Pflanzen der Gattung Hatiora gehören zu den epiphytischen Kakteen.
Hybriden und Sorten davon (Hatiora x graeseri), landläufig als 'Osterkakteen'
bezeichnet, sind neben 'Weihnachtskakteen'
Schlumbergera-Hybriden), die einzigen Vertreter der Pflanzenfamilie der
Kakteen, die im gewerblichen Gartenbau von Bedeutung sind. Sie werden vor
allem im Frühjahr in verschiedenen Rottönen blühend in jedem
Pflanzengeschäft und in Gartencenter angeboten. Somit sind die Zuchtformen
fast in jeder Wohnung und in vielen Büros zu finden. 'Artreine' Hatiora
gaertneri und Hatiora rosea wird man sicher nur in Gärtnereien bekommen,
die sich der Vermehrung von Kakteen verschrieben haben.
Welcher Gliederkaktus - Osterkaktus (Hatiora) oder Weihnachtskaktus (Schlumbergera) - auf dem Fensterbrett steht erkennt man leicht an den Blühzeiten und an den Blütenformen.
Der "Osterkaktus" blüht in den Monaten März bis Mai, während die Hauptblütezeit des "Weihnachtskaktus" in Monaten Oktober/November liegt. Die meiste Zeit des Jahres blühen die Pflanzen jedoch nicht. In dieser Zeit sind die Pflanzen auch anhand der Glieder leicht zu identifizieren.
Gliederformen der Gattungen Hatiora und Schlumbergera
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| Hatiora epiphylloides |
Hatiora rosea |
Hatiora x graeseri |
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Schlumbergera truncata |
Schlumbergera x buckleyi |
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Die Gattung Hatiora [Rhipsalidopsis] hat nur ein nur ein kleines Verbreitungsgebiet. Als epiphytische Pflanzen wachsen sie, südlich des Äquators, in den Bergwäldern des ostbrasilianischen Küstengebirges in den Astgabeln oder auf der rauen Rinde der Bäume. Oft kommen epiphytische Pflanzen in "Lebensgemeinschaften" mit Bromelien, Tillansien und Flechten vor. Auch in Humusansammlungen auf felsigem Untergrund wachsen Pflanzen der Gattung Hatiora. |
Hatiora
gaertneri |
Hatiora rosea |
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| Wuchs |
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| Glieder / Phyllokladien |
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| Blüte |
3-5 spreizende, weiße Narbenäste |
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| Bild Blüte | ![]() |
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| Blühtezeit |
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| Frucht |
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| Standort |
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| Gießen
und Düngen |
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| Substrat |
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| Blütenbildung |
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| umtopfen |
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4.2 nach Jahreszeiten
| Winter |
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| Frühjahr |
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| Sommer |
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| Herbst |
4.3 Vermehrung
Zur Vermehrung der
Pflanzen sollte auf die Bewurzelung von Stecklingen (vegetaive Vermehrung) zurückgegriffen
werden. Dazu sind die künftigen Stecklinge aus mehreren ausgereiften Glieder (2-3 Jahre alt) an der dünnsten
Stelle von der Mutterpflanze abzuschneiden. Nach dem Abtrocknen der Schnittstelle,
ca. 8 Tage, kann der so gewonnene Steckling in ein sandig-humoses Substrat
bewurzelt werden. Es empfiehlt sich durch eine Kunstofffolie für gespannte
Luft zu sorgen. Bei Temperaturen um 25°C bilden sich innerhalb von
14 Tagen erste Wurzelspitzen. Die Pflanze kann nach drei bis fünf
Wochen oder bei Bedarf in einen größeren Topf umgepflanzt werden.
Die Jahreszeit für
den Stecklingsschnitt spielt für die spätere Kultur keine wesentliche
Rolle. Nur die Bewurzelung dauert bei einem Winterschnitt etwa doppelt
so lang als bei einer Vermehrung in den Monaten Mai / Juni.
Es ist auch möglich
den gewonnenen Steckling bei Zimmertemperatur (> 20 Grad celsius)direkt in Wasser zu bewurzeln.
Auf ein ausreichendes Abtrocknen der Schnittfläche ist unbedingt zu achten.
Der Wasserstand im Bewurzelungsbehältnis (nach Möglichkeit lichtundurchlässig)
sollte ca. 3 cm betragen. Das Wasser ist regelmäßig, aller 2-3
Tage zu erneuern. Bei einer Weiterkultur in Erde sollten die Wurzeln nicht
zu lang wachsen. Auf Grund von Wurzelverletzungen beim Einpflanzen können
Bakterien oder Pilze den Vermehrungsversuch scheitern lassen. Bei einer
Kultur in Hydro ist Fäulnisgefahr nicht so hoch.
Die neu gezogenen
Pflanzen, Hatiora graeseri und Hatiora x gaertneri, blühen schon nach
einem Jahr. Bei Hatiora rosea muss etwa zwei Jahre auf die ersten Blüten
gewartet werden.
5.
Züchtungen
,
im Aufbau
6.
Literatur