Pressespiegel

Ostseezeitung vom 02.10.2006 zum Konzert im Stralsunder Remter

Chor begeisterte im Remter


Ein ganzer Knabenchor sortierte sich am Freitagabend feierlich auf der Bühne des Remters im kulturhistorischen Museum. Hinten in zwei Reihen die schon etwas älteren "Knaben", die ehrwürdigen Bässe und die melodischen Tenöre. Vorn die warmen Altstimmen und der glockenhelle Sopran. Mehr passte nicht.
Jürgen Hintze war zum vierten Mal seit 20 Jahren mit dem Knabenchor der Singakademie Frankfurt/Oder in Stralsund- "seinem" Chor, den er vor 25 Jahren aus alter Tradition neu gegründet hat und mit dem er schon durch die ganze Welt gereist ist.
Es ist vielleicht der einzige auf der Welt, den ein Kinderarzt leitet. Jedenfalls kommt es nicht so oft vor, dass ein Oberarzt für Kinderchirurgie in seiner Freizeit ehrenamtlich einen Chor zum Singen und durch dick und dünn bringt. Hintze tut das. Und dafür hat er mindestens ein paar Bundesverdienstkreuze verdient. Eins hat er schon.
Wieso er das tut ? "Ich will, dass die Kinder Spaß am gemeinsamen Musizieren haben". Eine schlichte Chorphilosophie, deren Ziel er offensichtlich erreicht hat. Das war den Kindern jedenfalls bei ihrer jauchzenden Begeisterung anzusehen.
Außerdem zeichnete diesen Chor eine seltene Genauigkeit aus, die besonders in der geistlichen Chormusik zum Ausdruck kam. Scarlatti, Michael Haydn, Mendelssohn-Bartholdy, ein moderner Satz von Mauersberger - hier saß jeder Ton.
Großen Spaß bereiteten den Sängern und dem nur spärlich erschienenen Publikum die Spirituals. Es groovte im Saal bei amerikanischen Gospelgesängen.
Erwartungsgemäß endete das Konzert nach knapp einer Stunde mit Fritz Höfts Satz von J.P.A. Schulz "Der Mond ist aufgegangen", sonst hätte was gefehlt. Und dem einen oder anderen Knirps entglitt dann auch schon bei "die goldnen Sternlein prangen" das erste Gähnen. Sie gehörten ins Bett. Wer weiß das besser als ihr Chorleiter ?


Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) vom 23.03.2004 zum Konzert in der Erlöserkirche Potsdam


ZWEI KNABENCHÖRE IN DER ERLÖSERKIRCHE


Deutlich im Text, nie zu laut im Klang


Zwischen den Knabenchören der Singakademie Frankfurt (Oder) und der litauischen Stadt Kaunas besteht seit Jahren ein gutes künstlerisches Verhältnis, das in regelmäßigen gemeinsamen Konzertauftritten seinen Ausdruck findet. Potsdamer und Eberswalder Kirchen sind in diesem Jahr die Orte gemeinsamen Musizierens. Am Wochenende gastierten sie in der Erlöserkirche.

Die Singakademie eröffnete mit Passionssätzen des 17. und 19. Jahrhunderts. Dem Passionschoral "Befiehl du deine Wege" von Johann Sebastian Bach folgten Motetten seiner Großonkel Johann Christoph Bach (1642-1703) und Johann Michael Bach (1648-1694). Die Knabenstimmen aus Frankfurt formulierten die Choräle klar und eindrücklich. In den romantischen Sätzen von Silcher, Becker, Bruckner, dem Balladenkomponisten Carl Loewe aus Stettin oder dem aus Lichtenstein stammenden Josef Gabriel Rheinberger entwickelten die jungen Sänger dann vielfältige dynamische Gestaltungsmittel. Waren das Kyrie und Gloria in Rheinbergers "Messe in F" noch etwas zaghaft und in der Orgelbegleitung unsicher, gelang in Bruckners Motette zum Gründonnerstag "In Monte oliveti"
kräftigste Klang- und Harmonieentfaltung.


Der litauische Knabenchor bot ein gänzlich anders geartetes Programm. Komplizierte rhythmische Strukturen, häufige Taktwechsel im synkopenreichen Satz der Messe "Pro Pace" im Missa-Brevis-Stil von Vytautas Miskin oder im Festival
sanctus von John Levitt. Schade, dass auch Kitschpostillensätze wie "Hold fast Your dreams" (Davit L. Brunner) und "Can You her me" (Bob Chilcott) Eingang ins Programm fanden.

Im Abschlussteil waren beide Chöre vereint zu hören. Rheinbergers "Stabat mater", ein schwieriger, mehrteiliger Chorsatz über die Schmerzen der Mutter Maria im Anblick des gekreuzigten Sohnes, entwickelte all seine Expressivität
in spätromantischer Klangrede. Deutlich im Text, nie zu laut im Klang, bei gut 100 Sängern eine echte Leistung, die das Publikum mit herzlichem Beifall honorierte. mamü


Potsdamer Neueste Nachrichten (PNN) vom 22.03.2004 zum Konzert am 20.04.2004 in der Erlöserkirche Potsdam

Passionsmusik mit Knabenstimmen

Litauischer Knabenchor und Knabenchor der Singakademie Frankfurt/Oder in der
Erlöserkirche


Den Passus "Knaben" durfte man am Sonnabend nicht allzu wörtlich nehmen, als zwei so "gestandene" wie ausdrucksvolle Chöre zur Vesperzeit in der Erlöserkirche erlesene Passionsmusiken gaben. Sowohl der litauische Knabenchor "Varpelis" als auch der Knabenchor der Singakademie Frankfurt/Oder setzt sich aus Kindern, Jugendlichen und rüstigen jungen Männern zusammen (welche im Verlauf des etwa 90-minütigen Konzertes auch ganz wundervolle Bässe geben konnten).


Der eine wird von Kinderarzt Jürgen Hintze geleitet, der andere von Ksaveras Planciunas, beide kennen sich bereits ein Dezennium. Man besucht sich gegenseitig, trifft sich zweijährlich zum Musikfest an der Oder - und musiziert
halt gemeinsam, was dem Land Brandenburg besonders gut tun dürfte, denn Knabenchöre sind hier äußerst rar, Klangerlebnisse dieser Art entsprechend selten. Schade, dass nicht mehr Besucher den Weg zu "Erlösers" fanden, das
etwa 100-köpfige Gesamt-Ensemble hatte es gewiss verdient.


Man konzertierte im geordneten Nacheinander, meist a capella. Die Frankfurter bevorzugten deutschsprachige Literatur vom ausgehenden 17. bis zum Beginn des 20. Jahrhundert, die Gäste aus Kaunas gaben einige Proben zeitgenössischer Komponisten ihrer Heimat, hielten es dann aber europäisch und amerikanisch,
eine interessante Melange.

Im dritten Teil des Konzerts sang man gemeinsam, mit John Rutter "Gott segne und behüt dich" auf Englisch, zum Finale dann das lateinische "Stabat mater" von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901), Hofkapellmeister für Kirchenmusik in München - ein so opulenter wie würdevoller Abschluss gemeinsamen Musizierens.

Vor den meist ganz nobel intonierten Parts hätte man sich freilich ein Paar Worte über die Komponisten gewünscht, besonders zu Vytautas Miskins und seiner modern eingerichteten Messe "Pro Pace", oder zur "Una hora" - Motette
seines verstorbenen Landsmannes Juozas Naujalis, der in Litauen fast so viel Achtung genießt wie Johann Sebastian Bach in Deutschland: Mit dessen Choral "Befiehl du deine Wege" eröffnete die Singakademie Frankfurt die ganz im
Zeichen der Passion Christi stehenden Vesper ausdrucksstark und stimmig. Inniglich auch die Choräle von zwei frühen Vertretern der thüringischen Musiker-Dynastie: Johann Christoph (1642-1703) war mit "Der Mensch, vom Weibe geboren", Johann Michael Bach (1648-1694) mit "Ich weiß, daß mein Erlöser" vertreten. Von Friedrich Silcher (1789-1860) hörte man ein ganz spirituell empfundenes "Schau hin nach Golgatha", und das, obwohl weder dieser noch der litauische Chor "sakrale Ausbildung" hatten. Respekt. Mit weniger Stimmen war dann Bruckners
"In monte oliveti" zu hören, die Bitte um Erbarmen ging einem schon nahe.

Auch "Varpelis" hat Erfahrung mit geistlicher Musik. Mozarts "Requiem" gab es im vorigen Jahr, auch das "Weihnachtsoratorium" bewältigte der insgesamt 100-köpfige Chor (er konnte nur halbiert anreisen, "der Bus war zu klein") schon. 2005 wird die "Johannes-Passion" geprobt. Ihre Parts, oft mit Orgelpositiv-Begleitung (Rita Sirciene), waren modernen Komponisten gewidmet, Bob Chilcott ("Can You hear me"), John Leavit mit seinem "Festival sanctus"
und dem Dänen Michael Bojesen, dessen "Hear, o Lord" rhythmischem Körperausdruck anspornte. Eine unüberhörbare und freudige Eloge an den Stil amerikanischer Sakralgesänge.

Wie gut die beiden Chöre harmonisieren, war zum Abschluss in Rheinbergers "Stabat mater" zu hören, darin Diskantstimmen und Bässe gebraucht wurden. Nach dessen hymnisch-kraftvollem Finale und gutem Applaus sang und summte man auch das litauische Lied "Wo die Wälder grünen" als Zugabe gemeinsam. Man darf
und sollte dankbar sein.

Gerold Paul


Ruppiner Anzeiger vom 01.12.2003 zum Konzert am 29.11.2003 in der Pfarrkirche zu Neuruppin

Knabenchor der Singakademie Frankfurt/Oder begeisterte in der Pfarrkirche

… Ein Weihnachtskonzert ohne festliche Stimmung, nicht einmal ein geschmückter Tannenbaum stand in der Pfarrkirche. Der einzige Knabenchor des Landes Brandenburg ließ sich dadurch aber nicht die Stimmung vermiesen, und er begeisterte sein Publikum mit Liedern wie "Es ist ein Reis entsprungen" von Michael Praetorius oder "Vorfreude, schönste Freude" von Hans Naumilkat. Aber auch englische Lieder wie unter anderem "What child is born" von Dave Warland gehörten zum Programm des Knabenchors. … Das die Jungen Professionalität besitzen wurde auch dem Publikum klar, denn auch nach 26 Liedern war bei den ganz jungen Mitgliedern noch eine klare Stimme zu hören. Ein besondere Leistung wurde von Philipp Weiche und Paul Naas erbracht, die den ganzen Auftritt über mit ihren Soli den Chor unterstützten. Bei dem Volkslied "Maria durch ein Dornwald ging" wurden die Solisten Valentin Salewski und Raik Westphal mit starkem Applaus für ihren Solopart bedankt. Zum Ende des Konzertes wurde ein Medley als Zugabe gegeben, bei dem Dr. Jürgen Hintze das Publikum aufforderte mitzusingen. …


Märkische Allgemeine Zeitung vom 01.12.2003 zum Konzert in der Neuruppiner Pfarrkirche am 29.11.2003

Die Tore weit genug gemacht, Frankfurter Sängerknaben eröffnen die Weihnachtskonzert-Saison

… In der Besetzung mit allen Stimmen dürfen die jüngeren Knaben hymnenhaft jubilieren und die Hirten nach Bethlehem rufen, während der Bass einen ungebrochenen Klangteppich als Hintergrund bereitstellt. Dankenswerter Weise beten die Sänger nicht die Klassiker herunter, sondern bieten, dem Frankfurter Image als Brückenkopf entsprechend ein europäisches Programm: "Once in royal Davids City" ist eines der bekanntesten anglikanischen Weihnachtsstücke, das portugiesische "Herbei, ihr Getreuen" wird oft auf Latein als "Venite adoremus" gesungen. Natürlich durften Stücke vom anderen Flussufer nicht fehlen: Der Choral "Jezus malusienki etwa ist das, was Weihnachten eigentlich ist: Leise, harmonisch, friedfertig.


Märkische Allgemeine vom 27.09.2003 zum Konzert in der Martin-Luther-Kirche Zeuthen

Der einzige Knabenchor Brandenburgs sang in der Martin-Luther-Kirche
Rührende Momente


ZEUTHEN "Knabenchöre sind eine Rarität", mit diesen Worten begrüßte Kantor Reinhold Warnat die knapp 60 Besucher am späten Samstagnachmittag in der Martin-Luther-Kirche in Zeuthen. Der einzige Knabenchor Brandenburgs, der Chor der Singakademie Frankfurt (Oder), war zu Gast. Die Kinder und jugendlichen Sänger präsentierten unter der Leitung von Jürgen Hintze geistliche Chormusik von Komponisten des 17. Jahrhunderts bis in die Neuzeit. Neben Alessandro Scarlatti waren auch Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy und Anton Bruckner zu hören.

Alle jungen Sänger waren beim Konzert ganz bei der Sache. Die kindlichen Stimmen schafften rührende Momente ohne ins Kitschige abzugleiten - besonders bei den Schlafliedern "Sandmännchen" und "Der Mond ist aufgegangen". Die kleinen Solisten intonierten sicher und unbefangen. Reinhold Warnat begleitete manche Lieder auf der Orgel und spielte zwei Instrumentalstücke. Der Chor gönnte sich bei den Orgelsoli sitzend eine kleine Pause.

Die Jungen kommen aus 15 verschiedenen Schulen und die jungen Männer aus unterschiedlichen Berufen. "Ziel des Chores ist nicht musikalische Professionalität. Dies ist bei zwei Proben pro Woche nicht möglich", so Jürgen Hintze. Dennoch hat der von Hintze 1981 gegründete Chor beachtliche musikalische Erfolge vorzuweisen. Er absolviert mehr als 40 Konzerte im Jahr, darunter viele im Ausland. Stellvertretend für den Knabenchor wurde sein Gründer und Leiter 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Ein Jahr später, beim deutschen Chorwettbewerb in Regensburg belegten die Sänger den dritten Platz und bei der Chorolympiade in Linz erhielten sie ein silbernes Diplom.

Ingesamt gehören 85 Sänger dem Knabenchor an, nach Zeuthen waren etwas mehr als die Hälfte gekommen. Die Jungen zeigten zum Ende des Konzerts Finger schnippsend, dass sie auch sehr temperamentvoll sein können. Spätestens mit den Spirituals eroberten sie das Herz auch des letzten Zuhörers. Bei "O happy Day" klatschten die Besucher fröhlich mit und hörten erst mit dem Beifall auf, als der Chor eine Zugabe brachte. Sabine Pohl aus Zeuthen lobte die jungen Sänger. "Das Programm war super", so die Frau, "besonders gut haben mir die Spirituals gefallen". Sie gehört dem Kantatenchor Zeuthen an und wird bei dessen Konzerten am 29. November mit Bachs Weihnachtsoratorium in Königs Wusterhausen und am 14. Dezember zum Weihnachtskonzert in Zeuthen mitsingen. hv


Wiesbadener Tagblatt vom 15.09.2003 zum Konzert in der St. Marienkirche Biebrich

Musischer Dialog

... Unter der souveränen Leitung Jürgen Hintzes imponierte der stark besetzte Chor aus Frankfurt mit erstaunlicher Klangfülle und homogener Ausgewogenheit, intonationssicher und in sehr transparenter Stimmführung mit markant hervor tretenden Sopranen. Beachtlich gewandt verliehen die jungenSänger Kompositionen Alessandro Scarlattis und Johann Christoph Sache barockes, klangintensivesFormat, wussten auch die Romantizismen in Werken Joseph Rheinbergers und Edward Elgars adäquatzu erfassen. Wohllaut pur war angesagt in Rudolfs Mauersbergers "Sandmännchen" und in Fritz HöftsSatz von J. P. A. Schulz' "Der Mond ist aufgegangen". Die hin und wieder geforderten kleinen Solistenmachten ihre Sache ausgezeichnet. ...


Märkische Oderzeitung vom 24.12.2002 zum Weihnachtskonzert in der Konzerthalle Frankfurt (Oder)

Publikum feiert junge Sänger

Mit seinem traditionellen Weihnachtskonzert hat der Knabenchor der Singakademie Frankfurt (Oder) am Sonntag Abend die Zuhörer in der ausverkauften Konzerthalle begeistert. Unterstützt von dem Organisten Lutz Matthias Müller und den Posaunen Solisten Berlin versetzte das Ensemble um Chorleiter Jürgen Hintze sein Publikum in besinnliche Feststimmung.
Zu hören waren unter anderem Werke von Georg Friedrich Händel, Michael Praetorius, Anton Bruckner und Johann Sebastian Bach. Die Posaunen Solisten ihrerseits brachten etwa mit James Piersponts Klassiker " Jingle Bells" die Konzerthallen-Besucher zum Swingen. Der Chor beendet seinen Auftritt mit einem Weihnachtspotpourri und erntete dafür enthusiastischen Applaus.
Das Publikum ließ die jungen Sänger nicht ohne drei Zugaben von der Bühne - diese revanchierten sich bei ihren Zuhörern mit "O Tannenbaum", "O du fröhliche" und zu guter Letzt mit einer bewegenden Interpretation von "Stille Nacht".


Lausitzer Rundschau vom 26.03.2002 zum Passionskonzert in der Klosterkirche Guben

Helle Knabenstimmen erschallten in der Klosterkirche

Ein beeindruckendes Konzerterlebnis

Der Knabenchor der Singakademie Frankfurt (Oder) unter der Leitung seines Dirigenten Jürgen Hintze und der Cottbuser Organist Stefan Kießling hatten zu einem Passionskonzert am Palmsonnabend in die Klosterkirche eingeladen, über dem fiktiv die Bruckner-Kürzel O.A.M.D.G. ­ "Omnia ad maiorem Dei gloriam " ( "Alles zur größeren Ehre Gottes " ) ­ standen, die er gelegentlich als Widmungsbuchstaben seinen Partituren beifügte. Das anderthalbstündige Programm umfasste 18 Werke von 13 Komponisten aus fünf Jahrhunderten. A-cappella-Musik, also Kompositionen für Gesangsstimmen allein, ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Häufig ändert sich jedoch der subjektive Blickwinkel, wenn es sich um den Gesang solcher Knabenchöre wie die Leipziger Thomaner, den Dresdner Kreuzchor, den Tölzer Knabenchor oder die Regensburger Domspatzen handelt und ein Auftritt aus musikgeschichtlichen Belangen keine Instrumentalbegleitung verlangt. In eben dieser schwierigen A-cappella-Praxis braucht sich der seit 20 Jahren bestehende Chor der Singakademie Frankfurt (Oder) mit fast 100 Jungen und jungen Männern zwischen neun und 36 Jahren keinesfalls zu verstecken. Das ist umso bedeutsamer, da die Jungen bei der harten Probenarbeit auf so manche Annehmlichkeiten außer dem Bereich der Töne verzichten müssen, um mit ihrem Chorgesang Menschen geistigen Frohsinn zu bringen und ihnen Kraft für ihr Tagwerk zu schenken. Das taten die Choristen während ihres Auftrittes äußerst diszipliniert. Ihnen zu lauschen, wurde zu einer wahren Freude.
Mozart als Höhepunkt
Bemerkenswert, wie Chorleiter Jürgen Hintze durch übersichtliche Gestik, Mimik und Körperbewegung die Chorknaben zu glockenreinem Klang, sauberer Stimmführung und genauer Beachtung der Einsätze ermunterte und konsequent seine persönliche Auffassung von Ausdruck und Inhalt der Komposition durchsetzte. Da konnte einem schon beim Hören des sensiblen Choralsatzes "Wenn ich einmal soll scheiden " des Leipziger Thomaskantors Johann Sebastian Bach (1685-1750), dem ergreifend vorgetragenen "Stabat Mater " ­ "Es stand die schmerzensreiche Mutter " des Müncher Kontrapunktlehrers Joseph Gabriel Rheinberger (1839-1901) mit Orgelbegleitung und dem gefühlvollen "Beati Mortui " des Wunderknaben Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) ein leichter freudiger Schauer den Rücken hinunterlaufen. Für den Rezensenten als absoluter Höhepunkt und CD-verdächtig erklang als Zugabe das weltberühmte "Ave verum corpus natum " des Musikgenies Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791).
Begeisterte Zuhörer
Aber auch die gefühlvolle Gestaltung der sakralen Chorwerke "Sieh, das ist Gottes Lamm " des Dresdner Kantors Gottfried August Homilius (1711-1785), des "Requiem aeternam " ( "Er/sie möge in ewigem Frieden ruhen " ) des Mainzer Opernkomponisten Peter Cornelius (1824-1874) und des "Offertoriums " , den Gesang während der Opferung von Brot und Wein, des Wiener Orgelvirtuosen Anton Bruckner (1824-1896) genoss Beachtung. Der Organist Stefan Kießling interpretierte als Solist Präludium und Fuge a-Moll des Hamburger Sinfonikers Johannes Brahms (1833-1897). Glückliche Konzertfreunde geistlicher Musik verabschiedeten mit starkem Beifall und der Hoffnung auf ein baldiges Wiederhören den einzigen in- und ausländisch erfahrenen Knabenchor des Landes Brandenburg unter seinem Dirigenten und Kinderchirurgen Jürgen Hintze.


Märkische Oderzeitung vom 19.03.2001 zum Stabat mater im Collegium Polonicum in Slubice/Polen

... Auch die Zahl der Akteure überstieg an diesem Abend bei weitem das Kammerkonzert-Limit. Zwar dirigierte Czeslaw Grabowski nicht seine ganze Philharmonie "Tadeusz Bird" aus Zielona Gora, sondern das excellente Kammerorchester, doch mit dem Knabenchor der Frankfurter Singakademie standen nahezu 100 Jungen und junge Männer auf dem Podest. Ihnen galt an diesem Abend mehr noch als sonst die Zuneigung des Publikums: Seit 20 Jahren nämlich gibt es nun diesen Chor, nach wie vor geleitet von seinem Gründer, dem Kinderarzt Jürgen Hintze, inzwischen weit über die Oderregion hinaus bekannt und geliebt, ein Frankfurter Juwel.Schließlich ist von Leistungen zu berichten, die dem großzügigen Rahmen dieses Konzertes durchaus entsprachen.

... verläßliche Partner für Joseph Gabriel Rheinberger "Stabat Mater". Klage und Trauer der Mutter Jesu fand in den Knabenstimmen eine bewegende Ausdeutung


Märkische Oderzeitung vom 15.01.2001 zum Konzert zur Rembrandt-Austellung

Knabenchor sang in der Ausstellung - Saal bis auf den letzten Platz besetzt

Der Knabenchor der Singakademie trat gestern unter Leitung von Jürgen Hintze im Rahmen der Rembrandt-Austellung in der Rathaushalle auf. Auf dem Programm standen unter anderem Lieder aus der Zeit Rembrandts wie zum Beispiel "Nun sich der Tag geendet hat" von Adam Krieg. Aber auch Stücke von Bruckner, Sorg oder Tschaikowsky sowie Volkslieder aus Deutschland, Lettland und Russland wurden gesungen. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, einige Gäste mußten sogar stehen. "Musik und Kunst weisen immer Parallelen auf, auch wenn sie nicht aus derselben Zeit sind", sagte Brigitte Rieger-Jähner, Direktorin des Museums Junge Kunst. Für die brilliante Rembrandt-Austellung sei der ebenfalls brilliante Chor wie geschaffen. ...


Märkische Oderzeitung vom 27.12.2000 zum Weihnachtskonzert in Müncheberg

...Dreiundzwanzig Mark für einen Karte ? Da müssen sie aber verdammt gut singen,suchte ein Ehepaar vorm vorweihnachtlichen Konzert des Knabenchors der Singakademie Frankfurt (Oder) in der Stadtpfarrkirche St.Marien zu Müncheberg das Preis-Leistungsverhältnis abzuwägen. Doch kaum ist das "Machet die Tore weit" a capella verklungen, haben sich "Vom Himmel hoch" die frischen und klaren Stimmen der Jungs und Jugendlichen in die Herzen der zuhauf erschienenen Zuhörer gesungen. Ohne kitschiges Gefühl oder frömmelndes Pathos breiteten sie in wechselnden Besetzungen geistliche und weltliche Weihnachtslieder aus. Jürgen Hintze hatte seine Sängerschar ausgezeichnet präpariert. Uns so tönte sie nicht nur sehr sauber, einheitlich und textverständlich, sondern wußte auch wovon sie sang. ... Die Jungmännergruppe ist mit "orgelnden" Bässen richtig gut besetzt, was der Weise "Ich bete an die Macht der Liebe" von Dmitri Bortnjanski eine prägnante und warmgetönte Wirkung verlieh. ... Viele Weisen erklangen dabei in neuen, originellen Chorsätzen, unter anderem von Jürgen Hintze. Prachtvoll, wie sie dabei einen konsonantenweichen Klang erzeugten. Einzelne Stimmen ließ der Dirigent solistisch hervortreten. Sie konnten sich wahrlich hören lassen. Genau wie diejenigen, deren wohlkalkuliertes Hervorstechen aus dem Gesamtklang den Melodien eine reizvolle Färbung verlieh. Lebendig und natürlich war auch manches unbekannte Lied angestimmt, dass in romantischer Männerchortradition steht. ... Die wahrlich "verdammt gut sangen", waren tatsächlich ihr Geld wert.


Barnim-Echo vom 24.12.2000 zum Weihnachtskonzert in Müncheberg

...Das traditionelle Programm der 65 Sänger unter der Leitung des Gründers Jürgen Hintze führte die Zuhörer druch Weihnachtslieder aus 5 Jahrhunderten. ... Kleine Soloeinlagen, wechselnder Einsatz der Stimmzusammensetzung und moderat eingesetzte Variationen in der Stimmdynamik sorgten für einen abwechslungsreichen Hörgenuss beim Zuschauer. ... Der Knabenchor war zum dritten Mal in Folge in Müncheberg in gewohnter Qualität in der Vorweihnachtszeit zu Gast. Das ist wohl einer der Gründe, warum die große Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die 26 Stücke des Programms wurden ohne Pause und auf Wunsch des Chores ohne Zwischenapplaus a capella vorgetragen. Um so ausgiebiger war der Beifall am Schluss des Konzertes. So wurden die Sänger erst nach drei Zugaben und mit stehenden Ovationen in die wohlverdienten Weihnachtsfeiertage entlassen. ...


Märkische Oderzeitung vom 13.06.2000 zum Bach-Konzert (Leserbrief)

... Denn was die 80 Sänger des Knabenchores der Singakademie Frankfurt (Oder), unterstützt von Musikern des Staatsorchesters, dem verdienten Komponisten unserer Stadt, Gottfried Glöckner und dem Organisten Dietrich Modersohn zu Gehör brachten, hätte den Meister ganz sicher entzückt: herrliche Stimmen, große Musikalität und Klangfülle, wunderbarer Einklang von musikhistorischem Empfinden und hoffnungsfroher Zuversicht bei der Interpretation seiner Motetten, Choräle, Kantatenausschnitten, "dem Tabakspfeifenlied". ... Fast zwei Stunden schien das Genie in den Sinnen und Empfinden der Musiker und Gäste gegenwärtig zu sein. ...


Märkische Oderzeitung vom 01.02.2000 zum Weihnachtsoratorium Kantate IV-VI

... Jetzt sorgte der Knabenchor der Singakademie (Einstudierung: Jürgen Hintze) für die chorische Ausbreitung von Anmut und verinnerlichter Andächtigkeit. Diese reizvolle Besetzung von Knabensopranen bis hin zu Jungmännerbässen entsprach historischen Gegebenheiten an Bachs Leipziger Wirkungsstätte. Die Frankfurter entledigten sich ihrer anspruchsvollen Aufgabe mit stimmklaren, frischen und textverständlichem Singen. ...


Märkische Oderzeitung vom 14.12.1999 zum "Musikalischen Vorweihnachtsabend mit Herbert Köfer und dem Knabenchor Singakademie Frankfurt (Oder)

... Überwiegend weltliche Weisen trugen die Knaben und Jugendlichen der stimmschön klingenden Sangesgemeinschaft unter Leitung von Jürgen Hintze a capella vor. Dem Kinderarzt ist jener fröhliche, freudig bewegte Gesang zu verdanken, mit dem der Chor zu begeistern verstand. Wenn er, wie beispielsweise in Wilhelm Weismanns "Weihnacht", begeisterungsfroh von der freudenreichen Zeit kündete, klang es jederzeit glaubhaft. Das ein Knabenchor, dessen Stärke zweifellos in den säkulären Gesängen liegt, durchaus für Abwechslung sorgen kann, zeigte die gelungene Programmzusammenstellung. ... Schlicht, einfach, klar, klangfüllig und kindgemäß, aber nicht kindertümelnd, sondern mit hohem künstlerischen Einsatz stimmten sie Lieder wie "Alle Jahre wieder" und "Morgen kommt der Weihnachtsmann in den gemäßigt modernen Sätzen von Gunther Reinecker und Marting Winkler an. ...


Rügen-Blitz vom 26.09.1999 zum Konzert in der Marienkirche Bergen

... Und Grund für herzlichen Beifall gab es genug. Die hellen reinen Knabenstimmen begeisterten, wie auch die der älteren Mitglieder, die einiges des vielfältigen Programmes alleine sangen. Die Sauberkeit des Vortragens des anspruchvollen Repertoires und die Perfektion waren überzeugend. Die Solostimmen z.B. bei Mendelssohn-Bartholdys "Aus tiefer Not" klangen beeindruckend durch die Gewölbe der Kirche und alle Stimmen der Chormitglieder schwollen zum gemeinsamen Akkord an bei "Richte mich, Gott". Die hervorragende Akustik in der Kirche gereichte dem Konzert zur Vollendung. Der letzte Teil des Konzertes wurde durch Volkslieder gestaltet, durch deutsche und russische. Dieses war ein besonderes Erlebnis, vor allem durch die klaren Solostimmen der Knaben und Tenöre. ...


Geilenkirchener Zeitung vom 15.07.1998 zum Konzert in Geilenkirchen

... Die Erwartungen des Publikums wurden nicht enttäuscht -wunderbare Klänge christlicher Chormusik erfüllten die Pfarrkirche St.Mariä Himmelfahrt. Ein wahrer Ohrenschmaus, dessen Reiz zum einen in den Stimmen der Chormitglieder, zum anderen in der Vielfältigkeit der Stücke lag. ...


Rur-Wurm Nachrichten vom 14.07.1998 zum Konzert in Geilenkirchen

Der Knabenchor der Singakademie Frankfurt an der Oder begeisterte das Publikum bei seinem Konzert in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt. Werke geistlicher Chormusik standen auf dem Programm. Die 60 jungen Sänger stellen unter der Leitung von Dr. Jürgen Hintze ihr besonderes Können unter Beweis ...


Stolberger Zeitung vom 15.09.1997 zum Konzert in Stolberg (bei Aachen)

Zum zweiten Mal besuchte der Knabenchor der Singakademie Frankfurt/Oder die Kupferstadt. Und wiederum bescherten die jungen Sänger unter Leitung ihres Dirigenten Dr. Jürgen Hintze dem Stolberger Musiksommer und seinen Konzertbesuchern einen besonderen musikalischen Genuß. Am Anfang stand ein Block geistlicher Gesänge ... bei denen der Chor seine vorzüglichen Eigenschaften unter Beweis stellte: diszipliniert und konzentriert, ausgewogen in den Stimmlagen mit prägnantem Männerstimmenfundus und klaren Knabenstimmen, dynamisch beweglich, intonationssicher. So wurden die im Charakter unterschiedlichen Vertonungen ... stilgerecht interpretiert. Mit der Motette "Beati mortui" gab des Ensemble als Männerchor eine überzeugende Kostprobe ihres ausdruckstarken Singens ... . Und dazu kam eine vom romantischen Schmelz entkleidete Phrasierung. ... Da kam das großartige, umfangreiche und ausdrucksstarke Stimmpotential des Chores so recht zur Geltung ....


Kritik der Lausitzer Rundschau zum Konzert am 17.03.1996 im Austellungzentrum Hegelstraße in Guben

Das ging unter die Haut


Stehenden Fußes applaudierten Gubener dem Frankfurter Knabenchor

Daran konnten sich selbst eingefleischte Sonntagskonzertbesucher nicht erinnern – an Beifall stehenden Fußes für die Künstler. Und es waren sehr junge Künstler. Zwischen 10 und 27 Jahren zählen die mehr als 30 Sänger des Kammerchores vom Knabenchor der Frankfurter Singakademie. Was sie am Sonntagnachmittag im Ausstellungszentrum in der Hegelstraße zu Gehör brachten, das ging unter die Haut. Mancher der rund 70 Konzertbesucher bekam feuchte Augen, wenndie hellen, reinen Knabenstimmen auch die höchsten Töne klar und scheinbar mühelos sangen. Und die sich zeitweilig aus dem Ensemble herausschälende elfköpfige Gesangsgruppe der jungen Männer verstand es nicht minder gut, die Zuhörer in den Bann ihres Gesanges zu ziehen. Von Anfang an geizten die Zuhörer nicht mit Applaus. Und das schien die jungen Sänger zu motivieren. Schon bei den lateinischen Liedern und dem Block mit Spirituals sprang die Begeisterung zwischen Chor und Publikum gewissermaßen hin und her. Doch beim deutschen Volkslied „In einem kühlen Grunde„ gab es einen ersten Höhepunkt. Fast schien es, als würde einen Zugabe gefordert. Vor allem auch die schöne Baritonstimme des ältesten Chorsängers, Raik Westphal, trug zum Klangerlebnis bei. Dessen Stimmvolumen und die witzige Chorinterpretation des Liedes „Ich ging einmal spazieren„ forderten ein paar Titel später dann tatsächlich ein da Capo heraus. Das „Was-sagst-du-denn dazu ?„ an die Gubener herangetragen brachte Antworten des Lobes voll: ... .


Thüringischen Landeszeitung vom 07.02.1989 über das Konzert der Knabenchöre Jena und Frankfurt (Oder) am 05.02.1989 im Volkshaus Jena

Begeisterung für die Knaben aus Jena und Frankfurt/Oder


... Sein Leiter Jürgen Hintze erarbeitete mit seinem musikalisch und chorisch sehr disziplinierten Ensemble sehr präzise Interpretationen. ... Die Chorknaben überzeugten insgesamt durch einen bemerkenswert homogenen Chorklang, die dem Jenaer Ensemble immanente Klangspaltung zwischen Knaben- und Männerstimmen schien hier überwunden. ...