 |
Epilepsie - was ist das?
|
Epilepsie
- was ist das?
|
| |
| |
|
Einfach gesagt,
eine kurzzeitige und vorübergehende Funktionsbeeinträchtigung der Hirntätigkeit,
bei der das Bewusstsein und/oder Muskeln betroffen sein können. |
| |
| |
|
Es gibt somit
verschiedene Erscheinungsformen. Die Epilepsie als solches
gibt es nicht, sondern nur individuelle Ausprägungen einer Funktionsstörung
des Gehirns. Man spricht daher besser von Epilepsien in der Mehrzahl.
Das trifft die vielfältigen Erscheinungsformen dieser häufigsten aller
chronischen neurologischen Störungen besser. Epilepsien äußern sich
durch Anfälle; man spricht aber erst von einer Epilepsie, wenn diese
Anfälle mehrmals auftreten und keine Provokanten vorliegen (z. B. kein
Gehirntumor). |
| |
|
Plötzliche
extreme Aktivitätssteigerungen des Zentralnervensystems lösen diese
Anfälle aus. Die meisten kennen nur die großen Krampfanfälle. Viel
häufiger aber sind kleinere anfallsartige Ereignisse, z. B. sogenannte
Absencen oder psychomotorische Anfälle. "Krank" sind davon betroffene
Menschen gewöhnlich nur in den wenigen Augenblicken oder allenfalls
Minuten eines solchen Anfalls. Je nach Anfallsform brauchen viele zwar
eine gewisse Erholungszeit danach, doch dann sind auch sie wieder so
gesund wie alle anderen - und natürlich genauso leistungsfähig. |
|
 |
|
Viele Epilepsien lassen sich mit
einer adäquaten Behandlung beherrschen oder doch erheblich mildern.
Einige Betroffene entscheiden sich außerdem zu einer Alternativmethode
". |
|
|
|
Grob gesagt,
werden Epilepsien in zwei Gruppen eingeteilt: in eine fokale und einer
generalisierten Form. |
| |
|
 |
|
 |
| |
|
|
|
Fokal bedeutet, dass es einen messbaren
Ort (Herd, Fokus) im Gehirn gibt, der die Anfälle auslöst. Ist z. B.
der Teil des Gehirns betroffen, der für die Motorik zuständig ist,
äußern sich die Anfälle in unkontrollierten Bewegungen, wobei es zu
keiner Bewusstseinsbeeinträchtigung kommt.
|
|
Bei
generalisierten Anfällen ist das ganze
Gehirn betroffen und das Bewusstsein ist für diese Zeit außer Gefecht
gesetzt. |
| |
|
|
|
Natürlich gibt es dies auch
in Kombination: von einem Herd breitet sich die epileptische
Aktivität auf das ganze Gehirn aus. Dabei wird von fokal sekundär generalisierten Epilepsien
gesprochen. |
| |
|
|
|
Fokale Epilepsien
ihrerseits werden auch wieder in einfach- und komplex-fokalen Anfällen
unterschieden. |
| |
|
|
|
Einfach-fokale Anfälle
können z. B. Muskelzuckungen sein, aber auch verschiedene Empfindungen.
Diese können den Geruchssinn betreffen oder durch Schwindel, Halluzinationen,
Illusionen (Visionen) und anderen Wahrnehmungen. Sie werden auch als
Auren bezeichnet, also alles bei ungestörtem Bewusstsein. |
|
Bei
komplex-fokalen Anfällen gehen einfach-fokale
Anfälle voraus und steigern sich durch Bewusstseinstrübung in unterschiedlicher
Tiefe. Betroffene wirken desorientiert, umdämmert oder verwirrt. Es
können scheinbar sinnlose Tätigkeiten dazu kommen, wie z. B. Schlucken,
Schmatzen, Kauen, Nesteln, Reiben, Winken, aber auch Umherlaufen,
Ausziehen, Anziehen. Ebenso können Sprachstörungen und andere Störungen
auftreten. Eine Bewusstseinsstörung folgt. |
|
| |
|
Der Ursprung einer Epilepsie kann verschiedene Ursachen
haben. Eine davon ist die vermeintliche "Vererbung", wobei nicht die
Epilepsie selbst, sondern die Bereitschaft (Disposition) zu epileptischen
Anfällen vererbt wird. Dies wird als "idiopathisch"
bezeichnet. "Kryptogen" sind
Epilepsien ohne Ursache. Genau gegenteilig sind "symptomatische" Epilepsien, bei denen
eine fassbare Ursache als Anfallsauslöser zugrunde liegt. |
|
 |
© by Manuela Katzer |
|
| | | |