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     Zur Zeit befindet sich unsere Theatergruppe in arger Bedraengnis, da es an neuen Darstellern, die dringend erforderlich sind, mangelt.
     Wir bitten alle die Kameraden, die schon einmal aktiv auf der Buehne gestan- den haben, oder aber die, die glauben, Talent zu haben, sich umgehend bei Peper (Schlapphut Co, Zelt 19) zu melden.
Bedingung ist: Lust und liebe dazu!
     Glaube ja keiner, es waere eine Erholung, Theater zu spielen.
     Nur unbaendiger Fleiss und Aufopferung der Freizeit wird zum Ziele fuehren, dem Ziele, allen Kameraden Freude und entspannung zu bringen.

Horst Dohrs.

     Ein Durchscnittsstueck war angekuendigt. Aber, was wir gestern sahen, das war eine herzerfrischende Sache. Helmut Boerner hat wieder einmal sein Geschick bewiesen, dass von den Mitwirkenden jeder s e i n e Rolle gefunden hatte. So konnte der Erfolg ja auch nicht ausbleiben.
     Ein schoenes, geschmackvolles Buehnenbild und gute Gruppierung in jeder Phase des Spieles trugen hierzu in nicht geringem Masse bei. Alles in allem: Die Jungs unserer Theatergruppe - ihre Namen stehen ja auf dem Theaterzettel - waren wieder mal knorke.
  Die gut geschulte Kapelle von Lager Philip Morris gab dem ganzen eine wuerdige Umrahmung. A. Wegmann

              Taverne zum Klabautermann
    
Die Theatergruppe des Lagers Philipp Morris, Sued, besuchte uns am verg. Mittwoch mit dem Lustspiel. Taverne zum Klabautermann, von Werner Sudowsky.
     Das Stueck ist von dem Gesichtspunkt aus zu werten, dass auch hier ein PW-Kamerad in Ermangelung vorliegenden Buehnenstoffes es auf sich nahm, sebst ein Stueck zu schreiben. Solche Versuche gelingen naturgemaess nicht immer gleich zum "grossen Wurf". Immerhin wurde das Stueck weitgehend, besonders von Liebhabern von PoW-Kraftausdruecken, mit Beifall aufgenommen.- Die Leistungen der einzelnen Mitwirkenden war zum Teil recht gut.       A. Wegmann

     Jeder von uns lauschte schon einmal schoenem Gesang, bei dem mehrere Stimmen sich zu Akkorden verschmolzen, deren geheimnisvolle Spannungen und reine Aufloe- sungen uns ueber den Alltag hinaushoben und uns einluden, die Lieder mitzusingen, die uns ein Stueck Heimat bedeuten.
     Das deutsche Lied findet auch in unserem Lager seine Pflege und zwar in seiner schoensten Vollendung, im mehrstimmigen Gesang. Unser Lagerchor ist hier in Le Havre kein Unbekannter mehr. Fast alle hiesigen Lager verdanken ihm schoene Abende. Der Chor hat nun, nach einer durch Versetzungen und Umstellungen bedingten Pause, seine Gesangstaetigkeit unter seinem frueheren Dirigenten Fritz Grollmann wieder aufgenommen. Jeder PoW-Kamerad, dem Singen Freude bereitet, kann hier gemaess seiner Stimmveranlagung seinen Platz finden. Einzige Bedingung; Freude um schoenen deutschen Lied.                                                                                                 A.Wegmann

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