
Eindeutig zu erkennen ist, daß BSE schwerpunktmäßig über Deutschland verteilt ist. Das größte Ballungsgebiet befindet sich im süddeutschen Raum etwa zwischen Bodensee und München; die betroffenen Jahrgänge erstrecken sich über den Zeitraum1994 - 1996 und 1998. Diese BSE-Gebiete müßten mit bestimmten Ereignissen korrellieren: z.B. kämen Tierkörperbeseitigungsanstalten in Frage, die legal unterhalb der zur BSE-Bekämpfung festgesetzten technischen Normen arbeiten durften. Eine andere Möglichkeit wären Handelsketten für Rinderfutter oder Milchaustauscher für Kälber; eine dritte Schlachthofkonzerne, die eigene Tierkörperverwertungsanlagen sowie Futtermühlen betreiben (so daß BSE-Erreger sich schließlich wie im geschlossenen Kreislauf befinden). Ich wäre über Hinweise per email (s. unten) dankbar.
Es liegt nahe zu vermuten, daß in den derzeitigen
Ballungsgebieten
von BSE auch vor Anwendung des Schnelltests entsprechend viele
BSE-Rinder
vorhanden waren und in den Nahrungskreislauf des Menschen gegangen
sind.
Somit wären dort vermutlich auch die ersten nvCJD-Patienten (BSE
im
Menschen) zu erwarten. In Frankreich, das uns mit der Entdeckung erster
BSE-Fälle zeitlich sowie in der Zahl von BSE-Fällen voraus
ist,
sind bisher 3 nvCJD-Opfer diagnostiziert worden.
Sollten Sie einen Verdacht bezüglich eines Angehörigen haben,
lassen Sie sich nicht mit der schon in Großbritannien benutzten
Ausrede:
möglicherweise familiäre CJD abspeisen.
Denn je früher nvCJD in Deutschland diagnostiziert wird, desto
eher können sich Betroffene zusammenschließen und um
finanzielle
Beihilfe kämpfen. In GB wurden 7 Jahre lang Angehörige der
BSE.Opfer
auf geschickte Weise von Behörden abgewimmelt, zuweilen sogar
bedroht
für den Fall, daß sie sich an die Presse wenden wollten. Aus
diesem Grund wußten sie mehrere Jahre nicht, daß es weitere
gleichartige Fälle und eine gemeinsame Ursache gab.
Verdachtsfälle können gerne an mich gemeldet werden. e-mail
Copyright Kari Köster-Lösche
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