-  Vergesslichkeit

FaQ - Werden Epilepsiekranke vergesslich?

Vergesslichkeit bzw. Gedächtnisstörungen durch Epilepsie?

 

Jain!

Es wird zwischen zwei Arten von Gedächtnisprobleme unterschieden:

1. Wenn gedächtnisbildende Strukturen im Gehirn verletzt sind, liegt wirklich eine Gedächtnisschwäche vor. Z.B. war bei einem Herrn nach der Herdoperation das gesamte Langzeitgedächtnis weg, er liest jeden Tag das gleiche Buch usw.

2. Die meisten Epilepsiepatienten haben aber keine Gedächtnisschwäche im eigentlichen Sinn, sondern auf Grund der Anfälle und/oder der Medikamente eine Konzentrationsschwäche. Dadurch wird die Gedächtnisbildung und das Hervorholen von alten Gedächtnisinhalten erschwert. (Siehe unten.)

Das ist eigentlich eine Erleichterung, denn im letzteren Fall sind die bereits gespeicherten Informationen nicht für immer verloren. Außerdem lässt sich Konzentration leichter trainieren als das Gedächtnis.

Ausführliche Information: Gedächtniseinbußen bei Epilepsie?

 

Bei folgenden Antiepileptika bzw. Medikamente, die zur antiepileptischen Behandlung verabreicht werden, ist eine mögliche "Vergesslichkeit" als Nebenwirkung bekannt:

   
 
Auffassung / Aufmerksamkeit Denken / Gedächtnis Konzentration Kognition
               
Diazepam Mesuximid Clonazepam Phenobarbital
Primidon Primidon Ethadion Primidon
    Tiagabin Topiramat Tetracosactid
    Topiramat        
    Vigabatrin        

 

   

Stand: Juli 2005

© by Manuela Katzer mit Dank an Johanna!