton,
der während
eines bestehenden Telefongespräches zu hören ist, wenn ein weiterer
Teilnehmer
anrufen will.
Anklopfen, abgekürzt mit CW (Call
Waiting) ist
ein Aufmerksamkeitston (Signalton oder Klingeln), der von der
Vermittlungsstelle
oder einer Tk-Anlage erzeugt wird, wenn ein weiterer Teilnehmer einen
besetzten
Anschluss erreichen will. Dieser Ton ist meist ein normaler Rufton und
wird in
das bestehende Gespräch eingefügt. Nun kann das gerade geführte
Telefongespräch
entweder unterbrochen, beendet oder der Anklopfer abgewiesen und das
ursprüngliche
Gespräch ungestört weitergeführt werden. Der Anrufer hört während des
Anklopfens ein normales Freizeichen und weiß nicht, dass bereits ein
Telefongespräch am erreichten Anschluss geführt wird.
Analog
Mit dem Begriff analog wird die bisher
übliche
Telefontechnologie beschrieben.
Als analog bezeichnet man in der
Fernmeldetechnik die herkömmliche Übertragungstechnik. Zwischen den
Endgeräten
und den Vermittlungsstellen werden während eines Gespräches
Schallwellen in
elektrische Schwingungen gewandelt und als Niederfrequenzsignale
übertragen.
Der Aufbau eines analogen Fernsprechers kann daher relativ einfach
gehalten
sein. Die Analogtechnik wird außer bei herkömmlichen Telefonen auch bei
Faxgeräten
und Modems verwendet. Modems, die an einen PC angeschlossen sind,
wandeln bei
einer Übertragung die digitalen Daten des PCs in analoge Signale um.
Anlagenanschluss (PTP)
ISDN-Basisanschluss zum Anschluss einer
ISDN-Tk-Anlage. Es stehen 2 Nutzkanäle (entsprechend zwei Amtleitungen)
zur
Verfügung.
Basisanschluss für den Betrieb eines
einzigen
ISDN-Endgerätes. In der Regel ist dies eine Tk-Anlage mit der
Möglichkeit der
Durchwahl zur Nebenstelle. Der Anlagenanschluss wird auch mit PTP
(Point-to-Point,
Punkt zu Punkt) abgekürzt. Es wird eine Anlagenrufnummer
(Basisrufnummer), eine
Zentralrufnummer (Global Call) und mindestens zehn (zwei- bis
dreistellige)
Durchwahlnummern (DDI, Direct Dialling In) bereitgestellt (siehe auch
Basisanschluss). Der Anlagenanschluss bietet gegenüber dem
Mehrgeräteanschluss
(siehe Mehrgeräteanschluss) den Vorteil, dass die Zahl der
Durchwahlnummern
nicht auf 10 begrenzt ist. Ggf. sind aber die monatlichen Grundkosten
für den
Anlagenanschluss höher, und eine Übernahme einer alten Rufnummer aus
dem
analogen Netz ist fast immer ausgeschlossen. (siehe auch ISDN)
Anrufliste
Anhand der Anrufliste kann man erkennen,
welche
Anrufe man z. B. während seiner Abwesenheit verpasst hat. Im ISDN ist
es möglich,
beim Anruf die Rufnummer des Teilnehmers zu übermitteln.
Die Anrufliste kann ein
Leistungsmerkmal einer
Tk-Anlage oder eines Telefons sein. Wenn ein Anruf mit übermittelter
Rufnummer
nicht entgegengenommen werden kann, werden Rufnummer, Datum, Uhrzeit
und ggf.
die eigene, angerufene Rufnummer in einer Liste gespeichert. Besitzt
das Endgerät
ein Telefonbuch mit der Möglichkeit Namen zu speichern, kann statt oder
zusätzlich
zur Rufnummer des Anrufers auch der entsprechende Name angezeigt
werden. Die
Liste kann man einsehen, Namen löschen oder Anrufer direkt zurückrufen.
Anrufweiterschaltung (CFU, CFB, CFNR)
Die Anrufweiterschaltung ermöglicht das
automatische Umleiten eines Anrufs zu einem anderen Ziel (z. B. auf ein
Mobiltelefon). Dadurch kann man für wichtige Anrufe erreichbar bleiben,
zahlt
aber bei jedem Anruf die Verbindungsgebühr von seinem Heimatanschluss
zum Ziel.
Der Anrufer zahlt nur die normalen Gebühren, die auch ohne eine
Anrufweiterschaltung entstanden wären. Für die Anrufweiterschaltung
gibt es
drei verschiedene Varianten: immer, nur bei Nichtmelden und nur bei
Besetzt.
Die Anrufweiterschaltung kann mit bzw.
an einer
ISDN-Tk-Anlage oder einem ISDN-Telefon eingerichtet werden. Ein
ankommender
Anruf wird dann zum einprogrammierten Zielanschluss weitergeleitet.
Dabei wird
zwischen sofortiger Anrufweiterschaltung (CFU, Call Forwarding
Unconditional),
Anrufweiterschaltung bei Nichtmelden (CFNR, Call Forwarding No Reply)
und
Weiterschaltung im Besetztfall (CFB, Call Forwarding Busy)
unterschieden. Bei
einer in der Vermittlungsstelle eingerichteten Weiterschaltung erfolgt
die
Anrufweiterschaltung bei Nichtmelden nach 15 Sekunden erfolglosem
Rufversuch.
Die Weiterschaltungsziele sind uneingeschränkt auch zu analogen
Telefon- oder
Mobilfunk-Anschlüssen möglich. Außer der monatlichen Grundgebühr für
dieses
Leistungsmerkmal wird das weiterführende Gespräch vom eigenen zum
Zielanschluss berechnet. ISDN-Tk-Anlagen können die
Anrufweiterschaltung in
allen Varianten auch ohne die Inanspruchnahme des
Netz-Leistungsmerkmals zur
Verfügung stellen (siehe auch CFU, CFB, CFNR). Da dann die
Weiterschaltung über
die Tk-Anlage erfolgt, können von der Anlage auch die Gesprächskosten
erfasst
werden. Außerdem kann auch die Zeit zum Weiterschalten bei Nichtmelden
(CFNR)
verändert werden.
Anrufweiterschaltung durch den
Angerufenen (CD)
Mit dieser Funktion kann man beim
Anrufklingeln
entscheiden, ob man das Gespräch annehmen oder es durch einen
Tastendruck
weiterleiten (zu einem anderen Amtanschluss oder einem Handy) will.
Mit dem Leistungsmerkmal
Anrufweiterschaltung
durch den Angerufenen, abgekürzt CD (Call Deflection) können Anrufer
fallweise
zu einem anderen Anschluss weitergeleitet werden, bevor der Anruf
entgegen
genommen wurde. Der Anrufer hört während der Rufphase und während des
Weiterleitens den normalen Rufton. Er weiß also nicht, ob er den
gewählten
Zielteilnehmer oder ein Weiterleitungsziel erreicht. Beim Ruf des
Endgerätes
wird zur Weiterschaltung eine Taste betätigt, worauf der Anruf
umgeleitet wird.
Um diesen Dienst nutzen zu können, muss sowohl die Vermittlungsstelle
als auch
das Endgerät diesen Dienst unterstützen.
AOCD
AOCD ist die Abkürzung für die
Gebühreninformation
während eines Gesprächs im ISDN. Auch ISDN-Telefone können die
Gesprächsgebühren
bei einem laufenden Gespräch auf einem Display anzeigen. Dazu wird der
Dienst
AOCD von der Vermittlungsstelle benötigt. Dieser Dienst muss ggf.
beantragt
werden.
Abkürzung für Advice of Charge, During
the
Call (siehe auch Tarifinformation), Gebühreninformation während des
Gesprächs.
Im ISDN werden die Einheiten nicht mehr mit den sogenannten
16-kHz-Impulsen übertragen,
sondern in digitaler Form als Meldung im D-Kanal. Entsprechende
ISDN-Endgeräte
und Tk-Anlagen können diese digitale Information für den Benutzer
anzeigen.
Wenn Sie den Dienst AOCD beantragt haben, kann man daher während des
Gesprächs
die Menge der entstandenen Einheiten (und damit Kosten) sehen. Die
Umrechnung
der Einheiten in DM-Beträge erfolgt dabei durch das Endgerät bzw. durch
die
Tk-Anlage. (siehe auch AOCE)
AOCE
AOCE ist die Abkürzung für die
Gebühreninformation
am Ende eines Gesprächs im ISDN. Damit können ISDN-Telefone nach
Beendigung
des Gesprächs anzeigen, welche Kosten dabei entstanden sind. Möchten
Sie diese
Information fortlaufend während des Gesprächs haben, benötigen Sie den
Dienst
AOCD (siehe auch AOCD). Beim Komfortanschluss ist AOCE z. Zt. im
Leistungspreis
enthalten.
Abkürzung für Advice of Charge, at the
End of
the Call (siehe auch Tarifinformation), Gebühreninformation am Ende des
Gesprächs.
Im ISDN werden die insgesamt entstandenen Einheiten am Ende des
Gesprächs als
Einheitensumme als digitale Information im D-Kanal übertragen.
ISDN-Endgeräte
zeigen nach dem Gesprächsende die entstandenen Kosten an. Tk-Anlagen
können
allein mit dieser Information eine Liste aller Gesprächsdaten erzeugen.
Für
die Umsetzung der digitalen Information in sogenannte
16-kHz-Gebührenimpulse für
analoge Endgeräte an einer Tk-Anlage ist der Dienst AOCD (siehe auch
AOCD)
sinnvoller, da analoge Telefone nur im Gesprächszustand Gebührenimpulse
auswerten können.
AOCS
AOCS ist die Abkürzung für die
Gebühreninformation
vor, während oder am Ende einer Verbindung. Damit bekommt der Benutzer
die Möglichkeit,
sich über die voraussichtlichen Kosten pro Zeiteinheit zu informieren.
Abkürzung für Advice of Charge, at Call
Set-up
time (siehe auch Tarifinformation), Gebühreninformation vor Beginn,
während
oder am Ende einer Verbindung. Mit AOCS wird die Information über die
"Kosten pro Dauer" übermittelt. Es werden also der Betrag, der
Multiplikator und die Zeit übermittelt (z. B. 0,12 DM pro Minute).
Zusätzlich
wird noch angegeben, ob kontinuierlich oder stufenweise gezählt wird
und was
das kleinste Zeitintervall ist (z. B. 1 Sekunde). Es ist auch möglich,
einen
einmaligen Betrag zu übermitteln. Durch die flexible Gestaltung dieses
Merkmals
ist es möglich, die "Kosten pro Dauer" während des Gespräches zu ändern
(z. B. beim 10plus-Tarif der Deutschen Telekom). Um diesen Dienst
nutzen zu können,
muss sowohl die Vermittlungsstelle als auch das Endgerät diesen Dienst
unterstützen.
Dieses Merkmal in der oben genannten Form ist z. Zt. noch nicht
flächendeckend
verfügbar.
Anzeige der Rufnummer des Anrufenden
(CLIP)
Mit der Rufnummernanzeige kann man auf
einem
Telefondisplay schon vor der Annahme des Gesprächs erkennen, wer anruft
(Anzeige der Rufnummer). Es gibt auch Telefone, die statt der Rufnummer
den
Namen des Anrufers anzeigen, wenn Rufnummer und Name im Telefon
eingetragen sind
(Kurzwahlspeicher).
Die "Rufnummernanzeige" wird im ISDN
mit CLIP (Calling Line Identification Presentation) abgekürzt. Mit
Hilfe dieses
Merkmals kann die Rufnummer des Anrufers z. B. auf dem Display des
Telefons
angezeigt werden, sofern der Anrufer eine Rufnummer übermittelt. Diese
Funktion
stand ursprünglich nur im ISDN zur Verfügung und existiert inzwischen
auch im
analogen Netz. Während die CLIP-Funktion im ISDN als digitale
Information im
D-Kanal übertragen wird, nutzt man im analogen Bereich die Zeit nach
dem ersten
Rufsignal zur Übertragung von Daten. Dabei wird das sogenannte FSK
(Frequenz-Shift-Keying)
verwendet. Das analoge Telefon muss aber zur Auswertung dieser Daten
geeignet (CLIP-fähig)
sein. Einige Tk-Anlagen können das Merkmal CLIP auch an internen
analogen
Anschlüssen zur Verfügung stellen. Damit ist dann auch die Umsetzung
der
ISDN-Information auf analoges CLIP möglich.
A-Teilnehmer
Fachbezeichnung für den Anrufer in der
Kommunikationstechnik.
In einer Kommunikationsbeziehung wird
der
Teilnehmer, der sie initiiert hat, als A-Teilnehmer bezeichnet. Bei
einem
Telefonat gilt also der Teilnehmer, der die Rufnummer gewählt hat, als
A-Teilnehmer. Der erreichte Teilnehmer wird als B-Teilnehmer bezeichnet.
A-Vst
Fachbezeichnung für die Vermittlungsstelle
(z. B.
der Telekom), an die der Anrufer angeschlossen ist.
A-Vst ist die Abkürzung für
A-Vermittlungsstelle. Es ist die Bezeichnung für die
Vermittlungsstelle, an die
der A-Teilnehmer angeschlossen ist (siehe auch A-Teilnehmer). Von
dieser
Vermittlungsstelle aus wurde die Verbindung aufgebaut.
BAPT
Abkürzung für Bundesamt für Post und
Telekommunikation. Bis 31. Dezember 1997 das neutrale Ausführungsorgan
des
Bundesministerium für Post und Telekommunikation mit der Aufgabe der
Genehmigung und Lizensierung von Funk- und Fernmeldeanlagen. Das BAPT
wurde zum
01.01.98 in die Regulierungsbehörde
umgewandelt .(siehe auch Regulierungsbehörde)
Basisanschluss
Der Oberbegriff für den Mehrgeräte- und
Anlagenanschluss im ISDN. Beim Basisanschluss stehen zwei Nutzkanäle
(entsprechend zwei Amtleitungen) zur Verfügung. Pro Basisanschluss
können
mehrere Rufnummern (z. B. 3) vergeben werden.
Pro Basisanschluss stehen neben den
beiden
ISDN-Nutzkanälen (B-Kanäle, Basiskanäle) mit jeweils 64 kbit/s auch ein
D-Kanal mit 16 kbit/s zur Übertragung der Verbindungsinformation zur
Verfügung.
Der Basisanschluss ist die kleinste Einheit im ISDN und kann die
Anschlussarten
Mehrgeräteanschluss oder Anlagenanschluss umfassen. (siehe auch
Mehrgeräteanschluss,
Anlagenanschluss, B-Kanal, ISDN)
Binär
Ein binäres Signal kann zwei Zustände
haben.
Diese werden als logisch 0 oder logisch 1 bezeichnet und z. B. durch
die
Schaltzustände EIN oder AUS dargestellt. Dieses Signal wird als Bit
bezeichnet.
Bit
Bit ist die Abkürzung von Binary Digit und
bedeutet binäre (zweiwertige) Zahl.
Der Begriff wird in der Datentechnik
für die
kleinste Einheit zur Kodierung von Informationen (z. B. Buchstaben,
Zahlen,
Sprache) verwendet. Ein Bit hat entweder den logischen Zustand 0 oder 1
bzw. den
Zustand unwahr oder wahr. Bits werden normalerweise zu Gruppen
zusammengefasst
und ergeben dann sinnvolle Informationen.
Bit/s
Bit pro Sekunde (weitere Abkürzung: Bps).
Angabe
zur Geschwindigkeit, mit der Daten übertragen werden.
Die Datenübertragungsgeschwindigkeit
gibt an,
wie schnell Daten zwischen zwei Punkten bzw. Geräten übertragen werden.
(siehe
auch Übertragungsgeschwindigkeit). Im ISDN (DSS1 und 1TR6) wird für
jeden
Nutzkanal eine Übertragungsgeschwindigkeit von 64 kbit/s und für den
Datenkanal eine Geschwindigkeit von 16 kbit/s (Basisanschluss) oder 64
kbit/s
(Primärmultiplexanschluss) verwendet.
Bitrate
Die Bitrate gibt die Anzahl der
übertragenen Bit
pro Zeiteinheit an. Normalerweise werden dafür die Einheiten bit/s
(oder auch:
bps), kbit/s, Mbit/s etc. verwendet.
Bitratenadaption
Eine Bitratenadaption ist erforderlich,
wenn Sender
und Empfänger mit unterschiedlichen Bitraten (Geschwindigkeiten bei der
Datenübertragung)
arbeiten. Dies ist im ISDN z. B. zwischen Europa (64 kbit/s) und USA
(56 kbit/s)
der Fall. Zur Anpassung werden dann Geräte zur Bitratenadaption
verwendet.
B-Kanal
Abkürzung für Bearer-Kanal oder
Basis-Kanal.
Nutzkanal eines ISDN-Anschlusses mit einer Übertragungsgeschwindigkeit
von 64
kbit/s (Euro-ISDN). Vergleichbar mit einer Telefonleitung im
herkömmlichen
analogen Telekommunikationsnetz.
Die B-Kanäle sind die eigentlichen
Kommunikationswege im ISDN. Jeder Basisanschluss (Mehrgeräte- und
Anlagenanschluss) stellt 2 B-Kanäle und ein Primärmultiplexanschluss 30
B-Kanäle
zur Verfügung (siehe auch ISDN). Bei Telefongesprächen wird die Sprache
digitalisiert und als Datenstrom im B-Kanal übertragen. Bei Nutzung zur
Datenübertragung
werden die digitalen Daten z. B. eines PCs im Datenstrom übermittelt.
Die
Informationsübertragung im B-Kanal erfolgt im ISDN ungesichert. Zur
Datenübertragung
müssen daher Sicherungsverfahren zur fehlerfreien Übertragung verwendet
werden.
BC
Abkürzung für Bearer Capability. Mit
dieser
Kennung wird im ISDN schon beim Verbindungsaufbau mitgeteilt, um
welchen Dienst
es sich handelt (Sprachdienst, Telefonie, Datenübertragung).
Angeschlossene
ISDN-Geräte der Gegenseite können z. B. so erkennen, ob Sie diesen Ruf
sinnvoll annehmen können.
Die Bearer Capability ist die
Basisdienstekennung im D-Kanal. Sie gibt die Art des Dienstes und die
Geschwindigkeit der Übertragung an. Die BC-Kennung wird normalerweise
vom
Endgerät des A-Teilnehmers gesendet. Anhand der Dienstekennung können
Endgeräte
entscheiden, ob z. B. ein eingehender Ruf von dem jeweiligen Endgerät
des
B-Teilnehmers sinnvoll angenommen werden kann. Es gibt z. B.
Dienstekennunngen für
die Sprach-, Fax- oder Modemübertragung (SPEECH, 3,1 kHz AUDIO) und für
die
Datenübertragung (64 kHz unrestricted bearer service)
Bps
Abkürzung für Bit per Second, Bit pro
Sekunde
(siehe auch Bit/s). Geschwindigkeit, mit der Daten zwischen zwei
Punkten bzw.
Geräten übertragen werden. (siehe auch Übertragungsgeschwindigkeit)
B-Teilnehmer
Fachbezeichnung für den erreichten
(angerufenen)
Teilnehmer in der Kommunikationstechnik.
In einer Kommunikationsbeziehung wird
der
Teilnehmer, der erreicht wird, als B-Teilnehmer bezeichnet. Bei einem
Telefonat
gilt also der Teilnehmer, bei dem ein Endgerät gerufen wird, als
B-Teilnehmer.
Der Teilnehmer, der das Gespräch initiiert hat, wird als A-Teilnehmer
bezeichnet.
Btx
Abkürzung für Bildschirmtext.
Online-Informationsdienst, Vorläufer des Datex-J und des jetzigen
T-Online-Dienstes der Deutschen Telekom.
Bus
Allgemeine Bezeichnung für die
Anschlussmöglichkeit
von mehreren Telefonen an einen ISDN-Anschluss. Ein Bus wird z. B. auch
verwendet, wenn man keine Tk-Anlage einsetzen möchte, aber mehrere
Telefone
erreichbar sein sollen.
Als Bus bezeichnet man den parallelen
Anschluss
von mehreren Geräten an das gleiche Leitungssystem. Im ISDN wird diese
Bezeichnung für die Verbindung mehrerer Endgeräte an ein
Leitungssystem,
ausgehend von einem NTBA (Network Termination, Netzabschluss)
verwendet. Beim
ISDN-Mehrgeräteanschluss gibt es zwei Sendeleitungen und zwei
Empfangsleitungen, die vom NTBA aus an bis zu 12 Anschlussdosen führen.
Hier dürfen
bis zu acht Endgeräte angesteckt sein (vier Anschlussdosen müssen frei
bleiben). Bis zu vier dieser Endgeräte (z. B. Telefone) können dabei
vom NTBA
versorgt werden. Die restlichen Endgeräte (z. B. PC-Karten, Tk-Anlagen)
müssen
über eine unabhängige Stromversorgung verfügen. Als Besonderheit kann
eines
der Telefone auf Notbetrieb eingestellt sein. Wenn die
Netzspannungsversorgung
des NTBA ausfällt, kann mit diesem einen Telefon weiterhin telefoniert
werden.
Die Gesamtlänge eines Busses ist begrenzt und darf im Normalfall je
nach
Anordnung der Anschlussdosen zwischen 100 m und 200 m betragen.
Außerdem ist
bei der Installation auf die korrekte Verwendung von
Abschlusswiderständen im
NTBA und in der/den Enddose/n zu achten. (siehe auch
Abschlusswiderstände)
Byte
Begriff aus der Computertechnik für ein
Datenwort.
Dieses Datenwort besteht aus 8 Informationen (Bits), die insgesamt 256
verschiedene Kombinationsmöglichkeiten ergeben.
Alle verwendeten Bits haben eine
unterschiedliche Wertigkeit. Das niederwertigste Bit wird als Bit 0
oder LSB
(Wertigkeit 1) und das höchstwertigste Bit 7 als MSB (Wertigkeit 128)
bezeichnet. Im ISDN und in den dafür geltenden Vorschriften wir häufig
statt
der Bezeichnung Byte der Begriff Oktett verwendet. Hier gilt dann auch
meist die
Nummerierung BIT 1 bis BIT 8 (statt BIT 0 bis BIT 7).
BZT
Abkürzung für Bundesamt für Zulassungen in
der
Telekommunikation. Ausführungsbehörde des Bundesministerium für Post
und
Telekommunikation mit der Aufgabe der Prüfung und Zulassung von
Endgeräten.
CAPI
Abkürzung für Common ISDN Application
Interface.
Eine Standard-Software-Schnittstelle für ISDN-PC-Karten und Software
für die
Kommunikation. CAPI stellt sicher, dass Soft- und Hardware
verschiedener
Hersteller miteinander arbeiten können.
CAPI ist ein Satz von Befehlen und
Befehlsparametern, der das betriebssystemunabhängige Zusammenwirken von
Anwendungsprogrammen und ISDN-Hardware ermöglicht. Das Programm muss
dabei
genau die CAPI-Befehle erzeugen, die vom CAPI-Treiber für die
Ausführung der
Hardware-Funktion umgesetzt wird. Hersteller von ISDN-Hardware
verwenden z. T.
eigene CAPI-Treiber, um damit Sonderfunktionen der Hardware zu
unterstützen. In
diesem Fall muss genau dieser Treiber im Rechnersystem installiert
werden.
Software-Hersteller können ihrerseits die Programme auf diese
Sonderfunktionen
abstimmen. CAPI ist eine deutsche Entwicklung. Die ursprüngliche
Version (CAPI
1.1) war für das nationale ISDN (1TR6) ausgelegt. Mit den veränderten
Anforderungen des Euro-ISDN wurde auch eine angepasste Version (CAPI
2.0)
entwickelt. CAPI 1.1 und 2.0 sind nicht kompatibel, d. h. Programme,
die nur
CAPI 1.1 unterstützen, arbeiten nicht mit CAPI 2.0-basierter Hardware
zusammen
und umgekehrt.
Carrier
International übliche, allgemeine
Bezeichnung für
Netzbetreiber und Diensteanbieter. Im liberalisierten Fernmeldewesen
sind damit
auch private Netzbetreiber gemeint. Carrier werden teilweise auch als
Provider
bezeichnet.
CCBS
Abkürzung für Completion of Calls to Busy
Subscriber (Rückruf bei Besetzt). Dabei handelt es sich um eine
Funktion im
T-ISDN, mit der man automatisch zurückgerufen wird, wenn ein besetzter
Teilnehmer wieder frei ist.
Dem Telefon des Anrufers wird bei
Nutzung dieses
Leistungsmerkmals das Freiwerden eines zuvor besetzten Anschlusses
signalisiert
(z. B. Ruf des Endgerätes mit zusätzlichem Hinweis auf dem Display).
Der
Dienst wird von der jeweiligen Vermittlungsstelle bereitgestellt. Es
ist für
interne Teilnehmer über die Tk-Anlage und für externe Anschlüsse als
Leistungsmerkmal des T-ISDN verfügbar. Wenn der Anrufer nach der Wahl
der
Rufnummer das Besetztzeichen hört, kann er innerhalb von 20 Sekunden
den Dienst
CCBS aktivieren. Der Rückrufwunsch bleibt jetzt 45 Minuten in der
Vermittlungsstelle gespeichert. Legt der erfolglos Angerufene innerhalb
dieser
Zeit auf, erfolgt der Rückruf und das Telefon des Anrufers klingelt.
Durch
Abheben des Hörers wird die Verbindung zum Zielteilnehmer hergestellt;
dessen
Telefon klingelt, und der Rückruf in der Vermittlungsstelle wird
gelöscht.
CCITT
Abkürzung für Comité Consultatif
International Télégraphique
et Téléphonique. (Beratender Ausschuss für Telegrafie und Telefonie,
neue
Bezeichnung: ITU-T). Mitglieder sind die Betreibergesellschaften der
nationalen
Fernmeldenetze. Das CCITT erstellt Normen bzw. Empfehlungen für
Fernsprech-,
Fernschreib- und Rechnernetze sowie für die Endgeräte.
CD, am Mehrgeräteanschluss
Abkürzung für Call Deflection. Mit dieser
Funktion kann man bei einem Anruf entscheiden, ob man das Gespräch
annehmen
oder es durch einen Tastendruck weiterleiten (zu einem anderen
Amtanschluss oder
ein Handy) will.
Das Leistungsmerkmal CD wird auch als
"Anrufweiterschaltung durch den Angerufenen" bezeichnet. So können
Anrufer fallweise zu einem anderen Anschluss weitergeleitet werden,
bevor der
Anruf entgegen genommen wurde. Der Anrufer hört während der Rufphase
und während
des Weiterleitens den normalen Rufton. Er weiß also nicht, ob er den
gewählten
Zielteilnehmer oder ein Weiterleitungsziel erreicht. Beim Ruf des
Endgerätes
wird zur Weiterschaltung eine Taste betätigt, worauf der Anruf
umgeleitet wird.
Um diesen Dienst nutzen zu können, muss sowohl die Vermittlungsstelle
als auch
das Endgerät diesen Dienst unterstützen.
CD (PR), am Tk-Anlagen- oder
Primärmultiplexanschluss
Abkürzung für Call Deflection (auch:
Partial
Routing). Mit diesem Merkmal hat man bei einem Tk-Anlagen-
bzw.Primärmultiplexanschluss
die Möglichkeit, Durchwahlen (DDIs) direkt in der Vermittlungsstelle
umzuleiten
(während der Umleitung wird kein B-Kanal belegt).
Bisher konnte nur der gesamte Anschluss
in der
VSt. umgeleitet werden. Der Kunde kann jetzt bei Beantragung wählen, ob
er die
Anrufweiterschaltung "ständig", "bei Besetzt" und "bei
Nichtmelden" oder die nebenstellenindividuelle Anrufweiterschaltung
(CD)
haben möchte. Im Komfortanschlus ist eine von diesen beiden Varianten
enthalten. Möchte der Kunde beide Möglichkeiten nutzen, so zahlt er
dafür ein
gesondertes monatliches Entgelt. Zusätzlich zum "normalen"
Verbindungsentgelt wird bei einer Anrufweiterschaltung, die über den
Bereich
RegioCall hinausgeht, noch ein zusätzlicher Anrufweiterschaltungstarif
abgerechnet.
CFB
Abkürzung für Call Forwarding Busy (siehe
auch
Anrufweiterschaltung). Es handelt sich dabei um eine automatische
Anrufweiterschaltung, die ausgeführt wird, wenn der Teilnehmer besetzt
ist.
Durch Programmierung einer
ISDN-Tk-Anlage oder
eines ISDN-Telefons wird ein ankommender Anruf zum einprogrammierten
Zielanschluss weitergeleitet, wenn der angerufene Teilnehmeranschluss
besetzt
ist. Die Weiterschaltungsziele sind uneingeschränkt auch zu analogen
Telefon-
oder Mobilfunk-Anschlüssen möglich. Außer der monatlichen Grundgebühr
für
dieses Leistungsmerkmal wird das weiterführende Gespräch vom eigenen
zum
Zielanschluss berechnet. ISDN-Tk-Anlagen können die
Anrufweiterschaltung in
dieser Variante auch ohne die Inanspruchnahme des
Netz-Leistungsmerkmals zur
Verfügung stellen. Da die Weiterleitung über die Tk-Anlage erfolgt,
können
die Gesprächskosten in der Tk-Anlage erfasst werden.
CFNR
Abkürzung für Call Forwarding No Reply
(siehe
auch Anrufweiterschaltung). Es handelt sich dabei um eine automatische
Anrufweiterschaltung, die ausgeführt wird, wenn der Teilnehmer sich
nicht
innerhalb von 15 Sekunden meldet.
Durch Programmierung einer
ISDN-Tk-Anlage oder
eines ISDN-Telefons wird ein ankommender Anruf zum einprogrammierten
Zielanschluss weitergeleitet, wenn sich der angerufene Teilnehmer nicht
meldet.
Die Zeit bis zur Weiterleitung durch die Vermittlungsstelle beträgt 15
Sekunden
und kann nicht verändert werden. Die Weiterschaltungsziele sind
uneingeschränkt
auch zu analogen Telefon- oder Mobilfunk-Anschlüssen möglich. Außer der
monatlichen Grundgebühr für dieses Leistungsmerkmal wird das
weiterführende
Gespräch vom eigenen zum Zielanschluss berechnet. ISDN-Tk-Anlagen
können die
Anrufweiterschaltung in dieser Variante auch ohne die Inanspruchnahme
des
Netz-Leistungsmerkmals zur Verfügung stellen. Da die Weiterleitung über
die
Tk-Anlage erfolgt, können die Gesprächskosten in der Tk-Anlage erfasst
werden,
und die Zeit bis zur Weiterleitung kann einstellbar sein.
CFU
Abkürzung für Call Forwarding
Unconditional
(siehe auch Anrufweiterschaltung). Es handelt sich dabei um eine
ständige
automatische Anrufweiterschaltung.
Durch Programmierung einer
ISDN-Tk-Anlage oder
eines ISDN-Telefons wird ein ankommender Anruf ständig zum
einprogrammierten
Zielanschluss weitergeleitet. Die Weiterschaltungsziele sind
uneingeschränkt
auch zu analogen Telefon- oder Mobilfunk-Anschlüssen möglich. Außer der
monatlichen Grundgebühr für dieses Leistungsmerkmal wird das
weiterführende
Gespräch vom eigenen zum Zielanschluss berechnet. ISDN-Tk-Anlagen
können die
Anrufweiterschaltung in dieser Variante auch ohne die Inanspruchnahme
des
Netz-Leistungsmerkmals zur Verfügung stellen. Da die Weiterleitung über
die
Tk-Anlage erfolgt, können die Gesprächskosten in der Tk-Anlage erfasst
werden.
CLIP
Abkürzung für Calling Line Identification
Presentation (Anzeige der Rufnummer des Anrufenden). Wird auch
"Rufnummernanzeige" genannt. Damit ist die Anzeige der Rufnummer des
Anrufers z. B. auf dem Display des Telefons möglich.
Die Funktion CLIP kann nur genutzt
werden,
sofern der Anrufer eine Rufnummer übermittelt (siehe auch CLIR). Diese
Funktion, die ursprünglich nur im ISDN zur Verfügung stand, existiert
inzwischen auch im analogen Netz. Während die CLIP-Funktion im ISDN als
digitale Information im D-Kanal übertragen wird, nutzt man im analogen
Bereich
die Zeit nach dem ersten Rufsignal zur Übertragung von Daten. Das
analoge
Telefon muss aber zur Auswertung dieser Daten geeignet (CLIP-fähig)
sein.
Einige Tk-Anlagen können das Merkmal CLIP auch an internen analogen
Anschlüssen
zur Verfügung stellen.
CLIR
Abkürzung für Calling Line Identification
Restriction (Amtrufnummer beim B-Teilnehmer unterdrücken). Wird auch
"Rufnummernunterdrückung" genannt. Man verhindert mit diesem Merkmal
eine Übermittlung seiner eigenen Rufnummer zum Angerufenen (anonymer
Ruf).
Mit diesem Merkmal kann man vor einem
Gespräch
bestimmen, ob die Rufnummer zum angerufenen Teilnehmer übermittelt
werden soll
oder nicht. Bei einigen ISDN-Endgeräten kann dieses Merkmal durch einen
Tastendruck oder über ein Menü aktiviert werden. Um diesen Dienst
nutzen zu können,
muss das Endgerät bzw. die Tk-Anlage den Dienst unterstützen und der
Dienst für
die MSN(s) bzw. DDI(s) des ISDN-Anschlusses eingerichtet sein (siehe
auch CLIP).
Sind analoge Telefone an eine ISDN-Tk-Anlage angeschlossen, so wird die
Funktion
CLIR über die Programmierung der Tk-Anlage gesteuert. Im analogen
Telefonnetz
kann die Funktion mit MFV-Telefonen in der Vermittlungsstelle ein- bzw.
ausgeschaltet werden.
COLP
Abkürzung für Connected Line
Identification
Presentation (Rückübermittlung der erreichten Rufnummer). Dieses
Leistungsmerkmal bietet die Möglichkeit, bei einem ankommenden Ruf die
tatsächlich
erreichte Rufnummer zum Anrufer zurückzuübermitteln (siehe auch COLR).
Es kann sich bei der rückübermittelten
Rufnummer um eine der Rufnummern des erreichten Basisanschlusses
handeln. Dies
kann eine andere als die vom Anrufer gewählte Rufnummer sein. Sinnvoll
ist dies
z. B., wenn ein anderer Teilnehmer den Ruf durch Pick-up (Heranholen)
angenommen
hat. Um diesen Dienst nutzen zu können, muss das Endgerät bzw. die
Tk-Anlage
den Dienst unterstützen und der Dienst für die MSN(s) bzw. DDI(s) des
ISDN-Anschlusses eingerichtet sein.
COLR
Abkürzung für Connected Line
Identification
Restriction (Unterdrückung der Rufnummern-Rückübermittlung). Mit diesem
Leistungsmerkmal kann die Rückübermittlung der Rufnummer unterdrückt
werden
(anonymer Ruf).
Mit diesem Merkmal kann man vor einem
Gespräch
bestimmen, ob die erreichte Rufnummer bei einem Anruf zum rufenden
Teilnehmer
zurückübermittelt werden soll oder nicht. Bei einigen ISDN-Endgeräten
kann
dieses Merkmal durch eine Einrichtung über ein Menü aktiviert werden.
Um
diesen Dienst nutzen zu können, muss das Endgerät bzw. die Tk-Anlage
den
Dienst unterstützen und der Dienst für die MSN(s) bzw. DDI(s) des
ISDN-Anschlusses eingerichtet sein (siehe auch COLP).
CONF
Abkürzung für Conference call. Im ISDN
bezeichnet
man damit die Konferenzschaltung mit bis zu zehn Teilnehmern. So lassen
sich
Besprechungen mit mehreren Personen am Telefon durchführen.
Neben der Dreierkonferenz gibt es im
ISDN zusätzlich
die Zehnerkonferenz (CONF). Zur Einleitung einer Konferenz wird
zunächst eine
einfache Verbindung zwischen zwei Endgeräten aufgebaut. Danach wird ein
Teilnehmer in Wartestellung gebracht, während der andere Teilnehmer den
Gesprächsaufbau
zu einem dritten Endgerät und das Herstellen der Konferenz übernimmt.
Dieses
Verfahren kann so lange wiederholt werden, bis die maximale Anzahl von
zehn
Konferenzteilnehmern erreicht ist. Damit dieser Dienst genutzt werden
kann, muss
das einleitende Endgerät und das Netz dieses Leistungsmerkmal
unterstützen.
CTI
Abkürzung für Computer Telephony
Integration.
Zusammenführung der Computer- mit der Telefontechnik.
In der einfachsten Variante wird der
Computer in
einer Einzelplatzlösung als Wahlhilfe und zur Anzeige von Rufnummern
und
Teilnehmern verwendet, während bei der vollständigen Integration
Computer,
lokales Datennetzwerk, Datenbanken und Telefonteilnehmer vollständig
miteinander vernetzt sind. Bei einem eingehenden Ruf, können dann z. B.
gleich
die entsprechenden Kundendaten zur Bearbeitung oder zur weiteren
Abfrage von
einem Computer angezeigt werden.
CUG
Abkürzung für Closed User Group
(geschlossene
Benutzergruppe). Dieses Leistungsmerkmal schützt gegen Anrufe von nicht
autorisierten Anrufern.
Zu den Rufnummern einer geschlossenen
Benutzergruppe können Gruppenmitglieder eine Verbindung aufbauen. Einer
geschlossenen Benutzergruppe können einzelne Personen, Rechnernetzwerke
oder
Institute bzw. Unternehmen angehören. Durch die geschlossene
Benutzergruppe
soll der Missbrauch durch nicht berechtigte Anrufer z. B. in
Datennetzen
verhindert werden.
CW
Abkürzung für Call Waiting (Anklopfen).
Als
Anklopfen bezeichnet man einen Ton, den Sie während eines
Telefongespräches hören
können, wenn Sie ein weiterer Anrufer erreichen will.
CW (Call Waiting) ist ein
Aufmerksamkeitston,
der von der Vermittlungsstelle oder einer Tk-Anlage erzeugt wird, wenn
ein
weiterer Teilnehmer einen besetzten Anschluss erreichen will. Dieser
Ton ist
meist ein normaler Rufton und wird in das bestehende Gespräch
eingefügt. Nun
kann das gerade geführte Telefongespräch entweder unterbrochen, beendet
oder
der Anklopfer abgewiesen und das ursprüngliche Gespräch ungestört
weitergeführt
werden. Der Anrufer hört während des Anklopfens ein normales
Freizeichen und
weiß nicht, dass bereits ein Telefongespräch am erreichten Anschluss
geführt
wird.
Dateitransfer
Übertragung von Dateien (Files) zwischen
Computern, z. B. Datenübertragung mit ISDN-PC-Karten.
Datenfernübertragung (DFÜ)
Die Datenfernübertragung, abgekürzt DFÜ,
bezeichnet den technischen Vorgang der Datenübermittlung über
öffentliche
Telekommunikationsnetze.
Datenkompression
Als Datenkompression werden Verfahren
bezeichnet,
die eine Datenmenge verringern. Dies kann dann z. B. Vorteile bei der
Übertragung
(Zeitersparnis) oder Speicherung (Platzersparnis) bringen.
Verfahren zur Datenkompression werden
zur
Verringerung der Datenmenge bei gleichbleibendem Informationsgehalt zur
Speicherung oder Übertragung von Informationen verwendet. Die
Datenkompression
wird manchmal auch als "Packen" von Dateien bezeichnet. Insbesondere
Dateien mit vielen gleichen Informationen lassen sich durch
entsprechende
Verfahren wesentlich verkleinern (komprimieren), so dass sich
Speicherplatz
und/oder Übertragungszeit sparen lassen. Im Bereich der
Telekommunikation
werden effektive Verfahren zur Datenkompression verwendet, um z. B.
möglichst
viele unabhängige Gespräche über ein Leitungspaar zu übertragen oder um
z.
B. bewegte Bilder mit einer kleinen Bandbreite zu übermitteln.
Dauerüberwachung
Die Dauerüberwachung dient im ISDN zur
Kontrolle
der ISDN-Basisanschlüsse. Normalerweise wird dieses Merkmal nur in
Verbindung
mit Tk-Anlagen eingesetzt.
Dieses ISDN-Leistungsmerkmal kann für
Mehrgeräteanschlüsse
gesondert beauftragt werden. Beim Anlagenanschluss und
Primärmultiplexanschluss
ist die Dauerüberwachung im Leistungspreis enthalten. Dabei werden
Funktionsfähigkeit
und Übertragungsqualität des Anschlusses ständig von der
Vermittlungsstelle
überwacht. Innerhalb des D-Kanals bleibt die Schicht 1 aktiv, so dass
z. B.
Taktgeneratoren von angeschalteten Tk-Anlagen ständig synchronisiert
sind.
DDI
Abkürzung für Direct Dialling In
(Durchwahl).
Damit ist die Durchwahlnummer gemeint. Bei der Rufnummer "(0 53 06) 92
00-700" ist die "700" die Durchwahlnummer innerhalb einer
Tk-Anlage.
Mit der Durchwahlnummer besteht die
Möglichkeit,
bestimmte Nebenstellen einer Tk-Anlage direkt über diese definierten
Nummern
anzuwählen. Beim Basisanschluss werden eine Anlagenrufnummer
(Basisrufnummer,
z. B. 92 00), eine Zentralrufnummer (Global Call, z. B. -0) und ein
Rufnummernblock mit mindestens zehn zwei- bis dreistelligen Durchwahlen
(DDI, z.
B. 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19) bereitgestellt. Durch Wahl
der
Rufnummer 92 00-14 wird dann direkt ein bestimmter Teilnehmer oder eine
bestimmte Teilnehmergruppe erreicht. Die Zuordnung der Zentralrufnummer
und der
Durchwahlnummern zu Teilnehmern erfolgt durch entsprechende
Programmierung der
Tk-Anlage.
DFÜ
Abkürzung für Datenfernübertragung. Damit
wird
der technische Vorgang der Datenübermittlung über öffentliche
Telekommunikationsnetze bezeichnet.
Dienst
Oberbegriff für die verschiedenen
Anwendungen des
ISDN, z. B. Telefonie, Fax der Gruppe 2 und 3, Bildtelefon,
Datenübertragung
usw. Damit sind die unterschiedlichen Kommunikationsarten gemeint.
Dienstekennung
Da im ISDN verschiedene Dienste
(Kommunikationsarten) zusammengefasst sind, gibt es eine
Dienstekennung. So können
z. B. Telefone erkennen, ob der Anruf von einem Telefon oder von einem
PC mit
ISDN-Karte kommt.
Die Dienstekennung ermöglicht die
Erkennung von
kompatiblen Diensten bzw. Endgeräten. Damit soll erreicht werden, dass
nur
zwischen kompatiblen Geräten, z. B. zwischen zwei Telefonen oder
zwischen
Datenendgeräten eine Verbindung aufgebaut werden kann. Bei einigen
Endgeräten
oder Tk-Anlagen kann eingestellt werden, auf welche Dienstekennung sie
reagieren
sollen und welche Dienstekennung abgehend verwendet werden soll.
Digital
Im ISDN wird eine digitale Übertragung
verwendet.
Das bedeutet, dass es sich dabei um eine reine Datenübertragung
handelt.
Sprache (analoge Information) muss dazu vorher in digitale Information
umgewandelt werden.
Als digital wird in der Informatik die
Darstellungsweise von Informationen in einer vereinbarten, endlichen
Zahl von
Stufen, z. B. binär (1Bit) mit 2 Stufen (0 oder 1), 2 Bit mit 4 Stufen
oder 8
Bit mit 256 Stufen bezeichnet. Die Verwendung von digitalen Daten
ermöglicht z.
B. eine Sicherung der Informationsübertragung, indem die so genannte
Sicherungsinformation hinzugefügt wird.
Display
Als Display wird z. B. beim Telefon die
Anzeige für
Gebühren und/oder Rufnummer bezeichnet. Auf einem Display können sowohl
Ziffern als auch Buchstaben und Symbole dargestellt werden.
Das Display ist ein Anzeigefeld,
welches z. B.
in ein Endgerät eingebaut ist. Hier wird z. B. die Rufnummer oder der
Name des
Anrufers angezeigt. Die Größe eines Displays und dessen Auflösung sind
ein Maß
für die maximal auf dem Display darstellbare Information. Es wird
außerdem
zwischen zeichenorientierten Displays (z. B. zur Buchstaben- und
Zifferndarstellung) und grafischen Displays (zur Darstellung von
Grafik, und
damit auch für Buchstaben und Ziffern) unterschieden. Die heute
verwendeten
Displays sind fast immer LCDs (Liquid Crystal Displays), ggf. mit
Hintergrundbeleuchtung. Solche Displays eignen sich z. B. auch zur
Bedienerführung.
So können z. B. neben dem Display angeordnete Tasten mit
unterschiedlichen
Funktionen belegt werden, die jeweils im Display angezeigt werden.
D-Kanal
Abkürzung für Daten-Kanal. Im D-Kanal
innerhalb
des ISDN werden Steuerinformationen, wie Rufnummern, Einheiten, Dienste
etc. übertragen.
Beim D-Kanal handelt es sich um den
Signalisierungskanal beim ISDN-Anschluss (neben den Nutzkanälen). Hier
findet
die Übertragung der Steuerungs- und Verwaltungsinformationen vor,
während und
zum Abschluss der Verbindungen statt. Die Übertragungsgeschwindigkeit
beträgt
beim Basisanschluss 16 kbit/s, während sie beim
Primärmultiplexanschluss 64
kbit/s beträgt. Der zur Verfügung stehende D-Kanal wird jeweils für die
Signalisierungsinformation aller vorhandenen B-Kanäle (2 beim
Basisanschluss,
30 beim Primärmultiplexanschluss) genutzt.
D-Kanal-Protokoll
Das D-Kanal-Protokoll beschreibt, nach
welchem
Verfahren Daten zur Verbindungssteuerung übertragen werden. In
Deutschland wird
im ISDN zwischen den D-Kanal-Protokollen nach 1TR6 (nationales ISDN)
und DSS1
(Euro-ISDN) unterschieden.
Beim D-Kanal-Protokoll handelt es sich
um einen
festgelegten Standard, nach dem Steuerungs- und
Verwaltungsinformationen der
Verbindungen übertragen werden. Im Euro-ISDN wird das D-Kanal-Protokoll
mit
DSS1 bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein adaptives HDLC-Protokoll.
Um diese
Steuer- und Verwaltungsinformationen z. B. bei Fehlern etc. sichtbar zu
machen,
wird ein D-Kanal-Tester oder ein D-Kanal-Decoder verwendet. Aus der
Liste der übertragenen
Informationen kann der Fachmann dann auf die Art des Fehlers und ggf.
auf die
Ursache schließen.
Dreierkonferenz (3PTY)
Bei einer Dreierkonferenz, abgekürzt 3PTY
(Three,
3-Party) können drei Teilnehmer gleichzeitig miteinander telefonieren.
Die Dreierkonferenz ist ein
ISDN-Standardmerkmal. Zur Einleitung einer Konferenz wird zunächst eine
einfache Verbindung zwischen zwei Endgeräten aufgebaut. Danach wird
durch den
Aufbau einer zweiten Verbindung oder Entgegennahme eines
"Anklopfenden" der erste Teilnehmer in Wartestellung gebracht, während
der andere Teilnehmer das Herstellen der Konferenz übernimmt. Damit
dieser
Dienst genutzt werden kann, muss das einleitende Endgerät und das Netz
dieses
Leistungsmerkmal unterstützen. (siehe auch Zehnerkonferenz)
DSS1
Allgemeine Bezeichnung für das
Steuerungsprotokoll
im Euro-ISDN.
Abkürzung für Digital Signalling System
No. 1.
Das D-Kanal-Protokoll für die Steuerung und Verwaltung von Verbindungen
im
Euro-ISDN. In der Anfangszeit des Euro-ISDN wurde auch die Bezeichnung
E-DSS1
verwendet. (siehe auch D-Kanal-Protokoll)
DTMF
Abkürzung für Dual Tone Multi Frequency.
Es
handelt sich dabei um das so genannte Tonwahlverfahren. Moderne,
herkömmliche
Telefone setzen dieses Verfahren z. B. zur Übertragung der Rufnummer
ein.
DTMF ist die Bezeichnung für das
Mehrfrequenzverfahren (MFV). Zum Senden der Rufnummer vom Endgerät zur
Tk-Anlage oder zur Vermittlungsstelle des Netzbetreibers sendet das
Endgerät
eine Sequenz von Frequenzen (Tönen). Jede Ziffer wird dabei durch eine
eigene
Mischfrequenz, die sich aus zwei überlagerten Einzelfrequenzen
zusammensetzt,
repräsentiert. DTMF wird auch zur Steuerung von Diensten in der
Vermittlungsstelle angewandt. Dabei stehen nicht nur die zehn Ziffern 0
bis 9
sondern auch Sonderzeichen wie "Stern" und "Raute" zur Verfügung.
In Sonderfällen sind auch die Zusatzzeichen "A", "B",
"C" und "D" verfügbar. Telefone, die mit dem DTMF-Verfahren
arbeiten, verfügen zur Signalisierung normalerweise auch über eine so
genannte
"Flash-Taste" (R-Taste), die eine kurze Schleifenstromunterbrechung
erzeugt. (siehe auch Flash)
Durchwahl (DDI)
Durchwahl, abgekürzt DDI (Direct Dialling
In) wird
in Verbindung mit Tk-Anlagen verwendet. Hier existieren so genannte
Durchwahlnummern, um einen Teilnehmer direkt zu erreichen. Bei der
Rufnummer
"(0 53 06) 92 00-700" ist die "700" die Durchwahlnummer
innerhalb einer Tk-Anlage.
Mit der Durchwahlnummer besteht die
Möglichkeit,
bestimmte Nebenstellen einer Tk-Anlage direkt über diese definierten
Nummern
anzuwählen. Beim Basisanschluss werden eine Anlagenrufnummer
(Basisrufnummer,
z. B. 92 00), eine Zentralrufnummer (Global Call, z. B. -0) und ein
Rufnummernblock mit mindestens zehn zwei- bis dreistelligen Durchwahlen
(DDI, z.
B. 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19) bereitgestellt. Durch Wahl
der
Rufnummer 92 00-14 wird dann direkt ein bestimmter Teilnehmer oder eine
bestimmte Teilnehmergruppe erreicht. Die Zuordnung der Zentralrufnummer
und der
Durchwahlnummern zu Teilnehmern erfolgt durch entsprechende
Programmierung der
Tk-Anlage.
EAZ
Abkürzung für Endgeräteauswahlziffer.
Stellt im
alten, nationalen ISDN (1TR6) die letzte Ziffer der Rufnummer dar, mit
der ein
bestimmtes Telefon an so einem ISDN-Anschluss erreicht wird.
Für die EAZ wird der Ziffernvorrat 0-9
im
nationalen ISDN 1TR6 verwendet. Die EAZ ist immer die letzte Ziffer der
zugeteilten Rufnummer. Im Gegensatz zum Mehrgeräteanschluss im
Euro-ISDN werden
statt der kompletten Rufnummer (MSN) nur die EAZ in die Endgeräte
eingetragen.
Die Rufnummern für die einzelnen Endgeräte unterscheiden sich daher
auch alle
in der letzten Ziffer. Die Ziffer 0 ist dabei zum Rufen aller Endgeräte
vorgesehen.
E-DSS1
Abkürzung für European Digital Signalling
System
No. 1 (neu: DSS1) Das D-Kanal-Protokoll für die Steuerung und
Verwaltung von
Verbindungen im Euro-ISDN. Dieser Begriff wurde in der Anfangszeit des
ISDN
verwendet. Heute ist die Bezeichnung DSS1 gebräuchlich. (siehe auch
D-Kanal-Protokoll und DSS1)
EEPROM
Abkürzung für Electrical Erasable
Programmable
Read Only Memory. Speicherbauteil in Mikroprozessorsystemen, dessen
Inhalt verändert
werden kann. Die Daten bleiben auch nach dem Abschalten des Systems
erhalten.
Ein EEPROM ist ein Programmspeicher,
der durch
elektrische Spannungssignale programmiert und gelöscht werden kann. Der
Speicherinhalt bleibt auch ohne eine Stromversorgung erhalten. Dadurch
entfällt
bei diesen Speichertypen eine Batterie oder Akkuversorgung zum
Datenerhalt bei
Ausfall der Versorgungsspannung. Bei Standard-EEPROMs beträgt die
minimale Zeit
des Datenerhalts ohne Stromversorgung ca. 10 Jahre. Bei Endgeräten und
Tk-Anlagen werden diese Speicher z. B. für die Speicherung von
Kurzwahlnummern,
Konfigurationsdaten etc. verwendet. (siehe auch EPROM, ROM)
Endgerät
Allgemeine Bezeichnung für ein Gerät, das
an
einem Kommunikationsnetz oder einer Tk-Anlage betrieben werden kann, z.
B.
Telefon, Faxgerät, Anrufbeantworter, ISDN-PC-Karte usw.
Endvermittlungsstelle
Wird auch Ortsvermittlungsstelle (siehe
auch OVSt,
TVSt) genannt. Knotenpunkt im öffentlichen Telekommunikationsnetz, an
dem
Endteilnehmer direkt angeschlossen sind.
EPROM
Abkürzung für Erasable and Programmable
Read Only
Memory. Speicherbauteil in Mikroprozessorsystemen, dessen Inhalt
normalerweise
fest programmiert wird.
Ein EPROM ist ein Programmspeicher, der
durch
elektrische Signale programmiert und durch UV-Licht gelöscht werden
kann. Der
Speicherinhalt bleibt auch ohne eine Stromversorgung erhalten. Ein
EPROM wird z.
B. bei Telefonen oder Tk-Anlagen als Speicher für die Firmware
(Betriebssystem)
verwendet. Soll diese z. B. aktualisiert werden, so ist das Austauschen
des
EPROM erforderlich (siehe auch EEPROM, Flash-EPROM, ROM). Das
ausgetauschte
EPROM mit dem alten Inhalt kann dann z. B. beim Hersteller wieder
gelöscht und
mit einem Programmiergerät neu programmiert werden.
ETSI
Abkürzung für European Telecommunications
Standards Institute. Europäische Normungsbehörde.
Dieses Institut wurde 1988 gegründet
und wird
von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft initiiert und
gefördert.
Mitglieder sind die europäischen Postgesellschaften und einige
Hersteller sowie
Forschungsgesellschaften. ETSI koordiniert Normungsaktivitäten für
Fernsprech-, Fernschreib- und Rechnernetze sowie für die Endgeräte. Die
herausgegebenen Normen haben in jeder Studienperiode eine andere Farbe.
Die
Normen, die sich 1984 erstmals mit ISDN beschäftigten, waren rot, die
z. Zt. gültigen
Normen sind blau (ETSI-Blaubücher).
Euro-Filetransfer
Ein herstellerübergreifender
Protokollstandard für
die Übertragung von Computerdateien per ISDN.
Euro-ISDN
ISDN-Variante, auf die sich 30
ISDN-Netzbetreiber
in 24 Ländern geeinigt haben. In diesem Standard ist das Protokoll DSS1
festgelegt.
EVÜ
Abkürzung für Einzel-Verbindungsübersicht.
Hier
werden alle geführten Telefonate eines Telefonanschlusses aufgelistet.
Die
Einzelverbindungsübersicht wird vom Netzanschlussbetreiber erstellt.
Der Umfang
hängt von dem Auftrag des Anschlussinhabers ab.
EVSt
Abkürzung für Endvermittlungsstelle, wird
auch
Ortsvermittlungsstelle (siehe auch OVSt, TVSt) genannt. Knotenpunkt im
öffentlichen
Telekommunikationsnetz, an dem Endteilnehmer direkt angeschlossen sind.
EWSD
Abkürzung für Elektronisch Wählsystem
digital.
Digital gesteuertes Wähl- und Vermittlungssystem, das unter Führung der
Firma
Siemens entwickelt wurde.
Extern
In der Telekommunikation Anschlüsse oder
Teilnehmer, die über das öffentliche Telekommunikationsnetz erreicht
werden
oder eine Verbindung zu diesem Netz ermöglichen.
Bei einer Tk-Anlage wird z. B. zwischen
externen
S0-Ports und internen S0-Ports unterschieden. Die externen Ports
stellen die
Verbindung zwischen der Tk-Anlage und dem Telekommunikationsnetz dar,
während
die internen Ports die Verbindung zwischen der Tk-Anlage und den
Endgeräten
darstellen. Die Kommunikation auf den internen Ports einer Tk-Anlage
verursacht
keine Gebühren der Netzbetreiber.
Fallweise Unterdrückung der Anzeige
der
Amtrufnummer beim B-Teilnehmer (CLIR)
Wird auch "Rufnummernunterdrückung" oder
CLIR (Calling Line Identification Restriction) genannt. Man verhindert
mit
diesem Merkmal eine Übermittlung seiner eigenen Rufnummer zum
Angerufenen
(anonymer Ruf).
Mit diesem Merkmal kann man vor einem
Gespräch
bestimmen, ob die Rufnummer zum angerufenen Teilnehmer übermittelt
werden soll
oder nicht. Bei einigen ISDN-Endgeräten kann dieses Merkmal durch einen
Tastendruck oder über ein Menü aktiviert werden. Um diesen Dienst
nutzen zu können,
muss das Endgerät bzw. die Tk-Anlage den Dienst unterstützen und der
Dienst für
die MSN(s) bzw. DDI(s) des ISDN-Anschlusses eingerichtet sein (siehe
auch CLIP).
Sind analoge Telefone an eine ISDN-Tk-Anlage angeschlossen, so wird die
Funktion
CLIR über die Programmierung der Tk-Anlage gesteuert. Im analogen
Telefonnetz
kann die Funktion mit MFV-Telefonen in der Vermittlungsstelle ein- bzw.
ausgeschaltet werden.
Fangen böswilliger Anrufer (MCID)
Mit dem Leistungsmerkmal Fangen
böswilliger
Anrufer, abgekürzt MCID (Malicious Call Identification), kann die
Rufnummer
eines belästigenden Anrufers ermittelt werden.
Um einen böswilligen Anrufer fangen zu
können,
muss das Endgerät bzw. die Tk-Anlage dieses Merkmal unterstützen, und
beim
Netzbetreiber muss dieser kostenpflichtige Service beauftragt werden.
Die Kosten
sind dabei von der Dauer der geplanten Nutzung abhängig. Das Fangen
böswilliger
Anrufer funktioniert auch, wenn der Anrufer seine Rufnummer
unterdrückt, da die
Zuordnung und das Fangen in der Vermittlungsstelle erfolgt.
Fernabfrage
Die Fernabfrage dient z. B. zum Abhören
von Texten
aus der Ferne (Telefonzelle etc.), die ein Anrufbeantworter aufgenommen
hat.
Meist wird diese Abfrage mit einem kleinen Signalgeber (MFV-Geber)
gesteuert.
Die Fernabfrage bezeichnet ein
Leistungsmerkmal
von Anrufbeantwortern oder Mailboxen, die sich über das Telefonnetz
fernsteuern
lassen. Zur Steuerung werden innerhalb der Sprachverbindung meist
MFV-Töne
(Mehrfrequenzverfahren) verwendet. Diese Töne können entweder mit einem
MFV-fähigen
Telefon oder mit einem separaten MFV-Geber erzeugt werden. Moderne
ISDN-Telefone
schalten nach dem Herstellen der Sprechverbindung häufig auf
MFV-Tonerzeugung
mit der Zifferntastatur um. Damit die Fernabfrage nicht von jedermann
möglich
ist, wird meist vorher die Eingabe einer PIN (siehe PIN) erwartet.
Fernvermittlungsstelle
Knotenpunkt im öffentlichen
Telekommunikationsnetz, der Verbindungen in die Ferne oder in andere
Netze (z.
B. Ausland oder Mobilfunk) herstellen kann.
Firmware
Bei der Firmware handelt es sich meist um
fest
programmierte Software eines (Mikroprozessor-) Systems, welche zum
eigentlichen
Betrieb erforderlich ist.
Firmware wird normalerweise fest in
Speicherbausteine des Mikroprozessorsystems programmiert. Damit wird
sichergestellt, dass die Funktionalität des Systems nicht durch
Stromausfall
oder Betriebsstörungen verändert wird. Soll die Firmware getauscht
werden, so
ist meist ein Austausch des Speicherbausteins erforderlich. Bei
modernen
Tk-Anlagen wird immer häufiger ein etwas anderes Verfahren verwendet.
Durch den
Einsatz so genannter Flash-EPROMs (siehe Flash-EPROM) als
Speicherbausteine für
die Firmware, kann der Austausch auch z. B. durch Fernladen erfolgen,
und es
entfallen aufwendige Montagearbeiten.
Flash
Die Flash-Funktion wird durch
Tastenbetätigung am
Telefon ausgelöst und dient zum Vermitteln oder zum Auslösen von
Sonderfunktionen.
Beim Flash handelt es sich um eine
kurze,
zeitlich definierte Unterbrechung des Sprechkreises, um z. B. ein
Rückfragegespräch
einzuleiten. Bei modernen Endgeräten ist für diese Funktion eine
separate
Taste (R-Taste) vorgesehen. (siehe auch Hook Flash, DTMF)
Flash-EPROM
Abkürzung für Flash Erasable and
Programmable
Read-Only Memory. Besondere Art von Programmspeicher in
Mikroprozessorsystemen.
Der Inhalt kann elektrisch vom Prozessor geändert werden. Die Daten
gehen beim
Abschalten des Systems nicht verloren.
Ein Flash-EPROM ist ein statischer
(nicht-flüchtiger)
Programmspeicher für Mikroprozessorsysteme. Ein Flash-EPROM kann
bereichsweise
elektrisch gelöscht und dann einmal wieder neu beschrieben werden. Der
Speicherinhalt bleibt auch ohne eine Stromversorgung erhalten. Dadurch
entfällt
bei diesen Speichertypen eine Batterie oder Akkuversorgung zum
Datenerhalt bei
Ausfall der Versorgungsspannung. Bei Standard-Flash-EPROMs beträgt die
minimale
Zeit des Datenerhalts ohne Stromversorgung ca. 10 Jahre. Wenn bei
Tk-Anlagen
diese Speicher für die Firmware und das Betriebssystem eingesetzt
werden, kann
die Software z. B. ohne Wechsel eines Bauteils ausgetauscht werden. Bei
modernen
Systemen erfolgt so ein Update der Software durch eine einfache
Programmierfunktion per ISDN-Datenübertragung. Außerdem werden diese
Speicher
z. B. für die Speicherung von Kurzwahlnummern, Konfigurationsdaten etc.
verwendet. (siehe auch EEPROM, EPROM, ROM)
Freisprechen
Telefonieren bei aufgelegtem Handapparat
über den
im Apparat installierten Lautsprecher und das Mikrofon. Die Qualität
beim
Freisprechen hängt u. a. entscheidend von den räumlichen Gegebenheiten
(Hall,
Echo, Umweltgeräusche etc.) ab.
FTZ
Abkürzung für Femmeldetechnisches
Zentralamt (bis
1990) oder Forschungs- und Technologiezentrum (bis 1995). Das FTZ war
die
oberste technische Betriebseinrichtung der Deutschen Telekom bzw. der
DBP
Telekom. Heute besteht das FTZ aus einzelnen, unabhängigen
Betriebseinheiten
mit unterschiedlichen Aufgaben.
Geschlossene Benutzergruppe
Diese Funktion schützt gegen Anrufe von
nicht
autorisierten Anrufern (z. B. beim Datenabruf).
Zu den Rufnummern einer geschlossenen
Benutzergruppe können Gruppenmitglieder eine Verbindung aufbauen. Einer
geschlossenen Benutzergruppe können einzelne Personen, Rechnernetzwerke
oder
Institute bzw. Unternehmen angehören. Durch die geschlossene
Benutzergruppe
soll der Missbrauch durch nicht berechtigte Anrufer z. B. in
Datennetzen
verhindert werden. Im ISDN wird dieses Leistungsmerkmal auch CUG
(Closed User
Group) abgekürzt.
Global Call
Als Global Call wird im ISDN die Nummer
zum
Erreichen einer "Zentrale" an einer Tk-Anlage bezeichnet.
Einstellige Ziffer, die zusätzlich zur
Anschlussnummer eines Anlagenanschlusses gewählt werden muss, um z. B.
die
"Zentrale" einer Tk-Anlage zu erreichen. In der Regel wird diese
Ziffer ñ meist die "0" ñ als Zentralrufnummer verwendet, z. B. (0 53
06) 92 00 - 0. Welcher Teilnehmer konkret mit dieser Nummer erreicht
wird,
ergibt sich aus der Programmierung der Tk-Anlage. Dabei kann z. B. eine
Abfrageplatz, eine Telefon- oder eine Sammelrufgruppe erreicht werden.
GU
Abkürzung für Gabelumschalter. Bei
Telefonapparaten wird der Gabelumschalter durch Abnehmen und Auflegen
des Hörers
betätigt. Der Gabelumschalter kann entweder mechanisch (Kontaktwippe)
oder
elektronisch (Sensor) ausgeführt sein.
Halten einer Verbindung (HOLD)
Die Funktion "Halten einer Verbindung"
ermöglicht im ISDN z. B. ein Gespräch zu unterbrechen, im Raum
rückzufragen
und das Gespräch danach weiterzuführen.
Durch Eingabe am ISDN-Endgerät wird
eine
bestehende Verbindung in der Vermittlungsstelle gehalten. Das Halten
einer
Verbindung ermöglicht die Leistungsmerkmale Rückfrage, Makeln und
Konferenz. Während
die Verbindung in der Vermittlungsstelle gehalten wird, kann z. B. ein
Ansagetext ("Ihre Verbindung wird gehalten") auf diesen Zustand
hinweisen. Dieser Text ist normalerweise nicht abschalt- oder änderbar.
In
Verbindung mit einer Tk-Anlage kann man das Gespräch auch innerhalb
dieser
Tk-Anlage halten und dabei z. B. eine Wartemusik oder eigene Ansage
einspielen.
(siehe auch Music on Hold)
Hardware
Als Hardware werden z. B. alle
elektronischen
Bauteile, aber auch Anschlussdosen und Kabel bezeichnet. Im EDV-Bereich
gehören
z. B. der PC, der Monitor, die Tastatur etc. zur Hardware.
Telekommunikationssysteme verwenden
Hardware, um
den Anschluss an eine Übertragungsleitung zu erreichen. Innerhalb des
Gerätes
wird dazu meist ein Sende- und ein Empfangsteil benötigt. Bei modernen
Endgeräten
und Tk-Anlagen wird die Hardware außerdem mit Mikroprozessorsystemen
und
entsprechenden Interface-Baugruppen ergänzt. Technische Einrichtungen
wie
Steckdosen, Leitungen und deren Zubehör können ebenfalls zur Hardware
gezählt
werden. Für ein betriebsfähiges System ist außerdem noch Software
(Betriebssystem, Anwendungsprogramme etc.) erforderlich.
HDLC
Abkürzung für High Level Data Link
Control.
Protokoll, das im ISDN verwendet wird.
Das HDLC-Protokoll ist ein
Steuerungsprotokoll für
die Übertragung von Daten bei Punkt-zu-Punkt- oder
Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen. HDLC verwendet keine Steuerzeichen und
ist
codeunabhängig. Für die Übertragung von Daten wird innerhalb des HDLC
zunächst
die Verbindung aufgebaut, danach erfolgt die Übertragung der Daten und
danach
wird die Verbindung wieder abgebaut. Durch die Verwendung so genannter
Rahmen
und Fenster bei der Übertragung werden Fehler erkannt und die
Übertragung ggf.
teilweise wiederholt.
HLC
Abkürzung für High Layer Capability.
Ergänzung
zur Dienstekennung (BC, Bearer Capability) im ISDN. Dadurch wird eine
noch
genauere Unterscheidung der einzelnen Dienste möglich.
Die HLC-Kennung ist eine ergänzende
Dienstekennung, die zusätzlich zur BC-Kennung (siehe auch BC) vom
Endgerät
gesendet werden kann, um einen Basisdienst bezüglich der beteiligten
Endgeräte
genauer zu beschreiben, z. B. Telefonie oder Fax Gruppe 2/3. Diese
Kennung ist
optional und muss somit nicht angegeben werden. (siehe auch
Dienstekennung)
HOLD
Abkürzung für Call Hold (Halten einer
Verbindung). Die Funktion "Halten einer Verbindung" ermöglicht im
ISDN z. B. ein Gespräch zu unterbrechen, das Telefon an einer anderen
Anschlussdose anzustecken und das Gespräch danach weiterzuführen.
Durch Eingabe am ISDN-Endgerät wird
eine
bestehende Verbindung in der Vermittlungsstelle gehalten. Das Halten
einer
Verbindung ermöglicht die Leistungsmerkmale Rückfrage, Makeln und
Konferenz. Während
die Verbindung in der Vermittlungsstelle gehalten wird, kann z. B. ein
Ansagetext ("Ihre Verbindung wird gehalten") auf diesen Zustand
hinweisen. Dieser Text ist normalerweise nicht abschalt- oder änderbar.
In
Verbindung mit einer Tk-Anlage kann man das Gespräch auch innerhalb
dieser
Tk-Anlage halten und dabei z. B. eine Wartemusik oder eigene Ansage
einspielen.
(siehe auch Music on Hold)
Hook Flash
Die Funktion Hook Flash wird bei modernen,
herkömmlichen
Telefonen verwendet, um z. B. eine Rückfrage einzuleiten. Außerdem kann
Hook-Flash verwendet werden, um Sonderdienste zu aktivieren.
Hook Flash bezeichnet die Unterbrechung
des
Stromflusses im Sprechkreises eines Telefons, um z. B. ein
Rückfragegespräch
einzuleiten. Bei einigen ausländischen Telefonen wurde diese Funktion
bei älteren
Telefonen einfach durch kurze Betätigung des Gabelumschalters
ausgelöst. Bei
modernen Endgeräten ist für diese Funktion eine separate Taste
(R-Taste)
vorgesehen, die diese Unterbrechung mit einer definierten Zeit
ausführt. Hier
wird meist eine Zeitdauer zwischen 200 ms und 800 ms verwendet. Bei
einigen
Tk-Anlagen lässt sich die Erkennungszeit für Hook-Flash einstellen und
somit
auf die verwendeten Endgeräte anpassen. (siehe auch Flash)
IAE
Abkürzung für ISDN-Anschlusseinheit. An
eine IAE
können ein oder zwei ISDN-Telefon(e) angesteckt werden.
Die IAE ist eine Anschlussdose für ein
bzw.
zwei ISDN-Endgeräte, die mit einem so genannten Westernstecker (RJ-45)
an den
ISDN-S0-Bus angeschlossen werden. Im Handel sind verschiedene Typen mit
unterschiedlicher Kontaktierung (4,6,8 Kontakte) verfügbar, die sich in
der
Klemmenbelegung und in der Zahl der tatsächlich beschalteten Kontakte
unterscheiden. Alle Typen sind für die Verwendung mit RJ-45-Steckern
ausgelegt.
Alternativ zur IAE können auch UAE verwendet werden. (siehe UAE)
IEC
Abkürzung für International
Electrotechnical
Commission. Eine der ISO (International Standards Organization)
angegliederte
Organisation zur internationalen Standardisierung elektrotechnischer
Bauteile
und Komponenten. (siehe auch ISO)
Impulswahlverfahren (IWV)
Älteres Wahlverfahren, welches
insbesondere bei Wählscheiben-Telefonen
verwendet wurde. Später kamen dann Tastentelefone auf den Markt, die
auch noch
das alte, herkömmliche Wahlverfahren verwendeten. Heute wird bei
modernen, herkömmlichen
Telefonen das wesentlich schnellere MFV-Verfahren verwendet. (siehe
auch MFV)
Im ISDN spielt das Impulswahlverfahren
nur eine
untergeordnete Rolle. Bei diesem Verfahren wird z. B. die
Wahlinformation eines
Endgerätes durch kurze Unterbrechungen des Schleifenstromes
signalisiert. Je
nach gewählter Ziffer (x) wird der Schleifenstrom entweder einmal (1),
zweimal
(2), dreimal (3) etc. bis zu zehnmal (0) unterbrochen. An einige
ISDN-Tk-Anlagen
lassen sich solche Geräte anschließen. Dadurch wird der zwingende
Austausch
des Endgerätes beim Wechsel von einem Analoganschluss zum
ISDN-Anschluss
vermieden.
Initialisierung
Herstellen eines Grundzustands. Wird z. B.
bei
Endgeräten oder Tk-Anlagen als Funktion verwendet, um einen
Auslieferzustand
(wieder) herzustellen.
Initiierung
Die erste Phase des Verbindungsaufbaus.
Der
A-Teilnehmer meldet z. B. durch Abheben des Hörers den Wunsch, eine
Verbindung
herzustellen.
Intern
In der Telekommunikation werden Anschlüsse
oder
Teilnehmer, die an eine Tk-Anlage angeschlossen sind und über eine
Tk-Anlage
erreicht werden, ohne das öffentliche Telekommunikationsnetz zu
verwenden, als
interne Teilnehmer bezeichnet.
Internverbindung
Verbindung zwischen den Nebenstellen einer
Tk-Anlage, ohne das öffentliche Telekommunikationnetz zu verwenden.
Diese
internen Gespräche, die innerhalb einer Tk-Anlage stattfinden, erzeugen
keine
Verbindungskosten eines Netzbetreibers.
ISDN
Abkürzung für Integrated Services Digital
Network. Digitales Netz, in dem die verschiedenen Kommunikationsdienste
zusammengefasst sind, z. B. Telefonie, Fax Gruppe 2, 3,
Datenübertragung usw.
Im Gegensatz zum herkömmlichen,
analogen
Telefonnetz wird im ISDN eine digitale Übertragung verwendet. Dadurch
lassen
sich verschiedene Dienste in diesem Netz zusammenfassen. Im ISDN werden
zwei
Anschlusstypen unterschieden:
der Basisanschluss (siehe
Basisanschluss) mit 2
Nutzkanälen und den Anschlussarten Mehrgeräteanschluss (siehe
Mehrgeräteanschluss)
und Anlagenanschluss (siehe Anlagenanschluss). Der Anschluss erfolgt
über eine
herkömmliche 2-Draht-Leitung und einen Netzabschluss (NT, siehe auch
NT). An
diesen NT werden die Endgeräte, die Busverdrahtung (siehe BUS) und/oder
eine
Tk-Anlage an den so genannten S0-Bus angeschlossen. Normale
ISDN-Endgeräte sind
für den Mehrgeräteanschluss vorgesehen. Die
Datenübertragungsgeschwindigkeit
beträgt beim Basisanschluss (2 Nutzkanäle + 1 Datenkanal) 192 kbit/s.
der Primärmultiplexanschluss (siehe
Primärmultiplexanschluss), abgekürzt PMxAS, mit 30 Nutzkanälen als
Anlagenanschluss (siehe Anlagenanschluss). Der Anschluss erfolgt über
zwei herkömmliche 2-Draht-Leitungen und einen
Primärmultiplex-Netzabschluss (PMx-NT, siehe auch NT). An diesen NT
wird eine Tk-Anlage an den so genannten S2M-Port angeschaltet. Die
Datenübertragungsrate beträgt beim Primärmultiplexanschluss (30
Nutzkanäle + 1 Datenkanal) 2 Mbit/s.
Jeder Nutzkanal verwendet eine
Übertragungsgeschwindigkeit von 64 kbit/s. Zusätzlich zu den
Nutzkanälen existiert ein so genannter Daten-Kanal (D-Kanal, siehe
D-Kanal), der für die Signalisierungsinformation verwendet wird.
Außerdem werden zusätzliche Synchronisierungsinformationen übertragen.
Beide Anschlusstypen können entweder mit dem Protokoll 1TR6 (nationales
ISDN, siehe auch 1TR6) oder DSS1 (Euro-ISDN, siehe auch DSS1) arbeiten.
Herkömmliche analoge Endgeräte
lassen sich nicht ohne weiteres am ISDN betreiben. Dazu ist entweder
ein a/b-Adapter (siehe a/b-Adapter) oder eine ISDN-Tk-Anlage mit
a/b-Ports (siehe Tk-Anlage, a/b-Port) erforderlich.
ISDN-Dienst
Oberbegriff für die verschiedenen
Anwendungen des ISDN, z. B. Telefonie, Fax der Gruppe 2 und 3,
Bildtelefon, Datenübertragung, Temex usw. (siehe auch Dienst)
ISDN-Endgerät
Gerät, das an einem
ISDN-Kommunikationsnetz oder einer Tk-Anlage mit internem
ISDN-Anschluss (ISDN-Port) betrieben werden kann, z. B. ISDN-Telefon,
ISDN-PC-Karte usw. (siehe auch Endgerät)
ISDN-Kanal
Ein ISDN-Nutzkanal ist ein
Verbindungsweg, vergleichbar mit einer bisherigen analogen
Telefonleitung. Ein ISDN-Basisanschluss bietet zwei ISDN-Nutzkanäle.
Ein ISDN-Kanal ist ein
Verbindungsweg für die Telekommunikation. Ein ISDN-Basisanschluss
stellt z. B. zwei B-Kanäle mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von
jeweils 64 kbit/s als Nutzkanäle und einen D-Kanal (Daten-Kanal) mit
einer Übertragungsgeschwindigkeit von 16 kbit/s als Steuerkanal zur
Verfügung. Die beiden B-Kanäle eines Basisanschlusses sind voneinander
unabhängig und ermöglichen daher auch zwei getrennte und ggf.
unterschiedlich genutzte Verbindungen zur gleichen Zeit. Der D-Kanal
wird von den Endgeräten und der Vermittlungsstelle zur Übertragung der
Signalisierungsinformation für beide B-Kanäle gemeinsam genutzt. Die
Signalisierungsinformation enthält daher Daten, auf welchen B-Kanal
sich die Information bezieht. Die D-Kanal-Daten werden zusätzlich mit
Sicherungsinformationen versehen, um eine fehlererkennbare Übertragung
zu ermöglichen. Die B-Kanal-Daten werden ungesichert übertragen.
ISDN-PC-Karte
Eine ISDN-PC-Karte wird in einen PC
eingesteckt, um eine Verbindung zum ISDN zu erreichen. Durch diese
Erweiterung wird dann z. B. die ISDN-Datenübertragung mit dem PC
möglich.
Die ISDN-PC-Karte ist ein Endgerät
in Form einer im PC eingebauten Steckkarte. Damit wird z. B. eine
Datenübertragung vom PC aus mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von
64 kbit/s bei Nutzung eines B-Kanals oder von 128 kbit/s bei Nutzung
von zwei B-Kanälen durch Kanalbündelung (siehe Kanalbündelung) möglich.
Die Sicherung der Informationsübertragung erfolgt durch entsprechende
Sicherungsverfahren der PC-Karte.
ISDN-PC-Box
Eine ISDN-PC-Box ermöglicht zusammen
mit einem PC die Datenübertragung im ISDN.
Die ISDN-PC-Box ist ein
eigenständiges Endgerät für den Anschluss eines PCs an das ISDN. Sie
wird meist über die serielle V.24- oder USB-Schnittstelle (siehe USB)
angeschlossen und erfüllt dann den gleichen Zweck wie eine
ISDN-PC-Karte (siehe ISDN-PC-Karte). Eine ISDN-PC-Box wird z. B. in
Verbindung mit Laptops eingesetzt, bei denen der Einbau einer
Steckkarte nicht möglich ist.
ISO
Abkürzung für International Standards
Organisation. Dachorganisation für internationale Normungsfragen mit
über 200 Fachausschüssen, getragen und finanziert durch die
angeschlossenen nationalen Standardisierungsgremien (z. B. DIN,
Deutsches Institut für Normung). Aktivitäten im Bereich der
elektrotechnischen Normung sind an die IEC (International
Electrotechnical Commission) delegiert. (siehe auch IEC)
IWV
Abkürzung für Impulswahlverfahren.
Älteres Wahlverfahren, welches insbesondere bei Wählscheiben-Telefonen
verwendet wurde. Später kamen dann Tastentelefone auf den Markt, die
auch noch das alte, herkömmliche Wahlverfahren verwendeten. Heute wird
bei modernen, herkömmlichen Telefonen das wesentlich schnellere
MFV-Verfahren verwendet. (siehe auch MFV)
Im ISDN spielt das
Impulswahlverfahren nur eine untergeordnete Rolle. Bei diesem Verfahren
wird z. B. die Wahlinformation eines Endgerätes durch kurze
Unterbrechungen des Schleifenstromes signalisiert. Je nach gewählter
Ziffer (x) wird der Schleifenstrom entweder einmal (1), zweimal (2),
dreimal (3) etc. bis zu zehnmal (0) unterbrochen. An einige
ISDN-Tk-Anlagen lassen sich solche Geräte anschließen. Dadurch wird der
zwingende Austausch des Endgerätes beim Wechsel von einem
Analoganschluss zum ISDN-Anschluss vermieden.
Kanal
Ein Kanal ist ein Verbindungsweg,
vergleichbar mit einer bisherigen analogen Telefonleitung. Ein
ISDN-Basisanschluss bietet z. B. zwei ISDN-Nutzkanäle, so dass
gleichzeitig zwei unabhängige Gespräche geführt werden können.
In der Übertragungstechnik ist ein
Kanal eine bestehende Punkt-zu-Punkt-Verbindung zur Übertragung von
Signalen. Dabei wird zwischen Nutzkanälen (siehe auch B-Kanal) zur
Übertragung der Nutzdaten (Sprache, Daten) und Signalisierungskanälen
(siehe auch D-Kanal) zur Übertragung von Signalisierungsdaten
unterschieden.
Kanalbündelung
Durch die Bündelung von Kanälen
erreicht man eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit und damit kürzere
Zeiten z. B. bei einer Datenübertragung.
Unter Kanalbündelung versteht man
die Zusammenfassung mehrerer B-Kanäle (siehe auch B-Kanal) eines
ISDN-Anschlusses (siehe auch Multirate ISDN), um ein Mehrfaches von 64
kbit/s als Übertragungsrate zu erhalten. Bei einem Basisanschluss mit
zwei B-Kanälen kann man damit 128 kbit/s realisieren. Durch die
Kanalbündelung entstehen aber auch höhere Verbindungsgebühren, da
gleichzeitig mehrere B-Kanäle genutzt werden.
kbit
Abkürzung für Kilobit (siehe Bit).
Maßeinheit für Informationsmenge. Ein kbit (kurz: kb) entspricht 1024
Bit. Da ein Byte 8 Bit enthält gilt: 1 kBit = 128 Byte.
kByte
Abkürzung für Kilobyte (siehe Byte).
Maßeinheit für Informationsmenge. Ein kByte (kurz: kB) entspricht 1024
Byte. Da ein Byte 8 Bit enthält gilt: 1 kByte = 8192 Bit.
Konferenzverbindung
Bei einer Konferenzverbindung können
mehrere Anschlüsse/Teilnehmer gleichzeitig miteinander kommunizieren.
Um eine Konferenz einleiten zu
können, müssen das einleitende Endgerät und das Kommunikationsnetz
dieses Leistungsmerkmal unterstützen. Konferenzen werden auch als 3PTY
(Three Party Service, Dreierkonferenz, siehe 3PTY) oder als CONF
(Conference call, Zehnerkonferenz, siehe CONF) abgekürzt.
Konfiguration
Eine Kombination aus Endgeräten und
deren Einstellung bzw. Programmierung, z. B. eine Tk-Anlage mit
Telefonen. In Verbindung mit einer Tk-Anlage wird der Begriff
Konfiguration häufig auch allein für die Programmierung der Tk-Anlage
verwendet. Man spricht also von unterschiedlichen Konfigurationen für
Tag- und Nachtbetrieb. In diesen Konfigurationen (Programmierungen)
kann sich dann z. B. die Amtberechtigung, die Rufverteilung etc.
unterscheiden.
Kurzwahlnummer, Kurzwahl
Um das Wählen häufig benutzter
Rufnummern zu vereinfachen, werden diese in einem Kurzwahlspeicher des
Endgerätes oder der Tk-Anlage abgelegt und mit einer (kurzen) Nummer
versehen. Statt der kompletten Rufnummer (z. B. (0 53 06) 92 00-0) wird
jetzt nur die (kurze) Kurzwahlnummer (z. B. 123) gewählt.
Einige Endgeräte und Tk-Anlagen
ermöglichen auch die so genannte Nachwahl von Ziffern. Dabei wird
zunächst die Rufnummer (z. B. (0 53 06) 92 00) aus dem Kurzwahlspeicher
durch Wahl der Kurzwahlnummer (z. B. 123) gewählt und danach die
gewünschten Ziffern (z. B. 700) ergänzt. So lässt sich z. B. die
Rufnummer eines Geschäftspartners als Basisrufnummer (siehe
Basisanschluss) speichern und die Durchwahlnummer je nach Bedarf
nachwählen. Im o. g. Beispiel wird insgesamt die Rufnummer (0 53 06) 92
00-700 gewählt. Bei Verwendung einer Tk-Anlage kann der
Kurzwahlnummernvorrat von allen oder bestimmten Teilnehmern an dieser
Tk-Anlage genutzt werden. Durch die zentrale Pflege ergibt sich z. B.
bei Änderungen nur ein kleiner Änderungsaufwand. Moderne Tk-Anlagen
lassen außerdem die Pflege der Kurzwahlnummern per PC-Programm zu.
Damit ergibt sich außerdem die Möglichkeit, eine entsprechend sortierte
Liste der Kurzwahlnummern zu drucken. In Verbindung mit Tk-Anlagen kann
außerdem zwischen dem allgemeinen Kurzwahlspeicher und
teilnehmerbezogenen (privaten) Kurzwahlspeichern unterschieden werden.
Least Cost Routing (LCR)
Least Cost Routing, abgekürzt LCR
beschreibt ein Verfahren zur automatischen Auswahl der
kostengünstigsten Verbindung, nachdem die Rufnummer gewählt wurde.
In der Regel wertet ein Gerät oder
eine Software (z. B. in einer Tk-Anlage oder auf einem PC) die gewählte
Rufnummer bzw. Teile der gewählten Rufnummer (Vorwahl) aus. Die
Rufnummer wird zunächst noch nicht an das Telefonnetz übertragen.
Danach errechnet das System anhand der gespeicherten Tarifdaten der
verschiedenen Netzanbieter die jeweils günstigste Verbindung. Der
ursprünglich gewählten Rufnummer wird dann automatisch eine
Zugangsnummer eines Netzbetreibers vorangestellt und an das
Telekommunikationsnetz übertragen. Besonders günstig arbeitet LCR in
Tk-Anlagen, weil dann kein ständiger Betrieb eines angeschlossenen PCs
erforderlich ist. Einige Tk-Anlagen lassen es zu, dass der Benutzer in
die Daten des LCR selber eingreift und damit z. B. auswählt, welche
Netzbetreiber (z. B. alle ohne Mindestverträge) berücksichtigt werden
sollen.
Leistungsmerkmal
Als Leistungsmerkmal werden meist
besondere Funktionen von Geräten (Telefone etc.) und Netzen (z. B.
Telefonnetz) bezeichnet.
Funktionen von Endgeräten und
Tk-Anlagen und die Leistungen eines Kommunikationsnetzes, die über die
reine Kommunikation hinausgehen, werden als Leistungsmerkmal
bezeichnet. Meist handelt es sich dabei um einen zusätzlichen Komfort
(Komfort-Leistungsmerkmal) oder um zusätzliche Möglichkeiten wie
Anklopfen, Makeln oder Rückruf bei Besetzt. Mit Endgeräten und
Tk-Anlagen, die unmittelbar an das ISDN angeschlossen sind, können
diese Leistungsmerkmale nur genutzt werden, wenn sie von den Geräten
und dem Netz unterstützt werden. Bei einigen Leistungsmerkmalen des
Kommunikationsnetzes ist zur Nutzung vorher eine gesonderte Beantragung
oder Freischaltung beim Netzbetreiber notwendig.
LLC
Abkürzung für Low Layer Capability.
Ergänzung zur Dienstekennung (BC, Bearer Capability) im ISDN. Dadurch
wird eine noch genauere Unterscheidung der einzelnen Dienste möglich.
Ist die Dienstekennung, die
zusätzlich zur BC- und HLC-Kennung (siehe auch BC, HLC) vom Endgerät
gesendet werden kann, um einen Basisdienst genauer zu beschreiben, z.
B. Telefonie oder Fax Gruppe 2/3. Diese Kennung ist optional und muss
somit nicht angegeben werden. (siehe auch Dienstekennung)
LT
Abkürzung für Line Termination,
Leitungsabschluss (siehe auch Abschlusswiderstände).
Ein ISDN-S0-Bus muss an jedem Ende
mit jeweils zwei 100-Ohm-Widerständen abgeschlossen werden, um
Reflektionen zu vermeiden. Abgeschlossen werden die Sendeleitung vom
NTBA zum TE (a1/b1) und die Empfangsleitung vom NTBA zum TE (a2/b2). Im
NTBA befinden sich normalerweise schaltbare Abschlusswiderstände. In
die Anschlussenddosen (IAE, siehe auch IAE) müssen diese Widerstände
vom Installateur eingebaut werden, wenn in der IAE keine schaltbaren
Abschlusswiderstände vorhanden sind.
Mailbox
Wörtlich übersetzt "Briefkasten". Eine
solche (Sprach-) Mailbox ist z. B. die T-Net-Box der deutschen Telekom.
Hier können Sprachnachrichten für einen Teilnehmer hinterlassen werden
(Anrufbeantworter-Funktion).
Die Nachrichten der T-Net-Box
werden elektronisch in der Vermittlungsstelle und nicht auf dem
heimischen Anrufbeantworter gespeichert. Von dort können die
Nachrichten jederzeit per Telefon abgerufen werden. (siehe auch
Voicemail) Eine andere Bedeutung hat die Mailbox in der
Datenkommunikation. Hier werden auf einem Server elektronische
Textnachrichten gespeichert, die mit einem PC und der entsprechenden
Software abgerufen werden. Sprache und Daten können in diese
Nachrichten eingebunden werden.
Makeln
Bezeichnung für das Wechseln zwischen
zwei bestehenden Telefonverbindungen. Dabei kann ein Teilnehmer mit
zwei anderen Teilnehmern abwechselnd sprechen und zwischen ihnen hin-
und herschalten.
Bei Makeln ist der jeweils wartende
Teilnehmer im Gegensatz zur Dreierkonferenz vom zweiten, aktiven
Gespräch ausgeschlossen (siehe auch 3PTY, Dreierkonferenz). Während ein
Teilnehmer wartet (das Gespräch findet gerade zwischen den anderen
beiden Teilnehmern statt) hört er eine Ansage der Vermittlungsstelle
"Ihre Verbindung wird gehalten". Wird das Makeln mit einer Tk-Anlage
ausgeführt, so kann der Wartende die Wartemusik (siehe auch Wartemusik,
Music on Hold) hören.
MByte
Abkürzung für Megabyte. Maßeinheit für
Informationsmenge. Ein MByte (kurz: MB) entspricht 1 024 * 1 024 Byte =
1 024 kByte = 1 048 576 Byte (siehe Byte).
MCID
Abkürzung für Malicious Call
Identification (Fangen böswilliger Anrufer). Mit diesem
Leistungsmerkmal kann die Rufnummer eines belästigenden Anrufers
ermittelt werden.
Um einen böswilligen Anrufer fangen
zu können, muss das Endgerät bzw. die Tk-Anlage dieses Merkmal
unterstützen, und beim Netzbetreiber muss dieser kostenpflichtige
Service vorher beauftragt werden. Die Kosten sind dabei von der Dauer
der geplanten Nutzung abhängig. Das Fangen böswilliger Anrufer
funktioniert auch, wenn der Anrufer seine Rufnummer unterdrückt, da die
Zuordnung und das Fangen in der Vermittlungsstelle erfolgt.
Mehrfachrufnummer (MSN)
Im Euro-ISDN können einem
Mehrgeräteanschluss bis zu zehn Mehrfachrufnummern, abgekürzt MSN
(Multi Subscriber Number), zugeordnet werden. Unter diesen Rufnummern
sind dann ggf. verschiedene Geräte (Telefone, Faxgerät, PC etc.)
erreichbar.
Beim so genannten Einfachanschluss
wird kostenlos eine Mehrfachrufnummer (MSN) erteilt. Bei Beantragung
eines Standard- oder Komfortanschlusses sind bereits drei
Mehrfachrufnummern enthalten. Weitere Mehrfachrufnummern (insgesamt z.
Zt. bis zu 10 Stück) können auf Anfrage vom Netzbetreiber
bereitgestellt werden. Als Mehrfachrufnummer wird die Nummer
bezeichnet, die von einem Anrufer ohne ggf. erforderliche Vorwahlnummer
gewählt wird. Damit wird der betreffende ISDN-Anschluss erreicht.
Welches Endgerät an diesem ISDN-Anschluss erreicht wird, ist in der
Programmierung der Endgeräte oder einer ggf. angeschlossenen Tk-Anlage
festgelegt. Eine MSN kann auch mehreren Endgeräten zugeordnet sein. In
diesem Fall werden bei einem Ruf für diese MSN mehrere Endgeräte
gerufen. ISDN-Telefone verfügen meist über die Möglichkeit zum
Eintragen von drei MSN, auf die sie dann reagieren (klingeln).
Tk-Anlagen können bis zu 10 MSN verwalten und diese Rufe z. B. beliebig
auf die angeschlossenen Endgeräte verteilen. (siehe auch Rufverteilung)
Mehrfrequenzverfahren (MFV)
Das Mehrfrequenzverfahren wird auch
Tonwahl oder DTMF (Dual Tone Multi Frequency) genannt. Moderne,
herkömmliche (analoge) Telefone setzen dieses Verfahren z. B. zur
Übertragung der Rufnummer ein.
Zum Senden der Rufnummer vom
Endgerät zur Tk-Anlage oder zur Vermittlungsstelle des Netzbetreibers
sendet das Endgerät eine Sequenz von Frequenzen (Tönen). Jede Ziffer
wird dabei durch eine eigene Mischfrequenz, die sich aus zwei
überlagerten Einzelfrequenzen zusammensetzt, repräsentiert. Das
Mehrfrequenzverfahren wird auch zur Steuerung von Diensten in der
Vermittlungsstelle angewandt. Dabei stehen nicht nur die zehn Ziffern 0
bis 9 sondern auch Sonderzeichen wie "Stern" und "Raute" zur Verfügung.
In Sonderfällen sind auch die Zusatzzeichen "A", "B", "C" und "D"
verfügbar. Telefone, die mit dem Mehrfrequenzverfahren arbeiten,
verfügen zur Signalisierung normalerweise auch über eine so genannte
"Flash-Taste" (R-Taste), die eine kurze Schleifenstromunterbrechung
erzeugt. (siehe auch Flash).
Mehrgeräteanschluss (PTMP)
Basisanschluss für den Betrieb von bis
zu acht ISDN-Endgeräten (ISDN-Telefone etc.) an einem S0-Bus. Diese
Anschlussart wird auch als Punkt-zu-Mehrpunkt-Anschluss (PTMP,
Point-to-Multipoint) bezeichnet.
Am Mehrgeräteanschluss können
sowohl ISDN-Telefone, ISDN-PC-Karten oder ISDN-Tk-Anlagen betrieben
werden. Es werden zehn Mehrfachrufnummern ( siehe Mehrfachrufnummer,
MSN) bereitgestellt (siehe auch Basisanschluss und S0-Bus). Dem
Anwender stehen 2 B-Kanäle (siehe B-Kanal) und ein Daten-Kanal (siehe
D-Kanal) zur Signalisierung zur Verfügung. Beim
ISDN-Mehrgeräteanschluss gibt es zwei Sendeleitungen und zwei
Empfangsleitungen die vom NT aus an bis zu 12 Anschlussdosen am Bus
(siehe S0-Bus) führen. Hier dürfen bis zu acht Endgeräte angesteckt
sein. Bis zu vier dieser Endgeräte (z. B. Telefone) können dabei vom NT
versorgt werden. Die restlichen Endgeräte (z. B. PC-Karten, Tk-Anlagen)
müssen über eine unabhängige Stromversorgung verfügen. Als Besonderheit
kann eines der Telefone auf Notbetrieb eingestellt sein. Wenn die
Netzspannungsversorgung des NT ausfällt, kann mit diesem einen Telefon
weiterhin telefoniert werden. (siehe ISDN)
MFV
Abkürzung für Mehrfrequenzverfahren,
auch DTMF (Dual Tone Multi Frequency) oder Tonwahl genannt. Moderne
herkömmliche Telefone setzen dieses Verfahren z. B. zur Übertragung der
Rufnummer ein.
Zum Senden der Rufnummer vom
Endgerät zur Tk-Anlage oder zur Vermittlungsstelle des Netzbetreibers
sendet das Endgerät eine Sequenz von Frequenzen (Tönen). Jede Ziffer
wird dabei durch eine eigene Mischfrequenz, die sich aus zwei
überlagerten Einzelfrequenzen zusammensetzt, repräsentiert. Das
Mehrfrequenzverfahren wird auch zur Steuerung von Diensten in der
Vermittlungsstelle angewandt. Dabei stehen nicht nur die zehn Ziffern 0
bis 9 sondern auch Sonderzeichen wie "Stern" und "Raute" zur Verfügung.
In Sonderfällen sind auch die Zusatzzeichen "A", "B", "C" und "D"
verfügbar. Telefone, die mit dem Mehrfrequenzverfahren arbeiten,
verfügen zur Signalisierung normalerweise auch über eine so genannte
"Flash-Taste" (R-Taste), die eine kurze Schleifenstromunterbrechung
erzeugt. (siehe auch Flash)
MFV-Telefon
Abkürzung für
Mehrfrequenzverfahren-Telefon. Ein analoges Telefon, das z. B. zum
Senden der Rufnummer mit dem Mehrfrequenzverfahren, auch DTMF (Dual
Tone Multi Frequency) oder Tonwahl genannt, arbeitet.
Mit solchen Telefonen erfolgt die
Wahl einer Rufnummer schneller als mit dem Impulswahlverfahren (siehe
Impulswahlverfahren). Außerdem ist die Fernsteuerung (Fernabfrage) von
Geräten, z. B. Anrufbeantworter, Tk-Anlagen etc., mit solchen Telefonen
ohne Zusatzgeräte (MFV-Geber) möglich. Die Telefone verfügen
normalerweise über eine Zifferntastatur mit den Sondertasten "Stern"
und "Raute". Zur Signalisierung ist meist auch eine so genannte
"Flash-Taste" (R-Taste), die eine kurze Schleifenstromunterbrechung
erzeugt, (siehe auch Flash) vorhanden.
Modem
Abkürzung für Modulator &
Demodulator. Ein Gerät, das digitale Informationen des Computers in
analoge Signale (Töne) umwandelt und umgekehrt. Nur so können Daten
über das analoge Telekommunikationsnetz übermittelt werden.
Ein Modem kann in Verbindung mit
einem a/b-Wandler (siehe a/b-Adapter) oder einer Tk-Anlage mit analogen
Ports im ISDN wiederverwendet werden. Die Information wird dann als
Sprachdienst digitalisiert im B-Kanal (siehe B-Kanal) übertragen. Damit
lässt sich allerdings nicht die volle Übertragungsgeschwindigkeit von
ISDN-PC-Karten erreichen.
MSN
Abkürzung für Multiple Subscriber
Number (Mehrfachrufnummer). Im Euro-ISDN können einem
Mehrgeräteanschluss bis zu zehn Mehrfachrufnummern, abgekürzt MSN
(Multi Subscriber Number), zugeordnet werden. Unter diesen Rufnummern
sind dann ggf. verschiedene Geräte (Telefone, Faxgerät, PC etc.)
erreichbar.
Beim so genannten Einfachanschluss
wird kostenlos eine MSN erteilt. Bei Beantragung eines Standard- oder
Komfortanschlusses sind bereits drei MSN enthalten. Weitere MSN
(insgesamt z. Zt. bis zu 10 Stück) können auf Anfrage vom Netzbetreiber
bereitgestellt werden. Als MSN wird die Nummer bezeichnet, die von
einem Anrufer ohne ggf. erforderliche Vorwahlnummer gewählt wird. Damit
wird der betreffende ISDN-Anschluss erreicht. Welches Endgerät an
diesem ISDN-Anschluss erreicht wird, ist in der Programmierung der
Endgeräte oder einer ggf. angeschlossenen Tk-Anlage festgelegt. Eine
MSN kann auch mehreren Endgeräten zugeordnet sein. In diesem Fall
werden bei einem Ruf für diese MSN mehrere Endgeräte gerufen.
ISDN-Telefone verfügen meist über die Möglichkeit zum Eintragen von
drei MSN, auf die sie dann reagieren (klingeln). Tk-Anlagen können bis
zu 10 MSN verwalten und diese Rufe z. B. beliebig auf die
angeschlossenen Endgeräte verteilen. (siehe auch Rufverteilung)
Multirate ISDN
Zusammenfassung mehrerer B-Kanäle
eines ISDN-Anschlusses. Durch diese Bündelung von Kanälen erreicht man
eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit und damit kürzere Zeiten z. B.
bei einer Datenübertragung.
Mit Multirate ISDN wird durch die
Zusammenfassung mehrerer B-Kanäle (siehe auch B-Kanal) eines
ISDN-Anschlusses (siehe auch Kanalbündelung), ein Mehrfaches von 64
kbit/s als Übertragungsrate erreicht. Bei einem Basisanschluss mit zwei
B-Kanälen kann man damit 128 kbit/s realisieren. Durch diese Methode
entstehen aber auch höherer Verbindungsgebühren, da gleichzeitig
mehrere B-Kanäle genutzt werden. Für größere Datenmengen, wie sie z. B.
bei der Übertragung von Echtzeit-Videos auftreten, können auch bis zu
30 B-Kanäle gebündelt werden.
Music on hold
Eine Melodie oder auch ein Ansagetext,
die/den der wartende Teilnehmer hört, wenn eine Verbindung innerhalb
einer Tk-Anlage gehalten oder weitervermittelt wird.
Diese Wartemusik wird z. B. von
einer Telefonanlage elektronisch erzeugt oder von einem externen Gerät,
das mit der Tk-Anlage verbunden ist, bereitgestellt. Der Anwender kann
somit beliebige Wartemusik inkl. Ansagen etc. verwenden. Dabei ist zu
beachten, dass die Nutzung nicht eigener Musik eventuell eine
Abgabepflicht an die GEMA bedeutet. Music on hold wird auch als
"Wartemusik" bezeichnet.
Nationales ISDN
Bezeichnung für das (alte) nationale
ISDN der Bundesrepublik Deutschland. Auch als 1TR6 bezeichnet.
Das nationale ISDN unterscheidet
sich in einigen Punkten vom Euro-ISDN mit dem Protokoll DSS1. Es gibt
den Mehrgeräte-, Anlagen- und Primärmultiplexanschluss. Beim Protokoll
1TR6 werden statt der Mehrfachrufnummern so genannte
Endgeräteauswahlziffern (EAZ) von 0 bis 9 verwendet. Die EAZ 0 ist
dabei für das Ansprechen aller 1TR6-Endgeräte am Bus vorgesehen,
während die EAZ 1 bis 9 frei für unterschiedliche Endgeräte vergebbar
sind. Zur Unterscheidung zwischen den Protokollen 1TR6 und DSS1 werden
im D-Kanal-Protokoll unterschiedliche Protokolldiskriminatoren
verwendet. Endgeräte und Tk-Anlagen, deren Software mit dem Protokoll
1TR6 arbeitet, lassen sich meist nicht zu vertretbaren Kosten auf DSS1
umstellen. Das nationale ISDN 1TR6 wird von der Deutschen Telekom auf
besonderen Kundenwunsch als Universalanschluss angeboten und noch bis
zum 31. Dezember 2005 betrieben.
Nebenstelle
Ein an einer Tk-Anlage angeschlossenes
Endgerät. Es kann sich dabei z. B. um ein Telefon, einen
Anrufbeantworter, ein Faxgerät, ein Modem, eine PC-Karte etc. handeln.
Die Bezeichnung Nebenstelle gilt sowohl für analoge Endgeräte als auch
für ISDN-Endgeräte.
Nebenstellenanlage
Eine Nebenstellenanlage wird häufig im
Sprachgebrauch auch als Telefonanlage bezeichnet. Normalerweise gibt es
bei Nebenstellenanlagen die Möglichkeit, angeschlossene Telefone etc.
mit dem öffentlichen Telefonnetz zu verbinden. Weniger gebräuchliche
Haustelefonanlagen können nur Gespräche innerhalb des Hauses herstellen.
Nebenstellenanlagen sind private
Telefon-Vermittlungsanlagen (Tk-Anlagen, Telekommunikationsanlagen),
die daran angeschlossene Nebenstellen mit dem öffentlichen Telefonnetz
verbinden. Sie ermöglichen die Kommunikation der Nebenstellen
untereinander und der Nebenstellen mit dem öffentlichen Telefonnetz.
Bei Nebenstellenanlagen wird zwischen Amtanschlüssen (amtseitige Ports)
und internen Anschlüsssen (internen Ports) unterschieden. Zum Betrieb
im ISDN müssen die amtseitigen Ports der Tk-Anlage als ISDN-Ports
ausgeführt sein. Interne Ports können sowohl ISDN-Ports (zum Anschluss
von ISDN-Endgeräten, z. B. Telefonen) oder analoge Ports (zum Anschluss
von anlogen Endgeräten, z. B. Telefonen, Anrufbeantworter, Faxgeräten
etc.) sein. Die Rufverteilung (siehe Rufverteilung) wird normalerweise
ausschließlich über die Tk-Anlage erreicht. Dazu können
unterschiedliche Programmierungen oder Konfigurationen (siehe
Konfiguration) verwendet werden. Kommunikationsverbindungen innerhalb
der Tk-Anlage (zwischen den Nebenstellen) sind kostenfrei, da kein
Dienst eines öffentlichen Netzes benötigt wird.
Netzabschlussgerät
Bildet den Übergabepunkt des
öffentlichen Netzes im ISDN. Der normalerweise gebräuchliche Ausdruck
ist NT oder NTBA (siehe auch NT). An das Netzabschlussgerät werden die
ISDN-Telefone, ISDN-PC-Karten, ISDN-Tk-Anlagen etc. angeschlossen
(angesteckt). Das Netzabschlussgerät ist normalerweise Eigentum des
Netzbetreibers.
NT
Abkürzung für Network Termination
(Netzabschlussgerät). Bildet den Übergabepunkt des öffentlichen Netzes
im ISDN. An den NT werden die ISDN-Telefone, ISDN-PC-Karten,
ISDN-Tk-Anlagen etc. angeschlossen (angesteckt). Der NT ist
normalerweise Eigentum des Netzbetreibers.
Der Anschluss zum öffentlichen Netz
erfolgt zweiadrig. Dabei kann z. B. eine bisher analog genutzte
Telefonleitung verwendet werden. An den NT können direkt nur
ISDN-Endgeräte (ISDN-Telefone, ISDN-Tk-Anlagen etc.) oder auch ein Bus
(siehe Bus) angeschlossen werden. Dabei sind die Anschlussmöglichkeiten
auch von der Anschlussart Mehrgeräteanschluss (siehe
Mehrgeräteanschluss), Anlagenanschluss (siehe Anlagenanschluss) oder
Primärmultiplexanschluss (siehe Primärmultiplexanschluss) abhängig. Der
NT ermöglicht z. B. beim Mehrgeräteanschluss den Betrieb eines
S0-Busses mit bis zu 8 Endgeräten (ISDN-Tk-Anlage, ISDN-Telefon usw.).
Beim Anlagenanschluss wird in der Regel eine ISDN-Tk-Anlage
angeschlossen, beim Primärmultiplexanschluss ist nur eine Tk-Anlage zum
Anschluss geeignet. Wird das Netzabschlussgerät mit einem Bus
verbunden, so ist auf die korrekte Verdrahtung und den Einsatz von
Abschlusswiderständen (siehe Abschlusswiderstände) zu achten. Der NT
kann von dem jeweiligen Netzbetreiber nach der Beantragung des
ISDN-Anschlusses montiert werden. Außerdem existiert am Markt auch der
NT zur Selbstmontage. Dieser kann verwendet werden, wenn ein bereits
vorhandener analoger Telefonanschluss in einen ISDN-Anschluss
umgewandelt werden soll. Der Kunde erhält von dem Netzbetreiber einen
NT, der über eine TAE-Steckverbindung mit der bereits vorhandenen
TAE-Dose (ehemaliger analoger Anschluss an das öffentliche Telefonnetz)
verbunden wird. Dadurch wird der Anschluss an das öffentliche
Telefonnetz hergestellt. Der Kunde spart so ggf. Installationskosten.
NTBA
Abkürzung für Network Termination (of)
Basic Access. Netzabschlussgerät und Übergabepunkt des öffentlichen
Netzes im ISDN. Wird häufig auch einfach als NT bezeichnet. An den NTBA
werden die ISDN-Telefone, ISDN-PC-Karten, ISDN-Tk-Anlagen etc.
angeschlossen (angesteckt). Der NTBA ist normalerweise Eigentum des
Netzbetreibers.
Der Anschluss zum öffentlichen Netz
erfolgt zweiadrig. Dabei kann z. B. eine bisher analog genutzte
Telefonleitung verwendet werden. An den NTBA können direkt nur
ISDN-Endgeräte (ISDN-Telefone, ISDN-Tk-Anlagen etc.) oder auch ein Bus
(siehe Bus) angeschlossen werden. Dabei sind die Anschlussmöglichkeiten
auch von der Anschlussart Mehrgeräteanschluss (siehe
Mehrgeräteanschluss), Anlagenanschluss (siehe Anlagenanschluss) oder
Primärmultiplexanschluss (siehe Primärmultiplexanschluss) abhängig. Der
NTBA ermöglicht z. B. beim Mehrgeräteanschluss den Betrieb eines
S0-Busses mit bis zu 8 Endgeräten (ISDN-Tk-Anlage, ISDN-Telefon usw.).
Beim Anlagenanschluss wird in der Regel eine ISDN-Tk-Anlage
angeschlossen, beim Primärmultiplexanschluss ist nur eine Tk-Anlage zum
Anschluss geeignet. Wird das Netzabschlussgerät mit einem Bus
verbunden, so ist auf die korrekte Verdrahtung und den Einsatz von
Abschlusswiderständen (siehe Abschlusswiderstände) zu achten. Der NTBA
kann von dem jeweiligen Netzbetreiber nach der Beantragung des
ISDN-Anschlusses montiert werden. Außerdem existiert am Markt auch der
NTBA zur Selbstmontage. Dieser kann verwendet werden, wenn ein bereits
vorhandener analoger Telefonanschluss in einen ISDN-Anschluss
umgewandelt werden soll. Der Kunde erhält von dem Netzbetreiber einen
NTBA, der über eine TAE-Steckverbindung mit der bereits vorhandenen
TAE-Dose (ehemaliger analoger Anschluss an das öffentliche Telefonnetz)
verbunden wird. Dadurch wird der Anschluss an das öffentliche
Telefonnetz hergestellt. Der Kunde spart so ggf. Installationskosten.
NTBIBA
Abkürzung für Network Termination
Bilingual Basic Access (bilingualer NT). Der NTBIBA wurde als
Netzabschlussgerät in der Übergangszeit zwischen nationalem ISDN (1TR6)
und dem Euro-ISDN (DSS1) verwendet.
Der NTBIBA ist ein
Netzabschlussgerät (siehe NT) im ISDN, das beim Mehrgeräte- und
Anlagenanschluss während der Übergangszeit zwischen den Protokollen
1TR6 (siehe 1TR6) und DSS1 (siehe DSS1) eingesetzt wurde. Der NTBIBA
ermöglicht z. B. beim Mehrgeräteanschluss den Betrieb eines S0-Busses
mit bis zu 8 Endgeräten (ISDN-Tk-Anlage, ISDN-Telefon usw.). Beim
Anlagenanschluss wird in der Regel eine ISDN-Tk-Anlage angeschlossen.
Der NTBIBA unterstützt ñ im Vergleich zum NTBA ñ die D-Kanal-Protokolle
1TR6 (nationales ISDN) und DSS1 (Euro-ISDN).
Nutzkanal
Übertragungskanal eines
ISDN-Anschlusses (auch B-Kanal genannt) mit einer
Übertragungsgeschwindigkeit von 64 kbit/s (Euro-ISDN). Vergleichbar mit
einer Telefonleitung im herkömmlichen analogen Telekommunikationsnetz.
Die Nutzkanäle sind die
eigentlichen Kommunikationswege im ISDN. Jeder Basisanschluss
(Mehrgeräte- und Anlagenanschluss) stellt 2 Nutzkanäle (B-Kanäle) und
ein Primärmultiplexanschluss 30 Nutzkanäle (B-Kanäle) zur Verfügung
(siehe auch ISDN). Bei Telefongesprächen wird die Sprache digitalisiert
und als Datenstrom im Nutzkanal übertragen. Bei Nutzung zur
Datenübertragung werden die digitalen Daten z. B. eines PCs im
Datenstrom übermittelt. Die Informationsübertragung im Nutzkanal
erfolgt im ISDN ungesichert. Zur Datenübertragung müssen daher
Sicherungsverfahren zur fehlerfreien Übertragung verwendet werden.
Off-Hook
Englische Bezeichnung für das Abheben
des Hörers vom Telefonapparat zum Beginn einer Sprechverbindung.
On-Hook
Englische Bezeichnung für das Auflegen
des Hörers auf die Gabel des Telefonapparates zum Beenden einer
Sprechverbindung.
ONKz
Abkürzung für Ortsnetzkennzahl. Dient
in der Fernvermittlung der eindeutigen Identifizierung von Ortsnetzen,
damit diese von anderen Ortsnetzen erreicht werden können. Wird in der
Umgangssprache oft auch als "Vorwahl" bezeichnet.
Ortskennzahl
Dient in der Fernvermittlung der
eindeutigen Identifizierung von Ortsnetzen, damit diese von anderen
Ortsnetzen erreicht werden können. Wird in der Umgangssprache oft auch
als "Vorwahl" bezeichnet.
Ortsnetz
Das Ortsnetz umfasst alle Teilnehmer,
Vermittlungseinrichtungen und Verbindungsleitungen in dem Bereich, in
dem eine Verbindung zwischen den Teilnehmern ohne Wahl einer
Ortsnetzkennzahl (Umgangssprache: "Vorwahl") hergestellt werden kann.
Ortsvermittlungsstelle
Wird auch Endvermittlungsstelle
genannt (siehe auch EVSt, TVSt). Lokaler Knotenpunkt im öffentlichen
Telekommunikationsnetz, an dem Endteilnehmer direkt angeschlossen sind.
Ortsvermittlungsstellen können Anschlüsse für analoge Teilnehmer und
ISDN-Teilnehmer bereitstellen.
OVSt
Abkürzung für Ortsvermittlungsstelle
oder Endvermittlungsstelle (siehe auch EVSt, TVSt). Lokaler Knotenpunkt
im öffentlichen Telekommunikationsnetz, an dem Endteilnehmer direkt
angeschlossen sind. OVSt können Anschlüsse für analoge Teilnehmer und
ISDN-Teilnehmer bereitstellen.
Parken (TP)
Nach dem Parken eines Gesprächs im
ISDN, kann das Telefon aus der Anschlussdose gezogen werden. Nachdem
das Telefon z. B. in einem anderen Raum wieder angesteckt wurde, lässt
sich das Gespräch entparken und fortführen.
Die Funktion Parken wird auch
Umstecken am Bus oder abgekürzt TP (Terminal Portability) genannt. Um
eine bestehende Verbindung zu parken, wird eine entsprechende Taste am
ISDN-Endgerät betätigt. Dies vergibt im Regelfall eine Kennziffer (ID)
für diese Verbindung. Danach wird die Verbindung in der
Vermittlungsstelle gehalten, und das Endgerät kann vom Bus getrennt
werden. Wird das Endgerät an einen anderen Anschluss (z. B. in einem
anderen Raum) des gleichen ISDN-Busses (siehe auch Bus) wieder
angesteckt, kann über eine entsprechende Tastenbetätigung und Eingabe
der Kennziffer das geparkte Gespräch wieder entparkt werden. In
Verbindung mit Tk-Anlagen wird dieses Merkmal seltener verwendet, da
dann ein Vermitteln zu einem anderen Endgerät bequemer möglich ist.
Party
In der Telekommunikation die
Bezeichnung für den Partner in der Kommunikationsbeziehung.
PBX (PABX)
Abkürzung für Privat Branch Exchange
(siehe auch Nebenstellenanlage). Private Telefon-Vermittlungsanlage
(Tk-Anlage), die daran angeschlossene Nebenstellen (Telefone etc.) mit
dem öffentlichen Telefonnetz verbindet und die Kommunikation zwischen
den Nebenstellen ermöglicht.
PC
Abkürzung für Personal Computer.
Oberbegriff für kleine Arbeitsplatzrechner für eine Person.
PCM
Abkürzung für Pulse Code Modulation.
Ein Verfahren zur Umwandlung von analogen Signalen in digitale
Information.
Damit wird ein Verfahren
bezeichnet, das analoge Signale mehrfach in der Sekunde abtastet. Jeder
abgetastete Wert wird digital codiert. Im ISDN wird die
Sprachbandbreite auf maximal 4 kHz begrenzt, so dass eine Abtastung mit
8 kHz verwendbare Ergebnisse liefert. Die abgetasteten Werte werden mit
8 Bit digital codiert (gewichtet), so dass sich ein Datenstrom von 64
kbit/s ergibt. Durch die unterschiedliche Gewichtung der dabei
verwendeten A-Law-Codierung (siehe A-Law-Codierung) von geringen und
hohen Amplituden des analogen Signals wird die Abtastqualität
verbessert.
PIN
Abkürzung für Personal Identification
Number. Eine (meist vierstellige) Geheimzahl, die eingegeben werden
muss, um Zugang zu Gebäuden, Diensten oder Berechtigungen zu erhalten.
Wird in der Telekommunikation auch
zur Steuerung von Mailboxsystemen oder Leistungsmerkmalen (z. B.
Rufweiterschaltung) verwendet. Bei Tk-Anlagen werden PIN verwendet, um
z. B. die Konfiguration gegen unerlaubte Änderungen zu schützen. Ohne
Kenntnis der PIN kann z. B. die Amtberechtigung (siehe Amtberechtigung)
eines Endgerätes nicht verändert werden. Weitere Möglichkeiten zur
Nutzung einer PIN bestehen z. B. in der Fernsteuerung der Tk-Anlage.
Will der Betreiber z. B. eine Rufumleitung von einem Mobiltelefon aus
ändern, wird die PIN zur Identifikation der Berechtigung verwendet.
PMxAS
Abkürzung für
Primärmultiplexanschluss. ISDN-Anschlussart an die in der Regel
mittlere bis große Tk-Anlagen angeschlossen werden.
Dieser Anschluss des T-ISDN stellt
30 Nutzkanäle (B-Kanäle, siehe B-Kanal) mit jeweils 64 kbit/s, einen
Steuerkanal (D-Kanal, siehe D-Kanal) mit 64 kbit/s sowie zusätzliche
Synchroninformationen, ebenfalls mit 64 kbit/s, zur Verfügung. Er wird
nur als Anlagenanschluss angeboten (siehe ISDN).
PR (CD)
Abkürzung für Partial Routing (auch:
Call Deflection). Mit diesem Merkmal hat man bei einem Tk-Anlagen- bzw.
Primärmultiplexanschluss die Möglichkeit, Durchwahlen (DDIs) direkt in
der Vermittlungsstelle umzuleiten (während der Umleitung wird kein
B-Kanal belegt).
Bisher konnte nur der gesamte
Anschluss in der VSt. umgeleitet werden. Der Kunde kann jetzt bei
Beantragung wählen, ob er die Anrufweiterschaltung "ständig", "bei
Besetzt" und "bei Nichtmelden" oder die nebenstellenindividuelle
Anrufweiterschaltung (CD) haben möchte. Im Komfortanschluss ist eine
von diesen beiden Varianten enthalten. Möchte der Kunde beide
Möglichkeiten nutzen, so zahlt er dafür ein gesondertes monatliches
Entgelt. Zusätzlich zum "normalen" Verbindungsentgelt wird bei einer
Anrufweiterschaltung, die über den Bereich RegioCall hinausgeht, noch
ein zusätzlicher Anrufweiterschaltungstarif abgerechnet.
Primärmultiplexanschluss (PMxAS)
Der Primärmultiplexanschluss,
abgekürzt PMxAS, ist eine ISDN-Anschlussart, an die in der Regel
mittlere bis große Tk-Anlagen angeschlossen werden.
Dieser Anschluss des T-ISDN stellt
30 Nutzkanäle (B-Kanäle, siehe B-Kanal) mit jeweils 64 kbit/s, einen
Steuerkanal (D-Kanal, siehe D-Kanal) mit 64 kbit/s sowie zusätzliche
Synchroninformationen, ebenfalls mit 64 kbit/s, zur Verfügung. Er wird
nur als Anlagenanschluss angeboten (siehe ISDN).
Provider
International übliche, allgemeine
Bezeichnung für Netzbetreiber und Diensteanbieter. Im liberalisierten
Fernmeldewesen sind damit auch private Netzbetreiber gemeint. Provider
werden teilweise auch als Carrier bezeichnet.
PTMP
Abkürzung für Point-to-Multipoint
(Punkt-zu-Mehrpunkt, Mehrgeräteanschluss). Basisanschluss für den
Betrieb von bis zu acht ISDN-Endgeräten (Telefone, ISDN-PC-Karten etc.)
an einem S0-Bus.
Am Mehrgeräteanschluss können
sowohl ISDN-Telefone, ISDN-PC-Karten oder ISDN-Tk-Anlagen betrieben
werden. Es werden zehn Mehrfachrufnummern (siehe Mehrfachrufnummer,
MSN) bereitgestellt (siehe auch Basisanschluss und S0-Bus). Dem
Anwender stehen 2 Nutzkanäle (B-Kanäle, siehe B-Kanal) und ein
Daten-Kanal (D-Kanal, siehe D-Kanal) zur Signalisierung zur Verfügung.
Beim ISDN-Mehrgeräteanschluss gibt es zwei Sendeleitungen und zwei
Empfangsleitungen, die vom NT aus an bis zu 12 Anschlussdosen am Bus
(siehe Bus) führen. Hier dürfen bis zu acht Endgeräte angesteckt sein.
Bis zu vier dieser Endgeräte (z. B. Telefone) können dabei vom NT
versorgt werden. Die restlichen Endgeräte (z. B. PC-Karten, Tk-Anlagen)
müssen über eine unabhängige Stromversorgung verfügen. Als Besonderheit
kann eines der Telefone auf Notbetrieb eingestellt sein. Wenn die
Netzspannungsversorgung des NT ausfällt, kann mit diesem einen Telefon
weiterhin telefoniert werden. (siehe ISDN)
PTP
Abkürzung für Point-to-Point
(Punkt-zu-Punkt, Anlagenanschluss). Der Anlagenanschluss wird im ISDN
verwendet, um ISDN-Tk-Anlagen anzuschließen.
Beim Punkt-zu-Punkt-Anschluss
handelt es sich um einen Basisanschluss für den Betrieb eines einzigen
ISDN-Endgerätes. In der Regel ist dies eine Tk-Anlage mit der
Möglichkeit der Durchwahl zur Nebenstelle. Es werden eine
Anlagenrufnummer (Global Call, Zentralrufnummer, Basisrufnummer) und
mindestens zehn Durchwahlnummern (DDI, Direct Dialling In)
bereitgestellt (siehe Basisanschluss, ISDN). Der Anlagenanschluss
bietet gegenüber dem Mehrgeräteanschluss (siehe Mehrgeräteanschluss)
den Vorteil, dass die Zahl der Durchwahlnummern nicht auf 10 begrenzt
ist. Ggf. sind aber die monatlichen Grundkosten für den
Anlagenanschluss höher, und eine Übernahme einer alten Rufnummer aus
dem analogen Netz ist fast immer ausgeschlossen.
PTT
Abkürzung für Post, Telephone and
Telegraph. Allgemeine Bezeichnung für die (bisher meist üblichen)
staatlichen Monopolverwaltungen für das Post- und Fernmeldewesen eines
Landes.
RAM
Abkürzung für Random Access Memory.
Speicher in einem Rechnersystem (z. B. PC, Mikroprozessorsystem) zum
Schreiben und Lesen von Informationen. Das RAM verliert nach Abschalten
der Versorgungsspannung alle Informationen und ist daher nur als
Arbeitsspeicher geeignet.
Regulierungsbehörde
Aus dem Bundesamt für Post und
Telekommunikation (siehe auch BAPT) am 1. Januar 1998 hervorgegangene,
oberste Bundesbehörde mit der Aufgabe der Regulierung von Genehmigungs-
und Lizensierungsangelegenheiten in der Telekommunikation.
RJ-45-Stecker
Eine für den Anschluss von
ISDN-Geräten verwendete Bauform (8-polig) der weltweit genormten
Westernstecker-Baureihe. Diese Stecker werden im ISDN z. B. als
Steckverbindungen zum Anschluss von ISDN-Telefonen verwendet.
Von den acht möglichen Kontakten
des Steckers können ggf. auch weniger Kontakte tatsächlich vorhanden
sein. Am Markt gibt es Ausführungen mit 8, 6 und 4 Kontakten. Im ISDN
werden fast immer nur vier Kontakte benötigt. Um eine Kabelverbindung
mit einem RJ-45-Stecker sachgerecht auszuführen, wird eine
entsprechende Anschlagzange benötigt. Im NTBA (siehe NTBA) und in
ISDN-Dosen (siehe IAE, UAE) befinden sich meist zwei RJ-45-Buchsen, in
die RJ-45-Stecker eingesteckt werden können.
ROM
Abkürzung für Read-Only Memory.
Statischer (nicht-flüchtiger) Programmspeicher für
Mikroprozessorsysteme. Im ROM bleiben alle Informationen auch nach
Abschalten der Versorgungsspannung erhalten (siehe auch EEPROM, EPROM,
Flash-EPROM). Der Speicherinhalt ist unveränderbar und wird während des
Produktionsprozesses festgelegt.
Rückfrage
Funktion von Tk-Anlagen, T-Net und des
ISDN. Dabei wird ein Gesprächsteilnehmer in eine Wartestellung
gebracht, während z. B. innerhalb der Tk-Anlage die Rückfrage möglich
ist. Danach kann dann z. B. wieder zum ursprünglichen Teilnehmer
zurückgeschaltet werden.
Nachdem ein Gespräch angenommen
wurde, kann der Teilnehmer an der Tk-Anlage durch Betätigung der
Rückfragetaste (R-Taste) eine interne Nummer wählen und mit dem zweiten
internen Teilnehmer sprechen (Rückfrage). Während dieses
Rückfragegesprächs hört der wartende Amtteilnehmer die Wartemusik der
Tk-Anlage. Am Ende des Rückfragegesprächs kann entweder zum zweiten
internen Teilnehmer verbunden oder zum Amtteilnehmer zurückgeschaltet
werden. (siehe auch 3PTY, Dreierkonferenz, Makeln)
Rückruf bei Besetzt (CCBS)
Bei dem Dienst Rückruf bei Besetzt,
abgekürzt CCBS (Completition of Calls to Busy Subscriber), handelt es
sich um ein Leistungsmerkmal von Tk-Anlagen und des T-ISDN, bei der man
automatisch zurückgerufen wird, wenn ein besetzter Teilnehmer wieder
frei ist.
Dem Telefon des Anrufers wird bei
Nutzung dieses Leistungsmerkmals das Freiwerden eines zuvor besetzten
Anschlusses signalisiert (z. B. Ruf des Endgerätes mit zusätzlichem
Hinweis auf dem Display). Der Dienst wird von der jeweiligen
Vermittlungsstelle bereitgestellt. Es ist für interne Teilnehmer über
die Tk-Anlage und für externe Anschlüsse als Leistungsmerkmal des
T-ISDN verfügbar. Wenn der Anrufer nach der Wahl der Rufnummer das
Besetztzeichen hört, kann er innerhalb von 20 Sekunden den Dienst
Rückruf bei Besetzt aktivieren. Der Rückrufwunsch bleibt jetzt 45
Minuten in der Vermittlungsstelle gespeichert. Legt der erfolglos
Angerufene innerhalb dieser Zeit auf, erfolgt der Rückruf und das
Telefon des Anrufers klingelt. Durch Abheben des Hörers wird die
Verbindung zum Zielteilnehmer hergestellt; dessen Telefon klingelt, und
der Rückruf in der Vermittlungsstelle wird gelöscht.
Rückübermittlung der erreichten
Rufnummer (COLP)
Mit dem Merkmal Rückübermitteln der
erreichten Rufnummer, abgekürzt COLP (Connected Line Identification
Presentation), ist es möglich, bei einem ankommenden Ruf die
tatsächlich erreichte Rufnummer zum Anrufer zurückzuübermitteln (siehe
auch COLR).
Es kann sich bei der
rückübermittelten Rufnummer um eine der Rufnummern des erreichten
Basisanschlusses handeln. Dies kann eine andere als die vom Anrufer
gewählte Rufnummer sein. Sinnvoll ist dies z. B., wenn ein anderer
Teilnehmer den Ruf durch Pick-up (Heranholen) angenommen hat. Um diesen
Dienst nutzen zu können, muss das Endgerät bzw. die Tk-Anlage den
Dienst unterstützen und der Dienst für die MSN(s) des ISDN-Anschlusses
eingerichtet sein.
Rufnummernanzeige (CLIP)
Mit Hilfe des Merkmals
Rufnummernanzeige, abgekürzt CLIP (Calling Line Identification
Presentation), ist die Anzeige der Rufnummer des Anrufers z. B. auf dem
Display des Telefons möglich.
Die Funktion CLIP kann nur genutzt
werden, sofern der Anrufer eine Rufnummer übermittelt (siehe auch
CLIR). Diese Funktion, die ursprünglich nur im ISDN zur Verfügung
stand, existiert inzwischen auch im analogen Netz. Während die
CLIP-Funktion im ISDN als digitale Information im D-Kanal übertragen
wird, nutzt man im analogen Bereich die Zeit nach dem ersten Rufsignal
zur Übertragung von Daten. Das analoge Telefon muss aber zur Auswertung
dieser Daten geeignet (CLIP-fähig) sein. Einige Tk-Anlagen können das
Merkmal CLIP auch an internen analogen Anschlüssen zur Verfügung
stellen.
Rufnummernanzeige unterdrücken
(CLIR)
Diese Funktion wird Fallweise
Unterdrückung der Amtrufnummer beim B-Teilnehmer genannt und mit CLIR
(Calling Line Identification Restriction) abgekürzt. Man verhindert mit
diesem Merkmal die Übermittlung seiner eigenen Rufnummer zum
Angerufenen (anonymer Ruf).
Mit diesem Merkmal kann man vor
einem Gespräch bestimmen, ob die Rufnummer zum angerufenen Teilnehmer
übermittelt werden soll oder nicht. Bei einigen ISDN-Endgeräten kann
dieses Merkmal durch einen Tastendruck oder über ein Menü aktiviert
werden. Um diesen Dienst nutzen zu können, muss das Endgerät bzw. die
Tk-Anlage den Dienst unterstützen und der Dienst für die MSN(s) des
ISDN-Anschlusses eingerichtet sein (siehe auch CLIP). Sind analoge
Telefone an eine ISDN-Tk-Anlage angeschlossen, so wird die Funktion
CLIR über die Programmierung der Tk-Anlage gesteuert. Im analogen
Telefonnetz kann die Funktion mit MFV-Telefonen in der
Vermittlungsstelle ein- bzw. ausgeschaltet werden.
Rufverteilung
Als Rufverteilung bezeichnet man die
Zuordnung eines Rufes an ein oder mehrere Telefon(e). So ist es im ISDN
und an einer Tk-Anlage möglich, bei einem Ruf mehrere Telefone klingeln
zu lassen.
Rufverteilung ist ein Begriff für
die Zuordnung von Rufnummern (MSN/DDI, siehe MSN, DDI) an entsprechende
Nebenstellen. Durch die Erstellung einer Rufverteilung ist es möglich,
einen Anruf auf einer Rufnummer (MSN/DDI) gezielt an einer oder
mehreren Nebenstellen einer Tk-Anlage signalisieren zu lassen. In
Verbindung mit einer Tk-Anlage können Rufverteilungen von einer gerade
gültigen Konfiguration (z. B. Tag-/Nachtschaltung) abhängig sein.
Außerdem lassen sich sofortiger Ruf, verzögerter Ruf etc. einstellen.
S0-Bus
Eine Anordnung von mehreren
Anschlussdosen im ISDN wird z. B. als S0-Bus bezeichnet. An diesen Bus
können mehrere ISDN-Endgeräte angeschlossen werden.
Ein S0-Bus kann in Verbindung mit
einem Mehrgeräteanschluss verwendet werden und ist ein digitales
Signal-Verteilsystem (mehrpolige Leitung) mit der Möglichkeit der
Parallelschaltung von maximal zwölf ISDN-Steckdosen (IAE oder UAE,
siehe IAE, UAE). Es gibt zwei Sendeleitungen und zwei
Empfangsleitungen, die vom NTBA (siehe NTBA) aus an die Anschlussdosen
führen. Hier dürfen bis zu acht Endgeräte angesteckt sein. Bis zu vier
dieser Endgeräte (z. B. Telefone) können dabei vom NTBA versorgt
werden. Dazu muss der NTBA mit einer 230-V-Steckdose verbunden sein.
Die restlichen Endgeräte (z. B. PC-Karten, Tk-Anlagen) müssen über eine
unabhängige Stromversorgung verfügen. Als Besonderheit kann eines der
Telefone auf Notbetrieb eingestellt sein. Wenn die
Netzspannungsversorgung des NTBA ausfällt, kann mit diesem einen
Telefon weiterhin telefoniert werden. Die Gesamtlänge eines Busses ist
begrenzt und darf im Normalfall, je nach Anordnung der Anschlussdosen,
zwischen 100 m bis 200 m betragen. Außerdem ist bei der Installation
auf die korrekte Verwendung von Abschlusswiderständen im NTBA und in
der/den Enddose/n zu achten. (siehe Abschlusswiderstände)
S0-Schnittstelle
Standard-ISDN-Schnittstelle zum
Anschluss von ISDN-Telefonen etc.
Vieradrige Anschaltemöglichkeit von
ISDN-Endgeräten (ISDN-Telefon, ISDN-PC-Karte oder ISDN-Tk-Anlagen). Als
Steckverbinder werden so genannte RJ-45-Stecker (Westernstecker, siehe
RJ-45-Stecker) und IAE- oder UAE-Dosen (siehe IAE, UAE) verwendet. Die
S0-Schnittstelle hat eine begrenzte Reichweite und kann als
Busanschluss (siehe Bus) ausgeführt sein.
S12
Digital gesteuertes Wähl- und
Vermittlungssystem, das unter Führung der Firma Alcatel entwickelt
wurde.
S2M-Schnittstelle
ISDN-Anlagenanschluss für mittlere bis
große ISDN-Tk-Anlagen.
Physikalische Schnittstelle des
Primärmultiplexanschlusses (siehe Primärmultiplexanschluss) zur
Anschaltung von größeren ISDN-Tk-Anlagen-Systemen und
kommunikationsintensiven Datenverarbeitungsanlagen (DV-Anlagen). Mit
der S2M-Schnittstelle werden 30 Nutzkanäle (B-Kanäle, siehe B-Kanal)
und ein Steuerkanal (D-Kanal, siehe D-Kanal) mit jeweils 64 kbit/s
bereitgestellt. Die Synchroninformation wird ebenfalls mit 64 kbit/s
übertragen.
Sammelrufnummer
Bei einer Sammelrufnummer sind mehrere
Telefone unter einer Rufnummer zu einer so genannten Sammelrufgruppe
zusammengefasst. Wird diese Nummer angerufen, so klingeln alle
Telefone. Das Gespräch wird zu dem Telefon gestellt, dessen Hörer
zuerst abgehoben wird.
Sammelrufnummern haben den Vorteil,
dass sich damit die Erreichbarkeit erhöhen lässt, ohne dass der Anrufer
einzelne alternative Rufnummern anrufen muss. Alle Apparate, die in
einer Sammelrufgruppe zusammengefasst sind, können sowohl über die
Sammelrufnummer als auch über die teilnehmereigene Einzelrufnummer
erreicht werden. Beim Ruf der Sammelrufnummer werden alle freien
Apparate in der Sammelrufgruppe gerufen.
Schicht
Im ISDN wird mit einem so genannten
Schichtenmodell gearbeitet, um bestimmte Zustände bei der Steuerung der
Kommunikation zu beschreiben.
Für den Kommunikationsaufbau, die
Verbindungsüberwachung und den Kommunikationsabbau wird mit so
genannten Schichten gearbeitet. Jede der Schichten hat dabei eine
bestimmte Aufgabe und meldet eigene Ergebisse an übergeordnete
Schichten weiter. Anforderungen werden von den übergeordneten Schichten
an untergeordnete Schichten gemeldet. Bei diesem Verfahren dürfen keine
Schichten übersprungen werden. Im ISDN wird mit dem so genannten
OSI-Referenzmodell gearbeitet. Dieses Modell verwendet insgesamt 7
Schichten. Für ein Zustandekommen einer Verbindung ist der Aufbau der
Schichten 1 bis 3 erforderlich. Die Schicht 1 (Bitübertragungsschicht)
dient zur physikalischen Übertragung von ungesicherten Informationen.
Die Schicht 2 (Sicherungsschicht) stellt die Sicherungsinformation zur
gesicherte Übertragung der Schicht-3-Daten bereit. Die Schicht 3
(Kommunikations-Steuerungsschicht) sorgt für die Übertragung von
Informationen zum kompletten Aufbau, Betrieb und Abbau der Verbindung.
Setup
In der Kommunikationstechnik der
Aufbau einer Verbindung zwischen zwei Teilnehmern. Diese Meldung wird
von der Vermittlungsstelle zum Endgerät oder vom Endgerät an die
Vermittlungsstelle gesendet, um einen Verbindungswusch zu signalisieren.
SOHO
Abkürzung für Small Office / Home
Office. Begriff aus der Produktvermarktung, der Geräte und Systeme für
die Anwendung in kleinen Büros oder Büros zu Hause bezeichnet.
Software
Bestandteil eines aus Software und
Hardware bestehenden Systems. Software ist der Oberbegriff für
Computerprogramme und -dateien, Programme von Tk-Anlagen und
Endgeräten, die eine Hardware erst nutzbar machen.
Sperren des Anschlusses
Mit der Sperre eines Anschlusses soll
ein überraschend hohes Gebührenaufkommen möglichst verhindert werden.
Die Sperre beim T-ISDN und T-Net kann in drei verschiedenen Stufen
erfolgen.
Mit der Sperre eines Anschlusses
wird die Berechtigung zur Wahl bestimmter Rufnummern an einem
T-ISDN-Anschluss eingeschränkt. Zum Aufheben oder Ändern der Sperre ist
eine PIN (siehe PIN) erforderlich.
Es gibt drei Sperrvarianten im
T-ISDN:
Vollsperre: Bis auf Notrufnummern (Feuerwehr und Polizei) ist der
Anschluss komplett gesperrt.
Auslandssperre: Es können nur Verbindungen im Inland aufgebaut werden.
Interkontinentalsperre: Es können keine Verbindungen nach Übersee
aufgebaut werden. Bei Tk-Anlagen wird dies über anlageninterne
Funktionen ñ Amtberechtigungen, Sperr- und Freigabenummern,
Gebührenkonten etc. ñ realisiert. Damit kann jederzeit
teilnehmerbezogen eine Berechtigung zur Wahl eingeschränkt werden.
Standleitung
Permanent zur Verfügung stehende
Kommunikationsleitung, die nicht über die normale Vermittlung erreicht
wird und bei der kein Verbindungsauf- und -abbau erfolgt.
Steuerkanal
Signalisierungskanal (siehe auch
D-Kanal) beim ISDN-Anschluss (neben den Nutzkanälen). Hier findet die
Übertragung der Steuerungs- und Verwaltungsinformationen vor, während
und zum Abschluss der Verbindungen statt.
Subadressierung
Dieses Leistungsmerkmal bietet bereits
während des Verbindungsaufbaus die Möglichkeit, zusätzlich
Informationen an den Angerufenen zu übermitteln. Diese zusätzlichen
Informationen kann nur der Anrufer dem Angerufenen senden (z. B.
Passwortübermittlung oder bei angewählten Endgeräten
Anwendungsprozeduren starten).
TA
Abkürzung für Teminal Adaptor, auch
als a/b-Adapter bezeichnet. Herkömmliche Telefone lassen sich über
einen TA im ISDN weiterbenutzen. Die Funktion eines TA kann auch von
einer ISDN-Tk-Anlage übernommen werden.
Die Bezeichnung TA (a/b-Adapter)
wird für ein einfaches Gerät mit einem ISDN-Port (amtseitig) und ein
bis drei a/b-Ports (teilnehmerseitig) verwendet. Analoge Endgeräte
können durch den Anschluss an einen TA ISDN-fähig gemacht werden. Diese
Lösung bietet sich bei einfachen Anforderungen für Anrufbeantworter
oder Faxgeräte an, wenn keine Tk-Anlage eingesetzt werden soll. Eine
interne Kommunikation zwischen den angeschlossenen analogen Endgeräten
und die Nutzung aller ISDN-Merkmale ist mit einfachen TA meist nicht
möglich. Werden höhere Anforderungen gestellt, so ist der Einsatz einer
kleinen Tk-Anlage sinnvoll.
TAE
Abkürzung für
Telekommunikations-Anschalte-Einrichtung. In Deutschland übliche
Anschlussdose für den Betrieb von analogen Endgeräten am herkömmlichen
analogen Telekommunikationsnetz bzw. an Tk-Anlagen.
Für analoge Endgeräte werden als
Steckverbindung so genannte TAE-Dosen eingesetzt. An den Endgeräten
befinden sich Anschlusskabel mit TAE-Stecker. Um unterschiedliche
Gerätetypen verwechselungsfrei an eine TAE anschließen zu können, sind
die Steckverbindungen N- bzw. F-kodiert. F steht für
Fernsprecheinrichtung (z. B. Telefon und Kombifax) und N für
Nicht-Fernsprecheinrichtung (z. B. Fax, Modem und Anrufbeantworter).
Auch der NTBA (siehe NTBA) kann über diese Anschlussdose mit dem ISDN
verbunden werden. Dazu verfügt der NTBA über ein kurzes
TAE-Anschlusskabel (F-codiert).
TAPI
Abkürzung für Telephone Application
Programming Interface. Bezeichnung einer
Standard-Software-Schnittstelle für computergestütze Telefonie (siehe
auch CTI). TAPI stellt sicher, dass Soft- und Hardware verschiedener
Hersteller miteinander arbeiten können.
TAPI ist ein Satz von Befehlen und
Befehlsparametern, der unter Microsoft® Windows® das Zusammenwirken von
Anwendungssprogrammen und Telekommunikations-Hardware ermöglicht. Im
Betriebssystem des Computers wird dazu der sog. TAPI Service Provider
(TSP), eine Software-Schnittstelle, eingerichtet. Über diese
Schnittstelle tauschen das Programm und die Hardware alle Informationen
aus. Auf diese Weise kann z. B. von einem PC aus einer Kundendatenbank
heraus die Tk-Anlage veranlasst werden, einen Teilnehmer anzuwählen.
Voraussetzung für eine zuverlässige Kommunikation zwischen Software und
Hardware ist, dass beide Teile die gleiche TAPI-Version unterstützen.
Tarifinformation
Mit der Tarifinformation ist eine
Gebührenanzeige auf dem Display eines Telefons möglich.
Die Tarifinformation ist ein
Leistungsmerkmal, bei dem über den D-Kanal die für eine Verbindung
entstandenen Tarifeinheiten zum Anschluss des Teilnehmers übermittelt
werden. Wahlweise kann die Übermittlung der Tarifinformation nur am
Ende (AOCE, siehe AOCE) der Verbindung, während und am Ende (AOCD,
siehe AOCD) oder vor Beginn (AOCS, siehe AOCS) der Verbindung erfolgen.
TE
Abkürzung für Teilnehmer-Endgerät
(siehe auch Endgerät). Gerät, das an einem Kommunikationsnetz oder
einer Tk-Anlage betrieben werden kann, z. B. Telefon, Faxgerät,
Anrufbeantworter, ISDN-PC-Karte usw.
TEI
Abkürzung für Terminal Endpoint
Identifier. Der TEI wird im ISDN zur Verwaltung der angeschlossenen
ISDN-Endgeräte (z. B. Telefone, PC-Karten etc.) verwendet. Diese
Verwaltung erfolgt von der Vermittlungsstelle oder von einer Tk-Anlage
aus.
Damit die Endgeräte eines
ISDN-Anschlusses, insbesondere am Mehrgerätebus (siehe Bus)
unterschieden werden können, bekommt jedes angeschlossene Gerät einen
so genannten TEI zugeteilt. Der TEI hat keinerlei Bezug zu vergebenen
MSN / DDI (siehe MSN, DDI). Bei modernen Endgeräten erfolgt die Vergabe
des TEI durch die Vermittlungsstelle (automatic TEI). Wird ein solches
Endgerät vom Bus getrennt und wieder angesteckt, so vergibt die
Vermittlungsstelle einen neuen TEI. Der Wertebereich beim automatic TEI
reicht von 64 (dez.) bis 126 (dez.). Bei älteren Endgeräten wurde der
TEI mit Codierschaltern (Wertebereich 1 (dez.) bis 63 (dez.)
eingestellt. Der Installateur musste sicherstellen, dass jeder TEI am
Bus nur einmal vorkam. Bei einem Anlagenanschluss wird generell der TEI
0 für die Tk-Anlage verwendet. Für Nachrichten, die alle Endgeräte
betreffen, wird der so genannte Broadcast-TEI 127 (dez.) verwendet. Auf
diesen TEI reagieren alle Endgeräte, und Tk-Anlagen und werten die
Nachricht aus.
Teilnehmervermittlungsstelle
Wird auch Endvermittlungsstelle (siehe
auch EVSt, OVSt) genannt. Knotenpunkt im öffentlichen
Telekommunikationsnetz, an dem Endteilnehmer direkt angeschlossen sind.
Telekommunikationseinrichtungen
Alle Bestandteile, die für die
Telekommunikation genutzt werden können, z. B. das Netzabschlussgerät
NTBA (siehe NTBA), Leitungen, Anschlussdosen (siehe IAE, UAE),
Telefone, Tk-Anlagen (siehe Nebenstellenanlage) usw.
Terminaladapter (TA)
Ein Terminaladapter, abgekürzt TA
(Terminal Adaptor) wird auch als a/b-Adapter bezeichnet. Herkömmliche
Telefone lassen sich über einen Terminaladapter im ISDN weiterbenutzen.
Die Funktion eines Terminaladapters kann auch von einer ISDN-Tk-Anlage
übernommen werden.
Die Bezeichnung Terminaladapter
(a/b-Adapter) wird für ein einfaches Gerät mit einem ISDN-Port
(amtseitig) und ein bis drei a/b-Ports (teilnehmerseitig) verwendet.
Analoge Endgeräte können durch den Anschluss an einen Terminaladapter
am ISDN betrieben werden. Diese Lösung bietet sich bei einfachen
Anforderungen für Anrufbeantworter oder Faxgeräte an, wenn keine
Tk-Anlage eingesetzt werden soll. Eine interne Kommunikation zwischen
den angeschlossenen analogen Endgeräten und die Nutzung aller
ISDN-Merkmale ist mit einfachen Terminaladaptern nicht möglich. Werden
höhere Anforderungen gestellt, so ist der Einsatz einer kleinen
Tk-Anlage sinnvoll.
TFE
Abkürzung für
Türfreisprecheinrichtung. Gegensprechanlage für die Haustür, bei der
vom Besucher keine Bedienung erforderlich ist.
Moderne Tk-Anlagen sind für den
direkten Anschluss von bestimmten Türfreisprechsystemen vorbereitet. In
der Regel sind dies so genannte Zweidrahtsysteme nach FTZ 123 D 12-0.
Zweidrahtsysteme verwenden für beide Sprechrichtungen nur ein
Leitungspaar (ähnlich wie Endgeräte). Bei herkömmlichen
Türsprechsystemen, die von Telekommunikationseinrichtungen unabhängig
sind, wird häufig ein so genanntes Vierdrahtsystem eingesetzt, bei dem
die beiden Richtungen (zur Tür, zur internen Sprechstelle) völlig
getrennt ausgeführt sind. Für jede Richtung wird ein eigenes
Leitungspaar verwendet. Will man solche Türsprechsysteme z. B. zusammen
mit einer Tk-Anlage betreiben, so muss ein Zweidraht-/Vierdrahtadapter
(manchmal als Postverstärkergerät bezeichnet) eingesetzt werden.
T-ISDN
Produktbezeichnung der Deutschen
Telekom für das ISDN (Integrated Services Digital Network, siehe ISDN).
Digitales Netz, in dem die verschiedenen Kommunikationsdienste
zusammengefasst sind, z. B. Telefonie, Fax Gruppe 2, 3,
Datenübertragung usw. Das vorangestellte T kennzeichnet, dass es sich
um ein Netz der Deutschen Telekom handelt.
Tk-Anlage
Abkürzung für
Telekommunikationsanlage. Wird häufig auch als Telefonanlage
bezeichnet. An eine Tk-Anlage können meist mehrere Telefone, Faxgeräte,
Anrufbeantworter etc. angeschlossen werden, mit denen Gespräche
untereinander und zum öffentlichen Netz hin möglich sind.
Bei einer Tk-Anlage handelt es sich
fast immer um eine private Telefon-Vermittlungsanlage, die daran
angeschlossene Nebenstellen mit dem öffentlichen Telefonnetz verbindet
und die Kommunikation zwischen den Nebenstellen und zwischen den
Nebenstellen und dem öffentlichen Telefonnetz ermöglicht. Tk-Anlagen
beschränken sich nicht nur auf den Telefondienst, sondern bieten
darüber hinaus auch Vermittlungsdienste für Datenanwendungen. Bei
Tk-Anlagen wird zwischen Amtanschlüssen (amtseitige Ports) und internen
Anschlüsssen (internen Ports) unterscheiden. Zum Betrieb im ISDN müssen
die amtseitigen Ports der Tk-Anlage als ISDN-Ports ausgeführt sein.
Interne Ports können sowohl ISDN-Ports (zum Anschluss von
ISDN-Endgeräten, Telefonen) oder analoge Ports (zum Anschluss von
anlogen Endgeräten, Telefonen, Anrufbeantworter, Faxgeräten etc.) sein.
Die Rufverteilung (siehe Rufverteilung) wird normalerweise
ausschließlich über die Tk-Anlage erreicht. Dazu können
unterschiedliche Programmierungen oder Konfigurationen (siehe
Konfiguration) verwendet werden. Kommunikationsverbindungen innerhalb
der Tk-Anlage (zwischen den Nebenstellen) sind kostenfrei, da kein
Dienst eines öffentlichen Netzes benötigt wird.
Tonwahl
Unter Tonwahl versteht man den Einsatz
des Mehrfrequenzverfahrens (MFV), auch DTMF (Dual Tone Multi Frequency)
genannt. Moderne, herkömmliche Telefone setzen dieses Verfahren z. B.
zur Übertragung der Rufnummer ein.
Bei der Tonwahl wird zum Senden der
Rufnummer vom Endgerät zur Tk-Anlage oder zur Vermittlungsstelle des
Netzbetreibers vom Endgerät eine Sequenz von Frequenzen (Tönen)
erzeugt. Jede Ziffer wird dabei durch eine eigene Mischfrequenz, die
sich aus zwei überlagerten Einzelfrequenzen zusammensetzt,
repräsentiert. Die Tonwahl wird auch zur Steuerung von Diensten in der
Vermittlungsstelle angewandt. Dabei stehen nicht nur die zehn Ziffern 0
bis 9 sondern auch Sonderzeichen wie "Stern" und "Raute" zur Verfügung.
In Sonderfällen sind auch die Zusatzzeichen "A", "B", "C" und "D"
verfügbar. Telefone, die mit dem Tonwahlverfahren arbeiten, verfügen
zur Signalisierung normalerweise auch über eine so genannte
"Flash-Taste" (R-Taste), die eine kurze Schleifenstromunterbrechung
erzeugt. (siehe auch Flash).
TP
Abkürzung für Terminal Portability,
wird auch als Parken oder Umstecken am Bus bezeichnet. Nach dem Parken
eines Gesprächs im ISDN kann das Telefon aus der Anschlussdose gezogen
werden. Nachdem das Telefon z. B. in einem anderen Raum wieder
angesteckt wurde, lässt sich das Gespräch entparken und fortführen.
Um eine bestehende Verbindung zu
parken, wird eine entsprechende Taste am ISDN-Endgerät betätigt. Dies
vergibt im Regelfall eine Kennziffer (ID) für diese Verbindung. Danach
wird die Verbindung in der Vermittlungsstelle gehalten, das Endgerät
kann vom Bus getrennt werden. Wird das Endgerät an einen anderen
Anschluss (z. B. in einem anderen Raum) des gleichen ISDN-Busses (siehe
auch Bus) wieder angesteckt, kann über eine entsprechende
Tastenbetätigung und Eingabe der Kennziffer das geparkte Gespräch
wieder entparkt werden. In Verbindung mit Tk-Anlagen wird dieses
Merkmal seltener verwendet, da dann ein Vermitteln zu einem anderen
Endgerät bequemer möglich ist.
Trennen
Bezeichnung für das Herauslösen einer
bestehenden Verbindung aus einer Konferenzschaltung. (siehe auch 3PTY,
Dreierkonferenz, Konferenzverbindung)
Türfreisprecheinrichtung
Gegensprechanlage für die Haustür, bei
der vom Besucher keine Bedienung erforderlich ist.
Moderne Tk-Anlagen sind für den
direkten Anschluss von bestimmten Türfreisprechsystemen vorbereitet. In
der Regel sind dies so genannte Zweidrahtsysteme nach FTZ 123 D 12-0.
Zweidrahtsysteme verwenden für beide Sprechrichtungen nur ein
Leitungspaar (ähnlich wie Endgeräte). Bei herkömmlichen
Türsprechsystemen, die von Telekommunikationseinrichtungen unabhängig
sind, wird häufig ein so genanntes Vierdrahtsystem eingesetzt, bei dem
die beiden Richtungen (zur Tür, zur internen Sprechstelle) völlig
getrennt ausgeführt sind. Für jede Richtung wird ein eigenes
Leitungspaar verwendet. Will man solche Türsprechsysteme z. B. zusammen
mit einer Tk-Anlage betreiben, so muss ein Zweidraht-/Vierdrahtadapter
(manchmal als Postverstärkergerät bezeichnet) eingesetzt werden.
TVSt
Abkürzung für
Teilnehmervermittlungsstelle, wird auch Endvermittlungsstelle (siehe
auch EVSt, OVSt) genannt. Knotenpunkt im öffentlichen
Telekommunikationsnetz, an dem Endteilnehmer direkt angeschlossen sind.
UAE
Abkürzung für
Universal-Anschluss-Einheit. Die UAE wird sowohl zum Anschluss von
analogen und digitalen Kommunikationsendgeräten wie auch zum Anschluss
von Rechnern in digitalen Datennetzen verwendet.
Im Handel sind verschiedene Typen
mit unterschiedlicher Kontaktierung (4, 6, 8 Kontakte) verfügbar, die
sich in der Klemmenbelegung und in der Zahl der tatsächlich
beschalteten Kontakte unterscheiden. Alle Typen sind für die Verwendung
mit RJ-45-Steckern ausgelegt. Einige Ausführungen haben in den
Steckerschlitzen kleine seitliche Einsätze für die Führung von
schmaleren Steckern. Diese lassen sich für die normale Steckerbreite
entfernen. Alternativ zur UAE können für den Anschluss von
Kommunikationsendgeräten auch IAE verwendet werden (siehe IAE).
Übertragungsgeschwindigkeit
Geschwindigkeit, mit der Daten
zwischen den Teilnehmern transportiert werden, z. B. beim Faxen, bei
Videokonferenzen oder DFÜ-Verbindungen via Modem oder ISDN-PC-Karte.
Je höher die
Übertragungsgeschwindigkeit ist, desto weniger Tarifeinheiten fallen
bei einer Übertragung einer bestimmten Informationsmenge (z. B. Fax
oder Daten) an, da für die gesamte Übertragung dann weniger Zeit
benötigt wird. Bei Videokonferenzen bewirkt eine höhere
Übertragungsgeschwindigkeit eine flüssigere Darstellung von
Bewegungsabläufen. Die Übertragungsgeschwindigkeit wird in Bit oder
Byte pro Sekunde (bit/s, Byte/s) gemessen. (siehe auch Bit, Byte,
bit/s, Bps)
Unterdrückung der
Rufnummern-Rückübermittlung (COLR)
Die Unterdrückung der
Rufnummern-Rückübermittlung wird COLR (Connected Line Identification
Restriction) abgekürzt. Mit diesem Leistungsmerkmal kann die
Rückübermittlung der Rufnummer unterdrückt werden (anonymer Ruf).
Mit diesem Merkmal kann man vor
einem Gespräch bestimmen, ob die erreichte Rufnummer bei einem Anruf
zum rufenden Teilnehmer zurückübermittelt werden soll oder nicht. Bei
einigen ISDN-Endgeräten kann dieses Merkmal durch eine Einrichtung über
ein Menü aktiviert werden. Um diesen Dienst nutzen zu können, muss das
Endgerät bzw. die Tk-Anlage den Dienst unterstützen und der Dienst für
die MSN(s) des ISDN-Anschlusses eingerichtet sein (siehe auch COLP).
USB
Abkürzung für Universal Serial Bus.
Serielle Universalschnittstelle an neueren PCs zum Anschluss von
Drucker, Scanner, Tastatur, Maus etc.
Serielle Schnittstelle mit
Busarchitektur für PC, mit der sich Peripheriegeräte wie Drucker,
USB-ISDN-Adapter, Audiosysteme, Scanner, Digitalkameras anschließen
lassen. Der Anschluss erfolgt mit vierpoligen Steckern. Am USB ist eine
Stromversorgung der angeschlossenen Geräte über den Bus möglich. Am USB
können angesteckte Geräte automatisch erkannt werden. Ein An- und
Abstecken von Geräten während des Betriebs des PC ist zulässig. Am USB
wird eine Stern-Hub-Architektur unterstützt.
U-Schnittstelle
Eine U-Schnittstelle wird z. B.
verwendet, um die Verbindung zwischen der Vermittlungsstelle und dem
NTBA (siehe auch NTBA) im ISDN herzustellen.
Bezeichnung einer
Zweidrahtschnittstelle zur digitalen Übertragung. Im öffentlichen ISDN
dient diese Schnittstelle mit Echokompensation als UK0-Schnittstelle
als Anschluss für das Netzabschlussgerät. (siehe auch NTBA). Die
U-Schnittstelle hat eine große Reichweite und nutzt nur eine
Zweidrahtleitung zur Übertragung. Durch die Echokompensation wird
Bandbreite gespart und es lassen sich die herkömmlichen analog
genutzten Telefonleitungen zur Übertragung der ISDN-Signale (siehe
ISDN) verwenden.
V.110
Bezeichnung für einen Standard zur
Übertragung von Daten zwischen einem analogen Anschluss und einem
ISDN-Anschluss (Datenrate 1.200 bis 38.400 bit/s, asynchron) oder
zwischen zwei ISDN-Anschlüssen (Datenrate 56 oder 64 kbit/s).
V.120
Bezeichnung für einen Standard zur
asynchronen Übertragung von Daten mit 57.600 bit/s im ISDN.
Vermittlungsstelle
Knotenpunkt im öffentlichen
Telekommunikationsnetz (neu auch Netzknoten).
Man unterscheidet zwischen
Ortvermittlungsstellen (OVSt oder Netzknoten im Ortsnetz), an denen
Endteilnehmer direkt angeschlossen sind, und Fernvermittlungsstellen
(Netzknoten im Fernnetz), die Verbindungen in die Ferne oder in andere
Netze (z. B. Ausland oder Mobilfunk) herstellen.
Voicemail
Elektronischer Briefkasten, in dem
Sprachnachrichten für einen Teilnehmer hinterlassen werden. Diese
Nachrichten können sowohl in Tk-Anlagen als auch in der
Vermittlungsstelle (z. B. T-Net-Box der Deutschen Telekom) gespeichert
und von dort jederzeit per Telefon abgerufen werden. (siehe auch
Mailbox)
Wartemusik
Eine Melodie oder auch ein Ansagetext,
die/den der wartende Teilnehmer hört, wenn eine Verbindung innerhalb
einer Tk-Anlage gehalten oder weitervermittelt wird.
Diese Wartemusik wird z. B. von
einer Telefonanlage elektronisch erzeugt oder von einem externen Gerät,
das mit der Tk-Anlage verbunden ist, bereitgestellt. Der Anwender kann
somit beliebige Wartemusik inkl. Ansagen etc. verwenden. Dabei ist zu
beachten, dass die Nutzung nicht eigener Musik eventuell eine
Abgabepflicht an die GEMA bedeutet. Wartemusik wird auch als "Music on
hold" bezeichnet.
Westernstecker
Eine für den Anschluss von
ISDN-Geräten verwendete Bauform (8-polig) der weltweit genormten
RJ-45-Baureihe.
Von den acht möglichen Kontakten
des Westernsteckers können ggf. auch weniger Kontakte tatsächlich
vorhanden sein. Am Markt gibt es Ausführungen mit 8, 6 und 4 Kontakten.
Im ISDN werden fast immer nur vier Kontakte benötigt. Um eine
Kabelverbindung mit einem Westernstecker sachgerecht auszuführen, wird
eine entsprechende Anschlagzange benötigt. Im NTBA (siehe NTBA) und in
ISDN-Dosen (siehe IAE, UAE) befinden sich meist zwei Westernbuchsen, in
die Westernstecker eingesteckt werden können.
X.25
International genormte Soft- und
Hardware-Schnittstellendefinition für Datenübertragung in
paketvermittelnden Netzen wie dem Datex-P der Deutschen Telekom.
X.75
International genormte
Schnittstellendefinition für Datenübertragung in paketvermittelnden
Netzen oder zwischen Netzknoten paketvermittelnder Netzen.
Standardprotokoll für Telematikdienste im ISDN mit einer
Übertragungsrate von 64 kbit/s. Zehnerkonferenz (CONF)
Bei einer Zehnerkonferenz,
abgekürzt CONF (Conference call) können bis zu zehn
Anschlüsse/Teilnehmer gleichzeitig miteinander kommunizieren. So lassen
sich Besprechungen mit mehreren Personen am Telefon durchführen.
Neben der Dreierkonferenz gibt es
im ISDN zusätzlich die Zehnerkonferenz. Zur Einleitung einer Konferenz
wird zunächst eine einfache Verbindung zwischen zwei Endgeräten
aufgebaut . Danach wird durch den Aufbau einer zweiten Verbindung oder
Entgegennahme eines "Anklopfenden" der erste Teilnehmer in
Wartestellung gebracht, während der andere Teilnehmer das Herstellen
der Konferenz übernimmt. Dieses Verfahren kann solange wiederholt
werden, bis die maximale Anzahl von zehn Konferenzteilnehmern erreicht
ist. Damit dieser Dienst genutzt werden kann, muss das einleitende
Endgerät und das Netz dieses Leistungsmerkmal unterstützen. Konferenzen
mit 3 Teilnehmern werden auch als 3PTY (Three Party Service,
Dreierkonferenz) abgekürzt.
Zielwahltaste
Ermöglicht das Speichern häufig
gewählter Rufnummern auf separat dafür vorgesehenen Tasten, auch
Namens- oder Kurzwahltasten genannt.
Normalerweise befinden sich
Zielwahltasten an Telefonen oder Faxgeräten mit einem danebenliegenden
Beschriftungsfeld für den Namen des Teilnehmers, dessen Rufnummer auf
der entsprechenden Zielwahltaste gespeichert ist. Zur Wahl der
Rufnummer genügt die Betätigung der Zielwahltaste.
1TR6
Bezeichnung für das (alte) nationale
ISDN der Bundesrepublik Deutschland.
Das nationale ISDN unterscheidet
sich in einigen Punkten vom Euro-ISDN mit dem Protokoll DSS1. Es gibt
den Mehrgeräte-, Anlagen- und Primärmultiplexanschluss. Beim Protokoll
1TR6 werden statt der Mehrfachrufnummern so genannte
Endgeräteauswahlziffern (EAZ) von 0 bis 9 verwendet. Die EAZ 0 ist
dabei für das Ansprechen aller 1TR6-Endgeräte am Bus vorgesehen,
während die EAZ 1 bis 9 frei für unterschiedliche Endgeräte vergeben
werden können. Zur Unterscheidung zwischen den Protokollen 1TR6 und
DSS1 werden im D-Kanal-Protokoll unterschiedliche
Protokolldiskriminatoren verwendet. Endgeräte und Tk-Anlagen, deren
Software mit dem Protokoll 1TR6 arbeitet, lassen sich meist nicht zu
vertretbaren Kosten auf DSS1 umstellen. Das nationale ISDN 1TR6 wird
von der Deutschen Telekom auf besonderen Kundenwunsch als
Universalanschluss angeboten und noch bis zum 31. Dezember 2005
betrieben.
3PTY
Abkürzung für Three (3) Party Service
(Dreierkonferenz). Bei einer Dreierkonferenz können drei Teilnehmer
gleichzeitig miteinander telefonieren.
Die Dreierkonferenz ist ein
ISDN-Standardmerkmal. Zur Einleitung einer Konferenz wird zunächst eine
einfache Verbindung zwischen zwei Endgeräten aufgebaut. Danach wird
durch den Aufbau einer zweiten Verbindung oder Entgegennahme eines
"Anklopfenden" der erste Teilnehmer in Wartestellung gebracht, während
der andere Teilnehmer das Herstellen der Konferenz übernimmt. Damit
dieser Dienst genutzt werden kann, müssen das einleitende Endgerät und
das Netz dieses Leistungsmerkmal unterstützen. (siehe auch
Zehnerkonferenz)