Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins Nauheim nahmen die Gelegenheit wahr, sich bei einer historischen Stadtführung in der Kreisstadt Groß-Gerau über Geschichtliches zu informieren. Sachkundiger Führer war der gut informierte heimat- und geschichtskundige Lebrecht Viebahn.
In mittelalterlicher Bürgertracht begrüßte Herr Viebahn die 23 interessierten Nauheimer, die sich über die Dorfgrenze Nauheims in die Kreisstadt gewagt hatten. Zuerst gab es Informationen zum Historischen Rathaus, das 1578 erbaut wurde und in all den Jahrhunderten von Zerstörungen durch Kriegseinwirkungen verschont blieb. Die letzte Granate zerfetzte zwar einen Erker vom gegenüberliegenden Hotel Adler, aber das hatte keine Auswirkungen auf das Rathaus. Im Sitzungssaal des Rathauses gab es viele Informationen zur Kreisstadt, z.B. dass Groß-Gerau die einzige Siedlung nördlich der Alpen sein soll, die ununterbrochen bewohnt sei seit der Besiedlung durch die Kelten. Im Ehrenhof des Rathauses wurde der vielen Kriegstoten im ersten und zweiten Weltkrieg gedacht.
In der ehemaligen Schäfergasse wurde dem Wohnhaus für Jugendliche aus Problemfamilien ein kurzer Besuch abgestattet. Dieses Haus war früher Finanz- und Katasteramt. Das Wohnzimmer eines weiteren Fachwerkhauses aus dem 18. Jh. konnte ebenfalls besichtigt werden, wobei der wuchtige Frankfurter Schrank aus gebeiztem Fichtenholz große Bewunderung hervorrief.Da unser Stadtführer sehr, sehr ausführlich berichtete, war nach dem zweistündigen Rundgang noch vieles ungesagt und deshalb wird eine weitere Führung zu einem späteren Zeitpunkt angeboten. Ein gemütlicher Ausklang erfolgte im Gasthaus Wagenrad, wobei viele der Gäste die Spezialität des Hauses „Struwwelkopf“ probierte.
Begrüßung der Nauheimer Besucher in der Kreisstadt durch . . .
. . . den Stadtführer Herrn Lebrecht Viebahn vor dem historischen Rathaus
Im historischen Rathaus vor einem ...
... Modell der Stadt Groß-Gerau um 1018
In der Ehrenhalle des Rathauses vor einem Mahnmal zum Ersten Weltkrieg
Der Grundstein zum historischen
Rathaus von 1578
mit den Initialien des Baumeisters
Fachwerkhaus von 1853
Das Wohnzimmer besticht durch den Frankfurter Schrank aus FichtenholzIn der ehemaliger Schäfergasse endete der erste Teil der Führung. Die Fortsetzung der Besichtigungstour wird rechtzeitig bekannt gegeben.