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Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft
Heutzutage stigmatisieren viele
uninformierte Menschen Epilepsiekranke. Steht für ein Kind die Diagnose
einer Epilepsie, fehlen Vorschläge für eine Sonderschule,
Behinderteneinrichtung etc. nicht. Von einer Minute auf die andere sind
Betroffene Menschen, die hilfsbedürftig, abhängig und unselbständig
sind. Viele empfinden wie Tanja Muster, die mit einer Behinderung
lebt und folgendes Gedicht schrieb:
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Ob ich es wert wäre zu leben?
Eugenik - vorgeburtliche Diagnostik
Euthanasie - und ich denke mir,
mit 15 Jahren wäre
ich gestorben ohne den medizinischen Fortschritt.
Vor 60 Jahren wäre ich vergast aufgrund des ideologischen Fortschritts.
In ein paar Jahren würde
ich wegen beidem nicht geboren werden.
Wie soll ich leben - mit dieser Vergangenheit in Zukunft?
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Und
wie sieht die Vergangenheit der Epilepsie aus?
Aufgefallen sind für Außenstehende in der Zeit, in der Technik noch ein Fremdwort war,
freilich hauptsächlich die Krampfanfälle. Dadurch, dass keine
therapeutischen Maßnahmen getroffen wurden, hatten viele
Epilepsiekranke mehr ihre Krampfanfälle. Dieses Anfallsbild gehörte in
fast jedes Dorf und es war relativ etwas normales. Normal in dem Sinn,
dass es nichts ungewöhnliches war, wenngleich damals wie heute, die
Erscheinungsform trotzdem das Gefühl der Macht- und Hilflosigkeit
auslöste. Schrieb man diese Menschen ab? Oder anders gefragt, welche
Menschen waren es, bei denen eine Epilepsie bekannt war? Es waren
Personen in den verschiedensten Gesellschaftsschichten, aus allen
Völkern und jeden Alters. Mache Dir selbst einen Eindruck und betrachte dazu bekannte Menschen.
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